Clint kam erstmals im Dezember 2013 zusammen mit seinem Partner Eastwood zu uns in den Verein, da die Haltung beendet werden sollte. Die damalige Pflegestelle der beiden verliebte sich in die beiden Jungs und so durften sie als eigene Schweinchen bei ihr bleiben. Dazu kamen noch zwei weitere Baby-Böckchen. Leider geriet das Gruppengefüge in Schieflage und Clint machte deutlich, dass er nicht mit Buben zusammenleben wollte. So kam er Im Mai 2014 zum Verein zurück. Er musste jedoch nicht lange warten und fand schnell wieder ein Zuhause bei mehreren Damen. Hier verbrachte er drei glückliche Jahre. Bis er schwer an Grabmilben erkrankte, er hatte enormen Juckreiz und heftige Krampfanfälle. Die angewandten Medikamente halfen nicht und Clint´s Halter sowie der Tierarzt wussten nicht mehr weiter, so kam Clint nach Rücksprache mit uns in eine Vereins-Pflegestelle zurück, wo er intensiv betreut und behandelt wurde. Clint´s Zustand war sehr ernst, es war ein langer und harter Kampf bis der liebe Bub wieder einigermassen gesund war. Nun war es so, dass Clint weiterhin unter engmaschiger Beobachtung stehen musste, da diese schrecklichen Krampfanfälle immer wieder kommen konnten, in diesem Falle musste dann sofort reagiert werden. So kam es, dass sich alle Beteiligten darauf einigten, dass Clint als Patenbub bei uns im Verein bleiben würde. Sein ehemaliger Halter unterstützte ihn weiterhin.

Clint lebte fortan wieder mit mehreren Damen zusammen, lebte sich schnell ein und hatte auch seine neue Pflegemama in Rekordzeit um das Pfötchen gewickelt. Wie geschrieben dauerte es lange, bis sich Clint vollständig erholt hatte

Seit Anfang 2018 lebte Clint als Dreizahn, er hatte einen Schneidezahn verloren, der nicht mehr nachwuchs. Insgesamt kam er hiermit gut zurecht, er konnte weiterhin gut fressen. Er bekam 2 Atherome in der Poregion, die ab und an gepflegt und entleert werden mussten. Im Oktober 2018 begann Clint auf einmal schlecht zu fressen und sein Auge stand etwas vor. Der Besuch beim Tierarzt ergab durch ein CT ein retrogrades Zahnwachstum an Clint´s hinterstem rechten Backenzahn. Er musste operiert werden, glücklicherweise konnte der Übeltäter bei diesem Eingriff komplett entfernt werden. Clint kam gut aus der Narkose zurück, er hatte alles tapfer überstanden. Jedoch hatte ihn die Zahngeschichte und die Operation einiges an Gewicht gekostet, das er nur ganz langsam Stück für Stück wieder anfuttern bzw. halten konnte. Es ging ihm aber gut, er war munter und ganz der tolle Haremschef, der er immer gewesen war, er hatte seine Damen gut im Griff und bebrommselte sie fleissig. Er ging regelmässig zur Nachkontrolle der Zähne, zum grossen Glück nutzten sich die verbliebenen Zähne so gut ab wie es sein sollte, so dass ihm weitere Korrekturen erspart blieben.

So erholte Clint sich also gut, bis er dann am 13.04. das Fressen einstellte und aufgegast war. Im tierärztlichen Notdienst bekam er alle gängigen Medikamente verabreicht. Es trat keine Besserung ein, am nächsten Tag beim Haustierarzt verstarb Clint in der Praxis bevor der Tierarzt helfen konnte. In einem Röntgenbild sah man dann die Ursache: der Magen war gedreht und extrem verlagert gewesen.

Clint wurde 6 Jahre alt.

