Daryl kam Anfang Dezember 2018 zu uns in den Verein, da die Haltung nach dem Tod seines Partners beendet werden sollte. Daryl hatte seit seiner Kastration einen kleinen Penisvorfall, er brauchte Hilfe bei der Reinigung (und beim "Eintüten") seines besten Stücks und der Perinealtasche.
Ansonsten war Daryl ein liebreizender, sanfter wunderschöner schwarzer Schweinemann von zartem Gemüt. Er war bei der Abgabe 5+ Jahre alt. Wie es den Böckchen traurigerweise so oft geht, sass Daryl monatelang in der Vermittlung und es kam nur eine einzige Anfrage für ihn, die leider nicht passte.
Im September 2019 entschlossen wir uns, Daryl zu verpaten und ihm endlich sein Für-Immer-Zuhause zu geben. Er war inzwischen 6 Jahre alt geworden, und so ganz allmählich begann sich bei seiner Sensibilität das Leben im Vermittlungsgehege mit wechselnden Partnerinnen abzuzeichnen, es war Zeit, Daryl sollte ankommen dürfen.
 
Und das tat er. In seiner Gruppe waren zwei sehr liebe Seniorinnen, die ihn freudig empfingen und Daryl blühte hier nochmals so richtig auf. Er nahm schön an Gewicht zu, liess es sich gutgehen und war so lieb zu Patenschweinchen Malibu als diese immobil wurde, leistete ihr Gesellschaft.
 
So ging es Daryl gut - bis zum 30.03.2020, er war urplötzlich aufgegast, mochte kaum fressen. Bei dem sofortigen Tierarztbesuch konnten nur minimale Zahnspitzen festgestellt werden, alles andere schien völlig normal, die Röntgenbilder waren sonst unauffällig. Offenbar störten ihn diese Zahnspitzen beim Fressen so sehr, dass er weniger frass und in der Folge aufgaste.
Aufgrund der Problematik, dass die Spitzen ja nur noch grösser werden würden, je mehr Zeit man verstreichen liess, wurde beschlossen, die Spitzen unter Inhalationsnarkose zu entfernen. Das Ganze dauerte nicht lange und den Eingriff an sich überstand Daryl sehr gut. Allerdings mochte er immer noch kaum bis gar nicht fressen. Er wurde von seiner Pflegemama intensiv gepflegt, bekam alle nötigen Medikamente und wurde voll gepäppelt, den Brei nahm er recht gut an. Zwischendurch war er nochmals beim Tierarzt, Daryl sollte weiter wie gehabt behandelt werden.
Zunächst bestand Hoffnung, die Verdauung kam besser in Schwung, Daryl köttelte wieder besser und auch sein Allgemeinzustand war besser geworden. Doch diese Freude hielt traurigsterweise nicht lange an, die Aufgasung war einfach nicht in den Griff zu bekommen, die Medikamente halfen immer weniger und Daryl baute insgesamt sehr schnell ab. So fuhr Daryl´s Pflegemama am Abend des 02.04. erneut mit dem lieben Bub zum Tierarzt, bereits mit ganz schwerem Herzen und dort entschied sie dann nach nochmaliger gründlicher Untersuchung gemeinsam mit der behandelnden Tierärztin, Daryl zu erlösen, er hätte sich sonst sehr gequält und vermutlich die folgende Nacht nicht überstanden. Es war eine der schweren Aufgasungen, gegen die man einfach machtlos ist.

Wir sind von ganzem Herzen traurig über diesen Verlust, Daryl war so eine lieber, herzensguter und sanftmütiger Schweinemann. Mit seiner ganzen liebreizenden und sensiblen Art wird er unendlich fehlen.
 
Folgende liebe Worte möchte Daryls Pflegemama ihm mitgeben:
 
Lieber Daryl,leider durfte ich nur kurz Deine Pflegemama sein. Du warst ein toller Haremswächter und hast mitDeinem Charme die Frauenherzen hier gewonnen. Es war schön zu sehen, dass Du endlich in DeinemZuhause angekommen bist und hier regelrecht aufgeblüht bist. Wir werden Dich ganz arg vermissen,komm gut an kleiner Mann.
 

Was man tief in seinem Herzen besitzt,
kann man nicht durch den Tod verlieren.

 Joh. Wolfgang v. Goethe
 
Leb wohl, süßer Schatz und lass es dir auf der Regenbogenwiese richtig gutgehen!

