Oscar

OSCAR: Hallo Leute, hier ist wieder euer Oscar.

Heute hab' ich eine echt schwere Aufgabe zu lösen, seufz-MUIG. Ich muss nämlich herausfinden, ob hier bei uns im Schweinehaus nur ein Unfall passiert ist, was schlimm genug ist, oder ob womöglich ein Verbrechen verübt wurde, was eine Katastrophe wäre, beunruhigt-MUIG. Und wenn hier tatsächlich ein Anschlag auf Daisy verübt wurde, muss ich rauskriegen, wer von uns der Täter war, tief-bekümmert-MUIG.

Ich erklär' euch jetzt erst mal die Situation und dann starte ich mit der Vernehmung der Beteiligten, resigniert-MUIG:

1. Das Opfer:

Daisy

 

2. Der Tatort:

Hier oben passierte es!

 

Hier unten landete das Opfer!

 

Die Verdächtigen:


Toffee


Joyce


Pebbles

 

4. Der Ermittler:

Kommissar Oscar

 

6. Die Zeugin:

Unsere Mama Kerstin

(Ohne Bild, weil sie im Zeugenschutzprogramm ist.)

 

6. Der Fall:

OSCAR: Also, Daisy, mein armer Schatz, erzähl doch bitte den Lesern, was dir passiert ist.

DAISY: Die Kerstin hat gestern morgen das Frühstücksbuffet auf der obersten Etage serviert. Es gab Endiviensalat, frische Spinatblätter, rote Bete, Gurke, Paprika, Tomaten, Möhren....

OSCAR: Äh, ist das fallrelevant?

DAISY: Das weiß ICH doch nicht, irritiert-MUIG. Ich bin ja schließlich nur das OPFER!

OSCAR: OK, OK, erzähl einfach weiter.

DAISY: Wir waren alle oben und haben ordentlich gefressen, was das Zeug hält, kram-in-der-Erinnerung-MUIG. Ich saß vorne rechts und hab' ein Spinatblatt gegessen. Dann stieg mir der Geruch von Tomate in die Nase, schnupper-MUIG. Der Geruch kam von ganz hinten rechts aus der Ecke. Also wollte ich da hin.

OSCAR: Verständlich, ermutigend-MUIG.

DAISY: Ich bin also am Rand vom Treppenhaus entlang nach hinten gelaufen und kurz bevor ich die Tomate erreichte, wurde das ATTENTAT auf mich verübt, aufgeregt-MUIG!

OSCAR: Aber wir wissen doch noch gar nicht, was passiert ist, beruhigend-MUIG. Es kann immer noch ein Unfall gewesen sein.


Oscar

DAISY: NIEMALS, überzeugt-MUIG! Ich hab genau gespürt wie ich plötzlich von links einen festen Schubs in die Seite kriege, gerade als ich die Ecke vom Treppenschacht passieren will. Der Schubs wirft mich aus der Bahn und ich trete mit dem rechten Hinterfuß ins Leere und durch den Schwung kippe ich über die Treppenhausumrandung und stürze rückwärts in den Treppenschacht, wo ich eine Etage tiefer auf dem Rücken gelandet bin, aufgeregt-MUIG.

OSCAR: Das ist natürlich wirklich eine schlimme Sache, ernst-MUIG. Wurdest du bei dem Sturz denn verletzt?

DAISY: Naja, es tat schon weh, aber mein dickes Fell hat wohl zum Glück das Schlimmste verhindert und mich abgepolstert, erleichtert-MUIG. Aber ich hatte voll den Schock! Überleg mal, ich hatte quasi den Geschmack der Tomate schon auf der Zunge, schmatz-MUIG, und in dem Moment finde ich mich auf dem Rücken liegend eine Etage tiefer wieder.

OSCAR: Gut, dass dir nichts Schlimmes passiert ist. Was glaubst du denn, wer dir diesen Schubs gegeben hat?

DAISY: Na, Toffee, Joyce oder Pebbles. Du bist der Einzige, der es nicht gewesen sein kann, weil du noch eins weiter oben auf dem Tisch gesessen hast, genau über dem Tatort.

OSCAR: Ja, leider kann ich deshalb selbst gar nichts zur Aufklärung beitragen, bedauernd-MUIG. Aber warum sollte dich denn eins der anderen Mädels in den Schacht geschubst haben? Hattest du mit jemandem Streit?

DAISY: Das Motiv? Das ist doch wohl sonnenklar: die TOMATE!!! Als ich mich wieder gefasst hatte bin ich wieder rauf. Da saß keiner mehr von den Verdächtigen. Aber die Tomate war WEG! Empört-MUIG.

