Weiter geht es mit der zweiten Gewinner-Geschichte unserer kleinen Aktion, bei der ihr uns eure Geschichten erzählt habt, wie ihr aufs Meeri gekommen seid. Wer die Aktion verpasst hat kann HIER lesen, wie die Gurkenschnippler von Patenschweinchen Willi und Nutella meerifiziert wurden und HIER die erste Gewinner-Geschichte nachlesen.

Isabell B.s Geschichte

 

Meine Verbindung zu Meerschweinchen ist eine ganz Besondere. Ich mochte sie schon immer, habe sie gern beobachtet und gefüttert und ich liebe ihr Quieken.

Vor knapp 4 Jahren wurde ich die Patin von zahlreichen Meerschweinchen hier in der Gegend. Mehrfach in der Woche besuche ich sie und bringe ihnen kiloweise frisches Gemüse, Kräuter und Obst...Zunächst habe ich sie nur ab und zu besucht, doch binnen kurzer Zeit war ich immer öfter und länger bei ihnen. Seither bin ich ständig dort, sitze stundenlang vor ihrem Gehege. Ich spende so viel Zeit, Nahrung und Geld in alle möglichen Vereine rund um Meerschweinchen, wie ich nur kann.
 
Aber mehr noch, als ich den Fellnasen helfe, helfen sie mir. Ich habe Asperger-Autismus und habe in den vergangenen Jahren viel unter stressbedingten Depressionen und Panikattacken gelitten. Meine Schweinchen gaben und geben mir den Halt und die Geborgenheit, die ich bei Menschen nicht finden kann. Bei ihnen werde ich ruhig und geerdet, alles wird friedlich, die Zeit läuft langsamer. Ihre Freude überträgt sich auf mich, wenn sie sich behaglich quiekend in ihr Stroh hinein rascheln; ihr Leid bereitet mir körperliche Schmerzen. Diese Verbindung habe ich zu Tieren, aber vor allem zu Meerschweinchen. Sie geben mir immer einen Grund, um alles zu tun. Meine Schweinchen haben einen großen Anteil an meiner Genesung. Ich liebe sie mehr als alles auf der Welt. Oft träume ich von ihnen.
Wenn sie meine Schritte vor ihrem Gehege hören, beginnen sie laut zu quieken und rennen zum Zaun. Fast alle fressen mittlerweile aus der Hand. Manche lassen sich auch gern streicheln. Aber ich zwinge sie nicht dazu. Sie schauen mich manchmal ganz ruhig an. So als würden wir kommunizieren. Wir passen aufeinander auf. Es ist ein besonderer Zauber, der mich mit Meerschweinchen verbindet. Ich habe schon oft gehört, dass Tiere eine therapeutische Wirkung auf Menschen haben, aber es selbst zu erfahren, ist unbeschreiblich.
 
Vielleicht werde ich irgendwann einmal eigene halten können.
 
 
 

 

Dieses Mal mit grosser Verspätung aber von ganzem Herzen möchten wir heute Abschied von unseren Engelchen im Oktober letzten Jahres nehmen.

 

 
 
 
Am 05.10.ist ganz plötzlich Vermittlungsböckchen Leonidas verstorben. Leonidas kam zusammen mit Troubadix Anfang September 2019 als Notfallaufnahme zu uns in den Verein. Die beiden Böckchen wurden wohl aus Desinteresse ausgesetzt. Glücklicherweise haben sich Bekannte der Leute ein Herz gefasst und tagelang nach den beiden Buben gesucht. Zunächst wurde Troubadix gefunden, nach 7 Tagen dann auch der tapfere Leonidas. Beide Buben hatten schlimme Bissverletzungen. Die Retter der Schweinchen kannten sich mit der Meeri-Haltung nicht aus und konnten die beiden auch nicht behalten, so kamen sie über mehrere Ecken zu unserer Pflegestelle Mannheim. Die Pflegemama hat nachfolgenden Text für den Schatz geschrieben, in dem sie auch beschreibt was genau passierte. Leonidas durfte nur etwa 1,5 Jahre alt werden.
 
Mein kleiner tapferer Leonidas,

leider durften wir nur wenige Wochen miteinander verbringen. Du kamst hier an mit schlimmen Bissverletzungen und hattest einige Tage in der freien Wildbahn um dein Überleben gekämpft. Nachdem die Wunden geheilt waren, wurdest du kastriert, damit du in Zukunft ein wundervolles Leben in einem Harem verbringen kannst.
Doch dazu sollte es nicht kommen, über eine Woche nach der Operation bekamst du plötzlich starken Durchfall und bautest den Tag über, trotz Medikamenten und Zufüttern, so stark ab, dass wir mit dir abends noch in die Klinik fuhren. Doch dort warst bereits so schwach, dass du in der Klinik noch in meinen Armen starbst.

Mein kleiner Kämpfer, was auch immer der Grund dafür war, dass dein Herzchen so schnell aufgehört hat zu schlagen, wir werden dich nie vergessen und haben jede Minute mit dir sehr genossen. Wir hoffen, dass du da oben auf der immergrünen Wiese ein Leben ohne Schmerz und Kummer erleben darfst, wie es dir zu deinen Lebzeiten leider nicht vergönnt war.

