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  • image1 Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.................... Charles Darwin
  • image2 Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen...... Erich Gräßer
  • image3 Alle lebenden Kreaturen haben die gleiche Seele, auch wenn ihre Körper verschieden sind....... Hippokrates

Aus dem Alltag einer Pflegestelle, stellvertretend für alle Kolleginnen, die sich derzeit liebevoll um trächtige Weibchen aus unseren Notfällen und um deren Nachwuchs kümmern:

In der Pflegestelle Mannheim sind diese Woche wieder ein paar Mitbewohner in ihre endgültigen Plätze ausgezogen (Tialda, May-Lin und Mocca) und da Duke nur noch mit 2 Weibchen zurückgeblieben war, durfte Mori in die Gruppe eine Etage höher ziehen. Dort sind alle Bewohner eher gut im Futter und bekommen etwas kleinere Rationen, während einen Stock tiefer das Essen eher etwas üppiger ausfällt. Mori hat sich völlig problemlos eingefügt und Duke sorgt bei seinen Mädels sowieso immer für Ruhe.

Im unteren Gehege ist der Kindergarten noch voll im Gang. Swen bringt zwar mit viel Gelassenheit Ruhe in seine Gruppe, aber er ist selbst noch ein junges, stattliches Kerlchen und Zambaya, Ginger und Polly sind alle ebenso noch Jungtiere und dann noch die drei Babies, da herrscht immer ein munteres Treiben. Die Geschlechterbestimmung bei so kleinen "Popos" ist gar nicht so einfach, aber mein Tierarzt hat mittlerweile meinen Verdacht bestätigt, das große Glatthaar ist ein Böckchen, die beiden kleineren Crested sind Weibchen, und da die Mama schon Polly hieß, haben sie alle Namen mit "P" bekommen: Pepino, Phyllis und Pepita. Nach nur 2 Wochen haben sie ihr Gewicht in etwa verdoppelt, wobei das Böckchen als größtes immer prozentual auch am meisten zunimmt. (156/146/115gr gestern, bei der Geburt hatten sie 82/72/62 gr) Sie fressen eifrig mit den Großen mit, was man auch am Dreck im Gehege feststellen kann, denn es kommt auch hinten immer hübsch wieder was raus.....

Die Gruppe mit Kastrat und Weibchen hat den großen Vorteil, dass alle Babies von Anfang an gut sozialisiert sind und später auch mal richtig "Meerschweinisch" können werden, d.h. einfach wissen, wie Schwein sich in der Gruppe zu verhalten hat. Da Mama Polly sehr zutraulich ist, sind auch die Babies ziemlich relaxt dem Menschen gegenüber und haben z.B. beim Wiegen keinen allzugroßen Stress. Noch trinken sie bei ihrer Mutter und fiepen auch jämmerlich, wenn sie mal kurz getrennt werden, aber die Bindung hört irgendwann von selbst auf und dann kann man alle auch guten Gewissens trennen, da sie sich nicht mehr als Mutter und Kinder fühlen werden. Aber noch müssen alle etwas wachsen, erst ab 300 gr. können sie dann vermittelt werden. Pepino wird außerdem natürlich noch frühkastriert werden.

Naja, wenn ich ganz ehrlich bin, mein erster Wurf als Pflegestelle hat mir natürlich große Freude gemacht, besonders dass die Babies und Polly alle so gesund sind nach der harten Zeit, die Polly hinter sich gebracht hatte und ich weiß gerade nicht, ob Pepita nicht vielleicht doch einen Stock tiefer ziehen wird......(Gehege mit den eigenen Tieren...) - wir Pflegestellen haben es halt immer mit den Kleinen und Schwächeren...

Trotz allem, es gibt sooo viele ungewollte Meeri-Babies und sie wachsen so schnell, dann sind sie nicht mehr klein und niedlich und werden oft irgendwie "entsorgt"- ich kann nur alle Leser bitten, nicht einfach so Nachwuchs zu produzieren!!

pepitanapfhpdsc03949

Wie ??!!?? Alles leer ??!!?? (Pepita)

leckerchenbittehpdsc03960

"Wir hatten seit mindestens 5 Minuten kein Leckerchen mehr!!! *grummel-muig*"

(Ginger, Pepita, Polly, Tialda)

gehtdochhpdsc03959

"Na bitte, geht doch!"