Ken kam im Februar 2014 mit seinen drei Geschwistern als kleiner Bub im Alter von 3 Wochen zu SOS. Die vier kleinen Schweinchen waren das Ergebnis eines Unfallwurfs und konnten aus Platzgründen nicht bei den Elterntieren in ihrem vorigen Zuhause bleiben.
Der süße kleine Fratz musste natürlich nicht lange auf ein neues Zuhause warten. Ende April 2014 zog er gemeinsam mit seinem Brüderchen in eine Böckchengruppe zu zwei weiteren Jungs. In der Gruppe fühlte sich Ken sehr wohl und wuchs zu einem stattlichen Schweinemann heran. Der liebe Schatz fasste auch sehr schnell Zutrauen zu Menschen und wurde schnell sehr zutraulich. Die Konstellation funktionierte zwei Jahre lang sehr gut, bis es hin und wieder zu Streitigkeiten kam, die sich besserten, als einer der anderen Buben aus der Gruppe genommen wurde. Im Trio verstand sich der liebe Ken sehr gut mit seinen Mitschweinchen, er lebte ein glückliches und zufriedenes Schweinchenleben. Als 2018 seine beiden Kumpels nacheinander verstarben, entschied sich seine Halterin, den Bub zu SOS zurückzugeben, damit er baldmöglichst wieder in Schweinegesellschaft ziehen konnte.
 
In der Pflegestelle fiel auf, dass der süße Rosettenmann Auffällikeiten beim Laufen zeigte. Er wurde daraufhin natürlich umgehend einer Tierärztin vorgestellt. Das Ergebnis war leider sehr erschreckend. Obwohl Ken noch keine 5 Jahre alt war, litt er schon an hochgradiger Arthrose in beiden Hüftgelenken, auf den Röntgenbildern war kein Gelenkspalt mehr zu sehen. Auch seine Knie waren bereits betroffen. Kens Arthrose wurde medikamentös eingestellt, sodass der Schatz wieder besser laufen konnte. Da Arthrose nicht heilbar ist und in Schüben, die mit starken Schmerzen einhergehen können, verläuft, wurde beschlossen, dass Ken als Partentier im Verein bleiben sollte. Im Dezember 2018 bezog der kleine Kerl seinen Patenplatz, wo er von der dortigen Schweinchengruppe gleich herzlich aufgenommen wurde. Ken ging es sehr gut, er genoss sein Leben und war ein sehr liebes, zufriedenes Schweinchen.
 
Im März 2019 bekam der kleine Mann eine verstopfte Talgdrüse am Gesäß, die problemlos operativ entfernt wurde. Leider entdeckte Kens Pflegemama im Juli erneut einen Knubbel am Rücken und zusätzlich eine Umfangsvermehrung im Mäulchen. Der tapfere Bub musste erneut operiert werden, wobei die Talgdrüse am Rücken sowie die Geschwulst im Mäulchen entfernt erfolgreich entfernt wurden. Die Operation und auch die Nachbehandlung mit Mundspülungen meisterte der kleine Mann mit Bravour, direkt nach der Op lies er sich gleich wieder das Essen schmecken. Der Laborbefund der Umfangsvermehrung ergab, dass diese zum Glück gutartig war. Ein halbes Jahr später, im Januar 2020, musste Ken erneut operiert werden, da sich dieses Mal im Halsbereich ein haselnussgroßer Knubbel gebildet hatte. Auch diese Operation steckte Ken sehr gut weg, allerdings bekam er nun eine Erkältung, die mit einer Antibiose behandelt wurde.
 
Leider stellte sich kurz darauf heraus, dass Kens auffällige Atemgeräusche nicht nur von der nun überstandenen Erkältung herrührten, sondern dass ihm nun auch sein Herzchen Probleme machte. Die Diagnose lautete Herzinsuffizienz, natürlich bekam der Schatz entsprechende Medikamente zur Stabilisierung. Ken ließ sich nie hängen, sein Appetit war ungebrochen und er hielt stets und trotz der entwässernden Wirkung der Herzmedikamente sein Gewicht im Bereich von stolzen 1300g. Man merkte, dass Kens kleiner Körper nun mehrere Baustellen hatte, sein Immunsystem war angeschlagen, weshalb er sich erneut erkältete und Milben einhandelte. Insgesamt ging es Ken aber dennoch jederzeit gut, er wurde lediglich etwas träger.
 
