Patenschweinchen Radieschen futtert ein Radieschen, ist das jetzt ein Fall von Kanibalismus?embarassed


 

Guten Morgen Ihr Lieben,
 
 
genau, ihr seht richtig. Ich bin beim Tierarzt und habe mir gedacht, ich melde mich direkt von dort bei euch. Denn ist ganz viel passiert seit meiner großen Operation. Ich wollte euch als erstes mal meinen Bauch zeigen. Habe da jetzt eine ganz große Narbe.
 
 
Könnt ihr die sehen? Die ist cool, oder? Mir wurde gesagt, dass eine Narbe bedeutet, dass ich stärker gewesen bin als das, was versucht hat, mich zu verletzen. Und bei der Größe bin ich total stark. Aber mit der Zeit wächst ja Fell drüber 😉
 
Aber wie ihr sehen könnt, ist da nicht nur eine Narbe, sondern es hat sich ein Knubbel gebildet. Und deswegen bin ich in der Zwischenzeit immer wieder bei meiner Tierärztin gewesen. Ich habe auf die Fäden allergisch reagiert. Im Knubbel ist ganz viel Eiter gewesen. Also musste das alles entfernt werden, ausgekratzt, gespült und alle restlichen Fäden kamen raus. Aber zum Glück ist die Reaktion direkt unter der oberen Hautschicht und im Bauchraum ist alles gut. Aber das hat gestunken, sag ich euch. Davon zeig ich euch besser kein Foto, das kann und mag ja auch nicht jeder so sehen.
 
Danach saß ich wieder auf meinen Handtüchern, immer noch mit einem Loch im Bauch, einer Tamponage und wurde täglich gespült. Der erste Tag war ja noch ok. Ich bin gut gelaunt gewesen, habe natürlich gleich erst mal mein Frühstück zu Ende gefuttert. Aber seitdem bin ich nicht so gut drauf. Das juckt alles, tut weh und alles nervt. Meine Pflegemama muss mich immer wieder zufüttern. Ich bekomme natürlich Schmerzmittel und sie spült  das jeden Tag.
 
Auch habe ich keine Lust auf meine WG Kollegen. Die sollen alle weg bleiben. Momentan ist alles blöd. Aber bei der heutigen Untersuchung waren alle total happy (außer mir), dass das so gut aussieht und gut verheilt. Auch kommt kaum Eiter raus.
 
So lange das Loch offen ist, wird weiter gespült, aber unter uns, das mach ich mit links. Ohne zappeln. Bin ja, auch wenn ich total schlecht gelaunt bin, ein sehr liebes Schweinchen. Meine Pflegemama hat gesagt, dass ich noch was ganz tolles von ihr bekommen werde….Aber was, weiß ich noch nicht. Ist eine Überraschung.
 
 
Und dann hat sie mich gebeten, euch noch was zu fragen. Die Operation mit den Nachbehandlungen, Medikamenten und Futterbrei hat jetzt knapp 190,00€ gekostet. Ich weiß nicht, wieviel Gurken man davon kaufen kann, aber meine Pflegemama meinte, sehr viele. So viele könnte ich in einer Woche gar nicht futtern. Auch würde in Zukunft zusätzlich öfter mal geschallt werden müssen. Falls jemand den Verein bei meinen Operationskosten mit unterstützen mag, würden wir uns sehr freuen. Ihr könnt ja gerne Miss Moneypenny mit angeben, dann weiß ich, dass es von euch kommt.
 
Und dann wollte ich euch noch meine Lieblingstierärztin Frau Dr. Lang zeigen. Das sind wir 😊 Sie ist immer so lieb und nett zu mir. Und, das muss ich jetzt noch erwähnen. Ich wurde das letzte Mal von ihr mit den Worten, das Lieblingsschwein der Praxis, aufgerufen. Das ging runter wie Öl.
 
 
Dann bis bald
 
Eure Miss Moneypenny

Yina kam zusammen mit ihrer Partnerin, Patenschweinchen Yentl, im Mai 2019 zu uns in den Verein, da die Haltung schwersten Herzens beendet werden musste. Die beiden Schweinedamen waren zu diesem Zeitpunkt bereits 7 Jahre alt und so verstärkten sie direkt unsere Patentierabteilung.
Yina war soweit putzmunter, musste aber erst einmal gut beobachtet werden, da sie wohl laut dem früheren Tierarzt einen Schlaganfall erlitten hatte. Desweiteren hatte sie eine Zyste, die aber, wie sich zeigen sollte, zeitlebens keine weiteren Probleme machte.
 
