Da bin ich. Hallo allerseits! Herzlich Willkommen zur 29. Folge von WwW - Wilbert weiß Warum! Abschied

 

:-(  Traurig-Muig! Da will ich gar nicht richtig mein Köpfchen heben, um Euch 'Hallo' zu sagen, denn ich bin so betrübt. Ich weiß, es gehört zum Leben dazu - der Abschied für immer! Aber als junger Spunt  kann ich gar nicht glauben, dass das die Wahrheit sein soll. Als mein Kumpel, der Leo Löwenzah, mal so krank war, da habe ich zwar auch um ihn gebibbert, aber alles ist nochmal gut gegangen. Doch an manchen Tagen verlässt uns das ein oder andere Schweinchen in unserem Verein, und darüber bin ich einfach sehr traurig...

Abschied:

Wenn unsere geliebten Fellknäule fröhlich und fidel durch ihr Gehege hüpfen, kann man es sich als Gurkenschnippler überhaupt nicht vorstellen, das sich das jemals ändern könnte. Doch genauso, wie die Jahreszeiten in ständigem Wechsel sind und die Herbstfarben einer Winterlandschaft weichen, kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem man bemerkt, das eines der geliebten Schweinchen alt geworden ist. Schön, wenn es sein Leben in Gesellschaft von anderen Meeris verbringen durfte und Menschen hatte, die es liebevoll umsorgt und gehegt haben. Vielleicht kommt bald schon der Tag, dass das geliebte Tier am Morgen tot im Häuschen liegt, friedlich eingeschlafen. Oft sitzen die Freunde in den schweren Minuten des Abschieds auch nah am sterbenden Tier und halten eine Weile Wache.

Es kann auch sein, das man als Halter dazukommt, wenn ein altes Tier stirbt. Man sollte genau abwägen, was man tut. Nicht für jedes Tier ist der letzte Weg leicht und es kann das sterbende Tier noch mehr verängstigen, wenn man es auf den Schoß holt, ausgiebig herzt und herum trägt. Doch gibt es selbstverständlich keine festgeschriebenen Verhaltensregeln. Man kennt seine eigenen Tiere am besten und vielleicht hilft es ungemein, beruhigend zu sprechen und nochmal ein Schmerzmittel zu geben. Wird das sterbende Tier von einem Mitglied der Gruppe bedrängt, kann man den Bereich abtrennen, damit es sich nicht wehren muss und in Ruhe gehen kann.

Zeigt im Gegenzug ein ansonsten gesundes Tier in der Gruppe auf einmal solch ein auffälliges Verhalten, ist aphatisch oder krampft, hat Schmerzen oder schreit, ist UNVERZÜGLICH zu handeln. Das Tier muss umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden, um sein Leben zu retten, wenn es eine bedrohliche Situation ist!!! Die restlich Gruppe ist genau zu beobachten, ob weitere Tiere ähnliche Symptome zeigen.

Doch was ist zu tun, wenn das geliebte Schweinchen schon lange erkrankt ist und jede Chance auf Heilung entschwunden ist? Wenn es den angerührten Päppelbrei nicht mehr schlucken möchte, die Schmerzen trotz er Medikamente für das Tier nicht auszuhalten sind und es teilnahmslos wirkt? Dann ist der Moment gekommen, vor dem sich jeder Halter fürchtet... Der Moment, in dem man FÜR den geliebten, kleinen Fellfreund entscheiden muss, damit er nicht mehr lange leiden muss. Das ist eine Entscheidung, die weh tut, denn sie bedeutet Abschied. Und man möchte den Abschied nicht, denn man erinnert sich an die vielen wundervollen Momente mit seinem Meerschweinchen. An den bezaubernden Liebreiz und das quiekende Schnäuzchen. Doch soll das Tier auch schöne Erinnerungen mitnehmen und nicht eine unendlich scheinende Qual. Deshalb ist der letzte Freundschaftsdienst, den wir dem Tier schuldig sind: Es gehen zu lassen.

Der Tierarzt, der das Tier sicherlich schon lange kennt, wird die Euthanasie - das Einschläfern - vornehmen. Er wird das Tier nochmals untersuchen und eine abschließende Einschätzung abgeben. Viele Tierärzte kommen auch nach Hause, so dass der letzte Weg im vertrauten Gehege gegangen werden kann. Vor dem eigentlichen Einschläfern muss immer eine Narkose erfolgen, damit das Tier nicht leidet. Dies ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt Halter, die das Tier noch einmal ins Gehege legen, damit sich die Gruppe verabschieden kann, doch entscheidet dies jeder selbst.

Vielleicht hat man eine ruhige Ecke im heimischen Garten, in dem das Meerschweinchen beerdigt werden kann. Gerade wenn Kinder in der Familie leben, ist eine kleine Zeremonie des Abschieds sehr wichtig. Ein kleiner Karton kann liebevoll gestaltet werden, in den man den wuscheligen Freund bettet. Das Grab darf  nicht zu flach sein und 60 cm tief sollte schon gegraben werden, um keine ungebetenen Gäste anzulocken. Doch hat nicht jeder die Möglichkeit, einen Garten sein eigen zu nennen. Es gibt mittlerweile einige Tierbestattungsinstitute, die sich auch Meerschweinchen annehmen. Hier ist eine Möglichkeit:  Tierbestattung Sonnenaue

Doch nichts kann unser Wilbert hier schreiben, um zu trösten, den Verlust wett zu machen oder die Traurigkeit wegzuwischen. Es gibt kein Patentrezept und man kann auch nichts raten, denn jeder Mensch geht mit seinem Schmerz auf seine eigene Weise um. Doch eines ist bei jedem gleich: Es tut weh, wenn ein Tier seine Köfferchen packt und den Weg zur Regenbogenbogenbrücke antritt. Doch darf man bei aller Trauer nicht die Verantwortung vergessen, die man für die übrigen hat. Vielleicht ja sogar nur für ein einzelnes Partnertier, das nicht alleine bleiben darf...

 

 

Wenn Liebe den Weg zum Himmel fände

und Erinnerungen Stufen hätten,

dann würde ich hinaufsteigen

und Dich wieder zurückholen!

 

***Genau-muig*** So ist das! Viel Spaß beim Lesen und bis nächsten Sonntag, wenn es wieder heißt: WwW - Wilbert weiß Warum!

Wer die alten Folgen von Wilbert weiß Warum nachlesen möchte, kann das hier tun:

Wilbert weiß Warum!

 

Zu den, im WwW, verlinkten Seiten:
In einem Urteil vom 12.05.1998 hat das Landesgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seiten ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.
Hiermit distanziert sich Wilbert von Weizen ausdrücklich von den Inhalten der gelinkten Seiten in seiner Kolumne auf der Homepage von SOS Meerschweinchen!

 


 

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