Pearlie kam im August 2019 das erste Mal mit ihrer ganzen Gruppe zu uns in den Verein, da die Haltung aus persönlichen Gründen beendet werden sollte.
Die hübsche Schweinedame musste nicht lange warten und durfte ein paar Wochen später mit neuen Freunden aus der Pflegestelle ins neue, extra für die Schweinegruppe gebaute Zuhause ziehen.
Doch die Freude währte nicht sehr lange, im Juli 2020 kam die ganze Gruppe wieder in den Verein zurück, da ein Familienmitglied eine Allergie entwickelte, die eine weitere Haltung unmöglich machte.
 
So lebte Pearlie also die nächsten Wochen wieder in der Pflegestelle, Anfang Oktober kränkelte sie, einer ihrer oberen Schneidezähne war abgebrochen, sie fühlte sich insgesamt nicht wohl und war dann natürlich auch entsprechend beim Tierarzt vorstellig. Hier wurde ein rechtsseitiger Nierenstein diagnostiziert, ebenso erfolgte eine Blutabnahme. Bei den Ergebnissen sah man eine massive Niereninsuffizienz sowie wenig rote Blutkörperchen. Die süsse Pearlie war inzwischen schon ins Nachbargehege, in die Patengruppe umgezogen, denn es war klar, dass sie fortan als Patenschweinchen bei uns im Verein bleiben würde.
 
So wurde sie also medikamentös eingestellt, Ende November verschlimmerte sich ihr Zustand, sie baute ab, frass nicht mehr richtig und wurde daher mehrfach am Tag zugefüttert. Ein erneuter Tierarztbesuch zeigte, dass sich nun beidseitig Nierensteine gebildet hatten, sowie ein Harnleiterstein und mehrere kleine Blasensteine. Um den genauen Stand der Nieren zu bestimmen, wurde nochmals etwas Blut abgenommen. Die tapfere Pearlie erhielt alle nötigen Medikamente, doch das Blutbild zeigte leider kein gutes Ergebnis: die Werte waren derart schlecht, Pearlie stand kurz vor dem akuten Nierenversagen.
So fuhr Pearlie´s Pflegemama also schwersten Herzens mit ihr zum Tierarzt, um sie vor weiterem Leid bewahren zu lassen, allerdings machte Pearlie klar, dass sie nicht kampflos aufgab. So beschlossen Pflegemama und Tierärztin, ihr eine zweite Chance zu geben und stellten Pearlie nochmals erneut auf Medikamente ein.
Zunächst schien auch alles besser zu werden, Pearlie knabberte wieder selbstständig und auch ihren Päppelbrei nahm sie wieder gerne und gut zu sich. Pearlie hatte wirklich ein enorm grosses Kämpferherz.
Allerdings währte die Besserung leider nicht lange, Pearlie´s Körper war einfach zu krank, sie bekam wieder Probleme mit den Zähnen, hatte Entzündungen im Rachen und zu allem Elend bildete sich auch noch ein Tumor im Bäuchlein. Es gab keine Chance auf Heilung mehr, es ging Pearlie wieder schlechter, sie mochte nicht fressen, es wäre ab hier nur noch bergab gegangen, so entschied sich ihre Pflegemama allerschwersten Herzens zusammen mit der Tierärztin, die Maus in Frieden entschlafen zu lassen.
Wenn ein Schweinchen so am Leben hängt, ist es immer ganz besonders schwer, diese Entscheidung zu treffen, aber die Tage wären nur noch schmerzvoll und schlecht für Pearlie geworden, so war es eine enorm schwere und schmerzhafte Entscheidung, aber die richtige.
 
Wir sind von ganzem Herzen traurig über diesen Verlust, Pearlie war so eine liebe und bezaubernde Schweinedame, sie hatte ein riesengroßes Kämpferherz und gab sich niemals auf, sie hinterlässt eine sehr grosse Lücke.
 
Pearlie durfte nur 3 Jahre alt werden. Komm gut an, liebe Maus!
 
 
"Was die Raupe Ende der Welt nennt,
nennt der Rest der Welt Schmetterling."
Laotse
Leb wohl, liebe Pearlie und genieße die immergrünen Wiesen!

Was????

Achja, völlig vergessen, ich soll ja Grüße ausrichten! Dann mal los:

Im Namen von SOS-Meerschweinchen wünsche ich euch allen einen  schönen Valentinstag!!! Danke, dass ihr auch uns Fellnasen so arg lieb habt!


 

Heute möchten wir von ganzem Herzen Abschied von unseren Engelchen im Oktober, November und Dezember 2020 nehmen:

 

 
 
 

Cornelius

Cornelius kam im Dezember 2019 im Alter von drei Jahren in den Verein, da sein Partner verstorben war und er selbst aufgrund von Zahnproblemen Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme hatte. Kurz nach der Aufnahme in der Pflegestelle bekam Cornelius eine Zahnkorrektur, sein Zustand verschlechterte sich plötzlich, der Verdacht auf Leber-/Nierenversagen stand im Raum. Durch rasch eingeleitete tierärztliche Maßnahmen und intensive Pflege stabilisierte sich Cornelius Gesamtzustand aber wieder, der kleine Bub zeigte, welche Kämpfernatur in ihm steckte. Schon bald konnte Cornelius wieder selbstständig fressen, er benötigte keine Schmerzmittel mehr. Auch seine schief stehenden Schneidezähne nutzten sich bald normal ab, die Verfärbungen an den Zähnen wurden heller. Nach einer erfolreichen Kastration im Januar stand dem kleinen Bub also der Vermittlung als Handicap-Tier nichts mehr im Wege. Schon bald interessierten sich erfahrene Halter für Cornelius und da er sich schon in der Pflegestelle in der Böckchengruppe sehr wohl gefühlt hatte, durfte der kleine Mann zusammen mit einem weiteren Böckchen in ein schönes, großzügiges neues Zuhause zu zwei weiteren Jungs ziehen.

Hier fühlte sich der Bub sehr wohl, doch leider kamen die Zahnprobleme zurück, Cornelius' Backenzähne machten ihm zu schaffen. Cornelius wurde intensiv und liebevoll gepflegt. Das CT zeigte leider einen insgesamt katastrophalen Zahnstatus, sodass sich seine Halter entschlossen, Cornelius am 01.10.2020 in Frieden gehen zu lassen, um ihm weiteres Leid zu ersparen.

