Gestern wurde ein dringender Fall bei uns aufgenommen, ein etwa 5-jähriges Weibchen, das nach dem Tod seiner Partnertiere an uns abgegeben werden sollte. Es saß allerdings schon sechs Wochen alleine in Außenhaltung und bei den derzeit rapide sinkenden Temperaturen wird das irgendwann lebensgefährlich. Die Pflegestelle gab ihr den indianischen Namen Chepi - "kleine Elfe" - , denn das Weibchen ist klein und zart und war dazu noch auf 550 gr abgemagert. Wenn sie sich etwas erholt hat, werden wir sie im Vermittlungsbereich vorstellen.

Chepi versteckt sich noch schüchtern hinter dem Unterstand

Das kam mit Chepi... die Halter waren mit ihrer Situation wohl ziemlich überfordert

Zum Thema Kälte: Man kann Meerschwenichen durchaus draußen halten, wenn ihre Unterkunft entsprechend groß ist, u.z. mit isoliertem Rückzugsbereich und natürlich gut gesichert. Damit die Tiere warm bleiben, braucht es aber mindestens drei Meeris, die zusammen draußen leben. Nur dann passiert genug Interaktion, dh. die Tiere bewegen sich genug. Und nur dann ist es im isolierten Bereich auch warm genug, weil eben drei Körper da sind. Der Boden darf nicht nass sein, es muss ausreiichend, aber gesund gefüttert werden und der wöchentliche TÜV muss gründlich erfolgen! Selbst bei guter Isolierung hat ein alleine draußen lebendes Meerschweinchen Probleme, seine Temperatur zu halten und magert selbst bei ausreichender Fütterung ab, wie in diesem Fall. Einzelhaltung draußen ist lebensgefährlich, deshalb haben wir auch so schnell wie möglich gehandelt und das Tier aufgenommen. Zum Weiterlesen : Ausführliche Infos zum Thema Außenhaltung und zum Thema Außengehege

 


 

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