Oscar

OSCAR: Hallo Leute, hier ist euer Oscar.

Nach der vielen Botanik der letzten zwei Wochen haben wir erstmal genug von den schlauen Folgen. Uns brummt jetzt noch der Kopf, puh-MUIG. So schwierig hatte ich mir das gar nicht vorgestellt. Jetzt erzählen wir aber mal wieder was von uns.

TOFFEE: Ja, aus gegebenem Anlass wollten wir mal darüber sprechen, worauf man achten muss, wenn man so als Zweibein nicht nur Meerschweinchen hält, sondern auch noch andere Tiere.

CLARA: HUNDE zum Beispiel!!!

TOFFEE: Also, wir sind ja harmlos und lieb und tun keinem was, deshalb ist unsere Haltung für andere Tiere eigentlich immer unproblematisch. Wir sind ja auch Veganer und knabbern keine anderen Mitbewohner an.

JANE: Naja, aber man sollte auch keine Hamster oder Gerbils oder Mäuse zu uns setzen. So Mini-Nager und wir passen nicht zusammen. Die wohnen besser in einem eigenen Gehege.

TOFFEE: Nicht, dass die Clara sich versehentlich drauf setzt, kicher-MUIG.

CLARA: Wieso gerade ich??? Empört--MUIG.

 


Clara

OSCAR: Oder ich zum Beispiel, ritterlich-beisteh-MUIG. Größere Nager wollen wir aber auch nicht in unserem Haus. Die könnten uns auch gefährlich werden.

TOFFEE: Also Ratten, Frettchen und Co. bitte mit stabilen Gittern dazwischen und ordentlich Abstand. Denen schmecken wir nämlich, wenn sie uns erwischen. Und denkt bei deren Gehegen dran, dass die klettern können wie Teufel. Die brauchen also ein stabiles Dach über sich, damit sie nicht ausbüxen und uns besuchen. Gott-bewahre-MUIG.

CLARA: Fische und Meerschweinchen kann man gut in einem Haushalt halten. Da gibt es keine Berührungspunkte. Es muss nur gewährleistet sein, dass wir unter keinen Umständen in das Aquarium fallen können.

OSCAR: Wie sollte denn ein Meeri jemals in ein Aquarium fallen können?

CLARA: Keine Ahnung. Ich sag's ja bloß.

JANE: Meeris und Schlangen in einem Haushalt geht aber gar nicht.

TOFFEE: Warum? Die haben doch ein eigenes Terrarium, aus dem sie nicht raus können.

OSCAR: Aber Zweibeiner, die sich Schlangen halten, sehen Meeris und Mäuse und Küken oft nicht als Tiere mit eigener Lebensberechtigung. Für die sind wir nur Schlangenfutter.

TOFFEE: Iiiiek-MUIG. Ich weiß ja, dass wir in der Nahrungskette ziemlich weit unten sind, aber ich kann mir partout nicht vorstellen, einfach gegessen zu werden.

CLARA: Keine Sorge, du bist schon zu zäh. Außerdem würde dein ausladendes Hinterteil der Schlange im Hals stecken bleiben, revanchier-MUIG.

Aber viele Schlangenhalter holen sich billig junge Meeris aus heimlichen Kellerqualzuchten, wo die Meeris am Fließband produziert und für 5 Euro als Lebendfutter abgegeben werden, zornig-MUIG.


Jane, Oscar, Toffee, Clara

OSCAR: Schlangenhaltung sollte definitiv verboten werden, außer für vegane Schlangen.

CLARA: Es gibt keine veganen Schlangen, Oscar.

OSCAR: Dann liebe Zweibeiner mit Meeris UND Schlangen im Haushalt: Kauft euren Schlangen bitte was an der Fleischtheke!

TOFFEE: Aber das Fleisch an der Fleischtheke waren doch auch mal Tiere, die nicht gegessen werden wollten, mitleidig-MUIG.

CLARA: So sind wir, stets uneigennützig und um das Wohl der anderen besorgt, spöttel-MUIG.

JANE: Vögel sind soweit OK, so lange das Zweibein nicht auf die Idee kommt, die Vogelvoliere unten mit Meeristreu einzustreuen und unten auf dem Boden Meeris zu halten, während oben die Vögel 'rumschwirren.

