Daisy & Joyce

DAISY: AAAAAAAARRRRGGGGHHH!!!!

JOYCE: Beruhigend-MUIG, Daisy, nun beruhige dich doch!

DAISY: YIIIIIIIIIEEEEEEEEEEEHHH!!!

OSCAR: Daisy, Liebes, du darfst dich wirklich nicht so aufregen, hilflos-MUIG.

DAISY: MACH DAS WEG!!! MACH DAS WEG!!! IIIIIIIIIIIIIIEEEEEEEKKK!!!

PRALINE: Was hat sie denn, irritiert-MUIG?

OSCAR: Eine Zecke!

PRALINE: Oh, bäh, igitt, angewidert-MUIG.


Praline

DAISY: DAS TUUUT WEEEEEEEEHHH!

JOYCE: Aber Zecken tun nicht weh, Daisy, belehrend-MUIG. Die betäuben die Einstichstelle. Die wollen ja schließlich nicht entdeckt werden bevor sie so viel Blut ihres Opfers getrunken haben, dass sie satt sind und wieder loslassen und abfallen.

DAISY: MEIN BLUUUUUUUUUT!!!

OSCAR: Das war jetzt schon ein bisschen unsensibel, Joyce, tadelnd-MUIG.

PEBBLES: Daisy, schau, gut-zured-MUIG, da kommt schon die Mama Kerstin zurück mit der Zeckenzange! Gleich ist alles wieder gut!

DAISY: ICH HAB AAAAAAAAANGST!

KERSTIN-ZWEIBEIN: Halt still, Süße, damit ich das Biest auch komplett rauskriege!


Pebbles & Daisy

PRALINE: Kannst du das denn, misstrauisch-MUIG? Sollte Daisy nicht besser in die Tierklinik?

OSCAR: Das kann die Mama Kerstin, keine Sorge, überzeugt-MUIG. Die hat schon viele Zecken aus ihren Hunden geholt und bis jetzt ging immer alles glatt.

DAISY: MEIN POOOOOOOOOO!!!

KERSTIN-ZWEIBEIN: Ist schon raus, Daisy, alles klar.

PEBBLES: Du bist gerettet, Daisy, hurra! Du kannst wieder aufatmen, erleichtert-MUIG.

DAISY: Mir ist ganz schwach zumute von dem Blutverlust, zittrig-MUIG.

JOYCE: Ach was, unbeeindruckt-MUIG. Du hast höchstens Kreislauf, weil du dich in so eine Hysterie gesteigert hast.

DAISY: Du hast ja keine Ahnung, fauch-MUIG, du hattest ja noch nie eine Zecke!

KERSTIN-ZWEIBEIN: Wollt ihr zuschauen wie ich sie zerquetsche? Sie ist zwar auch ein Tier, das nur irgendwie leben will, aber wer sich an meiner Familie vergreift, muss büßen.

DAISY: Richtig so! Grimmig-MUIG.


Pebbles

PEBBLES: Wie machst du das, interessiert-MUIG? Die sind glaub' ich ziemlich haltbar.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Ich lege ein Kleenex auf ein Schneidebrett, darauf die Zecke und auf die nochmal ein Kleenex. Und da rolle ich dann kräftig mit einer Glasflasche drüber. Ein Nudelholz geht auch. Dann platzt die Zecke. Schaut.

PEBBLES: Mann, hat das laut geknackt, überrascht-MUIG.

DAISY: Gut! Das wird ihr eine Lehre sein, grimmig-befriedigt-MUIG!

JOYCE: In der war ja gar kein Blut, feststell-MUIG. Die musst du ganz frisch gehabt haben, Daisy, die hatte noch gar nicht richtig angefangen zu saugen.

OSCAR: Murmel-in-den-Bart-MUIG, "ganz schwach vom Blutverlust", so so.


Oscar

PRALINE: Wie ist die wohl hierher gekommen, rätsel-MUIG? Wir gehen doch gar nicht raus.

OSCAR: Eine berechtigte Frage. Vielleicht hat Raven sie mitgebracht und dann ist die Zecke umgestiegen, weil sie Daisy leckerer fand, überleg-MUIG.

PEBBLES: Das glaub' ich nicht. Raven ist doch ganz niedrig und wir wohnen hier so hoch in unserem Haus. Zecken springen nicht und schon gar nicht vom Hund aus noch einen halben Meter hoch in unser Haus, widersprech-MUIG.

JOYCE: Ich vermute, sie war in einer Heutüte, mutmaß-MUIG. Zecken sitzen ja im Gras und warten, dass jemand vorbeiläuft und sie von ihrem Halm streift. An den klammern sie sich dann und in einem ruhigen Moment suchen sie sich auf ihrem Opfer einen geeigneten Platz, wo sie sich festbeissen, ekel-MUIG.