Willihelm – ein Wuppdate

Wer ist Willihelm? Ich bin es – Euer Wilhelm!

Was zum Schweinchen ist ein Wuppdate? Das ist wenn man ein Wuppser ist und man seine Neuigkeiten kundtun will!

Was ist ein Wuppser? Ich bin ein Wuppser!

Falsch! Ich bin nicht ein Wuppser, ich bin DER Wuppser!

Ohhh, Zweibein … du schreibst einen Quatsch über mich … das geht ja gar nicht! Lass mich mal!

 

Also, ich bin SOS-Wilhelm.

Ein Prachtpatenschweinchen erster Güte.

Meine neuen Patenzweibeiner nennen mich aber Willi. Die stehen wohl nicht auf schöne, alte, deutsche Namen.

Und wenn die über mich reden (meistens hinter meinem Rücken, was ich aber mitbekomme) nennen die mich „den Wuppser“. Ich habe keine Ahnung warum …

Vielleicht weil ich die Stufen im Gehege in einem schweineeleganten Wupps runter hupps.

Ich bin jetzt seit fünf Monaten in meiner neuen Patenstelle und muss Euch sagen: ist klasse hier.

So langsam bekommen die alle mit, dass ich der Chef bin.

Vermutlich weil ich immer meckernd durchs Gehege stappfe. Muss man aber ja auch.

Überall tun die alles liegen lassen. Ihre angenagten Karotten, den Fenchel, Salatreste und ihre Knoddels. Ständig tritt man auf diese kleinen Bomben …

Manchmal habe ich das Gefühl die meckern zurück. Aber das stört mich nicht. Ich höre ja nichts. Also zumindest tue ich so. Das erspart mir diese elenden Diskussionen.

 

Ich musste auch feststellen dass die von SOS keine Ahnung haben.

Die hatten geschrieben „klein“ und „geringes Gewicht“ … tztztz

Sehe ich etwa klein aus?

Oder untergewichtig?

Ich habe schweinchenstolze 1135 Gramm. Und klein bin ich auch nicht. Ich nehme es ganz alleine mit einer ganzen Paprika auf!

 

Das mit dem Rolllied stimmt auch nicht mehr. Meine Zweibeiner haben mich zu so einem komischen Ort gebracht. Da durfte ich schlafen.

Und als ich wieder aufgestanden bin, war ich der schärfste Schweinemann auf diesem Planeten.

 

Gefallen lasse ich mir auch nichts mehr!

Schon gar nicht wenn diese Millie auftaucht und die Weltherrschaft an sich reißen will. Da ist die bei mir jetzt genau richtig.

Die Welt gehört mir! Naja, zumindest dieses Gehege … das Häuschen … das Streu unter meinen Füßchen …

Hier noch schnell der Beweis. Ich habe die Schüssel erobert …

Im Moment bin ich aber sehr, sehr traurig. Meine Holde, die Nutella, ist auf Reise gegangen.

Wie mir die Zweibeiner sagten ging sie über eine Brücke auf eine große Wiese. Ist wohl ein OneWay-Ticket …

 

So. Leude, das war’s mal wieder von mir.

Ich muss jetzt schnell wieder den Chef raus lassen und für Ordnung sorgen.

 

Euer Willi


 

Malibu kam im Juni 2018 zu uns in den Verein. Sie wurde aus Desinteresse abgegeben, zuvor hatte sie zunächst drei Jahre mit ihrer Schwester zusammen in einem handelsüblichen Käfig gelebt, als diese verstarb lebte sie für drei weitere Jahre alleine (!) darin. Als sie in der Pflegestelle ankam war sie ein Bild des Jammers, man sah das Desinteresse der ehemaligen Halter deutlich: sie war verdreckt, ihr Fell verfilzt und sie hat regelrecht gestunken. Ihre Flanken waren kahl und in ihrem Urin war Blut. Dazu war sie sehr zierlich und leichtgewichtig. Nachdem sie gesäubert worden war, wurde Malibu natürlich dem Tierarzt vorgestellt, sie hatte eine Blasenentzündung und Zysten. Sie erhielt Medikamente und kurierte die Blasenentzündung in der folgenden Zeit aus, auch die Zysten wurden behandelt, ihr Fell wuchs nach. Jedoch war die liebe Maus ein trauriges Häuflein Schwein, sie war schlapp und müde. Es wurde noch unsere Tierheilpraktikerin hinzugezogen. Die Behandlung mit den homöopatischen Mitteln taten Malibu gut und päppelten sie wieder etwas auf, auch seelisch.
 
