In den letzten Wochen haben wieder einige alte und/oder kranke Tiere ihren Weg zu uns gefunden. Nachfolgend stellen wir Ernie, Abbie, Lucilla, Jazz, Yentl und Yina kurz mit Bild vor. Zu ihrem jeweiligen ganzen Profil der Patenseite mit weiteren Bildern gelangt man mit einem Klick auf den Namen unterm entsprechenden Foto.

 

Ernie

Ernie ist ein lieber Senior von stolzen 8 Jahren. Als seine letzte Partnerin vor kurzem die Reise über die Regenbogenbrücke angetreten hat, kam der Schatz wieder zu uns in den Verein zurück. Ihm fehlen beide obere Schneidezähne, daher braucht er sein Futter schön "handlich" in Streifen geschnitten, hin und wieder auch ein bischen menschliche Hilfe beim Fressen. Alle 4-6 Wochen geht es beim Tierarzt zum Angleichen der unteren Schneidezähne. Ansonsten hat er noch altersbedingte Arthrose in den Hinterbeinen, ist aber sonst ein ganz wunderbarer und umgänlicher lieber Schatz.

 

Abbie

Auch unsere Abbie ist eine Seniorin im besten Alter von 7 Jahren. Sie kam zu uns in den Verein, da ebenfalls schwersten Herzens die Haltung beendet wurde, auch Abbie war als letztes Schweinchen übrig geblieben und sollte wieder in Gesellschaft kommen. Sie hat altersbedingte Arthrose, hierfür erhält sie Medikamente. Ansonsten ist die hübsche Maus eine aufgeweckte Schweinedame, die sich sehr über ihren Altersruhesitz freut, und sich in Rekordzeit in ihrer neuen Gruppe und mit den neuen Gegebenheiten zurechtfand. Dies ist bei so alten Tieren nicht unbedingt immer gegeben. Abbie ist sehr lieb, kann sich bei ihren Gruppenmitgliedern von Anfang an ganz ungeniert durchsetzen und hat unglaublichen Charme.

 

Lucilla

Die liebe Schweinedame kam auch nach dem Tod ihrer Partnerin zu uns in den Verein, da die Haltung beendet wurde. Die wunderschöne Lucilla ist 4 Jahre alt. In der Pflegestelle fiel auf, dass sie zunehmend Probleme beim Laufen bekam. Ein Besuch beim Tierarzt brachte das schlimme Ergebnis, dass die Maus massive Eierstockszysten sowie einen inoperablen Gebärmuttertumor hat. Wir werden nun versuchen medikamentös das Tumorwachstum einzudämmen, und hoffen von Herzen, dass diese liebe, quietschvergnügte und lebensfrohe Maus noch lange Zeit so munter und schmerzfrei bei uns sein darf.

 

 

Jazz

Jazz ist ebenfalls 4 Jahre alt und kam vor einiger Zeit gemeinsam mit ihren Freunden zu uns in den Verein, da auch hier die Haltung beendet wurde. Jazz hatte direkt bei ihrer Ankunft Durchfall und wir erfuhren, dass sie in der Vergangenheit schon gesundheitliche Probleme gehabt hatte. Bei der Vorstellung beim Tierarzt wurde ein Harnröhrenstein festgestellt, auch hat die liebe Schweinedame wohl ein Problem mit der Bauchspeicheldrüse. Im alten Zuhause hatte sie eine Operation an den Augenlidern, und seither immer wiederkehrende Probleme mit gereizten Augen. Somit reiht sich die freundliche, süsse Jazz bei unseren Patenschweinchen ein.

 

Yentl

und

Yina

Die beiden Seniorinnen Yentl und Yina kamen gerade erst vor ein paar Tagen zu uns in den Verein, da die Haltung schwersten Herzens aus persönlichen Gründen beendet werden musste. Yentl hat eine Ovarialzyste, leider äusserte sich dies so, dass sie sich mit ihrer Partnerin Yina nicht mehr verstand, und die beiden getrennt werden mussten, sie kamen also einzeln zu uns. Eine Behandlung von Yentl wurde gleich begonnen.

Yina ist soweit gesund, muss aber gut beobachtet werden, da sie laut ihrer ehemaligen Halterin wohl einen Schlaganfall erlitten hatte. Die beiden herzigen Schweinedamen sind 7 Jahre alt.

Sie sind wie geschrieben erst kürzlich in ihre Pflegestellen eingezogen, wir berichten nochmals von ihnen wenn sie sich eingelebt und wir sie ein bischen besser kennengelernt haben.