OSCAR: Hm, das ist wirklich ein schwieriger Fall, überleg-MUIG. Die Beute werden wir wohl nicht mehr sicherstellen können. Und du konntest wirklich nicht sehen oder hören oder riechen oder fühlen, wer dich geschubst hat?

DAISY: Nein, ich war ganz auf den bevorstehenden Genuss der Tomate konzentriert.

OSCAR: Und du hast auch keine Ahnung, wer vor dem Vorfall an welcher Stelle saß?

DAISY: Nicht wirklich. Kann sein, dass ich als erstes an Toffee vorbeikam, unsicher-MUIG.

OSCAR: Grübel-MUIG. Dann werd ich jetzt wohl mal die anderen Mädels befragen. Toffee, was kannst du denn zu dem Vorfall sagen?

TOFFEE: Ich bin ganz schön erschüttert bei der Vorstellung, dass hier jemand unser Baby womöglich vorsätzlich ins Loch gekippt hat, erschüttert-MUIG. Aber ICH war das natürlich nicht.

OSCAR: Wo warst du denn in dem Moment?

TOFFEE: Ich saß ziemlich in der Mitte der obersten Etage mit dem Hintern zur Wand und hab' gegessen. Ich glaub', Joyce und Pebbles waren irgendwo hinter mir mehr so Richtung Rückwand vom Haus, erinner-MUIG. Aber da hab' ich nicht wirklich drauf geachtet. Wenn ich esse, dann esse ich, entschuldigend-MUIG.


Toffee

OSCAR: Du hast also nicht gesehen, ob oder von wem Daisy geschubst wurde, nachhak-MUIG?

TOFFEE: Nein, ich hab mich grad' nach rechts gedreht als sie an mir vorbei in den hinteren Bereich der Etage ging. Also, ich meine, von mir aus nach rechts, genau weg von der Rampe. Ich hab' dann nur das dumpfe Plopp gehört und dann fing Daisy an zu zetern.

OSCAR: Hast du nach Daisys Sturz noch ein Stück Tomate gegessen, das in der rechten hinteren Ecke lag?

TOFFEE: Naja, wenn's um was zu essen geht, kann ich nichts ausschließen. Aber ich glaube nicht. Ich bin dann die linke Treppe runter, weil die Mama Kerstin im Erdgeschoss einen Haufen leckeres norddeutsches Marschwiesenheu aufgeschüttet hatte. Das ist köööstlich, schwärm-MUIG.

OSCAR: Hattest du in letzter Zeit mal Streit mit Daisy, vielleicht um was Essbares?

TOFFEE: Ach was, NIEMAND hier traut sich, mit mir um was zu essen zu streiten, feststell-MUIG! Und Daisy ist vielleicht manchmal ein bisschen aufmüpfig, aber so ist halt die Jugend, nachsichtig-MUIG. Frag doch mal Joyce, die maßregelt Daisy mindestens einmal täglich.

OSCAR: Wo war denn Pebbles als du das Plopp von Daisys Sturz hörtest?

TOFFEE: Hm, mal überlegen, ich glaube, die muss im linken Bereich der obersten Etage gewesen sein. Als ich die linke Treppe runter bin bin ich an ihr vorbeigegangen. Ich glaub', sie wollte da gerade nach rechts hinten, mutmaß-MUIG..

OSCAR: Hm, hm. Dann wollen wir mal sehen, was Joyce zur Aufklärung beitragen kann. Joyce, was weißt du über Daisys Sturz in den Schacht?

JOYCE: Naja, sowas Schreckliches musste ja mal kommen, weil Daisy alles, was sie tut, schnell tut und ohne großes Nachdenken. Ein richtiger Wibbel ist sie manchmal, seufz-MUIG.

OSCAR: Das ist jetzt nicht so richtig hilfreich zur Aufklärung des Tathergangs, Joyce. Aber höre ich da raus, dass du mit Daisy so ein bisschen Schwierigkeiten hast? Ich meine, ihr seid natürlich extrem unterschiedlich, du so vernünftig und beherrscht und Daisy oft übersprudelnd und ein bisschen verrückt.

JOYCE: Naja, wir geraten schon gelegentlich aneinander, zugeb-MUIG. Ich finde, Daisy braucht schon öfter mal jemanden, der ihr Grenzen aufzeigt. Manchmal ist sie ganz schön aufmüpfig und dann muss ich halt die Rangordnung wieder zurechtrücken, rechtfertigend-MUIG.

