Pebbles

PEBBLES: Hallo Leute, hier ist wieder eure Pebbles.

Wir wollten euch heute erzählen wie wir hier alle friedlich und fröhlich als Familie zusammenleben und richtig gute Freunde geworden sind, obwohl wir ja total verschieden sind, stolz-MUIG.

JOYCE: Ja, wir sind eine Mensch-Hund-Meerschweinchen-Patchwork-Familie!

OSCAR: Das hat aber seeeehr lange gedauert bis es soweit war. Und ganz schön mühsam war das, puh-MUIG.

TOFFEE: Ach naja, für uns ja eigentlich nicht. Wir mussten ja nur da sein und abwarten. Für uns war der Hund ja nie ein Problem, lässig-MUIG.

PEBBLES: Von wegen! Sprich du mal nur für dich. Mir war das ganz schön unheimlich bei den ersten Begegnungen, schudder-MUIG. Wenn ich das Bild von dir in der Henry & Co. Folge 55 sehe, wo die kleine Raven hinter dir ihre Zähne in das Gitter des Auslaufs schlägt und du sitzt innen ganz unbeteiligt da mit dem Rücken zu ihr und mümmelst Gras, da wird mir ganz anders, grusel-MUIG.


Toffee & Baby Raven

DAISY: Dir ist aber auch immer alles erst mal unheimlich. Du bist eine kleine Schisserbüx, kess-MUIG. Ich hatte von Anfang an keine Angst vor Raven, stolz-MUIG.

PEBBLES: Alte Angeberin, Nase-rümpf-MUIG. Du hast Raven ja auch erst kennen gelernt als sie schon fast zwei Jahre alt und schon viel ruhiger war und schon wusste, dass wir absolut tabu sind.

OSCAR: Die Mama Kerstin hat sich viel Mühe gegeben, Raven an uns zu gewöhnen. Uns an Raven zu gewöhnen war viel leichter, weil unsere Fressfeinde ja aus der Luft kommen Da Hunde auf dem Boden herumlaufen, sind wohl die meisten Meeris nicht besonders beunruhigt bei Hunden, so lange die keine plötzlichen Bewegungen machen, die unseren Fluchtreflex auslösen. Außer Pebbles, grins-MUIG.

TOFFEE: Früher lebte hier nur die Mackenzie. Die war schon 7 Jahre alt als Henry hier einzog. Sie war ein total lieber Hund mit ganz viel Lebenserfahrung, erinner-MUIG. Wir neue kleine Pelzkugeln waren ihr total gleichgültig. Außerdem war sie mit Wellensittichen groß geworden und wusste, dass man nicht nach kleinen Tieren schnappen darf, die sich schnell bewegen.

OSCAR: Das ist aber nicht immer so, dass man ältere Hunde und Meerschweinchen gut aneinander gewöhnen kann. Das geht nur, wenn ein Hund lieb und schon an andere Tiere gewöhnt ist und keinen Jagdtrieb hat.

TOFFEE: Na ja, umgekehrt sind wir Meeris für alle Hunde problemlos und stellen keine Gefahr für den Wauzi dar, ob groß oder klein, überzeugt-MUIG.

DAISY: Sag das nicht, kicher-MUIG. Als Oscar und Raven sich das erste Mal gegenseitig beschnuppert haben, hat er ihr direkt ein paar Schnurrbarthaare abgebissen.

OSCAR: Die haben mich gekitzelt und ich dachte, mal schauen, ob man sie essen kann. Sie schmeckten aber nicht und ich hab' sie wieder ausgespuckt.


Raven & Oscar

TOFFEE: Herrje-MUIG, du dürftest das einzige Meerschweinchen im Universum sein, das einen Hund gebissen hat, auch wenn die Beschädigung des Hundes überschaubar war. Normalerweise ist es aber eher umgekehrt.

PEBBLES: Ja, und dann ist das Meeri üblicherweise TOT!!!

JOYCE: Deshalb muss sich ein Zweibein ja so viele Gedanken machen, BEVOR es einen Hund in einen Meeri-Haushalt holt oder Meeris in einen Hundehaushalt. Es gibt Hunderassen, die grundsätzlich leichter an Kleintiere zu gewöhnen, sind als andere.

DAISY: Es gibt aber auch Hunde, die gewöhnen sich nie an Meeris. Da heißt es dann aufpassen, das Meerihaus hochstellen und die Zimmertür abschließen, damit der Hund erst gar nicht ins Schweinchenzimmer kommen kann. Und das lebenslang.