 

 

Jetzt freuen sich die sechs Schweinchen noch auf liebe Paten, die sie gerne unterstützen möchten. 

Vielleicht habt ihr, liebe Leser, noch den ein oder anderen Gurken- und Medikamententaler zur Versorgung der Schätze übrig?

 


 

 

 

Im April mussten wir Abschied nehmen von:

Amyli

Am 09.09.2018 zog Amyli mit ihrer Gruppe, die aus fünf Tieren bestand, bei SOS ein. Die Haltung musste aus beruflichen Gründen aufgegeben werden.

Die hübsche Amyli fand mit ihrer Freundin Lila sehr schnell ein neues zu Hause bei einem Kastraten. Die beiden Damen lebten sich sehr gut ein, und machten ihren neuen Mann glücklich, der nun nicht mehr alleine sein musste.

Leider war ihr keine allzu lange Zeit vergönnt: Am 01.04.2019  musste Amyli leider erlöst werden.

Wir bekamen die Nachricht, dass die kleine Maus Wasser in der Lunge hatte, was ihr eine Genesung wohl nicht mehr möglich machte.

Amyli ist im März 2014 geboren, sie wurde 5 Jahre alt.

 


Komm' gut anim Meerschweinchenparadies liebe Amyli.

 

 

Ronald

Am 02.04.2019 erreichte uns die Nachricht dass Ronald von uns gegangen ist.

Er wurde im Mai 2015 bei uns aufgenommen und hier auch kastriert. Nach Absitzen seiner Kastrationsfrist durfte er am 16.06.2015 zu zwei Weibchen ziehen.

Leider bekam er Zahnprobleme, die eine OP notwendig machten. Er hatte bereits einen der unteren Schneidezähne verloren und musste nun auch den zweiten entfernt bekommen.
Trotz seines hohen Alters entschied man sich eine OP zu probieren, da dies noch eine Chance für ihn war.
Doch leider hat der tapfere Schweineopi diese nicht geschafft.

Er war Ende 2011 geboren und erlebte somit ein stolzes Alter von über 7 Jahren.


Leb' woh, lieber Ronald.

 

Roselyn

Die kleine Roselyn wurde auf einem Gelände auf dem Katzen gefüttert wurden gefunden. Die liebe Tierschützerin fing die zwei freilaufenden Schweinebabys ein und brachte sie Ende April 2015 zu SOS.

Die beiden Mädels waren in sehr schlechtem Zustand: Beide waren von Pilz geplagt und hatten ganz zerkratzte Bäuchlein. Die kleine Roselyn wog gerade mal 298 Gramm.
In der Pflegestelle wurden sie nun gesund gepflegt und wurden erstmal in ihrem Leben behütet und geliebt.

Am 11.07.2015 war es dann soweit: Die beiden hatten ordentlich an Gewicht zugelegt und durften gesund und munter in eine große Gruppe zu weiteren SOS Tieren ziehen.
Hier lebten sie in einem tollen, großen Gehege, wie es sich jedes Schweinchen wünscht.

Am 04.04.2019 bekamen wir die traurige Nachricht, das Roselyn erlöst werden musste. Sie war gesund und fit bis zum Schluss und zeigte am Abend noch keinerlei Krankheitsanzeichen.

Am Morgen fanden sie ihre Halter in einem sehr schlechten Zustand vor. Der sofortige Tierarzbesuch zeigte in den Röntgenaufnahmen eine massive Wassereinlagerung in der Lunge.

Die kleine Maus bekam fast keine Luft mehr, so wurde sie noch am gleichen Tag erlöst, um ihr weitere Qualen zu ersparen.

Sie wurde ca. im Februar 2015 geboren.


Kleine Roselyn, komm gut an im Regenbogenland.

 

Sebastian

Anfang Februar 2014 wurde eine Schweinemama mir ihren 3 frisch geborenen Babys aufgenommen, darunter der kleine Sebastian.
Die Tiere stammen vermutlich aus einem Zooladenkauf.

Im August 2017 wurde Sebastian zu einem Weibchen (auch SOS), dessen Partner verstorben war, vermittelt. Kurze Zeit später machte ein weiteres Weibchen die Gruppe komplett.
Hier durfte Sebastian der nun den Namen „Pigby“ bekam, Haremswächter in einem großzügigen Gehege sein.

