Wer regelmäßig unsere News liest, weiß, dass die Gedenkbeiträge für unsere Engelchen normalerweise monatlich oder vierteljährlich erscheinen. Aus organisatorischen Gründen war dies 2022 leider nicht möglich, deshalb möchten wir den Kleinen, die letztes Jahr im Zeitraum April - Dezember von uns gegangen sind, nun in zwei Beiträgen gedenken. Heute geht es um all die Schweinchen, die zwischen September und Dezember 2022 über die Regenbogenbrücke gezogen sind.

 Im September mussten wir Abschied nehmen von:

Ayla

Ayla kam Anfang September 2022 zusammen mit ihrer ganzen Gruppe zu uns. Die Schweinchen lebten bei einer Dame, die selbst in ambulanter Pflege betreut wurde. Eine liebe Dame des pädagogischen Teams wandte sich an uns, da die Halterin ihre Tiere nicht mehr versorgen konnte und die Tiere letzten Endes sehr vernachlässigt waren. Ayla war erkrankt und die Halterin wurde ihrer Pflege nicht gerecht, über die Tierärztin kam die Dame dann letztlich an unsere Adresse. 
Unsere Pflegestelle nahm die Tiere direkt auf und ach, die liebe Ayla war wirklich in beklagenswertem Zustand: ihre Flanken waren nackt, ohne Fell, zwei Fussballen entzündet, einer davon schwer, hier war bereits der Knochen angegriffen. Ayla erhielt Schmerzmittel und Antibiotika, mit der Therapie war schon begonnen worden bevor die liebe Maus zu uns kam. Selbstverständlich wurde sie bei uns weiter bestens versorgt und gepflegt, doch eine weitere Röntgenaufnahme bei der Nachuntersuchung am 07.09. zeigte traurigsterweise, dass trotz Medikation die Beschädigung des Knochens massiver fortgeschritten war. Es bestand keine Aussicht auf Heilung, so musste unsere Pflegestelle die herzige Ayla erlösen lassen.
Was bleibt, ist ein bitteres Gefühl, denn unsere Hilfe kam für Ayla zu spät. Wäre sie früher gekommen, hätte man ihr vielleicht noch helfen können. Liebe Ayla, mach es gut auf der Immergrünen Wiese, nun bist du alle Schmerzen los und bist frei, hab es wohl, liebe Maus!

Neptun

Mit gerade einmal 62g kam der liebe Neptun im Alter von 5 Tagen im Februar 2014 mit seinen beiden Geschwisterchen und seiner Mama in den Verein, der Kindersegen war das Ergebnis einer ungewollten Vermehrung. Der kleine Mann wuchs und gedieh, auch seine Frühkastration brachte der aufgeweckte kleine Kerl problemlos hinter sich. Neptun wuchs in einer tollen harmonischen Böckchengruppe auf, mit seinen beiden Kumpels zusammen durfte er dann auch im November 2014 in ein schickes, neu erbautes Gehege einziehen. Nach anfänglichen Reibereien klappte es gut in der Gruppe, dies hielt auch 2,5 Jahre lang an, bis sich die drei Buben leider endgültig zerstritten und getrennt werden mussten. Mit einem anderen Bub zusammen kam Neptun so im Juli 2027 zu SOS zurück. Schon einen Monat später fand der kleine Schatz ein neues Zuhause, hier leisterte er einem verwitweten älteren Weibchen Gesellschaft. Mit seiner ruhigen und entspannten Art verstand er sich sehr schnell mit seinem Mädel und bekam nun den schönen Namen Janou. Später sollte ein weiteres Weibchen dazustoßen. Janou war stets ein lieber Haremswächter, der sich sehr freundlich und liebevoll um seine Damen sorgte. Der liebe Bub verlebte wunderbare und sorgenfreie Jahre, ließ sich verwöhnen und war stets ein glückliches, munteres Schweinchen. Janou wurde mit der Zeit ein kleiner Senior, 2022 war der süße Schatz schon 8 Jahre alt. Er entwickelte Probleme mit Aufgasungen, die aber stets mit der geeigneten Medikation in Griff zu bekommen waren. Im September 2022 litt der Bub plötzlich unter Atem- und Schluckbeschwerden. Die tierärztliche Diagnostik zeigte, dass seine Lunge voll Wasser gelaufen war, auch das Vorhandensein eines Tumors konnte nicht ausgeschlossen werden. Janou wurde mit Entwässerung behandelt, doch leider verschlechterte sich sein Zustand in den nächsten Tagen rapide, sodass sich seine Halterin schweren Herzen entschloss, den kleinen Schatz sanft entschlafen zu lassen. Janou wurde fast stolze 9 Jahre alt. Leb wohl, süßer kleiner Janou!

 

Im Oktober mussten wir Abschied nehmen von:

Hildegard

Anfang Oktober kam die fast vierjährige Hildegard zu SOS. Die kleine Meerschweinchendame schien gesund und munter zu sein, neugierig erkundete sie das Vermittlungsgehege und stürzte sich mit gutem Appetit aufs Gemüse- und Wiesenbuffet. Bereits am nächsten Tag ging es Hildegard aber plötzlich sehr schlecht, sie stellte das Fressen ein, atmete auffällig schwer und saß teilnahmslos in der Gehegeecke. Umgehend wurde sie tierärztlich untersucht und notversorgt. Da sich ihr Zustand nicht besserte, wurde sie stationär aufgenommen, doch leider konnte der lieben Maus nicht mehr geholfen werden, sie entwickelte akute Atemnot, weshalb die Tierärztin sie sanft entschlafen ließ. Hildegard wurde fast vier Jahre alt. Run free, kleine Maus, wir hätten dich gerne besser kennengelernt!