PRALINE: Du meinst, ihre Wiese wurde gemäht als sie dort auf der Lauer lag? Und dann ist sie sitzengeblieben bis das Gras getrocknet war? Und dann wurde sie mit dem Heu eingepackt und hat die ganze Zeit gewartet bis die Tüte verkauft wird, damit sie dann über Daisy herfallen kann?

PEBBLES: Mann-oh-Mann-MUIG, da muss sie inzwischen aber mächtig Kohldampf gehabt haben.


Daisy

DAISY: Ich bin nur froh, dass die Mama Kerstin sie so schnell entdeckt hat, bevor sie mich total ausgesaugt hat, erleichtert-MUIG!

JOYCE: Es wundert mich, dass sie überhaupt an dir andocken konnte, überrascht-MUIG, wo wir Meeris doch so eine dicke ledrige Haut haben. Und sie hat sich nicht mal eine besonders zarte Stelle ausgesucht, so am Bauch oder unter der Achsel.

OSCAR: Die war wohl so gierig, dass sie einfach drauflos gebohrt hat, vermut-MUIG.

DAISY: Ich hoffe nur, dass sie sich den Rüssel ordentlich verbogen hat an meinem Hintern, ungnädig-MUIG. Das puckert jetzt richtig.

JOYCE: Das kommt bestimmt von dem Zeug, mit dem die Mama Kerstin die Einstichstelle desinfiziert hat, damit sich nichts entzündet.

PEBBLES: Glaub' ich nicht, das ist Octenisept, das ist ganz schmerzfrei. Vielleicht ist die Stelle jetzt einfach ein bisschen aufgeregt von der Entfernung der Zecke. Oder es liegt daran, dass Daisy ein bisschen aufgeregt ist.


Daisy

DAISY: Glaubst du etwa, ich bin ein Simulant, empört-MUIG?

PEBBLES: Nein, nein, natürlich nicht, beschwichtigend-MUIG.

PRALINE: Ich dachte, Zecken tun nicht weh. Das hat Joyce doch vorhin gesagt, oder?

OSCAR: Pass auf, Kleines. Es ist so: Zecken sind Spinnentiere. Die haben acht Beine und vorne den Stechrüssel mit kleinen Widerhaken dran. Wenn sie auf einem Opfer gelandet sind, dauert es manchmal Stunden bis sie eine Stelle gefunden haben, wo sie dann zustechen. Dann bohren sie sich in die Haut und wegen der Widerhaken sitzen sie da ziemlich fest. Außerdem benutzen sie eine Art Klebstoff, um sich an der Stelle festzukleben. Und von allem merkt das Opfer erstmal gar nichts, aufklär-MUIG.

JOYCE: Dann fangen sie an zu saugen und ab da kann's gefährlich werden. Manche Zecken haben nämlich Bakterien in ihrem Darm, die Borreliose hervorrufen können. Andere übertragen Viren, die FSME hervorrufen können, warnend-MUIG.

PRALINE: Was ist das denn Schlimmes, beunruhigt-MUIG?


Oscar

OSCAR: Das heißt Frühsommer-Meningoenzephalitis, erklär-MUIG. Die Viren greifen die Hirnhaut und das Nervensystem an.

JOYCE: Sobald so eine befallene Zecke Blut saugt, steigen die Erreger aus ihrem Darm hoch in die Speicheldrüsen der Zecke und werden dann in das arme Opfer gespuckt, das sich dann infizieren kann, trocken-schluck-MUIG.

DAISY: ICH WILL ABER NICHT STEEEEERBEN, panisch-MUIG!

OSCAR: Das musst du auch nicht, Liebes, gut-zured-MUIG. Erstmal haben in unserer Gegend nur ganz wenige Zecken solche Erreger. Und dann hat die Zecke ja noch gar nicht richtig angefangen an dir zu saugen.

DAISY: Gott sei Dank hat die Mama Kerstin sie so schnell gefunden, dankbar-wiederhol-MUIG!


Daisy

JOYCE: Und dann hab' ich noch eine richtig gute Nachricht für dich: Wir Meeris können weder Borreliose noch FSME bekommen, selbst wenn uns eine infizierte Zecke erwischt, freudig-verkünd-MUIG. Zumindest gibt es bis jetzt keinen einzigen bekannten Fall.

DAISY: Oh Joyce, ist das wahr? Was bin ich erleichtert! Ich könnte dich jetzt küssen, glückselig-MUIG!

JOYCE: Ach lass mal, nicht nötig, zurückweich-MUIG.

PRALINE: Ich finde küssen und rumschnusseln schön!

JOYCE: Du bist ja auch noch ein Baby.

PEBBLES: Jedenfalls sollte jeder Tierhalter vorsorglich eine Zeckenzange haben, überzeugt-MUIG. Damit packt man die Zecke ganz nah an der Haut ihres Opfers und ganz nah vorne an ihrem Kopf und zieht sie dann ganz gerade heraus.

