Eric kam im November 2017 in den Verein, da er als letztes Schweinchen der Gruppe übrig geblieben war und die Haltung beendet werden sollte. Seine ehmalige Halterin sagte uns, dass sie ihrerseits den lieben Bub aus einer schlechten Haltung übernommen hatte. Eric kam aus dem hohen Norden zu uns, da im Umkreis kein Platz für ihn frei war, und der liebe Schatz nicht unnötig lange alleine bleiben sollte.
Bei uns angekommen, leistete er Patenschweinchen Popcorn Gesellschaft, die sich aus diversen Gründen nicht mit mehreren Tieren wohlfühlte, und auch mit der Wahl ihrer neuen Freunde recht wählerisch war. Mit Eric verstand sie sich auf Anhieb, seinem Charme und lieben Wesen konnte die süsse Maus nicht widerstehen. So waren die beiden richtig glücklich in ihrer Zweisamkeit, Eric nahm schön an Gewicht zu und blühte auf. Sehr gerne bekam er Erbsenflocken als Zwischensnack gereicht, für diese stand er auch schon mal geduldig wartend ein Weilchen am Gehegerand, bis er sie auch erhielt.
Das gemeisame Glück hielt knapp 6 Monate, dann erlag Popi, wie sie liebevoll genannt wurde, ihrem Herzleiden. Eric trauerte sehr, sein Futter nahm er zwar zu sich, sass sonst aber nur herzzerreissend unglücklich in einem Häuschen. Daher musste schnell etwas geschehen, so bekam Eric umgehend wieder Gesellschaft, diesmal gleich von drei Weibchen. Der Bub wusste anfangs gar nicht wie ihm geschieht, war dann aber im siebten Himmel. Über die Zeit kam und ging so manche Patenschweinchen Dame in sein Rudel, jedesmal nahm Eric die neue Lady galant und freundlich auf.
Ihm selbst ging es gesundheitlich soweit gut, er war bei Popi´s Ableben ja ebenfalls bereits 6 Jahre alt. Er hatte eine Talgdrüse, die beobachtet werden musste, auch waren kurzzeitige Hautprobleme aufgetreten, die aber durch rechtzeitige Behandlung schnell wieder im Griff waren.
 
Anfang 2019 war Eric, inzwischen 7 Jahre alt, deutlich ins Seniorenalter übergegangen. Er war insgesamt ein bischen ruhiger geworden, im Frühjahr machte sich Arthrose in den Kniegelenken und der Hüfte bemerkbar, die Bandscheiben waren ebenfalls angeschlagen, in der Blase hatte er eine Griesansammlung. Durch tränende Augen wurde eine Röntgenuntersuchung gemacht, bei der sich zeigte, dass eine Backenzahnwurzel Richtung Kiefer wuchs. Es gab allerdings noch keinen Handlungsbedarf, aber dies musste gut beobachtet werden.
So wurde Eric nun also auf Medikamente eingestellt und der Blasengries wie auch die tränenden Augen wurden wieder besser. Ein Problem blieb allerdings die Arthrose, sie schritt trotz umfassender Medikation schnell fort, und so konnte Eric im Juli seine Hinterbeine nicht mehr bewegen, er wurde zum Pflegefall. Allerdings war sein Lebensmut ungebrochen, er war aufmerksam, nahm Anteil und futterte mit grossem Appetit. So versorgte und betreute ihn seine Pflegemama intensivst und beobachtete die weitere Entwicklung genau.

Eric´s Appetit und auch Lebensmut waren bis zum Schluss ungebrochen, das machte die Entscheidung umso schwerer, doch als die Situation anfing zur Qual zu werden, entschied sich Eric´s Pflegemama zusammen mit der behandelnden Tierärztin schwersten Herzens den lieben Bub gehen zu lassen. Er wurde immer schwächer, das Aufrechthalten mit den Vorderbeinen begann mühevoll zu werden, er hatte sich trotz intensiver Pflege wundgelegen und trotz Behandlung der Stelle war keine Wundheilung mehr gegeben. Er nahm immer weiter ab trotz Zufüttern, kurzum sein Wille war stark aber sein Körper konnte nicht mehr. Diese Entscheidung treffen zu müssen war besonders schwer und bitter, aber sie war richtig, es wäre nur noch bergab gegangen.
Eric durfte stolze 8 Jahre alt werden.

