Amidala kam erst im Juli 2017 zu uns in den Verein. Hier angekommen viel sofort ihre sehr zarte, kleine Statur auf, dementsprechend gering war auch ihr Gewicht.

Sie hatte ausserdem zwei recht grosse Talgdrüsen am Hinterteil und Atemgeräusche. Ihr Fell wies einen gewissen Satin-Glanz auf. Amidala war in der Folge mehrfach beim Tierarzt vorstellig, sie wurde geröngt, bekam Blut abgenommen et.. Die Befunde waren erschreckend: Amidala´s Knochen stellten sich sehr hell auf dem Röntgenbild dar, ihre Hüfte war schwer beschädigt, sie litt entweder an der gefürchteten OD (Osteodystophie), eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, oder aber an Knochenkrebs. Beides stellt sich ähnlich auf dem Röntgenbild dar. Auch die Blutwerte der lieben Maus waren schlecht, diese liessen ebenso ein tumoröses Geschehen vermuten. Es war zu befürchten, dass auch Amidalas Lunge befallen war.

Amidala wurde zunächst auf Schmerzmittel eingestellt, und erhielt unterstützende naturheilkundliche Medikamente. Weitere Untersuchungen sollten nach einem gewissen Zeitabstand folgen - dazu kam es jedoch nicht mehr. Am Morgen des 02.12.2017 hatte die liebe Maus noch wie gewohnt gefrühstückt, ein paar Stunden später am Nachmittag lag sie auf der Seite im Gehege und rutschte mit Kopf voran über den Gehegeboden. Sie konnte nicht mehr stehen und versuchte in Panik voranzukommen. Ihre Pflegemama versuchte sie vorsichtig wieder auf die Beine zu setzen, doch Amidala fiel wieder um.

Bei einem sofortigen Besuch beim Nottierarzt sass die Kleine wie ein Häufchen Elend auf dem Behandlungstisch, war in sich zusammengesunken, die Vorderbeine waren regelrecht nach aussen verdreht und sie war auch immer wieder wie weggetreten. Sie muss grosse Schmerzen gehabt haben, trotz Schmerzmittel. Ob nun letztlich die OD ihre Knochen aufgelöst oder der Krebs sie zerfressen hat, bleibt fraglich, jedoch war eine Grenze erreicht, Amidala hatte keine Lebensqualität mehr und quälte sich. Um ihr weiteres Leid zu ersparen, entschlossen sich ihre Pflegeeltern gemeinsam mit der Tierärztin, die liebe Maus gehen zu lassen. Dies war der letzte Liebesbeweis, der noch möglich war.

Amidala durfte den Angaben nach nur etwa 3 Jahre alt werden.

Folgende Zeilen hat ihre Pflegemama für sie geschrieben:

Meine liebe Amidala,

nachdem ich dich das erste Mal sah und sich leider die grosse Befürchtung bewahrheitete, dass du kranke Knochen hast, war bereits klar, dass wir höchstwahrscheinlich keine sehr lange gemeinsame Zeit haben werden. Dennoch tut es unendlich weh, dich nicht mehr bei uns zu haben. Du warst in all deiner Krankheit ein so tapferes, tapferes Schweinemädchen, hast dich niemals unterkriegen lassen. Sogar deine grosse Schüchternheit hast du ein Stück ablegen können und dich vertrauensvoll in unsere Hände begeben, beim Medikamente nehmen, Päppelbrei futtern. Es war eine intensive Zeit, nie werde ich dein wunderschönes Gesichtchen vergessen, deinen klaren, beobachtenden Blick, dein ganz und gar bezauberndes Wesen. Es fällt sehr schwer dich ziehen zu lassen, aber ich weiss, nun bist du alle Schmerzen los, kannst dich endlich wieder frei bewegen. Nun lass dich nicht aufhalten, liebe Maus, nimm all unsere Liebe mit, Danke, dass du bei uns warst, bis irgendwann

Deine Familie

 

Ein Engel ist zur Erde gekommen und hat Dich mit in den Himmel genommen.

Er hält Dich sicher, er hält Dich warm, ich hoffe Du fühlst Dich geborgen in seinem Arm.

(Unbekannt)

 

Komm gut an, liebe Maus!

 


 

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