TOFFEE: Igitt-MUIG. Die sind doch nicht stubenrein. Die würden ja alles auf uns fallen lassen.

CLARA: Das wäre für uns ja als würden wir in einer Latrine wohnen, angewidert-schüttel-MUIG. Nein, Tierhaltung in horizontalen Schichten geht nicht. Ihr würdet euch auch nicht auf den Kopf kacken lassen wollen. Und ein Papageienhaufen ist ganz schön groß. Außerdem ätzt Vogelmist, besonders wenn wir ihn in die Augen kriegen. Geht gar nicht!

TOFFEE: Außerdem lassen Vögel nicht nur ihre Hinterlassenschaften fallen, sondern auch lauter Vogelfutter.

OSCAR: Vielleicht würde uns das ja schmecken?

CLARA: Es bekommt uns aber nicht. Vögel picken Körner und Körner sind Getreide. Das ruiniert unsere Darmflora.


Toffee

TOFFEE: Ich finde, umgekehrt ist es viel kritischer. Vögel essen bestimmt auch gerne Salat und Kräuter und frisches Gemüse und Obst. Stellt euch vor, unser Buffet wird serviert und ein Schwarm Vögel stürzt sich auf uns und unser Essen und schmatzt es weg oder schleppt die besten Stücke nach oben, wo wir nicht mehr dran kommen, schudder-MUIG.

CLARA: Nicht auszudenken. Außerdem bekäme ich bestimmt jedes Mal einen Herzinfarkt, wenn plötzlich so ein Flattermann über mir kreist. Da werden ja alle Urinstinkte und Fluchtreflexe wach und wir wären nur noch mit Raketenstarts beschäftigt.

JANE: Das wäre aber auch nichts für die Vögel, so über uns zu wohnen. Unsere Einstreu staubt ja doch immer ein bisschen und Vögel kriegen da schnell Atemwegsprobleme. Deswegen hält man sie ja auch auf nicht-staubendem Vogelsand. Das ist ein kalkhaltiger Quartzsand mit vielen klein zerstoßenen Muschelschalen. Vögel brauchen den und picken den auf wegen der Mineralien. Aber uns darf man darauf nicht halten, weil uns die scharfen Muschelkanten sonst die Füßchen zerschneiden, aua-MUIG.

OSCAR: Naja, die meisten Leute werden wohl Hunde und Katzen haben.


Jane & Clara

TOFFEE: Ja, Katzen sind mit Abstand die beliebtesten Haustiere. Als zweites kommen Hunde und als drittes die Kleintiere. Damit sind alle kleinen Nagetiere gemeint. Bei den Kleintieren sind Kaninchen am beliebtesten und danach kommen wir Meeris.

CLARA: Das ist mir unverständlich wie wir hinter den Katzen, Hunden und Kaninchen landen konnten. Es kann doch bestimmt nichts befriedigerendes geben als Meeris zu halten, überzeugt-MUIG.

TOFFEE: Also Meeris und Katzen in einem Haushalt ist schon machbar. Aber es kommt sehr auf die Katze an. Die Mama Kerstin hat mal im Internet ein Video gesehen, da lag eine Katze mitten im Meerigehege und hatte sich so in eine Kuschelrolle reingearbeitet, dass man nur vorne die Nase sah und hinten guckte der lange Schwanz raus und die Meeris saßen drumrum und guckten bedröppelt, weil ihre Kuschelrolle fremdbesetzt war.

OSCAR: Die hat wohl den Meeris nichts getan, wenn sie da so ein und ausging. Aber das ist wohl eher die Ausnahme. Katzen können uns ganz schön gefährlich werden.

CLARA: Aber die essen uns doch nicht. Wir sind doch keine Mäuse, sondern viel größer.

JANE: Katzen sind Raubtiere. Und viele von ihnen haben einfach Spaß am Jagen. Dann fangen sie Mäuse oder Vögel, manchmal spielen sie mit denen bis die dann tot sind und oft essen sie sie gar nicht, weil sie lieber ihr saftiges Katzenfutter essen. Aber wenn sie auf die Idee kommen uns zu jagen, kann uns ganz schnell der Schlag treffen oder wir kriegen einen Herzinfarkt oder erleiden Verletzungen durch die Krallen oder Zähne der Katze.