Folgende Worte hat Clint´s Pflegemama für ihn geschrieben:

"Die Sonne sank bevor es Abend wurde" (unbek. Verfasser)

Mein lieber kleiner Herr Clint, gerade noch habe ich an einem News-Bericht über Dich gebastelt, wie toll Du Dich in den letzten fast zwei Jahren entwickelt hast, wie gut es Dir geht und wie wohl Du Dich in Deiner Gruppe fühlst. Und nun sitze ich hier und ringe nach Worten des Abschiedes. Eines abrupten, viel zu frühen Abschiedes.

Du wolltest samstags nicht essen und eine Aufgasung kündigte sich an. Sofort bin ich mit Dir zum Notdienst, damit Du entsprechend behandelt wirst. Über Nacht hast Du dann nicht mehr richtig abgeschluckt. Sonntag früh dann in der Notfallsprechstunde beim Haustierarzt die erschütternde Diagnose…Dein Magen hatte sich gedreht und auch schon sehr weit nach hinten verlagert.

Mit Deinem Köpfchen in meiner Hand hast Du Dich auf Deine letzte große Reise aufgemacht.

Du warst, Du bist und Du wirst es immer bleiben…mein kleiner ganz besonderer Knoddelkopp. Dieses eine, dieses besondere Schweinchen, das Herz und Seele noch ein bisschen mehr berührt. Es fällt mir immer noch sehr schwer zu realisieren, dass Du nicht mehr bei uns bist. Auch Deine Mädels waren sehr durcheinander. Um Bille, die Dich die letzten Stunden so lieb begleitet hat, habe ich mir richtig Sorgen gemacht, sie war über eine Woche sehr am Trauern und gar nicht sie selbst.

Nun bist Du bei Deinen voraus gegangenen Freunden und ich hoffe, Du bist hinter der Regenbogenbrücke in einem Riesenberg Löwenzahn gelandet. Hab es wohl mein lieber kleiner ganz besonderer Knoddelkopp, in meinem Herzen wirst Du immer bei uns sein!

 

Dein Zweibein Sybille

"Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich sehen können, wann immer wir wollen."

(unbek. Verfasser)

 

Komm gut an, geliebter Schatz!

 


 

Da die traurige Reisewelle unserer Kleinen über die Regenbogenbrücke noch kein Ende genommen hatte, nehmen wir in der nächsten Zeit erneut schweren Herzens Abschied.

 

Heute verabschieden wir uns mit den Worten ihrer Pflegemama von unserer lieben Pica.

 

Meine liebe Pica,
 
Im November 2012 wurdest Du als junges Mädel zum erstenmal von SOS aufgenommen.
Zwei Mal wurdest Du vermittelt, und auch wieder aus verschiedensten Gründen an den Verein zurück gegeben.
Bei der 2. Rückgabe warst Du nun schon 6,5 Jahre alt und gesundheitlich angeschlagen.
 
Ich hatte das große Glück, Dich bei uns als Patentier aufnehmen zu dürfen.
Du warst immer nur freundlich zu allen Deinen Mitschweinchen, hast trotz Deiner vielen Umzüge nie das Vertrauen zu uns Menschen verloren.
Du hast den jungen Hüpfern gezeigt, wer am lautesten bettelt bekommt auch als erstes seine Leckerlies.
 
Mit der Zeit bekamst du immer mehr Probleme verschiedenster Art, die du alle so toll durchgestanden hast.
Du hattest neben Deinen Zysten auch noch eine starke Arthrose, Gebärmutterveränderungen, und ständig Probleme mit zu weichen Kötteln bis hin zum Durchfall.
 
Trotz all diesen unschönen Dingen ging es Dir mit Deiner Medizin, die Du immer tapfer genommen hast, sehr gut bis zum Schluss.
Am 15.04. mussten wir Dich dann doch auf Deiner Reise über die Regenbogenbrücke begleiten.
Ein Tumor in der Magengegend raubte Dir die letzte Kraft.
 
Meine Liebe Maus, Deine liebe Art fehlt uns sehr.
Wir werden Dich nie vergessen und sind sehr glücklich, dass wir Dich in Deinen letzten Monaten begleiten durften.
 