JOYCE: Dabei sollte man die Zecke nicht drehen und vor allem darf man nicht so ruckartig ziehen, dass der Kopf der Zecke abreisst und in der Haut stecken bleibt, warnend-MUIG. Schön langsam und vorsichtig ziehen und den Widerstand überwinden, der dadurch besteht, dass man das Biest trotz der Widerhaken aus der Haut zieht, erklär-MUIG.


Joyce & Praline

DAISY: HA! Das ist das, was mir weh tut, Licht-aufgeh-MUIG. Die Widerhaken! Ich hab genau gespürt wie sie beim Rausziehen Furchen durch mein Fleisch gezogen haben!

OSCAR: Tut es wirklich so weh, zweifelnd-MUIG? Oder ist es vor allem die Majestätsbeleidigung, dass die Zecke sich an deinem Hintern vergriffen hat?

DAISY: Unverständliches-murmel-MUIG.

PRALINE: Aber verstehen kann man die Zecke schon. Du hast schon einen besonders hübschen Hintern, schmeichel-MUIG.

JOYCE: Wichtig ist jedenfalls, dass man den Bauch der Zecke nicht quetscht, während man sie rauszieht, eindringlich-MUIG, besonders wenn sie schon dicker ist, sonst übergibt sie sich und der ganze Darminhalt mit allen eventuellen Erregern wird in den Einstich gedrückt.

PRALINE: Ääärgs-MUIG, ist das FIES!!!

PEBBLES: Manche Leute denken ja, man soll Zecken mit Öl beträufeln oder mit Leim oder Nagellack oder sonst was, damit sie ersticken und dann loslassen. Das ist aber ganz verkehrt, überzeugt-MUIG. Wenn die Zecke panisch wird und erstickt, dann kommt ihr nämlich auch alles hoch und sie würgt wieder den Darm­inhalt in ihr Opfer.


Oscar

OSCAR: Ja, eine Zeckenzange ist das einzig Wahre.

PRALINE: Wie verhindern wir denn jetzt, dass nochmal eine Zecke über einen von uns herfällt? So ein Biest kann ja in jeder Heutüte sitzen, beunruhigt-MUIG.

JOYCE: Ich glaube nicht, dass man sich davor schützen kann, bedauernd-MUIG. Das ist halt ein Lebensrisiko.

DAISY: Die Mama Kerstin hat gesagt, sie schläft auch nicht gut bei der Vorstellung, dass in jedem Heusack eine Zecke sein könnte, grusel-MUIG, und dass die womöglich nicht nur in unserem Haus rumkriechen, sondern auch in ihrer ganzen Wohnung.

PEBBLES: Man ist echt nirgendwo mehr sicher, seufz-MUIG.

JOYCE: Hoffen wir einfach, dass das eine absolute Ausnahme war und in den nächsten mindestens 20 Jahren keine Zecke mehr auftaucht, Augen-zum-Himmel-richt-MUIG.


Praline & Daisy

DAISY: Aber die Mama Kerstin könnte jetzt allmählich wieder auftauchen und uns was Stärkendes bringen. Ich fühle mich immer noch ganz schwach, leidend-MUIG.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Bin schon da. Ich dachte, auf den Schock könntet ihr ein paar Stücke Banane vertragen, das gibt Kraft und ist gesund und lecker.

OSCAR: Herrlich, begeistert-MUIG. Nur gut, dass du immer weisst, was gerade gebraucht wird. Danke, Mama Kerstin.

Also tschüss dann, mampf schmatz, bis zum nächsten Mal…

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Vor kurzem wurden Manni und Maude bei uns angefragt, da der Rudelchef Hugo im hohen Alter von fast neun Jahren auf die immergrünen Wiesen des Regenbogenlandes umziehen durfte (wir hoffen, Du bist gut angekommen, lieber Hugo!).
Da die beiden Mädels Frieda und Lucy wieder einen Chef vor die Nase gesetzt (sie hatten doch etwas viel Narrenfreiheit in letzter Zeit) und auch eine strengere Erzieherin bekommen sollten, haben sich die Halter entschlossen, Manni und seine Mutter Maude bei sich aufzunehmen.
Damit für vier Tiere ausreichend Platz im Gehege ist, hat Zweibein-Mann sich in die Werkstatt zurückgezogen....

... und hat binnen kürzerster Zeit dieses wunderschöne Gehege gezaubert:

Frieda und Lucy durften schon einmal Probewohnen und haben dem wunderschönen Eigenbau das Siegel "Prädikat Gold" verliehen:

Kurz darauf durften Manni und Maude aus der Pflegestelle Au am Rhein zu den beiden Mädels ziehen.
Frieda, die sich in letzter Zeit als Chefin im Gehege etabliert hatte, tat sich sehr schwer, ihr Zepter nun an den Jungspund Manni abzugeben. Aber seinem jugendlichem Charme ist sie bald erlegen. Auch Dank seiner Mama Maude, die als Ruhepol nun die Gruppe ganz heimlich dirigiert.


