Lucilla kam im April 2019 zu uns in den Verein, da die Haltung nach dem Tod ihrer Freundin beendet werden sollte. Nach kurzer Zeit in der Pflegestelle fiel auf, dass die hübsche Teddy-Dame immer mehr Probleme beim Laufen hatte, war aber sonst Gott sei Dank quietschvergnügt, munter und hatte guten Appetit.
Beim daraufhin natürlich zügig folgenden Tierarztbesuch wurde festgestellt, dass Lucilla massive Eierstockzysten hatte sowie -was leider viel viel schlimmer war- einen inoperablen Tumor.
 
Die Zysten wurden durch Punktion entlastet, um den immensen Druck zu nehmen, und für den Tumor erhielt die Maus verschiedene Medikamente, um das Wachstum eindämmen und verzögern zu können. Im August 2019 war die liebe Maus wieder zur Kontrolle, Herzabklärung und Zystenentleerung bei der Haustierärztin, wo sie auch nochmals geröngt wurde. Man konnte sehen, dass Lucilla´s Magen viel zu gross war und sehr weit hinten-unten im Körper lag, da sich davor vermutlich etwas tumoröses befand, es war trotz Kontrastmittel nicht klar erkennbar, vermutet wurde ein Milztumor. Die Position wie auch die Grösse des Magens beeinträchtigten die muntere Lucilla allerdings keineswegs, sie frass wie gewohnt und schien keinerlei Schmerzen zu haben. Jedenfalls war auch hier keine Operation möglich. Lucilla hatte, wie erkannt wurde, auch eine leichte Herzschwäche, hier wurde sie auf entsprechende Medikamente eingestellt.
 
Lucilla stand fortan unter genauester Beobachtung, die hübsche Schweinedame jedoch wusste nichts von ihrer Erkrankung, verhielt sich munter und agil, war sogar manchmal eine richtige dominante Rudelchefin unter den Damen der Gruppe. Sie hatte Kraft und Energie, frass nach wie vor mit sehr gutem Appetit. So verging die Zeit ohne besondere Vorkommnisse, bis Lucilla im April diesen Jahres wieder bei der Tierärztin vorstellig war: sie hatte heftige Flankenatmung. Wie man im Röntgen sah, hatte sich der Tumor nun leider trotz aller Bemühungen weiter ausgebreitet, wo er zunächst den Magen verdrängte, engte er jetzt zusätzlich Herz, Lunge und Leber ein. Es gab keine Wassereinlagerungen, aber die Lunge hatte einfach weniger Platz. Die Diagnose war niederschmetternd, denn alles was man tun konnte, war, der lieben Maus eine wunderbare Zeit bereiten, solange es ihr gut ging und die Lebensqualität gegeben war, um dann am Tag X Verantwortung zu übernehmen und die Maus vor Leid und Erstickung zu bewahren. Diese Diagnose machte Lucilla´s Pflegemama das Herz schwer, denn Lucilla war immer eine so gut gelaunte, fröhliche und unbekümmerte Schweinedame, die ihr mit ihrer so positiven Art so sehr ans Herz gewachsen war.
 
So vergingen noch ein paar Monate bis Lucilla im Oktober dann eines Morgens plötzlich aufgegast im Gehege sass und nichts fressen wollte - das war mehr wie schlecht, denn Lucilla wollte sonst immer und zu jeder Zeit gerne fressen, und riss ihrer Pflegemama angebotene Leckerbissen förmlich aus der Hand. Natürlich wurde sie entsprechend medikamentös versorgt und zur Tierärztin gebracht. Dort blieb sie sogar ein paar Stunden zur Behandlung und Beobachtung, die Maus liess sich zufüttern und setzte auch wieder Kot ab, eigentlich ein gutes Zeichen. Aber über dem Berg war sie natürlich noch lange nicht, wieder daheim war deutlich, dass es ihr immer noch nicht wirklich gut ging, sie setzte sich in ihr Häuschen und wirkte sehr intresselos.
Trotz aller Bemühungen ging es ihr am nächsten Morgen schlechter, sie hatte massiv abgebaut, Herz und Lunge waren weiterhin frei, aber der Zustand war so enorm schlecht, dass man ihr nur noch durch die Erlösung helfen konnte.
 