In Liebe
Deine Familie
 
 
 
Ich will dir ein Tier für eine Weile leihen“,
hat mal ein Engel zu mir gesagt.
„Damit du es lieben kannst, solange es lebt
und trauern, wenn es tot ist.

Ich kann dir nicht versprechen, dass es bleiben wird,
weil alles von der Erde zu den Sternen zurückkehren muss.
Wirst du darauf aufpassen, für mich,
bis ich es zurückrufe?"
 
(unbek. Verfasser)
 
 
Komm gut an, geliebte Maus!
 
 

 

Wir möchten uns herzlich für die anlässlich der diesjährigen Osteraktion eingegangenen Patenschaftsanträge bedanken! Die Schweinchen und wir freuen uns sehr über die tolle Unterstützung.

Die glücklichen Gewinner der Aktion werden per Mail benachrichtigt und alle weitern Details besprochen.

Lieben Dank für die zahlreiche Teilnahme,

euer SOS-Aktiven-Team

 

 


 

Liebe Paten,

 

heute möchte ich euch ein wenig über mich berichten.

Schließlich unterstützt ihr mich so toll, so dass es mir hier bei meinen Gurkenspendern an nichts fehlt.

Hallo,ich bin´s, eure Adalyn

 

Einzig die Besuche bei einer zwar recht netten Dame im grünen T-Shirt, finde ich nicht so toll. Meine Pflegemutti allerdings ist der Meinung dass ich da durch muss, denn sie will mich noch sehr lange verwöhnen. Damit bin ich einverstanden, verwöhnen find ich toll. Mit meiner Arthrose komm ich gut klar, ich renne zwar nicht mehr wie ein junger Hüpfer, aber zum Erbsenflocken betteln kann ich noch ganz schnell an den Gehegerand kommen.

Vor kurzem wurde ich bei Frau Grünkittel ins Land der Träume geschickt. Während ich im Traum jede menge Wiese vertilgte, wurde mir ein Atherom entfernt. Was das ist weiß ich nicht, aber es bereitete mir Schmerzen denn es drückte ordentlich auf meine Wirbelsäule und war auch schon offen.

so sieht die Wunde jetzt aktuell aus, aber sie verheilt gut

 

Alle hatten wegen diesem Eingriff Angst um mich, da ich ja schon 7 Jahre bin. Versteh ich zwar nicht, denn auch mit 7 Jahren kann ich mich noch wehren wenn mir was nicht passt! Das war in diesem Fall so ein blödes Plastik Ding, das man mir auf die Nase drückte. Der Versuch dieses Ding in die Flucht zu schlagen, kostete mich meine unteren Schneidezähne...!! Na toll….. Frau Grünkittel sagt, meine Zahnsubstanz wäre nicht in Ordnung. Aber gut, ich bekomme mein Essen jetzt in mundgerechten Stücken:

hmm, so klappt das ganz prima *schmatz-muig*

Dazu noch jede Menge Wiese, die geht immer:

leeeeeeckeeeer!!!! Hier bin ich rechts im Bild zu sehen

 

Nun hoffen wir, dass die OP Wunde gut zuheilt und meine Zähnchen wieder stabiler wachsen. Meine Pflegemutti sagt, ich muss wieder etwas zunehmen, denn das Ganze hat mich doch ein wenig Gewicht gekostet. Ich gebe mir alle Mühe, denn damit würde ich sie glücklich machen.

So, sonst gibt es erstmal nichts Weiteres zu erzählen - es reicht ja auch meint Mutti.

Ich möchte mich bei meinen Paten, und allen die es noch werden wollen….. ganz herzlich bedanken!!

Ihr macht es möglich, dass ich hier jeden Wunsch erfüllt bekomme.

*DANKESCHÖN-MUIG*

 

Eure Adalyn

 


 

 


Joyce

JOYCE: Hallo Leute, hier ist wieder eure Joyce.

