Weiter geht es mit der dritten Gewinner-Geschichte unserer kleinen Aktion, bei der ihr uns eure Geschichten erzählt habt, wie ihr aufs Meeri gekommen seid. Wer die Aktion verpasst hat kann HIER lesen, wie die Gurkenschnippler von Patenschweinchen Willi und Nutella meerifiziert wurden, HIER die erste Gewinner-Geschichte und HIER die zweite Gewinner-Geschichte nachlesen.

 

Nicole und Sven S.s Geschichte

2008 war ein sehr schwarzes Jahr für mich. Mein Bruder verstarb an einem Autounfall. Ich fiel in ein tiefes Loch und jeden Tag, an dem ich nach Hause kam und mein Mann war nicht zu Hause, fiel ich haltlos weiter. Mir wurde schnell klar, ich brauche eine Aufgabe. Sven und ich hatten selber früher Tiere zu Hause und so wurde der Wunsch in Gedanken schnell Realität, es muss ein Tier in unsere kleine Familie rein. Aber was passt zu uns?

Also, was käme jetzt in Frage? Unwissend wie so viele Neueinsteiger haben wir in einem Zooladen in Landau in der Pfalz aus einem kleinen Gehege ein Muig und quick gehört. Nun, wir haben uns für Susi und Strolch entschieden. Wir haben extra den größten Plastikkäfig mit Gitter gekauft, den es in dem Geschäft gab- Den Schweinchen soll es ja gut gehen…

-Jetzt stöhnt nicht alle, wir wussten es ja nicht besser -

Die Zwei waren trotzdem sehr glücklich bei uns. Wir machten alles für die Zwei. Eines Tages hat Strolch gemeint, er muss uns einen Streich spielen und ist aufgegast. Der Tierarzt damals sagte uns nur noch, dass er es sehr wahrscheinlich nicht schafft, vielleicht, wenn wir ihn konsequent mit Critical Care alle Stunde füttern. Wenn es weiter nichts ist… Sven hat sich für den Tag krankgeschrieben und hat sich die Nacht um die Ohren geschlagen. Er saß zusammen mit Strolch auf der Couch und sie haben sämtliche Filme von Dick und Doof geschaut. Susi saß seitlich daneben und hat dem Treiben zugesehen. Nach vielen Stunden des Bangens und Päppelns, den Brei bekommt man nicht mehr aus der Nase raus, hebt Strolch den Kopf und fängt an zwei Hälmchen Heu zu fressen. Susi kam sofort rüber gerannt und somit war uns allen Vieren bewusst, Strolch kommt durch! So war es auch. Das war dann der Moment, wo wir die Nahrung und auch die Haltung in Frage stellten. Wir informierten uns und lasen viel. Wir hatten noch ein paar Jahre zusammen, bis Strolch an einem Krebsleiden verstarb und unsere Susi anfing, zu trauern. Verzweifelt suchten wir nach einem Bock, auch SOS hat uns zuerst abgelehnt. Eine nette Frau in Landau von „Tiere suchen Freunde“ hat uns auf die Schnelle mit Flecky geholfen. Aber eines war uns klar, wir wollen nie wieder nur zwei Tiere haben. Muss eines gehen, will das Andere am liebsten mitgehen. Somit haben wir uns bei SOS erneut „beworben“ und damals Danja bekommen…. So kamen wir zu SOS und zu den Meeries.

Seitdem sind einige Schweinchen gekommen und auch gegangen. Das Gehege wurde mehrmals umgebaut und auch mit Alter und Krankheiten wird sich beschäftigt. Im Moment leben drei Wutzen bei uns. Die älteste, Penny, fast 8 Jahre alt. Patcha, ein Kraulschwein und absolut der Chef im Haus. Und Mani, die so süß um Leckerchen betteln kann und immer niesen muss, wenn sie so schnell isst.

Das ist unsere Geschichte, wie der Mensch zum Gurkenschnippler wurde, oder, wie der Mensch zum Zweibeiner wurde, oder, ach, Ihr wisst doch: Muig muig muig


 

Leonard Shaldon

Auf unserer Externen Vermittlungsseite suchen die beiden hübschen Jungs, die der Pflegestelle 63303 Dreieich unserer Tierschutzkolleginnen und -kollegen von Artgerecht Tierschutz e. V. leben, ein Zuhause.
Gerne können die beiden, wenn es die Witterung wieder zulässt, auch in eine gut gesicherte Außenhaltung umziehen.

