Die Osteodystrophie ist eine Stoffwechselerkrankung, die dem Knochen Kalcium entzieht. Das Kalzium wird entzogen und nicht wieder aufgebaut, hierdurch wird der Knochen weich und instabil.
Diese Stoffwechselerkrankung wird genetisch vererbt, d.h. sie ist nicht ansteckend, aber auch nicht heilbar. Sie tritt hauptsächlich in Satin-Zuchtlinien auf, deshalb hat sie den Beinamen „Satin-Krankheit“ bekommen. Auch bei allen anderen Rassen ist sie schon aufgetreten, wenn auch seltener.

Die Diagnose kann durch Röntgenbilder abgeklärt/kontrolliert werden. Dazu sollte in bestimmten Abständen ein Vergleichsröntgen erfolgen.

Die Beschwerden beginnen in den Hüftgelenken oder aber im Kieferknochen. Deshalb ist hier ein aufmerksamer Halter gefragt der seine Meerschweinchen gut im Blick hat. Man bemerkt, wenn die Krankheit ausbricht, das es Probleme beim laufen oder der Futteraufnahme gibt. Wenn die Tiere nicht mehr richtig laufen oder fressen können, kann man mit einer Schmerztherapie unterstützend helfen. Bevor jedoch das Endstadium erreicht wird, sollte man seine Tiere von ihren Qualen rechtzeitig erlösen.

Ursachen

Vermutlich ein Gendefekt, der sich rezessiv vererbt

Symptome

Ausbruch in Oberschenkel und Hüften - Schwierigkeiten beim Laufen
Entlastung der Hinterbeine auch in Ruhephasen
Bei Befall der Kieferknochen - Probleme beim Fressen Gewichtsabnahme
Bevorzugt Weichfutter
Ausbruch der Krankheit meist im Alter von 1 bis 2 Jahren

Behandlung

Osteodystrophie ist weder behandelbar noch heilbar. Solange das Meerschweinchen ohne Schmerzen lebt, sollte man ihm ein schönes Leben geben. Wenn es Schmerzen bekommt, ist eine Therapie mit Schmerzmitteln möglich. Sind die Schmerzen so groß, dass sich das Meerschweinchen nur noch quält oder bei Befall des Kiefers kein Fressen mehr möglich sein, sollte man die Entscheidung für sein Tier treffen und es einschläfern lassen, so schwer es auch fällt.

 

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