Bei uns läuft's gar nicht gut, seufz-MUIG, Oscars und Toffees Füßchen wollen einfach nicht so heilen wie sie sollen.

PEBBLES: Wir sind alle völlig durch den Wind, bekümmert-MUIG. Und die Mama Kerstin ist auch ganz schön fertig deshalb.

DAISY: Und unsere Toffee hätte vor 14 Tagen auch noch fast einen Herzinfarkt bekommen. Oder einen Schlaganfall. Wer weiß, besorgt-MUIG.

TOFFEE: Ich bin immer noch total schockiert, total-schockiert-MUIG.

JOYCE: Lasst uns doch mal alles in der richtigen Reihenfolge erzählen.

PEBBLES: OK, also, überleg-MUIG. Ihr wisst ja, dass Oscar die ganze Zeit den dicken Fußverband um das linke Vorderfüßchen hatte seit die Tierärztin seinen Abszess geöffnet hatte.

DAISY: Ja, und Toffee hat ja auch schon seit einiger Zeit so ganz rote Sohlen an den Hinterfüßchen. Die sahen in der letzten Zeit auch ein bisschen entzündet aus, mitfühlend-MUIG, obwohl die Mama Kerstin sie mindestens zweimal täglich eincremte.

OSCAR: Ja, es wurde aber nicht besser, eher schlimmer, seufz-MUIG.

PEBBLES: Also nahm die Mama Kerstin Toffee an dem Samstag vor 14 Tagen einfach mit zur Tierärztin als Oscar wieder einen Termin hatte, damit die Weißkittelfrau auch mal auf Toffees Füßchen schaut.


Pebbles

OSCAR: Erst war ich dran. Die Tierärztin wickelte meinen Fußverband ab und der Fuß sah total knubbelig und verkrustet aus. Ich war richtig entsetzt, Schreck-MUIG. Aber dann nahm die Tierärztin eine Pinzette und hob die ganze dicke verkrustete Hautschicht einfach von meinem Füßchen ab, theatralisch-MUIG.

DAISY: Wie schrecklich, entsetzt-MUIG! Das tat bestimmt höllisch weh!

OSCAR: Nein, gar nicht, zugeb-MUIG. Obwohl ich erst dachte, sie nimmt mir den Fuß ab. Aber es war nur die alte abgestorbene äußere Hautschicht, die sich unter dem Verband ganz abgelöst hatte. Und darunter war ganz zarte neue rosa Haut. Wie ein ganz neuer Fuß, begeistert-MUIG.

JOYCE: Das hatte die Mama Kerstin sooo gehofft.

OSCAR: Die Zweibeiner haben dann überlegt, ob ich nochmal einen Verband kriegen sollte. Eigentlich sollte das zarte Füßchen noch ein bisschen geschont werden, aber andererseits habe ich die ganze Zeit das rechte Vorderfüßchen viel mehr belastet und das war dann auch schon rot und weh und hätte einen Verband vertragen können, abwäg-MUIG.

PEBBLES: Also hat die Tierärztin beide offen gelassen?

OSCAR: Genau, nick-MUIG. Die Alternative wäre eben ein Verband an beiden Füßchen gewesen, aber die Tierärztin hat sich dagegen entschieden. Sie meinte, die neue Haut verhornt besser, wenn der Fuß offen ist, erklär-MUIG, und ich sollte ja Montag schon wieder reinkommen zum nächsten Check. Nach mir war dann Toffee an der Reihe.

TOFFEE: Ich hatte an dem Samstag gedacht, ich sei nur als Begleitschweinchen dabei und auf einmal schnappten mich zwei fremde Hände aus der Box raus und kippten mich in Rückenlage, empört-MUIG, und die Tierärztin drückte an meinen Hinterfüßchen rum und wackelte so besorgt mit dem Kopf.


Toffee

DAISY: Das wundert mich gar nicht. Wir sind alle schon eine ganze Weile lang besorgt wegen deiner Füßchen, mitleidig-MUIG. Die Mama Kerstin wackelt auch immer so kummervoll mit dem Kopf, wenn sie dich durchcheckt und eincremt.