Gehege: Super!

 


Catering: Exzellent!

 

 


Kuschelsachen: Arrrghhhh - wie toll!

 Alles Liebe für Euch in Eurem neuen Daheim!

 Vielen Dank, liebe Monique, dass wir die Fotos und Eure Story auf der Homepage veröffentlichen dürfen!


 

 


Oscar, Joyce, Praline, Pebbles

JOYCE: Hallo Leute, hier ist wieder eure Joyce.

Praline war nach ein paar Tagen ihren Schnupfen los und konnte bei uns einziehen. Und ich kann euch sagen, sie ist hier eingeschlagen wie ein Komet, gähn-MUIG.

PRALINE: Yiiieeeppieeeeeeeeeeee... (vorbeipopcornend...)

OSCAR: Sie ist ja süß, zugegeben, aber Mann-oh-Mann-MUIG, ist das eine Rennmaus. So schnell war von euch dreien keine. Und auch nicht so anstrengend, müde-MUIG.

PEBBLES: Die Mama Kerstin hat gesagt, dass sie nicht so schnell schauen kann wie Praline rennt. Wenn sie Praline links im Haus anschaut, sitzt die plötzlich rechts und die Kerstin hat nicht gesehen wie sie da hingekommen ist, Gähnen-unterdrück-MUIG.

PRALINE: Muuuuuuiiiiiiiiiiiggg... (woanders wieder auftauch...)

DAISY: Ich kann gar nicht fassen, wie so ein kleines Persönchen schon eine so große Persönlichkeit haben kann, erschöpft-MUIG.


Praline

PEBBLES: Und hübsch ist sie, findet ihr nicht auch? Sie hat so ein symmetrisches Gesicht mit dem weißen Schnäuzchen, das dann direkt in die breite weiße Blesse übergeht. Und dann noch der weiße Streiten auf dem Rücken, wie eine Verlängerung der Blesse, nur mit einer kleinen Unterbrechung, bewundernd-MUIG.

DAISY: Und das coolste ist, dass sie auf dem Bauch noch genau so einen Streifen hat, ergänz-MUIG.


Praline

PRALINE: Juuuuuuuchuuuuuuhuuuu!! (Alle Etagen rauf und runter düs...)

JOYCE: Also, ihr wisst ja noch, dass Praline unter einem Papiercontainer ausgesetzt wurde und die Mama Kerstin sie mit heim gebracht hat, erinner-MUIG. Dann fuhren sie aber erst in die Tierklinik, weil die arme kleine Praline Schnupfen hatte, gähn-MUIG.

DAISY: Die Frau dort am Empfang sagte, "Ach, ein Fundtier, dann kommt sie in die städtische Auffangstation für Fundtiere", entsetzt-MUIG.


Praline

OSCAR: Der Kerstin wurden dabei die Knie ganz weich, mulmig-MUIG. Auf die Idee, dass man ein Fundtier melden muss und dass man ihr Praline wieder wegnehmen könnte, ist sie gar nicht gekommen.

PRALINE: Juuuuiiiii-juuuuiiiii-juuuuiiiii... (von links nach rechts und zurück fetz…)

PEBBLES: Die beiden saßen dann ewig im Wartezimmer, während die Kerstin fest entschlossen war, um Praline zu kämpfen bis zum letzten Atemzug, Augen-mühsam-offen-halt-MUIG.

JOYCE: Sie hat sich alle möglichen Argumente und Strategien zurechtgelegt und war zu allem bereit. Notfalls wollte sie Praline entführen und durch's Fenster fliehen, draufgängerisch-MUIG.

OSCAR: Bei der Ärztin drin war das dann aber alles kein Problem mehr, erleichtert-MUIG. Die war auch sehr empört über die Mistkerle, die so ein süßes und hilfloses Ding einfach aussetzen statt es wenigstens zum Tierheim zu fahren. Und Praline bekam die üblichen Spritzen gegen ihren Schnupfen, leicht-schläfrig-MUIG.

PRALINE: Jauchz-MUIG! (Rad-schlagend durchs Haus wirbel…)

DAISY: Die Tierärztin sagte, Praline habe ein kräftiges und energisches Stimmchen und das sei gut so, gequält-lächel-MUIG.


Praline

OSCAR: Ha, das war die Untertreibung des Jahrhunderts, feststell-MUIG. Ich hab' noch nie so einen Schrei gehört wie den von Praline, stöhn-MUIG.

PEBBLES: Ich kann ja auch ordentlich loslegen, wenn ich will, aber die Mama Kerstin sagt, Praline ist das erste Schweinchen, dessen Urschrei sie aus der Gruppe heraus erkennt, müde-MUIG. Sonst haben wir ja recht ähnliche Stimmen, zumindest für so tumbe Menschenohren.