Peach

Aus persönlichen Gründen sollten die einjährige Peach und ihr Partner abgegeben werden und so kamen sie schließlich im Oktober 2017 zu SOS. Zusammen mit einem weiteren Weibchen durften die beiden im Mai 2018 schließlich in ein neu gebautes, luxuriöses Gehege bei einer netten Familie einziehen. Der Einzug verlief problemlos, die drei freuten sich über viel Platz zum Rennen und leckeres Futter. Peach verlebte vier glückliche Jahre, in denen sie das Gruppenleben sehr genoss, sich rundum wohl fühlte und einfach "Schweinchen sein" durfte. Im Oktober 2022 bekam die liebe Peach leider Zahnprobleme mit einem Oberkieferbackenzahn. Trotz Operation, die sie gut überstand und Antibiose und Abdeckung durch Schmerzmittel ging es der lieben Maus schlechter und sie schien dennoch Schmerzen zu haben. Um ihr weiteres Leid zu ersparen, entschlossen sich ihre Halter in Absprache mit der behandelnden Tierärztin, die süße Peach sanft entschlafen zu lassen. Peach wurde 6 Jahre alt. Gehab es wohl, liebe Maus und genieß die immergrünen Wiesen!

Paule

Aus Allergiegründen kam Paule mit seiner Partnerin und einem weiteren Meerschweinchenpaar im Januar 2018 in den Verein, der kleine Mann war zu diesem Zeitpunkt 2,5 Jahre alt. Schnell fand er ein schönes neues Zuhause bei einem Weibchen, hier lebte er sich schnell ein und überließ der Dame den Chefposten. Sein Verdauungstrakt bereitete ihm unter Stress Probleme, dies legte sich jedoch, als die Vergesellschaftung abgeschlossen war. Im Sommer 2019 verlor der liebe Bub an Gewicht und hatte Probleme beim Fressen, die Ursache war ein vermutlich aufgrund einer Entzündung gekippter Backenzahn. Dieses Problem wurde behandelt, der Zahn gekürzt und so ging es Paule bald wieder gut, er fraß mit gutem Appetit und freute sich seines Lebens. Drei weitere schöne und sorglose Jahre durfte der liebe Bub, der es liebte, sich irgendwo einzukuscheln, in seinem Traumzuhause verbringen. Im Oktober 2022 erreichte uns die traurige Nachricht, dass Paulchens Herz sehr schwach geworden war und seine Halterin ihn daher schweren Herzens sanft entschlafen gelassen hatte. Paule wurde stolze 7 Jahre alt. Komm gut an, kleiner Goldschatz!

Marshmallow

Im Oktober 2019 kam die liebe Marshmallow im Alter von 4,5 Jahren mit ihren beiden Partnerinnen zu SOS, da die Haltung in ihrem ehemaligen Zuhause aus Allergiegründen beendet werden musste. Die kleine langhaarige Schönheit zog im Februar 2020 schließlich um in ihr Traumzuhause bei einem Kastraten und einem weiteren Weibchen in ein frisch gebautes Gehege. Das Verhältnis zwischen den beiden Weibchen war leider etwas angespannt, hinzu kam, dass bei Marshmallow Ovarialzysten diagnostiziert wurden, deren konsequente Behandlung aber Erfolg zeigte. Zwischen den beiden Schweinchendamen stimmte offenbar einfach die Chemie nicht richtig, nach dem Tod des Kastraten zog also das andere Weibchen aus und die sensible Marshmallow bekam einen anderen Partner an ihre Seite, später zog auch noch ein anderen Weibchen dazu. Nun konnte die liebe Maus richtig ankommen, genoss ihr Leben und alterte. Im stolzen Alter von 7,5 Jahren entschlief die Süße schließlich im Oktober 2022 im Kreise ihrer Mitschweinchen. Gehab es wohl, süße Maus, du wirst schmerzlich vermisst!

Minnesota

Im Alter von vier Jahren kam die süße Minnesota im September 2019 zusammen mit ihrer Partnerin in den Verein, aus persönlichen Gründen sollte die Haltung beendet werden. Gemeinsam fanden die beiden Mädels ein schönes neues Zuhause bei einem Kastraten und einem anderen Weibchen. Der frechen Maus gefiel ihr Zuhause überaus gut, sie lebte sich gut ein und genoss das Gruppenleben. Leider erkrankte die liebe Schweinchendame an Knochenkrebs, dieser streute später in Form von Lymphknotenmetastasen in die Lunge. Zum Glück merkte Minnie nicht viel von ihrer Krankheit, sie nahm fröhlich am Leben teil und war gut drauf. Im Oktober 2022 bekam die Süße aber plötzlich eine heftige Aufgasung, die sich unter tierärztlicher Behandlung zwar zunächst besserte, dann aber leider akut verschlechterte, sodass sich ihre Halterin schweren Herzens entschied, die liebe Minnesota sanft entschlafen zu lassen. Minnesota wurde ca. 5,5 Jahre alt. Liebe Minnie, grüß all die anderen Schweinchen auf den immergrünen Wiesen und run free!

