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  • image1 Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.................... Charles Darwin
  • image2 Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen...... Erich Gräßer
  • image3 Alle lebenden Kreaturen haben die gleiche Seele, auch wenn ihre Körper verschieden sind....... Hippokrates

...Meerschweinchen sind Charaktertiere!

Okay, auf den ersten Blick spricht uns Halter sicherlich erst einmal Fellstruktur und Haarfarbe unserer Fellnasen an; der eine mag eben Rosetten gerne, der andere liebt Langhaar, aber es sind doch oft gerade die "Feld-Wald-und Wiesenschweinchen" mit interessantem Charakter, die auf Dauer Spaß machen.

Meerschweinchen sind hochsoziale Tiere und gerade die Interaktion untereinander brauchen sie wie die Luft zum Atmen. Das ist genau das, was sie außer einem abwechslungreichen Gehege mit  viel Platz und gutem Futter eben glücklich macht. Klar, es gibt Meeris, die in einer Zweierbeziehung besser zurecht kommen, weil sie vielleicht schon älter oder ruhigere Vertreter sind oder weil sie mit einem Handycap leben müssen, aber die meisten blühen erst ab drei oder noch mehr Tieren richtig auf und zeigen ihr äußerst interessantes Rudelverhalten in seiner ganzen Bandbreite. Was habe ich schon für "Schisser" in meine eigene Gruppe aufgenommen! (Mein Picasso hat 6 Frauen...) Diese Tiere waren vielleicht einfach ängstlichereTypen, hatten Defizite im Sozialverhalten  oder  vielleicht sogar schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, aber siehe da, in einem zutraulichen Rudel, das beim Anblick seines Zweibeins neugierig am Gitter hängt  oder gar im Gehege frech auf dem Schoß herumturnt (Leckerli ??!!??), taut man doch ganz schnell auf und merkt, dass dieser Zweibein kein "Beutegreifer", sondern ein "Beutebringer" ist...

Auch die andere Version hatte ich schon, eine "Zimtzicke" die wohl nie richtig "Meerschweinisch" gelernt hatte und sogar auf meinen sehr selbstbewussten Kastraten losging, obwohl der seine Frauen eigentlich sehr gut im Griff hat und immer für Ruhe im Rudel sorgt. Zwei Tage hat der arme Kerl gebraucht, bis er Aila dann mal in den Hintern gekniffen hat und ein Büschel Fell flog und die Dame endlich kapiert hat, wer hier auf wen aufreitet... Seitdem lebt sie glücklich und zufrieden in ihrer Gruppe und ist ganz brav geworden.

Wir Pflegestellen beobachten unsere Schützlinge deshalb genau und geben uns große Mühe bei der Beratung der neuen Halter; es ist eben nicht nur die Fellfarbe, sondern auch der Charakter der Rudelmitglieder wichtig. Oft können wir schon in der Pflegestelle Vorarbeit leisten, indem wir den Tieren die Möglichkeit geben, Defizite im Sozialverhalten aufzuholen oder gar nicht erst Einsamkeit und Frust entstehen zu lassen,  indem wir z.B. offensichtlich "zickige" Damen zu starken Kastraten oder Frühkastraten zu neu aufgenommenen Böcken setzen, die dann in Ruhe mit Gesellschaft  ihre Kastrationsfrist absitzen können. Und die Jungböckchen lernen derweil von den Älteren.

Aber ganz egal, ob Ihr nun einen Hasenfuß oder eine kleine Zimtzicke besitzt -- ob der Kastrat der Boss ist oder die Powerfrau das Sagen hat, wenn die Gruppe harmoniert, ist das ja völlig egal. Spaß machen sie alle und der geduldige Halter wird immer belohnt werden: mit vertrauensvollen Tieren, denen es richtig gut geht!

PS. Und wie man Hasenfüße und Zimtzicken richtig vergesellschaftet, könnt Ihr gerne unter "Download - Vergesellschaftung" auf unserer Homepage nachlesen....

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