PRALINE: Jodeldi-jodeldi-jooooooo... (an einer Liane hängend vorbeischwing…)

DAISY: Pralinchen hatte 263 Gramm und sollte wohl etwa 5 Wochen alt sein. Die Mama Kerstin hatte schon Angst, dass sie womöglich schwanger sein könnte, bange-MUIG, aber ihre Geschlechtsorgane waren noch nicht ganz ausgebildet und die Tierärztin hielt es für ganz unwahrscheinlich, erleichtert-MUIG.

JOYCE: Die Tierärztin sagte dann, sie werde pro forma eine Meldung machen, dass ein Meeri gefunden wurde, das sei Pflicht, und theoretisch könne ein Halter, dem das Tier entlaufen sei, es noch eine Zeitlang herausfordern, Augenlider-auf-Halbmast-häng-MUIG.

DAISY: Wie bitte soll ein Meerschweinbaby entlaufen, fassungslos-MUIG? Und auch noch mit Karton???


Praline

OSCAR: Ganz genau, entrüstet-MUIG. Außerdem müsste dieser "Halter" ja erstmal nachweisen, dass Praline ihm gehört, dann müsste er erklären, wie Praline wohl zu dem Container gekommen ist und schließlich müsste er der Kerstin die Tierarztkosten erstatten, die sie für Praline aufgewendet hat, grimmig-MUIG. Und dafür könnte man schon drei andere Meeris kaufen.

DAISY: Mit anderen Worten, das Ding war geritzt, zufrieden-MUIG.

PRALINE: MUIG-MUIG-MUIG-MUIG-MUIG... (in Schlangenlinien um die Großschweinchen kurv…)


Praline

JOYCE: Die Tierärztin hat auch gleich einen Vermerk dazu gemacht, dass Praline sofort weitervermittelt wurde. Und seitdem hat auch keiner mehr gefragt, Gähnen-unterdrück-MUIG.

PEBBLES: Ich verstehe gar nicht, warum jemand, der ein Tier aussetzt, hinterher noch das Recht hat, es wieder zurückzufordern, Kopf-schüttel-MUIG.

DAISY: Bei Meeris ist das wirklich Blödsinn, aber es gibt ja auch Tiere, die tatsächlich entlaufen. Hunde zum Beispiel. Der Kerstin ist mal ein Airedale-Terrier zugelaufen. Da war der Besitzer sehr froh, dass er ihn wiedergekriegt hat, zzzzz-chrrrr-MUIG.

JOYCE: Hey Daisy, nicht einschlafen!

OSCAR: Praline saß also ein paar Tage im Esszimmer in Quarantäne in Henrys altem Kaufkäfig. Dort hat sie erstmal geschlafen und geschlafen und geschlafen, selber-ganz-schlaftrunken-MUIG.


Praline

PEBBLES: Na klar, 5 Wochen alt, ausgesetzt, eingefangen, Schnupfen, Tierarzt und neues Zuhause, das schlaucht, verständnisvoll-MUIG.

JOYCE: Aber nach drei Tagen war sie wach. SEHR WACH! Und seitdem hat sie gefühlt gar nicht mehr geschlafen, resigniert-MUIG.

OSCAR: Ja, schläfrig-MUIG, wir aber auch nicht.

PRALINE: Fröhlich-pfeifend-MUIG… (steppend und swingend vorbeitänzel…)

DAISY: Also hast du nicht nochmal von Toffee geträumt?

OSCAR: Wie denn, wenn ich vor lauter Baby-Praline kein Auge zukriege? Ich kann mir Toffees zufriedenes Gesicht aber auch so vorstellen, übernächtigt-MUIG.

PEBBLES: Ich finde die Vorstellung total schön, dass Toffee uns Praline als ihre Nachfolgerin geschickt hat, verklärt-MUIG. Und was ich total faszinierend finde, ist, dass Toffee eine kleine Markierung an Praline angebracht hatte, damit wir auch ja nicht daran zweifeln, begeistert-MUIG.


Praline

JOYCE: Ja, faszinierend, nicht? Die Mama Kerstin hatte es auch gesehen und gesagt, "Na, wenn da mal nicht Toffee ihre Krallen im Spiel hatte. Gähn-MUIG."

OSCAR: Hä?

DAISY: Also wirklich, Oscar, hinten an Pralines Heck, ist dir das gar nicht aufgefallen als sie dann zu uns gesetzt wurde, ungläubig-MUIG?

OSCAR: Sie hat einen süßen Hintern, das hab' ich schon gesehen, anerkennend-MUIG.

JOYCE: Oscar, missbilligend-MUIG! Sie ist ein BABY!

DAISY: Typisch Böckchen! Praline hatte noch ganz kurzes Babyfell als sie hier ankam und da sah man ganz deutlich das kleine Löchlein an ihrem Po, also die Vertiefung, wo das Schwänzchen angesetzt wäre, wenn sie eins hätte, genau wie Toffee es hatte, fasziniert-MUIG.


