Daisy & Joyce

DAISY: AAAAAAAARRRRGGGGHHH!!!!

JOYCE: Beruhigend-MUIG, Daisy, nun beruhige dich doch!

DAISY: YIIIIIIIIIEEEEEEEEEEEHHH!!!

OSCAR: Daisy, Liebes, du darfst dich wirklich nicht so aufregen, hilflos-MUIG.

DAISY: MACH DAS WEG!!! MACH DAS WEG!!! IIIIIIIIIIIIIIEEEEEEEKKK!!!

PRALINE: Was hat sie denn, irritiert-MUIG?

OSCAR: Eine Zecke!

PRALINE: Oh, bäh, igitt, angewidert-MUIG.


Praline

DAISY: DAS TUUUT WEEEEEEEEHHH!

JOYCE: Aber Zecken tun nicht weh, Daisy, belehrend-MUIG. Die betäuben die Einstichstelle. Die wollen ja schließlich nicht entdeckt werden bevor sie so viel Blut ihres Opfers getrunken haben, dass sie satt sind und wieder loslassen und abfallen.

DAISY: MEIN BLUUUUUUUUUT!!!

OSCAR: Das war jetzt schon ein bisschen unsensibel, Joyce, tadelnd-MUIG.

PEBBLES: Daisy, schau, gut-zured-MUIG, da kommt schon die Mama Kerstin zurück mit der Zeckenzange! Gleich ist alles wieder gut!

DAISY: ICH HAB AAAAAAAAANGST!

KERSTIN-ZWEIBEIN: Halt still, Süße, damit ich das Biest auch komplett rauskriege!


Pebbles & Daisy

PRALINE: Kannst du das denn, misstrauisch-MUIG? Sollte Daisy nicht besser in die Tierklinik?

OSCAR: Das kann die Mama Kerstin, keine Sorge, überzeugt-MUIG. Die hat schon viele Zecken aus ihren Hunden geholt und bis jetzt ging immer alles glatt.

DAISY: MEIN POOOOOOOOOO!!!

KERSTIN-ZWEIBEIN: Ist schon raus, Daisy, alles klar.

PEBBLES: Du bist gerettet, Daisy, hurra! Du kannst wieder aufatmen, erleichtert-MUIG.

DAISY: Mir ist ganz schwach zumute von dem Blutverlust, zittrig-MUIG.

JOYCE: Ach was, unbeeindruckt-MUIG. Du hast höchstens Kreislauf, weil du dich in so eine Hysterie gesteigert hast.

DAISY: Du hast ja keine Ahnung, fauch-MUIG, du hattest ja noch nie eine Zecke!

KERSTIN-ZWEIBEIN: Wollt ihr zuschauen wie ich sie zerquetsche? Sie ist zwar auch ein Tier, das nur irgendwie leben will, aber wer sich an meiner Familie vergreift, muss büßen.

DAISY: Richtig so! Grimmig-MUIG.


Pebbles

PEBBLES: Wie machst du das, interessiert-MUIG? Die sind glaub' ich ziemlich haltbar.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Ich lege ein Kleenex auf ein Schneidebrett, darauf die Zecke und auf die nochmal ein Kleenex. Und da rolle ich dann kräftig mit einer Glasflasche drüber. Ein Nudelholz geht auch. Dann platzt die Zecke. Schaut.

PEBBLES: Mann, hat das laut geknackt, überrascht-MUIG.

DAISY: Gut! Das wird ihr eine Lehre sein, grimmig-befriedigt-MUIG!

JOYCE: In der war ja gar kein Blut, feststell-MUIG. Die musst du ganz frisch gehabt haben, Daisy, die hatte noch gar nicht richtig angefangen zu saugen.

OSCAR: Murmel-in-den-Bart-MUIG, "ganz schwach vom Blutverlust", so so.


Oscar

PRALINE: Wie ist die wohl hierher gekommen, rätsel-MUIG? Wir gehen doch gar nicht raus.

OSCAR: Eine berechtigte Frage. Vielleicht hat Raven sie mitgebracht und dann ist die Zecke umgestiegen, weil sie Daisy leckerer fand, überleg-MUIG.

PEBBLES: Das glaub' ich nicht. Raven ist doch ganz niedrig und wir wohnen hier so hoch in unserem Haus. Zecken springen nicht und schon gar nicht vom Hund aus noch einen halben Meter hoch in unser Haus, widersprech-MUIG.