TOFFEE: Die Tierärztin sagte, an zwei Stellen sei schon eine Entzündung in meinen Sohlen. Da sind die Fußknochen ein bisschen krumm und da, wo sie am tiefsten sind, hab' ich Druckstellen, grummel-MUIG.

JOYCE: Gut, dass die Mama Kerstin dich mitgenommen hat, zustimmend-MUIG. Sowas muss man unbedingt rechtzeitig behandeln bevor es was ganz Schlimmes wird.

TOFFEE: Von wegen "behandeln". Ich bin noch nie so gequält worden wie an dem Tag, überzeugt-MUIG.

OSCAR: Jetzt übertreibst du aber, Toffee, nachsichtig-MUIG. Die Tierärztin hat doch bloß deine Hinterfüßchen ganz dick mit Lebertran-Zink-Salbe eingeschmiert und dir dann jeweils einen schicken Verband drumgemacht mit einem richtig weichen Wattepolster unter der Sohle.

PEBBLES: Das ist doch bestimmt einfacher als an den Vorderfüßen, weil hinten ja die Sohle viel länger ist und vorne sind nur die dicken Ballen, mutmaß-MUIG.

JOYCE: Richtig, bei Oscar ging der Verband vorher bis zum Ellenbogen, damit er nicht abrutscht, bei Toffees Füßchen war nur die Sohle eingewickelt bis gerade mal zur Ferse, vergleich-MUIG.

TOFFEE: Hey, ihr Jungvolk hattet noch nie sowas! Ihr könnt da gar nicht mitreden! Es war einfach nur grauenhaft, aus-tiefster-Seele-MUIG! Es war als hätte die Tierärztin meine Füße in einen Schraubstock gespannt und den ganz feste zugedreht beschreib-MUIG. Ich konnte die Zehen nicht mehr spreizen und keine Luft mehr an den Sohlen spüren, atemlos-MUIG. Und sehen konnte ich meine Füße auch nicht mehr. Und da, wo sie vorher waren, roch es nur noch nach Fisch und Klebstoff. Meine Füße waren einfach WEG!! Panisch-MUIG!


Oscar

OSCAR: Hm, aber so schlimm ist ein Verband nun eigentlich auch nicht, beruhigend-MUIG.

TOFFEE: Du bist ja auch so stoisch wie ein Pfosten, vorwurfsvoll-MUIG. Ich war völlig versteinert und erstarrt vor Entsetzen und gleichzeitig in schierer Panik, erinner-MUIG. Die Tierärztin sagte noch, ich solle Montag wiederkommen, dann würde sie entscheiden, ob die Druckentlastung und die Creme genügen oder ich dann auch Antibiotika nehmen muss, röchel-MUIG. Dann setzte sie mich zu Oscar in die Transportbox und die Mama Kerstin ging die ganze Quälerei bezahlen.

DAISY: Ja, eure Füßchen sind wieder ganz schön teuer. Die Mama Kerstin sagte schon, wenn ihr weiter so oft dahin müsst, reicht ihr Dispo nicht bis zum Monatsende, besorgt-MUIG.

TOFFEE: An mir liegt's bestimmt nicht. Ich bin da nicht freiwillig hin und nochmal möchte ich das nicht erleben, trotzig-MUIG.

OSCAR: In der Box hat sich dann Toffees Starre gelöst und die Panik ist voll ausgebrochen. Ich dachte, man hätte mich mit einer wild gewordenen Planierraupe zusammengesperrt, Kopfschüttel-MUIG. Toffee ist wie bekloppt in der Box rumgeschossen, um mich rum, über mich drüber und unter mir durch.


Daisy

TOFFEE: Ich musste einfach diese schrecklichen Verbände loswerden, verzweifelt-MUIG, und hab' versucht vor ihnen davonzulaufen und sie wegzuschütteln, aber die saßen bombenfest an meinen Füßchen und ich konnte nicht mal spüren, wo ich hintrete.