Leider entwickelten sich bei dem lieben Schweinemann Zahnprobleme die ihm sehr zu schaffen machten.
Am 16.04.2019 bekamen wir die Nachricht, dass der kleine Mann noch zu Hause eingeschlafen ist.

Pigby wurde 5 Jahre alt.

Seine Familie schickte uns folgende liebe Worte für ihn:

Pigby war ein Engel auf Erden und nun ist er ein Engel im Himmel. Er war ein sanftes und gutmütiges Schweinchen, das uns und Gürkchen sehr viel Liebe gegeben und Freude gespendet hat. Mach's gut, kleiner Mann! Wir vermissen dich sehr!

 

Kleiner Onkel

Kleiner Onkel kam am 21.06.2018 zu SOS, da sein Weibchen verstorben war und die Haltung nicht fortgeführt werden sollte.

Der hübsche Schweinemann ist am 01.02.2015 geboren.

Ein Plätzchen wurde nun gesucht, und im Oktober 2018 auch gefunden. Kleiner Onkel durfte als Haremswächter zu zwei Damen, in ein tolles, abwechslungsreiches Gehege ziehen.
Hier lebte er sich wunderbar ein, war ein zutraulicher lieber Bube, der sich super mit den zwei Damen verstand.

Leider bekam er Anfang April 2019 die ersten Probleme. Er hatte mit Durchfall und Aufgasungen zu kämpfen, was seine Familie tapfer mit durchstand. Leider zeigten sich auf dem Röntgenbild Harnsteine die operativ entfernt werden sollten. Nachdem das Onkelchen stabil erschien wurde die OP am 25.04.2019 in Angriff genommen.
Da die Harnsteine nicht in der Blase wie vermutet gefunden wurden, wurde der Harnleiter geöffnet. Dies machte die Prognose für eine Genesung sehr schlecht.

Am 26.04.2019 schlief Kleiner Onkel für immer ein.

Wir alle haben mit der Familie um ihn gebangt, doch leider konnte ihm niemand mehr helfen.


Liebes Onkelchen, wir werden dich nie vergessen, komm gut an auf der anderen Seite des Regenbogens, in einer Welt ohne Leid und Schmerz.

 

Letty

Im September 2016 wurden von einer Tierschützerin mehrere Tiere in den Verein gebracht. Die Tierchen waren allesamt noch sehr jung und stammten aus einer Vermehrung. Darunter war auch Letty, deren Zustand noch einigermaßen gut war, so dass sie bereits im November vermittelt werden konnte.

Die süße Letty durfte mit einem Böckchen zu einem allein stehenden Weibchen ziehen. Leider änderten sich die Lebensumstände ihrer Familie und Letty kam im Mai 2018 mit ihrer ganzen Gruppe zurück zu SOS.

Im Dezember 2018 fand Letty dann ihr endgültiges zu Hause. Wieder durfte sie mit einem Böckchen zu einem einsamen Mädel ziehen.

Am 28.04.2019 erreichte uns die traurige Nachricht dass es Letty nicht gut ging. Ein Röntgenbild zeigte eine Lunge, die voller Wasser war. Wahrscheinlich war eine Herzinsuffizienz die Ursache.
Leider war der armen Maus nicht mehr zu helfen, so dass sie noch beim Tierarzt verstarb.

Letty war ein sehr liebes, soziales Schweinemädchen, das ihre Mitschweinchen sehr schnell ins Herz schloss.
Viele ihrer Freunde gingen schon vor ihr über die Regenbogenbrücke. Das war für die liebe Maus immer ein großer Verlust, da sie sehr an ihren Freunden hing.

Letty war im Frühjahr 2015 geboren.

 


Komm gut an liebe Letty im Regenbogenland

 

Namira

Namira kam Anfang Mai 2013 mit weiteren 3 Weibchen und einem Bock in den Verein. Namira stammt von einem Vermehrer, wo sie vermutlich für Baby Nachschub sorgen musste.
Da sie bereits wieder trächtig war, durfte sie bei ihrer lieben Pflegemutti Anfang Juni ihre letzten 4 Babys auf die Welt bringen.

Nun begann für die liebe Namira endlich ein Leben ohne Stress, in einem behüteten Zuhause. Sie hatte das große Glück, bei ihrer Pflegemutter bleiben zu dürfen.
So zog sie in die private Großgruppe ein, in der sie endlich ein artgerechtes Schweineleben führen durfte.

Namira war geschätzt 2012 geboren.

