Daisy

DAISY: Hallo Leute, hier ist wieder eure Daisy.

Ich hatte eine fabelhafte Idee, begeistert-MUIG. Wir könnten aus unserer Kolumne einen Blog machen! Na? Zustimmung-heischend-MUIG.

TOFFEE: Einen Blog?? Warum das denn, wenig-begeistert-MUIG?

DAISY: Weil das modern ist und viel mehr Möglichkeiten bietet als nur die Kolumne, eifrig-MUIG.

OSCAR: Möglichkeiten? Ich glaub', das Wort, das du meinst, heißt "Mühe".

PEBBLES: Das befürchte ich auch, Daisy, stöhn-MUIG. Schau mal, wir sind zwischen Essen, Schlafen und Chillen doch sowieso schon die ganze Woche ausgelastet mit der Kolumne. Das ganze Recherchieren und Schreiben und dann noch die Fototermine bei der Mama Kerstin, nochmal-stöhn-MUIG.

JOYCE: Ja, und so ein Blog macht noch mehr Arbeit. Da reicht es bestimmt nicht, einmal in der Woche eine Folge der Kolumne einzustellen, sondern die Leute erwarten dann, dass man ständig was postet, zu-bedenken-geb-MUIG.

OSCAR: Was sollten wir schon ständig posten? Wir arbeiten nicht, gehen nicht aus, haben keine Skandale, unser Tagesablauf ist total regelmäßig. Wir sind zu langweilig für einen Blog, realistisch-MUIG. Wir können ja auch nicht jede Woche dasselbe posten.

DAISY: Aber man postet einfach Kleinigkeiten aus seinem Tag, z.B. wie Joyce gestern auf den Rücken gefallen ist als sie zu kurz auf die Zwischenetage gesprungen ist, argumentier-MUIG.

JOYCE: Na toll, dann wird jeder kleine Fehltritt öffentlich im Internet breitgetreten, ungnädig-MUIG. Das ist mir peinlich.


Joyce

OSCAR: Hm, nachdenk-MUIG, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es jemanden interessiert, wenn wir jeden Morgen ein Bild von unserem Frühstücksbuffet posten. Das sieht schließlich immer ähnlich aus bis auf verschiedene Salatsorten, saisonales Gemüse und die Farbe der Paprika.

TOFFEE: Ach du Schande, dann müssten wir ja auch noch jeden Morgen warten bis das Bild gemacht und gepostet ist bevor wir anfangen können zu essen. Bis dahin ist der Salat dann schlapp. Ohne mich, entschieden-MUIG.

DAISY: Aber denkt doch mal nach, bettel-MUIG. Wir haben doch schon oft gesagt, wie doof es ist, dass wir gar keine Rückmeldungen bekommen und jede Woche eine Folge schreiben, obwohl wir gar nicht wissen, ob überhaupt irgendwer unsere Kolumne liest und ob sie den Leuten gefällt.

PEBBLES: Hm, ja, es wär' schon manchmal schön, wenn wir nette Nachrichten von den Lesern bekämen, zustimmend-MUIG.

DAISY: Siehst du, das meine ich, erleichtert-MUIG. Und wenn mal jemand eine Frage hat, könnten wir die gleich beantworten.

OSCAR: Ha! Da ist sie schon, die Mühe! Sich-bestätigt-fühl-MUIG. Ich seh' mich schon stundenlang auf der Tastatur sitzen und Berge von Fragen beantworten. Nö, Leute, kein Bedarf.


Oscar

DAISY: Aber da draußen sind doch auch ganz viele schlaue Leute, die Dinge wissen, von denen wir keine Ahnung haben. Wenn die unsere Kolumne kommentieren, dann haben wir die Chance, von anderen Erfahrungen zu profitieren und klüger zu werden, schmackhaft-mach-MUIG. Und alle anderen Leser können das auch gleich lesen und werden auch klüger. Das kommt dann noch mehr Meeris zugute, diskutier-MUIG.