Weitere Infos zu den beiden Buben finden Sie hier: >>> EXTERNE VERMITTLUNG <<<
                                                               


 


Mitte November 2019 haben liebe Menschen auf der Straße eine sich bewegende Tüte entdeckt, darin ein Meerschweinchen.
Flugs wurde der kleine Knopf zur Versorgung ins Tierheim Heppenheim gebracht wo er den Namen „Baggy“ bekam.  Sein Zustand war miserabel, völlig ausgehungert, von Parasiten geplagt und fast kahl. Man war nicht sicher, ob er die erste Nacht überhaupt überstehen würde. Ein Halter, dem er entlaufen sein könnte, meldete sich auch nach einem Facebook-Aufruf durch die Finder nicht.
 
 
Baggy im Tierheim
 
Baggy wurde gegen die Milben behandelt und liebevoll versorgt. In den ersten paar Tagen im Tierheim nahm der Bub stattliche 100 g zu und erholte sich zusehends. Und Kuschelsachen lernte er kennen…und lieben :-) Allerdings fiel auch eine massive Fehlstellung eines Hinterbeinchens auf. Deswegen kam eine Vergesellschaftung in eine der bestehenden Gruppen nicht in Frage, obwohl Baggy sich nach einigen Wochen soweit erholt hatte, dass er bereit war für eine neue Schweinchenfamilie. Auch weitere Vergesellschaftungen, die in Vermittlungsgruppen leider doch immer wieder vorkommen, sollten ihm erspart werden. Und eine Vermittlung sollte, wenn überhaupt, auf Grund seines Handicaps ohnehin nur in sehr erfahrene Hände erfolgen. Gesellschaft für den kleinen Mann musste aber auf alle Fälle bald sein…was also tun?
 
Und da kam SOS Meerschweinchen ins Spiel. Mit dem Tierheim Heppenheim stehen wir immer wieder in gutem Kontakt und nehmen auch gerne an deren Festen mit unserem Infostand teil. Das Schicksal des kleinen Kerls ging uns allen sehr zu Herzen und so wurde schnell beschlossen, dass Baggy seinen Platz als Patenbub bei uns im Verein finden und endlich zur Ruhe kommen soll.
 
 
 Am 12. Januar 2020 war es dann soweit, Baggy zog in die Patenpflegestelle nach Wiesbaden-Medenbach. Und stellte hier so einiges auf den Kopf…
 
 
 Baggy - bei uns angekommen
 
 
Eine Vergesellschaftung in die bestehende Gruppe scheiterte, der Bub hatte unsägliche  Angst vor den „dunklen“ Tieren der Gruppe. Auch ein Versuch alleine mit ihm und den zwei helleren Mädels der Gruppe klappte überhaupt nicht.
 
Dann die Überraschung als die schon leicht verzweifelte Pflegestelle kurzerhand Vermittlungsböckchen Finley zu Baggy gesellte…hier wurde nur kurz geklärt, wer das Sagen hat und ab da herrschte Ruhe. Nach einigen Tagen wird nun zusammen vom reichhaltigen Buffet gespeist und geruht. Baggy genießt ausgiebig und begeistert die angebotenen Kuschelsachen und lässt sich abends sehr gerne von Finley zum Erlernen des gemeinsamen Kontrollgangs durch das Gehege abholen. Hier und auch beim gemeinsamen Chillen im Häuschen nimmt Finley immer wieder große Rücksicht auf das Handicap-Beinchen. Wohl durch die ganze Aufregung musste Baggy auch noch erneut gegen Milben behandelt werden, aber das hindert den kleinen Mann nicht daran, zu essen „wie ein schwarzes Loch“ und sich rundum wohl zu fühlen. Bei dem deswegen nötigen Tierarztbesuch bestätigten auch hier die Tierärzte, dass es sich bei Baggys Fehlstellung um etwas Älteres handelt. Es liegt nahe, dass das Beinchen mal gebrochen war und schief zusammen wuchs. Beim Sauberhalten der Perinealtasche braucht er daher nun tägliche Unterstützung, kann aber trotz seines Handicaps auch sehr schnell flüchten, wenn Zweibein mit Rausfangen droht... .
 
Baggy(rechts) mit seinem Kumpel Finley
 
Mittlerweile ist Baggy auch immer öfter im Gehege unterwegs zu sehen. Von Finley hat er die große Kunst des um die Kralle-Wickelns und Bettelns schon fast perfekt gelernt, und beim Fressen sind sich die Beiden ohnehin einig…wenn es nicht schnell genug geht, muss eifrig geschimpft und gemeckert werden!
 
