Abschied von Patenweibchen Monalie 🖤

veröffentlicht am
16. Mai 2026
Monalie kam im Februar 2023 als Vermittlungstier zu SOS Meerschweinchen und sollte aufgrund ihres Alters ursprünglich nicht verpatet werden. Da sie aber kurz nach dem Einzug in die Pflegestelle starke gesundheitliche Probleme entwickelte, wurde sie einmal auf den Kopf gestellt. Hierbei kam heraus, dass sie neben durch Haarlinge verursachten Durchfall auch ein eher kleines Herz und möglicherweise Probleme mit der Leber hat.
Monalies Gesundheitszustand besserte sich unter guter Pflege zwar wieder, es war jedoch nicht abzusehen, dass sie dauerhaft ohne Probleme leben würde. So kam Monalie zusammen mit Patendame Hatwika in ihre Patentierpflegestelle und wurde dort weiterhin rundum gut versorgt. Ihr Gewicht war erst einmal nicht stabil, aber nachdem Monalie sich in der neuen Gruppe eingelebt hat, schaffte sie es mit viel guter Pflege und Futter auf ein stabiles Gewicht. Auch zwischen ihren Mitschweinchen fühlte sie sich sehr wohl und hielt ihre Mitbewohner stets auf Trab. Monalie war eine tapfere und kämpferische Dame, die ihr Leben in der Pflegestelle aufgrund der guten Pflege noch einmal genießen konnte.
Monalie ist mit 6 Jahren am 11.11.2025 über die Regenbogenbrücke gewandert und lässt traurige Herzen zurück. 2,5 Jahre lang war sie Teil unseres Vereins.
Monalies Pflegemutter schrieb folgenden Abschiedstext, der einen nur zu Tränen rühren kann:
Kleine Monalie,
Gut zweieinhalb Jahre hast Du unser Gehege bereichert und mit Deiner vorwitzigen, sturen Art den ein oder anderen Lacher verursacht. Anfangs noch eher schüchtern und entsprechend vorsichtig unterwegs, hast Du Dich recht schnell zu einer kleinen Grande Dame gemausert, die genau wusste, was sie will. Und vor allem auch, was die anderen zu wollen haben. Hat sich mal jemand getraut, die Kuschelsachen zu belegen, in die gerade Du gerne mochtest, hast Du Dich einfach davor gesetzt und jeden quasi raus gestarrt. Bei Leckerchen konntest Du auch mal mit den Zähnen klappern, um die Reihenfolge zu klären. Und Betteln war sowieso ganz Dein Ding!
Die Verdauungsprobleme anfangs hatten wir bald im Griff und Du konntest Dein Leben genießen, flink und munter hast Du das ganze Gehege genutzt und warst eifrig überall nach dem Rechten schauen.
Zum letzten Jahreswechsel mussten wir zum Tierarzt, da Du Blut verloren hattest und wurdest gegen Blasenentzündung behandelt. Recht schnell ging es Dir auch wieder gut und Du warst ganz die Alte. Weiterführende Untersuchungen waren eher schwierig, weil Du beim Tierarzt immer so furchtbar gestresst warst, dass wir beim Fieber messen schon Angst hatten, Du würdest kollabieren. Im Sommer dann fiel mir eine erschwerte Atmung auf und ich habe gleich einen Termin zum Herzultraschall gemacht. Zum Glück wird das in der Praxis stehend durchgeführt. Und leider wurde die Ärztin auch fündig. Das Herz hat nicht mehr ordentlich gearbeitet und Du hattest auch schon Wassereinlagerungen. Sofort haben wir die Behandlung gestartet und erst sah es auch so aus, als würden die Medikamente anschlagen. Es ging Dir „einigermaßen“, nicht richtig gut, aber auch nicht total schlecht. Die Kontrolluntersuchung zeigte leider keine wirkliche Besserung. Die Wassereinlagerungen waren nicht viel stärker geworden, aber leider auch nicht weniger. Wir haben dann die Medikamente noch mal angepasst. Aber irgendwie wollten die Mittel bei Dir einfach nicht funktionieren und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, da steckt noch mehr dahinter. Bis zum Schluss hast Du aber noch ganz deutlich gezeigt, was in Dir steckt und Dich behauptet. Du hast gewartet, bis ich von der Arbeit nach Hause kam und hast mir dann die Entscheidung, Tierarzt anrufen oder nicht, ganz schnell abgenommen und hast in Deinem Gehege bei Deinen Mitschweinchen Deine letzte Reise angetreten. Nun hab es wohl meine kleine Zwergenzicke und lass es Dir gut gehen hinter der Regenbogenbrücke. Ich hoffe, Du bist in einen so sehr geliebten Berg Heu gepurzelt und hast genug Gesellschaft zum gängeln und ganz Du selbst zu sein.
Deine Familie“