Cornelius durfte nur vier Jahre alt werden.

Cornelius

India

Die süße India kam im Febraur 2016 im Alter von einem Jahr aus dem Tierheim Hattersheim zu SOS. Da sie leider kein normales Meerschweinchen-Sozialverhalten kannte, wurde sie in der Pflegestelle in eine sehr soziale Gruppe mit einem Kastraten und vier weiteren Weibchen integriert, die sie sehr herzlich aufnahm. Schon bald kam India in der Gruppe gut zurecht und wickelte sowohl ihre Mitschweinchen wie auch ihre Gurkenschnippler derartig um ihre Pfötchen, dass schnell klar war, dass sie dort ein Für-Immer-Zuhause gefunden hatte.

Die kleine Rosettendame lebte ein glückliches, zufriedenes Schweinchenleben, bis es ihr am 15.10.2020 plötzlich schlecht zu gehen begann, die süße Maus kam nicht zum Fressen und atmete am nächsten Morgen schwer. Natürlich fuhr ihre Pflegemama sofort mit India zum Tierarzt, doch dort ging es ihr sehr schlecht, sie hatte Untertemperatur, Blut lief aus Mäulchen und Nase und so beschloss ihre Halterin, India sanft entschlafen zu lassen.

India wurde etwa 5,5 Jahre alt.

India

Watt

Der kleine Watt kam im Alter von etwa zwei Wochen im November 2012 zusammen mit seiner Mutter und seinen vier Geschwistern zu SOS, die Kleinen waren alle an Halloween geboren. Schnell bekam der kleine Bub Anfragen und so durfte er, nach erfolgreicher Kastration, im Januar 2013 zusammen mit einem seiner Brüder in eine Böckchengruppe zu zwei weiteren Buben ziehen. Zunächst klappte es sehr gut mit der Truppe, doch mit der Zeit nahmen die Steitereien zu, sodass sich seine Halterin schweren Herzens dazu entschloss, Watt wieder in den Verein zurückzugeben. Bald schon bekam der hübsche Bub eine passende Anfrage und so durfte er zusammen mit einem Weibchen, mit dem er bereits in der Pflegestelle harmoniert hatte, in einen schönen Eigenbau zu zwei weiteren Weibchen ziehen. Die Vergesellschaftung verlief völlig problemlos, Watt, der im neuen Zuhause den Namen Willi bekam, fühlte sich sehr wohl, bezirzte seine Damen und führte ein sorgenloses Schweincheleben, es ging ihm jederzeit sehr gut.

Am 18.10.2020 stellte der süße Bub dann plötzlich das Fressen ein. Beim Tierarzt stellte sich am nächsten Tag mittels Ultraschalluntersuchung heraus, dass Willi eine große Umfangsvermehrung im Bereich der Niere und des Darms hatte, der kleine Mann zeigte außerdem klare Schmerzanzeichen. Seine Familie entschied schweren Herzens, ihn sanft entschlafen zu lassen. Watt/Willi wurde fast 8 Jahre alt. Run free, süßer Willi, du wirst schmerzlich vermisst!

 

Willi/Watt

 

Halina

Halina kam im April 2017 im Alter von etwa 1,5 Jahren zusammen mit ihrem Partner zu SOS, da die Haltung in ihrem vorigen Zuhause aus persönlichen Gründen leider beendet werden musste. Die kleine Schönheit erhielt viele Anfragen und musste nur zwei Monate warten, bis sie ihr neues Zuhause gefunden hatte. Halina zog im Juni 2017 in einen großzügigen Eigenbau zu einem Kastraten und zwei weiteren Weibchen. Halina fühlte sich sofort wohl und genoss ihr Leben in vollen Zügen.

Im Laufe der Zeit entwickelte die Süße Zahnprobleme, die jedoch durch regelmäßiges Kürzen und guter Pflege in den Griff zu bekommen waren, nach monatelangen Problemen konnte sie sogar wieder vollständig selbständig fressen und hielt ein gutes Gewicht. Ende Oktober erreichte uns leider die traurige Nachricht, dass Halina am 17.10.2020 erlöst worden war. Der tapferen Schweinedame war es plötzlich sehr schlecht gegangen, die behandelnde Tierärztin konnte nur wenig Hoffnung machen und vermutete einen Darmverschluss, sodass ihre Halterin Halina den letzten Liebesdienst erwies und sie friedlich einschlafen ließ.

Halina wurde etwa 5 Jahre alt.

Halina

Josie

Josie kam im September 2016 zusammen mit einigen weiteren Tieren aus dem Animal Hoarding Notfall Bühl in Alter von etwa 3 Monaten zu SOS-Meerschweinchen. Die kleine Schweinchendame war mangelernährt und klapperdürr, sie erholte sich jedoch rasch. Im Oktober brach sich Josie, vermutlich aufgrund schlechter Zahnsubstanz durch die Mangelernährung alle Vorderzähne ab, diese wuchsen jedoch gesund wieder nach und die Süße hatte keine Probleme mehr damit, sodass einer Vermittlung nichts mehr im Weg stand. Schon bald fand sich ein schöner Platz in einem großzügigen Eigenbau bei einem Kastraten und 4 weiteren Weibchen, wo sie sich jederzeit sehr wohl fühlte. Im Februar 2019 kam Josie zusammen mit einem weiteren Weibchen in den Verein zurück, da die Haltung in ihrem vorigen Zuhause aus persönlichen Gründen beendet wurde. Die schwarze Schönheit fand bald wieder einen schönen neuen Platz und so durfte sie im Mai 2019 zu einem verwitweten Kastraten ziehen. Da ihre Halterin sie natürlich am besten kannte, möchte sie selbst Josies Geschichte ab ihrem Einzug erzählen und sich persönlich mit liebenden Worten von ihr verabschieden.

Der 29.10.2020 war ein schwarzer Tag…wir mussten Abschied von unserer lieben Josie nehmen.

Wieder mal einer der schwersten Entscheidungen, die ein Meerschweinchen-Halter in seinem Leben treffen muss. Josie musste sehr sehr schweren Herzens nach langem Kampf um die Maus leider erlöst werden.

Hier möchte ich Josie zu Ehren nochmal ihre Geschichte erzählen.