OSCAR: Bei Jagdhunden klappt es meistens nicht mit der Vergesellschaftung mit Mee­ris, weil sie extra dafür gezüchtet wurden, Tiere zu jagen. Und wenn sich ein Meeri schnell bewegt oder wegrennt, gehen einem Jagdhund schnell mal alle Instinkte durch und er schnappt sich das Meeri bevor er darüber nachdenken kann, ob sein Zweibein das gut findet. Jack Russell Terrier sind zum Beispiel gezüchtet worden, um Kaninchen zu jagen. Wenn die uns sehen, können sie kaum anders, als sich auf uns zu stürzen, angewidert-MUIG.

PEBBLES: Ja, und dann ist das Meeri TOT!!!

TOFFEE: Du bist eine alte Unke. Aber du hast schon Recht, Pebbles. Ein einziger Schnapp des Hundes reicht oft, um uns zu töten oder schwer zu verletzen, seufz-MUIG. Und das kann in einem Sekundenbruchteil passieren, wenn das Zweibein grad gar nicht damit rechnet und schon gar nicht so schnell eingreifen kann.

DAISY: Aber der Henry ist doch damals im Wald auch von einem Jagdhund apportiert worden und dabei ist ihm nichts passiert, wunder-MUIG.


Raven & Daisy

JOYCE: Das war reines Glück, wenn man bedenkt, wie viel Kraft so ein Hundekiefer hat. Viele größere Hunde tragen gerne Gegenstände und apportieren auch Kleintiere, wenn man sie lässt. Das Zweibein muss dem Hund also unbedingt beibringen, dass wir unter gar keinen Umständen gefangen oder herumgetragen werden dürfen, eindringlich-MUIG.

PEBBLES: Genau, sonst sind wir nämlich ganz schnell TOT!!!

TOFFEE: Es soll aber sogar Jagdhunde geben, die Meeris nichts tun. Auch Hunde sind schließlich Individuen mit einem ganz persönlichen Charakter.

PEBBLES: Jedenfalls muss bei jeder Annäherung von Hund und Meerschwein die Sicherheit des Meeris absolut oberste Priorität haben! Wenn nämlich irgendwas schief geht, dann sind wir ganz schnell...

TOFFEE: Danke, Pebbles, ich glaub', das haben wir jetzt alle verstanden.

DAISY: Aber wie hat die Mama Kerstin denn nun ihren Hunden beigebracht, dass sie uns nichts tun, sondern ganz lieb und vorsichtig mit uns umgehen?

OSCAR: Sie sagt, sie hatte es leicht, weil ihre Hunde immer Labradors waren und die sind bekannt dafür, sehr freundlich und friedfertig zu sein und jedes Lebewesen ins Herz zu schließen, das ihnen begegnet.

JOYCE: Aber das Prinzip ist immer ungefähr gleich. Es ist wichtig, dass ein Hund anständig erzogen ist und weiß, dass er das rangniedrigste Mitglied des Familienrudels ist und alle Kleintiere wie Meeris oder Wellensittiche über ihm stehen.


Raven & Joyce

PEBBLES: Sehr gute Ansicht, zufrieden-MUIG. Das sehe ich ganz genauso.

TOFFEE: Ein fester Platz in der Hierarchie gibt einem Lebewesen Sicherheit, auch dem rangniedrigsten, überzeugt-MUIG. Das ist ja bei uns Meeris auch so. Und Sicherheit ist wichtig. Ein unsicherer Hund neigt zu unvorhersehbaren Reaktionen auf Situationen, in denen er sich überfordert fühlt.

OSCAR: Also muss er so sozialisiert und erzogen werden, dass er schon ganz viel erlebt hat und sich selbstsicher fühlt, aber genau weiß, wie man in jeder Situation souverän und angemessen reagiert und dass er sich unterordnen und dem Zweibein gehorchen muss, erklär-MUIG.

DAISY: Die Kerstin hat mit allen ihren Babyhunden vom ersten Tag an trainiert. Neben der üblichen Erziehung mit Sitz und Platz und Hierher ist es ganz wichtig, dass ein Hund Befehle kennt wie Pfui, Nein und Aus.

OSCAR: Und dazu kommt das umfangreiche Lebenserfahrungsprogramm zur seelischen Abhärtung des Hundes.