Lucilla wurde knapp 6 Jahre alt. Über diesen Verlust sind wir von ganzem Herzen traurig, Lucilla war immer gutgelaunt und fröhlich, nie hat sie sich unterkriegen lassen. So ist sie nach kurzer Zeit ihrer Freundin Patenschweinchen Mina gefolgt, die ihr am 02.10. vorausgeganen war. Komm gut an, liebe Lucilla!
 
 
"Immer, wenn wir von dir erzählen,
fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen.
Unsere Herzen halten dich gefangen,
so, als wärst du nie gegangen.
Was bleibt, sind Liebe und Erinnerung."
Unbekannter Verfasser
 
Liebe Lucilla, leb wohl, du wirst sehr vermisst!

 

Patenschweinchen Carlina kann es gar nicht erwarten, den nächsten Leckerbissen abzustauben! Der rüstigen Seniorin geht es, abgesehen von ihren Alters-Wehwehchen, die sich immer mal wieder bemerkbar machen, prächtig. laughing Wie man sieht, ist die süße Dame für ihr Alter jederzeit sehr sportlich unterwegs!


 

Hallo liebe Zweibeiner,

ich bin der kleine Wolly und wohne als SOS-Patenschweinchen in der Patentierpflegestelle Lautertal! *stolz muig* Wie ich zu meinem Namen kam? Hmm, das muss wohl etwas mit meiner wunderbaren Haarpracht zu tun haben. *kicher muig*

Für alle, die mich noch nicht kennen, will ich zuerst in Kurzform meine Geschichte erzählen. *räusper muig* Im November 2019 kam ich im Alter von ca.3 Jahren zu SOS, weil die Haltung in meinem vorigen Zuhause aus persönlichen Gründen leider beendet werden musste, nachdem mein Kumpel über die Regenbogenbrücke gezogen war und ich natürlich nicht allein bleiben sollte. *gerührt muig* Nach einiger Zeit fiel meiner Pflegemama auf, dass meine Atmung auffällig war, deshalb ist sie mit mir zur Weißkittelfrau gegangen, um genau zu erfahren, was mir fehlt. Heraus kam eine Diagnose, die uns allen nicht so sehr gefallen hat: Mein Herzchen ist nämlich zu schwach für meinen Körper, deshalb raste mein Puls ganz arg und in meiner Lunge hatte sich Wasser angesammelt, weshalb ich so komisch schnaufen musste. *traurig muig* Natürlich wurde ich umgehend medikamentös eingestellt und als vorbildlicher Patient habe ich die Medizin selbstverständlich mustergültig genommen. *zwinker muig*

Bei der Kontrolle zwei Wochen später sah es bei mir schon viel besser aus und ich war startklar, meinen Patentierpflegeplatz zu beziehen! *aufgeregt muig* Die beiden Schweinchendamen, denen ich ab sofort Gesellschaft leisten durfte, haben mich gleich umgehauen, ich bin aus dem Brommseln gar nicht mehr herausgekommen! *rotwerd muig* Aber wer könnte mir das bei diesen beiden Sahneschnittchen schon verdenken? Patendame Jolina und ihre Freundin Riina, die inzwischen leider schon über die Regenbogenbrücke gegangen ist, haben mich sofort als ihren Haremswächter akzeptiert und so wurden wir eine tolle harmonische Gruppe. *glücklich muig

Die süße Jolina und ich teilen uns sogar jedes Extra-Leckerchen *verliebt muig*, allerdings muss ich wegen meinem Herzchen ein wenig auf meine Linie achten, die Weißkittelfrau hat nämlich gesagt, dass meine kleine Speckschicht nicht gerade voteilhaft ist. *empört muig*

Im März 2020 begann es mir dann wieder etwas schlechter zu gehen, weshalb meine Medikamentendosis erhöht werden musste. Auf meiner Lunge zeigte sich beim Röntgen ein Schatten unbekannter Herkunft. *bekünmmert muig* Zu meinen Medikamenten bekam ich nun zusätzlich auch noch täglich ein kleines Stück Banane, um meinen Kaliumverlust auszugleichen. Ansonsten machte meine Pflegemama leider Ernst mit der Diät und so schaffte ich es, bis Juni etwa 100g abzunehmen. Ich finde, dass ich jetzt wirklich eine Modelfigur habe! Wahrscheinlich finden mich meine Mädels deshalb so unwiderstehlich! *aufgeblasen muig*

