Pebbles

PRALINE: Hallo Leute, hier ist wieder eure Praline.

Unsere Mama Kerstin hat's diese Woche ganz schön erwischt, bedauernd-feststell-MUIG.

OSCAR: Ja, die Arme hat sich so ein 24-Stunden-Virus gefangen. Ganz schön heftig, mitfühlend-MUIG.

PRALINE: Ich hatte erst Angst, dass die Mama Kerstin stirbt, aber Oscar hat gesagt, dass es sich nur so anhört und sie ganz bestimmt wieder gesund wird und er hatte Recht, erleichtert-MUIG.

JOYCE: Am Montagabend hat die Mama Kerstin abends noch ganz normal unser Buffet serviert und dann ist sie ins Bett gegangen. Aber mitten in der Nacht ging's dann los, seufz-MUIG.

PEBBLES: Ja, ein ständiges eiliges Hin und Her zwischen Schlafzimmer und Bad. Und immer diese schrecklichen Geräusche aus dem Bad. Mann-oh-Mann-MUIG.

DAISY: Keine Details, bitte, Nase-rümpf-MUIG. Ich bin sicher, die Leser können es sich vorstellen.

JOYCE: Das war sicher so ein Norovirus, mutmaß-MUIG. Das ist für die meisten Brechdurchfälle bei den Zweibeinern verantwortlich.

PRALINE: Wo hat sie das wohl aufgegabelt?

PEBBLES: Das weiß man nicht, die können überall sein, schudder-MUIG. Aber die Mama Kerstin vermutet, dass sie es von diesem Wasserspender hat, von dem sie beim Einkaufen einen Becher Wasser gezapft hat, weil sie so Durst hatte. Da stand so ein Spender mit so einer riesigen blauen Plastikflasche rum für die Kunden.


Daisy

DAISY: Ist nicht wahr!? Sie war echt so doof, an einer öffentlichen Wasserstelle zu trinken, ungläubig-MUIG? Das weiß man doch, dass die total verseucht sind mit Viren und Bakterien. Wo Menschen doch so dreckig sind!

OSCAR: Das Problem ist, dass die Flaschen oft ewig nicht ausgetauscht werden, wenn sie nicht schnell genug ausgetrunken werden, und dann sammelt sich in dem Wasser alles an, was man nicht haben möchte, grusel-MUIG. Deshalb haben ganz viele Firmen diese Dinger längst wieder abgeschafft.

JOYCE: Und wenn irgendein ekliger Zweibeiner sich nach dem Klo nicht die Hände gewaschen hat, kann er winzigste Kotreste voller Viren und Bakterien auf alles übertragen, was er danach anfasst, angewidert-würg-MUIG. Und wenn ausgerechnet der vor der Kerstin an dem Wasserspender war, lauern schon ganze Heerscharen von Viren und Bakterien auf dem Pumphebel, um sich auf unsere Mama Kerstin zu stürzen, seufz-MUIG.

DAISY: Ich hätte nicht gedacht, dass die Mama Kerstin so was Dummes macht, Kopf-schüttel-MUIG.

PEBBLES: Das macht sie auch bestimmt nicht nochmal, überzeugt-MUIG. Andererseits kann man sich solche Viren überall fangen, auf öffentlichen Klos, beim Händeschütteln oder man fasst was anderes an, was vorher jemand anderes angefasst hat, der schon infiziert ist.

JOYCE: Jedenfalls war die Mama Kerstin nach der Nacht so fertig, dass sie an dem Dienstag nicht mal unser Haus geputzt hat, stellt euch das mal vor. Das gab's vorher noch nie, jedenfalls nicht seit ich hier bin, erinner-MUIG.


Joyce

OSCAR: Hm, nachdenklich-MUIG, vielleicht wollte sie aber auch so wenig wie möglich um uns 'rum hantieren, so lange sie noch ansteckend war.

PRALINE: Wie, ansteckend?! Du meinst, wir hätten das auch kriegen können, entsetzt-MUIG?

DAISY: Naja, es gibt schon Krankheiten, bei denen wir uns bei unseren Zweibeinern anstecken können, zugesteh-MUIG. Solche Krankheiten, mit denen sich Menschen und Tiere gegenseitig anstecken können, nennt man Zoonosen. Tollwut ist z.B. so eine Zoonose.

PRALINE: Und dieses Norovirus, schwer-beunruhigt-MUIG?

JOYCE: Das hab' ich extra gegoogelt, damit wir uns alle wieder beruhigen können, beschwichtigend-MUIG. Das Norovirus kommt zwar sowohl bei Menschen als auch bei Tieren vor, ist aber trotzdem keine Zoonose.