Im entspannten Zusammenleben mit Finley zeigt sich Baggys Handicap auch immer weniger deutlich. Seine weitere Entwicklung muss nun sehr genau beobachtet werden. 
 
 
 
Lieber Baggy, wir sind froh, dass Du den Weg zu uns gefunden hast und Dich so toll und dankbar zeigst, und liebes Tierheim Heppenheim, vielen Dank für das Vertrauen und die tolle unkomplizierte Zusammenarbeit! 
 
 
 
 
 
 

 

 


Joyce

JOYCE: Hallo Leute, hier ist wieder eure Joyce.

Heute geht es um den Klimaschutz. Wir haben uns nämlich gefragt, ob wir Meeris auch zum Klimawandel beitragen, beklommen-MUIG, und was wir tun können, um das Klima zu schützen.

OSCAR: Wir sind ja klein, aber natürlich haben auch kleine Lebewesen einen ökologischen Fußabdruck.

PRALINE: Einen Füßchenabdruck!

OSCAR: Sozusagen.

PEBBLES: Naja, ich fand es schon überraschend, dass wir Haustiere auch zum Klimawandel beitragen, wunder-MUIG. Ich meine, wir haben kein Auto, fahren oder fliegen nicht in Urlaub und konsumieren nichts Unnötiges.

PRALINE: Aber auch der Konsum von all dem, was für uns notwendig ist, ist wohl klimaschädlich, befürcht-MUIG.

OSCAR: Ich denke, wir erklären jetzt erst mal den Treibhauseffekt und den Klimawandel, vernünftig-MUIG.

DAISY: OK, also, es gibt verschiedene Gase, die man Treibhausgase nennt, weil sie in der Atmosphäre zur Erderwärmung beitragen, vor allem Kohlenstoffdioxid, abgekürzt CO², das etwa 80 % aller Treibhausgase ausmacht, erklär-MUIG. Danach kommt vor allem Methan, aber auch Lachgas.


Alle beim gemeinsamen Abendessen

JOYCE: Der Treibhauseffekt ist eigentlich erstmal was Gutes, weil er überhaupt erst Leben auf der Erde ermöglicht, sonst wär's nämlich auf der ganzen Erde saukalt, ungefähr -18° C, fröstel-MUIG.

PEBBLES: Es heißt Treibhauseffekt, weil durch die Atmosphäre die Wärme der Sonne gespeichert wird wie in einem Treibhaus, selig-MUIG. Die Sonnenstrahlen scheinen auf die Erde und wärmen sie auf.

JOYCE: Die Erde reflektiert dann die Sonnenstrahlen ins All zurück, aber ein Teil davon wird dabei von der Atmosphäre aufgehalten, so dass ihre Wärme darunter erhalten bleibt, erläuter-MUIG. Das ist erstmal ein ganz natürlicher Vorgang.

OSCAR: Die Atmosphäre ist eine Luftschicht rund um die Erde, die etwa hundert Kilometer dick ist. Aber je mehr Treibhausgase in der Atmosphäre sind, umso mehr Sonnenstrahlen, die ins All zurückreflektiert werden, werden davon aufgehalten und erneut auf die Erde runter reflektiert. Dadurch wird's hier unten immer wärmer, unwohl-MUIG.

PRALINE: Und die Menschen machen jetzt den natürlichen Treibhauseffekt immer stärker und schlimmer, indem sie fossile Brennstoffe wie Öl und Kohle verbrennen zum Heizen und Autofahren, vorwurfsvoll-MUIG.

DAISY: Bei der Verbrennung wird nämlich das CO², das vorher im Öl und in der Kohle gebunden ist, frei und gelangt in die Atmosphäre. Und wenn das so weitergeht, können wir hier unten unser Fell bald ausziehen wegen der Hitze, grimmig-MUIG.


Daisy

PRALINE: So, und jetzt, wo doch jeder weiß, dass die Menschen mit ihrer Industrialisierung und ihrem Konsum am Klimawandel schuld sind, sind doch tatsächlich ein paar Forscher auf die Idee gekommen auszurechen wie viel wir Haustiere zur Klimaerwärmung beitragen, empört-MUIG. Ausgerechnet an uns soll's jetzt liegen. Die spinnen doch, die Zweibeiner!