JOYCE: Ich vermute, sie war in einer Heutüte, mutmaß-MUIG. Zecken sitzen ja im Gras und warten, dass jemand vorbeiläuft und sie von ihrem Halm streift. An den klammern sie sich dann und in einem ruhigen Moment suchen sie sich auf ihrem Opfer einen geeigneten Platz, wo sie sich festbeissen, ekel-MUIG.

PRALINE: Du meinst, ihre Wiese wurde gemäht als sie dort auf der Lauer lag? Und dann ist sie sitzengeblieben bis das Gras getrocknet war? Und dann wurde sie mit dem Heu eingepackt und hat die ganze Zeit gewartet bis die Tüte verkauft wird, damit sie dann über Daisy herfallen kann?

PEBBLES: Mann-oh-Mann-MUIG, da muss sie inzwischen aber mächtig Kohldampf gehabt haben.


Daisy

DAISY: Ich bin nur froh, dass die Mama Kerstin sie so schnell entdeckt hat, bevor sie mich total ausgesaugt hat, erleichtert-MUIG!

JOYCE: Es wundert mich, dass sie überhaupt an dir andocken konnte, überrascht-MUIG, wo wir Meeris doch so eine dicke ledrige Haut haben. Und sie hat sich nicht mal eine besonders zarte Stelle ausgesucht, so am Bauch oder unter der Achsel.

OSCAR: Die war wohl so gierig, dass sie einfach drauflos gebohrt hat, vermut-MUIG.

DAISY: Ich hoffe nur, dass sie sich den Rüssel ordentlich verbogen hat an meinem Hintern, ungnädig-MUIG. Das puckert jetzt richtig.

JOYCE: Das kommt bestimmt von dem Zeug, mit dem die Mama Kerstin die Einstichstelle desinfiziert hat, damit sich nichts entzündet.

PEBBLES: Glaub' ich nicht, das ist Octenisept, das ist ganz schmerzfrei. Vielleicht ist die Stelle jetzt einfach ein bisschen aufgeregt von der Entfernung der Zecke. Oder es liegt daran, dass Daisy ein bisschen aufgeregt ist.


Daisy

DAISY: Glaubst du etwa, ich bin ein Simulant, empört-MUIG?

PEBBLES: Nein, nein, natürlich nicht, beschwichtigend-MUIG.

PRALINE: Ich dachte, Zecken tun nicht weh. Das hat Joyce doch vorhin gesagt, oder?

OSCAR: Pass auf, Kleines. Es ist so: Zecken sind Spinnentiere. Die haben acht Beine und vorne den Stechrüssel mit kleinen Widerhaken dran. Wenn sie auf einem Opfer gelandet sind, dauert es manchmal Stunden bis sie eine Stelle gefunden haben, wo sie dann zustechen. Dann bohren sie sich in die Haut und wegen der Widerhaken sitzen sie da ziemlich fest. Außerdem benutzen sie eine Art Klebstoff, um sich an der Stelle festzukleben. Und von allem merkt das Opfer erstmal gar nichts, aufklär-MUIG.

JOYCE: Dann fangen sie an zu saugen und ab da kann's gefährlich werden. Manche Zecken haben nämlich Bakterien in ihrem Darm, die Borreliose hervorrufen können. Andere übertragen Viren, die FSME hervorrufen können, warnend-MUIG.

PRALINE: Was ist das denn Schlimmes, beunruhigt-MUIG?


Oscar

OSCAR: Das heißt Frühsommer-Meningoenzephalitis, erklär-MUIG. Die Viren greifen die Hirnhaut und das Nervensystem an.

JOYCE: Sobald so eine befallene Zecke Blut saugt, steigen die Erreger aus ihrem Darm hoch in die Speicheldrüsen der Zecke und werden dann in das arme Opfer gespuckt, das sich dann infizieren kann, trocken-schluck-MUIG.

DAISY: ICH WILL ABER NICHT STEEEEERBEN, panisch-MUIG!

OSCAR: Das musst du auch nicht, Liebes, gut-zured-MUIG. Erstmal haben in unserer Gegend nur ganz wenige Zecken solche Erreger. Und dann hat die Zecke ja noch gar nicht richtig angefangen an dir zu saugen.

DAISY: Gott sei Dank hat die Mama Kerstin sie so schnell gefunden, dankbar-wiederhol-MUIG!