PEBBLES: Ach, überrascht-MUIG, wieso denn nicht, wenn wir das alle kriegen können? Es ist doch auch ansteckend, oder?

JOYCE: Und wie! Aber es gibt Noroviren in vielen verschiedenen Varianten und jede Variante ist an eine bestimmte Tierart angepasst. Das nennt man "wirtsspezifisch", erklär-MUIG.

OSCAR: Echt? Das heißt, es gibt spezielle Menschen-Noroviren, die nur über die Zweibeiner herfallen, fasziniert-MUIG?

JOYCE: Ganz genau, bejahend-MUIG. Und soweit man weiß, können wir uns mit diesen humanen Noroviren nicht anstecken.


Praline

PRALINE: Na Gott sei Dank! Erleichtert-MUIG.

JOYCE: Bloß in Hunden hat man diese humanen Noroviren schon gefunden, da können die sich wohl auch ansiedeln, aber scheinbar werden die Hunde davon dann nicht krank, wunder-MUIG. Die haben dann zwar das Virus, aber es wirkt bei ihnen nicht, und dann killt das Hunde-Immunsystem die Viren und das war's dann.

DAISY: Was es alles gibt, trocken-MUIG.

PEBBLES: Naja, aber nun weiß man ja gar nicht sicher, ob die Mama Kerstin wirklich genau dieses Norovirus hatte oder was ganz anderes, unsicher-MUIG. Das hat ja keiner getestet. Die Mama Kerstin hat sich halt ganz leer gemacht, dann hat sie eine Ewigkeit geschlafen und dann ist sie wieder aufgestanden und war noch eine Weile ganz zittrig. Aber nix Genaues weiß man nicht, sozusagen.

PRALINE: Ja genau, beunruhigt-MUIG, was ist, wenn sie was ganz anderes hatte?

DAISY: Also grundsätzlich gibt es viel mehr Bakterien, die für uns gefährlich sind, als Viren, klarstell-MUIG. Viele Viren sind wirtsspezifisch. Bakterien sind dagegen nicht so wählerisch, die meisten befallen jeden, den sie kriegen können.

OSCAR: Solche Magen-Darm-Geschichten bei den Zweibeinern können aber auch durch andere Viren als das Norovirus hervorgerufen werden, ergänz-MUIG. Das Adenovirus zum Beispiel gibt es auch in den verschiedensten Ausführungen, aber da ist zum Glück keine Sorte dabei, die wir Meeris und die Menschen gemeinsam kriegen können.


Oscar

DAISY: Für die Zweibeiner gibt's ein paar gemeine Sorten Adenoviren, die Atemwegserkrankungen, Bindehautentzündungen oder Magen-Darm-Krankheiten hervorrufen können, erzähl-MUIG. Da können wir uns entspannt zurücklehnen und unserem Zweibein "Gute Besserung" zurufen. Dafür gibt's aber umgekehrt nur für uns Meeris ein ganz schreckliches Adenovirus, das bei uns eine Adenoviruspneumonie auslöst, die meistens tödlich ist, betroffen-MUIG. Die kann jetzt wieder der Mensch nicht kriegen.

JOYCE: Wenn's um's Anstecken an einer menschlichen Magen-Darm-Grippe geht, sind allerdings die Rotaviren unser größter Feind, warnend-MUIG. Von denen gibt es acht größere Gruppen und innerhalb der Gruppe A, die am besten erforscht ist, gibt es ein paar Virenstämme, die sich nach und nach so verändert und angepasst haben, dass sie jetzt zwischen den Menschen und den anderen Säugetieren hin und her übertragen werden können. Man hat schon solche zoonotischen Rotaviren in Menschen und Kaninchen gefunden, resigniert-MUIG.

PEBBLES: Erwachsene infizieren sich mit Rotaviren meistens im Urlaub, die gibt's hier nämlich nicht so oft, dafür umso häufiger in Entwicklungsländern. Trotzdem sind Rotaviren auch hier bei uns die häufigste Ursache, wenn Kinder unter 5 Jahren Magen-Darm haben, informier-MUIG.

PRALINE: Gut, dass die Mama Kerstin schon so alt ist! Da hat sie sich ja wohl nicht gerade diese Kinderviren eingefangen, an denen wir uns anstecken können, aufatem-MUIG.

OSCAR: Es gibt übrigens eine Schutzimpfung gegen Rotaviren, die auch von der Ständigen Impfkommission empfohlen wird, hinweis-MUIG.