Es war der 01. Mai 2019, da durfte ich die süße Maus aus der Pflegestelle abholen. Zuvor war ihre Vorgängerin Insa verstorben und Husch sollte natürlich nicht alleine bleiben. Nach Anfrage bei SOS wurde mir dann Josie ans Herz gelegt. Sie wurde aus einem Animal-Hording-Fall herausgeholt und verbrachte ihr Leben zuvor in einem dunklen Raum mit vielen anderen Schweinchen zusammen.

Es war wieder eine dieser Fügungen, die wahrscheinlich genau so sein sollen….zuvor saß bereits mal der kleine Jury bei mir, der ebenfalls genau aus diesem Animal-Hording-Fall kam (vielleicht haben sich die beiden sogar „gekannt“).

Als ich Josie-Maus abholte, war sie sehr ängstlich und scheu. Ihre Pflegestelle teilte mir mit, dass schon mal jemand Josie angefragt hatte. Als die Familie sie abholen wollte, verliebten sie sich in ein anderes Schweinchen und ließen Josie dort. Das hat mir direkt das Herz gebrochen, denn die Maus war wirklich zuckersüß!!!! So durfte sie dann bei uns und Husch einziehen.

Sie hat sich auf Anhieb mit ihrem neuen Partner verstanden und die beiden waren unzertrennlich. Sie haben auch oft zusammen auf den Kuschelsachen gelegen (ohne sich zu berühren).

Josie war etwas ganz Besonderes. Die ersten Wochen war sie sehr scheu, hat aber von Zeit zu Zeit immer mehr Vertrauen zu uns Zweibeinern gefasst bis hin, dass Sie dann wahnsinnig zutraulich war.

Mit der Zeit nahm ihre bestehende osseäre Choristie immer mehr zu, bis sie dann wahrscheinlich nur noch ganz wenig sehen konnte. Dies hinderte Josie allerdings nicht daran am Leben teilzunehmen. Sie war auch das einzige Schweinchen das ab und an mal „gezwitschert“ hat. Nach einer Kommunikation mit ihr, nehmen wir an, dass sie eine Art Flashback aus ihrer Vergangenheit hatte, die sie ab und an verfolgten.

Mitte Oktober bekam Josie plötzlich schlimmen Durchfall und fraß von da an nur noch sehr selektiv. Nach einigen Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Maus eine eitrige Entzündung im Gebärmutter-Hals hatte (leider waren vorher keine Anzeichen wie Blut oder eitriger Ausfluss zu erkennen). Trotz liebevoller Pflege, aller nötigen Medikamente und viel Zeit die wir mit ihr verbrachten, ging es Josie am 28.10.2020 so schlecht, dass wir sie einen Tag später erlösen lassen mussten. Sie durfte sanft in meinen Armen einschlafen.
Diese Augen, die einem sagen, dass es Zeit ist zu gehen….wir sind immer noch unfassbar traurig und vermissen sie so sehr. Husch war in diesen 2 schweren Wochen immer an ihrer Seite und hat gut auf sie aufgepasst.

Josie hinterlässt aber hier ganz viel Liebe und eine tolle Zeit, in der wir sie begleiten durften und an die wir immer mit ganz viel Wärme im Herzen zurück denken werden.

Josie wurde 4 Jahre alt.

Josie

 
Brenda
 
Brenda kam im Juli 2015 zusammen mit ihren Geschwistern, ihrer Mama, einer weiteren Schweinemutter und ihren Babies als kleine Flitzemaus zu uns in den Verein. Die Tiere waren von einer lieben Dame von Bekannten bereits trächtig übernommen worden, als die Kleinen dann alle Pilzbefall und Milben bekamen war sie, auch durch andere private Dinge, überfordert und so kamen die Kleinen allesamt zu uns in den Verein. Hier wurden sie in der Pflegestelle ersteinmal aufgepäppelt und gesundgepflegt, die Jungs frühkastiert. Als Brenda ihr Vermittlungsgewicht erreicht hatte, dauerte es natürlich nicht lange bis die hübsche kleine Maus eine Anfrage erhielt. Sie durfte zu weiteren SOS-Schweinchen in die Gruppe ziehen, wo sie ab da ein tolles Kleeblatt bildeten. Klein-Brenda entwickelte sich prächtig, sie kam wunderbar mit ihren Mitschweinchen zurecht, stibitzte ihnen rotzfrech öfter mal den Löwenzahn aus dem Mäulchen, auch fasste sie Vertrauen zu ihren neuen Gurkenschnipplern. So wuchs und gedieh die Kleine zu einer wunderschönen Schweinedame heran, wir hielten Kontakt und durften die Maus und ihre Truppe auch mehrmals besuchen.
Der lieben Maus ging es gut und sie genoss ihr Schweinchenleben. Brenda hatte 2018 mit Zysten zu tun, die aber umgehend behandelt wurden, so ging es ihr auch bald wieder besser.
Im Dezember 2019 kam Brenda mit Durchfall in die Urlaubsbetreuung, der an diesem Tag erst aufgetreten war, vorher war sie noch beim Tierarzt vorstellig gewesen und hatte sowohl eine Infusion wie auch Medikamente bekommen, die sie mitbrachte. Brenda´s Zähnchen sahen gut aus, auch hatte sie keine Temperatur und war auch nicht aufgegast, die Urlaubsbetreuungsstelle kümmerte sich gut um Brenda, vesorgte sie und fütterte vorsichtig zu, auch noch in der Nacht vor dem Insbettgehen, doch was immer nun auch die Ursache gewesen sein mag, in den frühen Morgenstunden entschlief Brenda still und leise.
 
Brenda wurde nur 4,5 Jahre alt.