Wir sind von ganzem Herzen traurig über diesen Verlust, Eric war ein so goldiger, lieber, pfiffiger, lebensfroher, zutraulicher und freundlicher Schweinemann, er hinterlässt eine grosse Lücke.
 
Seine Pflegemama erzählt Erics Geschichte und verabschiedet sich mit liebenden Worten von dem Schatz:
 

"Im Oktober 2017 zog Popcorn, mein erstes Patenpflegetier bei mir ein.

Der Plan, sie in meine 4er Gruppe zu vergesellschaften, ging gleich mal schief.

Die kleine Zicke griff alles an, was 4 Beine hatte und meine Tiere bewegten sich keinen Millimeter mehr.

Was nun?  Guter Rat war teuer.

So entschloss ich mich, ein zweites Gehege zu bauen und der Maus einen Mann zu geben, der etwas mutiger ist als mein Willi.

 

So kam im November 2017 Eric in unsere Familie.

Er kam, sah und siegte…….

Innerhalb kurzer Zeit verwies er die Oberzicke in ihre Schranken und sie lebten ohne Probleme zusammen.

Nachdem Popcorn über die Regenbogenbrücke ging, durfte er ins große Gehege umziehen und seinen Job als Haremswächter mit zeitweise 4 Mädels antreten.

Eric war ein toller Kerl, ohne frech und aufdringlich zu sein, wurde seine Chefrolle immer von allen akzeptiert.

Das war auch noch so, als im Alter von 7 Jahren seine Probleme begannen.

Durch eine schwere Arthrose und einige kleinere Baustellen zog er sich immer mehr in sein Rentner Leben zurück.

Dennoch blieb er immer der Boss im Stall.

Auch am Ende, als er nicht mehr laufen konnte, wurde er jederzeit von den Mädels in Ruhe gelassen, seinen Status als Chef hat er nie verloren.

Am 05.08.2020 gingen wir dann zusammen den letzten Weg.

Eric wurde 8 Jahre und drei Monate alt.

 

Mein Lieber Eric

Wir sind so froh, dass wir dich gefunden haben und fast 3 Jahre mit dir verbringen durften.

Wir werden dich immer in unserem Herzen behalten."

 

Die Liebe ist stärker als der Tod und die Schrecken des Todes. Allein die Liebe erhält und bewegt unser Leben.
Iwan Turgenjew
 
Leb wohl, tapferer kleiner Schweinemann, jetzt kannst du wieder fröhlich über die Wiesen tollen!

Der süße Oliviero kam im Juli 2020 zu SOS, da er sich in seinem vorigen Zuhause nicht gut mit seinen Mitschweinchen verstanden hat. Nach Absitzen seiner Kastrationsfrist durfte der kleine Bub schon bald zu drei verwitweten Damen ziehen. Nach etwas anfänglichem Unmut seitens der Damenwelt hat sich Oli, wie er nun genannt wird, super eingelebt und fühlt sich richtig sauwohl.laughing

Oli ist schwer begeistert von seinen Mädels und ist schwer damit beschäftigt, sie zu bebrommseln und zu umgarnen. Und bei so viel Arbeit muss sich Schwein auch zwischendurch ausruhen, selbstverständlich auf einem Logenplatz. King Oli wacht gerne über sein Reich und natürlich seine Damen, wie es sich für einen richtigen Haremswächter gehört.

Lieber Oliviero, schön, dass es dir so gut gefällt!!!laughing


 

Auch wenn es schon ein ganzes Weilchen her ist- nämlich mehr als ein ganzes Jahr- habe ich mir überlegt, dass meine Geschichte mit dem Wurm un-be-dingt einmal in den News erscheinen muss! Also, das bin ich - Patenschweinchen Mina und das glibberige dunkle kleine Wesen an meinem Fuß - das ist der Wurm!!!

Aber jetzt von Anfang an! *räusper muig* Ich bin Anfang 2019 als Patentier in eine ganz tolle Gruppe gezogen, zusammen mit meiner Freundin Vivet, die inzwischen leider über die Regenbogenbrücke gegangen ist *traurig muig* Weil ich in der Vergangenheit arge Probleme mit meiner Blase hatte *autsch muig* und mich so toll und fürsorglich um die schwerkranke Vivet, die dringend so ein liebes und soziales Schweinchen wie mich an ihrer Seite benötigt hatte, gekümmert habe, wurde beschlossen, dass ich als Patentier in der Pflegestelle bleiben durfte. *freu muig* Hier fühle ich mich auch so richtig sauwohl und putze meinen Mitschweinchen auch gerne mal die Augen und Ohren.

