Hallo ich bin’s, eure Katina.

 

 

Das letzte halbe Jahr war sehr aufregend und traurig für mich. Im November musste ich mich kurz nach unserem wunderschönen gemeinsamen Urlaub von meiner Freundin Mercedes trennen. Sie hat die Reise über die Regenbogenbrücke angetreten. Ich habe lange gewartet und immer Ausschau gehalten, wann sie endlich wieder kommt. Ich war ja gewöhnt, dass die schwerkranke Mercedes ganz oft bei den Zweibeins für ihre Medikamente war und habe sie dann immer wieder freudig begrüßt. Irgendwann habe ich verstanden, dass Mercedes nicht mehr zurück kommt.

Da ich einen blöden Blasenstein und eine Bronchitis hatte, habe ich nicht gleich neue Freunde kennlernen können. So, dann war es aber soweit...

Bei der Vergesellschaftung habe ich gleich gemerkt, dass es mit dem gemütlichen Schweinchenleben vorbei ist. Da waren 4 ganz aufgeweckte und flotte Schweinchen. Auch ein Bübchen mit langen Haaren war dabei. So viel geballte Schweinchenpower war etwas viel für meine schüchterne Art und ich habe mich wie das fünfte Rad am Wagen gefühlt. Nach einigen Wochen hatte ich ausgiebig mit allen diskutiert und mir manches Zähneklapperkonzert angehört. Ich versuchte immer mutiger zu werden und dennoch wurde ich ab und zu in den Po gezwickt und sie haben mir mein Salatblatt geklaut (empör-muig).

Als ich meine neue Familie so beobachtet habe, ist mir aufgefallen, dass dies der ganz normale Umgangston ist. Es wird geschuppst, Essen geklaut, Fangen gespielt und nicht miteinander gekuschelt. Mercedes und ich sind immer ganz dicht nebeneinander gelegen. Meine neue Schweinchenfamilie kuschelt ausgiebig mit Kuschelartikeln und nicht mit den Familienmitgliedern. Wenn wir ganz ehrlich sind, habe ich (5 Jahre) mit Mercedes (9 Jahre) wie eine kleine Oma gelebt. Essen, schlafen und kuscheln. Jetzt sind alle Schweinchen in meinem Alter und haben keine Lust auf Rentnerleben, sondern auf Aktion im Gehege. Schlafen und Essen kommen aber nicht zu kurz, dass mögen ja alle Schweinchen ausgiebig.

Im März musste ich mich schon wieder von der lieben Finja (SOS Thai) verabschieden, da sie einen ganz schlimmen Tumor in Blase- und Gebärmutter hatte und die Nacht nach der OP nicht überstanden hat. Jetzt musste ich mich schon wieder an die neue Situation anpassen. Vor einigen Wochen hatte ich dann einen großen Streit mit Julchen (SOS Florentina). Ich habe mich dieses Mal gewehrt und mir nichts gefallen lassen (mutig muig). Dabei habe ich mir die Schneidezähne oben ausgeschlagen und Julchen hatte eine blutende Wunde am Mäulchen. War ein ganz schön großer Schreck für mich. Wegen mir haben dann alle Gemüse -Schnitzchen essen müssen und zusätzlich habe nur ich immer extra Leckerchen bekommen. War gar nicht so schlimm und die Zähne sind wieder da. Seit diesem Streit bin ich so richtig aufgeblüht. Ich bin jetzt mutig, klaue Futter und kann auch mit den Zähnen klappern. Eine kleine Androhung langt und alles ist wieder gut.

Trotz meinen vielen Umfangsvermehrungen fühle ich mich wohl in meiner neuen Gruppe. Und wie in jeder Familie gibt es mal Streit, der zum Familienleben einfach dazu gehört. Ich wünsche mir, dass ich noch viel Zeit mit Julchen, Noelia und Paulchen (SOS Tobias) verbringen kann.

 

  

 

Ganz liebe Grüße an alle Paten und Schweinchen-Fans da draußen!

 

Eure Katina.

 


 

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