JOYCE: Resigniert-MUIG, es gibt halt auch eine ganze Menge Haustiere. Angeblich werden in Deutschland in 44% der Haushalte Tiere gehalten.

OSCAR: In den USA sogar in 65% der Haushalte. Und inzwischen gibt es etliche Studien, unter anderem aus der Schweiz, aus Deutschland und aus Amerika, da hat man verglichen, wie klimaschädlich verschiedene Haustiere sind. Da kommen wir Meeris noch vergleichsweise gut weg, erleichtert-MUIG. Am schlimmsten für's Klima sind Pferde.

PEBBLES: Sind Pferde Haustiere, verblüfft-MUIG? Die hält man doch gar nicht in der Wohnung.

OSCAR: Eigentlich nicht, aber in der schweizer Studie hat man Pferde, Hunde, Katzen, Kaninchen, Ziervögel und Aquarienfische verglichen. Das Pferd hat am schlechtesten abgeschnitten, weil es so groß ist, mitteil-MUIG. Je größer das Tier, desto mehr frisst es und desto größer sind die Häufchen, die hinten rauskommen usw., deshalb haben kleinere Tiere eine bessere Ökobilanz als größere Tiere.

DAISY: Außer der Größe des Haustiers und seiner Futtermenge kommt es aber auch noch auf die Art des Futters an. Fleischfresser sind deutlich klimaschädlicher als wir Pflanzenfresser, verkünd-MUIG, weil die Fleischproduktion viel energieaufwendiger ist und viel mehr Emissionen verursacht als die Herstellung von Pflanzennahrung. Katzen haben deshalb im Verhältnis zu ihrer Größe die schlechteste Ökobilanz. Das sind echte CO²-Schleudern, kicher-MUIG.

PRALINE: Ja, die Fleischproduktion ist ein echter Klimakiller, bestätigend-MUIG. Es braucht riesige Flächen für die gemästeten Tiere und noch größere Flächen für den Anbau der Pflanzen, mit denen die Masttiere gefüttert werden. Der Verbrauch von Wasser und Energie dafür ist riesig und die Fleischproduktion führt zu Bodenerosion und zum Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden und verursacht Berge von Abfall, grusel-MUIG.

JOYCE: Und die vielen, vielen Rinder pupsen auch noch ganz schrecklich, Nase-rümpf-MUIG. Das setzt furchtbar viel Methan frei, das noch gefährlicher für die Atmosphäre ist als CO².


Pebbles

PEBBLES: Außerdem wollen die Zweibeiner ihren Haustieren auch keine Schlachtabfälle füttern, obwohl das den Tieren gar nichts ausmachen würde. Aber die Menschen in den Industrienationen wollen nur die besten Fleischstücke essen, ts-ts-ts-MUIG, und das sollen auch ihre Tiere kriegen.

JOYCE: Und so wird das in immer mehr aufstrebenden Ländern, z.B. in China, seufz-MUIG. Wenn es den Menschen besser geht, essen sie selbst mehr Fleisch und füttern auch ihre Tiere besser. Also muss immer mehr Fleisch produziert werden, was den Klimawandel immer mehr anfeuert.

OSCAR: Katzen und Hunde tragen also tatsächlich zum Klimawandel bei, bedauernd-MUIG, vor allem über die Rinderhaltung für ihre Fleischnahrung. Und dazu kommt noch die Entsorgung ihrer Hinterlassenschaften und der Abfälle ihrer Ernährung.

DAISY: Ach ja, Katzen brauchen für ihre Ausscheidungen ja Katzenstreu. Furchtbares Zeug, bäh-MUIG.

JOYCE: Weitererzähl-MUIG, in der amerikanischen Studie heißt es, wenn alle amerikanischen Katzen und Hunde zusammen einen eigenen Staat bekämen, dann läge ihr Staat auf Platz 5 des weltweiten Fleischkonsums.

PRALINE: Donnerwetter! Sprachlos-MUIG.


Oscar im Tiefschlaf

OSCAR: Ja, das ist heftig, betroffen-MUIG. Und dabei ist der Energieaufwand für die Herstellung von Hundeleinen, Katzenklos und Katzenstreu, Schlafbetten und Spielsachen bei der Ermittlung der Klimaschädlichkeit von Hunden und Katzen noch gar nicht berücksichtigt.