TOFFEE: Genau. Die Kerstin ist mit ihren Junghunden Auto, Bus und Straßenbahn gefahren, hat sie auf Bahnsteige mitgenommen, ist mit ihnen in Glasaufzügen gefahren, hat sie an aufschnappende Regenschirme gewöhnt, an Feuerwerke und laute Geräusche und hat sie mit allen möglichen Tieren vertraut gemacht. Raven kennt außer vielen Zootieren Katzen, Vögel, Schafe, Rinder, Schweine, Igel, Frösche und Pferde und natürlich uns Meeris, aufzähl-MUIG.


Raven & Toffee

OSCAR: Donnerwetter, bewundernd-MUIG. Aber sowas härtet in der Tat ab.

JOYCE: Ja, zustimmend-MUIG. Raven war mit in Restaurants und vollen Fußgängerzonen. Sie hat gelernt, dass sie nicht schnappen darf, wenn Fremde sie plötzlich von hinten anfassen oder schreiende Kinder auf sie zurennen. Sie kennt Drehorgeln und Dudelsäcke, flatternde Planen, an ihr vorbeirasende rumpelnde LKWs und erschrickt nicht mehr, wenn die Kerstin z.B. plötzlich eine Decke über sie wirft.

PEBBLES: Aber was hat das alles denn mit der Vergesellschaftung von Hunden und Meeris zu tun, verständnislos-MUIG?

OSCAR: Ganz einfach. Durch solche Erfahrungen lernt ein Hund, dass viele verschiedene Dinge im Leben passieren und nichts davon schlimm ist, auch wenn es erstmal bedrohlich wirkt. Das gibt ihm Selbstsicherheit und er lernt, dass die Kerstin als Rudelchefin ihn beschützt und ihm sagt, wie er sich in all den Situationen verhalten muss. Das stärkt die Bindung zwischen dem Zweibein und dem Hund und der Hund gewöhnt sich gleichzeitig daran, der Kerstin zu gehorchen.

PEBBLES: Ja ja, du großer Hundepädagoge, aber was hat das denn mit uns zu tun?


Raven & Pebbles

JOYCE: Hunde, die zum ersten Mal Meerschweinchen sehen, reagieren oft total über­dreht. Die finden uns megaspannend und stürzen sich auf unser Haus, rennen bellend und jaulend drumrum oder sitzen stundenlang davor, starren uns an und lassen sich nicht mehr beruhigen oder abrufen, ungnädig-MUIG. Das ist aber ein Mensch-Hund-Problem und kein Hund-Meerschweinchen-Problem.

DAISY: Ach so, Geistesblitz-MUIG, du meinst, ein Hund, der schon viele andere spannende Sachen erlebt hat, regt sich über uns gar nicht erst so auf? Und wenn er schon andere Tiere kennt, sind Meeris nichts besonderes mehr? Und wenn er gut erzogen ist und weiß, dass er seinem Zweibein gehorchen muss, dann lässt er sich auch abrufen, obwohl er uns spannend findet?

TOFFEE: Richtig, Daisy. Das mit der Erziehung und Sozialisierung von Hunden ist ein großes Gesamtpaket, in dem wir nur ein Puzzleteilchen sind. Je gelungener das Gesamtpaket ist, desto weniger Fehlverhalten zeigt der Hund auch rund ums Meerschwein. Dazu muss der Mensch immer darauf bestehen, dass der Hund sich in jeder Situation anständig benimmt, energisch-MUIG.

OSCAR: Ja, schließlich darf auch ein Jagdhund nicht einfach 'rumjagen wie er möchte, sondern nur gemeinsam mit seinem Zweibein und auf dessen Kommando.

PEBBLES: Das heißt, dass man nicht beeinflussen kann, ob ein Hund einen Jagdtrieb hat, aber wie er sich in Gegenwart seines Zweibeins gegenüber den Meeris benimmt, ist eine Frage der Rangordnung und Erziehung?

JOYCE: Ganz genau. Dass ein Hund, der bisher keine Meeris kannte, aufgeregt ist, wenn er uns zum ersten Mal sieht, ist normal. Wir sind ja auch total faszinierend, selbstbewusst-MUIG. Das Zweibein muss aber von Beginn an den Hund immer wieder damit konfrontieren, dass wir da sind und zum Rudel gehören. Dabei muss es vom ersten Kontakt an jedes Fehlverhalten des Hundes unterbinden und ihm klarmachen, dass wir und unser Haus für ihn total tabu sind. Der Hund muss begreifen, dass wir kein Spielzeug sind, sondern Lebewesen, die er zu respektieren hat!