OSCAR: Die Heimfahrt war der reine Horror, plattgewalzt-MUIG.

TOFFEE: Was denkst du wohl, wie ICH mich gefühlt habe? Zähne-knirsch-MUIG.

PEBBLES: Wir waren auch total entsetzt als die Mama Kerstin euch dann hier ins Haus gesetzt hat. In Toffees Gesicht stand der nackte Wahnsinn und sie ist nur rumgeschossen von einer Ecke zur nächsten, fassungslos-MUIG.

JOYCE: Und zwischendurch stoppte sie plötzlich, drehte sich wie verrückt im Kreis und hackte mit aller Kraft die Zähne in die Fußverbände, irritiert-MUIG.

DAISY: Ja, besorgt-MUIG, und ihre Öhrchen waren knallrot und leuchteten richtig vor lauter Stress. Wir hatten richtig Angst, dass sie gleich tot umfällt.

TOFFEE: Ich MUSSTE diese Verbände einfach loswerden, irrer-Blick-MUIG!!

OSCAR: Ich hab' mich zwar gewundert, aber die Tierärztin sagte schon bei meinem allerersten Verband, dass Nagetiere Verbände an sich nicht dulden, da seien Meerschweinchen nicht wirklich eine Ausnahme. Sie meinte, die meisten Meeris würden ihre Verbände abknibbeln, verwundert-MUIG. Beim Verband abnehmen sagte sie zu mir, ich sei ein mustergültiger Patient und mein Füßchen sei so gut verheilt, weil ich so gut mitgearbeitet habe, stolz-MUIG.


Oscar

PEBBLES: Der Mama Kerstin war dann jedenfalls ganz schnell klar, dass Toffee keine Ruhe geben wird bis die Verbände wieder ab sind, realistisch-MUIG. Also hat sie sich Toffee wieder geschnappt und die beiden Fußwickel wieder abgemacht.

TOFFEE: Das war soooooo eine Erleichterung, glückselig-MUIG. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Und auf einmal habe ich mich so erschöpft und müde gefühlt, dass ich mich direkt hinlegen musste und ich hab' den ganzen Rest des Tages verschlafen und bin nur ab und zu aufgewacht, um eine Kleinigkeit zu essen, erschöpft-MUIG.

JOYCE: Die Mama Kerstin hat fix nochmal bei der Tierärztin angerufen und das mit den Verbänden erzählt. Daraufhin hat die Tierärztin entschieden, dass Toffee direkt auch Antibiotika und Schmerzmittel kriegen soll und Fußbäder und Cremes.

DAISY: Und am Montag musstet ihr ja beide schon wieder hin. Das war der Montag der Karwoche.

OSCAR: Ja, da war aber eine andere Tierärztin da. Wir hatten ja in der Praxis bisher immer zwei tolle Tierärztinnen mit Erfahrung und Meeri-Kenntnissen. Aber die eine hat gekündigt, traurig-MUIG, und dann gab es erst nur noch die Chefin. Die hat jetzt aber eine neue Tierärztin eingestellt, die noch ganz jung ist und noch nicht so fit mit uns Meeris. Und an dem Montag war die junge da und nicht die Chefin, die ist nämlich erstmal in Urlaub gefahren.

TOFFEE: Zu meinen Füßchen hat sie nicht viel gesagt, Gott-sei-Dank-MUIG, bloß, dass die zu rot sind und ich die Antibiotika weiternehmen soll, damit die Entzündung rausgeht. Ach ja, und die Mama Kerstin soll ganz viel mit der ekligen Fischcreme cremen.


Pebbles

PEBBLES: Du meinst Lebertran-Zink?

TOFFEE: Genau, bäh-MUIG.

