Oscar, Joyce, Praline, Pebbles

JOYCE: Hallo Leute, hier ist wieder eure Joyce.

Praline war nach ein paar Tagen ihren Schnupfen los und konnte bei uns einziehen. Und ich kann euch sagen, sie ist hier eingeschlagen wie ein Komet, gähn-MUIG.

PRALINE: Yiiieeeppieeeeeeeeeeee... (vorbeipopcornend...)

OSCAR: Sie ist ja süß, zugegeben, aber Mann-oh-Mann-MUIG, ist das eine Rennmaus. So schnell war von euch dreien keine. Und auch nicht so anstrengend, müde-MUIG.

PEBBLES: Die Mama Kerstin hat gesagt, dass sie nicht so schnell schauen kann wie Praline rennt. Wenn sie Praline links im Haus anschaut, sitzt die plötzlich rechts und die Kerstin hat nicht gesehen wie sie da hingekommen ist, Gähnen-unterdrück-MUIG.

PRALINE: Muuuuuuiiiiiiiiiiiggg... (woanders wieder auftauch...)

DAISY: Ich kann gar nicht fassen, wie so ein kleines Persönchen schon eine so große Persönlichkeit haben kann, erschöpft-MUIG.


Praline

PEBBLES: Und hübsch ist sie, findet ihr nicht auch? Sie hat so ein symmetrisches Gesicht mit dem weißen Schnäuzchen, das dann direkt in die breite weiße Blesse übergeht. Und dann noch der weiße Streiten auf dem Rücken, wie eine Verlängerung der Blesse, nur mit einer kleinen Unterbrechung, bewundernd-MUIG.

DAISY: Und das coolste ist, dass sie auf dem Bauch noch genau so einen Streifen hat, ergänz-MUIG.


Praline

PRALINE: Juuuuuuuchuuuuuuhuuuu!! (Alle Etagen rauf und runter düs...)

JOYCE: Also, ihr wisst ja noch, dass Praline unter einem Papiercontainer ausgesetzt wurde und die Mama Kerstin sie mit heim gebracht hat, erinner-MUIG. Dann fuhren sie aber erst in die Tierklinik, weil die arme kleine Praline Schnupfen hatte, gähn-MUIG.

DAISY: Die Frau dort am Empfang sagte, "Ach, ein Fundtier, dann kommt sie in die städtische Auffangstation für Fundtiere", entsetzt-MUIG.


Praline

OSCAR: Der Kerstin wurden dabei die Knie ganz weich, mulmig-MUIG. Auf die Idee, dass man ein Fundtier melden muss und dass man ihr Praline wieder wegnehmen könnte, ist sie gar nicht gekommen.

PRALINE: Juuuuiiiii-juuuuiiiii-juuuuiiiii... (von links nach rechts und zurück fetz…)

PEBBLES: Die beiden saßen dann ewig im Wartezimmer, während die Kerstin fest entschlossen war, um Praline zu kämpfen bis zum letzten Atemzug, Augen-mühsam-offen-halt-MUIG.

JOYCE: Sie hat sich alle möglichen Argumente und Strategien zurechtgelegt und war zu allem bereit. Notfalls wollte sie Praline entführen und durch's Fenster fliehen, draufgängerisch-MUIG.

OSCAR: Bei der Ärztin drin war das dann aber alles kein Problem mehr, erleichtert-MUIG. Die war auch sehr empört über die Mistkerle, die so ein süßes und hilfloses Ding einfach aussetzen statt es wenigstens zum Tierheim zu fahren. Und Praline bekam die üblichen Spritzen gegen ihren Schnupfen, leicht-schläfrig-MUIG.

PRALINE: Jauchz-MUIG! (Rad-schlagend durchs Haus wirbel…)

DAISY: Die Tierärztin sagte, Praline habe ein kräftiges und energisches Stimmchen und das sei gut so, gequält-lächel-MUIG.


Praline

OSCAR: Ha, das war die Untertreibung des Jahrhunderts, feststell-MUIG. Ich hab' noch nie so einen Schrei gehört wie den von Praline, stöhn-MUIG.

