Wenn es, passend zum Herbst, solch ein seltenes Leckerlie wie frischen Mais gibt, muss man sich schon ranhalten, bevor die Gehegegenossen alles aufessen! *schmatz muig*


 

Leeann kam im Novembeer 2019 zu uns in den Verein, da ihr Partner verstorben war, und die Haltung beendet werden sollte.
Zunächst fiel natürlich ihr blindes linkes Auge auf, das die Folge einer schweren Augenverletzung war, allerdings störte oder beeinträchtigte dies die Seniorin keineswegs.
Viel schlimmer war ein schon lange schwärendes Ballengeschwür an Leeann´s linkem Vorderbein. Wie sich durch Röntgenaufnahmen beim Tierarzt zeigte, war dieses schon so weit fortgeschritten, dass bereits die Mittelfußknochen angegriffen waren. Dementsprechend schmerzhaft war das Ganze für die liebe Maus auch.
Desweiteren konnte man durch die Röntgenbilder gut sehen, dass deutliche Verschleißerscheinungen der Hüft- und Kniegelenke vorlagen, sowie höchstwahrscheinlich durch eine Verletzung zwei Brustwirbel zumindest angebrochen waren.
Leeann war eine wirklich lockere Schweinedame, die alle folgenden Behandlungen mit grosser Coolness geschehen liess. Sie bekam diverse Medikamente und eine Blutegeltherapie bei ihrem Ballengeschwür. Über die Leckerchen als Belohnung freute sie sich enorm.

Ende Mai diesen Jahres war Leeann zur Kontrolle beim Tierarzt vorstellig, da sie an Gewicht verloren hatte und auffällig durstig war. Im Röntgen sah man, dass Leeann´s krankes Füsschen immerhin unverändert geblieben ist, es gab kein weiteres Fortschreiten der Erkrankung, das war ein Erfolg. Allerdings wurde eine Herzinsuffizienz deutlich, wie auch etwas Blasengries. Es wurde zusätzlich eine Blutuntersuchung gemacht, die Werte waren alle zufriedenstellend und im Normbereich, einzig der T4 (Schilddrüse) war im unteren Normbereich. Hier sollte in einigen Wochen eine Kontrollblutabnahme erfolgen, doch dazu kam es leider nicht mehr.
Leeann wurde auf Herzmedikamente eingestellt und erhielt Unterstützung für die Blase, es ging ihr soweit gut, sie war rüstig und munter.
Auch am 07.08. war morgens alles wie immer, nur ihre Medikamente nahm sie mit weniger Begeisterung als sonst. Als ihre Pflegemama später vom Einkaufen zurück war und nach ihr sah, war die liebe Maus still und leise sanft entschlafen. Ihr Herzchen hatte aufgehört zu schlagen. Ein berührendes Bild war, dass Patenbub Dagobert und eine Freundin ihrer Gruppe bei Leeann lagen und sie begleiteten.
Leeann wurde 6,5 Jahre alt.

Wir sind von ganzem Herzen traurig über diesen Verlust, Leeann war eine so herzige, liebe, lebensfrohe, unkomplizierte und freundliche Schweinedame.

 

Die Toten sind nicht fort, sie gehen mit.
Unsichtbar sind sie nur, unhörbar ist ihr Schritt.

Gorch Fock

Liebe Maus, komm gut an dort drüben im Regenbogenland!


 

Eine liebe Leserin schickte uns einen wunderbaren Beitrag, in dem sie sich überlegt hat, was wortwörtlich in einem Meerschweinchen so alles drinsteckt. :)

M = Meeri, geht nicht ohne
E = Endivien, Lieblinssalat der Schweinchen
E = Einzel, nein danke
R = Rassen,es gibt viele
S = Salat,Sozial
C = Clever, können uns perfekt um die Kralle wickeln
H = Henry
W = Wilbert
E = Erbsflocke
I = Intensiv
N = Neugierig
C = Cavia, lateinischer Name der Schweinchen
H = Heu, Grundnahrungsmittel
E = Eigen,haben manchmal ihren eigenen Kopf
N = Napf


 