Am 30.04.2019 bekamen wir die Nachricht, dass sie im Kreis ihrer Freundinnen eingeschlafen ist.

Diese Zeilen stammen von ihrer Familie:

Komm gut an auf der immergrünen Wiese, meine süße Maus.
Nun bist Du
wieder mit deinen Kindern zusammen, die dir schon vorausgegangen sind, nichts tut dir mehr weh und du kannst wieder laut muigend über das Gras sausen.


Mach' es gut, auf den immergrünen Wiesen, liebe Namira

Amali

Am 16.07.2016 entdeckten Vereinsmitglieder von SOS in einer Zoohandlung ein völlig apathisches Weibchen. Sie saß in eine Ecke gekauert mit einem Kaninchenböckchen zusammen und hatte sich wohl schon aufgegeben.
Es ging nicht anders: Sie nahmen die Kleine mit und gaben ihr den Namen  „Amali“ (afrikanisch für Hoffnung)

Amali wurde ca. 2013/2014 geboren und musste wohl für Nachwuchs sorgen.

Die Kleine wurde in einer unserer Pflegestellen aufgenommen und brauchte einige Zeit, um Vertrauen zu uns Menschen und ihre Mitschweinchen zu erlangen.
Mit viel Liebe und Geduld gelang dieses und Amali war Ende September 2016 bereit, in eine Gruppe zu einem Weibchen und einem Kastrat umzuziehen.
Ihre neue Familie beschrieb sie als liebenswertes, dankbares Schweinchen das schnell mit ihren neuen Freunden Freundschaft schloss.

Leider bekamen wir am 30.04.2019 die traurige Nachricht von Amali's Tod.

Nachdem Amali das Fressen einstellte, eilte man mit ihr zum Tierarzt. Dieser konnte ihr jedoch nicht mehr helfen, ein Tumor im Bauchraum und mehrere Zysten am Eierstock war die niederschmetternde Diagnose.
Da eine Operation nicht mehr möglich war und bereits innere Blutungen eingetreten waren, konnte die liebe Maus nur noch erlöst werden.

Amalie hatte das große Glück, noch schöne Jahre unbeschwert bei ihrer Familie und mit schweinischen Freunden verbringen zu dürfen. Dies tröstet über den Verlust hinweg, nun kann sie ihr zweites Leben hinter der Regenbogenbrücke geniesen.

 

Es gibt Dinge, die man nicht sagen kann,
weil es keine Worte gibt, um sie zu sagen.
                           Frederico Garcia Lorca


 

Panda wurde am 29.03.2014 bei uns in der Pflegestelle geboren. Sie war der Nachwuchs von Lilu, eines unserer Waldfindelkindermädels. Die acht Waldfindelkinder wurden von einer Dame beim Hundeausführen ausgesetzt im Wald aufgefunden, eingesammelt und unserer Pflegestelle von der Polizei vorbeigebracht. Sie waren alle in völlig desolatem Zustand und konnten aber Gott sei Dank durch die liebevolle und umfangreiche Pflege allesamt wieder aufgepäppelt werden. Zwei der Weibchen waren trächtig und brachten alle gesunde Babies auf die Welt. Eines davon war die liebe Panda. Nachdem sie gross und schwer genug war, durfte sie eine kleine Schweinchengruppe erweitern. Ein knappes Jahr später musste die Haltung jedoch aus gesundheitlichen Gründen beendet werden, und Panda kam zurück. Das wunderschöne Schweinemädchen musste nicht lange warten und durfte mit vier weiteren Tieren in ein eigens für sie neu gebautes Gehege ziehen. Knapp 2 Jahre später kamen die Tiere wieder zurück, da hier ebenfalls die Haltung beendet werden musste.

Panda zog wieder in ihrer Pflegestelle, in der sie geboren wurde ein. Leider waren einige der Tiere aus der Gruppe chronisch erkrankt. Alle hatten massive Blasenprobleme. Panda litt an immer wiederkehrenden Blasenentzündungen, wodurch ihre Blasenwand bereits sehr verdickt war. Auch hatte sie sehr viel Blasengries und zu Anfang mehrere Blasensteine, die aber Gott sei Dank klein genug waren, so dass sie ausmassiert werden konnten und Panda eine Operation erspart blieb. Panda hatte jedoch fortwährend massive gesundheitliche Probleme, immer wieder die Blase, sie stellte zeitweise immer wieder das Fressen ein, gaste auf und musste voll gepäppelt werden. Jedoch gab sich die Maus nicht auf, sie war eine grosse Kämpferin. Teilweise turnte sie trotz Futterverweigerung munter durchs Gehege.. das war sehr ungewöhnlich. Einmal frass sie knapp vier Wochen lang nur ganz wenig und sehr sehr mäkelig von selbst, dann legte sich irgendwie ein Schalter um, und sie pfiff sogar wieder nach Futter.