Praline

PEBBLES: Bloß bei Toffee sah man es immer, aber Praline bekommt längeres Fell und deshalb ist es bei ihr schon überwachsen. Aber sogar die Mama Kerstin hatte es bemerkt und sie hatte richtig Tränen in den Augen, gerührt-MUIG.

PRALINE: Jummm-Jumm-Jumm-MUIG… (im Tiefflug winkend vorbei düs…)

DAISY: Ich verstehe nur nicht, warum man Praline ausgesetzt hat. Sie muss eigentlich in einer guten Haltung geboren worden sein und war dort offenbar bis zum Abstillen. Sie war wohlgenährt und sauber, sah total gepflegt aus und hatte keine Milben oder so was, Augen-halb-zufall-MUIG.

PEBBLES: Sie hatte nur eine kleine Kruste an einem Nasenloch und die Mama Kerstin dachte erst, das sei eine Verletzung, aber es war nur ein bisschen angeklebter Schnodder wegen ihres Schnupfens, erleichtert-MUIG.

OSCAR: Übernächtigt-MUIG, und wie wir hier jetzt erleben dürfen, ist sie kein bisschen verstört, sondern total fröhlich, aufgeweckt, neugierig, zutraulich, rennt nicht weg, lässt sich von der Kerstin aus dem Haus holen und sie frisst alles, was ihr begegnet ohne jede Zurückhaltung, beschreib-MUIG.


Daisy & Praline

DAISY: Ja, kicher-MUIG. Auch das, was du schon im Maul hast. Das hat sie sofort geschnallt, dass man dir auf der Nase 'rumtanzen kann.

PRALINE: Ssssssssssssttt... (Schallmauer durchbrech…)

JOYCE: Sie platzt natürlich vor Energie, aber eigentlich finde ich sie schon total reif für ihr junges Alter. Sie hat ein total selbstverständliches Selbstbewusstsein, hat vor nichts Angst und ist völlig unbeeindruckt von allem Neuen. Aber obwohl sie so vorwitzig ist, ist sie auch ausgeglichen und lieb, schläääääfrig-MUIG.

DAISY: Ja, sie hat immer gute Laune. Manchmal finde ich das so mitreissend, dass ich einfach mit ihr durch's Haus popcornen muss. Ich hab' schon total Muskelkater davon, ächz-MUIG.

OSCAR: Naja, am Anfang dachte ich, sie ist schüchtern, weil sie sich so ein bisschen abseits gehalten und alles nur beobachtet hat. Aber nach ein paar Tagen hatte sich das ja völlig gelegt.


Praline

PRALINE: (Kurz scharf abbrems) Gibt's was zu essen?

DAISY: Im Moment nicht.

PRALINE: OK! (Wieder von 0 auf 100 in 0,2 Sekunden beschleunig…)

PEBBLES: Ich glaube, sie wollte bei keinem von uns anecken und war deshalb erst zurückhaltend, aber sie hat mit jedem von uns Zeit verbracht, gemeinsam gegessen und hat mit jedem von uns gemeinsame Ruhezeiten eingelegt, doppelt-gähn-MUIG. Und jetzt, wo sie uns kennengelernt hat, kann sie sich ganz entfalten.

JOYCE: Das tut sie aber auch ganz unlimitiert, beinahe-einschlaf-MUIG. Praline ist immer vorne, wenn sich was tut, und stellt sich an der Scheibe auf. Und wenn sie sich zu klein fühlt, steigt sie mit den Vorderfüßen einfach auf meinen Rücken, um sich größer zu machen. Ich hab' schon Rillen auf dem Rücken von ihren Krallen, beschwer-MUIG.


Praline

OSCAR: Mir ist sie gestern nachgelaufen und hat dreimal versucht bei mir aufzureiten, klagend-MUIG. Das finde ich schon ein bisschen respektlos.

PEBBLES: Das liegt bestimmt nicht an zu wenig Respekt, sondern an zu vielen Hormonen, mutmaß-MUIG. Sie ist doch noch in der Entwicklung.

JOYCE: Wie hast du denn darauf reagiert, Oscar?

DAISY: Er ist weggelaufen, grins-MUIG. Also, ich hab' solche Probleme nicht mit Praline. Wenn sie mich nervt, kriegt sie, whomp-MUIG, ordentlich eine gewaffelt, dann läuft sie wieder in der Spur. Und wir sind schon richtig gute Freundinnen.

PEBBLES: Augen-mühsam-aufhalt-MUIG, die Mama Kerstin hat gesagt, dass man Praline nur anschauen muss, um zu sehen, wie clever und keck und abenteuerlustig sie ist. Praline war auch von Anfang an kein bisschen beunruhigt beim TÜV. Sie lässt sich ins Mäulchen schauen und findet absolut ALLES interessant.

OSCAR: Röschen soll auch so gewesen sein, sagt die Mama Kerstin, ein richtiger kleiner Pirat.