Mailin kam im November 2016 zu uns in den Verein, da ihr Partner verstorben war und die Haltung beendet werden sollte. Die hübsche Maus musste nicht lange warten und durfte Anfang des Folgejahres sogar gemeinsam mit ihrer Freundin Lunette aus der Pflegestelle ins neue Zuhause zu einem zwischenzeitlich verwitweten Kastraten, ebenfalls ein SOS´ler, ziehen.
Die drei bildeten auf Anhieb ein tolles Trio und die Mädels lebten sich sehr schnell ein und fassten Vertrauen zu ihrer Menschenfamilie.
Hier verbrachte Mailin nun für die nächsten 2 Jahre eine wundervolle Zeit, bis sich die Umstände änderten und Mailin schwersten Herzens wieder zu uns zurückkam. Ihre Familie begleitete sie weiterhin lebenslang.
 
Mailin war zu diesem Zeitpunkt knapp 6 Jahre alt, jedoch noch keineswegs "vom alten Eisen", im Gegenteil, sie war eine muntere Schweinedame, die durchaus noch ab und an ihre "5 Minuten" hatte und durchs Gehege spurtete. Jedoch viel während der Beobachtungszeit in der Pflegestelle auf, dass sie zwischendurch immer wieder Atemgeräusche hatte. Bei der Abklärung durch den Tierarzt wurde festgestellt, dass Mailin ein stark vergrössertes Herz hatte, wofür sie direkt auf Herzmedikamente eingestellt wurde. Auch sah man in einem Röntgenbild einen schweren Verschleiss der unteren Lendenwirbelsäule. Dafür erhielt sie prophylaktisch ein Medikament zur Linderung von Arthroseschmerzen. Desweiteren hatte Mailin ein grösseres Atherom an der linken Brustwand, das entfernt werden musste, dies konnte jedoch nicht gleich erfolgen, zunächst musste erst die Herzmittel-Einstellung abgeschlossen sein. Ein paar Wochen später war es dann soweit, Mailin hatte sich stabilisiert und gut an Gewicht zugelegt, so konnte die Operation angegangen werden. Kurz zuvor erhielt sie noch ein weiteres Medikament, um das Herz für die OP noch weiter zu entlasten.
Während der Operation kam zutage, dass die Atheromkapsel bereits mit dem Brustmuskel verwachsen war, so dass diese dort ausgelöst wurde und auch der Muskel vernäht werden musste. So dauerte die Operation länger als eigentlich vorgesehen, doch Mailin steckte den Eingriff toll weg, sie erholte sich wieder vollständig.
 
Anfang diesen Jahres hatte Mailin ihren ersten Arthroseschub, man sah ihr die Schmerzen deutlich an. Sie erhielt gleich eine entsprechende Medikation, die auch anschlug, der Zustand besserte sich umgehend. Allerdings verschlechterte sich der Befund ihres Herzchens und die Medikamente mussten höher dosiert gegeben werden.
Im April wurde Mailin geröngt, da sich die Atemgeräusche verschlechtert hatten, jedoch war ihre Herzsituation unverändert und die Medikation konnte dementsprechend beibehalten werden. Allerdings sah man deutlich, dass sich bei Mailin mehrere Tumore im Bauchraum gebildet hatten, die höchstwahrscheinlich ihren Ausgang von der Gebärmutter nahmen. Aufgrund der Verteilung der Tumore, Mailin´s Alter und ihrer Herzsituation wurde nach eingehendem Gespräch mit dem Tierarzt beschlossen, Mailin keiner weiteren Operation mehr zu unterziehen. Sie wurde homöopatisch unterstützt. Wie für Krebserkrankungen typisch verlor Mailin auch Gewicht, sie wurde zugefüttert.
 
Am Wochenende des 08./09. August ging es dann rapide, sie nahm rasant ab und verlor das Interesse am Futter. Die Tumore verursachten zunehmendes Organversagen. Mailin wurde gleich Montags am 10.08. der behandelnden Tierärztin vorgestellt, die wie bereits befürchtet, nur noch zu einer Erlösung Mailins als letzten Liebesbeweis raten konnte. So entschlief Mailin dort sanft. Mailin wurde knapp 7 Jahre alt.
 