OSCAR: Aber du hast sie nicht zufällig in den Treppenschacht gestürzt, so als Disziplinierungsmaßnahme, konfrontier-MUIG?

JOYCE: Na, also hör mal, was denkst du denn von mir? Empört-MUIG. Ich bin doch kein Unschwein! Ich erziehe so wie sich das unter anständigen Meeris gehört. Manchmal jage ich sie ein Stück, wenn sie frech zu mir ist, aber in die Tiefe stürzen? Das ist doch gefährlich. Sowas gehört sich nicht!


Joyce

OSCAR: Wo warst du denn während des Vorfalls?

JOYCE: Ich saß hinter Toffee an der Rückwand des Hauses. Auf einmal schau ich hoch, sehe kurz Daisy auf mich zukommen und auf einmal war sie einfach weg. Abgestürzt.

OSCAR: Hast du nach ihrem Sturz dort weitergegessen? Ein Stück Tomate zum Beispiel?

JOYCE: Nein, ich bin dann hinter Toffee her nach unten gegangen. Es empfiehlt sich immer, nach dem Gemüseessen Toffee nachzulaufen, erklär-MUIG. Die hat immer im Griff, wo dann der leckerste und frischste Heuhaufen aufgeschüttet wurde. Außerdem wollte Pebbles dann in die rechte hintere Ecke.

OSCAR: Das ist wirklich alles sehr schwierig, nachdenk-MUIG. Pebbles, vielleicht kannst du ja diese mysteriöse Sache aufklären, hoffnungsvoll-MUIG?

PEBBLES: Tut mir echt leid, Oscar, aber ich hab' da praktisch nichts von mitgekriegt, bedauernd-MUIG. Ich saß ganz links auf der obersten Etage und hab gefrühstückt. Erst nach dem Plopp hab' ich hochgeschaut und nur gesehen wie sich Toffee und Joyce auf den Weg über die linke Treppe nach unten machen. Ich hab' mich dann an der Rückwand vom Haus entlang nach rechts gefuttert als die beiden weg waren.

OSCAR: Hast du nach Daisys Sturz auch noch Tomate gegessen?

PEBBLES: Ich hab' keine Ahnung mehr. Ich hatte bestimmt Tomate, aber wo und wann ich die gegessen habe, sowas merke ich mir nicht, entschuldigend-MUIG. Die gibt's ja fast täglich.

OSCAR: Wie würdest du denn dein Verhältnis zu Daisy beschreiben?

PEBBLES: Oh, Daisy und ich sind richtig gute Freundinnen, freu-MUIG! Wir sind ja beide eher ein bisschen vorsichtig und sitzen gerne in den ganz sicheren Ecken. Da können wir stundenlang miteinander erzählen.


Pebbles

OSCAR: Nun, ich glaube, ich beginne die Sache allmählich ein bisschen klarer zu sehen, grübel-MUIG. Jetzt befrage ich fix noch die Mama Kerstin. Kannst du uns denn bei der Aufklärung behilflich sein?

KERSTIN-ZWEIBEIN: Naja, direkt gesehen habe ich nicht wie es passiert ist. Ich hatte ganz oben das Buffet serviert und jeden von euch, der nicht von alleine hochlief, nach oben gesetzt. Als ihr angefangen habt zu essen habe ich die Erdgeschossetage geputzt und hab' nur ab und zu mal hochgeschaut.

OSCAR: Weißt du noch, wer wo saß als es passierte?

KERSTIN-ZWEIBEIN: Pebbles saß mehr links, Toffee weiter rechts und Joyce hinter Toffee. Daisy wollte von der rechten vorderen Ecke zwischen Toffee und dem Rand vom Treppenschacht durch nach hinten. Dann hab' ich grad weggeschaut und als nächstes hörte ich das Plopp von Daisys Sturz.

OSCAR: Danke, das hat mir sehr weitergeholfen. Also, ich fass jetzt mal die Ermittlungsergebnisse zusammen:

Pebbles ist durch die Aussagen entlastet. Sie saß zu weit links und hätte Daisy gar nicht schubsen können, feststell-MUIG. Sie hatte keine Gelegenheit und kein Motiv für eine solche Tat gegen Daisy. Beide sind gute Freundinnen und haben sich lieb. Außerdem weiß jeder, dass Pebbles die personifizierte Sanftmut ist und überzeugte Pazifistin.

PEBBLES: Da bin ich aber erleichtert, froh-MUIG. Ich könnte Daisy nie etwas antun!