Jane

TOFFEE: Und wenn wir uns erschrecken und weglaufen, dann animiert das die Katze vielleicht erstmal, uns nachzulaufen.

OSCAR: Deshalb sollten unsere Gehege in einem Haushalt mit Katze eine Abdeckung haben, die so beschaffen ist, dass die Katze sie nicht öffnen und zu uns reinklettern kann. Ein schwerer Holzrahmen mit einem Maschendraht zum Beispiel, der so aufliegt, dass die Katze ihn nicht verschieben oder anheben kann.

CLARA: Und die Zwischenräume eines Gitters oder Maschendrahts müssen so eng sein, dass die Katze nicht mit den Pfoten reinhakeln und nach uns greifen kann, sonst ist das purer Stress für uns und wir könnten auch verletzt werden, wenn die Katze uns kratzt. Bei sowas kann man auch mal schnell ein Auge verlieren.

TOFFEE: Es gibt Katzen, die liegen dann stundenlang auf unserem Gehege und beobachten uns. Naja, wir sind ja auch total interessant.

OSCAR: Eigentlich haben wir ja lieber eine unvergitterte Aussicht ohne Katze. Aber wenn wir wissen, dass sie nicht zu uns rein und uns nichts tun kann, dann gewöhnen wir uns auch daran, dass sie auf unser Haus springt und sich da hinlegt. Dann machen wir deswegen auch keine Raketenstarts mehr. Wir sind ja nicht dumm.

CLARA: So, jetzt kommen wir aber mal zu den Hunden, damit wir unser eigenes Erlebnis erzählen können.

TOFFEE: Ach ja, das war was, Junge-Junge-MUIG. Also, unsere Raven ist jetzt 18 Monate alt, also eine richtige Teenager-Bratze, und ihr wisst ja, dass sie ein Labrador ist. Das ist nämlich wichtig.

OSCAR: Genau. Es gibt ja wahnsinnig viele Hunderassen und ohne Ende Mischlinge. Aber man kann sie alle in nur zwei Kategorien aufteilen: Hunde mit Jagdtrieb und Hunde ohne Jagdtrieb. Wenn man einen Hund mit Jagdtrieb hat, hält man besser daneben keine Meerschweinchen oder andere Kleintiere.


Oscar, Toffee, Clara, Jane

JANE: Ja, der Jagdtrieb macht, dass ein Hund allem nachrennt, was sich bewegt, und es fängt und dann meistens auch totbeißt. Die Mama Kerstin hat eine Bekannte, die hat ihre beiden Meeris mal in einem Gartengehege laufen lassen. Dann kam Besuch mit einem Dackel. Der sollte eigentlich im Auto bleiben, aber als sein Frauchen die Autotür aufmachte, um auszusteigen, hat sich der Dackel rausgequetscht, ist pfeilschnell in den Garten gerannt, in den Meeriauslauf gesprungen und hat die beiden armen Meeris totgebissen, bevor jemand eingreifen konnte. Hunde können uns richtig gefährlich werden.

CLARA: Manche Hunderassen sind deshalb mit uns Wutzen gar nicht kompatibel. Jack-Russell-Terrier sind z.B. speziell für die Rattenjagd gezüchtet worden. Wenn die uns Meeris sehen, geht alles mit denen durch. Als Meerschweinchen in einem Jack-Russell-Haushalt würde ich mir ein einbruchsicheres Haus mit kräftiger doppelter Rundum-Vergitterung wünschen auf einem soliden sehr hohen Tisch in einem immer abgeschlossenen Zimmer. Noch besser wäre, wenn der Hund auszieht.

TOFFEE: Gott sei Dank sind Labradors Hunde ohne Jagdtrieb. Viele Labradors kuscheln sogar mit ihren tierischen Mitbewohnern, wenn alle Tiere gut sozialisiert und aneinander gewöhnt sind. Und die Mama Kerstin hat sich schon viel Mühe gegeben, Raven und uns aneinander zu gewöhnen, aber weil sie noch jung und stürmisch ist, gab es bisher nur gegenseitiges Anschauen und Beschnuppern unter Aufsicht, weil die Raven immer gleich so begeistert ist und dann vergisst sie vielleicht wie stark sie ist.