 

Brenda

 

 

 

Hugh Jackman
 
Der zuckersüsse Hugh Jackman kam im Februar 2018 zu uns in den Verein. Es handelte sich über eine Notfallabgabe einer aufmerksamen Frau, die Hugh und seinen Partner aus sehr schlimmen sozialen Verhältnissen befreien konnte bzw. eine Abholung durch uns dort möglich machte. Hugh´s Partner ging es wie wir vorab wussten wohl nicht gut, er hätte Krampfanfälle wurde uns gesagt. Bei der Abholung lag der arme Schatz bereits krampfend in Seitenlage und auf dem direkten Weg zum Tierarzt verstarb er bereits noch in der Box. Es wurde vermutet, dass er aufgrund von Milben so stark krampfte, dazu lag nahe, dass er verhungert und/oder verdurstet ist.
Hugh selbst hatte ebenfalls Milben, aber der kleine Mann war trotz aller Widrigkeiten recht munter und schaute fit in die Welt. Selbstverständlich wurde er behandelt und erst einmal ein bischen aufgepäppelt, dann erhielt er seinen Kastrationstermin, denn er war unkastiert bei uns angekommen.
Seine Kastration überstand er wunderbar und problemlos, er erholte sich zusehends und blühte auf. Nach Absitzen seiner Kastrationsfrist durfte er dann in die grosse Vermittlungsgruppe wechseln - und befand sich im 7. Himmel. er hatte gleich mehrere Weibchen, die er umgarnen konnte. Dies tat er dann in den nächsten Tagen auch ausgiebig, nachdem er sich dann ausgetobt hatte genoss er einfach nur sein Leben und war ein sehr glücklicher Schweinemann.
Doch natürlich fehlte ihm dann auch sein Für-Immer-Zuhause noch für das ganz perfekte Glück. Die richtige Anfrage liess dann auch nicht lange auf sich warten, kein Wunder, Hugh hatte doch einen enormen Charme. In seinem neuen Zuhause warteten 4 verwitwete Damen auf ihn sowie ein wundervolles, grosses schweinchenparadiesisches Gehege. So stand also nichts mehr im Wege und Hugh zog ein.
Er genoss dort sein Leben in vollen Zügen, wir haben ihn auch zwischendurch besucht, der stramme Bub hat sich ein ordentliches Gewicht angefuttert, ohne dick zu sein, es ging ihm einfach nur so gut und er freute sich des Lebens.
Als im Laufe der Zeit zwei seiner Damen verstarben, durfte der Schatz, im neuen Zuhause hiess er übrigens abgekürzt Jack, wieder zwei neue Schweine-Ladies in seinem Rudel begrüssen, worüber er sich sehr freute.
Im Frühjahr 2020 fiel bei ihm eine Zahnfehl- und -schiefstellung auf, im CT erkannte man das ganze Ausmass, das Gebiss war völlig marode. Jack war jedoch so ein Kämpfer, dass seine Halterin ihm im Laufe der folgenden Monate insgesamt 3x unter Narkose die Zähne richten liess, um ihm alles zu ermöglichen was machbar war. Als er jedoch nach dem dritten Mal weiter abbaute anstatt Besserung zu erreichen, er mochte selbst den sonst so geliebten Päppelbrei kaum noch nehmen, traf seine Halterin die schwere Entscheidung, Jack nicht leiden sondern sanft erlösen zu lassen.
 
Jack/Hugh Jackman durfte nur 3 Jahre alt werden.
 
Folgene Zeilen hat ihm seine Halterin gewidmet:
 
Geliebter Jack. Du warst so ein Goldschatz, zutraulich,immer hungrig und lieb zu deinen Mädels. Es brach mir das Herz , dich leiden zu sehen und dir nicht helfen zu können. Wir vermissen dich sehr. Jetzt kannst du auf der immergrünen Wiese soviel fressen, wie du willst und ,wer weiss, vielleicht findest du deine grosse Liebe Georgina wieder..
Run free , kleiner Schatz. Du wurdest sehr geliebt.

 

 

 

Jack/Hugh Jackman

 

 

Marie Lou
 
Mary Lou kam im März 2018 mit ihrer ganzen Gruppe zu uns in den Verein, da die Haltung beendet werden musste.
Die hübsche Mary musste nicht lange warten und bekam mehrere Anfragen. Sie durfte dann zusammen mit ihrer Freundin Madlen, eines der Schweinchen, die mit ihr in den Verein kamen ins neue Zuhause ziehen. Mit den beiden bildete die Gruppe ein schönes Kleeblatt. Mary war ein ausgesprochen liebes Schweinemädchen, sie kam mit allen gut aus, war sehr lebensfroh und ging auch gerne mit ihren Gurkenschnipplern in Kontakt, konnte man da doch immer etwas Leckeres abstauben. Im Juni 2019 viel bei der Maus eine Umfangsvermehrung auf, die vermutlich ein Mammatumor gewesen war. Allerdings bereitete er Mary keine Probleme, sie war munter und fidel wie sonst auch.
Mitte Oktober machten die Zähnchen Probleme und Mary musste leider innerhalb der 2 Wochen gleich zwei Zahnbehandlungen in Narkose über sich ergehen lassen. Während der ganzen Zeit wurde sie versorgt und voll gepäppelt. Nach der zweiten Korrektur schien es erst als würde eine Besserung eintreten, doch dann ging es ihr unvermittelt ganz schlecht, sie bekam Atemgeräusche und schlimme Verdauungsprobleme, so dass sie dann über Nacht ganz unvermittelt ihre Köfferchen gepackt hatte. Im Röntgenbild, das vor den Zahnbehandlungen angefertigt wurde, war im Kiefer eine Veränderung zu sehen, die die behandelnde Tierärztin nicht für einen Abszess hielt, es wäre möglich, dass es sich hier auch um ein tumoröses Geschehen handelte.
 
Mary-Lou durfte ebenfalls nur knapp 4,5 Jahre alt werden.


 

 

Marie Lou

 

 
Dietrich
 
Dietrich kam im August zusammen mit seinem Kumpel Ewald in den Verein. Eine tierliebe Dame hatte sich an uns gewandt, sie hatte die beiden Buben aus einer sehr schlechten Haltung gerettet, konnte die beiden aber aus diversen Gründen nicht dauerhaft behalten. Sie liess die beiden bis dato unkastrierten Böckchen noch kastrieren und brachte sie dann in eine unserer Pflegestellen. Bei Dietrich entwickelte sich ein Kastrationsabzess, der mit entsprechender Versorgung und Antibiotika glücklicherweise bald verheilt war.
Doch ein paar Wochen später begann er an Gewicht zu verlieren und ab da erkrankte Dietrich schwer. Er hatte Bläschen im ganzen Mund, sogar die erfahrene Zahnspezialistin hatte so etwas beim Schweinchen noch nicht gesehen, seine Analregion war stark gerötet und er speichelte. Er hatte natürlich auch Schmerzen. Dietrich bekam Antibiotika, Schmerzmittel, wurde rundum mit allem versorgt was er benötigte.
Es ging ihm dann auch wieder besser, er hatte trotz Päppeln natürlich durch seine Erkrankung abgenommen, aber nachdem es ihm wieder gut ging, hatte der Schatz einen enormen Appetit und langte ordentlich zu.
So vergingen die nächsten Wochen, Dietrich erholte sich zusehends, so war es doch ein Schock als es ihm plötzlich im November wieder nicht so gut ging, er fraß zwar wie gewohnt, plusterte sich zwischendurch aber immer mal auf und irgendwie gefiel das Ganze seiner Pflegemama nicht, es war nicht "rund". So brachte sie Dietrich am 07.11. erneut zum Tierarzt, hier zeigte sich im Röntgen eine Herzinsuffizienz und Wassereinlagerungen, während der Untersuchung war Dietrich munter, danach hat er gefressen, Zuhause angekommen, lag er zu unser aller Schock bereits in Seitenlage in der Transportbox und alles ging ganz schnell, in den nächsten Minuten ging Dietrich über die Regenbogenbrücke.
 