Im März 2020 brach sich der kleine Mann einen der beiden oberen Schneidezähne ab, dies hinderte ihn jedoch nicht daran, weiterhin mit gesundem Appetit zu fressen. Sein Zahnstatus wurde daraufhin natürlich genau im Auge behalten und als Ken Mitte April anfing zu sabbern, wurde eine Korrektur der Backenzähne, an denen sich Spitzen gebildet hatten, nötig. Leider ging es dem Kleinen daraufhin nicht viel besser, er wollte nicht fressen, musste gepäppelt werden und zog sich zurück. Umfangreiche Diagnostik inklusive CT ergab einen gespaltenen Backenzahn als mögliche Ursache für Kens Probleme, ansonsten waren seine Aufnahmen unauffällig. Der Zahn wurde daraufhin entfernt, er bekam natürlich Schmerzmittel und einige homöopatische Mittel, doch leider besserte sich Kens Zustand daraufhin nicht. Der kleine Mann sabberte weiterhin, er wollte nicht so recht selbständig fressen. Kens Lebenswille war aber zu jeder Zeit ungebrochen, er war stets aufmerksam und nahm aktiv am Gruppenleben teil. Der liebe Bub versuchte auch immer wieder, von sich aus Gemüse und Löwenzahn zu fressen und wartete auch gemeinsam mit seinen Mädels auf die Fütterung. Die Ursache für Kens Problematik konnte leider nicht sicher bestimmt werden. Eventuell kam der Bub nicht gut mit dem Fehlen des entzündeten gespaltenen Backenzahns zurecht, sodass der Nahrungsbrei nicht richtig zerkleinert wurde und wieder herauslief.
 
Der kleine Ken wurde zu einem Intensivpflegepatienten, er nahm den Päppelbrei und seine Medikamente brav ein und ließ sich auch in dieser schweren Zeit nicht unterkriegen. Da der Bub alle 2 bis 3 Tage stark sabberte womit stärkere Atemgeräusche einhergingen, wurden seine Herzmedikamente entsprechend angepasst, womit es Ken insgesamt sehr viel besser ging. Zusätzlich wurde der Bub jederzeit auch homöopatisch unterstützt. Der kleine Kämpfer erholte sich zusehens und begann wieder selbständig zu fressen. Er wurde wieder viel aktiver und schien auf einem guten Weg zu sein.
 
Leider hielt dieser Aufschwung nicht sehr lange an, im August 2020 verschlechterte sich Kens Zustand. Durch das übermäßige Sabbern konnte Ken den zugefütterten Päppelbrei manchmal nicht schlucken, er nahm schleichend ab. Ken baute zunehmend ab, sodass sich seine Pflegemama zusammen mit der behandelnden Tierärztin schweren Herzens am 22.08.2020 dazu entschloss, den kleinen Ken sanft entschlafen zu lassen. Ken wurde 6,5 Jahre alt.
 
Wir sind von ganzem Herzen traurig über diesen Verlust, Ken war so ein tapferer, liebenswerter und fröhlicher Bub. Er hat immer gekämpft und sich nie aufgegeben, war immer eine Stütze für seine Mitschweinchen und hinterlässt nun eine sehr große Lücke. 
 
 
Ich glaube, dass wenn der Tod unsere Augen schließt, wir in einem Lichte stehen, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist.
Arthur Schopenhauer
Run free, kleiner Ken und genieße das Regenbogenland!