Deine Pflegeeltern ♥

Leonidas

 

 

Am 14.10. ist der süsse Koro verstorben. Der liebe Bub kam Anfang Februar 2019 in den Verein, da die Haltung beendet werden sollte. Wie es manchmal so passiert, verliebte sich die Pflegemama in den Schatz mit dem ganz besonderen Charme. So durfte er bleiben und bekam 2 Schweinedamen an seine Seite. Im nachfolgenden Text berichtet sie von ihm und auch was letztlich passierte. Koro durfte ebenfalls nur 1,5 Jahre alt werden.
 
Mein allerliebster Schatz Koro,

es fällt mir so, so schwer diese Worte zu schreiben. Ich kann noch immer keine Fotos von dir ansehen, ohne dass mir die Tränen kommen. Du warst unser Herzensschwein und jeder, der vorbeikam verliebte sich auch sofort in dich und deinen wundervollen Charakter. Du kanntest keine Angst vor dem Menschen, du warst immer direkt da und hast dich im Gehege richtig kuscheln lassen, während du entspannt weitergemümmelt hast.
Wir haben uns so in dich verliebt, dass wir dich nicht mehr vermitteln konnten und trotz der Kosten und Mühen eine zweite private Gruppe aufgebaut haben.
Zu dir setzen wir zwei entzückende Teddy-Mädels. Du warst ihr erster Bock und sie deine ersten Mädels, die ihr je erleben durftet. Du hast dich mit Twinkie und Zuckerwatte blendend verstanden und ich war so stolz auf meine wundervolle Teddy-Crew.
Da du manchmal ein wenig Atemgeräusche hattest, habe ich ein Röntgenbild von dir anfertigen lassen, auf dem alles unauffällig war. Doch acht Wochen danach fingst du ganz plötzlich an, dich sehr stark zurückzuziehen. Du wolltest fressen, aber es ging nicht. Am nächsten Tag nahm ich nicht mit zum Tierarzt und es wurden kleine Zahnspitzen entfernt. Ich hatte so sehr gehofft, dass dies der Grund für deine Schmerzen war.
Jedoch zeigtest du beim Abtasten im unteren Bauchraum starke Schmerzreaktionen, weswegen erneut ein Röntgenbild gemacht wurde.
Mir wurde übel, als ich das Röntgenbild sah. In deiner Blasenregion hatten sich in dieser kurzen Zeit beidseitig größere Harnsteine gebildet, die dir große Schmerzen bereiteten. Du bekamst hochdosiert verschiedene Schmerzmittel, um dir den Schmerz zu lindern und ich bestellte verschiedene Medikamente, in der Hoffnung, dir noch irgendwie helfen zu können. Eine Blutentnahme als Vorsichtsmaßnahme vor der OP war für den nächsten Tag angesetzt, doch diesen solltest du nicht mehr erleben.
Wir haben so gekämpft, aber doch verloren.
Im Nachhinein mache ich mir Vorwürfe, warum ich dich nicht gleich habe gehen lassen. Aber irgendwo war doch noch die Hoffnung, dir helfen zu können.
Nach deinem Tod haben Twinkie und Zuckerwatte noch eine halbe Stunde liebevoll an deinem Gesicht geschleckt, aber auch die beiden Mäuse mussten irgendwann einsehen, dass du nicht wieder aufwachst.
Die Tage danach waren so schwer und ich kann es noch immer nicht ganz glauben, dass du nun für immer weg bist. Du warst so etwas besonderes. Du warst einer in einer Million. Danke für jede Sekunde, die wir mit dir verbringen durften. Danke für all die schönen Momente, die du uns geschenkt hast.

Du wirst für immer in unseren Herzen bleiben ♥

 

 

Koro

 

 

Am 19.10. verstarb völlig unerwartet die liebe Fritzi. Fritzi kam im Oktober 2016 mit ihrer Partnerin zu uns in den Verein. Eine Tierschützerin hatte die beiden Mädels aus einer völlig desolaten Haltung gerettet, leider scheiterte der Versuch die Schweinchen mit ihren eigenen Kaninchen zu vergesellschaften, so entschloss sie sich schweren Herzens zur Abgabe bei uns.
Schon bald darauf wurde Fritzi von einer Familie angefragt, die Verstärkung für ihre kleine Gruppe suchte. Es wurde eigens gebaut und so durfte Fritzi einziehen. Es ging Fritzi gut, im Laufe der Zeit durften wir die süsse Schweinedame und ihre Gruppe zwei Mal besuchen. Gesundheitlich gab es Gott sei Dank keine Probleme bei der Maus und so war es doch ein grosser Schock, als ihre Halter sie am 19.10. morgens entschlafen im Gehege vorfanden. Sie verhielt sich zuvor ganz normal, alles schien wie immer.
Fritzi wurde 5 Jahre alt.


 

Fritzi

 

Am 28.10. verstarb die liebe Tora. Tora kam im November 2014 zusammen mit ihrer Partnerin zu uns in den Verein. Die Familie hatte das Interesse an den beiden Tieren verloren und die Mädels sollten so schnell wie möglich "weg". Beides waren Langhaartiere, in entsprechend schlimmem und ungepflegtem Zustand waren die beiden dann auch. Sie benötigten erst einmal eine Schur der Haare, weil sie völlig verfilzt und verdreckt waren. In der nächsten Zeit wurden sie von der Pflegemama aufgepäppelt, und als die Mädels im Vermittlungsbereich vorstellig wurden musste die hübsche Tora auch nicht lange warten, bis eine Anfrage für sie kam. Tora durfte zu einer uns bekannten Halterin zu einem Kastrat und weiteren vier Weibchen ziehen. Tora erhielt im neuen Zuhause den Namen Ninja. Sie fühlte sich auf Anhieb wohl und kam sehr gut in der Gruppe zurecht.
Tora/Ninja´s Halterin hat nachfolgenden Text geschrieben, in dem sie auch beschreibt was passierte.
Tora/Ninja durfte 7 Jahre alt werden.
 