JOYCE: Praline sieht ja auch total so aus wie das Piratenschweinchen auf dem Reiseteller von der Mama Kerstin, da, schaut mal.


Piraten-Teller

OSCAR: Unglaublich. Aber das passt. Praline ist ein richtiger kleiner Freibeuter. Sie steht immer vorn am Bug und hält Ausschau und ist jederzeit bereit zum Entern.

DAISY: Eigentlich wird der Name "Praline" ihrem Wesen nicht wirklich gerecht. Sie müsste mindestens "PRALINE!" heißen.

JOYCE: Du meinst in Großbuchstaben?

DAISY: Und mit mindestens einem Ausrufezeichen!


Praline

PEBBLES: Sie wird bestimmt auch noch ruhiger werden, wenn sie älter wird, beinahe-einschlaf-MUIG.

OSCAR: Vermutlich. Jetzt sehnen wir es herbei und dann sitzen wir da und sagen "Schade, dass sie kein so süßes Baby mehr ist". Das geht immer so schnell mit dem Erwachsenwerden, wehmütig-MUIG.

PRALINE: MUUUUUUUUUUUUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIGGG!!!!! (Klatschbremse an der Plexischeibe, Vorderfüßchen auf den Rand, Nase hoch und Urschrei…)

KERSTIN-ZWEIBEIN: Hallo du Schreikind. Wo sind denn die Großen?

DAISY: Seufz-murmel-MUIG, irgendwie ist Praline jetzt immer die Erste vorne.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Wir wär's mit zwei-drei großen ganz frischen Maisblättern? Hab' ich vorhin auf dem Heimweg für euch gepflückt.

PEBBLES: Oh, das ist fein! Danke, Mama Kerstin!

OSCAR: Und danach schlafen wir erstmal bis zur nächsten Ernte, hoffnungsvoll-gähn-MUIG.

Also tschüss dann, mampf schmatz, bis zum nächsten Mal...

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Pebbles

PEBBLES: Hallo Leute, hier ist wieder eure Pebbles.

Habt ihr euch nicht auch schon gefragt, wo Toffees Nachfolgerin bleibt?

JOYCE: Wir uns auch! Deshalb haben wir nach Toffees Umzug ins Regenbogenland eine kleine Schamfrist von einer Woche verstreichen lassen, hüstel-MUIG, und dann haben wir die Mama Kerstin gefragt, ob sie schon in der Notstation angerufen hat oder ob dort womöglich grad' keine Notschweinchen sitzen.

OSCAR: Dort sitzen IMMER Notschweinchen, überzeugt-MUIG. Das Elend reißt doch nie ab.

DAISY: Richtig. Deshalb waren wir echt entsetzt als die Mama Kerstin zu uns sagte, dass keine Nachfolgerin für Toffee mehr kommt, sondern wir jetzt zu viert bleiben sollen, Haare-sträub-MUIG.


Daisy

PEBBLES: Das geht gar nicht, aufgeregt-MUIG! Wir sind doch jetzt daran gewöhnt zu fünft zu sein! Und hier ist Platz genug, wir könnten sogar zu sechst sein. So ein schöner Platz wie der von Toffee darf nicht unbesetzt bleiben!

DAISY: Ganz genau, zustimmend-MUIG. Das sieht ja aus da drüben im Regenbogenland als sei Toffee ein Meeri, nach dem man kein neues mehr haben will. Wie soll sie denn den anderen Schweinchen dort sowas erklären?

OSCAR: Ja, das ist ein richtiger Affront, beipflicht-MUIG. Das hat Toffee nicht verdient!

PEBBLES: Und wir auch nicht! MUIG-sag-ich!

JOYCE: Das haben wir der Mama Kerstin auch alles ganz deutlich gesagt, aber sie sagte nur "vielleicht irgendwann".

OSCAR: Das heißt "nie", finster-MUIG.

DAISY: Ich verstehe gar nicht, was sich die Mama Kerstin nur dabei gedacht hat, verständnislos-MUIG.


Oscar

OSCAR: Ach, das ist die übliche alte Leier. Das war auch schon so als Jane und Clara gegangen sind. Die Menschen denken immer, sie können sich vor Verlust und Trauer schützen, indem sie keine neuen Gefühle mehr zulassen, so-ein-Blödsinn-MUIG. Das hat sich aber bisher immer wieder gelegt bei der Mama Kerstin.

JOYCE: Na, ich weiß nicht, irgendwie war es diesmal anders mit ihr, zweifelnd-MUIG. Diesmal waren schon 14 Tage 'rum und es hat sich noch nichts getan. So lange hat es doch bisher nie gedauert bis die Mama Kerstin wieder bereit war ein neues Meeri liebzuhaben, oder?

OSCAR: Hm, nein, nachdenk-MUIG, ich glaub' nicht.

