Pflegestelle Biblis:
Oxana wurde Dienstag vor einer Woche operiert. Eigentlich bin ich mit ihr zum Tierarzt, da ich den starken Verdacht auf eine Blasenentzündung hatte. Dieser bestätigte sich damals auch. Während dem ausmassieren der Blase scheint unsere Tierärztin aber auch eine der Zitzen mitmassiert zu haben und wir wunderten uns schon woher auf einmal die Blutstropfen auf dem Tisch kommen. Nach kurzer Suche entdeckten wir, dass Blut aus der rechten Zitze tropft. Da wir sowieso die Blasenentzündung mit Antibiotika behandeln mussten, hofften wir, dass es sich bei dem Blut aus der Zitze, ebenfalls nur um eine Entzündung handelte und wir dies mit dem Antibiotika abdecken können.
Die Blasenentzündung konnten wir erfolgreich behandeln. Das Blut oder die mittlerweile bräunliche Flüssigkeit aus der Zitze blieb und es konnten auch keine entzündlichen Zellen unter dem Mikroskop entdeckt werden. Wer entschlossen uns daher, sie zeitnah zu operieren und dies garnicht weiter zu beobachten. Der flüssigkeitsgefüllte kleine Knubbel unter der Zitze wurde letzten Dienstag entfernt und eingeschickt. Wir warten hier noch auf die Ergebnissen, um was es sich bei den Knubbel wirklich handelt.
Oxana hat die Naht, knapp 5cm lang bis gestern komplett in Ruhe gelassen und es schien wunderbar zu verheilen. Gestern Abend holte ich sie dann wieder heraus, um ihr Schmerzmittel und Antibiotika geben zu können. Mich traf fast der Schlag, als ich wie immer routinemäßig die Naht kontrollieren wollte. Ich entdeckte eine klaffende 1cm große Wunde und konnte in das Schweinchen hineinsehen. Ich fackelte nicht lange und wählte die nächsten Notruf-Nummern durch. Die erste Tierärztin befand sich zu diesem Zeitpunkt bei ihrer Familie in Darmstadt und schaute gerade das Fußballspiel. Ich musste mich als an die Tierklinik in Heppenheim wenden. Diese war bis mindestens 22 Uhr mit einem großen Notfall im OP beschäftigt. Ok, da Oxana eigentlich fit wirkte und auch das Frischfutter annahm, welches ich ihr gab. Wartete ich ab und war um 22 Uhr in der Tierklinik.
Dort wurde die Wunde gespült, die Ränder angeschabt, so dass sie wieder etwas bluteten und dann mit 5 Tacken zusammen getackert. Das hat Oxana mit einer absolut stoischen Ruhe über sich ergehen lassen. Erst bei der Abschlußspritze mit Antibiotika quietschte sie laut auf. Ich will ja nun nicht gemein sein, aber das hätte sich die kleine Dame auch wirklich sparen können, wenn sie die Nähte in Ruhe gelassen hat.
Dies war dann mein Montagabend und da wir in einer Tierklinik waren und das auch noch außerhalb der Sprechzeit, durften wir knapp 50 Euro für die Behandlung bezahlen.
Oxana geht es zum Glück sehr gut, sie frisst und wirkt als wäre nichts gewesen. Den Adrenalinstoß hatte dafür ich!

Zum Glück hatte sie sich nicht alle Fäden gezogen!
