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  • image1 Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.................... Charles Darwin
  • image2 Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen...... Erich Gräßer
  • image3 Alle lebenden Kreaturen haben die gleiche Seele, auch wenn ihre Körper verschieden sind....... Hippokrates

Pflegestelle Biblis:

Wieviel schlechte Nachrichten kann man verkraften? 2010 ist ein schlechtes Jahr für mich. Meine Chipsy ist gestorben. Meine Pflegeschweinchen Hendrix und Ryan, um welche ich gekämpft habe sind gestorben und meine Goldhamsterdame Betty. Nun kämpfe ich seit Wochen um Oxana und auch eines meiner eigenen Tiere geht es schon lange nicht sehr gut und wir wissen einfach nicht was sie hat. Schoko, ebenfalls eines meiner eigenen Schweinchen, hat sich Samstagnacht auf die Reise gemacht. Einfach so, still und heimlich, als ich Oxana päppelte....

Schoko kam 2006 zusammen mit ihrer Mutter zu mir. Eine Halterin, welche mich beim Tierarzt sah, gab sie bei mir ab, da ihr Sohn das Interesse an den Tieren verloren hatte. Schoko war immer ein sehr liebes unkompliziertes Schweinchen. Sie hat einen massiven Kokzidienbefall überstanden, ich hatte damals über 3 Monate um sie gekämpft, bis sie wieder alleine gefressen hat. Sie bekam vor 2 Jahren Arthrose und auch diese bekamen wir in den Griff und sie lebte damit. Auch wenn sie hüpfte und watschelte. Sie war einfach ein unbekümmertes Schweinchen und lebte so, wie sie es eben konnte. Und nun das... Sie wurde über 6 Jahre alt.

Jeder muss irgendwann diese Welt verlassen. Aber warum sind es dieses Jahr soviele und warum kann ich ihnen nicht helfen? Ich bin sehr niedergeschlagen und wenn ich meine zwei weiteren Patienten hier sehe, frage ich mich, wielange dürfen sie noch hier bleiben. Werden wenigstens sie wieder gesund?

Der fehlende Ton

Man stelle sich ein Lied vor, das viele viele Töne hat.

Das Lied ist wunderschön, weil jeder dieser Töne da ist und seinen Beitrag zur Melodie leistet.

Manche Töne sind ganz kurz, andere dagegen ganz laaaaaaaaaang und dann gibt es noch welche die sind dazwischen - mittellang.

Aber zurück zu unserem Lied.

Plötzlich passiert etwas Unerwartetes mit dem Lied: Jemand lässt einen einzigen Ton herausfallen.

Plötzlich klingt die komplette Melodie anders.

Es fehlt ein Ton und die anderen Töne, die auf ein Zusammenspiel mit ihm abgestimmt sind,

müssen sich an eine leere Stelle in der Notenzeile gewöhnen.

Immer wieder, lange Zeit wird das Lied dann ohne diesen bestimmten Ton gespielt -

es gibt auch keinen Ersatz für diesen Ton, denn man kann einen Ton nicht so einfach ersetzen.

An seiner Stelle steht einfach nichts.

Die anderen Töne finden das komisch,

dass dieser Platz von nun an ganz leer sein soll und sie entscheiden sich dazu dem verlorenen Ton ein Denkmal zu setzen.

Sie setzen ein Pausenzeichen um zu erinnern, dass an diesem Platz einmal ein besonderer Ton saß.

Nach einer langen Zeit wird auch dieses Lied auch zu einem gern gehörten Lied.

Es ist zwar anders war als das Lied vorher, aber auch die Melodie dieses Liedes klang nach einiger Zeit,

als man sich mit der ungewohnten Pause ein wenig vertraut gemacht hatte,

wunderschön - aber eben ganz anders!

(Kerstin Müller)

schoko1

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