Liebes Team von SOS-Meerschweinchen!
Heute am 28.10.19 ist Ninja, die bei euch Tora hieß, über die Regenbogenbrücke gegangen.....
Anfang Januar 2015 bin ich durch Zufall auf eurer Vermittlungsseite auf sie aufmerksam geworden und habe mich sofort in sie verliebt. Am 15.1.2015 durfte sie schließlich bei mir und meiner Gruppe einziehen. Sofort hat die kleine Schönheit mein Herz erobert und hat für so viele schöne Momente mit ihrer gemütlichen und lieben Art gesorgt. Jetzt ist sie nicht mehr da... Anfang Juni diesen Jahres habe ich beim Schweine-TÜV einen "Knubbel" in ihrem Bauch ertastet, der beim Tierarzt als großer Tumor diagnostiziert wurde. Man vermutete, sie habe nur noch wenige Tage/Wochen. Doch Ninja war eine tapfere Kämpferin, die dem Tumor die Zunge heraus streckte! Bis letzte Woche Donnerstag, den 24.10.19, konnte sie ihr Leben sorglos, ohne Schmerzen und ohne größere Beeinträchtigungen genießen und das durfte sie auch in vollen Zügen. Ich habe versucht, sie so gut es geht zu verwöhnen, denn das hatte sie einfach verdient. Meine Hoffnung war, sie würde im kommenden Frühjahr noch ihren 8.Geburtstag erleben, doch leider kam es anders... Letzte Woche habe ich beim TÜVen festgestellt, dass sie ganz schuppige Haut hat. Sie wurde auf Milben und Pilz behandelt und die Therapie schlug auch an, aber der Tumor witterte seine Chance bei einem geschwächten Immunsystem eines schwachen Tieres. Am Sonntag Abend konnte sie nicht mehr laufen - sie zog die Hinterbeine nur noch hinter sich her und wurde am nächsten Morgen zusehends schwächer. So entschloss ich mich schweren Herzens, den letzten Weg mit ihr anzutreten. Ich habe ihr versprochen, dass sie nicht leiden und sich nicht quälen muss und dieses Versprechen habe ich gehalten und sie heute morgen (28.10.19) erlösen lassen.
Liebe Ninja-Maus, du hast mir mit deiner lustigen, etwas verstrahlten und gechillten Art sehr oft ein Lachen ins Gesicht gezaubert. Du wirst unendlich fehlen, aber ich weiß, dass es dir da, wo du jetzt bist, besser geht, auch, wenn mir der Abschied das Herz bricht... Ich danke dir für die fast 5 wunderschönen Jahre! In meinem Herzen lebst du weiter, ich werde dich niemals vergessen!
Deine Zweibein-Mama

Tora/Ninja

Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es dir sein,
als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.

 

Am 31.10. verstarb der liebe Humphrey ebenfalls völlig unerwartet. Humphrey wurde am 13.11.2014 bei uns im Verein geboren. Seine Mama Adelina war ein Fundtier gewesen - und selbst noch ein Baby. Sie war gerade einmal knapp 3 Monate alt. Da sie ein Fundtier war, sind weitere Details nicht bekannt. Jedenfalls brachte sie einen gesunden Humphrey und eine gesunde Lauren zur Welt! Alle drei waren wohlauf, das war für uns im Verein eine Riesenerleichterung und grosse Freude. Adelina war eine gute Mama und kümmerte sich rührend um die beiden. So wuchsen sie schnell heran, Humphrey konnte problemlos frühkastiert werden. So dauerte es auch nicht lange, bis die ersten Anfragen für den hübschen Schatz kamen. Im Januar 2015 durfte er dann zu einer uns bekannten Halterin in eine Boygroup aus SOS-Buben ziehen.
Wie das manchmal aber so ist, entschied Humphrey später beim Erwachsenwerden, dass er sich unter Männern nicht wohlfühlt und mit Damen leben möchte, sprich er konnte sich in die Rangfolge nicht mehr einfügen, es gab wilde Streiter- und Beissereien. Es machte keinen Sinn denn alle Böckchen waren in der Konstellation nicht mehr glücklich. So kam Humphrey schweren Herzens zu uns zurück.
In der Pflegestelle angekommen lerne Humphrey Schweinedamen kennen - und lieben. Wieder gab es so manche Interessenten für den charmanten Bub, er durfte dann letztlich in sein Für-Immer-Zuhause zu zwei lieben Schweinedamen, ebenfalls SOS´lerinnen ziehen. Die Eingewöhnung verlief nicht ganz glatt, aber schliesslich gelang es Humphrey seine beiden Damen für sich zu gewinnen. Auch an seine neue Menschenfamilie gewöhnte er sich schnell und nahm bald begeistert das ein oder andere Erbsenflöckchen aus der Hand gefüttert ab.
Humphrey ging es gut, wir durften ihn auch in seinem Zuhause besuchen kommen, er hatte keine gesundheitlichen Probleme. So war es doch ein grosser Schock, als seine Familie ihn am 31.10. so plötzlich entschlafen im Gehege vorfand. Es war eigentlich alles wie immer gewesen, er hatte morgens noch normal gefrühstückt und mit Genuss Basilikum-Blättchen verspeist, drei Stunden später war er entschlafen. Seine Familie vermisst diesen sanften Schweinemann sehr, er hat immer seine Mädels beschützt, erkundete alles Neue als erster, woraufhin ihm seine Mädels vertrauensvoll nachfolgten. Humphrey verstarb kurz vor seinem 5. Geburtstag.

