Malik kam erstmals im September 2012 zu uns in den Verein. Er war von einer Dame zusammen mit zwei ebenfalls unkastrierten Böckchen abgestellt in einem winzigen Käfig ohne Nahrung und Wasser auf einem Feldweg aufgefunden worden. Nachdem Malik bei uns kastriert wurde und seine Kastrafrist abgesessen hatte, durfte er bald zu zwei Schweinedamen ziehen. Hier lebte Malik nun mehrere Jahre glücklich, letztlich überlebte er seine Freundinnen und wurde dann schwersten Herzens im August 2018 an uns zurückgegeben, da die Haltung beendet werden sollte.

Bei uns zeigte sich, dass Malik Milbenbefall hatte, seine Ohren waren verkrustet und die Haut sehr schuppig. Malik wurde mehrere Wochen intensiv behandelt, jedes Mal wenn kurzzeitig Besserung eintrat, ging der Befall von vorne los. Malik´s Immunsystem war geschwächt und musste aufgebaut werden. Leider war dies nicht Malik´s einzige Baustelle, er bekam eine Entzündung in der Lungengegend, hatte Wassereinlagerungen in der Lunge und das Herz-Kreislaufsystem war schwach. Der liebe Bub wurde auf Medikamente eingestellt und sobald er stabil war durfte er in seine Patengruppe ziehen.

Hier wurde er freundlich von seinen neuen Damen empfangen, und er lebte sich schnell ein. Mitte März diesen Jahres ging es Malik nicht so gut, er war sehr schlapp und mochte nicht fressen. Beim Tierarzt wurde nochmals seine Medikation für sein vergrössertes Herz angepasst, er wurde liebevoll von seiner Pflegemama zugefüttert und mit den nötigen Medikamenten versorgt. Er fing sich wieder, es ging ihm wieder gut, er frass selbstständig und war wieder munter. Jedoch musste seine Verdauung im Auge behalten werden und er wurde weiterhin zugefüttert, um Gewicht zu halten. So ging es ihm also recht gut, bis zum Abend des 12.04.: Als seine Pflegemama zum abendlichen Zufüttern kam, hatte Malik auf einmal wieder starke Flankenatmung und verweigerte das Fressen. Sie versorgte ihn mit Notmedikamenten und fuhr sofort mit ihm zum Tierarzt. Leider erholte er sich auch dort nicht, im Gegenteil es wurde eher schlimmer, so dass sich seine Pflegemama zusammen mit dem Tierarzt schwersten Herzens entschied, den lieben Bub zu erlösen, um einen Erstickungstod zu verhindern. Malik durfte stolze 7 Jahre alt werden.

So nehmen wir heute traurigen Herzens Abschied von unserem so lieben und lebensfrohen Malik. Dennoch ist es ein kleiner Trost, dass er ein so hohes Alter erreichen durfte.

 

 

 

Erinnerungen, die unser Herz berühren,

gehen niemals verloren.

(unbek. Verfasser)

Komm gut an, geliebter Schatz!

 


 

Heute möchten wir nochmal an unsere diesjährige Osteraktion erinnern.

Unter allen im Ostermonat April abgeschlossenen Patenschaften werden zwei Baumscheiben-Holztafeln verlost, auf die eine Künstlerin nach eurem Wunsch und Vorlagenfoto eines eurer Haustiere malt, oder auch gerne euer Patenschweinchen.

Der Hintergrund ist ebenfalls frei wählbar z.B. ein Häuschen, Wiese, ein Kuschelteil etc. Dies sind dann wertvolle Einzelstücke nur für euch!!!

Es gab dazu ja schon mal einen Bericht in den News, hier könnt ihr Beispielbilder der Künstlerin sehen: *klick*

Zur Übersicht der Patenschweinchen geht es hier: https://www.sos-meerschweinchen.de/index.php/patentiere

Nähere Informationen zur Patenschaft gibt es hier: https://www.sos-meerschweinchen.de/index.php/verein/patenschaft/748-patenschaft

und zum Download des Patenschaftsantrags direkt geht es hier: *klick*

 

Loki und alle anderen unserer Patenschweinchen freuen sich auf euch

 

 


 

 


Pebbles

PEBBLES: Hallo Leute, hier ist wieder eure Pebbles.