OSCAR: Toffee können wir wohl auch entlasten, mitteil-MUIG. Sie hatte kein Motiv für eine Gewalttat gegen Daisy. Die Tomate hat sie auch nicht gefressen. Es gab vorher keinen Streit zwischen ihr und Daisy und mit Daisys jugendlichem Ungestüm wird Toffee lässig fertig. Ich seh' das ja sonst auch, eine erhobene Nase, drei Haare im Genick aufgestellt und schon ist alles geklärt. Nein, ich glaube nicht, dass Toffee Daisy absichtlich geschubst hat, überzeugt-MUIG.

TOFFEE: Das war ja wohl von Anfang an klar!

JOYCE: Ach, dann soll ich es wohl gewesen sein? Fassungslos-MUIG. Du begehst da gerade einen ganz großen Justizirrtum, Oscar!

OSCAR: Nein, nein, Joyce, ich verdächtige dich doch gar nicht, beruhigend-MUIG. Du hättest vielleicht die Gelegenheit gehabt, aber ich sehe auch bei dir kein Motiv. Du hast die Tomate auch nicht gegessen. Zwar legt sich Daisy öfter mal mit dir an und überschreitet die Grenzen der Rangordnung, aber du hast sie trotzdem lieb und willst ihr nichts Böses.

JOYCE: Na, wenigstens siehst du das, erleichtert-MUIG.

OSCAR: Außerdem bist du überhaupt nicht der Typ für so eine spontane Affekttat, analysier-MUIG. Du bist immer beherrscht und ganz korrekt. Auch bei Daisy würdest du dich immer an die unter Meeris anerkannten Erziehungsmittel halten und da gehört in einen Abgrund schubsen nicht dazu.

DAISY: Was? Das soll das Ermittlungsergebnis sein, ungläubig-MUIG? Keiner ist schuldig? Warum bin ich denn dann in das Loch gefallen?

OSCAR: Ich sag ja nur, dass dich keiner vorsätzlich geschubst hat. Alle haben dich lieb. Ich bin überzeugt, dass es ein Unfall war.

DAISY: Ach?!


Daisy

OSCAR: Nach meiner Überzeugung war es so, dass du durch den engen Spalt zwischen Toffee und dem Rand vom Treppenschacht nach hinten laufen wolltest. Scheinbar hat sich Toffee genau in dem Moment weggedreht, um nach unten zum Marschwiesenheu aufzubrechen. Dabei könnte sie dich versehentlich mit ihrem, naja, etwas ausladenden Hinterteil erwischt haben. Du hast das Gleichgewicht verloren, bist ins Leere getreten und dann abgestürzt.

TOFFEE: IIIICCHH??? Und was meinst du mit "ausladendem Hinterteil"??

OSCAR: Naja, verlegen-MUIG. Das steht doch auch immer hinten auf großen Lastwägen: "Vorsicht, Heck schwenkt aus". Ich vermute, Daisy dürfte das Opfer deines Wendemanövers geworden sein.

DAISY: Also wollte mir keiner absichtlich was antun?

OSCAR: Nein, bestimmt nicht.

DAISY: Das beruhigt mich sehr. Aber wer hat denn jetzt das Stück Tomate gegessen?

OSCAR: Na, Pebbles natürlich, überzeugt-MUIG. Toffee und Joyce haben beide ausgesagt, dass Pebbles direkt nach Daisys Sturz in die rechte hintere Dcke gegangen ist, wo die Tomate lag. Sonst war dort niemand.

PEBBLES: Aber ich wusste doch gar nicht, dass Daisy schon ein Auge auf dieses Tomatenstück geworfen hatte, verteidigend-MUIG.

DAISY: Ist schon gut, Pebbles. Ich gönne dir die Tomate. Ich bin nur froh, dass mir hier keiner was antun wollte, erleichtert-MUIG. Ich hab' euch nämlich alle sehr lieb und es wäre schrecklich, wenn ich jetzt immer ängstlich über die Schulter schauen müsste.

TOFFEE: Ich bin wirklich beeindruckt von deinen Ermittlungsmethoden und deiner Kombinationsgabe, Oscar. Das hätte ich dir gar nicht zugetraut. Bloß Diplomatie ist nicht deine Stärke.

OSCAR: Ermitteln ist aber schrecklich anstrengend. Ich bräuchte jetzt dringend was Essbares. Duuuuhuuu, Keeeeerstiiiiiiiiinnnn...

KERSTIN-ZWEIBEIN: Ich hab' dann mal Tomate für alle mitgebracht, passend zum Fall.

OSCAR: Danke, Mama Kerstin. Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche…

 

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