Dietrich durfte nur 1,5 Jahre alt werden.
 
Folgende Worte hat ihm seine Pflegemama geschrieben:
 
Mein kleiner, tapferer Dietrich,

ich verstehe nicht, warum dir kein schönes Leben vergönnt war. Es macht mich unsagbar traurig, dass du immer gesundheitliche Baustellen hattest. Nie durftest du in Ruhe und ohne Sorgen leben.
Deine Tapferkeit - wie du all das immer wieder durchgestanden hast und dich aufgerappelt hast, wieder an Gewicht zugelegt hast und wieder Hoffnung aufkam - sucht ihresgleichen.
Du wurdest aber immer wieder mit Rückschlägen und neuen gesundheitlichen Problemen konfrontiert.
Dass das irgendwann zu viel für deinen kleinen Körper werden kann, war mir bewusst. Trotzdem kam es so plötzlich und so unerwartet.
Es tut mir unsagbar leid, dass ich dir nicht besser helfen konnte. Dass du nie ein glückliches und unbeschwertes Leben mit Damen an deiner Seite erfahren durftest.

Wir hoffen von Herzen, dass es dir da, wo du jetzt bist, endlich gut geht. Und dass du endlich das unbeschwerte Schweinchenleben führen kannst, das du verdienst.

Wir werden dich nie vergessen, du kleiner Wirbelwind.

In Liebe,
deine Pflegeltern ♡

 
 
 
Dietrich
 
 
Minky
 
Minky kam im Mai 2016 zu uns in den Verein, da ihr Partnertier verstorben war und die Haltung beendet werden sollte. Die süsse Maus musste nicht lange warten und bekam gleich eine Anfrage einer uns bereits bekannten Familie. Hier lebten schon SOS-Schweinchen, die sich auf Zuwachs freuen durften, nach Ablauf der Beobachtungszeit durfte Minky mit Kaela ins neue Zuhause ziehen, die Gruppe wuchs nun also auf 6 Schweinchen an.
Der Einstieg fiel Minky sehr leicht, sie fühlte sich wohl in ihrer neuen Gruppe.
Die Zeit verging, wir durften Minky und ihre Freunde besuchen, und waren immer wieder in Kontakt. Minky verlebte die nächsten Jahre ohne besonderen gesundheitlichen Vorkommnisse, es ging ihr gut. In ihrer Gruppe erlebte sie im natürlichen Verlauf den ein oder anderen Wechsel, aber immer fühlte sie sich wohl. Sie genoss ihr Leben bei gutem Essen und guter Versorgung. Im November diesen Jahres dann erreichte uns die Nachricht, dass Minky aufgrund einer schnell wachsenden Umfangsvermehrung am Bein operiert wurde. Traurigsterweise überlebte Minky diese Operation nicht, sie war fast beendet, als Minky´s Herzchen plötzlich stillstand, sämtliche Reanimierungsversuche blieben erfolglos.
 
Minky wurde 6 Jahre alt.

 

Minky

 

 

 

Lady Gaga
 
Die liebe Lady kam im April 2019 zusammen mit ihrer Freundin Laarni zu uns in den Verein, da die Haltung nach dem Tod des Kastraten beendet werden sollte.
Nach Absitzen der Beobachtungszeit durften beide Schweinemädels zusammen zu uns bekannten Haltern ziehen, zu zwei weiteren SOS´lern, die bereits schon dort lebten. Als die Seniorin der Gruppe verstarb beendeten die Halter aus privaten Gründen ihre Schweineaera, und die kleine Gruppe kam wieder in den Verein zurück.
Zum grossen Glück durfte dann bald darauf genau diese Gruppe gemeinsam auch wieder ausziehen, ins neue Heim, zu einer unseren Patentierpflegestellen. Lady Gaga erhielt ihren neuen Namen, Trudi, und wie es dann weiterging erzählt die liebe Bettina in ihren eigenen Worten:
 
Als wir unsere Trudi (SOS Lady Gaga ) das erste Mal gesehen haben, war es um uns geschehen. Liebe auf den ersten Blick. Sie wurde mit ihren beiden Freunden abgegeben. Somit haben wir auf einen Schlag 3 wunderbare Fellnäschen ein neues Zuhause geben können. Trudi war die Chefin und hat immer als erste neues ausprobiert. Auch kleine Streicheleinheiten, natürlich gegen ein Leckerli, waren auch immer gerne gesehen. Keine Etage oder Häuschen waren sicher. Alles wurde erklommen und untersucht. Diese Kletterkünste anzusehen fehlt uns sehr. Vor allem haben sich die anderen viel von ihr abgeschaut und trauen sich jetzt nicht mehr so viel.

Als Trudi plötzlich nicht mehr gefressen hat und sie sonst immer in erster Reihe beim Füttern stand, haben wir uns große Sorgen gemacht. Der Tierarzt hat leider einen riesigen Tumor unter der Zunge festgestellt. Die OP hat Trudi gut überstanden und die Wundheilung war auch gut. Trotzdem hat unsere kleine Maus am 4. Tag nach der OP mitten in der Nacht ihr Köfferchen gepackt. Wir sind traurig und gleichzeitig froh, dass der Leidensweg nicht lange war. Wir vermissen unsere neugierige, mutige und quirlige Maus. Unser süßes, quiekendes Bettelfellnäschen fehlt einfach beim täglichen Blick ins Gehege. Wir wünschen dir eine gute Reise. In unserem Herzen hast du einen Platz und wir denken an dich.