 

Im November mussten wir Abschied nehmen von:

Kenai

Als eines der Schweinchen aus dem sogenannten "Bühler Notfall", einer aus dem Ruder gelaufenen Vermehrung unter schrecklichen Umständen, die durch das zuständige Veterinäramt aufgelöst worden war, kam der süße Kenai im September 2016 zu uns. Wie seine Mitschweinchen war auch Kenai abgemagert und sehr panisch. Er war schätzungsweise etwa 1,5 Jahre alt. Nachdem die Süßen etwas zur Ruhe gekommen waren, wurde die Kastration der Jungs nachgeholt, diese überstand der liebe Bub bravourös. Schon einen Monat später fand der goldige Bub ein tolles neues Zuhause, zusammen mit einem Weibchen zog er zu zwei weiteren Schweinchendamen in ihren neu errichteten, großen und abwechslungsreich eingerichteten Eigenbau. Nach anfänglicher zögernder Überforderung eroberte der Schatz flugs die Spitze der Rangordnung und tat sein Bestes, seine charakterstarken Damen unter seine Fittiche zu bekommen und für Harmonie in der Gruppe zu sorgen. Besonders Weibchen Ivana liebte ihn sehr und flüchtete bei Streit immerzu an seine Seite. Zusehends fasste der zarte Bub auch Zutrauen zu seinen Haltern und legte Stück für Stück seine Scheu ab. Nach einiger Zeit nahm er sogar Leckerlis aus der Hand, nahm ungeschützte, entspannte Schläfchen, brommselte fröhlich und zeigte sich einfach nur glücklich. Im Laufe der Jahre wechselte natürlich die Gruppenzusammensetzung, aber Kenai, der nun auf den schönen Namen Keks hörte, verstand sich stets gut mit all seinen Mädels. Neue Rudelmitglieder wurden von ihm immer fröhlich brommselnd begrüßt und er blühte in seiner Rolle als Haremswächter voll auf.

Im Juni 2019 begannen leider Keks' Zahnprobleme. Seinen Haltern fiel auf, dass der kleine Mann nicht richtig fressen konnte und abgenommen hatte. Die tierärztliche Abklärung ergab, dass die Zähne des lieben Schatzes schief standen und zu lang waren, dies wurde unter Narkose korrigiert. Nach diesem Eingriff musste Keks einige Zeit gepäppelt werden, es dauerte, bis der kleine Mann wieder ins Fressen kam. Doch Keks kämpfte sich ins Leben zurück, entdeckte seinen Appetit wieder und nahm zu. Seine Chefposition in der Gruppe gab der kleine Schatz nun lieber ab. Im Februar 2020 musste der kleine Mann erneut an den Zähnen operiert werden, sein Schneidezahn war verfärbt, schief und entzündet, er mustte gezogen werden. Keks überraschte alle mit seinem enormen Kampfgeist und Lebenswillen, denn nur einen Tag nach der schweren OP begann er, wieder selbständig zu fressen. Noch mehr überraschte er seine Halter, als er wieder Interesse am Chefposten der Truppe zeigte - plötzlich fand er zu seinem alten brommselnden Ich zurück und schlichtete auch Streit unter den Weibchen. Auch die dritte Zahn-OP ließ leider nicht lange auf sich warten, im September 2020 mussten erneut seine Backenzähne unter Narkose korrigiert werden und das Loch, das der gezogene Schneidezahn hinterlassen hatte, ausgespült werden. Dieses Mal dauerte es ziemlich lange, bis Keks wieder normal fressen konnte, doch aufgeben war für den kleinen Schatz sichtbar nie eine Option, er wollte zurück ins Leben und zeigte das auch sehr deutlich an.

Zwei wunderbare Jahre gewann der liebe Bub auf diese Weise noch, in denen er einfach "Keks sein" durfte und das Gruppenleben in vollen Zügen genoss. Als ein zweiter Bub zu der Gruppe stieß, um die Damenschar zu bändigten, verstanden und akzeptierten sich die beiden problemlos. Keks wurde ein zarter alter Herr, der sich von seinen Zahnproblemen niemals beirren ließ. Im Sommer 2022 erhielt er die Diagnose, dass seine Backenzähne immer krummer und schiefer wurden, sie "kippten". Aufgrund seines hohen Alters wurde auf eine erneute OP verzichtet, die Prognose war einfach zu schlecht. Der süße Keks wurde rundum verwöhnt und ließ es sich gutgehen. Er fand Möglichkeiten, mit seinen Zähnen umzugehen und hielt eigenständig sein Gewicht. Er wurde zwar immer grauer und zerzauster, war aber fit und zufrieden. Als er im November schließlich das Fressen einstellte und ihm auch nicht mehr durch Schmerzmittel zu helfen war, entschied sich seine Familie schweren Herzens, den großen Kämpfer Keks sanft entschlafen zu lassen. Trotz seiner schweren Zahnproblematik wurde der goldige Schatz fast 7 stolze Jahre alt. Mach es gut, lieber Keks, du wirst schmerzlich vermisst!

Seine Familie erzählt uns noch ein wenig über ihren wundervollen Bub:

"Wir könnten ein ganzes Buch über dieses kleine Tier schreiben, so viele Abenteuer haben wir ihm erlebt und so viele besondere Eigenarten hatte er. 2016 kam er als völlig verängstigstes Panikschweinchen aus dem sog. „Bühler Notfall“ zu uns. Über Jahre lernte Keks nach und nach, ein entspanntes Meerschweinchen zu sein. Zum Beispiel fiepte er erst nach langer Zeit zum ersten Mal nach Futter, anfangs noch ganz heiser. Immer wenn er sich irgendwo entspannt abgelegt hatte, machten wir uns gegenseitig darauf aufmerksam: „Schau mal, der Keks! Dem gehts voll gut!“ Keks war der größte Kämpfer und überstand zwei Zahn-Operationen. Ich kann nicht sagen, wie oft wir schon dachten, dass Keks es nicht mehr lange machen würde. Aber er hat sich immer wieder ins Leben zurückgekämpft. Auch mit nur drei Schneidezähnen kam er zurecht. Niemand hätte jemals gedacht, dass Keks mal so alt werden würde.

