Gestern bekam Annika ihre 2 kleinen Babys. Eines hatte leider schon die Geburt an sich nicht verkraftet (die Eihaut war noch um das Baby, Mama Annika war absolut überfordert) und lag im Käfig, als Pflegemama Julia nach Hause kam. Das Zweite saß mutterseelenallein im Häuschen und fror. Wenn die Mutter ihr Baby verstößt, kann man nur beide auf kleinem Raum zusammen setzen und so die Mutter zwingen sich mit dem Kleinen zu beschäftigen. Leider war das Kleine viel zu schwach und hat bei ihr nicht getrunken. Und so wurde Pflegestellenmama Julia zu einer richtigen Pflegemama.
Alle zwei Stunden aufstehen, auch nachts. Den Brei erwärmen, das Kleine vorsichtig rausnehmen und es mit einer kleinen 1 ml Spritze päppeln. Dies ist schwieriger wie man denkt, so ein kleines Wesen kann nicht einfach mal 0,5 ml auf einmal aufnehmen, sondern vielleicht 0,01ml. Hier war Fingerspitzengefühl angesagt. Danach wurde vorsichtig mit dem kleinen Finger den Bauch massiert, eine neue Wärmflasche wurde gefüllt, damit es das Kleine auch wirklich kuschelig warm hat. Immer wieder hat Pflegemama Julia beide Tiere herausgeholt und hat versucht das Kleine bei der Mutter anzulegen, aber lieber schlief das Kleine auf der Hand ein....so schwach war es. Leider war der Kampf umsonst und es musste eingeschläfert werden. Da das Kleine Wasser in die Lunge bekommen hatte (wahrscheinlich während der Geburt) und allgemein zu schwach war, hat es mittags Schnappatmung und Krampfanfälle bekommen....
Sowas kommt leider viel zu oft vor, gerade bei zu jungen Müttern oder Inzuchttieren. Beim Tierarzt kam noch hinzu, dass sich das Herz von Annika nicht normal angehört hat, dies kann an einem Herzfehler liegen oder, weil sie bei der Geburt sich überanstrengt hat. Auch hier sieht man, wer nicht weiß woher welche Tiere kommen und wenn sie krank sind, haben die Babys kaum eine Chance...
Wir möchten daher alle bitten, bevor ihr euch überlegt Babys haben zu wollen, lest euch bitte diesen Text durch: *hier*

Ganz erschöpft vom Päppeln...