Stellt euch vor, wir haben Leserbriefe bekommen wegen unserer letzten Folge, überrascht-MUIG. Das passiert nicht so oft, weil nicht viele Leser unsere private E-Mail-Adresse kennen.

OSCAR: Ich fand das total nett, begeistert-MUIG. Alle haben mir gute Besserung gewünscht. Ich bin ganz gerührt. Danke für alle eure guten Wünsche, liebe Leser!

JOYCE: Ja, das ist wirklich nett. Aber ich denke, wenn das keine Kolumne wäre, sondern wirklich ein Blog, so wie Daisy das mal vorgeschlagen hat, dann hätten wir wohl sowas wie einen Shitstorm geerntet, Gesicht-verzieh-MUIG.

DAISY: Es ging ums Gewicht und ums Abnehmen. Das scheint wohl ein Reizthema zu sein, feststell-MUIG.

TOFFEE: Da sagst du was, zustimmend-nick-MUIG.

JOYCE: Also, es haben sich Meeris beschwert, dass unsere Tierärztin gesagt hat, keiner von uns müsse mehr als 1000 Gramm wiegen. Die Meeris, die drüber liegen, haben jetzt alle Angst, dass ihre Zweibeiner sie nun auch auf Diät setzen, kicher-MUIG.

PEBBLES: Und ein Zweibein hat geschrieben, dass es natürlich nicht stimmt, dass JEDES Meeri nur 1000 Gramm wiegen darf und nicht mehr, zitier-MUIG.

TOFFEE: Natürlich nicht, entrüstet-MUIG. Aber so hatten wir es ja auch nicht gesagt. Und die Tierärztin auch nicht.

OSCAR: Unsere Tierärztin kennt uns ja alle, außer Daisy, die immer pumperlgesund ist. Also sagte sie, keiner von UNS müsse mehr als 1000 Gramm wiegen. Das gilt also tatsächlich nur für UNS hier und nicht für alle Meeris, klarstell-MUIG.


Oscar

DAISY: Und für mich bestimmt auch nicht, weil sie mich ja nicht kennt und deshalb nicht weiß, dass ich so groß bin. Viel größer als die anderen Mädels. Ich bin ganz sicher nicht auf Diät, überzeugt-MUIG.

JOYCE: Und das mit Oscar war auch nicht grammgenau gemeint. Schließlich ist er ja auch ziemlich groß. Aber 1350 Gramm sind einfach zu viel für ihn, einsichtig-MUIG. Das zeigt sich ja an seinen wehen Füßen.

OSCAR: Die Tierärztin meinte, wer zu dick ist, läuft auch weniger und wird träge, peinlich-MUIG. Und wer mit seinem zu schweren Luxuskörper immer dieselbe Stelle am Fuß belastet, kriegt dort offene Stellen, seufz-MUIG. Das sei wie bei alten Menschen, die nur noch im Bett liegen, die liegen sich auch oft wund.

PEBBLES: Eine Leserin schrieb, ein Meeri solle aber auch nicht zu leicht sein, warnend-MUIG. Wer ein kleines Polster habe, der habe im Krankheitsfall auch was zum Zusetzen und es sei viel besser, wenn man dann auf das Vorratspolster zurückgreifen kann und nicht gleich seine letzten Reserven aufbrauchen muss, argumentier-MUIG.

TOFFEE: Ein berechtigtes Argument, zustimmend-MUIG. So war es bei mir auch damals als ich die schlimme Aufgasung hatte. Ich war schon ein bisschen dicklich seinerzeit und hatte tatsächlich etwas über 1200 Gramm, zugeb-MUIG. Durch die Aufgasung und den Stress und die Schmerzen habe ich in nur wenigen Tagen fast 300 Gramm abgenommen und hatte nur noch 900 und ein paar Gramm, grusel-MUIG. Stellt euch vor, ich hätte vorher nur 1000 Gramm gewogen und wäre auf 700 Gramm abgesackt. Da geht es dann echt an die Substanz und das kann dann sogar lebensbedrohlich werden.


Toffee

DAISY: Aber vielleicht hättest du die Aufgasung gar nicht bekommen, wenn du vorher schon ein Idealgewicht gehabt hättest, grübel-MUIG.