PEBBLES: Ich kann ja auch ordentlich loslegen, wenn ich will, aber die Mama Kerstin sagt, Praline ist das erste Schweinchen, dessen Urschrei sie aus der Gruppe heraus erkennt, müde-MUIG. Sonst haben wir ja recht ähnliche Stimmen, zumindest für so tumbe Menschenohren.

PRALINE: Jodeldi-jodeldi-jooooooo... (an einer Liane hängend vorbeischwing…)

DAISY: Pralinchen hatte 263 Gramm und sollte wohl etwa 5 Wochen alt sein. Die Mama Kerstin hatte schon Angst, dass sie womöglich schwanger sein könnte, bange-MUIG, aber ihre Geschlechtsorgane waren noch nicht ganz ausgebildet und die Tierärztin hielt es für ganz unwahrscheinlich, erleichtert-MUIG.

JOYCE: Die Tierärztin sagte dann, sie werde pro forma eine Meldung machen, dass ein Meeri gefunden wurde, das sei Pflicht, und theoretisch könne ein Halter, dem das Tier entlaufen sei, es noch eine Zeitlang herausfordern, Augenlider-auf-Halbmast-häng-MUIG.

DAISY: Wie bitte soll ein Meerschweinbaby entlaufen, fassungslos-MUIG? Und auch noch mit Karton???


Praline

OSCAR: Ganz genau, entrüstet-MUIG. Außerdem müsste dieser "Halter" ja erstmal nachweisen, dass Praline ihm gehört, dann müsste er erklären, wie Praline wohl zu dem Container gekommen ist und schließlich müsste er der Kerstin die Tierarztkosten erstatten, die sie für Praline aufgewendet hat, grimmig-MUIG. Und dafür könnte man schon drei andere Meeris kaufen.

DAISY: Mit anderen Worten, das Ding war geritzt, zufrieden-MUIG.

PRALINE: MUIG-MUIG-MUIG-MUIG-MUIG... (in Schlangenlinien um die Großschweinchen kurv…)


Praline

JOYCE: Die Tierärztin hat auch gleich einen Vermerk dazu gemacht, dass Praline sofort weitervermittelt wurde. Und seitdem hat auch keiner mehr gefragt, Gähnen-unterdrück-MUIG.

PEBBLES: Ich verstehe gar nicht, warum jemand, der ein Tier aussetzt, hinterher noch das Recht hat, es wieder zurückzufordern, Kopf-schüttel-MUIG.

DAISY: Bei Meeris ist das wirklich Blödsinn, aber es gibt ja auch Tiere, die tatsächlich entlaufen. Hunde zum Beispiel. Der Kerstin ist mal ein Airedale-Terrier zugelaufen. Da war der Besitzer sehr froh, dass er ihn wiedergekriegt hat, zzzzz-chrrrr-MUIG.

JOYCE: Hey Daisy, nicht einschlafen!

OSCAR: Praline saß also ein paar Tage im Esszimmer in Quarantäne in Henrys altem Kaufkäfig. Dort hat sie erstmal geschlafen und geschlafen und geschlafen, selber-ganz-schlaftrunken-MUIG.


Praline

PEBBLES: Na klar, 5 Wochen alt, ausgesetzt, eingefangen, Schnupfen, Tierarzt und neues Zuhause, das schlaucht, verständnisvoll-MUIG.

JOYCE: Aber nach drei Tagen war sie wach. SEHR WACH! Und seitdem hat sie gefühlt gar nicht mehr geschlafen, resigniert-MUIG.

OSCAR: Ja, schläfrig-MUIG, wir aber auch nicht.

PRALINE: Fröhlich-pfeifend-MUIG… (steppend und swingend vorbeitänzel…)

DAISY: Also hast du nicht nochmal von Toffee geträumt?

OSCAR: Wie denn, wenn ich vor lauter Baby-Praline kein Auge zukriege? Ich kann mir Toffees zufriedenes Gesicht aber auch so vorstellen, übernächtigt-MUIG.