Wir sind von ganzem Herzen traurig über diesen Verlust, Mailin war eine so herzige, liebe, lebensfrohe, zutrauliche, lustige und freundliche Schweinedame.
 
 
Wir sind vom gleichen Stoff, aus dem die Träume sind, und unser kurzes Leben ist eingebettet in einen langen Schlaf.
William Shakespeare
Mach's gut, liebe Mailin, du wirst in unseren Herzen weiterleben!

Ken kam im Februar 2014 mit seinen drei Geschwistern als kleiner Bub im Alter von 3 Wochen zu SOS. Die vier kleinen Schweinchen waren das Ergebnis eines Unfallwurfs und konnten aus Platzgründen nicht bei den Elterntieren in ihrem vorigen Zuhause bleiben.
Der süße kleine Fratz musste natürlich nicht lange auf ein neues Zuhause warten. Ende April 2014 zog er gemeinsam mit seinem Brüderchen in eine Böckchengruppe zu zwei weiteren Jungs. In der Gruppe fühlte sich Ken sehr wohl und wuchs zu einem stattlichen Schweinemann heran. Der liebe Schatz fasste auch sehr schnell Zutrauen zu Menschen und wurde schnell sehr zutraulich. Die Konstellation funktionierte zwei Jahre lang sehr gut, bis es hin und wieder zu Streitigkeiten kam, die sich besserten, als einer der anderen Buben aus der Gruppe genommen wurde. Im Trio verstand sich der liebe Ken sehr gut mit seinen Mitschweinchen, er lebte ein glückliches und zufriedenes Schweinchenleben. Als 2018 seine beiden Kumpels nacheinander verstarben, entschied sich seine Halterin, den Bub zu SOS zurückzugeben, damit er baldmöglichst wieder in Schweinegesellschaft ziehen konnte.
 
In der Pflegestelle fiel auf, dass der süße Rosettenmann Auffällikeiten beim Laufen zeigte. Er wurde daraufhin natürlich umgehend einer Tierärztin vorgestellt. Das Ergebnis war leider sehr erschreckend. Obwohl Ken noch keine 5 Jahre alt war, litt er schon an hochgradiger Arthrose in beiden Hüftgelenken, auf den Röntgenbildern war kein Gelenkspalt mehr zu sehen. Auch seine Knie waren bereits betroffen. Kens Arthrose wurde medikamentös eingestellt, sodass der Schatz wieder besser laufen konnte. Da Arthrose nicht heilbar ist und in Schüben, die mit starken Schmerzen einhergehen können, verläuft, wurde beschlossen, dass Ken als Partentier im Verein bleiben sollte. Im Dezember 2018 bezog der kleine Kerl seinen Patenplatz, wo er von der dortigen Schweinchengruppe gleich herzlich aufgenommen wurde. Ken ging es sehr gut, er genoss sein Leben und war ein sehr liebes, zufriedenes Schweinchen.
 
Im März 2019 bekam der kleine Mann eine verstopfte Talgdrüse am Gesäß, die problemlos operativ entfernt wurde. Leider entdeckte Kens Pflegemama im Juli erneut einen Knubbel am Rücken und zusätzlich eine Umfangsvermehrung im Mäulchen. Der tapfere Bub musste erneut operiert werden, wobei die Talgdrüse am Rücken sowie die Geschwulst im Mäulchen entfernt erfolgreich entfernt wurden. Die Operation und auch die Nachbehandlung mit Mundspülungen meisterte der kleine Mann mit Bravour, direkt nach der Op lies er sich gleich wieder das Essen schmecken. Der Laborbefund der Umfangsvermehrung ergab, dass diese zum Glück gutartig war. Ein halbes Jahr später, im Januar 2020, musste Ken erneut operiert werden, da sich dieses Mal im Halsbereich ein haselnussgroßer Knubbel gebildet hatte. Auch diese Operation steckte Ken sehr gut weg, allerdings bekam er nun eine Erkältung, die mit einer Antibiose behandelt wurde.
 