Als sie soweit stabil war, durfte sie in ihr Für-Immer-Zuhause auf ihren Patenplatz ziehen. Hier lebte sie künftig mit drei Schweinchen zusammen. Die Gruppe gefiel Malibu auf Anhieb, sie blühte auf, erkundete neugierig das Gehege und nach kurzer Zeit schloss sie sich den anderen Gruppenmitgliedern an, und stand mit vorne beim Betteln nach Leckerchen. Sie genoss ihre Zeit in Gesellschaft und mit liebe- und respektvollem Pflegeprogramm. So verging die Zeit, sie hatte altersbedingt Arthrose in den Hinterbeinen bekommen wofür sie Medikamente erhielt, im September 2019 schritt die Arthrose fort und Malibu wurde erneut medikamentös eingestellt. Aufgrund der Arthrose machte die Verdauung ein wenig schlapp und Malibu bekam Durchfall, jedoch erholte sie sich durch die sofortige Behandlung wieder und war bald wieder fit.
 
Im September 2019 kam ein starker Arthrose-Schub bei dem Malibu ihre Hinterbeine nicht mehr bewegen konnte, leider halfen die Therapien nicht, die Hinterbeine blieben versteift. Da Malibu aber gut eingestellt war, hatte sie keine Schmerzen und ihr Lebensmut war somit nicht gebrochen. Ihre Pflegemama kümmerte sich rührend um sie und bettete sie mehrmals täglich neu, damit sie trocken sass und pflegte ihre Füsse.
Malibu war ab jetzt durch ihre Immobilität quasi behindert, ja, aber ihr Allgemeinzustand war top, sie hatte wie geschrieben Lebensmut und auch -qualität. Sie schaute aus wachen Augen, nahm am Leben teil, hatte einen guten Appetit, es wäre definitiv nicht der richtige Zeitpunkt gewesen, an ein Erlösen zu denken.
 
Dieser Zeitpunkt kam dann am 14.02.2020. Bis dahin war alles unverändert gewesen, aber dann gaste Malibu auf, mit den gängigen Behandlungsmöglichkeiten war keine Besserung zu erreichen, und der Gesamtzustand verschlechterte sich. Durch die Immobilität konnte der Darm nicht mehr in Gang gebracht werden, der Weg wäre nur noch bergab gegangen und Malibu hätte sehr leiden müssen, so entschied ihre Pflegemama zusammen mit der behandelnden Tierärztin, die Maus sanft entschlafen zu lassen. Sie vermisst die bezaubernde Malibu schmerzlich. Malibu durfte stolze 8 Jahre alt werden.
 
Wir sind von ganzem Herzen traurig über den Verlust dieser besonderen, liebenswerten, tapferen und lebensbejahenden Schweiedame. Mit ihrer ganzen liebreizenden Art wird sie unendlich fehlen. Dennoch sind wir froh, Malibu noch gute 1,5 Jahre ihres Lebens begleitet zu haben, und ihr Liebe und Fürsorge geben konnten.
 
Diese Worte schreibt Malibus Pflegemama an die süße Maus:
 
Liebe Malibu,Du warst so eine liebe und verträgliche Schweinedame und hast Dich in der Gruppe DeinerPflegemama super integriert. Auch die altersbedingte Arthrose hast Du Dir zuerst nicht großanmerken lassen. Du hast das Leben trotzdem genossen. Leider wurde diese zuletzt immerschlimmer und Du konntest gar nicht mehr laufen. Aber auch das hat Dich nicht gehindert am Lebenteilzunehmen. Irgendwann war aber der Zeitpunkt gekommen, an dem Du Dich RichtungRegenbogenbrücke verabschiedet hast. Liebe Malibu, ich wünsche Dir dort alles Gute.
 
 
 

Du bist ins Leere entschwunden,

aber im Blau des Himmels hast Du

eine unfassbare Spur zurückgelassen,

im Wehen des Windes unter Schatten

ein unsichtbares Bild.

 

 Rabindranath Tagore

 

Süße Malibu, run free! Wir werden dich nie vergessen!


