Weiter gehts mit unserer Serie, wie Ihr aufs Schweinchen gekommen seid. Wir präsentieren:

 

Leni B.s & Markus R.s Geschichte

Anfang 2016 beschlossen mein Mann und ich, uns Meerschweinchen ins Haus zu holen. Im Tierheim warteten derzeit zwei Schweinedamen auf ein neues Zuhause. Wir nahmen sie bei uns auf und benannten sie in Turbine und Katapult um.

Turbine und Katapult wohnten in einem Gehege, das wir im Internet bestellt hatten. Leider waren wir sehr unzufrieden mit der Qualität des Stalls. Er war schwierig zu bauen, die Teile passten hier und dort nicht richtig zusammen und waren insgesamt recht instabil.

Turbine und Katapult im ersten Gehege

Ein paar Monate später erfuhren wir durch eine Arbeitskollegin meines Mannes von SOS-Meerschweinchen. Zu der Zeit war gerade der „Bühler Notfall“ aktuell, bei dem viele kleine Meerschweinchen gerettet wurden. Wir verliebten uns sofort in Ivana, eine drei Monate junge graue Schweinedame, der ich in Gedanken sofort den Namen Fussel gab. Also fassten wir einen Plan: Wir bauen ein neues, großes Gehege und setzen ein drittes Schweinchen dazu.

Das Gehege bekam Tischbeine, sodass es erhöht stand und man es besser sauber machen konnte. Turbine und Katapult warteten brav im Nebenzimmer und durften nach einem Tag werkeln dann in den neuen Eigenbau einziehen.

Unser erster Eigenbau

Nun waren wir also bereit für Fussel und meldeten uns bei SOS-Meerschweinchen. Dort fragte man uns, ob wir nicht nur ein Schweinchen, sondern gleich zwei adoptieren würden. Drei Schweinedamen ohne Mann könnten nämlich etwas anstrengend werden. So beschlossen wir, Kenai bei uns aufzunehmen, der ein weiteres Schweinchen aus dem Bühler Notfall und extrem ängstlich war. Wir benannten ihn um in Keks.

Nun folgten ein paar schwere Tage. Die vier Schweinchen sollten sich in einem neutralen Klappgehege kennenlernen. Die kleine Fussel wurde von Turbine und Katapult heftig gejagt, es wurde gequiekt, das Heu flog und die Häuschen fielen um. Keks indessen saß die ersten 24 Stunden starr in einem Haus. Er fraß nicht und reagierte auf gar nichts. Doch unsere Geduld zahlte sich aus: Am nächsten Tag kam Keks endlich raus, bestieg einmal jede seiner Damen und fraß schließlich ein großes Stück Karotte. Ab dem Moment herrschte Frieden in der Gruppe und wir konnten die vier in unseren Eigenbau setzen.

In den nächsten Monaten wurde das Gehege immer mal wieder verändert und vergrößert, es bekam zum Beispiel eine zweite Ebene. Außerdem stiegen wir von Einstreu auf Fleece-Haltung um, was sich bis heute sehr bewährt. Keks wurde übrigens mit den Jahren immer mutiger, offener und rundum gesünder! Wir freuen uns, dass es ihm bei uns so gut zu gehen scheint.

Unser aktuelles Gehege für fünf

Anfang 2018 wurde Katapult leider sehr krank. Durch eine Fehlstellung der Zähne kam es zu einer Entzündung im Kiefer, die auch ihr Auge angriff und sie halbseitig erblinden ließ. Zwei Wochen lang versuchten wir alles, aber leider mussten wir sie schließlich einschlafen lassen. An diesem Tag saßen Turbine und Fussel, die sich sonst eher aus dem Weg gehen, ganz eng zusammen in einem Häuschen...

Wir beschlossen daraufhin, nicht nur ein neues Schweinchen zu holen, sondern gleich zwei, und somit unsere Truppe auf insgesamt fünf zu erweitern. Es zogen Rakete (SOS-Peppermint Patty) und Kokolores (SOS-Laura) bei uns ein. Das Kennenlernen verlief wieder sehr laut und endete damit, dass Fussel mit einem Schnitt in der Oberlippe in die Notaufnahme musste. Zum Glück erholte sie sich aber schnell von dem Vorfall und ihre Schnauze ist gut verheilt.