Bald fiel meiner Pflegemama auf, dass ich leider schwer Luft bekam *ächz muig* und deshalb hat sie mich zu einer Weißkittelfrau gebracht, die mich untersucht und geröngt hat, was ich natürlich vorbildlich mitgemacht habe. Die Weißkittelfrau hat gesagt, dass mein Herzchen leider nicht so gut funktioniert und ich deshalb ganz viel Wasser in der Lunge hatte, weshalb ich so schwer schnaufen musste. Zu diesem Zeitpunkt waren meine Pfötchen schon seltsam dick. *bedauernd muig* Ich bekam also einige Medikamente und schon bald ging es mir wieder so richtig gut! *freudig muig* Wir sind dann wieder zur Weißkittelfrau gegangen und sie hat mich sehr gelobt und gesagt, dass mein Herz und meine Lunge viiiiiel besser aussehen! *zufrieden muig*

Aber- da waren leider immer noch meine sehr dicken Füßchen! Natürlich haben die Weißkittelfrau und meine Pflegemama verschiedenste Behandlungen und Mittel ausprobiert, aber nichts half, es wurde einfach nicht besser. Die Schwellung war so schlimm geworden, dass sich die äußeren Zehen nach oben drehten und ich nur noch auf den inneren Zehen laufen konnte. *jammer muig* Zudem lösten sich auch noch dicke Hornhautplatten, die sich entzündeten. So sah das Ganze aus:

Daraufhin wurden meine armen Füßchen mit Antibiotika behandelt und ich musste Verbände tragen, die an jedem zweiten Tag gewechselt wurden. *genervt muig* Meinem rechten Pfötchen ging es schon bald besser, aber bei meinem linken Pfötchen dauerte es drei Wochen, bis die Wunden gut verheilt waren. Aber leider waren meine Füßchen auch nach ausgeheilter Entzündung immer noch dick, geschwollen und nach außen gedreht. Sogar blau angelaufen waren sie, weil die Durchblutung nicht mehr so gut funktionierte! *schauder muig* Meine Pflegemama gab alles, aber auch verschiedene homöopathische Mittel sowie eine Laserbehandlung brachten leider keine Besserung - es war zum Haare raufen! *verzweifelt muig* Und dann brachte meine Pflegemama das da nach Hause:

Den Wurm!!! Ich war ja sehr skeptisch, wie der kleine Kerl mir helfen sollte, aber meine Pflegemama hat mir das dann sehr gut erklärt. Der Wurm ist nämlich ein besonderer Wurm - Medizinischer Blutegel heißt die Art, auf lateinisch Hirudo medicinalis genannt. Bei den Zweibeinern werden Blutegel schon sehr lange erfolgreich in der Medizin verwendet und meine Pflegemama dachte sich, dass so ein Egel auch meinem Pfötchen helfen könnte. Also ist sie losgezogen und hat den kleinsten Egel geholt, der in der Zucht zu bekommen war. Und dann war es soweit - der Egel wurde an meinem schlimmen Pfötchen angesetzt. Ein bisschen Bedenken hatte ich schon, aber - es tat ja gar nicht weh!!! *staun muig*

Der kleine Wurm machte seine Arbeit sehr gut und wollte ihn dabei auf keinen Fall stören, deshalb bin ich auch ganz brav und geduldig sitzen geblieben und habe gewartet, bis diese Behandlung fertig war, nämlich ganze 20 Minuten. Natürlich hab ich dafür auch ein paar Leckerlies verdient! *zwinker muig* Am nächsten Tag dann war von der Bisswunde des Egels gar nichts mehr zu sehen und mein Füßchen war deutlich dünner und abgeschwollen - seht mal!!! *aufgeregt muig* Ich war eindeutig auf dem Weg der Besserung.