Liebe Leser,
 
gerade weil die Zeit aktuell so - gelinde gesagt - aussergewöhlich ist, und so manch einer Ostern nicht so verbringen kann wie man es gewohnt ist oder möchte,
teilen wir nachfolgend gerne zwei Schnappschüsse zum Schmunzeln mit euch:
 
 
Patenschweinchen Wilhelm beim Nachtisch..vorher gab es unverkennbar Paprika...
 
und
 
Irina (eigene Schweinedame der Patentierpflegestelle Wörth)..auf der Suche nach dem Nachtisch, ebenfalls nach dem Genuss von Paprika...
 
 
 
 
Lasst es euch allen an den Feiertagen genauso gut gehen wie es unsere Zuckerschnuten tun, verbringt schöne Feiertage und bleibt gesund,
von Herzen
 
 
  F R O H E  O S T E R N
 
 
 wünscht euer Aktiven-Team mit all unseren Vereins-Schweinchen
 
 

Im Januar mussten wir Abschied nehmen von:

 


Lori

Die wunderschöne Langhaardame Lori kam im Juli 2019 im Alter von ca. 5 Jahren gemeinsam mit ihrem Partner in den Verein, da die Haltung aus persönlichen Gründen beendet werden musste. Schon bald trudelte eine schöne Anfrage für sie ein und so durfte Lori im September zusammen mit einem weiteren Weibchen in ihr neues Zuhause ziehen. Dort angekommen, brauchte die sensible Dame ein Weilchen, um sich einzugewöhnen, gewann dann aber bald eine gute Freundin, die ihr half, sich gut in die Gruppe zu integrieren. Sie war ein sehr munteres, aufgewecktes Schweinchen, das viel im Gehege unterwegs war und sich insgesamt zu einem tollen Rudelmitglied entwickelt hatte. Am 01.01.2020 fand ihre Familie Lori ohne Vorwarnung leblos in ihrem Häuschen vor. Die süße Maus durfte ca. 5,5 Jahre alt werden. Run free, hübsche Meeridame!

Filo

Filo kam im Oktober 2012 im Alter von ca. 3 Monaten zusammen mit seiner Partnerin aus Allergiegründen zu SOS. Er musste in der Pflegestelle eine ganze Weile warten, bis eine geeignete Anfrage für den süßen Bub hereinkam. Der junge Mann zog in einen schicken Eigenbau zu zwei Weibchen, die Vergesellschaftung klappte gleich problemlos und Filo fühlte sich in seinem neuen Zuhause sehr wohl. Sowohl an den Damen wie auch am Futter war der Bub sehr interessiert und entwickelte sich prima. Schon bald war er der unangefochtene Chef der Gruppe und genoss sein Schweinchenleben viele Jahre unbeschwert in vollen Zügen.

Im Oktober 2019 kehrte Filo in den Verein zurück, zusammen mit seiner Partnerin, da die Haltung aus persönlichen Gründen schweren Herzens beendet werden musste. Der kleine Mann hatte sich zuvor Milben eingefangen und war dagegen auch erfolgreich behandelt worden. Aufgrund seines Alters hatte er aber einige Baustellen und struppiges Fell, verursacht durch den Milbenbefall. Seine Pflegemama kümmerte sich intensiv um ihn, er fühlte sich sehr wohl und genoss die Aufmerksamkeit. Am 16.01.2020 verschlechterte sich Filos Zustand sehr plötzlich, er lag im Gehege, konnte sich kaum noch fortbewegen und entschlief sehr schnell in den Armen seiner Pflegemama. Filo durfte stolze 7 Jahre alt werden. Mach es gut, kleiner Bub und lass es dir gut gehen, wo immer du auch hingegangen bist!

Janice

Die süße Janice wurde im März 2019 gemeinsam mit ihren beiden Freundinnen im Verein abgegeben, da die Haltung in ihrem vorigen Zuhause aus persönlichen Gründen beendet werden musste. Schon bald durfte sie gemeinsam mit einer ihrer beiden Freundinnen und einem weiteren Mädel zu einem verwitweten Kastraten in einen großzügigen Eigenbau ziehen. Sie fühlte sich dort "sauwohl" und lebte sich sehr gut ein. Sie hatte immer mal wieder Probleme mit Durchfall, diese Problematik war aber sehr gut im Griff. Nach einiger Zeit kamen aber leider Gewichtsprobleme dazu, die tapfere Maus nahm aus unbekannter Ursache immer weiter ab, hinzu kam eine gynäkologische Blutung. Ihre Mitschweinchen kümmerten sich liebevoll um sie und leisteten ihr Beistand. Da Janice zuletzt sehr stark abbaute und nur noch wackelig auf den Beinen war, erwies ihre Familie ihr den letzten Liebesdienst und ließ sie am 17.01.2020  friedlich beim Tierarzt gehen. Janice wurde ca. 5 Jahre alt. Lass es dir gut gehen auf den immergrünen Wiesen, liebe Janice!