TOFFEE: Ach Daisy, die Leute heutzutage sind doch so lethargisch. Bestenfalls lesen sie was oder schauen sich was an, aber wer macht sich schon die Mühe, sein Wissen zu teilen, indem er sich hinsetzt und unsere Kolumne mit seinen Erfahrungen bereichert, resigniert-MUIG

OSCAR: Ich fürchte, da dürfte Toffee Recht haben. Die Mama Kerstin sagte letztens, dass auch in ihrem Beruf die, die zufrieden sind, sich nicht äußern und nichts loben, aber die Unzufriedenen haben immer den Antrieb sich zu beschweren und zu meckern, betrübt-MUIG.

JOYCE: Weißt du, Daisy, ein kluger Spruch sagt "Was uns am Ende in Erinnerung bleibt, sind nicht die Worte unserer Feinde, sondern das Schweigen unserer Freunde."

DAISY: Äh, und das soll jetzt WAS heißen?

TOFFEE: Dass die Welt einfach so ist, dass die Zufriedenen bräsig schweigen und nichts dafür tun, dass es schöner und besser wird, während die Unzufriedenen ständig meckern und alles runterziehen. Es ist also genauso schlimm, Gutes nicht zu sagen wie Böses auszusprechen, philosophier-MUIG.


Toffee

OSCAR: Ach Daisy, Liebes, du bist so motiviert und enthusiastisch und ich weiß, wenn man jung ist, will man etwas bewegen und glaubt noch an das Gute, mitfühlend-MUIG. Aber ich möchte nicht, dass du dann enttäuscht wirst, wenn der Blog am Ende keine Resonanz bringt.

JOYCE: Ich glaube auch, Daisy, du wärst schrecklich enttäuscht, wenn wir jetzt einen Blog machen würden und dann käme womöglich nur haufenweise gemeine unsachliche Kritik und wir müssten jede Woche einen Shitstorm aushalten, obwohl wir uns so viel Mühe mit unserer Kolumne geben, warnend-MUIG.

PEBBLES: Nee, wirklich, dann wäre mir auch der Spaß an der Kolumne verdorben. Vielleicht ist es dann doch besser, gar keine Rückmeldungen zu kriegen, verunsichert-MUIG.

DAISY: Aber wie könnt ihr denn so sicher sein, dass nur böse Menschen böse Dinge über uns in unseren Blog schreiben, verständnislos-MUIG? Glaubt ihr denn gar nicht an unsere Kolumne, vorwurfsvoll-MUIG? Die ist doch GUT, oder? Die gefällt doch sicher vielen.

OSCAR: Das denke ich ja auch, zustimmend-MUIG, aber ob gerade die netten Leute dann was auf unseren Blog schreiben, zweifelnd-MUIG? Du weißt doch noch wie lange die Mama Kerstin nach einem neuen Haus für uns gesucht hat. Und als sie dann endlich selbst auf Kleintiervilla.de gestoßen ist, hat sie hinterher von mehreren Leuten gehört, dass die Kleintiervilla.de kennen. Teilweise hatten die selbst Meeriheime von dort. Aber es hatte sich vorher keiner gemeldet und der Kerstin gesagt, sie soll es mal dort versuchen, erinner-MUIG.

DAISY: Natürlich nicht. Wie denn auch? Da hatten wir ja noch keinen Blog!


Pebbles

PEBBLES: Naja, das Argument entbehrt nicht einer gewissen Berechtigung, oder? Das spricht vielleicht schon für einen Blog, hin-und-hergerissen-MUIG.

TOFFEE: Na, ich weiß nicht, zweifelnd-MUIG. Wer es der Mama Kerstin ohne Blog hinterher sagen konnte, der hätte es auch ohne Blog vorher sagen können.

PEBBLES: Hm, das stimmt auch wieder, ratlos-MUIG.

JOYCE: Wisst ihr, ich fände einen Blog eigentlich gut, aber ich hab' da echt Angst, dass wir uns überfordern, dass keine netten Posts kommen und dass wir böse Sachen geschrieben bekommen, die uns nur verletzen, Befürchtungen-aufzähl-MUIG.