TOFFEE: Am Anfang lässt man den Hund nicht in direkten Kontakt mit uns kommen. Er darf nur so weit in unsere Nähe kommen wie er sich dabei gut benimmt. Zum Bei­spiel führt man ihn mit einer Leine in unser Zimmer. Wenn er uns wahrnimmt und brav ist, muss das Zweibein ihn überschwänglich loben, aber sobald er bellt, jault oder an der Leine zerrt, sagt das Zweibein deutlich und energisch "NEIN!!!" und geht an­sonsten kommentarlos mit dem Hund wieder aus dem Zimmer. Das wiederholt man so oft mehrmals täglich bis der Hund sich neben unserem Haus aufhalten kann, ohne sich oder uns aufzuregen, Hundeerziehung-erklär-MUIG. Die Kunst ist, mit dem Hund immer nur so nahe ranzu­kom­men, dass er gerade noch brav ist, aber sich dabei nach und nach unserem Haus im­mer mehr zu nähern. Wenn das klappt, ist es auch für uns nicht stressig.


Raven & Toffee

OSCAR: Auf keinen Fall darf man den Hund um unser Haus rennen oder ungehindert bellen lassen in der Hoffnung, dass sich das irgendwann von selbst legt. Das tut es nämlich nicht.

JOYCE: Ist ein Hund ein Härtefall, der unserem Haus trotz aller Übung nicht näher kommt, ohne Theater zu machen, kann man ihm benutzte Schweinestinktücher aus un­serem Haus geben, damit er sich erstmal an unseren Geruch gewöhnen kann, ohne uns zu sehen, Erziehungstipp-verrat-MUIG. Die Tücher darf er aber nicht kaputt machen. Erst, wenn er auf solche Tücher kei­ne Reaktion mehr zeigt, sondern sie langweilig findet, fängt man dann wie­der mit dem Heranführen an der Leine an unser Haus an.

TOFFEE: Wir hier stehen ja mit unserem Haus etwas erhöht und Baby Raven saß am Anfang oft stundenlang davor und hat zu uns hochgeschaut. Weil sie dabei brav war, hat die Kerstin sie nur beobachtet, falls sie auf die Idee kommt, an unserem Tisch hochzuspringen.

OSCAR: Raven war auch über ein Jahr lang immer dabei, wenn die Kerstin unser Haus geputzt hat. Sie hat unsere Gerüche aufgeschnuppert und sich auf unsere benutzten Tücher gekuschelt, Nase-rümpf-MUIG. Das fand die Kerstin zwar fies, aber Raven sollte sich so an unseren Geruch gewöhnen, dass er am Ende total selbstverständlich für sie wurde. Irgendwann fand Raven plötzlich den Hausputz nicht mehr so spannend. Dann blieb sie immer öfter weg und inzwischen kommt sie gar nicht mehr dazu, weil sie gemerkt hat, dass das immer dasselbe ist.


Oscar

DAISY: Aber weil die Kerstin auch immer den Hundegeruch an sich hat, sind wir auch umgekehrt an Ravens Geruch gewöhnt.

TOFFEE: Außerdem hat die Kerstin monatelang jeden Sonntag mit Raven vor unserem Auslauf gesessen und aufgepasst, während Raven uns zusah. So lange sich Raven gut benahm, durfte sie uns beobachten. Wenn sie quietschte oder versuchte zu uns in den Auslauf zu klettern, hat die Kerstin sie aus dem Zimmer geschickt.

DAISY: Die Kerstin sagt, ein Hund muss uns Meerschweinchen mit positiven Erfahrungen verknüpfen. Also hat sie Raven immer ein Leckerchen gegeben, wenn wir auch Futter bekamen. Und wenn sie uns auf dem Schoß hatte, hat sie oft uns und Raven immer abwechselnd Leckerchen gegeben, schmatz-MUIG. Es ist wichtig, dass der Hund nicht eifersüchtig auf uns Meeris wird.

JOYCE: Versucht man, uns dem Hund vorzuenthalten, dann werden wir für ihn erst recht spannend. Der Hund ist erst zufrieden, wenn er alles an uns in- und auswendig kennt, unsere Gerüche, unser Verhalten, unsere Töne. Bis er anfängt das alles langweilig und selbstverständlich zu finden.

OSCAR: Aber eins muss man sich klar machen, Gewöhnung ist keine Sache von Ta­gen oder Wochen, klarstell-MUIG. Wir sprechen hier von etlichen Monaten! Raven ist jetzt zweieinhalb Jahre alt und es hat fast zwei Jahre gedauert bis sie an uns in unserem Auslauf nur noch ein mäßiges Interesse hatte. Erst dann durften wir uns gegenseitig be­schnup­pern, während wir Meeris auf dem Schoß der Mama Kerstin saßen.