Im Mai 2020 kam ein ungewöhnliches Schweinchen mit besonderen Ansprüchen in den Verein. Galadriel gehört zu den Skinny Meerschweinchen und wurde zusammen mit ihren beiden Partnerschweinchen aus persönlichen Gründen abgegeben. Aufgrund des fehlenden schützenden Fells benötigen Skinnys etwas andere Haltungsbedingungen als die befellten Artgenossen, d.h. konstante Raumtemperaturen über 20°C, viele Kuschelsachen, mehr Futter, liebe rücksichtsvolle Mitschweinchen uvm.. Dies alles fand sie in ihrem neuen Zuhause, in dem sie mit einem Kastraten und zwei weiteren Mädels eine hamonische Gruppe bildet.

Hier fühlt sich die kleine Galadriel rundum wohl, genießt ihr Leben in vollen Zügen und wird von ihren Mitschweinchen so akzeptiert, wie sie ist. Ganz besonders schätzt die kleine Dame das reichhaltige Kuschelsachenangebot und natürlich den immer reich gefüllten Napf.

Auch ihre Zweibeiner hat Galadriel natürlich schon längst um ihre Pfötchen gewickelt und wird nach Strich und Faden verwöhnt. Wir freuen uns, dass sich die kleine Schweinchendame Galadriel so gut eingelebt hat und trotz ihrer besonderen Ansprüche ein richtig tolles Schweinchenleben führen darf! :)

 


 

Ende Mai diesen Jahres durften unsere beiden Vermittlungsdamen Lissi und Cybilla in ein wunderbares neues Zuhause zu einem einsamen Kastraten ziehen. Ihre neue Gurkenschnipplerin schickte uns ein zauberhaftes Feedback, in dem sie erzählt, wie gut sich die beiden Grazien eingelebt haben:

"Lissi und Luna (bei euch hörte sie auf den Namen Cybilla) durften am Freitag Nachmittag aus der Pflegestelle Au am Rhein zu mir umziehen, nachdem bei mir der einsame, trauernde Kastrat Lauri saß, der am Samstag zuvor unerwartet seinen Kumpel Fynn verloren hatte.
Die Mädels haben die Fahrt gut gemeistert, obwohl wir natürlich noch im Stau standen.
Nach einem kurzen Gegenwiegen der Mädels auf unserer Schweine-Waage durften die beiden auch gleich zu Lauri in den Eigenbau. Der Blick von Lauri war einfach göttlich! Ein ganz klares "Ach du Schreck, was passiert denn hier?!"


Ganz typisch Schwein wurde sich dann ungefähr 20 Minuten gekonnt ignoriert. Dann trafen Lauri und Luna aufeinander. Ein kurzes Gequieke von Luna, ein kräftiges Brommseln und Hinterteil schwenken von Lauri... schon drehte Luna ihm den Hintern zu und Lauri ritt kurz auf. Das war eine schnelle Klärung!


Mit Lissi sah es dann schon anders aus. Die kleine Diva war vom neuen Mann nicht wirklich überzeugt, quietschte ihn bei jeder Begegnung lautstark an und riss den Kopf hoch. Lauri war sichtlich unsicher, entschied sich dazu, Lissi ihren Raum zu lassen, versuchte aber immer wieder eine zaghafte Annäherung.
Zum Fressen kamen alle drei, jeder ließ den anderen futtern und auch ruhen - es sah also gar nicht so schlecht aus. Ich als Gurkenschnipplerin habe mich dann zu einem kleinen Rückzug aus dem Schweinezimmer entschieden und hab das Geschehen alle 20 Minuten überprüft. Lissi war weiter etwas zickig zu Lauri und der Herr etwas unsicher, es hielt sich aber alles im Rahmen.

Am nächsten Morgen wirkten alle Drei etwas entspannter, kamen zum morgendlichen Futter und dabei blieb es schon wesentlich ruhiger als am Vorabend.
Zwischendurch konnten sogar Luna und Lauri nebeneinander fressend gesichtet werden. Auch Lauri und Lissi konnten sich mit viel weniger Gezeter aneinander annähern.