Durch die viele Pflege hat Keks eine besondere Beziehung zu Menschen aufgebaut. So gab es mal eine Zeit, in der wir ihn zum Füttern von den anderen Schweinchen abgetrennt haben – wenn er fertig war, gab er uns immer Bescheid, indem er Töne machte, die wir nur von ihm kannten. Da wussten wir, dass Keks satt ist und wir die Absperrung wegnehmen sollen. Von dem anfänglichen Panikschweinchen war nichts mehr geblieben. Das einzige, das Keks bis zum Schluss nicht gelernt hatte, war, ein Harems-Chef zu sein. Brommseln und Streit schlichten konnte er nicht. Aber das übernimmt ja jetzt zum Glück Balduin für ihn.

Keks bekam sein ganzes Leben lang viel Pflege von uns, jeden Extra-Wunsch haben wir ihm erfüllt, sind für ihn früher aufgestanden und später ins Bett gegangen. Auch deshalb wird es nun eine große Umstellung für uns. Wir nehmen Abschied von einem kleinen Tier mit großem Willen und Mut. Wir werden Keks nie vergessen."

 

Jaina

Etwa 1,5 Jahre alt war die süße Jaina, als sie zusammen mit ihrer Partnerin zu uns kam. Jaina war eine ganz zarte kleine Maus, sie brachte bei ihrer Ankunft keine 700g auf die Waage, war aber munter und fit. Zusammen mit einem Kastraten aus der Vermittlung zogen die beiden Mädels im März 2017 in ihr neues Zuhause, hier wartete ein neu gebautes und liebevoll eingerichtetes Gehege auf das Trio. Rasch lebte sich die Truppe ein, sie tollten im Gehege herum, fassten Vertrauen zu ihrer Halterin und nahmen Leckerlis freudig aus der Hand. Die zarte Jaina ließ sich das Gemüsebuffet auch gut schmecken und nahm auf gesunde 800+ Gramm zu. Jaina verlebte ein glückliches Schweinchenleben mit allem, was "Schwein" sich wünschen kann. Im November erreichte uns die traurige Nachricht, dass Jaina verstorben war. Die süße Jaina wurde stolze 7 Jahre alt. Leb wohl, kleine Maus und danke, dass du bei uns warst!

Silvana

Die Partnerin der eben vorgestellten Jaina trug den Namen Silvana. Auch sie war bei ihrer Aufnahme 1,5 Jahre alt und zog zusammen mit Jaina um. In ihrem neuen Zuhause bekam die Süße den schönen Namen Ella. Ebenfalls von eher zarter Statur hatte die Maus bald die 900g-Marke geknackt, es ging ihr bestens und sie lebte sich gut ein. Ella verlebte ein sorgloses Schweinchenleben, bis sie im November 2022 Jaina voranging und ebenfalls im hohen Alter von 7 Jahren ihre Köfferchen packte. Kommt gut an, ihr beiden Süßen, das Regenbogenland hält bestimmt einige Abenteuer für euch bereit!

Laska

Als propere Schweinchendame im besten Alter von 2,5 Jahren wurde die hübsche Laska im Juli 2021 bei SOS aufgenommen. Da ihr Partner verstorben war, sollte die Haltung in ihrem ehemaligen Zuhause beendet werden. Die hübsche Maus musste nicht lange auf eine tolle Anfrage warten. Zusammen mit einer weiteren Dame zog Laska einen Monat später zu einem alleinstehenden Kastraten in ein schönes Gehege. Die selbstbewusste Dame lebte sich rasch ein und wickelte sowohl den Bub wie auch ihre Halterin geschwind um die Pfötchen. Als ein weiteres Weibchen einzog, gab es einige Meinungsverschiedenheiten in der Gruppe, hierfür wurde aber eine gute Lösung gefunden - ein Weibchen zog aus der Gruppe aus und bekam einen anderen Partner an ihre Seite. Laska mochte aber das neue Weibchen und die Drei bildeten ein harmonisches Trio. Die goldige Laska genoss die Kuschelsachen, besonders die Hängematte hatte es ihr angetan. Sie war ein fröhliches und glückliches Schweinchen, das sich bester Gesundheit erfreute.

Am 28.11.2022 fand ihre Halterin die liebe Laska plötzlich teilnahmslos im Gehege vor, eine umgehende tierärzliche Abklärung zeigte, dass die Süße eine Aufgasung hatte. Diese wurde behandelt und es ging der lieben Maus schon besser, sie durfte wieder nach Hause. Doch leider verschlimmerte sich Laskas Zustand und auf der Fahrt in die Klinik entschlief die kleine Maus ganz plötzlich sanft im Arm ihrer Halterin. Laska wurde fast vier Jahre alt. Komm gut an, kleiner Stern!