TOFFEE: Tja, wer weiß. Sowas steht in den Sternen.

OSCAR: Jedenfalls sagte die Tierärztin, in der freien Wildbahn gebe es keine zu dicken Meeris, weil die dort ständig rennen müssten und sie würden auch ordentliche Strecken zurücklegen bei der Futtersuche, außerdem wären die dort froh, wenn sie zwischen Sand und Steinen mal ein paar Grashalme finden und die Halme hätten auch noch weniger Nährstoffe als das Gras hier, langes-Gesicht-mach-MUIG.

JOYCE: Naja, zweifelnd-MUIG, ich wette, die Tierärztin war noch nie in der freien Wildbahn. Ich dachte auch eigentlich, in den Anden gebe es ewig weite Grasebenen und nicht nur Sand und Steine, sinnend-MUIG. Aber das mit dem niedrigeren Nährstoffgehalt im Gras dort stimmt wohl tatsächlich.

OSCAR: Deshalb seien dort auch angeblich alle Meeris schlank und drahtig, resigniert-MUIG.

PEBBLES: Schlank und drahtig? Prust-MUIG. Das ist nicht gerade das, was den Menschen als erstes einfällt, wenn sie an uns Meeris denken, oder?

TOFFEE: Nein! Mir aber auch nicht! Ungnädig-MUIG. Ich bin lieber kuschelig und weich und kriege dafür was Anständiges zu essen, auch wenn man dafür ab und zu auf den Arm muss.

OSCAR: Wir sind ja auch keine Wildtiere mehr.

TOFFEE: Nein, besonders du nicht, du Couchkartoffel, grins-MUIG.

OSCAR: Ich will damit sagen, dass ja auch die wenigsten Menschen schlank und drahtig sind und heute noch hinter einer Antilope herjagen und sie auch noch fangen könnten.


Joyce

JOYCE: Jedenfalls nicht zu Fuß, gibbel-MUIG.

TOFFEE: Ich betrachte ein bisschen Wamme und einen wohlgerundeten Hintern als eine hart erkämpfte Errungenschaft der Zivilisation, so-jetzt-wisst-ihr's-MUIG!

DAISY: Aber dafür kriegen wir halt auch alle möglichen Zivilisationskrankheiten, die die schlanken und drahtigen Wildmeeris in Südamerika nicht kriegen. Bluthochdruck, Diabetes, Cholesterin, Schilddrüse, Herz und so, nachdenklich-MUIG.

TOFFEE: Besser als ein Andenkondor, überzeugt-MUIG.

OSCAR: Da ist was dran, abwäg-MUIG. Gegen den gibt's auch keine Medikamente.

PEBBLES: Jedenfalls, liebe Leser, braucht ihr euch keine Gedanken um unser Gewicht zu machen. Wir magern nicht ab und müssen auch nicht hungern, beruhigend-MUIG.

OSCAR: Pebbles ist ja unser kleines Leichtgewicht. Sie hat immer irgendein Gewicht zwischen ungefähr  980 und 1040 Gramm. Da gibt's nichts abzunehmen. Sie kann essen, was sie will, ohne zuzunehmen, beneid-MUIG.

DAISY: Das ist aber kein Leichtgewicht, sondern ziemlich normal, oder?

TOFFEE: Dann kommt Joyce, die genauso zierlich ist wie Pebbles, aber meistens ca. 20 Gramm mehr wiegt als ihr Schwesterlein. Die braucht auch nicht hungern und hält ziemlich stabil ihr Gewicht, seufz-MUIG.

JOYCE: Dann kommt Toffee, gewichtsmäßig unsere goldene Mitte mit meistens um die 1070 Gramm. Vor ihrer Aufgasung hatte sie über 1200 Gramm, aber danach hat sie nie mehr so zugenommen.

OSCAR: Nachdenk-MUIG, da die Tierärztin meinte, Meeris mit Sohlenproblemen seien meistens zu dick und sollten abnehmen, um das Gewicht als Ursache auszuschließen, könnte Toffee vielleicht noch 50 Gramm abnehmen, weil sie immer so rote Hinterfüßchen hat. Aber dann reicht's auch.