 

 

Humphrey

 

 


 

 

 

Kommt gut an, ihr Lieben!

Ihr werdet unvergessen sein!

 

 


 

 

Wir möchten uns noch einmal ganz herzlich bei allen Einsendern unserer Aktion "Erzählt uns Eure Geschichte!" bedanken! Wer nachlesen möchte, worum es in dieser Aktion ging, kann HIER erfahren, wie Patenschweinchen Willi und seine Mädels erzählen, wie ihre Gurkenschnippler aufs Schwein gekommen sind.

Alle eingesendeten Geschichten waren auf ihre Art und Weise wunderschön und die Entscheidung, davon drei Geschichten auszuwählen, ist uns sehr schwer gefallen. Im Februar präsentieren wir nun an dieser Stelle jeden Montag eine der Gewinner-Geschichten! Und los gehts mit...

 

Jana P.s Geschichte

 

Ich bin Tschechin. Im August 1998 hatte ich in Prag von einer ehemaligen Kollegin, die ich eigentlich nur von der Arbeit kannte, für die Ferien eine Wohnung ausgeliehen. Mein Sohn war 12 Jahre alt.

Wir kamen an, Schlüsselübergabe, sie fuhren ab.

Und dann entdeckten wir in einem fensterlosen Flur einen Behälter, 26x42 cm, mit einem wunderschönen dreifarbigen Meerschweinchen.  Nichts drin, nur klatschnasses Streu.

Am nächsten Morgen sind wir in eine Buchhandlung, im Stehen Bücher über Meerschweinchen durchgelesen, und dann einkaufen gegangen – Streu, Heu, Schüsselchen, Gemüse.

Zwei Wochen haben wir uns um das Tierchen gekümmert, beide total verliebt, und als die Familie zurückkam, habe ich gesagt, dass ich es am liebsten mitnehmen würde. Ja, nimm es, hieß es sofort.

Für die Grenze brauchten wir etwas vom Tierarzt, dort haben wir auch ein Papier bekommen, dass es ein gesundes Mädchen ist. Dass sie drei Jahre alt war, wussten wir, sie war ein Geschenk zur Einschulung.

Drei Jahre hat sie in dem Behälter verbracht. Sie war unser erstes richtiges Notschweinchen.

Missy.

Wir haben alle nur möglichen Fehler gemacht. Sie war alleine, in einem sehr kleinen Käfig.

Aber sie wurde innig geliebt. Sie durfte in der Wohnung rumlaufen, wirklich lief sie hinter mir her wie ein kleiner Hund. Wenn ich von der Arbeit kam und mich vor den Käfig gesetzt habe, hat sie gepinkelt und ist mir dann auf den Schoß gesprungen. Sie war das klügste Meerschweinchen überhaupt, sie hatte draußen ein Tablett mit einem bisschen von ihrem Streu, dahin lief sie immer zum pinkeln, sie war absolut stubenrein. Mein Sohn hat für sie Parcours gebaut, da sprang sie wie ein Pferdchen drüber. Sie hat sich auch selber die Krallen gekürzt.

Nach zwei Jahren dann plötzlich nicht mehr und irgendwie konnte sie nicht richtig essen. Erst nach langem Suchen und Tierarztwechsel wurde Röntgen gemacht. Der Kieferknochen war nicht mehr da. Wir haben unsere Missy an die Satinkrankheit verloren. Ich weine ihr bis heute nach.

Wir hatten dann bis 2012 weitere Schweinchen. Vom Züchter, ich wusste nicht mal, dass es Notstationen gibt. Darauf hat mich dann eine für mich neue Tierärztin aufmerksam gemacht, und ich bin Pflegestelle geworden. Bis heute.


 

Grazia kam im Juni 2018 zu uns in den Verein. Sie war als letztes Schweinchen übrig geblieben und die Haltung wurde schwersten Herzens beendet. Ihre Familie begleitete die Maus aber weiterhin lebenslang. Es war von Anbeginn an klar, dass Grazia unsere Patentierabteilung verstärken würde, die liebe Maus hatte schon einige Zeit mehrere Tumore im Gesäugebereich. So zog die herzige Rosettendame direkt auf ihren Patenplatz, hier fühlte sie sich auf Anhieb wohl. Sogleich kümmerte sie sich rührend um ein junges Weibchen in der Gruppe. Durch die Tumore war Grazia nicht ihn ihrem Lebensmut beeinträchtigt, im Gegenteil, sie war sehr vergnügt und lebensfroh.
 