PEBBLES: Ich finde die Vorstellung total schön, dass Toffee uns Praline als ihre Nachfolgerin geschickt hat, verklärt-MUIG. Und was ich total faszinierend finde, ist, dass Toffee eine kleine Markierung an Praline angebracht hatte, damit wir auch ja nicht daran zweifeln, begeistert-MUIG.


Praline

JOYCE: Ja, faszinierend, nicht? Die Mama Kerstin hatte es auch gesehen und gesagt, "Na, wenn da mal nicht Toffee ihre Krallen im Spiel hatte. Gähn-MUIG."

OSCAR: Hä?

DAISY: Also wirklich, Oscar, hinten an Pralines Heck, ist dir das gar nicht aufgefallen als sie dann zu uns gesetzt wurde, ungläubig-MUIG?

OSCAR: Sie hat einen süßen Hintern, das hab' ich schon gesehen, anerkennend-MUIG.

JOYCE: Oscar, missbilligend-MUIG! Sie ist ein BABY!

DAISY: Typisch Böckchen! Praline hatte noch ganz kurzes Babyfell als sie hier ankam und da sah man ganz deutlich das kleine Löchlein an ihrem Po, also die Vertiefung, wo das Schwänzchen angesetzt wäre, wenn sie eins hätte, genau wie Toffee es hatte, fasziniert-MUIG.


Praline

PEBBLES: Bloß bei Toffee sah man es immer, aber Praline bekommt längeres Fell und deshalb ist es bei ihr schon überwachsen. Aber sogar die Mama Kerstin hatte es bemerkt und sie hatte richtig Tränen in den Augen, gerührt-MUIG.

PRALINE: Jummm-Jumm-Jumm-MUIG… (im Tiefflug winkend vorbei düs…)

DAISY: Ich verstehe nur nicht, warum man Praline ausgesetzt hat. Sie muss eigentlich in einer guten Haltung geboren worden sein und war dort offenbar bis zum Abstillen. Sie war wohlgenährt und sauber, sah total gepflegt aus und hatte keine Milben oder so was, Augen-halb-zufall-MUIG.

PEBBLES: Sie hatte nur eine kleine Kruste an einem Nasenloch und die Mama Kerstin dachte erst, das sei eine Verletzung, aber es war nur ein bisschen angeklebter Schnodder wegen ihres Schnupfens, erleichtert-MUIG.

OSCAR: Übernächtigt-MUIG, und wie wir hier jetzt erleben dürfen, ist sie kein bisschen verstört, sondern total fröhlich, aufgeweckt, neugierig, zutraulich, rennt nicht weg, lässt sich von der Kerstin aus dem Haus holen und sie frisst alles, was ihr begegnet ohne jede Zurückhaltung, beschreib-MUIG.


Daisy & Praline

DAISY: Ja, kicher-MUIG. Auch das, was du schon im Maul hast. Das hat sie sofort geschnallt, dass man dir auf der Nase 'rumtanzen kann.

PRALINE: Ssssssssssssttt... (Schallmauer durchbrech…)

JOYCE: Sie platzt natürlich vor Energie, aber eigentlich finde ich sie schon total reif für ihr junges Alter. Sie hat ein total selbstverständliches Selbstbewusstsein, hat vor nichts Angst und ist völlig unbeeindruckt von allem Neuen. Aber obwohl sie so vorwitzig ist, ist sie auch ausgeglichen und lieb, schläääääfrig-MUIG.

DAISY: Ja, sie hat immer gute Laune. Manchmal finde ich das so mitreissend, dass ich einfach mit ihr durch's Haus popcornen muss. Ich hab' schon total Muskelkater davon, ächz-MUIG.

OSCAR: Naja, am Anfang dachte ich, sie ist schüchtern, weil sie sich so ein bisschen abseits gehalten und alles nur beobachtet hat. Aber nach ein paar Tagen hatte sich das ja völlig gelegt.


Praline

PRALINE: (Kurz scharf abbrems) Gibt's was zu essen?

DAISY: Im Moment nicht.