Daisy und Oscar

DAISY: Dann komme ich, kräh-MUIG. Ich bin hier die Zweitschwerste und hab 1250 Gramm. Ich bin aber nicht dick!!!

PEBBLES: Tja, Daisy, das mit der Zweitschwersten hat sich grad erledigt, widersprech-MUIG. Der Oscar war zwar in den letzten Monaten immer der Schwerste von uns mit etwa 1280 bis 1320 Gramm, aber jetzt hat er seit seiner Fußbehandlung so abgenommen, dass er auch nur noch 1150 Gramm wiegt. Ihr seid jetzt gleichauf.

TOFFEE: Seht ihr, das ist gemeint mit was zum Zusetzen haben! Hätte der Oscar vorher nur 1000 Gramm gehabt, wäre er jetzt nur noch Haut und Knochen, schauder-MUIG.

OSCAR: Die Tierärztin sagte nicht, dass ich bis auf 1000 Gramm runter muss, aber 1300 darf ich nicht mehr kriegen wegen meiner Füße, bedauernd-MUIG. Die Mama Kerstin meint, 1100 wäre vielleicht ein gutes Gewicht für mich, aber ich denke, dass es vielleicht reicht, wenn ich bei 1150 bleibe, hoffnungsvoll-MUIG. Hauptsache, ich nehme nicht wieder so zu.

DAISY: Ich mag aber nicht die Schwerste hier sein, betreten-MUIG.

JOYCE: Dann musst du wohl oder übel auch noch ein bisschen abnehmen. Wie wär's mit einem Gewicht von 1099 Gramm, dann unterbietest du auch einen stark verschlankten Oscar um immerhin 1 Gramm, aufzieh-MUIG.


Joyce (Länger als breit?)

DAISY: Na, ich weiß nicht...

OSCAR: Die Tierärztin hat aber auch gesagt, dass es nicht nur auf's Gewicht ankommt, sondern darauf, sich möglichst viel zu bewegen, leidend-MUIG. Das sei gut für die Muskeln, die Füße, das Herz und alles andere.

JOYCE: Ja, zustimmend-MUIG, da Muskeln schwerer sind als Fett, kann ein fittes und muskulöses Meeri mehr wiegen als ein faules fettes Meeri, ohne dabei dick zu wirken.

PEBBLES: Wir könnten ja morgens gemeinsam ein bisschen Frühsport machen, vorschlag-MUIG.

TOFFEE: Keine Chance! Nicht mit mir, fest-entschlossen-MUIG! Sport und Turnen füllen Gräber und Urnen. Das tue ich mir nicht mehr an auf meine alten Tage. Schlimm genug, dass die Tierärztin und unsere Mama Kerstin sich jetzt schon sowas perfides ausgedacht haben, schnauf-MUIG.

DAISY: Was meinst du?

TOFFEE: Na, ist euch noch nicht aufgefallen, dass unser Gemüse neuerdings im ganzen Haus an den unmöglichsten Stellen liegt? Auf allen Etagen und total verteilt, teilweise richtig versteckt. Bloß hier im Erdgeschoss liegt fast nichts mehr, empört-MUIG.

JOYCE: Doch, ja, jetzt wo du's sagst, überrascht-MUIG. Ich hab' schon zwei Tage hintereinander auf der obersten Etage gegessen.

OSCAR: Genau. Wir sollen jetzt auch unser Essen suchen und weit laufen, um es zu finden. Es soll sogar noch schlimmer werden, befürcht-MUIG. Die Mama Kerstin will jetzt vieles aufhängen, damit wir uns recken und strecken müssen, um dranzukommen.


Toffee (Wohlgerundeter Zivilisationshintern?)

TOFFEE: Da mach dir mal keine Sorgen, abwiegel-MUIG. Diese Ideen gab es vor drei Jahren schon. Die poppen immer mal wieder auf, dann verschwinden sie wieder in der Versenkung. Das kommt garantiert nicht, überzeugt-MUIG.

PEBBLES: Die Mama Kerstin hat aber schon nach Aufhänge-Heuraufen gegoogelt und nach Gemüsebäumen, beunruhigt-MUIG.

DAISY: Was ist denn ein Gemüsebaum, verständnislos-MUIG?