OSCAR: Dann schaute sie meine Vorderfüßchen an und sagte, der wehe linke Fuß sei aber noch nicht ganz OK, frustriert-MUIG. Der Mama Kerstin war auch schon aufgefallen, dass er dicker war als am Samstag beim Verband abmachen. Die Weißkittelfrau wollte deshalb nochmal für zwei Tage einen Verband drum machen zur Schonung und um mein rechtes Füßchen auch, seufz-MUIG, weil durch die einseitige Belastung dort schon ein neues Problem lauerte.

TOFFEE: Und schon hattest du auch ZWEI schicke Verbände, bloß halt vorn, leicht-süffisant-MUIG.

OSCAR: Naja, zugeb-MUIG, gleich zwei auf einmal sind wirklich doof und unpraktisch. Ich hab zwar nicht gemeckert, aber den rechten Verband hab ich mir noch am selben Tag einfach selbst abgemacht, befriedigt-MUIG. Bei zwei eingewickelten Füßen hat man ja wirklich kein Gefühl mehr, wo man hintritt.

JOYCE: Trotzdem ist es schon komisch, dass du dich über deine Verbände gar nicht aufgeregt hast, während Toffee sich eher umgebracht hätte als sie dran zu lassen, grübel-MUIG.

OSCAR: Das ist wohl eine Typfrage, sinnier-MUIG. Ich bin ja ganz allgemein eher zufrieden und kann ganz gut hinnehmen, was halt gerade so ist. Das macht das Leben oft viel leichter als ständige Auflehnung gegen das Schicksal, gemütlich-MUIG.


Daisy

DAISY: Aber am Mittwoch beim nächsten Termin bei der neuen Tierärztin war dein Fuß eine einzige Katastrophe, entsetzt-MUIG. Du hattest den ganzen Morgen schon über schlimme Schmerzen geklagt und als der Verband ab war war dein Fuß nur noch ein gigantisch angeschwollener Klumpen, verzweifelt-MUIG.

OSCAR: Ja, leider, die Tierärztin konnte sich gar nicht erklären, warum mein Fuß wieder derart dick geworden ist, wo er am Samstag vorher noch aussah wie neu. Und jetzt konnte man gar nicht mehr erkennen, was Fuß war und was Bein. Meine einzelnen Zehen sah man gar nicht mehr. Es sah aus als würden winzige Krallen aus dem geschwollenen Fußklumpen ragen, elend-MUIG. Und den Ballen konnte man auch nicht mehr gesondert sehen, weil das Bein dahinter und der Fuß davor so angeschwollen waren, dass der Ballen in dem ganzen Klumpen gar nicht mehr auffiel, jämmerlich-MUIG. Und der ganze Fuß tat höllisch weh, fiep-MUIG.

PEBBLES: Du armer, armer Schatz, voller Mitgefühl-MUIG.

OSCAR: Es war klar, dass man um so einen Monsterfuß keinen Verband mehr macht. Die Mama Kerstin fragte, ob man nicht mal das Antibiotikum wechseln solle, das ja offenbar nicht anschlägt. Die junge Tierärztin hatte grad' keine zündende Idee mit meinem Fuß, also rief sie erstmal ihre Chefin im Urlaub an. Als sie wieder reinkam blätterte sie in einem dicken Medizinbuch und dann sagte sie, es sei ein Problem, dass einige Antibiotika für Meerschweinchen nicht mehr auf dem Markt seien. Sie hat auch außer dem Enrobactin, das ich bekam, nichts anderes gefunden, leider-MUIG.

TOFFEE: Die Tiermedizinforschung kümmert sich einfach zu wenig um uns, feststell-MUIG. Für Hunde und Katzen gibt es alles Mögliche.


Toffee

OSCAR: Dann sagte die Tierärztin, man könne mir auch Penicillin spritzen.

DAISY: Aber das ist doch giftig für uns, Haare-sträub-MUIG.