OSCAR: Davor hab' ich auch Angst. Weißt du, Daisy, viele Leute lassen im Internet alle Hemmungen fallen. Da denken sie, es sieht sie ja keiner und aus der Unsichtbarkeit und Anonymität des Internets heraus wüten sie dann gegen alles und schreiben Hasskommentare, verächtlich-MUIG. Sowas möchtest du bestimmt auch nicht bekommen.

DAISY: Nein, natürlich nicht. Aber wer sollte uns denn hassen? Und warum? Die Leute kennen uns doch gar nicht persönlich.

OSCAR: Darauf kommt es nicht an, Kleines. Wenn jemand Hassposts schreibt, dann geht es ihm dabei ja gar nicht um die Sache und auch nicht um den Autor, sondern nur darum, seinen eigenen Lebensfrust über anderen auszukippen wie einen Eimer Mist, erklär-MUIG.

DAISY: Das verstehe ich nicht, irritiert-MUIG. Wenn man nichts Gutes zu sagen hat, dann ist man doch besser still. Und wenn ich was kritisieren will, dann kann ich doch sachlich und höflich dabei sein, oder?


Daisy & Joyce

TOFFEE: Ja, so sollte es sein. Gerade auch, weil die Zweibeiner sich ja für so zivilisiert und kultiviert halten. Kritik als solche ist ja nichts Schlimmes, sondern sehr hilfreich, außer wenn sie unsachlich, vorwurfsvoll und persönlich verletzend ist.

PEBBLES: Es gibt halt Leute, die unsicher sind und sich selbst unzulänglich und vom Leben benachteiligt fühlen, mitleidig-MUIG. Wenn die jetzt z.B. lesen wie wir hier gehalten werden und sie selbst halten ihre Meeris anders, dann fühlen sie sich schon kritisiert und  haben das Gefühl, sie müssen den angeblichen Kritiker und seine Art der Dinge abwerten, um sich selbst wieder besser zu fühlen und ihre eigene Art und Ansicht zu rechtfertigen.

JOYCE: Genau, Hassposter haben ein Problem mit sich, aber kein Konzept es angemessen zu lösen, erklär-MUIG. Sie vergessen aber, dass Hass vor allem den zerstört, der hasst.

DAISY: Also wenn ich das jetzt richtig verstehe, dann habt IHR Angst davor, dass ANDERE ein Problem haben und es an uns auslassen könnten. Denkt doch mal an den Spruch von Joyce vorhin! Wenn wir deshalb keinen Blog machen, obwohl wir die Mission haben Meeris in Not zu helfen und Zweibeiner über eine bessere Meerihaltung zu informieren, dann sind wir doch genau die schweigenden Meerifreunde, die sich mundtot machen lassen, während wir denen das Feld überlassen, die nur feindselig sind und nur Böses zu sagen haben. Oder?? Herausfordernd-MUIG.

TOFFEE: Nein, so ist das nicht! Das siehst du ganz falsch.

PEBBLES: Ich bin mir nicht so sicher.

OSCAR: Hm, ich fürchte, da hat unsere Daisy schon Recht.


Oscar

DAISY: Ihr seid viel zu verzagt und zu verkrustet! Mit einem Blog können wir noch mehr Gutes tun für unsere Meerifreunde da draußen. Man sagt doch auch, wer das Böse ohne Widerspruch hinnimmt, arbeitet in Wirklichkeit mit ihm zusammen. So, da habt ihr's, triumphierend-MUIG.

JOYCE: Also, wenn ich dazu auch noch was sagen darf, ich hab' grad mal nebenher im Internet gegoogelt. Man kann einen Blog so einrichten, dass da nur die Kommentare erscheinen, die man selbst genehmigt, informier-MUIG.

DAISY: Super! Danke Joyce. Du bist ein Schatz, dankbar-MUIG.

TOFFEE: So so, Zensur also. Man würde bestimmt sagen, dass wir unsere Kritiker mundtot machen wollen.

JOYCE: Naja, wir müssten halt sowieso alles lesen, was an Kommentaren eingeht. Böse Kommentare müssten wir also immer aushalten, ??-MUIG. Aber wir könnten dafür sorgen, dass es nach außen ein netter und konstruktiver Meerschweinchenblog würde und die netten Leser nichts Böses lesen müssten. Mit den Sachinhalten von Kritik müssten wir uns aber im allgemeinen Meeriinteresse immer auseinandersetzen.