Birte

Die liebe Birte kam im September 2019 zusammen mit ihrem Partner in den Verein, sie war etwa zwei Jahre alt und topfit. Schon bald verliebte sich ein Vereinsmitglied in die süße Dame und nur einen Monat später zog sie zu einem verwitweten Kastraten, später folgte ein zweites Weibchen. Mit dem Bub schloss Bibi, wie sie nun liebevoll genannt wurde, schnell Freundschaft, mit seiner gutmütigen Art verzieh er ihr jeden frechen Futterklau. Bibi war immer ein eher schüchternes und skeptisches Schweinchen, was die Interaktion mit uns Zweibeinern anging, sie hasste den notwendigen TÜV und später auch die Medikamentengabe. Für Leckerlis war sie allerdings immer zu haben und stand auch stets laut fordernd an der Bettelfront. Die Süße lebte sich gut ein, genoss ihr vielseitiges Gehege, die Kuschelsachen, die Interaktion mit den anderen Schweinchen, liebevolle Zuwendungen und das leckere Gemüsebuffet. Leider begannen schon bald Bibis andauernde gesundheitliche Probleme. Immer wieder kämpfte die liebe Maus gegen Appetitlosigkeit, sowie massive Blasenentzündungen und eine Blasengriesproblematik. Bibi wurde stets gewissenhaft behandelt und intensiv betreut, die kleine Maus kämpfte mit und zeigte immer enorme Lebensfreude, wenn eine Talsohle durchschritten war, doch leider kehrten dennoch ihre Probleme immer wieder zurück. Die süße Bibi wurde mehrfach tierärztlich untersucht, auch wurde ihr Blut abgenommen, doch nie konnte die eigentliche Ursache für ihren angeschlagenen Gesundheitszustand festgestellt werden, sie blieb ein kleines Sorgenschweinchen. Doch jederzeit nahm sie freudig am Sozialleben teil und zeigte, wie viel Lebensfreude in einem kleinen zarten Schweinchen stecken konnte. Im Herbst 2022 begannen Bibis Blasenprobleme wieder schlimmer zu werden, sie kämpfte sich durch einige Tiefs, die zum Glück aber auch von Hochphasen durchbrochen waren. Im November befand sich die kleine Dame eigentlich bereits wieder auf dem Weg der Besserung, als es ihr plötzlich schlechter ging. Durch Ultraschalldiagnostik wurde festgestellt, dass sich das Gewebe um Birtes Blase tumorös verändert hatte und so entschied sich ihre Halterin schweren Herzens, die liebe Bibi sanft entschlafen zu lassen. Birte durfte nur 4 Jahre alt werden. Run free, kleine Kämpferin und genieß das Gras der immergrünen Wiesen unter deinen Pfötchen!

 "Komm gut rüber....Du wirst uns sehr fehlen, Du kleiner immer vorsichtiger, aber neugieriger und lauter Futtermelder!"

Rock Rose

Im Oktober 2022 kam die etwa 5,5 jährige Rock Rose zu uns, da die Haltung in ihrem ehemaligen Zuhause beendet werden sollte. Die liebe Maus tat sich anfangs in der Vermittlungsgruppe sehr schwer, sie war sehr ruhig und zurückgezogen, zudem fraß sie einfach zu wenig. Da ihre Pflegemama dachte, dass ihre Probleme durch das Unwohlsein in der Gruppe hervorgerufen wurde, setzte sie die Süße in ihre eigene Gruppe aus sehr netten und freundlichen Patenschweinchen um. Doch leider änderte sich Rock Rose's Verhalten nicht, es musste mehr dahinter stecken. Der folgende Tierarzttermin zeigte die Ursache für ihr Verhalten auf, die liebe Maus hatte aufgrund einer Herzinsuffizienz Wasser in der Lunge und kämpfte außerdem mit einer Gastritis. Rock Rose wurde gepäppelt und gepflegt, sie hatte bessere und schlechtere Tage, zeigte aber einen enormen Lebenswillen. Trotzdem verlor die Süße leider diesen Kampf, Ende November ging es ihr plötzlich rasant schlechter, ihr Herz wurde schwächer, sodass sich ihre Pflegemama am 26.11.2022 schweren Herzens entschloss, die liebe Rock Rose sanft entschlafen zu lassen. Rock Rose wurde 5,5 Jahre alt. Mach es gut, liebe Maus, wir hätten dir so gerne mehr helfen wollen!

"Komm gut an, kleine Rosi und lass es dir gut gehen!"

 

Im Dezember mussten wir Abschied nehmen von:

Jordan

Jordan wurde am 20.02.2021 in der Pflegestelle abgegeben, da die Haltung aus persönlichen Gründen aufgegeben werden musste.

Zunächst durfte er als Haremswächter in der Vermittlungsgruppe agieren, was ihm sichtlich Freude bereitet hat.
Unbemerkt infizierte ein Abgabeweibchen die gesamte Gruppe mit Mykoplasmen, worauf alle Vermittlungstiere der Gruppe in kürzester Zeit verstarben – nur Jordan blieb am Leben und kämpfte bis zu seinem Lebensende immer wieder mit Schüben dieser Infektionskrankheit.

Zudem entwickelte er leider eine komplexe Zahnfehlbildung: Massiv verdicke Schneidezähne und immer breiter wachsende Backenzähne, die trotz mehrfachen Zahnkorrekturen nicht in den Griff zu bekommen waren. Er konnte einfach nicht mehr fressen – obwohl er so gerne wollte.
Schweren Herzens wurde durch Anraten der Tierärztin beschlossen, ihn aus der Narkose der letzten Zahnkorrektur nicht mehr aufwachen zu lassen. Jordan wurde 4,5 Jahre alt.

"Kleiner, tapferer Jordan – hab‘ es wohl auf den immergrünen Wiesen des Regenbogenlands!