OSCAR: Das sagte die Mama Kerstin auch. Sie wollte keine Behandlung "gesund oder tot". Darauf sagte die Tierärztin, ich würde ja vermutlich nicht gleich sterben, sondern erstmal ordentlich Dünnschiss kriegen…

JOYCE: Das ist doch nicht zu fassen, zornig-MUIG, "vermutlich", pffht…

OSCAR: Ich war schon erleichtert als die Kerstin das abgelehnt hat, aufatem-MUIG. Sie hat die Tierärztin dann nach Clindamycin gefragt, das ist auch ein Antibiotikum, das für uns Meeris tabu ist, weil wir es auf keinen Fall oral einnehmen dürfen, sonst kann es auch tödlich sein, warnend-MUIG. Aber sie hatte aus einer Pflegestelle gehört, dass es auch bei Meeris gegen hartnäckige Abszesse hilft, wenn man es nicht einnimmt, sondern es auf der betroffenen Hautstelle anwendet mit einem dicken Verband darum, damit das Meeri es auf keinen Fall aufschlecken kann.

PEBBLES: Und?


Oscar

OSCAR: Die Tierärztin hatte noch nie von so einer Anwendung bei Meeris gehört, war-ja-klar-MUIG, und meinte auch, es sei aber nicht legal, wenn sie es der Kerstin für ein Meerschweinchen verkauft. Hat sie dann aber doch gemacht. Und ich bekam ein zweites Schmerzmittel, nämlich Metamizol, das sollte ich 3 bis 5 mal am Tag kriegen, zusätzlich zu dem Meloxicam, das ich einmal täglich morgens bekam. Außerdem sollte ich das Enrobactin weiter nehmen und die Kerstin sollte ganz oft mit der Lebertran-Zink-Salbe den Fuß eincremen. Verabschiedet hat sie sich dann mit den Worten, sie hätten jetzt über Ostern zu und die Kerstin solle mich am Dienstag nach Ostern wieder vorstellen, lakonisch-MUIG.

TOFFEE: Fast eine Woche später! Mit einem platzdicken Fuß! Ohne die Idee einer aussichtsreichen Behandlung in der Zwischenzeit! Das ist so…, so…, ja, so unbefriedigend und enttäuschend!!!

JOYCE: Das hat die Mama Kerstin auch gesagt. Sie meinte, DAS Ergebnis hätte sie auch gehabt, wenn sie an dem Mittwoch gar nicht hingegangen wäre, frustriert-MUIG.

OSCAR: Ich hatte solche Schmerzen in dem Fuß, das kann ich euch gar nicht beschreiben, unglücklich-MUIG.

PEBBLES: Das war uns schon klar, Oscar, mitleidig-MUIG. Nach diesem Arztbesuch bist du ja überhaupt nicht mehr gelaufen, du hast zwei Tage lang nur noch gelegen und hast nur das gegessen, was dir die Kerstin direkt vor's Mäulchen gelegt hat.

DAISY: Die Mama Kerstin hat dir weiter die Medikamente gegeben und dein Füßchen gebadet, aber geholfen hat es nicht, traurig-MUIG. Sie war so verzweifelt und fühlte sich so hilflos. Und sie konnte auch sehen, dass es dir immer schlechter ging.


Joyce

JOYCE: Und am Karfreitag morgens hast du plötzlich nicht mehr gefressen, nicht mal den Löwenzahn, den die Kerstin morgens von ihrer Runde mit dem Hund mitgebracht hat, besorgt-MUIG. Und da hat dich die Kerstin dann eingepackt und ist mit dir in die Tierklinik gefahren.

TOFFEE: Und was das für ein Griff ins Klo war, verächtlich-MUIG, und wie es dann mit deiner Behandlung weiterging und was die Mama Kerstin getan hat, damit es dir inzwischen wieder deutlich besser geht, auch wenn dein Füßchen noch lange nicht heil ist, das erzählen wir euch dann in der nächsten Woche.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Hallo meine Kleinen, habt ihr Lust auf Paprika?

DAISY: Immer, Mama Kerstin. Danke.

Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche…

Folge verpasst??? Kein Problem!!! *HIER* geht's zu den vorherigen 

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