Am 23.06.2017 erhielt unsere Patenpflegestelle in Taunusstein einen Anruf ihrer Tierärztin:
Hier wurde ein Fundmeerschweinchen zur Versorgung abgegeben, welches im Garten regungslos, mit Maden übersät und total verängstigt gefunden wurde. Es wird vermutet, dass die herzlosen Halter des wahrscheinlich ca. 7 bis 8 Jahre alten Schweinchens einfach mit dem Wurf über den Gartenzaun „entsorgt“ hatten, da die Finderin/Gartenbesitzerin als sehr tierlieber Mensch bekannt ist.

Neben dem massiven Madenbefall, unzähligen Fliegeneiern und vielen Wunden fiel bei der Erstuntersuchung eine Lähmung der Hinterbeine auf. Zudem war der arme Tropf nahezu bis auf das Skelett abgemagert.



Durch Wegwerfen entsorgt... Weil das Schweinchen krank wurde??

Nach Entfernung des ekligen und gefährlichen Viehzeugs, Wundversorgung, sowie sonstigen Erstmaßnahmen durfte das „Wegwerf-Schweinchen“ erst einmal in die liebevolle Obhut der Pflegestelle Taunusstein ziehen.
Da der Genitalbereich des armen Wesens so sehr geschwollen war, konnte das Geschlecht nicht bestimmt werden – so dass es erst einmal "Julian" getauft wurde.
In den nächsten Tagen war man zwischen Hoffen und Bangen. „Julian“ zeigte aber einen so enormen und ausgeprägten Lebenswillen, dass für die Pflegeeltern klar war: Das schaffen wir!

Nach ein paar Tagen Erholungs-, Eingewöhnungszeit, sowie eingehender Wundpflege, Bädern, … und vor allem ausreichend gesundem Futter, welches der arme Wurm dankbar und mit großem Appetit verschlang, waren weitere Untersuchungen notwendig.
Erstmal wurde aus Julian unsere „JULIANE“

In der Röntgenuntersuchung wurde keine Fraktur (Bruch) gefunden, die die Lähmung erklären würde. Ob nun ein Bandscheibenvorfall oder ein Hämatom (Bluterguss) aufgrund des Sturzes irgendwo ihre Beweglichkeit einschränkt, bleibt abzuwarten – denn Juliane muss sich erst einmal erholen, die traumatischen Erlebnisse überwinden und zu Kräften kommen.

 
Deutlich zu erkennen: Juliane hat keinerlei typischen "Meeri-Speck" und kaum Muskulatur.


Wie die Pflegemama berichtet, wird sie schon jeden Tag kräftiger, kann mittlerweile einige wenige und kleine Schrittchen gehen und fasst zunehmend Vertrauen zu uns Zweibeinern. Ihre Medikamente nimmt sie artig, macht fleißig bei den vorsichtigen Bewegungsübungen mit und auch die täglich mehrmalig notwendige Körperpflege und Wundversorgung erträgt sie tapfer.

Juliane sucht ganz dringend viele, viele Patinnen und Paten, die sie auf ihrem Weg in ein glückliches Meerschweinchenleben unterstützen!

Sie wird sich schon bald im Patenbereich vorstellen – natürlich können Patenschaftsanträge schon jetzt angenommen werden!

 


 

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