DAISY: Oh fein! Also, liebe Zweibeiner, wenn ihr Meeris haltet, dann lasst doch bitte euch und eure Kinder gegen diese Rotaviren impfen, damit ihr uns unter gar keinen Umständen in Gefahr bringen könnt, insistierend-MUIG. Das ist dann echte Tierliebe!


Praline

PRALINE: Und wenn ihr das verpasst habt und eure Kinder schon speien und die Hose voll haben, dann lasst sie bitte bloß nicht in unsere Nähe, dringlich-MUIG, damit wir uns nicht an diesen Rotaviren anstecken!

DAISY: Genau! Und kein Meeri möchte als Kuscheltier zum Trösten mit im Bett eines Kindes mit Rotaviren-Brechdurchfall sitzen! Das könnte unseren Tod bedeuten!

JOYCE: Auch gefährlich für uns sind Coronaviren. Die können verschiedene Wirbeltiere mit ganz unterschiedlichen Erkrankungen infizieren, mitteil-MUIG. Menschen kriegen meistens Erkältungen davon, aber auch schwere Atemwegserkrankungen und bei Fleischfressern verursachen sie oft Magen-Darm-Erkrankungen und Durchfälle.

PRALINE: Also wenn es jetzt bei der Mama Kerstin gar kein Norovirus war, sondern so ein Rotavirus oder Coronavirus, dann waren wir ja vielleicht wirklich in echter Gefahr, alarmiert-MUIG?

PEBBLES: Ausgeschlossen ist das nicht. Es müssen ja aber auch nicht mal Viren gewesen sein, die unserer Mama Kerstin so zugesetzt haben. Vielleicht waren es auch Bakterien, grübel-MUIG. Davon gibt's auch einen ganzen Sack voll, die eine eklige Magen-Darm-Grippe hervorrufen.

JOYCE: In der Tat. Salmonellen zum Beispiel. Die sitzen oft auf rohen oder ungekühlten Lebensmitteln. Salmonellen und Campylobacter-Bakterien sind hier in Deutschland die häufigsten bakteriellen Erreger von Durchfallerkrankungen. Dann kommen schon die Yersinien. Davon gibt es verschiedene Sorten, von denen eine ganz fiese Magen-Darm-Infektionen hervorruft, eine andere Sorte Yersinien löst sogar die Pest aus, die übrigens auch eine Zoonose ist. Dann gibt's zum Beispiel noch Shigellen, Clostridien und ein paar pathogene Escherichia coli-Arten, aufzähl-MUIG.

PRALINE: Schudder-MUIG.


Oscar, Daisy, Joyce, Pebbles, Praline

OSCAR: Und dann gibt's ja auch noch Magen-Darm-Erkrankungen durch fiese Parasiten wie z.B. Giardien, die gerne in verunreinigtem Wasser sitzen.

DAISY: Du meinst in den Ekelpfützen, aus denen Raven immer trinkt.

OSCAR: Genau. Die Mama Kerstin betet immer nur, dass Raven nicht krank wird, weil die ganz scharf auf Pfützenwasser ist, da hilft kein Verbot.

PRALINE: Mir war bis eben noch gar nicht klar, dass die ganze Welt voll ist mit unsichtbaren winzigen Feinden, die nur darauf warten ein unschuldiges kleines Meerschweinchen mit einer tödlichen Krankheit zu infizieren, erschüttert-MUIG. Allmählich frage ich mich, wie wir der Mama Kerstin ihren Brechdurchfall überleben konnten. Es ist wie ein Wunder, dankbar-MUIG.

OSCAR: Na, na, Pralinchen, nicht übertreiben, beschwichtigend-MUIG. Die Mama Kerstin hatte ja nicht alle denkbaren Viren und Bakterien gleichzeitig, sondern wahrscheinlich wirklich nur das für uns ungefährliche humane Norovirus.

JOYCE: Aber das Ganze zeigt schon, dass so eine Zweibeiner-Magen-Darm-Grippe uns auch ganz schön gefährlich werden kann. Da ist also äußerste Vorsicht geboten, warnend-MUIG. Wenn wir uns an sowas anstecken, kann uns das glatt umbringen!


Joyce & Pebbles

PEBBLES: Mit Vorsicht meint Joyce äußerste Sauberkeit und Hygiene im Umgang mit uns während jeder Verdauungsunpässlichkeit eines Zweibeins in der Familie!

DAISY: Genau, zustimmend-MUIG. Viren werden meistens durch Tröpfcheninfektion übertragen, manche Bakterien aber auch. Die werden beim Niesen, Husten oder Sprechen in winzigen Speichel-Tröpfchen durch die Luft geschleudert und dann von einem anderen Lebewesen eingeatmet und über die Schleimhäute aufgenommen.