Im September 2018 war Grazia beim Tierarzt, hier wurde festgestellt, dass ihre Knochendichte im ganzen Skelett herabgesetzt war. Sie erhielt in der Folge entsprechende Medikamente. Bei der Kontrolle etwa 2 Monate später sah man, dass die Knochendichte sich verbessert hatte und das Medikament half. Leider waren kurz zuvor auch leichte Atemgeräusche bei der lieben Maus aufgefallen, bei der Untersuchung wurde dann auch eine leichte Herzinsuffizienz diagnostiziert. Grazia wurde entsprechend medikamentös eingestellt.
Anfang des Jahres 2019 haben sich die Befunde von Herz und den Tumoren verschlechtert. Grazia erhielt andere (stärkere) Herzmedikamente und zeitweise Entwässerung.
Im Oktober kam noch ein Ballenabzsess am rechten Vorderfuss bedingt durch eine Schonhaltung durch Arthrose hinzu. Dieser wurde intensiv gepflegt, wobei sich Grazia immer wieder in aller Ruhe den Verband vom Füsschen knubbelte.. aber dennoch verheilte der Abszess durch konstante Pflege und Lasertherapie wieder und Grazia ging es wieder viel besser.
 
Doch Grazias Erkrankung des Herzens und die Tumore gaben den Weg vor, wir wussten, es würde nur eine Frage der Zeit sein. Im Januar 2020 baute Grazia dann zusehends ab und am 24.01. war der Tag gekommen, ihre Pflegemama liess die so sehr geliebte Maus schwersten Herzens gehen, um ihr weiteres Leid oder gar ein qualvolles Ersticken zu ersparen.
Grazia durfte trotz der schweren Erkrankungen stolze 7,5 Jahre alt werden.
 
Wir sind von ganzem Herzen traurig über diesen Verlust, Grazia war eine so aussergewöhnlich liebe und tapfere Schweinedame. Sie hiess stets jedes neue Mitglied im Rudel freundlich willkommen und stand so manchem Tier zur Seite, wenn es den Weg über die Regenbogenbrücke antrat. Wir sind sehr dankbar, dass wir diese charmante, wunderbare Maus noch 1,5 Jahre ihres Lebens begleiten durften.
 
 

Leben ist wie Schnee,
Du kannst ihn nicht bewahren.
Trost ist, dass Du da warst,
Stunden, Monate, Jahre.

 Herman van Veen
 

 


Oscar

 

OSCAR: Hallo Leute, hier ist wieder euer Oscar.

Heute geht es um Jungtiere und ihre Sozialisation.

DAISY: Aus gegebenem Anlass. SEHR gegebenem Anlass, bedeutungsvoll-MUIG.

PRALINE: Ja ja, is' ja gut, peinlich-berührt-MUIG.

OSCAR: Wir hatten hier nämlich vorübergehend ordentlich Zoff in der Bude, feststell-MUIG.

DAISY: Um den DU dich hättest kümmern müssen, vorwurfsvoll-MUIG.

OSCAR: DICH hat es doch am meisten gestört, ungerührt-MUIG. Außerdem ist Jungtiere erziehen Mädelssache.

DAISY: Wenn du meinst, du müsstest jetzt hier den Macho geben, du Weichkeks, dann gibt's hier gleich nochmal ordentlich Zoff, fauch-MUIG. ALLE Altmeeris erziehen die Jungspunde! Auch die Böckchen!

PEBBLES: Nun streitet doch nicht, beruhigend-MUIG. Es ist doch jetzt alles geklärt.

PRALINE: Murmel-MUIG, wir werden sehen.

JOYCE: Na hoffentlich wird das hier kein Dauerstress wegen der Rangordnung, beunruhigt-MUIG.


Daisy, Joyce, Pebbles

DAISY: Nicht, wenn sich Praline anständig benimmt, grimmig-MUIG. Aber so wie zuletzt konnte es nicht weitergehen. Praline war ein schrecklicher Überzwerg. Wie sie ständig über die Stränge geschlagen hat, das war nicht mehr zum Aushalten, stöhn-MUIG.

OSCAR: OK, sie war vielleicht ein bisschen kesser und dynamischer als ihr anderen, zugesteh-MUIG, aber grundsätzlich sind doch alle Jungschweinchen kleine Sausewinde und müssen so zwischen ihrem fünften und siebten Monat auch durch eine Flegelphase durch.

JOYCE: Hm, schon wahr, aber bei Praline hätten wir vielleicht ein bisschen früher anfangen sollen ihr Grenzen zu setzen, nachdenklich-MUIG. Wir waren wohl zu lange zu gutmütig. Eigentlich haben Babyschweinchen nur in ihren ersten vier Lebenswochen Narrenfreiheit bevor ihre Erziehung startet.

DAISY: Du hast völlig Recht. Aber jetzt ist die Schonzeit vorbei, entschlossen-MUIG.

PRALINE: Du tust als sei ich ein Terrorschwein. Das ist total übertrieben, beschwer-MUIG.

PEBBLES: Naja, seit du so richtig in die Flegelphase gekommen bist war hier nicht mehr so wirklich die übliche Harmonie in unserer Gruppe, entschuldigend-MUIG. Du warst schon ganz schön anstrengend.

DAISY: Ha, unerträglich rücksichtslos, so nenn' ich das, bärbeißig-MUIG.

PRALINE: Aber ich hab's doch nicht böse gemeint, verteidigend-MUIG.