PEBBLES: Ich hab' gelesen, dass jede einzelne Katze jährlich 2,2 Tonnen CO² produziert, ungläubig-MUIG, die Hälfte für die Ernährung und die Verpackung des Futters und die andere Hälfte für das Entsorgen der Futterdosen und der Katzenstreu.

DAISY: Das hab' ich auch gelesen. Dabei sagt man, dass jeder Mensch eigentlich nicht mehr als 1-2 Tonnen CO² pro Jahr verursachen darf und tatsächlich verursachen sogar Katzen und Hunde schon mehr. Und in Deutschland produziert jeder Mensch derzeit etwa 11 Tonnen CO² im Jahr, entsetzt-MUIG.

PRALINE: Herrje-MUIG, wie will man denn da den Klimawandel noch aufhalten?

JOYCE: Ich weiß nicht, ob das überhaupt noch geht, traurig-MUIG. Und dass es nicht an uns Meeris liegt, wenn diese schöne Erde unbewohnbar wird, ist auch kein Trost. Wir Meeris sind nämlich nur ganz wenig schädlich für's Klima.

DAISY: Genau genommen sind wir Meerschweinchen annähernd klimaneutral, stolz-MUIG. Bloß unsere Haltung verursacht ein bisschen CO², aber das auch nur, weil die Menschen unser Heu und die Einstreu in Plastiktüten verpackt verkaufen, die dann als Abfall entsorgt werden müssen. Und in den Studien hat man unterstellt, dass Meeris Trockenfutter essen, pfui-MUIG, das auch erst industriell hergestellt und verpackt und transportiert werden muss. Aber richtig gehaltene Meeris essen ja gar kein so ungesundes Trockenfutter. Und so Leckerchen wie Grünrollis brauchen wir auch nicht, feststell-MUIG.


Oscar & Pebbles

PEBBLES: Und angeblich spart schon allein der Verzicht auf Trockenfutter ganze 5 Kilo CO² im Jahr pro Meeri ein, erleichtert-MUIG. In einer Studie hatten sie nämlich Meeris, die haben pro Kopf 14 Kilo Trockenfutter im Jahr gefressen.

OSCAR: Die Studien haben auch ergeben, dass der CO²-Ausstoß bei der Haltung von Meerschweinchen und Kaninchen stark von den Umständen der Haltung abhängt, ausführ-MUIG. Wenn unser Zweibein uns vor allem mit Salat, Gemüse und Obst füttert, das aus der näheren Umgebung stammt und das gerade Saison hat, ist das bei weitem klimafreundlicher als wenn unsere Gurken und Tomaten und Äpfel usw. erst aus dem Ausland importiert werden.

PEBBLES: Auf die Einstreu kommt es auch an. Angeblich ist es klimafreundlicher, Kaninchen und Meerschweinchen auf Hobelspänen zu halten als auf Stroh. Naja, zu unserer Leineneinstreu hat keiner was gesagt  Schultern-zuck-MUIG.

JOYCE: Man muss halt bei der Streu auch überlegen, was UNS gut tut, ob ein Tier allergisch ist, wie sehr die Streu staubt und wie saugfähig sie ist. Und zu sehr sparen darf man an der Streu auch nicht, warnend-MUIG. Wenn man nämlich die Streu nicht oft genug austauscht, dann setzen unsere Ausscheidungen Ammoniak frei, das ist ungesund für uns und auch für's Klima.


Allen schmeckt's gemeinsam am Besten

DAISY: Tatsächlich entstehen ganze 90 % des durch Meerschweinchen veranlassten CO²-Ausstoßes durch die Abfallentsorgung, zusammenfass-MUIG.

PRALINE: Aber im Ergebnis haben im Klimatest nur Kanarienvögel und Wellensittiche noch besser abgeschnitten als wir Meeris. Die Piepmätze verursachen ungefähr 28 Kilo CO² pro Vogel und Jahr. Und bei uns Meeris sind es 75-80 Kilo pro Wutz und Jahr. Kein Vergleich also mit den 2,2 Tonnen bei den Katzen, erleichtert-MUIG.

DAISY: Und bei den paar Kilo CO² ist sogar schon die Erstanschaffung unserer Behausung berücksichtigt und dass unser Raum geheizt und unser Haus auch regelmäßig ausgewaschen wird und auch, dass wir manchmal mit dem Auto zum Tierarzt gefahren werden müssen, ergänz-MUIG.

PEBBLES: Bei Kaninchen sind es schon 240 Kilo CO²-Ausstoß pro Tier und Jahr, obwohl die so ähnlich leben wie wir. Aber die sind halt schon wieder größer, schlussfolger-MUIG.