Ende Juli 2020 waren meine Pflegemama und ich dann bei einer Weißkittel-Spezialistin, die mich noch einmal ganz genau unter die Lupe nehmen sollte, weil es mir nicht so recht besser gehen wollte. Dort wurde auch ein Herzultraschall bei mir gemacht, den ich ganz toll gemeistert habe. Leider bekamen wir eine sehr niederschmetternde Diagnose. *schnüff muig* Ich fange mit den guten Nachrichten an: Mein Herzchen war im Ultraschall unauffällig und klang gut. Und nun die schlechte Nachricht: Es wurde ein ca 1-1,5cm großer Tumor gefunden, der wahrscheinlich auch die Wassereinlagerung in meiner Lunge verursacht hat. Nebenbei hat sich aufgrund meiner Zahnbeschaffenheit herausgestellt, dass ich wahrscheinlich schon 5 oder 6 Jahre alt bin. Die Weißkittelfrau und meine Pflegemama haben beschlossen, mich nach einer Woche erneut zu röntgen, um dann entscheiden zu können, ob ich operiert werden sollte. Nachdem der Schatten auf meiner Lunge in der kurzen Zeit um ca.1cm weitergewachsen war, haben sie sich letztlich gegen eine Operation entschieden. Stattdessen will mir meine Pflegemama die Zeit, die mir noch bleibt, so schön wie möglich machen. *dankbar muig*

Momentan geht es mir ganz gut, ich genieße die Tage mit meiner Jolina und will gar nichts davon wissen, dass mein Tumor leider vor sich hin wächst. Meine Pflegemama kümmert sich rührend um mich und bei Bedarf bekomme ich natürlich auch Schmerzmittel. Meine Geschichte ist zwar momentan nicht so schön, so ist es eben manchmal bei uns Patenschweinchen, aber dennoch ist sie noch lange nicht zu Ende, dafür gebe ich mein Bestes! *tapfer muig*

Ganz besonders möchte ich an dieser Stelle noch meine Paten und Patinnen grüßen, Ihr seid die Besten! *danke muig* Natürlich grüße ich auch alle anderen Zwei- und Vierbeiner da draußen! *hallo muig*  Besonders glücklich würde es mich natürlich machen, wenn ich noch weitere liebe Patentanten und Patenonkel bekommen würde, die mich ein wenig unterstützen wollen. *Kulleraugen muig* Falls Ihr Interesse an einer Patenschaft habt, HIER geht es zu meinem Profil und dort findet ihr auch alle wichtigen Informationen zur Patenschaft.

Ich schicke euch allen viele liebe Muig-Muigs,

Euer Wolly


 

Mina kam das erste Mal im Januar 2017 zusammen mit ihren zwei Freundinnen zu uns in den Verein, da der Kastrat der Gruppe verstorben war und die Haltung beendet werden sollte. 
Die hübsche Teddydame freute sich über mehrere Anfragen, und durfte dann im Juni desselben Jahres zusammen mit einer Freundin und ihrem Böckchen aus der Pflegestelle, Milky,  in ein eigens für sie gebautes Gehege ziehen.
Im September 2018 wurde die Betreuung der Tiere den Haltern zu viel, und so kamen die drei Schweinchen wieder in den Verein zurück.
 
In den darauffolgenden Wochen kam die schwer kranke Vivet in jämmerlichstem Zustand zu uns in den Verein, in Mina´s Pflegestelle. Vivet war, unter einigen anderen Baustellen, eine Herzpatientin, die viel Ruhe benötigte. Da Vivet aber dennoch Gesellschaft brauchte, wurden ihr Milky, der schon immer ein sehr sanfter Bock und von sensiblem Gemüt war und die liebe Mina zur Seite gestellt. Das Dreiergespann passte wunderbar zusammen, und so wechselte Mina kurzerhand in die Patentierabteilung und blieb bei ihrer Pflegemama in Au am Rhein. Mina kümmerte sich rührend um Vivet, pflegte ihr Augen und Ohren, sie tat der lieben Maus unwahrscheinlich gut.
Dennoch hatte auch Mina in der Vergangenheit Probleme mit ihrer Blase gehabt und musste hier einige Zeit unter Beobachtung stehen, auch sollte ihre Ernährung sehr ausgewogen und nicht zu calciumhaltig sein.
 