Praline

OSCAR: Das wissen wir ja, beruhigend-MUIG, aber wir haben schon alle ein bisschen gelitten unter deiner, naja, deiner überbordenden Lebensfreude.

JOYCE: Es ist ja nicht als seist du wirklich unsozial gewesen, du bist ja eine Liebe und Süße, aber manche Verhaltensweisen gehören sich einfach nicht in einer Gruppe, diplomatisch-MUIG.

DAISY: Zum Beispiel trampelt man nicht seinen Mitschweinchen auf dem Rücken 'rum, wenn man sich vorne an der Scheibe größer machen will. Du hast die arme Pebbles ständig als Trittbrett benutzt und dich auf ihr abgestützt, vorwurfsvoll-MUIG.

PEBBLES: Naja, schön war das nicht, zugeb-MUIG, man fühlt sich schon ein bisschen benutzt und die Krallen bohren sich auch in den Rücken, kläglich-MUIG.


Pebbles

DAISY: Du hast dich dann aber auch jedes Mal flach auf den Boden gedrückt, Pebbles, Kopfschüttel-MUIG. Kein Wunder, dass unsere kesse Kleine sich dann auf dich stellt. Du hättest ihr eine ordentliche Watschn verpassen sollen, überzeugt-MUIG.

PEBBLES: Aber sowas kann ich nicht, unwohl-fühl-MUIG. Und sowas mag ich auch nicht. Ich bin nicht so. Ich bin einfach zufrieden, solange keiner böse zu mir ist, bescheiden-MUIG.

OSCAR: Unsere Pebbles ist schon in Ordnung, so wie sie ist, bekräftigend-MUIG. Einer muss ja der Letzte in der Rangordnung sein. Aber zu unserer sanften Pebbles muss man halt auch sanft und lieb sein. Aber zukünftig nimmt Praline auch auf Pebbles mehr Rücksicht, nicht wahr, Praline?

PRALINE: Versprochen! Tut mir auch Leid, Pebbles, entschuldigend-MUIG. Ich hab' mir echt nix dabei gedacht.

DAISY: Das ist genau das Problem mit den jungen Dingern. Sie denken nicht. Dabei glauben sie, sie wissen und können alles besser und sind direkt in den Chefsessel hineingeboren, schnaub-MUIG. ABER NICHT MIT MIR!!!

JOYCE: Junge Junge, Daisy, du bist echt auf 180, beschwichtigend-MUIG. Dabei hast du doch Praline schon gründlich eingestampft. Was hatte sie denn eigentlich verbrochen?

OSCAR: Naja, der akute Anlass für Daisys Ausbruch war, dass Praline von einer Tischplatte zur nächsten lief. Und da, wo der Spalt zwischen beiden Tischen ist und man eigentlich rüberspringen muss, stand unten Daisy genau in dem Zwischenraum. Also hat sich Praline den Sprung gespart und ist einfach durchgelaufen, über Daisys Buckel hinweg als sei sie eine Brücke, Grinsen-unterdrück-MUIG.


Joyce

JOYCE: Kicher-MUIG, aber das kann doch nicht so schrecklich weh getan haben.

DAISY: Darum geht es nicht! Es ist RESPEKTLOS! Genau wie Futter aus dem Mäulchen klauen!

PRALINE: Wer konnte denn auch ahnen, dass du so an deinem Platz in der Rangordnung hängst, aufmüpfig-MUIG. Pebbles und Joyce haben ja auch nicht diskutiert.

DAISY: Die beiden sind viel zu lieb und bescheiden, dabei sind sie dreimal vernünftiger als du. Aber Chef in einer Gruppe wird nicht der größte Rüpel, sondern wer die größte Lebenserfahrung und dazu Führungsqualitäten hat und dazu gehört auch ein anständiges Sozialverhalten, belehr-MUIG.

OSCAR: Das stimmt schon alles, Daisy. Aber zu einem guten Sozialverhalten gehört auch, dass ein Fehlverhalten angemessen gerügt wird, aber auch nicht überdimensional. Und ich denke, Praline hat jetzt genug Schelte bekommen, vernünftig-MUIG. Sie zeigt ja in den letzten Tagen auch schon Einsicht und Besserung.

DAISY: Meinetwegen, vor-sich-hin-gnatsch-MUIG.

JOYCE: Weißt du, Praline, Daisy ist ein bisschen empfindlich, wenn man sie plötzlich von hinten schubst oder ihr ins Kreuz tritt, weil sie wegen ihrer Behinderung dann ein wenig desorientiert ist und das nicht sofort richtig einordnen kann, erklär-MUIG. Da reagiert sie dann manchmal ein bisschen über.

PEBBLES: Aber sie hat sich nach Toffees Abschied zu einer richtig guten Chefin entwickelt und hat alles prima im Griff, anerkennend-MUIG. Das solltest du auch akzeptieren.

PRALINE: Muss ich wohl, oder? Gegen ihr Kampfgewicht ist auch schwer anzukommen, grins-MUIG.


Daisy

DAISY: Ooooooh, du freches Ding, da geht es doch schon wieder los! Na warte!

OSCAR: Na na na, jetzt ist es aber mal gut, energisch-MUIG. Daisy, das hast du doch gar nicht nötig, dich von der kleinen Göre so provozieren zu lassen. Und Praline, von dir erwarte ich, dass du dich aktiv daran beteiligst, unser Zusammenleben hier friedlich zu gestalten. Daisy hat es dir doch erklärt.