Wie es leider manchmal bei solch langwierigen Krankheitsgeschichten wie meiner so ist, kam dann unerwartet ein großer Durchhänger - mein krankes Herzchen meldete sich zurück und in meiner Lunge sammelte sich wieder Wasser an. *seufz muig* Und auch meine Pfötchen schwollen wieder an und färbten sich blau. *ohje muig* Bei der Weißkittelfrau bekam ich natülich sofort entsprechende Medikamente, meine Herzmedikation wurde angepasst. Meine Füßchen bekamen nun erneut eine Laserbehandlung, die dieses Mal richtig gut anschlug. Bald schon waren meine Pfötchen wieder gut abgeschwollen und nahmen eine schöne gesunde Farbe an. *stolz muig*

In dieser ganzen Zeit war ich eine absolute Bilderbuchpatientin - wie man es von so einem lieben Schweinchen wie mir auch nicht anders erwarten würde! *kulleraugen muig* Nun geht es mir schon sehr lange Zeit wieder gut, ich habe keine Probleme mit meinem Herzchen oder meinen Füßchen! *glücklich muig* Natürlich bin ich meiner Pflegemama für ihren unermüdlichen Einsatz dankbar *gerührt muig*, aber wenn ich an diese Zeit zurückdenke, fällt mir immer als erstes dieser komische kleine glibberige Kerl ein - der Wurm eben! Und das war sie, die Geschichte von mir und dem Wurm.

An dieser Stelle möchte ich unbedingt noch ganz viele liebe Grüß-Muigs an meine lieben Patinnen und Paten schicken, die mich so toll unterstützen! Ihr seid große Klasse und ich freue mich sehr darüber, dass ich euer Patenschweinchen sein darf! laughing

Meine Geschichte vom Wurm möchte ich jetzt noch mit Folgenem beenden - einem anderen Wurm! Vor kurzem ist nämlich Patenschweinchen Ruben zu meiner Pflegemama gezogen. Auch dieser liebe Bub hat dicke, deformierte Pfötchen sowie einen Ballenabszess am rechten Vorderpfötchen. *mitleidig muig* Und weil meine Pflegemama bei mir so gute Erfahrungen mit der Blutegeltherapie gemacht hat, bekommt Ruben diese nun auch! Auch er lässt den Wurm ganz geduldig seine Arbeit machen - aber guckt euch doch mal seinen Gesichtsausdruck an!!! *kicher muig*

Viele Muig-Muigs von eurer Mina!


 

Buster kam im März 2016 zusammen mit seiner damaligen Partnerin zu uns in den Verein. Seine liebe Schweinedame verstarb traurigerweise schon kurze Zeit darauf, und auch der liebe Buster war wie sich herausstellte nicht ganz gesund. Er hatte vergrösserte Lymphknoten. Eine Biopsie, die an mehreren der Knoten durchgeführt wurde, brachte kein eindeutiges Ergebnis. Die Auswucherungen an den Lymphknoten waren so stark zerfasert, dass die Vermutung der Leukose (Lymphdrüsenkrebs) sehr nahelag.
 
Der weitere Verlauf sollte weiterhin engmaschig beobachtet werden, so blieb Buster also als Patenschweinchen im Verein. Er durfte dann ins neu gebaute Nachbargehege in die Patengruppe umziehen, wo er sich auf Anhieb sehr wohl fühlte. Zur Unterstützung seiner gesundheitlichen Problematik bekam er diverse Homöopatika. Buster war ein ganz toller Schweinemann, der seine Mädels sanft aber bestimmt im Griff hatte. Er mochte Kuschelsachen sehr, ganz besonders seine heissgeliebte Hängematte.
 
So verging die Zeit, Buster wurde zu einem Senior, der zwar vom natürlichen Verlauf her etwas abbaute und auch an Gewicht verlor, aber am Jahresanfang diesen Jahres immer noch gut unterwegs war und für ein Leckerli immer noch "Männchen" machte.
In den letzten Wochen vor dem 1. September stellte der Tierarzt einen inoperablen Tumor im Bauchraum bei Buster fest. Der Bub erhielt alle notwendigen Medikamente und liebevolle Pflege. Am 01. September war es dann traurigsterweise soweit, der Tumor hatte gezehrt und Kraft gekostet, Buster durfte Zuhause im Kreise seiner Lieben sanft entschlafen. Buster wurde trotz seiner Krankheit knapp stolze 7 Jahre alt.
 
 
 
"Eines Morgens wachst du nicht mehr auf.
Die Vögel singen, wie sie gestern sangen.
Nichts ändert diesen neuen Tagesablauf.
Nur du bist fortgegangen.
Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen dir Glück."
Johann Wolfgang von Goethe
 

... und das sind die entzückenden Schweinedamen aus dem gestrigen Suchspiel, die sich links und rechts hinter der Hängematte verbergen :

 

 

Nochmals ganz lieben Dank für die Einsendung der Bilder von bezaubernden Schweinchen

 

 


 

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