OSCAR: Nach den Kaninchen kommen die Aquarienfische, die von den Forschern mit ungefähr 950 Kilo CO² pro Jahr berechnet wurden. Allerdings gilt das nicht pro Fisch, klarstell-MUIG, sondern man hat ein Aquarium mit 100 kleinen Fischen bewertet und das Hauptproblem bei denen ist der Wasserverbrauch und dass die Menge Wasser dauernd gewärmt und gefiltert werden muss.

JOYCE: Das macht also 9,5 Kilo CO² pro Fisch und Jahr, ausrechen-MUIG, hm, bei großen Fischen reicht das bestimmt nicht.


Joyce & Pebbles

DAISY: Es hält sich aber bestimmt keiner einen Pottwal im Aquarium, grins-MUIG.

PRALINE: Wale sind keine Fische, altklug-MUIG!

DAISY: Ist mir egal! Entschieden-MUIG.

OSCAR: Dann kamen kleine Hunde, deren Haltung angeblich ungefähr 1,8 Tonnen CO² Ausstoß jährlich verursacht, zitier-MUIG. Die kleinen Hunde schneiden besser ab als Katzen, weil Hunde keine reinen Fleischfresser sind, sondern ein Teil ihrer Nahrung auch Getreide oder Gemüse sein kann.

PRALINE: Hihi-MUIG, wenn man Raven lassen würde, würde sie sich auch von lauter Getreide und Gemüse ernähren, z.B. Spaghetti mit Tomatensoße, ganze Brotlaibe oder auch mal eine Familienpizza.

PEBBLES: Sie ist ja auch ein Labrador. Das weiß man ja, dass ein Labrador alles frisst, was ihn nicht frisst, grins-MUIG.

JOYCE: Ich fürchte, Raven ist klimaschädlicher als der Dackel aus der Studie, befürcht-MUIG. Erstmal ist sie größer und gefräßiger und dann bekommt sie auch noch Trockenfutter, da braucht's viel mehr Energie für die Herstellung als bei Nassfutter.

DAISY: Aber die Kerstin sagt, dass das Trockenfutter viel besser für Ravens Zähne ist, weitererzähl-MUIG. Dadurch hat Raven viel weniger Zahnstein als bei einer Nassfütterung. Und billiger ist es auch noch, obwohl es ein total gesundes Futter ist.


Daisy

OSCAR: Tja, es gibt nichts, was nur Vorteile und keine Nachteile hat, weise-MUIG. Das Trockenfutter kommt in Monatsportionen in einem bösen Plastikfoliensack, aber jeden Tag eine große Alu-Hundefutterdose ist auch klimaschädlich, abwäg-MUIG. Und bei Hunden kommt es für den CO²-Ausstoß auch sehr darauf an, ob das Zweibein immer mit dem Auto zum Spazierengehen fährt.

PEBBLES: Und vergiss die Pupsbeutel nicht, erinner-MUIG.

PRALINE: Die was? Erstaunt-MUIG.

JOYCE: Aufklär-MUIG, es ist hier in der Stadt nicht erlaubt, Hundehäufchen liegen zu lassen. Das Zweibein muss sie aufheben, in einen kleinen Plastikbeutel einpacken und dann im Müll entsorgen. Raven macht üblicherweise zwei Häufchen pro Tag und immer, wenn sie das nicht im Wald macht, kommt ein klimaschädliches Beutelchen zum Einsatz.

DAISY: Und alle Häufchen in ihren Beutelchen werden dann in der Müllverbrennungsanlage verbrannt.

PEBBLES: Und das Hundepipi fließt in den Boden. Das sind auch Emissionen.

OSCAR: Naja, unsere Streu muss auch entsorgt werden und hier bei uns darf sie noch nicht mal in die Biotonne, Kopf-schüttel-MUIG. Die Mama Kerstin kompostiert zwar einen Teil davon im Garten, aber es fällt viel mehr Streu an als sie kompostieren kann, also wird der Rest auch wieder in der Müllverbrennungsanlage verbrannt.


Oscar

PRALINE: Heißt das alles jetzt, dass die Menschen keine Haustiere mehr halten dürfen wegen des Klimas, besorgt-MUIG?