Im April 2018 sah es erneut sehr schlecht um Panda aus, sie hatte eine heftige Blinddarmaufgasung, wobei sie auch hier wieder einmal sehr tapfer war, gefressen hat, köttelte und relativ munter war. Sie überstand die Aufgasung.

Sie war ein Leichtgewichtchen, und nahm trotz beständigem Zufüttern nicht zu, konnte ihr Gewicht mit Mühe auf niedrigem Level halten. Panda war in der ganzen Zeit natürlich auch stets in Behandlung, ihre Pflegemama war mit Unikliniken und Schweinchenspezialisten in Kontakt, aber wirklich helfen konnte man Panda traurigerweise nicht, sie war letztlich austherapiert. Die Erkrankung wurde gelindert, aber eine Heilung war nicht möglich. Es war zeitlebens ein Auf-und-Ab, wobei Panda immer eine sehr lebenslustige Schweinedame war, sie wollte leben. Es ging ihr Ende letzten Jahres und die ersten Monate diesen Jahres recht gut, bis sie dann im Mai rapide abbaute. Sie konnte ihre Hinterbeine nicht mehr gut bewegen und es ging ihr insgesamt sehr schlecht. Am 17.05. war es dann soweit, die liebe Maus hatte keine Kraft mehr und entschlief Zuhause, geborgen in ihrer Gruppe. Panda hinterlässt eine tiefe Lücke. Sie wurde 5 Jahre alt.

So nehmen wir heute mit traurigem Herzen Abschied von unserer grossartigen Panda, sie war trotz ihrer chronischen Erkrankung ein so fröhliches, liebes und lebensfrohes Schweinemädchen.

 

 

Als der liebe Gott die Engel zählte,
da merkte er, dass ihm eins fehlte,
dann sah er Dich,
und wählte.

(unbek. Verfasser)

 

Komm gut an geliebte Maus, du wirst unvergessen sein!

 


 

Unser 8-Jähriger Patenbock Ernie und unsere Seniorin Cheesecake fühlen sich in ihrer Gruppe sichtlich wohl. Es herrscht eine angenehme Atmosphäre und ein gemeinsames Essen vom gleichen Teller ist auch kein Problem, wie diese beiden Schnappschüsse zeigen. Ernies Tipp für die warmen Tage und einer eventuellen mit einhergehenden Fressunlust: "Die Gurkensklaven können bei Futterunlust auch eine kühle Portion Päppelbrei ins Gehege stellen. Mit viel Wasser angerührt gibt es eine zusätzliche Portion Flüssigkeit für den runden Schweinekörper und der Brei regt natürlich auch den Appetit wieder an. Wohl bekomms' meine Freunde da draußen!"

 


 

 

Ende April 2018 kam Tamino zusammen mit seinem Partner Fidelio zu uns in den Verein, da die Haltung beendet wurde. Gleich bei der Ankunft fielen mehrere Baustellen bei Tamino auf: er hatte am Bauch mehrere deutlich fühlbare Knoten, schiefe, gespaltene und verdickte Vorderzähne sowie einen holprigen, versteiften Gang mit seinen Hinterbeinen. Zudem hatte er viele Parasiten im Fell, es fiel Tamino sehr schwer, sich mit den steifen Beinchen zu kratzen. Gott sei Dank fand er hier bald Abhilfe und die "Untermieter" waren schnell Vergangenheit. Auch stellten sich beim Tierarzt die Knubbel als wohl gutartige Tumore heraus. Der hoppelige Gang war durch einen Verschleiß der Kniegelenke verursacht, hierfür erhielt Tamino Medikamente.

Allerdings waren die Zähne Taminos grosses Problem. Verursacht durch wahrscheinlich unsachgemässe Korrekturen, waren seine Schneidezähne bis in die Wurzeln gespalten, so dass diese entartet waren und die Zähne immer schiefer und dicker nachwuchsen, ein sogenannter "Mammutzahn". Auch hatte der Bub an den Backenzähnen Brückenbildungen. Tamino benötigte von nun ab gutes Beobachten und regelmässige Zahnkorrekturen, aus diesem Grund zog er in seine Patentierpflegestelle. Zur grossen Freude zog er dort gemeinsam mit seinem Partner Fidelio zu einem weiteren gerade vereinsamten Böckchen. Die drei verstanden sich auf Anhieb gut.