Deine Schweincheneltern Bettina und Tobias
 
Trudi/Lady Gaga verstarb am 10.11. und durfte nur knapp 3 Jahre alt werden.

 

 

 

Trudi/Lady Gaga

 

 

Sadira
 
Sadira kam im Mai 2020 zu uns in den Verein da sie als letztes Schweinchen ihrer Gruppe übriggeblieben war und die Haltung beendet werden sollte. Es dauerte nicht lange und Sadira durfte mit ihrer Freundin Lenja aus der Pflegestelle zu uns bekannten Haltern in deren Gruppe ziehen.
Doch traurigerweise währte das neue Glück nicht sehr lange, Anfang November war einer von Sadira´s unteren Schneidezähnen abgebrochen. Die Tierärztin kürzte den zweiten Zahn entsprechend und Sadira wurde zugefüttert.
Sadira nahm allerdings trotz Zufüttern weiter ab, es ging ihr schlechter und war somit wenige Tage später wieder bei der Tierärztin vorstellig, zumal die ganze Gruppe Milben bekommen hatte.
Die Tierärztin vermutete eine Kieferfehlstellung und verwies an einen Zahnspezialisten. Leider war bei diesem in der Vorweihnachtszeit erst ein Termin für zwei Wochen später zu bekommen, Sadira erhielt in der Zwischenzeit Schmerzmittel und wurde weiter gepäppelt. Zu diesem Termin beim Facharzt sollte es traurigerweise nicht mehr kommen, Sadira baute schnell ab und gab sich auch auf, sie verstarb sehr plötzlich am 27.11.
 
Sadira durfte nur kanpp 3 Jahre alt werden.


 

 

Sadira

 

 
Tyrone-Lafayette
 
Am 30.11. verstarb ganz überraschend Tiffy - SOS-Tyrone-Lafayette.
Nachfolgende Zeilen stammen von Tiffy´s Familie und beschreiben Tiffy´s Geschichte besser als wir es könnten:
 
Tiffy, meine süße kleine Maus. Du hast uns völlig überraschend verlassen und wir können es immer noch nicht glauben das du nicht mehr bei uns bist. Vor knapp fünfeinhalb Jahren bist du bei uns eingezogen. Du warst damals knapp ein halbes Jahr alt, so ganz genau wussten wir es nicht. Was wir wussten war, dass du einen unglaublich schlechten Start ins Leben hattest.Nicht nur wegen deines ursprünglichen Namens „Tyron-Lafayette“ (da gefiel uns Tiffy einfach besser),sondern vor allem, weil du viel Leid erleben musstest. Der Sohn des neuen Freundes deiner damaligen Halterin hat deine beiden Freunde zu Tode gequält. Du hattest Glück und deine Besitzerin gab dich beim Tierarzt ab um dich zu schützen. Vor dort kamst du zu SOS und dann zu uns.Dass du zu Anfang Menschen absolut nicht vertraut hast versteht sich von selbst. Du warst verhuscht,klein und hast uns vorsichtshalber lieber in die Finger gebissen anstatt Leckerli zu nehmen. Zum Glück hat der Rest der Herde sich rührend um dich gekümmert. Besonders Emma wurde so etwas wie deine Ziehmutter. Im Laufe der Jahre wurdest du zunehmend selbstsicherer und schließlich auch Herdenchefin. So sehr du dominant sein konntest, so wenig wolltest du doch irgendwo alleine liegen. Immer hast du die Nähe anderer Schweinchen gesucht – wer auch immer aufgeschrieben hat, dass Meerschweinchen nicht kuscheln oder nicht in Gruppen liegen hatte es wohl versäumt dir das mitzuteilen.Du wurdest im Laufe der Zeit immer zutraulicher, hast Körnchen aus der Hand genommen und schließlich konnte man dich sogar anfassen, wenn du im Gehege saßest. Nur hochgehoben werden, sowie Haare und Krallen schneiden artete bei die nach wie vor in einen kleinen Kampf aus. Ein Meerschweinchen das zwei erwachsene Menschen beschäftigt bekommt? Für dich war das kein Problem.Zum Glück warst du, von einem einmaligen Milbenbefall abgesehen ein Ausbund an Gesundheit und so musstest du nur den regelmäßigen TÜV ertragen, bzw. wir mussten den ertragen. Am 29.11.2020 haben wir deinen Geburtstag gefeiert – wir wissen ja nur das du vermutlich im November geboren bist und haben uns gedacht, der Tag ist so gut wie jeder andere. Du warst fröhlich, hast deine mit Petersilie gefüllte Paprika hinter das Häuschen gezerrt um nicht teilen zu müssen. Als ich dich morgens am 30.11.2020 gefüttert habe, dir nochmal kurz über dein Köpfchen streichelte und dir gesagt habe das ich dich liebe war mir nicht klar, hätte ich nie erwartet, dass du dein kleines Köfferchen packen würdest. Als wir nachmittags nach Hause kamen und euch Gras mitgebracht hatten kamst du nicht. Zuerst dachten wir du würdest schlafen, leider war dem nicht so.Tiffy, wir vermissen dich, wir lieben dich, du fehlst uns und wir sind unendlich traurig.Du warst auf deine besondere Art das wundervollste kleine Schweinchen das man sich nur vorstellen konnte und eine Bereicherung unserer Familie. Gute Reise kleine Maus.Anna, Copelia, Schorschi, Elodie, Maylies und Guido
 
Tiffy wurde 6,5 Jahre alt.

 
 
 
Tiffy/Tyrone-Lafayette

 

 

 

Bernadette
 
Wie wir nachträglich erfuhren verstarb bereits im August 2020 die liebe Bernadette.
Bernadette kam zusammen mit Theodora im August 2014 das erste Mal zu uns in den Verein, da die Halter Schweinchen aus dem Tierpark aufgenommen hatten, die Weibchen trächtig waren und es dann mit einem Mal trotz grossem Aussengehege zu viele Tiere waren. Die zwei kleinen Mädchen mussten nicht lange warten und durften gemeinsam ausziehen, zu einem weiteren Weibchen und einem Kastraten. Doch bereits wenige Monate später, im Februar des Folgejahres, kamen die beiden schon wieder zurück, da die Haltung leider aus privaten Gründen beendet werden musste.
Zunächst lebte Bernadette ein paar Wochen in der Pflegestelle bis sie dann im Mai 2015 in ihr endgültiges Zuhause zu weiteren SOS-Schweinchen, die bereits dort lebten ziehen durfte. Der Bub der Gruppe war sogleich hin und weg von seiner neuen Dame. So verbrachte Bernie, wie sie liebevoll genannt wurde nun also ihre nächsten 5 Jahre bei der Familie, es ging ihr immer gut. Im Laufe der Zeit hat Bernie Schweinefreunde verloren und neue hinzugewonnen. Wir waren über die Jahre in Kontakt und haben Bernie auch mehrfach in ihrem Zuhause besucht.
Die Schweinedame war stets munter und gut im Gewicht, so war es auch ein grosser Schock als sie im August 2020 ganz plötzlich und ohne Vorzeichen verstarb. Ihre Halterin hatte sie morgens entschlafen im Gehege liegend vorgefunden, Bernie hatte sich über Nacht heimlich, still und leise auf die Reise begeben.
Bernie/Bernadette wurde 6 Jahre alt.