DAISY: Doch, doch, beruhigend-MUIG. Keine Sorge, Kleines. Die Studie aus der Schweiz hat herausgefunden, dass Haustiere nur mit 1-2 % an der gesamten Umweltbelastung beteiligt sind. Wenn die Zweibeiner mit den richtig großen Umweltschweinereien aufhören würden, käme keiner mehr auf die Idee, uns Vorwürfe zu machen.

PEBBLES: Neugierig-MUIG, welches sind denn die richtig großen Umweltschweinereien?

JOYCE: Alles, was mit Erdöl und Kohle zu tun hat, angewidert-MUIG. Stellt euch vor, ein ganzes Drittel des weltweiten CO²-Ausstoßes wird tatsächlich von nur 20 großen Firmen verursacht, die alle an der Erdölgewinnung und -verarbeitung beteiligt sind.

PRALINE: Echt?

DAISY: Ja, vor allem in den Erdöl produzierenden Ländern, vor allem in Saudi Arabien, im Iran und in den USA, aber auch in Deutschland, frustriert-MUIG, und auch ganz schrecklich in China.

JOYCE: Ja, auch China produziert alleine schon ein Drittel des weltweiten CO²-Ausstoßes, sorgenvoll-MUIG.

PRALINE: Wenn ich das alles höre, wird mir ganz schlecht, elend-MUIG.


Praline

PEBBLES: Mir auch, zustimmend-MUIG. Aber zumindest wir Meeris müssen uns keine Vorwürfe machen wegen des Klimawandels, da bin ich echt froh.

OSCAR: Nein, an den großen Problemen können wir nichts ändern, bedauernd-MUIG. Aber in den Studien heißt es, dass man mit kleinen Maßnahmen wenigstens die Ökobilanz seiner Haustiere schon deutlich verbessern kann, optimistisch-MUIG. Das fängt schon damit an, sich ein Tier aus der Notstation oder dem Tierheim zu holen und nicht vom Züchter.

DAISY: Uns Meeris KEIN Trockenfutter und keine Leckerlis aus dem Zooladen zu geben, ist nicht nur viel gesünder für uns, sondern schont auch das Klima, überzeugt-MUIG.

PEBBLES: Die Forscher sagen auch, man soll kein abgepacktes Heu kaufen, sondern Gras im Garten schneiden und selbst trocknen. Aber was man machen soll, wenn man keinen Garten hat, sagen sie nicht, typisch-MUIG.

PRALINE: Zum Glück haben wir einen, freu-MUIG.

JOYCE: Hihi-MUIG, und weil meine liebe Schwester Pebbles letztes Jahr für ein mittleres Vermögen Samen im Internet bestellt und die Mama Kerstin damit fast ruiniert hat, erinner-MUIG, wachsen hoffentlich auch dieses Jahr wieder viele leckere Kräuter darin.


Daisy & Joyce

PEBBLES: Hihi, dieses Jahr möchte ich noch ein paar Obstbäume und Sträucher bestellen und vielleicht ein paar Gemüsesamen, Planung-verrat-MUIG. Ein Apfelbaum wäre schön und ein Birnbaum und vielleicht Himbeeren, die Mama Kerstin pflanzt das dann schon.

DAISY: Oh ja, begeistert-MUIG, dann möchte ich gerne Mohrrüben und Schlangengurken. Und Fenchel wächst glaub' ich auch in unseren Breiten. Ach ja, und Tomaten.

PRALINE: Au fein, dann haben wir ganz klimaneutral ausgesorgt, jubel-MUIG.

OSCAR: Äh, vielleicht fragt ihr die Mama Kerstin erstmal, was sie davon hält, dass ihr sie jetzt zum Ackerbau verdonnert, einmisch-MUIG.

PEBBLES: Ach, leichthin-MUIG, sie sagt doch immer, dass wir was gegen den Klimawandel tun müssen. Und ihr eigener ökologischer Fußabdruck ist so groß, dass es dafür 2,8 Planeten wie die Erde bräuchte. Es gibt also keine Ausreden, sie muss Grünzeug anpflanzen!

JOYCE: Ja, denn man kann auch klimaneutral sein, indem man zwar CO² produziert, aber einen Ausgleich schafft, z.B. indem man Bäume pflanzt, die genauso viel CO² dann wieder verarbeiten.