Deine Pflegeeltern Susi & Markus"

Saaba

Saaba kam am 07.02.2018 in der Pflegestelle zur Welt. Ihre 4 Jahre alte Mutter Senta wurde trächtig wenige Wochen vorher bei SOS abgegeben.

Saaba‘s Start ins Leben verlief mehr als „holprig“:
Sie atmete nicht und war eiskalt, als die Pflegemama sie morgens im Gehege auffand und der eilig herbeigerufene „Assistenz-Pfleger“ glaubte es zwar nicht, aber es steckte noch ein Fünkchen Lebens(-willen) in der nur 53 g wiegenden Maus. Mit leichter Herzdruckmassage und Wärmezufuhr regten sich nach und nach die Lebensgeister und sie fing an, sich zu bewegen.
Da ihre Mutter an Trächtigkeitstoxikose litt und auch wenige Tage später daran verstarb, mussten Saaba und ihre beiden Geschwister mit der Hand aufgezogen werde.
Trotz allem entwickelte sich Saaba – bis auf ein paar „Defizite“ prächtig und durfte, nachdem ihre Geschwister in ein neues Daheim gezogen waren, als das „ewige Baby“ in der Pflegstelle bleiben.

Leider steckte sie sich mit Mykoplasmen an, welche ein Tier unerkannt in das Gehege einschleppte.
Sie litt immer wieder unter Lungeninfekten, auch ihr Herz und Leber wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die mehrmals täglich Medikamentengaben fand sie super – schon von Baby-Alter an war sie es durch die Handaufzucht gewohnt, Spritzen freiwillig zu nehmen – auch, wenn mal etwas nicht sooo…. prickelnd schmeckte.

Einen schweren Schub der Erkrankung Mitte November 2022 steckte sie einfach nicht mehr weg, das Atmen fiel ihr immer schwerer, zu viel Lungengewebe war mittlerweile zerstört. Alle Versuche, ihr das Atmen zu erleichtern, schlugen fehl.

Als sie das Fressen einstellte und auch ihren geliebten Brei nicht mehr wollte, durfte sie in den Armen ihrer Pflegemama beim Tierarzt für immer einschlafen. Saaba wurde fast 5 Jahre alt.

"Leb‘ wohl, unser geliebtes Saaba-Baby!
Die Liebe endet nicht mit dem Tod.

Deine Pflegeeltern Susi & Markus"

Rica

Zusammen mit ihrer Partnerin wurde Rica im August 2016 im Alter von ca. 1,5 Jahre bei uns im Verein aufgenommen. Die beiden Süßen hatten es ihrer Pflegemama sehr angetan und fanden dort auch gemeinsam ein neues Zuhause. Ihre Halterin kannte Rica am besten, lassen wir sie über ihre süße Schweinchendame erzählen:

"Rica wurde zusammen mit ihrer Freundin im Verein abgegeben und kam zunächst zu unserer damaligen Notpflegestelle…..Von dieser ist Rica auch nie wieder ausgezogen. wink
 
Von den Farben her eher unscheinbar, auch noch langhaarig. Vielleicht nicht das äußerliche Beuteschema, was sonst in der Regel gesucht wird. Doch spätestens durch ihre Art hatte sie jeden verzaubert und im Griff. Denn was gibt es für den Halter schöneres, als dass sein Liebling ständig lautstark rufend vorne am Gehege steht und schaut, was es so gibt. Auch wenn Rica nicht die Größte oder Schwerste im Rudel war, ist sie definitiv eine sehr starke Persönlichkeit gewesen, die die Hosen an hatte. Sie war nie auf Streit aus, aber jeder Neuling musste an ihr vorbei und lernen, dass er nicht ganz oben stehen wird.
 
Doch war dies einmal geklärt, wurde harmonisch das Grünfutter gefressen. Ihre physische Schwachstelle waren über die Jahre hinweg die Vorderpfoten. Sie hatte gerade an den Vorderpfoten immer wieder mit Abszessen zu kämpfen. Durch sie wurde das Pfotenverbinden irgendwann zum Kinderspiel, so oft musste man es machen. Nicht immer blieb der Verband dran, scharfe Zähne und der Wille, sich dem zu entledigen, brachten beim Halter viel Kreativität hervor.
 
Im September 2021 wuchs ein Knubbel an ihrem Hals. Leider von der Lage her so schlecht, dass man ihn nicht entfernen konnte. Das Risiko, die Halsschlagader zu treffen, war einfach zu groß. Daher wurde sie homöopathisch eingestellt. Der Knubbel wuchs, aber zum Glück nur langsam und somit konnte sie mit diesem ein Jahr lang leben. Zum Schluss ist die Kleine bereits 8 Jahre alt gewesen, Arthrose machte ihr inzwischen auch etwas zu schaffen und für die Füße war dies auch nicht optimal. Aber unsere Oma hielt sich weiter tapfer und gab nicht auf. Als sie morgens nicht mehr aufstehen konnte, obwohl sie es so gerne wollte, war der Moment gekommen sich zu verabschieden. Wir wären den Weg gerne weiter gegangen, aber nicht auf ihre Kosten. Doch sie durfte ihren damaligen Käfig gegen ein schönes Gehege mit vielen Freunden und viel Liebe tauschen.
 
Machs gut meine Kleine Große. Ich weiß, dass du auch über dem Regenbogen die Hosen weiter anhaben wirst."
 
Rica wurde stolze 8 Jahre alt. Hab es wohl, liebe Maus!