DAISY: Aber das klingt doch gut, begeistert-MUIG. Gebt euch doch einen Ruck und lasst uns das machen, flehend-MUIG.

PEBBLES: Aber selbst wenn, bleibt immer noch das Problem, dass ein Blog ja langfristig bestehen soll und wir nicht wissen, ob wir uns damit nicht überfordern, Bedenken-äußer-MUIG.

TOFFEE: Oder unsere Mama Kerstin.


Toffee

OSCAR: Mal ehrlich, ich glaube nicht, dass wir einen Blog auch nur eingerichtet bekommen ohne die Hilfe von einigen Zweibeinern. Oder weißt du schon, wie das geht, Daisy?

DAISY: Äh, nein, keine Ahnung, verneinend-MUIG.

JOYCE: Da steckt ein Haufen Arbeit dahinter bevor man auch nur anfangen kann zu schreiben, seufz-MUIG. Erstmal braucht man eine Homepage. Dann muss man Software haben, mit der man den Blog erstellt und dann muss noch jemand den Blog einrichten und gestalten.

DAISY: Ach, kleinlaut-MUIG. Aber SOS-Meerschweinchen hat doch eine Homepage. Vielleicht wird die mit einem Blog sogar noch bekannter, hoffnungsvoll-MUIG.

TOFFEE: Aha! Du willst einen Blog auf einer Homepage, die dir gar nicht gehört? Das nenne ich mal tollkühn. Und ich nehme an, irgendein armes SOS-Zweibein soll das Ganze dann für uns programmieren, nachbohr-MUIG?

DAISY: Ja, noch-kleinlauter-MUIG.

OSCAR: Hm, sagt mal, braucht ein Blog eigentlich ein Impressum? Und wie ist das da mit diesem elenden Datenschutz, überleg-MUIG?

DAISY: Keine Ahnung, fast-schon-unhörbar-MUIG.

TOFFEE: Ich seh schon, eine noch ganz unausgegorene Idee, feststell-MUIG. Wie wär's, wenn wir mal abstimmen? Wer ist grundsätzlich für einen Blog? Ich jedenfalls nicht, klarstell-MUIG.

OSCAR: Tut mir leid, Kleines, bedauernd-MUIG, ich im Augenblick auch nicht. Vielleicht später, wenn wir uns erstmal viel besser informiert haben.

JOYCE: Ich bin im Moment auch dagegen. Ich wüsste nicht, wie wir das jetzt auch nur anpacken sollten, entschuldigend-MUIG.

PEBBLES: Ich würd' mich gern enthalten, weil ich eigentlich dagegen bin, aber Daisy nicht enttäuschen mag.


Pebbles

DAISY: Na toll, dann brauch ich meine Stimme ja nicht mehr abgeben, enttäuscht-MUIG. Aber vielleicht möchten unsere Leser ja, dass wir einen Blog haben, hoffnungsvoll-MUIG?

Hallo, Ihr Leser, schreibt doch mal an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wenn ihr findet, dass wir Blogger-Schweine werden sollen, aufruf-MUIG.

OSCAR: OK, Daisy, wenn die Leser einen "Henrys Vermächtnis Blog" wollen, informieren wir uns weiter und wenn wir dann wissen wie es geht und die SOS-Zweibeiner es unterstützen, dann stimmen wir nochmal ab. Ist das OK für dich?

DAISY: Ja, Oscar. Danke, dass meine Idee nicht gleich ganz verworfen wird.

TOFFEE: Abwarten.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Was wartet ihr denn ab?

DAISY: Ob wir demnächst einen Blog machen.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Du liebe Güte, ihr lasst aber auch nichts aus, um mich auf Trab zu halten. Als wärt ihr nicht auch so schon ganz schön anstrengend.

TOFFEE: Entspann dich erstmal. Es ist noch gar nichts spruchreif. Poste doch mal bitte ein paar Gurkenscheiben auf der unteren Etage.

KERSTIN-ZWEIBEIN: OK, hier bitte, für euch.

DAISY: Danke. Mama Kerstin. Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche…

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