Eckbert

Eckbert erblickte am 10.04.2014 das Licht der Welt, er war im Bauch seiner schwangeren Mutter, zusammen mit seinen 3 älteren Geschwistern, im Verein abgegeben worden. Zusammen mit zwei weiteren Böckchen durfte der kleine Mann im Juli in eine große Bockgruppe zu vier weiteren Jungs in ein sehr großzügiges Gehege ziehen. Anfangs noch sehr schüchtern, fügte sich der Bub dann gut in die Gruppe ein und genoss sein Leben dort in vollen Zügen. Leider fingen Ende 2018 Zahnprobleme bei ihm an, Eiter hatte Stellen im Kiefer aufgelöst und so musste Eckbert im Dezember operiert werden, ein Zahn wurde gezogen. "Ecki", wie der kleine Mann von seinen Haltern liebevoll genannt wurde, kämpfte tapfer und steckte die OP gut weg. In der folgenden Zeit musste Eckbert mehrmals täglich zugefüttert werden, um sein Gewicht zu halten und der Gegenspieler des gezogenen Zahns musste in regelmäßigen Abständen gekürzt werden. Zudem belastete er ein Füßchen nicht richtig, da sich die Entzündung im Kiefer vermutlich in das Bein hinabgezogen hatte. Der tapfere Bub steckte aber auch das gut weg, ließ sich davon nicht die Butter vom Brot nehmen und lebte fröhlich mit seinen Kumpels zusammen. Die Abstände zwischen den Zahnkürzungen wurden größer und das Zufüttern, das Eckbert ohnehin nicht mochte, konnte reduziert werden.

Im März 2019 schritt die Zahnproblematik leider fort, eine Zahnreihe fing an zu kippen, erneute Korrekturen wurden nötig. Eckbert konnte kaum noch selbstständig fressen, nahm seinen zugefütterten Päppelbrei aber freiwillig und er war auch mitten im Leben dabei, zeigte Interesse, bettelte mit den anderen und war Gehege unterwegs. Seine Lebensfreude war durch die Einschränkungen ungetrübt und seine Familie kümmerte sich jederzeit rührend um ihn.

Am 15.01.2020 zeigte sich bei einer Zahnuntersuchung in Narkose, dass sich Eckberts Zahnsituation verheerend entwickelt hatte und so durfte er für immer einschlafen. Eckbert wurde fast 6 Jahre alt. Machts gut, du süßer Kämpfer, du hinterlässt eine große Lücke!

Cleo

Die goldige Cleo wurde im Januar 2017 im Alter von 3 Jahren gemeinsam mit einem Kastraten und einem weiteren Weibchen abgegeben, da die Haltung in ihrem vorigen Zuhause aus gesundheitlichen Gründen leider beendet werden musste. Schon im März durfte sie zusammen mit ihrem Freund, einem weiteren Weibchen und einem Weibchen aus einem Tierheim in ein neugebautes schickes Eigenheim ziehen. Ihre neuen Halter hatten für den Einzug der neuen Mitbewohner emsig gewerkelt und einen schönen Eigenbau mit allem, was Schwein will, gezaubert. Cleos weitere Geschichte erzählt ihr Frauchen:

Meine liebste Cleo,

Anfang 2017 hatte ich nicht vor wieder mit der Meerschweinchen-Haltung zu beginnen. Doch als du und unser lieber Timmi mich aus eurem Gehege angeschaut habt, war dieser Entschluss schnell hinfällig und so durftet ihr mit zwei weiteren Mädels bei uns einziehen.

Schnell hattest du deinen Platz als Chefin der Gruppe gefunden und den anderen selbstbewusst gezeigt „wo es langgeht“. Dennoch warst du immer ein rücksichtsvolles und aufgeschlossenes Schweinchen. Auch uns Zweibeinern gegenüber warst du mutig und neugierig, hast uns aber auch deutlich deinen Widerwillen gezeigt, wenn es um die lästige Krallenpflege ging. Wir haben dich als sehr warmherziges und charakterstarkes Schweinchen in unser Herz geschlossen

Man hat dir im letzten Jahr deutlich angemerkt, dass du keine junge Dame mehr warst. Deine ganze Art ist ruhiger und gelassener geworden, die Chefposition konntest du entspannt an die jüngeren abgeben. Zudem hast du nicht so gut gesehen und bist daher manchmal etwas tollpatschig und stets mit Hilfe deiner bewährten „Schnüffelnase“ in der Luft durch das Gehege gewuselt.