PEBBLES: Da geht es aber nicht nur darum, dass der Hund sich benimmt. Es geht natür­lich auch um UNS, weil diese ganze Gewöhnung nie dazu führen darf, dass wir Meeris Stress haben. Zeigt ein Meeri auch nur das kleinste Anzeichen von Angst oder Stress, muss das Zweibein die Situation sofort beenden und das Meeri zurück in sein sicheres Haus setzen. Annäherung geht nur, wenn Hund und Meeri beide völlig ent­spannt sind dabei. Und das kann dauern.

DAISY: Besonders bei dir, grins-MUIG.


Raven & Daisy

TOFFEE: Entscheidend ist, dass der Mensch jederzeit die Situation völlig unter Kontrolle hat. Wenn das Zweibein ein apportiertes und angekautes Meeri aus den Fängen des Hundes befreien muss, ist das das absolute Ende aller weiteren Annäherungsversuche. Und Hunde sind sauschnell, warnend-MUIG.

OSCAR: Außerdem darf keine Annäherung stattfinden, wenn der Hund auch nur die geringste Aggression oder Anspannung zeigt wie Haare stellen, Ohren anlegen oder knurren, ganz-wichtig-MUIG. Dann muss das sofort deutlich gerügt und der Hund auf seinen Platz geschickt werden. Man muss dann den ganzen Annäherungsprozess nochmal weiter vorne aufgreifen und so lange üben bis frühere Erfolge sitzen, erst dann kann der nächste Schritt gemacht werden.

DAISY: Raven und wir dürfen erst seit kurzem in der Wohnung unmittelbar auf­ein­an­der­treffen, weil Raven jetzt allmählich ruhiger und vernünftiger wird, erzähl-MUIG. Als Junghund war sie so wild und begeistert von allem, dass die Kerstin Angst hatte, dass sie versehentlich auf uns tritt. Junge Hunde gewöhnen sich zwar schneller an neue Situationen, aber ihre Impulskontrolle lässt noch sehr zu wünschen übrig. Raven hätte uns zwar nichts Böses tun wollen, aber ein grobmotorischer 20-30-Kilo-Flummi, der uns begeistert umhüpft, wäre einfach zu gefährlich für uns gewesen.

JOYCE: Und jede Begegnung zwischen Raven und uns findet immer nur unter streng­ster Aufsicht durch die Kerstin statt. Die Kerstin ist zwar überzeugt, dass Raven uns nie schaden wollen würde, und Raven versucht auch, ganz vorsichtig mit uns umzugehen, aber die Kerstin will auch Unfälle vermeiden, z.B. dass Raven sich versehentlich mit ihrem dicken Hintern auf einen von uns setzt, Gott-bewahre-MUIG.


Raven & Joyce

PEBBLES: Die Kerstin sagt, dass es wahrscheinlich nie dazu kommt, dass wir und Ra­ven unbeaufsichtigt in der Wohnung rumlaufen dürfen. Das muss ja aber auch nicht sein. Ein Hund bleibt ein großes Raubtier und ein Meeri ein typisches kleines Beutetier. Wenn die Kerstin weggeht und uns und Raven zuhause lässt, bleibt die Zimmertür zwischen uns und Raven zu, erleichtert-MUIG.

TOFFEE: Man darf aber auch keine zu hohen Erwartungen an das gemeinsame Leben von Hund und Meeri haben. Das Ziel ist eine friedliche Koexistenz. Dass Hunde und Meeris zusammen kuscheln, ist eine große Ausnahme. Und miteinander "spielen" geht bei dem Größenunterschied gar nicht, das ist zu gefährlich. Und wenn es gar nicht klappt mit der Annäherung, dann muss man es auch lassen.

OSCAR: So, damit ist ja wohl alles gesagt zu dem Thema. Ich rufe jetzt mal, weil ich nämlich Hunger habe. Keeeeeeeeeeeeeerrrsssttttiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinnnnnnnnnnn….!!!

KERSTIN-ZWEIBEIN: Na, ihr Hundetrainer, was hättet ihr denn gerne?

JOYCE: Am liebsten Maisblätter. Und für Raven könntest du eine Möhre bringen, schließlich war sie heute quasi die Hauptperson dieser Folge.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Ein feiner Zug von euch. Sehr großzügig. Kommt alles sofort.

PEBBLES: Danke, Mama Kerstin. Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche…

 

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