Toffee

OSCAR: Außerdem hat die Kerstin ihr beigebracht, dass sie unter keinen Umständen in unseren Wohnzimmerauslauf steigen darf.

JANE: Dummerweise ist jedes Verbot nur so gut wie die Möglichkeit zu kontrollieren, dass es eingehalten wird.

CLARA: Deshalb würde die Raven nie bei uns in den Auslauf einsteigen, so lange die Mama Kerstin irgendwo in der Wohnung ist. Ein schriller Pfiff von uns und die Kerstin wäre in einer Sekunde da, zack-MUIG. Das weiß die Raven natürlich.

OSCAR: Neulich musste die Mama Kerstin aber kurz weg während wir im Auslauf waren und sie konnte die Raven nicht mitnehmen. Also hat sie die Wohnzimmertür zugemacht, damit Raven nicht zu uns ins Auslaufzimmer konnte.

TOFFEE: Das ist eine über zwei Meter hohe und breite und ziemlich schwere Holzschiebetür in einem großen Durchgang zwischen Wohn- und Esszimmer. Aber die Kerstin hat zwar die Tür ganz zugeschoben, aber den Riegel nicht richtig eingehakt. Sie hat es aber nicht bemerkt und ist gegangen.

CLARA: Raven hatte es natürlich bemerkt und kaum war die Mama Kerstin zur Tür raus, fing Raven an die Schiebetür zu bearbeiten und weil sie ziemlich stark ist, dauerte es nicht lange bis wir ihre dicke schwarze Nase durch den Türspalt sehen konnten. Und dann stand sie schon bei uns im Wohnzimmer und schaute in unseren Auslauf.

OSCAR: Uns war schon ein bisschen mulmig zumute, bange-MUIG. Sie ist ja doch ganz schön groß. Wir haben auch ordentlich gequiekt als sie über die Absperrung in unser Gehege gestiegen ist und sind erstmal in den verschiedenen Verstecken verschwunden. Aber für uns hat sie sich gar nicht interessiert. Sie wollte bloß schauen, was es bei uns leckeres für sie zu essen gibt. Als sie das aufgegessen hatte, ist sie einfach wieder gegangen.


Oscar

TOFFEE: Als die Kerstin zurück kam und die offene Tür sah war sie total schockiert. Aber wir kamen gleich alle hungrig nach vorn gerannt und hofften auf ein Leckerchen. Da war sie sehr erleichtert, weil uns nichts passiert war und wir da heil und fröhlich saßen. Das hätte auch schief gehen können.

OSCAR: Mir ist noch nicht ganz klar, woher die Kerstin eigentlich so genau wußte, dass Raven tatsächlich in unserem Auslauf war. Sie hätte ja auch bloß im Wohnzimmer gewesen sein können.

CLARA: Ganz einfach, Oscar. Als die Kerstin zurück kam lag kein einziger Köttel mehr von uns im Auslauf. Die hatte die Raven alle gefressen. Und die Kerstin weiß ja wie scharf Raven auf unsere Köttel ist. Für die sind unsere Köttel eine echte Delikatesse. Es war also ein sehr kurzer Indizienprozess mit einer so erdrückenden Beweislage, dass kein Zweifel an Ravens Täterschaft bestand.

OSCAR: Hihi-MUIG. Aber Raven kam dann doch auf Bewährung frei, weil die Kerstin so erleichtert war, dass sie uns kein Haar gekrümmt hatte.

JANE: Jedenfalls wisst ihr jetzt, liebe Zweibeiner, dass eure Wachsamkeit nie nachlassen darf, wenn es um unseren Schutz geht. Man kann so schnell eine Kleinigkeit übersehen und dann hängt unser Schicksal am seidenen Faden.

TOFFEE: Aber jetzt machen wir mal fix Schluss und essen schnell unsere Leckerchen. Wir haben uns nämlich irgendwie verquatscht heute und die Kerstin steht schon da mit Gurke und Möhre für uns.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Hier, meine Süßen, euer Episodengemüse.

JANE: Danke. Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche...

 

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