Gestern dann haben die Damen die erste Gehege-Großreinigung und den ersten TÜV im neuen Zuhause überstanden. Beide Damen haben sogar minimal zugenommen, Lauri hat sein Gewicht gehalten.
Mittlerweile ruhen alle Schweinchen entspannt in der Nähe voneinander und bei Lauri und Lissi ist die erste Spannung verflogen. Sie holten sich sogar schon Gemüse Nase an Nase aus dem selben Napf - und das wirklich ruhig.



Lissi entpuppt sich als kleiner, frecher Wirbelwind, ist aber noch recht scheu und kommt mir und meiner Hand lieber nicht zu nahe. Luna brauchte ein wenig länger, um sich auf Erkundungstour im Gehege zu trauen, holt sich dafür aber schon Salat, Löwenzahn oder Kräuter bei mir aus der Hand ab. Auch ihr Medikament, das sie noch ein paar Tage bekommen soll, nimmt sie tapfer aus der Spritze. Ganz schön mutig, die Kleine!

Gestern Abend habe ich dann den bisher schönsten Moment erlebt, der mir das Herz aufgehen ließ. Als ich mit der abendlichen Frischfutterration ins Schweinezimmer kam, blickten mich sechs kleine Kulleraugen erwartungsvoll an. Alle Drei warteten schon im Halbkreis aufgestellt auf das leckere Gemüse.
Ich würde sagen: Vergesellschaftung voll geglückt!
Noch ein bisschen Zeit und Geduld - und ich darf sicherlich ein eingeschworenes Trio erleben!"

Und nach einigen Wochen war es dann auch soweit, die Schweinebande ist noch enger zusammengewachsen! :)

Liebe Lissi und liebe Luna/Cybilla, lasst es Euch weiterhin so gut gehen!!! Wir freuen uns sehr, dass Ihr so ein tolles neues Zuhause mit einem lieben Böckchen und lieben Zweibeins gefunden habt!!!


 



Muig muig, liebe Zweinbeins da draußen, hier ist eure Yoko! Ihr habt ja schon länger nichts mehr von mir gehört und ich finde, das geht gar nicht! So eine tolle Schweinchendame wie ich muss eindeutig öfters die News bereichern!!! *eitel muig* Also, dann stell ich mich mal in Pose, damit ihr mich alle gut sehen könnt!

Als erstes möchte ich natürlich meine Paten, die mich so lieb unterstützen, und alle anderen lieben Zweinbeins da draußen grüßen! *hallo muig* Ich freue mich soooooo sehr darüber, dass Ihr an mich denkt! *gerührt muig* Seit etwa 1,5 Jahren lebe ich jetzt schon in meiner SOS-Patentierpflegestelle und in dieser Zeit hat sich so einiges bei mir getan. Das muss ich euch unbedingt erzählen! *aufgeregt muig*

Wie ihr vielleicht wisst, bin ich ein Satin-Meerschweinchen und daher besonders von der schlimmen Ostheodystrophie (OD) bedroht. Das ist eine ganz schreckliche unheilbare und tödliche Krankheit, bei der den Knochen Calcium entzogen wird, sodass sie immer instabiler werden und das verursacht natürlich große Schmerzen. *schauder muig* Als ich bei SOS aufgenommen wurde, sah mein Knochenfoto (ich glaube heißt Röntgenbild) so aus, als wäre bei mir bereits die OD ausgebrochen. *traurig muig*

Aber was soll ich euch sagen: Mehrere Monate später wurde bei den Weißkittel-Zweibeins ein neues Foto von meinen Knochen gemacht, um zu sehen, wie weit die Krankheit schon fortgeschritten ist. Das Ergebnis hat uns alle umgehauen: Ich habe nämlich gar keine OD!!! *begeistert muig* Da waren die Zweibeins alle ganz ratlos, wie das sein kann. Ich wusste natürlich, woran das liegen musste, aber mir hört ja keiner zu! *empört zwinker muig* Des Rätsels Lösung: Ich bin viel jünger, als alle dachten und meine Knochen waren beim ersten Knochenfoto noch gar nicht ganz ausgewachsen und sahen deshalb so aus. Was bin ich froh, dass diese Sache jetzt endlich aufgeklärt ist, denn zum einen ist es toll, nicht an OD erkrankt zu sein und zum anderen: Welche Dame lässt sich schon gerne für älter halten, als sie eigentlich ist?! *empört muig*