Bald darauf wurden bei Tamino erhöhte Schilddrüsenwerte festgestellt und er wurde auf entsprechende Medikamente eingestellt. Hier wurden nun auch in regelmässigen Abständen die Blutwerte überprüft und im Laufe der Zeit die Medikation angepasst. Tamino erhielt seine benötigen Zahnkorrekturen, oft war es eine Korrektur der Frontzähne, aber er musste auch mehrmals in Inhalationsnarkose die Backenzähne korrigiert bekommen. Hinzu kamen im November 2018 leichte Blasenprobleme. Im Januar 2019 hatte Tamino eine kleine Wunde am Zahnfleisch, evtl. durch einen Heuhalm, hier bekam er dann gleich Antibiotika um eine Abszessbildung zu vermeiden. Ebenfalls im Januar hatte Tamino bei einen Tierarztbesuch einen Schwächeanfall, daraufhin erhielt er auch unterstützende Medikamente für sein Herzchen.

Bei einer Zahnkorrektur im Februar brach Taminos rechter unterer (Mammut-) Schneidezahn ab, was aber nicht die Schuld des Tierarztes war. An die neue Zahnsituation musste er sich natürlich erst gewöhnen und wurde auch mit Päppelbrei zugefüttert. Aber Tamino war ein ganz grosser Kämpfer und meisterte auch diese Situation mehr wie tapfer.

Nachfolgende Worte stammen von Tamino´s Pflegemama, hier beschreibt sie auch was weiter geschah:

Lieber Tamino,

 du bist als erstes Patenschweinchen am 23.06.2018  zu uns gekommen, um unserem unkastrierten  6-jährigen Böckchen Barny Gesellschaft zu leisten. Wir haben uns entschlossen auch deinen Kumpel Fidelio mit aufzunehmen. Du hast dich sofort gut mit unserem Barny verstanden.  Leider ist er recht bald über die Regenbogenbrücke gezogen uns so warst du mit Fidelio wieder alleine. Du warst auch ein Schweinchen dass man über das Köpfchen streicheln konnte, auch wenn du am Futtern warst. Du hattest ja einige „Baustellen“ und  im August wurde dann auch noch eine Schilddrüsenüberfunktion diagnostiziert. Mit entsprechendem Medikament hast du auch wieder an Gewicht zugelegt und du wurdest auch wieder lebhafter. Ich habe dich in dieser Zeit über Nacht 1x zusätzlich mit Brei gepäppelt, dass du dein Gewicht halten kannst. Ich wurde da immer mit einem freundlichen Brummeln begrüßt und du hast auch immer ganz brav deinen Brei gefuttert. Bei einer Ultraschalluntersuchung deiner Schilddrüse wurde dann im März ein Karzinom festgestellt. Wir hätten nicht gedacht, dass wir dann wirklich nur noch eine kurze, gemeinsame Zeit haben werden. Durch diese Erkrankung hattest du auch  immer wiederkehrende heftige Fieberschübe die dich sicherlich zusätzlich geschwächt haben. Trotzdem hast du dich nicht aufgegeben, du hast immer gekämpft egal ob es wegen der Zähnchen war, die recht oft - auch unter Narkose  - gekürzt werden mussten.  Wir waren so stolz auf dich. Mitte April ging es dir dann immer schlechter, du bis sehr viel gelegen und als ich dich zum zusätzlichen Päppeln auf dem Schoß hatte hast du dein Köpfchen auf meine Knie gelegt. Zusehends ist dir auch das Fressen auch immer schwerer gefallen. Du warst einfach müde…  Wir haben dich am 18.04.2019 schweren Herzens gehen lassen.

Mein lieber Tami, deine ausgeglichene, freundliche Art fehlt uns sehr. Sicher bist du schon im Regenbogenland angekommen. Wir werden dich nicht vergessen.  

In Liebe deine Familie

 

So nehmen wir heute also schweren Herzens Abschied von unserem tapferen, grossen und so lieben Kämpfer Tamino. Tamino wurde 5 Jahre alt.

 

Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges.

(Franz von Assisi)

 

Komm gut an, geliebter Schatz, du wirst unvergessen sein!

 


 

 

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