PRALINE: Erklärt?? Sie hat mich durchs ganze Haus gejagt, aufgeregt-MUIG, von links nach rechts und rauf und runter bis sie mich in eine Ecke gedrängt und mir ein paar Härchen ausgerissen hatte.

JOYCE: Siehst du, das war eine ganz deutliche Ansage, klarstell-MUIG, aber weil Daisy ein sehr soziales Schweinchen ist, hat sie dich trotz ihres Zorns nicht gebissen, sondern nur ein bisschen gezaust.

PEBBLES: Eine Stufe darunter rangiert dann das Aufreiten, um klarzumachen, wer das Sagen hat.

PRALINE: Hat sie auch mit mir gemacht, resigniert-MUIG. Ganze zwei Tage lang immer wieder.

OSCAR: Genau, zustimmend-MUIG. So lange wie es brauchte bis du es verstanden hattest. Und inzwischen kennst du ja auch schon das nächstmildere Mittel der Disziplinierung, den Nasenstüber.

DAISY: Nicht mein Mittel der Wahl, da bin ich nicht mehr so treffsicher, seit ich das schiefe Köpfchen habe. Ich arbeite lieber mit Köpfchen hochreißen und beeindruckenden Drohgebärden, aufpluster-MUIG, und wenn das nicht reicht, dann gibt's eine gewaffelt.


Praline

PRALINE: Ich finde, im Moment bist du ein bisschen großzügig im Austeilen.

DAISY: Aber der Erfolg gibt mir Recht, zufrieden-MUIG. Ich stelle fest, dass du durchaus in der Lage bist durchs Haus zu fetzen ohne in einen von uns reinzubrettern. Deine soziale Kompetenz hat definitiv zugenommen seit ich dich in die Mangel genommen habe.

PRALINE: Immer muss alles geregelt und angepasst sein, nörgel-MUIG.

PEBBLES: Aber das ist doch gut, erstaunt-MUIG. Das gibt allen Sicherheit und jeder weiß, wo sein Platz ist und wie man miteinander umgeht. So gibt es keinen Stress, weil alle ganz entspannt sein können.

JOYCE: Ganz genau. Nur wenn alle sich an die Regeln halten, kann die ganze Gruppe friedlich zusammenleben. Und wir Meeris legen großen Wert auf unser ausgefeiltes soziales Gefüge, nachdrücklich-MUIG. Deshalb geben die erwachsenen Meeris ihr Wissen und ihre Sitten und Gebräuche auch an die jüngeren weiter.

OSCAR: Erziehung erschöpft sich ja nicht darin, den Babies zu zeigen, was man essen kann und was gefährlich oder ungefährlich ist, sondern auch, wie man sich als anständiges Meeri gegenüber seinen Mitschweinchen und gegenüber den Zweibeinern verhält.

DAISY: Oh, ein neues Reizthema, aufgreif-MUIG. Ich hab' mir sagen lassen, dass da auch noch einiges im Argen liegt, vielsagend-MUIG. Unser Pralinchen macht nämlich den Wochen-TÜV jedesmal zum Stresstest für die Mama Kerstin.

PRALINE: Ist doch gar nicht wahr, abstreit-MUIG.


Praline

DAISY: Oh doch, ich höre es doch immer. Du machst dich stocksteif, spannst jeden Muskel an, drehst und windest dich wie ein Aal und strampelst wie verrückt mit allen vier Füßen. Beim Zahncheck legst du den Rückwärtsgang ein und presst das Mäulchen zu und auf der Waage bleibst du auch nicht still sitzen, aufzähl-MUIG. Das gehört sich alles nicht!

PEBBLES: Aber Praline, so ist der TÜV doch auch für dich selbst viel schlimmer als er sein müsste, verständnislos-MUIG. Ich meine, keiner von uns mag den TÜV, aber je mehr man kooperiert, umso schneller und erträglicher ist das Ganze. Und bei mir kommt sogar noch die Reinigung meiner Schneidezähne dazu.

OSCAR: Schau mal, Praline, als du hier ankamst gab es überhaupt keine Probleme mit der Vergesellschaftung, erinner-MUIG. Keiner hier hat dich dumm angemacht und wir alle haben dich freundlich hier aufgenommen und waren sehr nachsichtig mit dir kleinem Ding. Das ging nur, weil wir hier alle gut sozialisiert sind und die Regeln kennen und einhalten.

JOYCE: Siehst du, Pralinchen, in einer Gruppe kommt immer wieder ein Tag, an dem einer von uns über die Regenbogenbrücke geht, melancholisch-MUIG. Und dann kommt ein neues Meeri in die Gruppe und nur, wenn alle Meeris die Signale der anderen verstehen und sich entsprechend verhalten, kann sich bei der Vergesellschaftung ein neues Meeri gut einfügen und die schon vorhandenen können ein gut sozialisiertes Meeri auch viel besser integrieren.

DAISY: Was Joyce meint ist, dass du eines Tages vielleicht nicht mehr die jüngste in der Gruppe bist, seufz-MUIG. Und nur das, was du selbst gelernt hast, kannst du dann auch an die weitergeben, die nach dir kommen.