Meine Gurkenschnippler sagen, dass ich ein ganz liebes, neugieriges und munteres Schweinemädchen bin und die Gruppe trotz meiner eher niedrigen Stellung in der Rangordnung ganz enorm bereichere. *stolz muig* Ich liebe es, auf Häuschen zu springen und bin immer und überall unterwegs. Und meine Lieblingsbeschäftigung ist natürlich ESSEN! Davon gibt es in meinem Zuhause eine gaaaaanz große tolle Auswahl und ich habe immer meine Nase drin. *zufrieden muig*

Leider gibt es nicht nur Gründe zum Feiern, ich muss euch auch noch von einer nicht so schönen Sache erzählen. *seufz muig* An meinem Bäuchlein haben sich ganz viele kleinere und größere Knubbel gebildet. Die Weißkittelfrau hat gesagt, dass es sich hierbei um eine Art Hautleukose handelt, meine Fettzellen in der Haut haben sich verändert. Eigentlich machen mir diese doofen Knubbel keine Probleme, nur manchmal autscht es ein bisschen, wenn ich kötteln muss, aber nicht immer und meine Pflegemama gibt mir natürlich etwas gegen das Aua. Außerdem bekomme ich noch mehrere andere homöopatische Mittel, die mich in meiner Situation unterstützen. Diese nehme ich vorbildlich mit etwas leckerem Päppelbrei gemischt. *schmatz muig* Die Zweinbeins finden meine Breischnute immer total putzig, hehe. Was meint ihr?

Alles in allem geht es mir also richtig gut, ich lass mich in meinem schönen Zuhause verwöhnen und meine Mitschweinchen sind auch lieb zu mir. Natürlich weiß niemand, wie sich meine Hautleukose entwickeln wird und auch die Wahrscheinlichkeit, dass bei mir irgendwann doch die blöde OD ausbricht, ist leider da. *bekümmert muig* Aber eine Schweinedame wie ich lässt sich von so etwas nicht unterkriegen, ich genieße mein Leben in vollen Zügen und schaue freudig in die Zukunft (und auf das nächste Leckerli *grins muig*)! Meine Zweibeins passen auch sehr gut auf mich auf, haben ein genaues Auge auf meine Knubbel und im Herbst gibt es dann auch ein neues Knochenfoto von mir.

So, jetzt hab ich aber genug erzählt! Ich glaub, da hinten raschelt doch eine Leckerli-Tüte *aufgeregt muig muig* - ich bin dann mal weg und schicke nochmal liebe Grüße... Eure Yoko


 

Heute möchten wir traurigen Herzens Abschied von unseren Mai- Engelchen nehmen.

 

 
 
 
Anfang Mai verstarb die süsse Vreni.
Vreni kam im Juli 2018 zu uns in den Verein, da die Haltung beendet werden sollte. Die hübsche Schweinedame musste nicht lange warten und durfte nach Absitzen der Beobachtungszeit zusammen mit zwei weiteren Freundinnen, die sie in der Pflegestelle gefunden hatte zu einem zwischenzeitlich vereinsamten Kastraten ziehen.
Dort fühlte sie sich sehr wohl, ihre neuen Halter beschrieben sie als eine nette, unkomplizierte, ruhige, eher zurückhaltende, immer freundliche Schweinedame.
Sie verbrachte die nächsten zwei Jahre mit ihrer Gruppe, und war nie krank gewesen. Allerdings hatte sie einen inoperablen Tumor im Bauch, wegen diesem musste die liebe Maus dann letztlich auch erlöst werden, um ihr weiteres Leid zu ersparen. Vreni wurde 6,5 Jahre alt.