Nun vertragen sich die fünf. Vor Rakete hätte man uns allerdings warnen sollen, die hat es wirklich faustdick hinter den Ohren, lässt sich von nichts und niemandem beeindrucken und beißt in alles rein, was ihr vor die Nase kommt (auch Finger). Kokolores ist unser erstes Langhaarschweinchen und durch sie wurden wir Meerschweinchen-Friseure.

 Und so sind wir aufs Schwein gekommen.

Alle fünf

 

Serie verpasst? Kein Problem, hier gehts zur Geschichte von Wilhelm & Nutella, Gewinner-Geschichte 1, Gewinner-Geschichte 2, Gewinner-Geschichte 3, der ersten weiteren Geschichte und der zweiten weiteren Geschichte.


 

Mehli wurde zusammen mit ihrer Gruppe schweren Herzens im Januar diesen Jahres bei uns abgegeben, da die Halterin aus persönlichen Gründen die Meeri-Haltung beenden musste. Da wir schon länger mit der Halterin in Kontakt waren, waren wir bereits darauf vorbereitet, dass Mehli nicht gesund war, und dass sie ein großer Tumor am Hals beeinträchtigt. Zudem hatte sie eine Haut- und Darmpilzinfektion, die die Halterin sehr gut in den Griff bekam. Leider fand sie in ihrem Umfeld keinen Meeri-versierten Tierarzt, der auch den Tumor im Halsbereich behandeln wollte/konnte.

Nach kurzer Eingewöhnungszeit in der Pflegestelle durfte Mehli die Vereinstierärztin besuchen. Hier wurde eine Biopsie des Tumors vorgenommen und eine gründliche Röntgenuntersuchung des gesamten Körpers durchgeführt. Leider stellte sich heraus, dass dieser Tumor ein entarteter Lymphknoten war und der Krebs bereits Metastasen in der Lunge und im Bauchraum gebildet hatte. Dadurch waren leider auch ihr Herz und ihre Darmmobilität beeinträchtigt.

So konnten wir der tapferen Mehli leider nur noch soweit helfen, dass sie möglichst schmerzfrei, fröhlich und behütet ihre Zeit in der Pflegestelle verbringen konnte. Sie genoß jeden Tag und war eine so lebensfrohe und lustige Maus, die sich von ihrer schweren Krankheit nicht unterkriegen ließ. In dieser Zeit bekam die Süße homöopathische Mittel zur Unterstützung sowie Schmerzmittel, Herzmedikamente und Entzündungshemmer.

Am 03.03.2020 entschlief die süße Mehli friedlich Zuhause bei ihren Mitschweinchen. Mehli wurde ca. 4,5 Jahre alt. Auch wenn die Maus nur kurz bei uns im Verein war, hinterlässt sie viele schöne Erinnerungen und wir sind dankbar, dieses besondere Schweinchen auf dem letzten Stück ihres Lebensweges begleitet zu haben. Run free, kleine Mehli, auf den immergrünen Wiesen!

 

Der Tod ist das Tor zum Licht
am Ende eines mühsam
gewordenen Lebens.

 Franz von Assisi

Komm gut an, liebe Meeridame! Schön, dass wir dich kennenlernen durften!


 

... liegt für uns Meerschweinchenhalter ganz klar nicht immer auf dem Rücken der Pferde. Sondern vor allem steht es bei uns zu Hause entweder im Wohnzimmer, im "Schweinezimmer" oder im Garten. Gemeint sind die Gehege unserer Goldstücke.

 

Und wem geht nicht das Herz auf, wenn einem solch ein Anblick erwartet. Diese drei süßen Schnuckis haben hiernach sicherlich einen Berg voll Erbsenflocken bekommen. Kleine Schweine, ganz groß.


 

Und wieder hat eine kleine Omi im Verein für immer die Augen geschlossen. Wir verabschieden uns von unserer süßen Mimina. Eine Seniorin, die so gar keine wirkliche Seniorin war.

Mimina kam im Mai 2017 zusammen mit ihrer damaligen Freundin zu uns in den Verein. Es hat nicht lange gedauert und sie war auch schon vermittelt. Jedoch kam sie schon wenige Wochen später wieder zurück, da das Böckchen zu dem sie vermittelt wurde gestorben ist. Aber auch diesmal dauerte es nicht lange, bis sie das Herz einer neuen Person erobert hatte. Nämlich das ihrer Pflegestelle. Und so lebte sie bis Ende November 2019 glücklich mit ihrem neuen Böckchen zusammen. Leider musste die Haltung aus persönlichen Gründen beendet werden, sodass Mimina erneut den Weg zurück in den Verein fand. Da sie zu diesem Zeitpunkt schon stolze 8 Jahre alt war, durfte sie selbstverständlich direkt auf einen Patenplatz ziehen, damit sie ihren Lebensabend in Ruhe genießen kann.