PRALINE: OK! (Wieder von 0 auf 100 in 0,2 Sekunden beschleunig…)

PEBBLES: Ich glaube, sie wollte bei keinem von uns anecken und war deshalb erst zurückhaltend, aber sie hat mit jedem von uns Zeit verbracht, gemeinsam gegessen und hat mit jedem von uns gemeinsame Ruhezeiten eingelegt, doppelt-gähn-MUIG. Und jetzt, wo sie uns kennengelernt hat, kann sie sich ganz entfalten.

JOYCE: Das tut sie aber auch ganz unlimitiert, beinahe-einschlaf-MUIG. Praline ist immer vorne, wenn sich was tut, und stellt sich an der Scheibe auf. Und wenn sie sich zu klein fühlt, steigt sie mit den Vorderfüßen einfach auf meinen Rücken, um sich größer zu machen. Ich hab' schon Rillen auf dem Rücken von ihren Krallen, beschwer-MUIG.


Praline

OSCAR: Mir ist sie gestern nachgelaufen und hat dreimal versucht bei mir aufzureiten, klagend-MUIG. Das finde ich schon ein bisschen respektlos.

PEBBLES: Das liegt bestimmt nicht an zu wenig Respekt, sondern an zu vielen Hormonen, mutmaß-MUIG. Sie ist doch noch in der Entwicklung.

JOYCE: Wie hast du denn darauf reagiert, Oscar?

DAISY: Er ist weggelaufen, grins-MUIG. Also, ich hab' solche Probleme nicht mit Praline. Wenn sie mich nervt, kriegt sie, whomp-MUIG, ordentlich eine gewaffelt, dann läuft sie wieder in der Spur. Und wir sind schon richtig gute Freundinnen.

PEBBLES: Augen-mühsam-aufhalt-MUIG, die Mama Kerstin hat gesagt, dass man Praline nur anschauen muss, um zu sehen, wie clever und keck und abenteuerlustig sie ist. Praline war auch von Anfang an kein bisschen beunruhigt beim TÜV. Sie lässt sich ins Mäulchen schauen und findet absolut ALLES interessant.

OSCAR: Röschen soll auch so gewesen sein, sagt die Mama Kerstin, ein richtiger kleiner Pirat.

JOYCE: Praline sieht ja auch total so aus wie das Piratenschweinchen auf dem Reiseteller von der Mama Kerstin, da, schaut mal.


Piraten-Teller

OSCAR: Unglaublich. Aber das passt. Praline ist ein richtiger kleiner Freibeuter. Sie steht immer vorn am Bug und hält Ausschau und ist jederzeit bereit zum Entern.

DAISY: Eigentlich wird der Name "Praline" ihrem Wesen nicht wirklich gerecht. Sie müsste mindestens "PRALINE!" heißen.

JOYCE: Du meinst in Großbuchstaben?

DAISY: Und mit mindestens einem Ausrufezeichen!


Praline

PEBBLES: Sie wird bestimmt auch noch ruhiger werden, wenn sie älter wird, beinahe-einschlaf-MUIG.

OSCAR: Vermutlich. Jetzt sehnen wir es herbei und dann sitzen wir da und sagen "Schade, dass sie kein so süßes Baby mehr ist". Das geht immer so schnell mit dem Erwachsenwerden, wehmütig-MUIG.

PRALINE: MUUUUUUUUUUUUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIGGG!!!!! (Klatschbremse an der Plexischeibe, Vorderfüßchen auf den Rand, Nase hoch und Urschrei…)

KERSTIN-ZWEIBEIN: Hallo du Schreikind. Wo sind denn die Großen?

DAISY: Seufz-murmel-MUIG, irgendwie ist Praline jetzt immer die Erste vorne.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Wir wär's mit zwei-drei großen ganz frischen Maisblättern? Hab' ich vorhin auf dem Heimweg für euch gepflückt.

PEBBLES: Oh, das ist fein! Danke, Mama Kerstin!

OSCAR: Und danach schlafen wir erstmal bis zur nächsten Ernte, hoffnungsvoll-gähn-MUIG.

Also tschüss dann, mampf schmatz, bis zum nächsten Mal...

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