Vreni (oben im Bild)

 

 

 

Am 03.05. musste die liebe Philippa erlöst werden.
Philippa kam im November 2018 zu uns in den Verein da ihr Partnertier verstorben und das Interesse der Halter nicht mehr gegeben war. Bereits im Januar des Folgejahres durfte sie zusammen mit ihrer Freundin Twixie aus der Pflegestelle zu dem verwitweten Desiderius ziehen. Philippa war eine ganz aussergewöhnlich zutrauliche Schweinedame, sie war munter, sehr aufmerksam und aufgeweckt. Als Desiderius im Mai 2019 verstarb zogen seine beiden Damen in die Grossgruppe des Nachbargeheges um, was beiden sehr gut gefiel. So genoss Philippa frohgemut ihr Leben bei bester Pflege und gutem Essen, mit den regelmässigen Leckereien zwischendurch. Es ging ihr prima. So verging die Zeit, bis sie Ende April diesen Jahres das Fressen verweigerte. Sie wurde sofort vollgepäppelt und mit Medikamenten versorgt, beim Tierarzt bestätigte sich der Verdacht des Leberversagens. Es wurde versucht, die liebe Maus wieder stabil zu bekommen aber ihr Zustand verschlechterte sich zusehends, so dass am 03.05. nur noch der Weg der Erlösung als letzter Liebesbeweis blieb. Philippa durfte etwa 8 Jahre alt werden.

 

 

Philippa

 

 

Am 03.05. musste die liebe Letizia erlöst werden.
Letizia kam im Mai 2019 zusammen mit ihrer Partnerin in den Verein nachdem der Chef der Gruppe verstorben war, und die Haltung aus privaten Gründen leider beendet werden musste. Die hübsche Schweinedame bekam manche Anfrage, jedoch war das passende Zuhause leider nicht dabei. Im Oktober dann hatte sie das grosse Los gezogen, sie durfte zusammen mit ihrem Freund Quirin in eine der Gruppen unserer Patentierpflegestelle Karlsruhe ziehen. Der folgende Text stammt von ihr, sie beschreibt wunderbar Letizia´s liebe Persönlichkeit, und möchte mit diesen Worten Abschied von der lieben Maus nehmen:
 

Letitzia 03/14 – 03.05.2020

Meine zarte, kleine Letitzia du durftest am 12.10.2019 zusammen mit Quirin bei uns einziehen um Kadlin Gesellschaft zu leisten. Wir haben uns bewusst wieder für ein älteres Schweinchen entschieden. Es sollte auch verträgliches, ruhiges Mädel sein, weil Kadlin im Umgang nicht so einfach ist. Da Ihr euch alle aus der großen Vermittlungsgruppe kanntet war der Einzug in das neue Zuhause völlig entspannt. Du warst dem Menschen gegenüber recht aufgeschlossen wolltest aber keinesfalls gestreichelt werden. Zudem hast du das Herausnehmen zum Gesundheitscheck gehasst , hast aber immer brav alles über dich ergehen lassen. Wenn es Erbsenflocken oder Sonnenblumenkerne gab hast warst du die Erste die am Gehegerand Männchen gemacht hat oder sich mit den Vorderpfötchen auf ein Häuschen stellte, um sich nach den Leckerchen zu recken. Dein bezaubernder Blick dabei hat uns sofort um den Finger gewickelt. Leider wurde bei dir Anfang 2020 eine Herzschwäche festgestellt. Zudem hattest du einmal eine heftige Magenaufgasung die wir aber wieder in den Griff bekommen haben. Für dein Herzchen hast du Medikamente bekommen die du immer brav freiwillig aus den Spritzen oder in deinem geliebten Päppelbrei genommen hast. Von Samstag auf Sonntag den 03.05.2020 hat sich dein Befinden drastisch verschlechtert. Wir hatten schon gemerkt das du schlechter Luft bekommst und die Medikamente nochmals angepasst. Leider war das erfolglos so blieb uns nur den letzten Weg gemeinsam zu gehen. Du bist schon in einem instabilen Zustand bei Tierarzt angekommen und bereits nach der Narkosespritze entschlafen. Komm gut an meine kleine Fee- wir vermissen dich.