Im letzten Oktober fiel mir dann deine starke Atmung über die Flanken auf und dass du etwas kurzatmig schienst. Das Röntgenbild ergab dann, dass fast dein kompletter Brustkorb mit Flüssigkeit gefüllt war. Sogar die erfahrene Tierärztin war ganz erstaunt über die große Menge und sagte uns, dass eine Katze mit der vergleichbaren Menge Flüssigkeit nicht mehr so aktiv auf dem Behandlungstisch sitzen würde. Ab diesem Zeitpunkt hast du jeden Tag brav deine Medikamente genommen und noch ein paar schöne Monate verbringen dürfen. Es gab natürlich auch schlechte Tage. An einem Samstag im Januar war einer dieser Tage und du wirktest müde und angestrengt vom Atmen, trotz Höchstdosis der Medikamente. Gefressen hast du dennoch tapfer, dich danach aber gleich wieder in deine Kuschelrolle zurückgezogen. Als ich am Abend wieder nach Hause kam, warst du bereits über die Regenbogenbrücke gegangen.

Ich bin unglaublich froh, dass ich dich zu mir geholt habe und die letzten Jahre mit dir verbringen durfte. Nun freue ich mich, dass du an einem friedlichen Ort ohne Krankheit sein darfst und ganz bestimmt mit Timmi wieder glücklich bist. Andererseits bin ich dennoch tief traurig über deinen Verlust und denke immer in bester Erinnerung an dich zurück.

Machs gut, mein kleiner Schatz.

Cleo war am 18.01.2020 über die Regenbogenbrücke gegangen, sie wurde ca. 6 Jahre alt. Komm gut an, liebe Maus!

Raoul

Der hübsche Raoul stammte aus dem Bühler Notfall, er saß mit sehr vielen anderen Meerschweinchen und Kaninchen bei einem Vermehrer und musste dort unter schlimmsten Bedingungen leben. Im Alter von ca. 1 Jahr kam der kleine Bub, zusammen mit zwei anderen Böckchen und einem Weibchen aus dem gleichen Notfall, im September 2016 zu SOS. Man merkte dem Kleinen seine schlechten Erfahrungen sehr an, er war abgemagert und panisch. Sehr schnell, schon im nächsten Monat, fand sich ein traumhafter Platz für Raoul, Eckberts (siehe oben, ein weiteres Januar Engelchen) Halter wollten einem der armen Notfallbuben ein Zuhause bieten und die Wahl fiel auf Raoul. Der kleine Kerl zog in einen großzügigen Eigenbau zu Eckbert und zwei weiteren Böckchen. Raoul wurde von der Gruppe sehr lieb empfangen, lebte sich gut ein und verlor nach und nach seine Scheu. Er durfte nun ein unbeschwertes Schweinchenleben genießen und lernte, was es hieß, umsorgt und geliebt zu werden. 

Im Januar 2020 erreichte uns die Nachricht, dass Raoul schleichend abgenommen hatte. Die Blutuntersuchung ergab zu wenig weiße Blutkörperchen, weitere Untersuchungen waren geplant. Am 24.01.2020 ging es dem kleinen Bub aber plötzlich sehr schlecht. Er brach in seinem Zuhause zusammen, beim Tierarzt wurden Untertemperatur und Probleme im Magen-Darm-Trakt festgestellt, zudem schlug sein Herzchen nicht mehr regelmäßig. Da sich Raouls Zustand leider auch bei bester Pflege durch die behandelnde Tierärztin über Nacht nicht besserte, entschloss sich seine Familie, ihn am nächsten Tag sanft entschlafen zu lassen. Raoul wurde etwa 4 Jahre alt. Lieber Raoul, leb wohl und run free!

                     

 

 
 Und die Seele unbewacht
Will in freien Flügen schweben,
Um im Zauberkreis der Nacht
Tief und tausendfach zu leben.
Herrmann Hesse

 

Kommt gut an, ihr Süßen! Ihr werdet unvergessen sein!

 

 


 

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