PRALINE: Also muss das Zweibein während so einer Infektion beim Kontakt mit uns eigentlich einen Mundschutz tragen, damit es uns auf keinen Fall anniesen, anspucken oder feucht anatmen kann, feststell-MUIG.

DAISY: Also wünschenswert wäre das!

PEBBLES: Bei der Schmierinfektion werden Keime über Berührungen weitergegeben, erklär-MUIG. Wer sich in die Hand niest, hat die Keime dann da dran kleben und die wandern auf alles weiter, was man dann anfasst, Türklinken zum Beispiel. Und der nächste, der kommt, infiziert sich dann damit.

PRALINE: Ganz klar, Händewaschen, Händewaschen, Händewaschen! Vor dem Gemüse schneiden, vor dem Hausputz, bevor man uns anfasst, vor dem Austausch unserer Wasserschüssel und vor dem Aufschütten der neuen Heuberge, streng-MUIG!

OSCAR: Genau. Gründliches Händewaschen schützt vor solchen Schmierinfektionen, durch die vor allem Durchfallerkrankungen übertragen werden, indem winzigste Kotreste mit ansteckenden Erregern über die Hände weiter gegeben werden, pfui-bah-MUIG. Dadurch gelangen vor allem Noroviren, Rotaviren und Adenoviren in den Körper des nächsten Opfers.

PRALINE: Und am Besten noch sterile Gummihandschuhe über die gewaschenen Hände ziehen!

JOYCE: Das klingt jetzt vielleicht übertrieben, entschuldigend-MUIG, aber manche Erreger sind wirklich ganz schrecklich ansteckend, teilweise sogar noch, wenn die Symptome der Erkrankung schon weg sind.


Daisy

DAISY: Und ihr solltet alles ganz heiß waschen, Rat-geb-MUIG. Manche Erreger überleben sogar eine 60 ° C Wäsche oder tagelanges Einfrieren. Und benutzt am Besten beim Putzen ein gutes Desinfektionsmittel, um möglichst alle Keime auf sämtlichen Oberflächen unschädlich zu machen.

OSCAR: Na, ich denke, jetzt haben wir die Leser genug sensibilisiert für die Problematik, zufrieden-MUIG. Lasst uns jetzt doch die Mama Kerstin rufen, damit sie unser Leckerchen bringt.

PEBBLES: Ich mach das!

KEEEEEEEEERRRSSSTTTIIIIIIIIIIINNNNN...

KERSTIN-ZWEIBEIN: Bin schon da. Habt ihr Lust auf Möhre?

PRALINE: Hast du dir die Hände gewaschen, energisch-MUIG?

KERSTIN-ZWEIBEIN: Äh, ja.

PRALINE: Richtig gründlich? Und das Gemüse auch?

KERSTIN-ZWEIBEIN: Ja, alles. Ehrlich!

PRALINE: OK, dann gib her.

PEBBLES: Danke, Mama Kerstin.

Also tschüss dann, mampf schmatz, bis zum nächsten Mal...

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Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Highfive


 

Kürzlich erreichten uns Grüsse von Matti (SOS-Skip), Lotti (SOS-Sachiko) und Zilly, worüber wir uns sehr gefreut haben   

 

Matti, Zilly und Lotti (v.l.n.r.)

 

Wie man sieht geht es den lieben Senioren sehr gut, Zilly ist mit 6 Jahren der "Jungspund" der Gruppe, die beiden anderen Schweinchen sind beide stolze 7 Jahre alt.

Altersgemäss ruhen die Kleinen öfter auch mal, hier bekamen wir ebenfalls 2 sehr süsse Schnappschüsse gesendet:

Lotti

 

Zilly und Matti

 

Es freut uns ganz besonders zu hören, dass die Drei alle so rüstig sind - weiterhin alles Gute ihr Lieben!!

 

 

Vielen lieben Dank an die Halterin des Dreamteams für die Bilder und die Erlaubnis zur Veröffentlichung!

 


 

 

 


Oscar

OSCAR: Hallo Leute, hier ist wieder euer Oscar.

Heute geht's nicht um mich, heute geht es um unsere Joyce.

DAISY: Wir Meeris sind ja sehr loyal untereinander und wir hängen keinen hin, stolz-MUIG, aber jetzt ist die Mama Kerstin trotzdem von ganz allein hinter das Geheimnis gekommen.

OSCAR: Was Daisy meint, ist, wir verpetzen uns nicht gegenseitig, erklär-MUIG. Wir regeln unsere Angelegenheiten innerhalb der Gruppe und dann ist es auch gut damit. Aber jetzt ist es aufgefallen und nun können wir es euch auch erzählen.