Die zuckersüsse Yina fühlte sich auf Anhieb sehr wohl in ihrer neuen Gruppe. Sie kam super mit ihren Gruppenmitgliedern zurecht, auch zum neuen Zweibein fasste sie in Rekordzeit Vertrauen - und die liebe Maus hatte vor allem eines: immer Hunger. Die Seniorin erfreute mit gesundem Appetit, sie freute sich immer dermassen über jegliches Essen, ob es das Gemüse, lecker Salat, frische Kräuter oder die Leckerchen waren, Yina liebte es zu futtern. So wurde sie natürlich fortan auch ordentlich verwöhnt, es ist einfach immer eine wunderbare Sache wenn die Senioren so gerne essen.
 
So verging die Zeit, Yina war für ihr Alter enorm fit, sie genoss ihr Leben. Im November letzten Jahres hatte sie ein wenig Probleme mit ihrem linken Vorfüsschen, der Ballen war verhornt und geschwollen. Desweiteren hatte sie eine Aufgasung, beides war mit den entsprechenden Medikamenten bald wieder im Griff, für den Fuss erhielt sie ausserdem noch medizinische Fussbäder und der Ballen wurde fortan weiterhin gut gepflegt. Wieder vergingen die Monate ohne besondere Vorkommnisse, Yina erstaunte immer jeden, wie fit sie für ihr Alter war.
 
Im Juni 2020 war Yina dann beim Tierarzt vorstellig, da sie etwas Blut im Urin hatte und sich weniger bewegte wie sonst. Es wurde festgestellt, dass sie einen kleinen Blasenstein hatte. Dieser wurde medikamentös behandelt und bereits nach wenigen Tagen ging es der lieben Maus wieder besser, es war kein Blut mehr im Urin und Yina bewegte sich wieder wie gewohnt. Im Röntgenbild sah man dann nebenbei auch, dass die Zyste unverändert war.
 
In den letzten Wochen vor dem 07.11. hatte Yina dann nach und nach abgebaut, das Alter machte sich nun doch bemerkbar. Sie verlor altersbedingt an Gewicht, obwohl sie weiterhin ihren gesegneten Appetit hatte, und die Hinterbeine konnte sie immer weniger bewegen. Selbstverständlich bekam sie für die Arthrose entsprechende Medikamente, so dass Yina keine Schmerzen leiden musste.  Beim Tierarzt wurde Yina dann nochmals geröngt um sicherzugehen, dass nicht noch anderweitige Erkrankungen mitspielten. Hierbei sah man, dass sich in der Blase erneut Steinchen gebildet hatten.
 
In der Woche vor ihrer Erlösung war Yina vollständig immobil mit ihren Hinterbeinchen geworden. Dennoch war sie sehr fröhlich, aufgeweckt und schaute immer erwartungsvoll nach ihrer Pflegemama. Natürlich wurde sie nun intensiv gepflegt, auch die Tierärztin war sprachlos wie aufgeweckt die Seniorin noch immer war.
Am 07.11. dann ging es Yina von einem auf den anderen Tag sehr schlecht, sie verweigerte fast vollständig das Fressen, im Urin war viel Blut, auch die Schmerzmittel schienen mit der Maximaldosis nicht mehr wirklich zu helfen. So gab es nur noch einen Weg, um Yina Leid zu ersparen, zusammen mit der behandelnden Tierärztin, die ebenfalls Tränen in den Augen hatte, entschied Yina´s Pflegemama schwersten Herzens die Maus sanft gehen zu lassen.
 
Wir sind von ganzem Herzen traurig über diesen Verlust, Yina war eine so ausgesprochen bezaubernde, liebe Schweinedame, sie hinterlässt eine sehr grosse Lücke. Patenbub Luis hatte sich in der letzten Zeit rührend um die herzige Seniorin gekümmert, war immer in ihrer Nähe, hat ihr fürsorglich die Augen gesäubert, sich zu ihr gelegt. Er ist gerade ebenfalls sehr bekümmert. Die hübsche Maus fehlt uns sehr, aber wir sind auch sehr dankbar, dass wir sie eineinhalb Jahre ihres Lebens begleiten durften.
Yina wurde 8+ Jahre alt. Komm gut an, liebe Maus!
 
"Wenn Du an mich denkst,
erinnere Dich an die Stunde,
 in welcher du mich am liebsten hattest."
Rainer Maria Rilke
 
Leb wohl, süße Yina! Danke, dass du bei uns warst!

So ein kleines Schläfchen zwischendurch tut einfach nur guuuut, dachte sich auch Glücksschweinchen Silver Lining und hat gleich mal die Hängematte als Decke zweckentfremdet.laughing


 

Egal, ob zartrosa

oder schokobraun,

ob elegant gestreckt

oder nicht ganz so elegant,

Schweinchen-Füßchen sind einfach zuckersüß!laughing


 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.