TOFFEE: So ein blödes hohes Holzgestell mit lauter kleinen Holzärmchen, auf die kleine Gemüsestücke gepiekt werden, die wir dann da wieder runterfressen sollen, verächtlich-MUIG. Dabei muss man sich elend lang strecken, sich auf die Zehen der Hinterfüße stellen und den Hals lang machen wie eine Giraffe.

OSCAR: Ich seh's schon voraus, wenn ich Pech hab', piek' ich mich dabei an einem der anderen Äste oder falle auf den Rücken oder das ganze Ding fällt gleich ganz mit mir um, finster-MUIG.

TOFFEE: Und du kannst dein Leckerchen oft nicht mal ganz abpflücken, um es erstmal zum gemütlichen Verspeisen woanders in Sicherheit zu bringen, hader-MUIG. Wenn ein Gemüse in der Mitte durchbohrt ist, bleibt es auf dem Ast, wenn du einmal abbeißt und für den nächsten Bissen musst du dich wieder schinden. Nein, sowas will ich hier nicht haben, ablehnend-MUIG.

JOYCE: Wie würden wir wohl alle aussehen in schlank und drahtig?

OSCAR: Es gibt Dinge, die möchte ich gar nicht wissen.

PEBBLES: Ich hab' immer gedacht, bei uns Meeris sei es normal, dass der Schwerpunkt eher hinten ist...

DAISY: ...und wir eine Birnenform haben.


Daisy (Alles nur Fell?)

JOYCE: Normal ist das schon, aber scheinbar sollten wir besser kleine schlanke Drahtbirnen sein, irritiert-MUIG.

DAISY: Welches Gewicht ist denn jetzt tatsächlich ideal für uns?

TOFFEE: Es gibt kein Idealgewicht für uns, klarstell-MUIG. Es gibt kleine Wutzen, die nur 20 cm lang sind, und große Wutzen mit 30 oder 35 cm. Natürlich haben die dann auch ein ganz unterschiedliches Gewicht, logisch-MUIG. Und dann stellt euch einen Cuy vor oder einen Cuy-Mix. Es können gar nicht alle pauschal 1000 Gramm wiegen.

OSCAR: Man sagt immer, dass Meerimädels zwischen 700 und 1200 Gramm wiegen sollen und die Jungs zwischen 800 und 1600 Gramm, aber es gibt auch richtig große Mädels und auch total kleine Böckchen. Da passen halt nicht alle in ein Schema.

DAISY: Also ist ein Mini-Mädel mit 1200 Gramm fett und ein Riesenböckchen mit 800 Gramm ein Hungerhaken, feststell-MUIG.

TOFFEE: Genau, bestätigend-MUIG. So viel also zu Gewichtsstandards mit einer solchen Spanne. Solche Standards könnte man auch gleich ganz weglassen, überzeugt-MUIG.

JOYCE: Nachdenklich-MUIG, ich glaube, wir müssen nicht alle schlank und drahtig sein, aber wir müssen ordentliche Proportionen haben.

PEBBLES: Das heißt?


Pebbles (Leichtgewicht?)

TOFFEE: Dass ein Meeri fest sein soll, ohne dass man lauter spitze Knochen und die Wirbelsäule und das Becken unterm Fell spürt, dann ist das arme Meeri nämlich zu dünn und muss zunehmen, bedauernd-MUIG. Es soll aber auch nicht schwabbelig sein und keine Fettwülste haben. Und wenn es läuft, soll man von der Seite unter dem Bauch durchschauen können.

OSCAR: Bei Langhaarschweinchen geht das mit dem Drunterdurchschauen aber nur, wenn sie grad eine frisch geschnittene Kurzhaarfrisur haben, spitzfindig-MUIG.

DAISY: Ähem-MUIG, ich fass das alles mal mit anderen Worten zusammen: Wir sollen länger sein als breit. Birnenförmig sagt man nur, aber meint es gar nicht so. "Sich fest anfühlen" bedeutet ständiges Training für ordentliche Muskelpakete und wir sollen möglichst den ganzen Tag rennen wie die Hamster, nur ohne Laufrad. Dann ist es egal wie viel wir wiegen, solange wir fit und gesund sind, auf gesunden Füßen stehen und gut aussehen, leicht-zynisch-MUIG.

JOYCE: Hihi-MUIG, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber es geht so in die Richtung.