 

Bernie/Bernadette

 

 

 

Zilly
 
Zilly kam im September 2016 das erste Mal in den Verein da ihr Partnertier verstorben war und die Haltung beendet werden sollte.
Die süsse Schweinedame musste nicht lange auf ein neues Zuhause warten, sie durfte bereits gleich nach der Beobachtungszeit zu uns bekannten Haltern in eine tolle 5er-Gruppe ziehen. Hier lebte sie die nächsten knapp 2,5 Jahre, es ging ihr gut. Im Laufe der Zeit war noch ein Trio übrig geblieben und als das Böckchen verstarb entschieden sich die Halter zur Rückgabe, da sich die Lebensumstände geändert hatten. So kam also Zilly zusammen mit ihrer Freundin Josie zum Verein zurück.
Wieder musste die hübsche Maus nicht lange warten,  und das obwohl sie zu diesem Zeitpunkt bereits eine -wenn auch sehr knackige(!)- Seniorin geworden war, sie war bereits 6 Jahre alt. Doch wie das Schicksal so spielte, war eine uns ebenfalls sehr gut bekannte Halterin auf der Suche nach einer lieben Schweinedame für ihre Seniorengruppe, in der eben traurigerweise ein Plätzchen frei geworden war.
Wiederum nach Ablauf der Beobachtungszeit durfte die liebe Maus dann auch sogleich in ihr Für-Immer-Zuhause ziehen.
Im Sommer desselben Jahres verlor Zilly dann auch im Abstand von etwa 14 Tagen beide Seniorpartnerschweinchen und so erlebte sie nocheinmal das grosse Abendteuer neuer Freunde. Zilly war sehr neugierig, und besass auch in ihrem Alter noch ordentlich Pfeffer, dem neuen Bub machte sie es ersteinmal alles andere als leicht, und auch die neue Schweinedame ordnete sich ihr unter, denn sie war anfangs doch sehr eingeschüchtert von der Grand Dame. Aber das Trio wuchs bald toll zusammen, der rüstigen Lady ging es gut.
Bis zum Dezember, am 10.12. mochte Zilly nichts fressen und war so schwach, dass sie nicht mehr richtig laufen konnte, auch hatte sie eine sehr schwere Atmung. Sie wurde sofort beim Tierarzt vorstellig, im Röntgen erkannte man, dass Zilly Nahrung im Magen hatte, die aber wohl aus irgendeinem Grund nicht weiter transportiert wurde. Zilly blieb beim Tierarzt, hier kümmerte man sich weiterhin um sie, sie erhielt weitere Untersuchungen, wurde beobachtet und behandelt. Doch leider ging es ihr den Tag über trotz der Behandlungen nicht besser, im Gegenteil Zilly´s Befinden wurde schlechter. So blieb eigentlich nur noch eine Möglichkeit um der lieben Maus eine gewisse Hilfe zu geben, nämlich ihr weiteres Leid zu ersparen, so entschied ihre Halterin schwersten Herzens, die liebe Maus sanft entschlafen zu lassen. Sie war extra wieder in der Praxis eingetroffen, um den Weg mit ihr gemeinsam zu gehen. Zilly wurde stolze 7 Jahre alt.

 

 

Zilly

 

 

Felicia
 
Felicia kam im Mai 2017 zu uns in den Verein, zuvor war die zuckersüsse Maus ca. ein halbes Jahr alleine gewesen, da ihr Partnertier verstorben war. Felicia bezirzte ihre Pflegemama durch ihre Art und ihren herzigen Knopfaugenblick derart, dass diese wenige Tage später nachgab und sie ins Nachbargehege in die eigene Gruppe unserer damaligen Pflegestelle zog. Felicia war, wohl auch durch die längere Einsamkeit, ein sehr schüchternes Schweinemädel, war scheu und zurückhaltend. So tat ihr die grössere Gruppe sehr gut. Felicia blühte auf und sie lebte auch zeitlebens im grösseren Rudel.
Felicia ging es in ihrer Zeit dort immer sehr gut, sie war bis kurz vor ihrem Tod fit und munter, hielt ihr Gewicht auch bis zum Schluss. Einzig war sie altersbedingt etwas langsamer geworden und hörte auch nicht mehr so gut. Felicia entschlief in der Nacht zum 27.12. friedlich zu Hause. Ihre Halterin beschreibt Felicia als eine immer fröhliche, zutrauliche und äußerst verträgliche Schweinedame, sie wird Felicia nie vergessen.
Felicia wurde knapp 7 Jahre alt.