Auch wenn deine Zeit bei uns viel zu kurz war, werden wir dich nie vergessen.

Deine Familie mit Quirin und Kadlin



 

Letizia

 

 

 

Am 09.05. ist die herzige Galatea eingeschlafen.
Galatea kam erst 4 Tage zuvor mit ihrer Gruppe zu uns in den Verein, da die Haltung beendet werden sollte. Bereits bei der Ankunft bot sich ein Bild des Jammers: Galatea war ein Skinny-Schweinchen somit konnte man sehr gut sehen: sie war klapperdürr, ihre Rippen standen hervor, laut der ehemaligen Halterin hatte die Kleine 200g abgenommen, der Tierarzt konnte nichts finden... desweiteren hatte die arme Maus vier (!) offene, eitrige Füsse, ein tränendes Auge und verdickte Lymphknoten sowie Durchfall, wobei letzterer wohl der Aufregung des Umzugs geschuldet war.
Dies waren die Auffälligkeiten bei der Ankunft, ein sofortiger Tierarztbesuch ergab dann noch, dass Galatea einen verschlossenen Tränen-Nasen-Kanal hatte, ggf. war dieser bei der Maus gar nicht angelegt (Kopfform, Züchtung), daher das tränende Auge. Da Galatea auch eine schnelle Atmung hatte wurde sie geröngt, die Bilder zeigten ein vergrössertes Herz und eine verdichtete Lunge.
Bei all den Baustellen der armen Maus mussten nun zunächst die Wichtigsten angegangen werden, sie erhielt Antibiose, Schmerzmittel und Homöopatika zur Unterstüzung, ihre Füsse wurden intensiv versorgt und verbunden, Fussbäder waren nicht möglich, da die Haut der Ballen dünn wie Pergament, und die Sohlen durch die Eiterung aufgeweicht waren. Sie wurde zugefüttert damit sie wieder etwas zu Kräften kommen sollte. Galatea wäre als Patenschweinchen bei uns im Verein geblieben, zu einer Vorstellung auf der Patenseite kam es jedoch nicht mehr. Als Galatea´s Pflegemama ihr am späteren Abend des 0.05. einen Verbandswechsel machte, schien alles wie gehabt, die liebe Maus verdrückte noch begeistert eine ganze Ladung Päppelbrei und einen grossen Petersilienstängel, als die Pflegemama dann vor dem Zubettgehen nochmals nach ihr sah fand sie Galatea entschlafen im Kuschelsack vor. Die Maus war einfach zu krank und entkräftet gewesen. Jede Hilfe kam zu spät, das ist unwahrscheinlich bitter! Galatea durfte nur 3 Jahre alt werden.

Galatea

 

Liebe Galatea, wie gerne hätten wir dir mehr gehofen und dafür gesorgt, dass es dir besser geht, du ein Leben in Liebe und bester Versorgung geniessen kannst.
Nimm unsere Liebe mit, du wirst unvergessen sein.
 

Steh nicht am Grab mit verweintem Gesicht
ich bin da – ich schlafe nicht.
Ich bin im Wind, der weht über die See,
ich bin das Glitzern im weissen Schnee.
Ich bin die Sonne auf reifender Saat,
ich bin im Herbst in der goldenen Mahd.
Wenn Du erwachst im Morgenschein,
werde ich immer um Dich sein.
Bin im Kreisen der Vögel am Himmelszelt,
ich bin der Stern, der die Nacht erhellt.
Steh nicht am Grab in verzweifelter Not,
ich bin nicht da – ich bin nicht tot!