Creamy

Creamy wurde Anfang August 2020 bei SOS abgegeben, da die Haltung aus persönlichen Gründen aufgegeben wurde.
Und mit Creamy zog die Sonne in die Vermittlungsgruppe ein! Sie wickelte jeden mit ihrem herzlichen und lustigen Gemüt um den Finger – so auch ihre neue Pflegemama, zu der sie bereits Ende August nach Absitzen der Beobachtungszeit ziehen durfte.

Ein wilder, kleiner Feger – immer zu Späßen aufgelegt – manchmal zum Leidwesen der anderen Gruppenmitglieder, deren „Power-Nap“ schlagartig beendet wurde, wenn Creamy irgendeinen Unsinn anstellte.

Im Januar 2021 fiel der Pflegemama auf, dass mit ihr etwas nicht stimmte: Sie kam nur zögerlich zum Essen und ihr „Pieps-in-der-Birne“ schien verstummt zu sein.
Beim Tierarztbesuch stellte sich heraus, dass sie tumoröse Veränderungen in und um die Leber hatte, zudem Zysten, die an sehr ungewöhnlicher Stelle lagen.

Sie wurde medikamentös eingestellt und der „lustige Vogel“ flatterte wieder los.

Creamy war allen Mitbewohnern (auch uns Zweibeins) gegenüber immer sehr empathisch und litt sehr, wenn ein Gruppenmitglied verstarb.
So dachte sich die Pflegemama nichts Schlimmes, als sie sich nach Patentier Betti’s Tod etwas zurückzog und sie versuchte, Creamy mit Extra-Leckerchen ein wenig aufzumuntern.
Doch als ein Blutfleck in Creamy’s Kuschelnestchen zu sehen war, wurde sie sofort zum Tierarzt verfrachtet. Sie wurde mehrfach auf den Kopf gestellt, eine Blutentnahme ergab, dass vermutlich ein Tumor der Nebennieren vorlag und ihre Pflegeeltern kämpften wochenlang um ihr Leben.
Die Blutungen hörten auf, sie fraß ein bisschen besser… aber schon wenige Tage später kam erneut der Einbruch mit erneuten Blutungen.
So wurde sie erlöst – befreit von allem Leid durfte sie in den Armen ihrer Pflegemama über die Regenbogenbrücke ziehen. Creamy wurde drei Jahre alt.

"Kleine Sonne – Du bist nicht untergegangen, Du bist nur weitergezogen! Leb‘ wohl!
Deine Pflegeeltern Susi & Markus"

Louisiana

Zusammen mit ihrer Partnerin kam die hübsche Louisiana im Juli 2021 als dreijährige Schweinchendame zu uns. Sehr schnell fand die süße Maus ein schönes neues Zuhause bei einem Kastraten und einer Seniorin. Hier verlebte Louisiana eine glückliche Zeit und fühlte sich sehr wohl, auch die anderen beiden Schweinchen mochte die soziale Maus. Ende 2022 zeigte die Süße Schnupfensymptome. Leider war die Geschichte aber nicht so harmlos, die Schnupfenanzeichen wurden ausgelöst durch einen Tumor am Nasenbein, der sich bereits ins Innere der Atemwege ausgeweitet hatte. Da keine Aussicht auf Besserung bestand, entschied sich ihre Familie schweren Herzens, die liebe Louisiana sanft entschlafen zu lassen. Louisiana wurde 4,5 Jahre alt. Run free, liebe Maus und danke für die gemeinsame Zeit!

Radagast

Radagast kam im Juli 2021 im Alter von etwa 1 Jahr zu uns in den Verein, da die Dreier-Böckchen-Konstellation, in der er lebte, überhaupt nicht mehr funktionierte, als die drei Herren in die Rappelphase kamen. 
Bei uns angekommen zeigte sich der kleine Herr als prima Haremswächter und musste letztlich auch nicht lange warten, bis er seine Anfrage in ein Traum-Zuhause bekam. Er übernahm eine Gruppe von drei verwitweten Damen und brachte ordentlich Schwung mit. Er bekam den neuen Namen Pelle, lebte sich schnell ein und genoss für die nächsten Monate sein Leben in vollen Zügen.
 
Doch dann machten plötzlich seine Zähne Probleme und er musste eine Korrektur unter Narkose bekommen. Die Operation an sich überstand er gut, doch hatte er Folgeschwierigkeiten durch die Narkose, er war schwach, hatte keinen Appetit und Durchfall. Er wurde hingebungsvoll gepflegt und erholte sich bald. Jedoch gab es leider kurz darauf wieder gesundheitliche Probleme, aus einer seiner Zitzen trat Blut aus, Untersuchungen ergaben eine Gewebeveränderung, die ebenfalls operativ entfernt wurde. Durch die Operation konnte man sehen, dass es sich um einen hochbösartigen Mammatumor handelte.
 
Nach einiger Zeit wackelte plötzlich ein unterer Schneidezahn, der wiederum entfernt werden musste, dies ging allerdings Gott sei Dank ohne erneute Narkose, da er schon so stark wackelte. In all der Zeit wurde der liebe Schatz weiterhin bestens versorgt und gepflegt, es wurde genau auf sein Gewicht geachtet, er wurde gepäppelt usw.
 