Daisy

JOYCE: Und dann hab' ich noch eine richtig gute Nachricht für dich: Wir Meeris können weder Borreliose noch FSME bekommen, selbst wenn uns eine infizierte Zecke erwischt, freudig-verkünd-MUIG. Zumindest gibt es bis jetzt keinen einzigen bekannten Fall.

DAISY: Oh Joyce, ist das wahr? Was bin ich erleichtert! Ich könnte dich jetzt küssen, glückselig-MUIG!

JOYCE: Ach lass mal, nicht nötig, zurückweich-MUIG.

PRALINE: Ich finde küssen und rumschnusseln schön!

JOYCE: Du bist ja auch noch ein Baby.

PEBBLES: Jedenfalls sollte jeder Tierhalter vorsorglich eine Zeckenzange haben, überzeugt-MUIG. Damit packt man die Zecke ganz nah an der Haut ihres Opfers und ganz nah vorne an ihrem Kopf und zieht sie dann ganz gerade heraus.

JOYCE: Dabei sollte man die Zecke nicht drehen und vor allem darf man nicht so ruckartig ziehen, dass der Kopf der Zecke abreisst und in der Haut stecken bleibt, warnend-MUIG. Schön langsam und vorsichtig ziehen und den Widerstand überwinden, der dadurch besteht, dass man das Biest trotz der Widerhaken aus der Haut zieht, erklär-MUIG.


Joyce & Praline

DAISY: HA! Das ist das, was mir weh tut, Licht-aufgeh-MUIG. Die Widerhaken! Ich hab genau gespürt wie sie beim Rausziehen Furchen durch mein Fleisch gezogen haben!

OSCAR: Tut es wirklich so weh, zweifelnd-MUIG? Oder ist es vor allem die Majestätsbeleidigung, dass die Zecke sich an deinem Hintern vergriffen hat?

DAISY: Unverständliches-murmel-MUIG.

PRALINE: Aber verstehen kann man die Zecke schon. Du hast schon einen besonders hübschen Hintern, schmeichel-MUIG.

JOYCE: Wichtig ist jedenfalls, dass man den Bauch der Zecke nicht quetscht, während man sie rauszieht, eindringlich-MUIG, besonders wenn sie schon dicker ist, sonst übergibt sie sich und der ganze Darminhalt mit allen eventuellen Erregern wird in den Einstich gedrückt.

PRALINE: Ääärgs-MUIG, ist das FIES!!!

PEBBLES: Manche Leute denken ja, man soll Zecken mit Öl beträufeln oder mit Leim oder Nagellack oder sonst was, damit sie ersticken und dann loslassen. Das ist aber ganz verkehrt, überzeugt-MUIG. Wenn die Zecke panisch wird und erstickt, dann kommt ihr nämlich auch alles hoch und sie würgt wieder den Darm­inhalt in ihr Opfer.


Oscar

OSCAR: Ja, eine Zeckenzange ist das einzig Wahre.

PRALINE: Wie verhindern wir denn jetzt, dass nochmal eine Zecke über einen von uns herfällt? So ein Biest kann ja in jeder Heutüte sitzen, beunruhigt-MUIG.

JOYCE: Ich glaube nicht, dass man sich davor schützen kann, bedauernd-MUIG. Das ist halt ein Lebensrisiko.

DAISY: Die Mama Kerstin hat gesagt, sie schläft auch nicht gut bei der Vorstellung, dass in jedem Heusack eine Zecke sein könnte, grusel-MUIG, und dass die womöglich nicht nur in unserem Haus rumkriechen, sondern auch in ihrer ganzen Wohnung.

PEBBLES: Man ist echt nirgendwo mehr sicher, seufz-MUIG.

JOYCE: Hoffen wir einfach, dass das eine absolute Ausnahme war und in den nächsten mindestens 20 Jahren keine Zecke mehr auftaucht, Augen-zum-Himmel-richt-MUIG.


Praline & Daisy

DAISY: Aber die Mama Kerstin könnte jetzt allmählich wieder auftauchen und uns was Stärkendes bringen. Ich fühle mich immer noch ganz schwach, leidend-MUIG.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Bin schon da. Ich dachte, auf den Schock könntet ihr ein paar Stücke Banane vertragen, das gibt Kraft und ist gesund und lecker.

OSCAR: Herrlich, begeistert-MUIG. Nur gut, dass du immer weisst, was gerade gebraucht wird. Danke, Mama Kerstin.

Also tschüss dann, mampf schmatz, bis zum nächsten Mal…

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