Bald stellte sich heraus, dass Mina an einer Herzinsuffizienz litt. Sie bekam Wassereinlagerungen in der Lunge und auch Mina´s Füsse waren stark verdickt. Mina wurde medikamentös eingestellt und die Befunde von Herz und Lunge verbesserten sich zur grossen Freude rasch, Mina bekam wieder gut Luft und es ging ihr insgesamt viel besser. Die Problematik mit den verdickten Füsschen blieb zunächst allerdings. Diverse Behandlungsmethoden, Medikationen und Cremes schlugen nicht an, im Gegenteil, die Schwellung nahm weiter zu und es kam zu entzündeten Fussballen. Schliesslich bekam Mina Antibiotika und musste Verbände tragen, die rechte Pfote heilte recht zügig, bei der linken Pfote dauerte es drei Wochen bis eine Besserung eintrat und die Entzündung zurückgegangen war. Auch nach der überstandenen Entzündung blieben die Füsse dick und geschwollen, liefen zeitweise sogar bläulich an, da die Durchblutung gestört war. Auch die sonst so bewährte Lasertherapie brachte diesmal keine Hilfe. So war guter Rat teuer. Allmählich waren alle Möglichkeiten zur Behandlung ausgeschöpft, die Hoffnung lag nun auf der Blutegeltherapie.
Diese brachte nun auch endlich die ersehnte Hilfe, bereits nach der ersten Behandlung war eine deutliche Besserung zu sehen, die Schwellung war deutlich zurückgegangen. Der Egel "arbeitete" 20 Minuten an Mina, die liebe Maus blieb während der Behandlung völlig ruhig sitzen und wartete brav, bis er fertig war.
 
Um Ostern 2019 verschlechterte sich Mina´s gesundheitlicher Zustand unerwartet dramatisch, die Herzerkrankung meldete sich zurück, es sammelte sich wieder Wasser in der Lunge an und auch die Pfoten schwollen wieder an, die Verfärbung trat erneut auf. Da auch der Fressrhythmus gestört war, litt die arme Mina auch noch an Aufgasungen. Die Tierärztin passte die Medikation an, und die unglaubliche Maus erholte sich zusehends. Erfreulicherweise half dieses Mal auch die Lasertherapie an den Füssen, diese schwollen wieder ab und hatten bald wieder eine gesunde Farbe. Mina hat sich in all der Behandlungszeit nicht hängen lassen, sie war eine vorbildliche Patientin. So ging es ihr Gott sei Dank bald wieder richtig gut, sie blühte wieder auf und nahm auch schön wieder zu.
 
So verging die Zeit ohne besondere gesundheitliche Vorkommnisse, bis zum Februar 2020: Mina war eines morgens stark aufgegast und verweigerte das Fressen, am Abend vorher war alles völlig unauffällig gewesen. Natürlich wurde sie sofort zum Tierarzt gebracht, bekam dort eine Notfallversorgung, am Nachmittag nahm sie bereits wieder gerne den angebotenen Päppelbrei. Sie erholte sich vollständig und war bereits einen Tag später wieder ganz die gewohnte herzensgute, muntere Mina.
Die nächsten Monate ging es ihr wieder sehr gut, auch den Sommer überstand sie bestens, die sommerliche Hitze kann bei Herzpatienten kritisch sein, nicht jedoch bei Mina.
 
So ging es ihr wie geschrieben gut, was dann am 02.10. folgte war somit auch ein sehr grosser Schock: unvermittelt war Mina am Morgen wieder stark aufgegast, sie erhielt sofort alle nötigen Medikamente und vorsichtig etwas Päppelbrei sowie eine ganz leichte Bauchmassage für die Darmtätigkeit. Im Laufe der nächsten Stunden wurde das Bäuchlein wieder weicher, aber Mina mochte kaum den angebotenen Päppelbrei zu sich nehmen. Am Nachmittag bei der Tierärztin war sie bereits deutlich weniger aufgegast, sie hatte Darmgeräusche und setzte das erste mal wieder etwas Kot ab. So sah alles zunächst recht gut aus, die Behandlung mit entsprechenden Medikamenten lief also weiter. Am nächsten Morgen sah sie bereits wieder besser aus und köttelte auch wieder. Sie nahm etwas Brei, alles sah hoffnungsvoll aus.
Am Vormittag dann gaste sie wieder auf, sie erhielt erneut eine Infusion, baute aber über die nächsten Stunden stark ab. Beim Notfallbesuch in der Tierklinik waren bereits keine Darmgeräusche mehr zu hören, es gab keine Hoffnung mehr. Um Mina weiteres Leid zu ersparen, entschied ihre Pflegemama schwersten Herzens zusammen mit dem behandelnden Arzt, Mina sanft entschlafen zu lassen. Es ging alles so entsetzlich schnell.
 