 

 

 

Felicia

 

 
Mathis
 
Mathis kam im Oktober 2019 zusammen mit fünf seiner Geschwisterchen zu uns in den Verein. Die Jungs wurden kastiert und sassen erst einmal gemeinsam die Kastrationsfrist ab. Allerdings machte Mathis früh klar, dass er nicht wirklich auf die Gesellschaft anderer Schweinemänner aus ist, nach Absitzen der Frist lebten die Kleinen in der grossen Gemischt-Gruppe der Pflegestelle, auch hier mochte Mathis die Jungs nicht wirklich leiden, aber es zeichnete sich ab, dass der kleine Mann die Damenwelt gut im Griff hatte und sich mit ihnen beschäftigte.
Das war auch der Grund warum er letztlich den gerade eben traurigerweise frei gewordenen Haremsplatz in der Gruppe einer unserer Aktiven übernehmen durfte, denn den Damen bekam ein langes untereinander-Allein-sein gar nicht, die Mädels brauchten einen Chef sonst gab es schnell Unruhe.
So zog also Mathis ein und alles klappte wunderbar. So verging die Zeit, Mathis war glücklich mit seinen Mädels und er genoss sein Leben.
Es gab nichts Auffälliges und er war nie krank gewesen, bis etwa Anfang Dezember 2020 auffiel, dass der Bub weniger frass und seine Atmung sehr schnell und schwer war. Im Röntgen erkannte man, dass nur noch eine Lungenhälfte belüftet war, eine Ursache dafür war jedoch nicht ersichtlich. Es wurde versucht mit Antibiotikum, SChleimlöser und Inhalation eine Besserung zu erreichen, bei der Kontrolle eine Woche später sah man dann, dass sich auf dem Röntgenbild an seinem Zustand leider überhaupt nichts verändert hatte. Die Behandlung wurde dann auf Cortison umgestellt, natürlich hatte der liebe Schatz inzwischen auch wenigeer gefressen und wurde vorsichtig gepäppelt. Zwischendurch schien es immer wieder mal besser zu werden, er hatte wieder etwas mehr Kraft und knabberte ab und zu Salat. Die meiste Zeit klappte auch das Päppeln gut, Mathis machte mit. Im Laufe des 29.12. mochte er aber gar nicht mehr fressen, war sehr schlapp und mochte auch den Brei kaum noch abnehmen. Als seine Halterin um kurz vor Mitternacht nochmals nach ihm sah, war er bereits entschlafen.
 
Wenn die Schweinchen noch so jung sind wenn sie ihre Köfferchen packen müssen, ist das immer ganz besonders bitter, Mathis durfte nur 1,5 Jahre alt werden.
 
Folgende Worte möchte ihm seine Familie mit auf den Weg geben:
 

Lieber Mathis,

da du dich mit deinen Brüdern gar nicht mehr verstanden hast, durftest du deinen Platz bei uns, inmitten von drei Schweinchen-Damen, finden. Die weibliche Gesellschaft hat dir sofort sehr gut gefallen und es gab niemals Probleme zwischen dir und deinen Damen. Du hast dich vorbildlich um sie gekümmert und bist in deiner Rolle als Haremschef wunderbar aufgegangen. Neben den Mädels waren Leckerlies deine große Liebe und so hast du keine Gelegenheit ausgelassen uns mitzuteilen, dass es wieder Zeit für einen Snack ist. Schon das kleinste Geräusch des Behälters reichte und du warst hellwach, sofort zur Stelle, um dir eine (oder lieber 2, 3, 4, 5…) Erbsenflocke abzuholen.

Anfang Dezember warst du plötzlich nicht mehr das aufgeweckte, neugierige Kerlchen, das wir kannten. Du hast dich eher ruhig im Hintergrund gehalten und weniger gefressen. Verhalten, die sonst so gar nicht zu dir passten. Daher ging es direkt zum Tierarzt. Einer deiner Lungenflügel war komplett verschattet und konnte seine Arbeit nicht mehr ausführen. Leider brachte keine der Behandlungen den gewünschten Erfolg und so hast du deine Köfferchen gepackt und dich auf deine letzte Reise begeben.

Danke für die tolle Zeit, die wir mit dir verbringen durften. Wir vermissen dich sehr. Mach es gut auf der immergrünen Wiese und schlag dir ordentlich den Bauch voll, so wie du es immer getan hast.

Deine Zweibeiner

 

 Mathis

 

 

 

 

 

Kommt gut an, ihr Lieben!

Ihr werdet unvergessen sein!

 

 

 


 

Ein zufriedenes Kuschelschweinchen, das von seinen Gurkenschnipplern mit einem Kuschelwürfel verwöhnt wurde, schickte uns diese zauberhaften Grüße!

Wenn auch Ihr Interesse an unseren verschiedenen Kuschelartikeln habt, schaut doch mal *HIER* vorbei.

Eure Schweinchen möchten auch gerne mal Kuschelschweinchen des Monats sein? Gerne könnt Ihr uns Fotos von Euren Schweinchen, die es sich in SOS-Kuschelsachen gemütlich gemacht haben, per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken. Bitte schreibt aus Datenschutzgründen bei der Einsendung dazu, dass Ihr mit der Veröffentlichung der Bilder einverstanden seid.

 


 

Hallo ihr lieben Zweibeiner,

ich bin’s, eure Carlina. Ich will euch heute mal erzählen, was in den letzten Wochen so bei mir passiert ist und wie es mir geht.

Alles fing damit an, dass ich kurz nach Weihnachten meinen Kopf nicht mehr gerade halten konnte und mir irgendwie immer so schwindelig war. Meine Zweibein-Mami sagt, dass ich plötzlich wie betrunken gewirkt habe und mein Gleichgewicht nicht mehr so gut kontrollieren konnte. Bäh, ich trinke doch nicht so ein Alkohol-Zeugs, das ist doch ein Witz. Naja, auf jeden Fall sind wir dann gleich zur Frau Weißkittel gefahren. Die hat mich dann wieder einmal so genau angeguckt überall, dabei kennt sie mich doch schon längst. Am Ende hat sie gesagt, dass ich eine Mittelohrentzündung habe und fiesen Eiter im Ohr. Das ist echt gar nicht schön, sage ich euch. Trotzdem bin ich weiterhin ganz tapfer und nehme brav meine Medizin. Auuuuußer…diese gruseligen Ohrentropfen, da schüttelt es mich immer und ich kann gar nicht still sitzenbleiben. Allerdings gibt es auch was Gutes daran: Zur Bestechung bekomme ich nämlich immer ein paar Erbsenflocken zugesteckt, das ist toll :-)


Leider ist diese doofe Ohrenentzündung oft eine sehr langwierige Sache, so auch bei mir. Ich war jetzt nämlich schon viel zu oft deswegen bei der Frau Weißkittel und muss immer noch behandelt werden. Das schlägt mir manchmal ganz schön auf den Magen und den Appetit. Ich war ja schon die ganze Zeit ein echtes Leichtgeweicht, aber momentan ist es echt nicht leicht für mich. Trotzdem strenge ich mich wirklich an und kämpfe um jedes Gramm, hoffentlich ist bald alles vorbei.
Ich hoffe, ihr drückt mir alle die Daumen und denkt an mich.

Bis bald.
Eure Carlina


 

 

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