Aus unserer Rubrik: Basteln mit Mutter Sabine (Pflegestelle Mannheim-Wallstadt) heute der Beitrag: "Wie bastle ich einen Gemüseturm..."
Spaß beiseite, vielleicht haben sich manche Leser schon gefragt, wie macht das eine Pflegestelle eigentlich mit dem Füttern. Wir predigen unseren Haltern ja immer so 100 ( bei moppeligen Gruppen) bis 150 (bei schlanken Meeris) Gramm Frischfutter pro Tier und Tag.
Also ich z.B. richte zwei Mal täglich 5 Teller, für jede Gruppe einen, mit der von mir berechneten Menge (Spickzettel liegt meist in der Küche!) für die jeweilige Anzahl Tiere. Ich wiege auf jeden Teller die passende Futtermenge ab, schnipple alles klein und stelle die Lauscher....Zwei Stockwerke über mir im Speicherzimmer setzt bereits das Quiekkonzert ein. Es ist ja unglaublich, aber die Herrschaften da oben hören mich tatsächlich in der Küche schnippeln und nur wenn ich ihr Gemüse klein schneide, bekomme ich ein Echo!! (Wenn ich meinem Sohn ein Schulbrot schmiere mit Sicherheit nicht.). Nach der Schnippelaktion staple ich meine Teller immer in der gleichen Reihenfolge aufeinander und balanciere meinen "Gemüseturm" zwei Treppen hoch in mein Meerschweinchen-Zimmer. Auch Schritte auf der Treppe versetzen die Quieker in Entzücken und der zweite Teil des Konzertes ertönt..... Wenn Besuch die Treppe hinaufläuft, passiert übrigens gar nichts, man weiß ja schließlich zu unterscheiden....!
Oben angekommen, verteile ich die Teller- wieder genau nach Reihenfolge- und dann ertönt endlich allgemeines befriedigtes Knuspern...

Mutter Sabines Turmbau zu Babel--- äh Frischkost oder auch der "Schiefe Turm von Meerihausen".....

Meine eigene Gruppe in trauter Runde ( von links Aurora, Leonie, Picasso, Calista, Mausi, Holly und Emily)

Und hier noch eine meiner Pflegetiergruppen von links: Pepita, Pepino, Chelsea, Gwenny, Basti und vorn Polly, die gestern vermittelt wurde....(Wie man sieht, gibts das Frischfutter teils direkt vom Teller, oder auch ins Gehege gestreut, aber ganz egal, Hauptsache es schmeckt....)
