Pebbles


PEBBLES: Hallo Leute, hier ist wieder eure Pebbles.

Wir sind immer noch nicht so weit mit unseren Recherchen über die holde Weiblichkeit und die Fortpflanzung, entschuldigend-MUIG. Wir hatten nämlich Urlaub.

OSCAR: Ja, das war eine Katastrophe, stöhn, MUIG. Ich möchte bitte in Zukunft keinen Urlaub mehr haben. Keine Ahnung, was andere daran gut finden.

TOFFEE: Mit brauchst du keine Schuld zu geben, verteidigend-MUIG. Wir waren dort mehrere Jahre in Folge und da war immer alles top. Das konnte doch keiner ahnen, dass der Service dort so nachgelassen hat.

DAISY: Wir haben uns nicht gezofft! Und wir würden uns doch nie beißen!! Wir haben uns doch lieb!!! Uns so zu Unrecht zu verdächtigen ist nicht nett, empört-MUIG!

JOYCE: Ich glaube, wir sollten mal vorne anfangen, vernünftig-MUIG. So verstehen die Leser doch kein Wort.

TOFFEE: OK. Unsere Stammleser wissen ja noch, dass wir immer in Urlaubspflege bei unserer Urlaubs-Vanessa waren, wenn die Mama Kerstin mal für ein paar Tage weg war. Dort hatten wir im Vanessa-Schlafzimmer ein sehr großes Bodengehege neben dem großen Bodengehege ihrer Kaninchen. Das war alles entspannt, der Zimmerservice war top und die Ernährung ließ keine Wünsche offen. Also hatte uns die Mama Kerstin jetzt dort wieder eingebucht.

DAISY: Das Bodengehege war da. Und die Kaninchen nebenan auch. Aber der Rest war irgendwie...

PEBBLES: ...suboptimal.

DAISY: Genau. Danke, Pebbles.

OSCAR: Die Küchenchefin hätte ruhig ein bisschen großzügiger mit dem Frischfutter sein können, frustriert-MUIG. Hier zuhause gibt's definitiv viel mehr Gemüse und Salat und Gras und Obst und Kräuter, hach-ja-MUIG.

PEBBLES: Und entspannt war's dort auch nicht, leidend-MUIG.

JOYCE: Wir waren schon ganz schön erleichtert, als wir nach 14 Tagen wieder heim durften. Da sah der Oscar hinten so aus:


Oscar

TOFFEE: Na, mit dem Foto wäre er bestimmt nicht zum drittschönsten Meerihintern 2018 gekürt worden.

OSCAR: Als die Urlaubs-Vanessa uns zurück nach Hause gebracht hat sagte sie zur Mama Kerstin, wir hätten in einer der letzten Nächte mal rumort und richtig Zoff gehabt und gequiekt und offenbar hätte eine von euch Damen mir ordentlich eine verpasst, schnaub-MUIG. Dabei bin ich ein Gentleman. Ich würde euch Mädels doch nie so behandeln, dass ihr euch mit Gewalt zur Wehr setzen müsst, also-wirklich-MUIG.

DAISY: Genau, du bist wirklich gaaaaaaaaanz nett!

TOFFEE: Stimmt schon. N' bisschen faul und grobmotorisch, aber hochanständig zustimmend-MUIG.

JOYCE: Wir Mädels sind ja auch alle extrem friedfertig. Unsere wenigen kleinen Konflikte lösen wir auf dem kleinen Dienstweg sozial und kommunikativ. Da gibt's kein schmerzhaftes Ausreißen von Fellbüscheln oder gegenseitiges Reinbeißen in irgendwelche Körperteile.

PEBBLES: Nein, echt nicht. Unsere sozialen Korrekturen sind immer minimalinvasiv. Wir regeln das mit strengen Blicken, einem erhobenen Kinn oder ein paar aufgestellten Nackenhaaren. Dann gibt es noch das klassische empörte Quieken. Mit diesem Instrumentarium regeln wir alle unsere Interessenkonflikte sehr erfolgreich, stolz-MUIG.


Toffee

OSCAR: Deshalb konnte die Mama Kerstin die Geschichte von der Beißerei auch gar nicht glauben. Sie hat uns dann alle genau untersucht und siehe da, Toffee hatte auch eine große kahle Stelle auf dem Rücken, die sah man aber erst, wenn man das Fell da wegscheitelte.

TOFFEE: Das ist dann eine ganz böse offene Stelle geworden und die Kruste darauf hatte ich noch ewig, autsch-MUIG. Die Haare an der Stelle sind bis heute noch nicht wieder ganz nachgewachsen.

DAISY: Und ich hatte eine kleine Kruste hinten mitten in einem Wirbel, mitteil-MUIG.

PEBBLES: Ich hatte nichts, aber die arme Joyce hat es auch richtig schlimm getroffen. Ihr linkes Ohr sah innen ganz furchtbar aus, mitleidig-MUIG.