Mimina ging es gesundheitlich soweit gut, mehr noch: sie war rüstig und erstaunlich sportlich im Gehege unterwegs. Während die jüngeren Gehegebewohner den Sprung auf ein Häuschen aus "Anstrengungsgründen" eher vermieden und sich lieber faul in die Hängematte legten, turnte Mimina aufgeweckt durch und über die Einrichtungsgegenstände. Ob sie sich am Ende einfach nur überfordert hat? Sie benötigte aufgrund ihres hohen Alters besondere Aufmerksamkeit. Sie erhielt nährstoffreiches Futter und unterstützende Homöopatika für das Immunsystem und ihr Herzchen. Diese nahm sie immer völlig entspannt und stressfrei aus der Spritze im Gehege sitzend auf. Sie spürte genau, dass die Menschen ihr dabei helfen wollen noch weiter so aktiv zu bleiben.

So lief alles bestens für die Seniorin, und so war es ein sehr großer Schock für die Pflegemama, als sie am 19.02. Mimina abends nach der Arbeit entschlafen im Gehege vorfand. Es gab keinerlei Vorzeichen. Man konnte anhand ihrer Position erkennen, dass sie sich wohl gerade auf den Weg in ein stilles Häuschen befand und dann auf dem Weg zusammengebrochen ist.

Wir sind unendlich traurig, so eine zugewandte und lebensbejahende kleine Seele nach so einer kurzen Zeit im Patengehege schon zu verlieren. Dennoch sind wir dankbar, dass wenn es schon sein musste, für die Maus kein Leidensweg voranging, und dass wir sie das letzte Stück ihres Weges begleiten durften. Mimina ist stolze 8,5 Jahre alt geworden.

Liebe Mimina, wir hoffen du bist mittlerweile gut auf der immergrünen Wiese angekommen und tobst sorgenlos mit deinen alten Freunden durch die wohlriechenden Kräuter. Wir lieben dich!

 

"Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern; tot ist nur, wer vergessen wird."

- Immanuel Kant

 


 

Weiter gehts mit unserer Serie, wie Ihr aufs Schweinchen gekommen seid. Wir präsentieren:

 

Gina L.s Geschichte

Ich möchte hier gerne erzählen, wie ich zu Meerschweinchen gekommen bin.
Alles begann, als ich ein kleiner Stöpsel war (7 oder 8 Jahre).
Mein Vater kam eines Tages von der Arbeit nach Hause und erzählte meiner Mutter, dass einer seiner Arbeitskollegen ein Meerschweinchen zu verkaufen hätte. Da ich mir lange schon Meerschweinchen gewünscht habe, fragte ich meinen Papa, ob wir es nicht kaufen könnten, denn ich hatte 10 DM angespart.
Nachdem mir meine Eltern von der Verantwortung erzählt haben, die ich dann habe, fragten sie mich nochmals, ob ich wirklich wollte. Ich bejahte.
Und so fuhren wir los, mein erstes Meerschweinchen zu kaufen.
Es war ein rotes Glatthaar Meerschweinchen. Ein Weibchen mittleren Alters. Ich gab dem Arbeitskollegen meines Vaters stolz die angesparten 10 DM und bekam die süße Maus. Als wir wieder Zuhause ankamen mit ihr, waren alle so verliebt, dass wir uns gleich noch zwei Weibchen holten, denn wir wussten ja, dass Meerschweinchen nicht gerne alleine sind. So hatten wir unsere ersten 3 Meerschweinchen, die Queenchen, Pünktchen und Pi hießen. Und so hatten wir unsere ersten Fellnasen und ich bin glücklich das es so gekommen ist. 😊  

 

 

Serie verpasst? Kein Problem, hier gehts zur Geschichte von Wilhelm & Nutella, Gewinner-Geschichte 1, Gewinner-Geschichte 2, Gewinner-Geschichte 3 sowie ersten weiteren Geschichte.


 

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