PRALINE: Ich finde, Joyce sollte es selbst erzählen.

PEBBLES: Ich weiß gar nicht, was die ganze Aufregung soll. Ich finde das gar nicht schlimm. Und wenn es MICH nicht stört, braucht es erst recht keinen anderen stören, störrisch-MUIG.

DAISY: Los, Joyce, jetzt sag es schon, auffordernd-MUIG. Klär die Leser auf.

JOYCE: Naja, also, die Wahrheit ist, ich bin ein Friseurschweinchen, gesteh-MUIG.


Joyce

PEBBLES: Dafür musst du dich nicht schämen, Joyce, verteidigend-MUIG. Das ist völlig OK. Du tust ja niemandem weh.

PRALINE: Manche Leute nennen Friseurschweinchen auch Rasenmäherschweinchen, kicher-MUIG.

OSCAR: Die Mama Kerstin hatte Joyce ja schon ganz lange in Verdacht, mitteil-MUIG. Aber Joyce war immer sehr vorsichtig und wenn die Mama Kerstin in der Nähe war, dann hat sie es nie gemacht. Aber in letzter Zeit ist es definitiv schlimmer geworden.

DAISY: Ihr habt es euch jetzt bestimmt schon gedacht, liebe Leser, ein Friseurschweinchen ist ein Meeri, das anderen Meeris die Haare abfrisst, erklär-MUIG.

OSCAR: Ihr erinnert euch bestimmt an die Folge 42, in der wir beschrieben haben, wie Pebbles sich so schön ihre Haare am Heck stutzt und was für eine saubere Fellkante sie dabei hinkriegt, grins-MUIG. Wir zeigen euch hier nochmal das Bild von Pebbles' Hintern mit der perfekten Frisur.


Pebbles (gerade Kante)

PEBBLES: Die Mama Kerstin war schon immer misstrauisch und hat kaum glauben können, dass ich das alleine so hinkriege, verrat-MUIG, aber sie hat es nie gesehen, wenn Joyce heimlich mein Heck gestylt hat.

JOYCE: Damals war die Mama Kerstin ganz fasziniert von der perfekten Frisur, die ich Pebbles immer gemacht habe, stolz-MUIG. Und ich hab' Pebbles' Haare hinten auch immer ganz sorgfältig abgenagt, wenn sie wieder länger wurden.

PRALINE: Warum machst du das eigentlich, neugierig-MUIG?

JOYCE: Keine Ahnung, Schultern-zuck-MUIG. Mir ist halt einfach danach. Ich beschäftige mich gerne mit Haaren und Pebbles hab' ich sowieso zum Fressen gern.

PEBBLES: Wir sind schließlich Schwestern. Und den Kurzhaarschnitt kann ich auch richtig gut sauberhalten, verteidigend-MUIG. Ohne Joyce hätte ich da wahrscheinlich eine Schleppe, die ich ständig durch die Streu ziehe. Da wär' ich ja nur noch damit beschäftigt mich zu putzen. Ich hab' ja hinten von Natur aus eher längere Haare.


Praline (TÜV kann ich auch schon)

PRALINE: Neuerdings versuchst du ja, auch uns alle anzuknabbern, Joyce, und nicht mehr nur Pebbles. Warum hast du denn bis jetzt nicht uns allen die Haare abgefressen, interessiert-MUIG?

OSCAR: Oh, bei mir traut sich Joyce auch jetzt immer noch nicht. ICH bleibe verschont. Naja, wahrscheinlich weil ich der Chef hier bin, großspurig-MUIG.

JOYCE: Nö, widersprech-MUIG, du hast so drahtige Locken, das piekt mich auf der Zunge, das macht mir keinen Spaß. Außerdem kann man bei dir abbeissen und abbeissen und egal wie sehr man sich müht, es wird kaum weniger und ich kann mir nicht vorstellen wie ich bei dir eine anständige Frisur hinkriegen sollte. Das soll ruhig die Mama Kerstin mit ihrer Schere machen.

DAISY: "Chef", haha-MUIG. Dabei liegt's an deiner Drahtbürste, Oscar. Bei mir traut sich Joyce nicht, weil sie genau weiß, dass ich sie beim ersten abben Härchen in die Erde stampfe. Ich lass mir doch nicht meine perfekten Rosetten versauen, entschlossen-MUIG.


Daisy (Naturschön ohne Friseur)

PRALINE: Aber Joyce, warum versteckst du denn dein komisches Hobby in letzter Zeit nicht mehr vor der Mama Kerstin? Du knabberst neuerdings Pebbles bei jeder Gelegenheit an, sogar wenn die Mama Kerstin genau daneben steht, wunder-MUIG.