Mina wurde knapp stolze 7,5 Jahre alt. Über diesen Verlust sind wir von ganzem Herzen traurig, Mina war eine so ausgesprochen liebevolle Schweinedame, sie war grossherzig und hochsozial, sie war die gute Seele ihrer Gruppe und hinterlässt eine grosse Lücke! Komm gut an, liebe Mina!
 
 
"Auch von den Toten bleibt auf Erden noch ein Schein zurück,
und die Nachgelassenen sollen nicht vergessen,
dass sie in seinem Licht stehen."
Theodor Storm
 
Lass es dir auf den immergrünen Wiesen gut gehen, liebe Mina!

Am 19.10.2020 mussten wir Abschied von der lieben Filomena nehmen.

Filomena kam Anfang März diesen Jahres zusammen mit Patenweibchen Carlina und einen weiteren Weibchen im Alter von 5 1/2 Jahren zu SOS, da die Haltung aus persönlich Gründen beendet wurde.
Während der Beobachtungszeit in der Pflegestelle vielen uns zunächst keine wesentlichen gesundheitlichen Probleme auf. Sie bewegte sich unauffällig im Gehege und kam sofort angerannt, wenn es eine Erbsenflocke abzustauben gab oder das Gemüsebüffet eröffnet wurde. Wir hofften, dass sie bald ein schönes Daheim finden würde, in dem sie für immer bleiben konnte.

Anfang Mai fing sie an, leicht zu lahmen und ein Vorderfüßchen zeigten eine leichte Schwellung - am nächsten Tag konnte sie ihre Hinterbeine plötzlich nicht mehr bewegen.
Der Besuch beim Tierarzt ließ alle förmlich aus den "Latschen" kippen: Filomena litt an höchstgradigem Verschleiß aller Gelenke, sowie der Wirbelsäule. Außerdem saß ein großer Stein in der Blase.
Zunächst galt es, ihr die Schmerzen und die akuten Entzündungen zu nehmen, damit sie sich wieder bewegen konnte, was die kleine Kämpferin auch binnen weniger Tage schaffte.
Ihre Lebensfreude und der typische Meeri-Appetit litten nicht unter ihren körperlichen Gebrechen.

Ende Mai konnte sie auf ihren Patenplatz umziehen, wo sie von allen Mitschweinchen freundlich empfangen wurde und sich schnell in die Gruppe integrierte.
Da ihr Gesundheitzustand stabil war, wurde auch der zwickende Blasenstein entfernt.

Doch leider erlitt Filomena Anfang Juli erneut einen sehr schweren Arthroseschub - von diesem erholte sie sich nicht mehr. Ganz langsam wurde sie weniger, es kamen immer neue Krankheiten dazu:
Ihr Herz wurde schwächer, auch die anderen Organe, wie Nieren, Leber, Schilddrüse und Nebennieren stellten langsam ihren Dienst ein und sie verlor zusehends ihr Fell.
Sie nahm aber weiterhin gerne am Rudelleben teil und kam bei der Fütterung an den Gemüseteller gewackelt kam, um sich die besten Stücke herauszufischen.
Damit sie ihr Gewicht halten konnte, wurde sie mehrmals täglich zugefüttert, was Filomena gerne annahm. Oft stand sie schon schmatzend am Gehegerand, um sich den schmackhaften Brei abzuholen.

Ab dem 17.10.2020 verlor sie langsam den Glanz in den Augen und wollte sich immer weniger bewegen, dazu kam breiiger Kot, so dass den Pflegeeltern klar war, dass die Zeit des Abschieds näher rückte. Man beschloss, ihr noch ein wunderschönes Wochenende mit jeder Menge frischen Kräutern (Filomena war ein Petersilien-Junkie!) zu machen und mit ihr am darauffolgenden Montag den letzten Weg zu gehen.
Am Morgen des besagten Montags machte Filomena ihren Pflegeeltern die Entscheidung leicht, ob es wirklich der richtige Zeitpunkt war, Abschied zu nehmen: Sie stellte das Fressen ein und ihre Äugchen war sehr, sehr müde... so durfte sie kurz darauf in den Armen ihrer Pflegemama sanft über die Regenbogenbrücke ziehen.

Liebe Filomena,
auch Du wirst immer Deinen festen Platz in unseren Herzen haben.
Leb' wohl - kleine Prinzessin!
Deine Pflegeeltern


 

 

 

 

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