-Irisches Grabgedicht-

 


Am 16.05. verstarb völlig unerwartet die süsse Riina.
Riina kam im Januar 2015 mit ihrer ganzen Gruppe zu uns in den Verein, da die Haltung schweren Herzens aus beruflichen Gründen beendet werden musste. Die kleine Riina war gerade ein halbes Jahr alt, und wie das manchmal so geht schweinelte sich die kecke Lady direkt in das Herz einer unserer Aktiven, mit der Folge, dass sie bald darauf dort die Gruppe verstärkte. Mit dem Bock der Gruppe entwickelte sie bald eine ganz besondere Freunschaft, die beiden mochten sich sehr. Riina wuchs und gedieh, auf Erbsenflocken als Leckerli stürzte sie sich ganz besonders. Sie war immer eine top fitte, quirlige Maus, die dem Menschen gegenüber eher scheu blieb und sich nur manchmal nach eigener Lust und Laune ein Leckerchen aus der Hand gegeben abholte. Den Gesundheitscheck hasste sie ganz besonders, und man musste dabei schon auf seine Finger aufpassen, sonst konnte es passieren, dass die heissblütige Schweinedame mal vor Unmut um sich zwackte.
Ihr Lieblingsplatz war immer die Heuraufe, am besten mittendrin, oder die von dort aus erreichbare Oberseite des Unterstandes, dort thronte sie gerne und überblickte ihr Reich.
So ging es der Maus also gut und sie genoss ihr Leben. Bis sie Anfang diesen Jahres zum Zahnschweinchen wurde. Ihr mussten die unteren Schneidezähne entfernt werden, da sie leider nicht mehr zu retten waren, glücklicherweise war jedoch der Kiefer nicht betroffen. Die Wunde verheilte sehr gut, auch die restlichen Zähne sahen Gott sei Dank gut aus. Riina erholte sich gut und schnell von dem Eingriff, sie war stabil, kam mit dem extra für sie klein geschredderten Gemüse gut zurecht, konnte also gut fressen und auch die ab da regelmässigen Zahnkorrekturen der oberen Schneidezähne meisterte sie mit Bravour. Sie war eine Kämperin. So sah alles sehr positiv aus, Riina hatte fast wieder ihr Ausgangsgewicht erreicht. Anfangs der Woche war sie noch zur Zahnkorrektur gewesen, am Wochenende darauf rumpelte es im Gehege, als ihre Halterin nach den Schweinchen sah, fand sie Riina zu ihrem grossen Schrecken, ganz seltsam laufend, sie wirkte wie halbseitig gelähmt. Nach kurzer Distanz fiel sie um, ihre Halterin nahm sie gleich aus dem Gehege um genauer nach ihr zu sehen, dann ging alles ganz schnell, noch auf dem Schoss der Halterin verstarb Riina. Die genaue Ursache ist unbekannt, zu vermuten wäre ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall. Riina wurde knapp 6 Jahre alt.
 

 

 

Riina

 

 

Am 20.05. verstarb auch der süsse Mimo völlig unerwartet.
Mimo kam Ende Oktober 2019 zu uns in den Verein, da er sich wohl in der bestehenden Gruppe seiner ehemaligen Halter mit einem der Weibchen nicht verstand. Bei uns in der Pflegestelle taute er auf und genoss das Gross-Gruppen leben sichtlich. So war es auch eine Freude als er gemeinsam mit vier seiner neu gefundenen Freunde für ein verwitwetes Weibchen angefragt wurde. Im Januar diesen Jahres zog die Gruppe dann zu den neuen Haltern. Mimo war knapp ein Jahr alt und dementsprechend ein fitter, cleverer Schweinebub. So war der Schock gross als uns die Nachricht erreichte, dass Mimo von seinen Haltern am 20.05. verstorben im Gegehe liegend vorgefunden wurde. Noch am Morgen des besagten Tages war augenscheinlich alles ok und wie immer gewesen. Die genaue Ursache ist unbekannt. Mimo durfte nur 1 Jahr alt werden.
 


Mimo


 

 

 

Kommt gut an, ihr Lieben!

Ihr werdet unvergessen sein!

 

 

 


 

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