JOYCE: Das kann ich gar nicht sagen, nachdenk-MUIG, es ist wie ein Zwang. Wenn Pebbles so lecker vor mir auftaucht, dann kann ich nicht mehr an mich halten. Mein Mäulchen klappt wie von selbst auf und ich muss einfach eine Strähne abbeissen.

OSCAR: Aber mal ehrlich, schön ist das allmählich nicht mehr. Am Anfang hast du Pebbles ja noch eine todschicke Frisur gemacht. Aber inzwischen sieht die arme Maus ja aus als hätte sie die Motten, mitleidig-MUIG.


Pebbles (Mottenfraß?)

PEBBLES: Das ist alles OK, wenn Joyce das Haareknabbern braucht, damit es ihr gut geht, loyal-MUIG.

PRALINE: Also ich bin froh, dass ich nicht so angefressen aussehe, erleichert-MUIG.

DAISY: Täusch dich nicht, Kleine, du hattest hinten auch schon mal längere Haare. Wenn du an der Plexischeibe stehst und bettelst, schleicht sich Joyce ganz leise an dich ran und schon hast du eine Strähne weniger. Wenn du nicht bald anfängst dich zu verteidigen, kannst du schon mal anfangen dir im Internet ein warmes Hemdchen zu bestellen für den bevorstehenden Winter, ätz-MUIG.

OSCAR: Die Mama Kerstin grübelt jetzt die ganze Zeit, warum Joyce wohl so eine Verhaltensstörung entwickelt hat. Dafür muss es doch einen Grund geben.

DAISY: Ach, es kommt durchaus häufiger vor, dass Meeris ihren Mitschweinchen die Haare abknabbern, informier-MUIG. Die meisten essen die abgebissenen Haare ja auch komplett auf, genau wie Joyce. Aber man weiß einfach nicht, warum Friseurschweinchen das tun. Vermutungen gibt es ja viele.


Praline

PRALINE: Ist das nicht gefährlich, die Haare aufzuessen, besorgt-MUIG?

DAISY: Hm, nachdenklich-MUIG, Katzen würgen Haarballen wieder hoch, wenn sie zu viele Haare geschluckt haben. Das geht bei uns Meeris nicht.

OSCAR: Aber vielleicht ist es bei Joyce und den Haaren wie bei Hühnern. Die fressen kleine Steinchen, die ihnen bei der Verdauung helfen.

DAISY: Das halte ich für ausgeschlossen, energisch-MUIG. Wir Meeris sind ja sozusagen die personifizierte Verdauung in Reinkultur. Unsere Hochleistungsverdauung braucht keine Hilfsmittel. Eher hat Joyce einen Mangel und braucht irgendwelche Inhaltsstoffe aus den Haaren, mutmaß-MUIG.

PEBBLES: Vielleicht schmecken ihr meine Haare einfach. Es muss doch auch nicht immer für alles einen Grund geben, diskutier-MUIG.


Joyce & Pebbles (Schwesterliebe)

JOYCE: Mir geht's gut, danke der Nachfrage. Ich hab' bestimmt keinen Mangel. Und Verdauungsprobleme hab' ich mit den Haaren auch nicht. Ich kaue sie ja auch gut.

PRALINE: Ist dir denn langweilig? Ich könnte dir helfen ein anderes Hobby zu finden. Wir könnten Fangen spielen oder du nagst ein bisschen am Treppenhaus, vorschlag-MUIG.

DAISY: Die Mama Kerstin hat auch schon überlegt, ob es Langeweile ist. Sie versucht jetzt uns mehr Beschäftigung zu verschaffen, indem sie das Futter jetzt im ganzen Haus verteilt versteckt. Wir haben jetzt auch so ein Heugefängnis bekommen, aus dem wir das Heu rauszupfen sollen. Und wir bekommen jetzt auch so gepresste Pellets und Futterballen, damit wir uns was erarbeiten müssen. Und ich glaub', es sollen noch mehr solche Änderungen kommen,seufz-MUIG.

PEBBLES: Seht ihr, diese feinen Sachen verdanken wir nur Joyce, lobend-MUIG.

OSCAR: Naja, da sie immer noch Haare abknabbert, ist Langeweile wohl nicht der Grund, feststell-MUIG.


Praline (Ein Heugefängnis?! Na sowas.)

PRALINE: Es haben sich wohl schon Forscher und Tierärzte damit beschäftigt, warum Friseurschweinchen das machen, aber man hat noch keine Erklärung. Es ist aber teilweise ganz erstaunlich, was für akkurate Frisuren die Friseurschweinchen ihren Mitbewohnern oft so verpassen. Da gibt es perfekte Stufenschnitte, sauber gekürzte Ponys und gerade Linien, staun-MUIG.