JOYCE: Die Mama Kerstin hat dann Bilder von unseren Blessuren gemacht und sie der Susi in der Patenstelle Malsch geschickt. Die ist nämlich eine ganz erfahrene Schweinchenmama, die schon ganz viele Notschweinchen betreut und gepflegt hat. Die beiden haben dann telefoniert und Susis Ferndiagnose war eindeutig.

TOFFEE: Ja, wir hatten voll die fiesen GRABMILBEN aus dem Urlaub mitgebracht, grimmig-MUIG. Auf Oscars und meiner kahlen Stelle waren auch so kleine Pöckchen zu sehen und genauso in Joyces Ohr.


Joyce

OSCAR: Nach dem Telefonat waren wir dann ratzfatz wieder verpackt und auf dem Weg zur Tierklinik. Gott sei Dank war der Milbenbefall noch nicht weit fortgeschritten, so dass es uns noch ganz gut ging und wir noch nicht diesen entsetzlichen Juckreiz hatten, erleichtert-MUIG. Der kann einen nämlich um den Verstand bringen und schwer befallene Meeris müssen sich dann so schlimm kratzen, dass sie Krämpfe und sogar epileptische Anfälle kriegen können. Das kann so schlimm werden, dass schon Meeris an diesen mistigen Milben gestorben sind, bekümmert-MUIG.

DAISY: Wir bekamen in der Tierklinik alle etwas Nasses ins Genick geschmiert, sogar Pebbles, an der gar nichts erkennbar war. Warum hattest du wohl keine kahle Stelle, Pebbles?

PEBBLES: Das ist schwer zu sagen. Es leben ja immer Milben auf uns, genau wie auf allen Felltieren und auch auf den Menschen. Das ist ganz normal, solange es nicht zu viele werden. Aber wenn man angeschlagen ist oder gestresst und das Abwehrsystem nicht richtig funktioniert, dann vermehren sich die Biester und fangen an einen zu quälen und aufzuessen, resigniert-MUIG.

JOYCE: Genau, und wir waren alle angeschlagen von dem elenden Stress in der Urlaubsstelle und außerdem taugt das Heu gegen Winterende nicht viel, bäh-MUIGl. Da sind wenige Vitamine und Mineralien drin, so dass wir schnell einen Vitaminmangel kriegen können, wenn nicht genug Frischfutter zugefüttert wird.


Oscar

OSCAR: Ja, da kam leider alles zusammen, die Ortsveränderung und die fremde Umgebung, das saisonal schlechte Heu, die zu kleinen Portionen Frischfutter und der Stress. Das reicht locker, um ein Meeri so runterzuziehen, dass die Milben anfangen Samba auf ihm zu tanzen, seufz-MUIG.

PEBBLES: Naja, ich bin ja oft ein bisschen schlapp und müde, so dass die Mama Kerstin mir jeden Tag einen kleinen Schuss Multivitamine einflößt. Seit sie das macht, geht es mir deutlich besser. Und sie hatte der Urlaubs-Vanessa gesagt, dass sie mir auch unbedingt täglich die Vitamine geben soll. Das war wohl mein Glück. Ich nehme an, dadurch waren meine Abwehrkräfte stärker als eure und konnten meine Milben in Schach halten.

TOFFEE: Das ist wirklich alles ganz blöd gelaufen. Die Mama Kerstin hat sich dann richtig Vorwürfe gemacht, aber sie konnte ja vorher auch nicht wissen, dass bei der Urlaubs-Vanessa gerade eine Lebenskrise stattfand und sie mit allem überfordert war.

OSCAR: Ja, ihr Freund hatte gerade mit der Vanessa Schluss gemacht und ist zu seiner Ex zurückgezogen. An der Arbeit hat ihr Chef sie dann mega angeschissen, weil sie wegen ihres Kummers so unkonzentriert war. Da hätte die Vanessa am liebsten direkt gekündigt. Ihre neben der Arbeit besuchte Abendschule, um sich weiter zu qualifizieren, hat sie kräftemäßig ganz schön überfordert. Daneben hat sie noch ein chronisch krankes Pferd mit Asthma, Allergien und Lahmheit zu versorgen und sie selbst war seit mindestens vier Wochen gesundheitlich angeschlagen und wurde ihre Erkältung nicht mehr los, aufzähl-MUIG.


Daisy

DAISY: Das ist aber auch ganz schön viel Pech auf einmal, staun-MUIG.

TOFFEE: Die Vanessa hatte dann einen Krankenschein, weil sie zweimal einfach ohnmächtig wurde und umgekippt ist. Danach war sie tagelang kaum in der Lage aufzustehen. Außerdem musste sie ihre Zimmertür immer abgeschlossen halten, weil ihr bekloppter Hund inzwischen Türen aufmachen kann und er hat sich total über uns aufgeregt, obwohl er mit den Kaninchen kein Problem hat, verächtlich-MUIG

PEBBLES: Das ewige Bellen war ganz schön heftig und ich hatte die ganze Zeit Angst, dass die Vanessa vergisst, den Schlüssel rumzudrehen und dass der Hund plötzlich im Zimmer steht und uns frisst, nachträglich-nochmal-Gänsehaut-krieg-MUIG.