Wieder einige Zeit später gab es erneut Grund zur Sorge, an Pelle´s Fressverhalten und Atemgeräuschen fiel auf, dass etwas nicht stimmte. Um ganz genau zu bestimmen, welche Zahnsituation zugrunde lag, wurde ein CT gemacht, hier sah man dann auch die sehr unschöne Ursache: ein Zahn war nach oben in die Nasenhöhle durchgebrochen. Der Zahn würde weiterhin grosse Probleme machen, so kam eigentlich nur eine weitere Operation in Betracht. Leider verlief diese nicht mit dem erhofften Ergebnis der Entfernung des Problemverursachers, da dieser zu fest sass. So wurden die übrigen Zähnchen korrigiert und der Zahn selbst gekürzt, um Entlastung zu bringen. Pelle wurde in den ersten Tagen vollgepäppelt, da er von der neuen Zahnsituation etwas irritiert war, nach 2 Tagen lief er wieder munter umher und schaute nach seinen Damen, am Tag 3 nahm er bereits wieder Gemüsestreifen an. In den folgenden Tagen frass er immer mehr selbst, nagte am Basilikum usw., wurde aber selbstverständlich noch weiter zugefüttert. So kam es als grosser Schock, als ihn Pelle´s Halterin ihn eines Nachmittags röchelnd und apathisch im Gehege liegend vorfand. Sie fuhr sofort mit ihm zum Tierarzt, hier wurde er sofort medikamentös versorgt, er blieb bis zum Abend stationär, die Atmung war etwas leichter geworden, am nächsten Morgen fand ein Kontrolltermin statt. Der tapfere Bub kämpfte auch jetzt wieder mit allem, was er hatte, aber letztlich zeigte eine erneute Röntgenaufnahme im Vergleich zu der vom Vortag keine Verbesserung der Lungenverschattung. Auch war eine grosse Wucherung oberhalb der Lunge zu sehen, es war davon auszugehen, dass sie Grund für das Lungenödem war. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelte es sich um eine Metastase des Mammatumors, der 6 Monate zuvor entfernt wurde. Da es Pelle schlechter ging, entschied sich seine Halterin schwersten Herzens zusammen mit der behandelnden Tierärztin, den lieben Bub zu erlösen, um ihm ein qualvolles Ersticken zu ersparen.
Insgesamt war Pelle/Radagast bei all seinen gesundheitlichen Vorfällen ein so enorm tapferer Kämpfer gewesen, er war lebensfroh, gab nie auf, er wollte leben. Pelle durfte nur 2,5 Jahre alt werden. Run free, lieber Pelle, du wirst schmerzlich vermisst!

Bowmore

Um ihn vor dem eventuellen Ausgesetztwerden zu bewahren, nahm eine engagierte Dame im September 2014 den lieben Bowmore, einen hübschen Meerschweinchenmann von etwa drei Monaten, seinem Halter ab und gab ihn bei uns ab. Seine Kastration wurde umgehend nachgeholt, diese überstand der Bub mit Leichtigkeit. Nun lernte der junge Bock endlich Schweinchengesellschaft kennen und blühte enorm auf, er sprang und tobte im Vermittlungsgehege herum und bebrommselte eifrig die Weibchen. Bowmore musste auch nicht lange auf ein schönes neues Zuhause warten - zusammen mit einer Schweinchendame seiner Gruppe zog der Süße im Dezember 2014 zu zwei alleinstehenden Meerschweinchendamen. Hier genoss Bowmore sein Leben in vollen Zügen, wurde umsorgt und verwöhnt. Mit der Zeit alterte der liebe Bub, bis ins hohge Alter blieb er munter und fit, auch wenn er natürlich nicht mehr so bewegungsfreudig wie in seiner Jugend war. Im stolzen Alter von 9 Jahren entschlief der Schatz schließlich friedlich im Kreise seiner Liebsten. Komm gut an, kleiner Schatz und hab es wohl!

Valena

Wie auch der weiter oben vorgestellte Kenai/Keks war auch Valena eines der Schweinchen aus dem "Bühler Notfall". Sie kam im September 2016 in den Verein. Drei Monate war die Süße etwa alt, war aber mit 460 Gramm Gewicht klapperdürr. In ihrem jungen Alter war die Maus bereits Mutter eines hübschen Böckchens geworden, das sie mitbrachte. In der Pflegestelle durfte Valena zur Ruhe kommen und in der Gruppe ihr Schweinchenkind aufziehen. Die frühe Schwangerschaft hatte sichtlich an der Maus gezehrt, nur äußerst langsam nahm sie zu. Eine liebe Halterin von einem Kastraten und drei Weibchen verliebte sich sofort in die kleine Dame und so durfte sie nach der Erziehungszeit und dem Ausschluss einer weiteren Trächtigkeit umziehen in ihr Für-Immer-Zuhause. Hier blühte Valena auf, sie kostete das abwechslungsreiche Gehege voll aus, griff beherzt am Buffet zu und wurde zu einem "normalen" Schweinchen. Mit ihren Mitschweinchen verstand sich die soziale Valena ebenfalls sofort gut. Geliebt und gehegt durfte die Maus schöne Jahre verbringen, sie alterte und mit dem Alter kam leider auch eine schwere Krankheit. Als sich ihr Zustand im Dezember 2022 verschlechterte und sie trotz medizinischer Betreuung gar nicht mehr fressen wollte, enschied sich ihre Halterin schweren Herzens, die liebe Maus sanft entschlafen zu lassen. Valena wurde stolze 6,5 Jahre alt. Leb wohl, liebe Valena und komm gut an, dort, wo do hingegangen bist!

 "Die Erinnerung ist ein Fenster,
durch das wir Dich sehen können,
wann immer wir wollen."

Unbekannter Verfasser

Liebe Engelchen, danke, ihr bei uns wart, ihr alle werdet schmerzlich vermisst!


 

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