PEBBLES: Genau. Friseurschweinchen haben einfach die soziale Fellpflege perfektioniert und halten das Fell ihrer Mitschweinchen auf einer idealen, natürlichen und pflegeleichten Länge, werb-MUIG.

OSCAR: Das hab' ich auch schon gehört, dass viele Friseurschweinchen nur ihre langhaarigen Kumpels anfressen und ihnen knackige Kurzhaarschnitte verpassen, gerade so als wollten sie alle unnatürlich gezüchteten Frisuren beseitigen, mit denen die betroffenen Wutzen nur Mühe und Kummer hätten. Richtig kurzhaarige Schweinchen werden üblicherweise nicht angefressen.


Oscar (Mann, sind diese Pressdinger gut!!!)
(Man beachte das aufgeregte knallrote Ohr)

DAISY: Nun, wir haben alle ein bisschen längeres Fell. Oscar sowieso, das hat ja scheinbar keinen Wachstumsstop. Pebbles hätte ohne Joyce gerade am Hintern richtig lange Haare und auch Pralines Fell ist hinten etwas länger. Mein Fell ist zwar nicht so lang, aber durch die Rosetten wirkt es doch nach mehr Länge und Volumen, sich-selbst-bewunder-MUIG. Ich hoffe nicht, dass die Mama Kerstin auf die Idee kommt, uns allen die Haare militärisch kurz zu schneiden, um Joyce von ihren seltsamen Ambitionen abzubringen.

JOYCE: Dann müsste sie euch aber auch für immer ganz kurzgeschoren halten, denn sobald die Haare wieder länger werden, kommt es einfach wieder über mich, zugesteh-MUIG.


Joyce (Bei langen Haaren kann ich nicht an mich halten)

PRALINE: Im Internet steht, dass das Haarefressen auch eine Dominanzgeste sein kann, weil Friseurschweinchen nur rangniedrigere Tiere anfressen.

OSCAR: Das glaube ich bei Joyce jetzt nicht, so bescheiden und zurückhaltend wie sie nun mal ist. Wir hatten ja damals gedacht, dass Joyce hier eines Tages mal Chefin wird, aber nach Toffees Abreise ins Regenbogenland hat sich Daisy doch ganz schön durchsetzungsstark gezeigt. Daisy ist halt doch größer, schwerer und stärker als Joyce und auch viel extrovertierter, realistisch-MUIG.

PRALINE: Aber Joyce frisst doch wirklich nur uns rangniedrigere Meeris an.

DAISY: Ja, aber das ist keine Dominanz gegenüber dir und Pebbles, sondern Joyces Intelligenz und Selbsterhaltungstrieb. Sie würde uns nämlich alle anfressen, ganz unabhängig von der Rangordnung, naja, unsere Drahtbürste vielleicht nicht, aber ich hatte ja schon erwähnt, was Joyce blühen würde, wenn sie meine Rosetten annagt. Da verstehe ich keinen Spaß, drohend-MUIG.


Daisy und die Hinterteile von Joyce und Oscar

JOYCE: Dabei hätte ich ein paar echt gute Styling-Ideen für dich, bedauernd-MUIG.

DAISY: Danke, aber nein danke!

PRALINE: Vielleicht ist das ja genetisch?

PEBBLES: Müsste ich das dann nicht auch machen?

OSCAR: Nicht unbedingt. Ihr seid ja keine eineiigen Zwillinge.

DAISY: Ich denke, es ist einfach eine schlechte Angewohnheit, mitteil-MUIG.

PRALINE: Solange topmodische Frisuren dabei rauskommen, ist es doch keine schlechte Angewohnheit. Vielleicht sollte ich mich auch mal stylen lassen, überleg-MUIG.

DAISY: Pebbles sieht jedenfalls in letzter Zeit arg gerupft aus. Das ganze Frisieren ist wohl außer Kontrolle geraten. Die Mama Kerstin hat schon überlegt, ob sie Pebbles mit so einer eklig schmeckenden Tinktur einschmiert, mit der man Kindern das Nägelkauen abgewöhnt, bäh-MUIG.

PRALINE: Ein Wet-Look? Begeistert-MUIG. Wär' da ein Haargel nicht besser?


Joyce und Praline

OSCAR: Nicht wegen der Optik, Praline, sondern damit ihr Fell dann so widerlich schmeckt, dass Joyce das Geknabber vergeht, erklär-MUIG. Aber natürlich macht die Mama Kerstin das dann doch nicht. Wer weiß schließlich, ob das Pebbles nicht schadet. Außerdem könnte sich Pebbles dann ja nicht mal mehr selbst putzen.