JOYCE: Das alles erklärt natürlich, warum wir so suboptimal versorgt wurden, aber eine Entschuldigung ist das nicht, finde ich. Die Vanessa hätte rechtzeitig sagen müssen, dass sie uns in ihrer Situation nicht auch noch in Urlaubspflege nehmen kann.

OSCAR: Es gibt halt Leute, die können sich nicht abgrenzen, weise-MUIG. Die wollen andere nicht enttäuschen und dann packen sie ihr Leben mit zu vielen Verpflichtungen voll. Aber das erfährt man natürlich immer erst hinterher.

DAISY: Also hat sie es gar nicht böse gemeint, sondern war mit unserer Versorgung einfach überfordert?

TOFFEE: So sieht's wohl aus, weil sie sonst ja immer sehr zuverlässig war. Der Henry hat immer gesagt, der schlimmste Feind des Guten ist die gute Absicht.


Toffee

PEBBLES: Oscars weher Fuß wurde in der Urlaubspflege auch zu wenig eingecremt und als wir heimkamen, hatte er eine dicke Hornplatte an der Ferse, vorwurfsvoll-MUIG. Da musste die Mama Kerstin lange Zeit mehrfach täglich cremen bis die Haut wieder schön zart war.

TOFFEE: Die Mama Kerstin konnte auch gar nicht fassen, wie ausgehungert wir nach allen frischen Sachen waren, gierig-MUIG. Ich meine, wir essen ja immer viel, aber nach unserer Rückkehr kam die Mama Kerstin kaum noch nach mit dem Gemüseschneiden und Servieren.

JOYCE: Mann, das tat aber auch gut, endlich wieder saftiges Essen nach Herzenslust und ohne Fress-Stopp reinschmatzen zu können genießerisch-MUIG. Sogar das Knollengemüse, das ich sonst eher langweilig finde, schmeckte plötzlich wie Himmelskost.

OSCAR: Ja, das lasse ich sonst auch immer bis zum Schluss liegen und esse es so ca. zwei Stunden später, wenn ich wieder Hunger habe und die Lieblingssachen schon weg sind. Da ihr das auch macht, ist ja dann immer noch reichlich Knolle da.

TOFFEE: Diesmal nicht. In den ersten 2 - 3 Tagen war der ganze Berg Grünzeug immer schon nach 10 Minuten komplett weg.

DAISY: Gut, dass die Mama Kerstin unsere Frischgemüsebuffets erstmal von zwei am Tag auf vier verdoppelt hat. Und es gab extra noch viel Gras und frische Kräuter, schmatz-MUIG.

OSCAR: Ja, das war echt unsere Rettung.

JOYCE: Das und die Behandlung mit den Multivitaminen, die wir alle für 14 Tage extra eingeflößt bekommen haben.

TOFFEE: Ich kann die ja eigentlich nicht ausstehen, aber sogar ich habe die brav und klaglos geschluckt. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich die richtig dringend brauche.

DAISY: Ooohhh, ich finde die total lecker. Die würde ich gerne öfter nehmen.


Daisy

PEBBLES: Ich bin froh, dass die halbwegs schmecken, weil ich die ja ständig kriege. Wenn die ein paar Tage ausfallen, fühle ich mich gleich wieder schlapp.

OSCAR: Die Mama Kerstin hat sich auch gewundert, dass wir am Abend unserer Urlaubsrückkehr alle ständig am Wassernapf saßen und nur getrunken haben.

TOFFEE: Was denn sonst, wenn man den ganzen Bauch voll hat mit nichts als trockenem Heu, aufreg-MUIG. Das muss man mit viel Wasser begießen. Wie soll man das denn sonst verdauen? Hier zuhause mit dem vielen Frischfutter trinke ich fast gar nichts.

JOYCE: Oh je, jetzt haben wir so viel erzählt von unseren Urlaubsumständen. Dabei wollten wir doch noch über Milben und ihre Bekämpfung reden.

TOFFEE: Das machen wir halt nächste Woche. Unsere Empörung musste erstmal raus.

DAISY: Und die Fortpflanzung?

OSCAR: Ja, allmählich schieben wir mehrere noch nicht abgeschlossene Themen vor uns her.

TOFFEE: Na und? Eins nach dem anderen. Man muss ja auch gerade Lust haben auf ein Thema. Nur nicht hetzen. Erst mal was Frisches zum Abschluss der heutigen Folge und nächste Woche schauen wir mal, wonach uns gerade zumute ist.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Ich hab' extra dicke Scheiben Gurke und Möhre geschnitten, weil ihr ja noch rekonvaleszent seid.

DAISY: Was sind wir??? Verständnislos-MUIG.

TOFFEE: Hungrig!!! Also iss jetzt und wir erklären es dir später.

PEBBLES: Danke, Mama Kerstin. Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche...

 

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