OSCAR: So ähnlich wie bei den Menschen, aber dann sitzen sie doch den ganzen Tag im Büro und abends ziehen sie sich ungesundes Fertigessen auf der Couch vor dem Fernseher rein, vergleich-MUIG. Das ist halt die Zivilisation.


Oscar (Dauerhunger)

PEBBLES: Ich denke, wenn ein vernünftiges Zweibein seine Meeris anschaut und ehrlich ist, dann weiß es schon, ob ein Meeri abnehmen muss oder noch ein paar Leckerchen einwerfen darf, vernünftig-MUIG. Das Gewicht ist ja kein Diktat, sondern nur eine Richtlinie.

TOFFEE: Außerdem ist es normal, dass junge erwachsene Meeris erstmal schwerer sind. So ab 5 Jahren nimmt man dann automatisch wieder ein bisschen ab, unter anderem weil dann auch die Muskelmasse allmählich schwindet.

OSCAR: Aprops "schwinden", mir schwinden auch bald die Sinne vor Hunger. Wo bleibt denn die Mama Kerstin?

KERSTIN-ZWEIBEIN: Da bin ich. Ich hab' heute getrocknete Maisblätter für euch. Hier, jeder einen Abschnitt.

OSCAR: Herrlich, was Sättigendes mit Substanz, aber wenig Kalorien, freu-MUIG.

Danke, Mama Kerstin. Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche...

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Momentan ist wieder eine sehr traurige Zeit, manch eines unserer lieben Patenschweinchen hat die Köfferchen gepackt und ist auf die Regenbogenwiese umgezogen. So werden wir in den nächsten Tagen mehrmals Abschied nehmen, den Anfang machen wir heute mit unserer geliebten Nane.

Nane kam im Mai 2016 zu uns in den Verein, da ihr Partner verstorben war und die Haltung schwersten Herzens beendet werden sollte. Nane hatte eine Sehbehinderung, sie war fast blind. Dies hinderte sie allerdings nicht daran, ihr Gehege zu erkunden, die (gesicherte) Etage zu erklimmen und beides voll auszunutzen. Nane hatte oft ihr Näschen "im Wind", streckte es ganz aufmerksam nach oben, so konnte sie sich gut orientieren, sie war einfach zuckersüss.

Auch hatte Nane Zysten. Bereits zu Beginn nach ihrem Einzug hatte die liebe Maus eine schlimme und schmerzhafte Blasenentzündung. Die Blase sollte künftig das grosse Problem bei ihr bleiben. Sie hatte immer wieder Blasenentzündungen, Gries- und Steinbildung. Zwischendurch war sie sogar stationär in der Tierklinik, da sie auch das Fressen einstellte. Doch sie berappelte sich. Insgesamt war sie unheimlich tapfer und liess sich nicht unterkriegen. Im Juli 2017 wurde noch eine Herzklappenschwäche bei ihr diagnostiziert. Auch hier wurde sie medikamentös eingestellt. Die Herzproblematik verschlechterte sich und Nane wurde erneut auf Medikamente eingestellt. Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Therapien zur Behandlung der Blase eingeschlagen,  letztendlich blieb dies wie geschrieben ein Problem von ihr, aber es konnte eine deutliche Besserung erreicht werden. Doch die herzige Schweinedame liess sich niemals unterkriegen, und hatte auch ihre Mitschweinchen fest im Griff. Sie war munter und lebensfroh.

Ende März baute die Seniorin deutlich ab, sie bewegte sich weniger, alles wurde beschwerlich. Zu allem Übel hatte sich noch im Bauchraum ein grosser Tumor gebildet. Nane lag nur noch viel, am liebsten in ihrem geliebten Kuschelwürfel. Es kam der Tag, am 05.04.2019, an dem Nane´s Körper nicht mehr konnte, sie hatte keine Kraft mehr, so ging ihre Pflegemama schwersten Herzens den letzten Weg der Erlösung mit ihr. Die grosse Kämpferin sollte nicht leiden und siechen müssen. Nane wurde trotz aller Erkrankungen stolze 7 Jahre alt.