Oscar & Pebbles

OSCAR: Deswegen hader nicht, Pralinchen, tröstend-MUIG. In der Jugend kommen einem Regeln vor wie ein Korsett, aber wenn man älter wird, erkennt man immer mehr ihren Sinn und dass nur die Tatsache, dass alle anderen diese Regeln auch einhalten, garantiert, dass wir nicht selbst ständig angerüpelt werden.

DAISY: Naja, es hängt halt auch alles vom individuellen Charakter ab. Joyce und Pebbles haben das sehr früh erkannt und sich schnell in die Gebräuche der Gruppe gefügt. Ich natürlich auch, selbstverständlich-MUIG. Aber bei Praline dauert die Reifung wohl etwas länger.

OSCAR: Na, das lassen wir jetzt mal unkommentiert.

PEBBLES: Ich finde es schön, dass wir hier so harmonisch leben und wir zum Beispiel gemeinsam einen Salatkopf essen können, ohne dass die Rangordnung eine Rolle spielt, erleichtert-MUIG.

OSCAR: Ach ja, gut, dass du das ansprichst, aufgreif-MUIG. Also, Praline, neben allen allgemeinen Regeln unter Meeris gilt in unserer Gruppe noch eine Spezialregelung, die es nur in unserer Gruppe gibt.

PRALINE: Ja?

OSCAR: Ja, streng-MUIG. Und wir beachten sie alle. Naja, außer dir bis jetzt. Diese Regel heißt "Pebbles wird nicht gedisst und alle nehmen Rücksicht auf sie!"

PRALINE: Echt? Pebbles hat eine Sonderregelung? Ja, jetzt wo du's sagst. Ist mir auch schon aufgefallen. Aber warum?


Praline

DAISY: Weil Pebbles das sanfteste, bescheidenste und friedfertigste Meeri ist, das man sich denken kann, zärtlich-MUIG. Sie beschwert sich nie, ist immer nett zu allen und wenn man auf ihr rumtrampelt, dann wehrt sie sich nicht und läuft nicht mal weg, sondern duckt sich und hofft, dass es vorbei geht. Sie ist einfach ein Schatz!

OSCAR: Unsere Pebbles ist ein bisschen schlicht und alles, was sie tut, tut sie ganz bedächtig, liebevoll-MUIG, und manchmal kriegt sie Dinge auch nicht so schnell mit, z.B. wenn das Buffet serviert wird.

JOYCE: Die Mama Kerstin hat schon überlegt, ob unsere liebe Pebbles vielleicht ein bisschen behindert ist, besorgt-MUIG, vielleicht wegen Inzucht. Die Kerstin passt zum Glück auch immer auf, dass Pebbles beim Essen nicht zu kurz kommt, obwohl sie sich ja sonst wie ein normales Meeri benimmt. Aber vielleicht ist sie auch einfach nur so verträumt, meine kleine Schwester.

OSCAR: Aber jedenfalls ist jeder von uns bei Pebbles ganz besonders nachsichtig, weil man ihr einfach nicht böse sein kann, beschützend-MUIG.


Oscar & Praline

PRALINE: Ist gut, Oscar, ich werd' mich dran halten. Ich mag Pebbles ja auch sehr.

OSCAR: Das ist schön, freu-MUIG. Weißt du, du hast unsere beiden zarten Mädchen Pebbles und Joyce schon in der Rangordnung überholt, obwohl du noch so jung bist. Aber die Rangordnung ist letztlich nur da, um Konflikte zu vermeiden, man lässt aber die rangniedrigeren Tiere seinen höheren Rang nicht dauernd spüren, erklär-MUIG. Es reicht, dass jeder Bescheid weiß, wo er steht. Das Zusammenleben ist friedlicher und schöner, wenn man mit seinem höheren Rang ganz gelassen und großzügig umgeht.

DAISY: Du hast doch bestimmt schon bemerkt, dass Oscar und ich auch nicht immer alles durchsetzen, ergänz-MUIG. Wenn zum Beispiel ein Kuschelplatz schon besetzt ist, dann vergibt sich auch das ranghöhere Tier nichts, wenn es mal zum nächsten Kuschelplatz weiter geht. Schließlich leben wir hier in einem ziemlichen Überfluss.

PEBBLES: Das ist total schön, wenn man so liebe Rudelchefs hat, die so entspannt sind. So muss ich nie Angst haben zu einem von euch hinzugehen oder gleichzeitig am gleichen Salatblatt abzubeißen, erleichtert-MUIG. Wir sind echt eine ganz tolle Gruppe.


Pebbles & Praline

PRALINE: OK, ich glaub', ich hab's jetzt verstanden. Ich werde mir ab jetzt ganz viel Mühe geben, damit ihr keinen Kummer mehr haben müsst wegen mir.

OSCAR: Das freut mich riesig, denn wir mögen dich total gerne und wir sind echt froh, dass du bei uns bist, weil du auch ganz viele tolle Eigenschaften hast, die unsere Gruppe bereichern, Kompliment-mach-MUIG. Und wir bemühen uns, dir das beste Beispiel vorzuleben, damit du alles leicht lernen kannst. 

DAISY: So, ein bisschen Gemüse wäre jetzt auch eine Bereicherung.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Dann mach ich euch mal reich mit Bio-Gurke. Bitte sehr.

OSCAR: Danke, Mama Kerstin.

Also tschüss dann, mampf schmatz, bis zum nächsten Mal...

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