Leider stellte sich kurz darauf heraus, dass Kens auffällige Atemgeräusche nicht nur von der nun überstandenen Erkältung herrührten, sondern dass ihm nun auch sein Herzchen Probleme machte. Die Diagnose lautete Herzinsuffizienz, natürlich bekam der Schatz entsprechende Medikamente zur Stabilisierung. Ken ließ sich nie hängen, sein Appetit war ungebrochen und er hielt stets und trotz der entwässernden Wirkung der Herzmedikamente sein Gewicht im Bereich von stolzen 1300g. Man merkte, dass Kens kleiner Körper nun mehrere Baustellen hatte, sein Immunsystem war angeschlagen, weshalb er sich erneut erkältete und Milben einhandelte. Insgesamt ging es Ken aber dennoch jederzeit gut, er wurde lediglich etwas träger.
 
Im März 2020 brach sich der kleine Mann einen der beiden oberen Schneidezähne ab, dies hinderte ihn jedoch nicht daran, weiterhin mit gesundem Appetit zu fressen. Sein Zahnstatus wurde daraufhin natürlich genau im Auge behalten und als Ken Mitte April anfing zu sabbern, wurde eine Korrektur der Backenzähne, an denen sich Spitzen gebildet hatten, nötig. Leider ging es dem Kleinen daraufhin nicht viel besser, er wollte nicht fressen, musste gepäppelt werden und zog sich zurück. Umfangreiche Diagnostik inklusive CT ergab einen gespaltenen Backenzahn als mögliche Ursache für Kens Probleme, ansonsten waren seine Aufnahmen unauffällig. Der Zahn wurde daraufhin entfernt, er bekam natürlich Schmerzmittel und einige homöopatische Mittel, doch leider besserte sich Kens Zustand daraufhin nicht. Der kleine Mann sabberte weiterhin, er wollte nicht so recht selbständig fressen. Kens Lebenswille war aber zu jeder Zeit ungebrochen, er war stets aufmerksam und nahm aktiv am Gruppenleben teil. Der liebe Bub versuchte auch immer wieder, von sich aus Gemüse und Löwenzahn zu fressen und wartete auch gemeinsam mit seinen Mädels auf die Fütterung. Die Ursache für Kens Problematik konnte leider nicht sicher bestimmt werden. Eventuell kam der Bub nicht gut mit dem Fehlen des entzündeten gespaltenen Backenzahns zurecht, sodass der Nahrungsbrei nicht richtig zerkleinert wurde und wieder herauslief.
 
Der kleine Ken wurde zu einem Intensivpflegepatienten, er nahm den Päppelbrei und seine Medikamente brav ein und ließ sich auch in dieser schweren Zeit nicht unterkriegen. Da der Bub alle 2 bis 3 Tage stark sabberte womit stärkere Atemgeräusche einhergingen, wurden seine Herzmedikamente entsprechend angepasst, womit es Ken insgesamt sehr viel besser ging. Zusätzlich wurde der Bub jederzeit auch homöopatisch unterstützt. Der kleine Kämpfer erholte sich zusehens und begann wieder selbständig zu fressen. Er wurde wieder viel aktiver und schien auf einem guten Weg zu sein.
 
Leider hielt dieser Aufschwung nicht sehr lange an, im August 2020 verschlechterte sich Kens Zustand. Durch das übermäßige Sabbern konnte Ken den zugefütterten Päppelbrei manchmal nicht schlucken, er nahm schleichend ab. Ken baute zunehmend ab, sodass sich seine Pflegemama zusammen mit der behandelnden Tierärztin schweren Herzens am 22.08.2020 dazu entschloss, den kleinen Ken sanft entschlafen zu lassen. Ken wurde 6,5 Jahre alt.
 
Wir sind von ganzem Herzen traurig über diesen Verlust, Ken war so ein tapferer, liebenswerter und fröhlicher Bub. Er hat immer gekämpft und sich nie aufgegeben, war immer eine Stütze für seine Mitschweinchen und hinterlässt nun eine sehr große Lücke. 
 
 
Ich glaube, dass wenn der Tod unsere Augen schließt, wir in einem Lichte stehen, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist.
Arthur Schopenhauer
Run free, kleiner Ken und genieße das Regenbogenland!

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