PEBBLES: Ich will keine ekligen Tinkturen in meinem Fell, trotzig-MUIG. Und es macht mir wirklich Kummer, dass ihr jetzt alle auf meiner lieben Joyce rumhackt. Ihr denkt nur einfach schlecht von ihr, aber dass sie an fremden Fellen knabbert, weil es ihr vielleicht auch selbst schlecht geht, auf die Idee kommt ihr gar nicht, vorwurfsvoll-MUIG.

OSCAR: Geht es dir denn schlecht, Joyce? Besorgt-MUIG. Hast du Kummer? Bist du gestresst?

JOYCE: Äh, ich weiß nicht, irritiert-MUIG. Ich glaub' nicht.



Daisy, Praline, Joyce, Pebbles & Oscar

PEBBLES: Vielleicht leidet Joyce unter einem Trauma? Wir hatten doch diese schreckliche Kindheit auf diesem furchtbaren Bauernhof, wo der Bauer einfach abgehauen ist und alle Tiere zurückgelassen hat. Wir hatten nichts zu fressen und mussten versuchen, mit ein paar schimmligen Resten am Leben zu bleiben. Und wir Babies hatten so schreckliche Milben, dass wir keine Haare mehr hatten als wir endlich gerettet wurden und in die Notstation kamen, erinner-MUIG.

PRALINE: Das ist ja entsetzlich, betroffen-MUIG, das wusste ich noch nicht.

PEBBLES: Vielleicht haben sich in Joyce die Erinnerungen an den unerträglichen Hunger und an unsere nackte Haut so festgesetzt, dass sie jetzt den Zwang fühlt, Haare zu fressen, phantasier-MUIG.

JOYCE: Äh, das glaub' ich jetzt nicht so.

DAISY: Ich auch nicht. Wir Tiere können natürlich durch solches Leid traumatisiert werden, aber Joyce ist jetzt schon so lange hier und hat es hier nur gut. Sie wirkt eigentlich sehr entspannt und vertrauensvoll und gar nicht traumatisiert.

PEBBLES: Aber Joyce ist sehr sensibel, beharrlich-MUIG.

OSCAR: Das steht außer Frage, das wissen wir alle. Aber eher würde ich vermuten, dass Joyce vielleicht noch um Toffee trauert. Die beiden waren ja gute Freundinnen und Joyce hat Toffee immer sehr unterstützt.

DAISY: Aber Joyce hat doch auch schon frisiert als Toffee noch topfit war, zu-bedenken-geb-MUIG.

PRALINE: Hm, das ist aber alles ganz schön rätselhaft.


Joyce, Daisy & Pebbles

OSCAR: Ich denke, wir ergründen Joyces Motivationen genauso wenig wie die aller anderen Friseurschweinchen. Es bleibt einfach ein Rätsel, warum manche Schweinchen ihre Kumpels anfressen. Dagegen kann man einfach nichts machen. So lange sie den anderen die Haare nur abbeissen und nicht schmerzhaft ausreissen, sollte man als Zweibein in die Gruppendynamik am besten gar nicht eingreifen, sondern seine Schweinchen so lieben wie sie sind, egal ob sie kleine Friseure sind oder ein bisschen gerupft aussehen, guten-Rat-geb-MUIG.

PEBBLES: Ich hab' meine Joyce jedenfalls ganz schrecklich lieb, überzeugt-MUIG.

JOYCE: Ich dich auch, Pebbles, liebevoll-MUIG.

PRALINE: Gerührt-seufz-MUIG.

DAISY: Achtung, da kommt die Mama Kerstin mit ganz dicken Gurkenscheiben. Hey Joyce, komm, iss mal was anderes als Fellpüschel.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Hallo Kinder, seid ihr fertig für heute? Leckerchen für euch.

JOYCE: Danke Mama Kerstin.

Also tschüss dann, mampf schmatz, bis zum nächsten Mal…

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Max & Moritz kamen zu Ihrer jetzigen Gurkenschnipplerin, weil sich die Halter nicht mehr um die beiden kümmern wollten.
Sie lebten bis dahin in einen kleinen Käfig zusammen - und waren sich nicht immer ganz "grün".

Sie wurden mittlerweile kastriert und leben nun zusammen in einem großzügigen Bodengehege. Aber auch mit mehr Platz zeigt sich, dass die beiden einfach nicht zusammen passen und wohl besser künftig getrennte Wegen - am besten jeder bei zwei/drei Weibchen - gehen sollten.

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