DAISY: Aber das ist doch utopisch, zweifelnd-MUIG. Für Katzen und kleine Hunde müsste man vier Bäume pro Jahr pflanzen, damit sie wieder klimaneutral sind. Und für uns Meeris oder einen Piepmatz ist es immerhin ein Baum pro Tier und Jahr. Für ihre gesamte bisherige Meerihaltung wären es also schon ungefähr 24 Bäume, addier-MUIG. Wo soll sie die denn hin pflanzen? Da wär' der Garten schon überfüllt und nix wär' mehr mit Kräutern und Gemüse.


Praline

PRALINE: Die Bäume könnten doch in den Garten der Nachbarin, vorschlag-MUIG, die hat ja keine Tiere.

PEBBLES: Was in den Studien gar nicht erwähnt wurde, ist, dass ja alle Lebewesen atmen, wunder-MUIG. Dabei wird ja Sauerstoff verbraucht und CO² erzeugt und wieder ausgeatmet. Wieviel trägt denn das Atmen der ganzen Lebewesen zum Treibhauseffekt bei? Das kann man ja gar nicht verändern. Wir können ja nicht dauernd die Luft anhalten.

PRALINE: Ach-je-MUIG, Haare-sträub-MUIG, daran hab' ich gar nicht gedacht. Das müssen ja unendliche Mengen CO² sein.

OSCAR: Keine Sorge, Mädels, beruhigend-MUIG. Das ausgeatmete CO² ist nicht so schlimm, weil es aus dem körpereigenen Stoffwechsel stammt. Es war also schon im biologischen Kreislauf vorhanden. Lebewesen atmen die Luft mit dem Sauerstoff ein und Kohlendioxid wieder aus. Und die Pflanzen verarbeiten Kohlendioxid und produzieren wieder Sauerstoff.

JOYCE: Durch dieses Wechselspiel zwischen den Lebewesen und den Pflanzen bleibt die Menge an Kohlendioxid in der Atmosphäre mit 0,04 % eigentlich ziemlich stabil. Naja, dass die Menschen immer mehr werden, ist schon ein Problem. Überleg-MUIG, für die müsste man auch eine Menge Bäume zum Ausgleich pflanzen.

DAISY: 0,04 % ist ja nicht viel, nachdenklich-MUIG.

OSCAR: Aber bedeutsam. Und heute ist 44 % mehr CO² in der Atmosphäre als vor der Industrialisierung, bitter-MUIG.

JOYCE: Das ist, weil die Menschen lauter zusätzliches CO² in den natürlichen Kreislauf einbringen, das vorher in der Kohle oder im Erdöl gebunden war und das bei der Verbrennung frei wird. Und die Menschen roden Regenwälder und forsten nicht mehr auf, also fehlen die Bäume, die das CO² wieder in Sauerstoff umwandeln.


Joyce

PRALINE: Die Zweibeiner sind aber auch echt dämlich, aus-tiefster-Seele-MUIG!

PEBBLES: Also können wir nichts tun als unseren kleinen Beitrag zur Rettung der Erde leisten und möglichst klimaneutral leben und hoffen, dass alle anderen das auch tun, hoffnungsvoll-MUIG.

DAISY: So ist das. Und jetzt schauen wir mal, ob uns die Mama Kerstin was klimaneutrales anbieten kann.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Ich hab' Möhren für euch. Zwar nicht selbst im Garten gezüchtet, aber Bio und aus der Region.

JOYCE: OK, Bio und lokal, das ist grad noch akzeptabel. Danke, Mama Kerstin.

Also tschüss dann, mampf schmatz, bis zum nächsten Mal...

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Thorin wurde ca. Mitte 2013 geboren und hatte keinen guten Start im Leben. Er wurde mit sieben anderen Tieren im Stadtwald von Karlsruhe ausgesetzt.
Zum Glück konnten die acht von einer Spaziergängerin aufgefunden und eingefangen werden.

So kam Thorin in den Verein. Er wurde kastriert und kam in die Pflegestelle. Sein Gefährte konnte schnell vermittelt werden.

Thorin schlich sich also kurzerhand ins Herz der Pflegestelle und durfte dort sein restliches Leben verbringen.

Thorin war dem Menschen gegenüber immer skeptisch eingestellt, doch das durfte er auch sein.

Thorin verbrachte so 6,5 Jahre in seinem Zuhause und schlief hier friedlich bei seiner Partnerin und seiner Familie ein.

Wir sind sehr traurig, aber auch glücklich, dass er so lange unser Leben bereichern konnte. Wir wünschen dir, dass du dich auf der Regenbogenwiese genauso wohl fühlst. Wir werden dich im Herzen behalten.


 

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