Nane war ein ganz besonderes Herzensschweinchen, das so manchen von uns Aktiven tief berührt hat. Trotz all ihrer gesundheitlichen Probleme und Einschränkungen hatte sie einen so grossen und enormen Lebensmut. Sie gab nie auf, sie war einfach ganz wunderbar. Folgende Zeilen sind für sie:

Die immergrünen Wiesen sind um einen weiteren Sonnenschein reicher.......

 Du warst auch eines dieser ganz besonderen, außergewöhnlichenSchweinchen, die einen mit ihren kleinen „Macken“ und den liebevollen Gesten verzauberte wenn man dich nur anschaute.

Sei es das zuckersüße Näschen, welches immer in der Luft weilte um so ja nichts zu verpassen, oder eben diese ganz speziellen Vertrauensbeweise wenn man dich zur „Versorgung“ herausholen musste....

Für dich war deine dunkle Welt strahlend hell und deine Lebensfreude bis zum Schluß ungebrochen. Und all das wird uns für immer in Erinnerung bleiben wenn wir an Dich denken, und nicht die Tränen die wir hatten, als du immer noch kämpfen wolltest, die Kraft dazu aber nicht mehr gereicht hat.

Du kannst jetzt endlich auch alles sehen, was du sonst erschnüffeln musstest, hast keine Leiden mehr, musst nicht mehr kämpfen......

 Hab´s wohl kleine Nane.....wir vermissen dich, gönnen dir nun aber den neuen Frieden!!!

 

 Gott hat einen Engel mehr,

doch glaubt es mir,

uns fehlt er sehr.

(F. Zircher)

 

Komm gut an, geliebte Maus!

 


 

 

Und noch ein trauriger Abschied: Unsere süße Patenmaus Djamila ist auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke angekommen.

Djami, wie sie liebevoll in ihrer Pflegestelle genannt wurde, kam im Winter mit ihren Gefährtinnen zu uns in den Verein zurück, da die Haltung aus persönlichen Gründen beendet werden musste. Sie punktete auf Anhieb mit ihrem forschen und etwas vorlauten, aber dennoch zurückhaltenden Charakter. Man musste sie einfach lieb haben und ihr die Welt zu Füßen legen. Da sie zum Zeitpunkt der Rückgabe schon 6 Jahre alt war, hatte die Süße leider wenig Chancen auf eine Vermittlung. Noch immer entscheiden sich die meisten Halter nämlich lieber für die jungen Hüpfer, obwohl gerade so Charaktere wie Djamila wundervolle empathische Erzieherschweinchen sind. Aber dann im Februar sollte es endlich so weit sein: Eine liebe Halterin hat sich in unsere Djmai verguckt und sie hätte kurzum auch direkt ausziehen dürfen, da die schöne und liebevolle Haltung uns schon bekannt war und alle Beteiligten einverstanden. Tja... Hätte...

Am Tag des Umzugs ging es Djamila sehr schlecht. Flankenatmung und Kreislaufprobleme. An einen Umzug war nicht mehr zu denken. Die Diagnose: vergrößertes Herz und Wasser in der Lunge. Ihre Lunge wurde erfolgreich entwässert, aber das Herzchen musste noch bei einem Kardiologen untersucht werden. Die dortige Diagnose: Herzbeutelerguss. Natürlich wurde Djami umgehend mit Herzmedikamenten versorgt und durfte sich auf einen Patenplatz in ihrer Pflegestelle in der Privatgruppe freuen. Doch so weit kam es leider nicht.

Djamila musste zwei Tage nach Vorstellung beim Kardiologen erlöst werden. Ihre Atemprobleme verschlechterten sich rapide.

Du wärst einem fürchterlichen Erstickungstod erlegen, weshalb wir als Pflegestelle schweren Herzens und mit Tränen in den Augen dir liebe Djamila, einen angenehmeren Weg ermöglichen wollten. Wir werden dich schrecklich vermissen kleines Leichtgewicht. Dieses Jahr wärst du stolze 7 Jahre alt geworden. Mach es gut kleiner Stern und grüß uns die anderen Engelchen...

Und am Ende des letzten Weges ist dort ein Tor. Siehst du wie es leuchtet? Komm! Geh' hindurch, hab' keine Angst.

Denn Ängste gehören nun fortan der Vergangenheit an.

- Verfasser unbekannt -


 

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