PEBBLES: Die Mama Kerstin hat zu mir gesagt, dass ja früher ohnehin nur vier Schweinchen geplant waren und Daisy ja nur dazu kam, weil unsere Vierergruppe damals nicht funktionierte, mitteil-MUIG.

JOYCE: So ein Unsinn, schnaub-MUIG. Daisy kam dazu, weil sie ein Zuhause brauchte und ihre Zweibeiner den unerwarteten Nachwuchs nicht behalten wollten und weil die Mama Kerstin davon erfahren hat und dann hat sie Daisy gesehen und ihr Herz ist geschmolzen und sie konnte Daisys Blick nicht widerstehen und zack, das war's. Von wegen "nicht funktionierende Gruppendynamik".


Joyce

PEBBLES: Die Mama Kerstin hat aber auch gesagt, dass sie total fertig ist, weil sie ja seit Monaten nicht nur ihre Arbeit und Raven und unsere normale Pflege hat, sondern dazu den fußkranken Oscar mit den ständigen Behandlungen, dann Daisy mit der Ohrenentzündung und den wiederholten Fahrten in die Tierklinik und dann auch noch Toffees letzte Zeit mit all dem Kummer. Das hat die Mama Kerstin ganz schön mitgenommen, mitfühlend-MUIG. Und sie sagt, sie wird ja auch nicht jünger.

DAISY: Ach, und sie meint, mit nur vier Meeris sei alles besser, aufmüpfig-MUIG? Dabei können fünf Meeris noch lustiger sein und noch mehr Freude machen als nur vier!

OSCAR: Naja, vier Schweinchen sind aber vielleicht auch ein bisschen billiger als fünf, zu-bedenken-geb-MUIG. Die Tierarztkosten der letzten Monate waren ja dann doch ein bisschen schockierend. Wenn die alle schon vor der Folge über die Kosten der Meerihaltung angefallen wären, wäre das Ergebnis dort noch schlimmer ausgefallen.

JOYCE: Glück hat keinen Preis. Und Meerihaltung ist Glück! Überzeugt-MUIG.

PEBBLES: Ich fürchte, die Mama Kerstin hat nach Toffees Tod wieder diese Gedanken bekommen, die Meerihaltung nach und nach einzuschränken und dann ganz aufzugeben, wenn nur noch einer von uns übrig ist, traurig-MUIG.

OSCAR: Ach, das kommt und geht, unbeeindruckt-MUIG.


Oscar & Pebbles
(Ich glaub', sie meint das ernst mit dem Putzen unserer Ecke…)

DAISY: Das kann sie aber nicht machen, aufgebracht-MUIG! Sie hat auch versprochen, Henrys Vermächtnis weiter zu erfüllen, genauso wie wir. Das heißt für sie: Notschweinchen retten! Sie kann die Meerihaltung gar nicht mehr aufgeben!

OSCAR: Wisst ihr, ich habe letzte Nacht von Toffee geträumt, versonnen-MUIG. Sie war glücklich im Regenbogenland und sehr froh, Henry und Jane und Clara wieder um sich zu haben und Röschen kennenzulernen und all die vielen anderen Meeris dort. Aber sie hat mich angesehen in meinem Traum und sachte und nachsichtig den Kopf geschüttelt über die Mama Kerstin.

PEBBLES: Hat sie was gesagt?

OSCAR: Nein, aber ich hatte den Eindruck, dass sie zwar Verständnis für unsere Mama Kerstin hatte, aber sie hat ein bisschen so geschaut als wolle sie ihr diese dummen Gedanken nicht durchgehen lassen. Sie hat mich auf ihre ganz besondere Art angeschaut und dann hat sie vielsagend gelächelt und ich hab' mich auf einmal ganz beruhigt und friedlich gefühlt und dachte, wir warten einfach mal ab, Toffee regelt das schon von drüben, selig-MUIG.

JOYCE: Was für ein Glück! Ohne Toffees himmlische Einmischung wären wir hier womöglich wirklich zu viert geblieben, schauder-MUIG.


Joyce

PEBBLES: Ich hätte aber nicht gedacht, dass es so schnell geht, überrascht-MUIG.

DAISY: Lächel-MUIG, du kennst doch Toffee. Immer auf den Punkt. Worauf hätte sie denn warten sollen? Sie musste nur ein geeignetes kleines Wutzerl zur rechten Zeit am richtigen Ort bereit halten. Das war doch klar, dass die Mama Kerstin dann schwach wird.

PEBBLES: Und tadaaa-MUIG, heute mittag packte die Mama Kerstin ihre Papierabfälle und das Altglas ein und fuhr zum Einkaufen. Wir brauchten neues Heu und da wollte sie auf dem Rückweg gleich noch ein paar Abfälle in die Container tun, die auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums stehen.

JOYCE: Als sie dort ankam stand eine kleine Menschentraube um den einen Papiercontainer und ein paar Zweibeiner knieten daneben und schauten unter den Container. Alle waren sehr aufgeregt, vibrier-MUIG.

OSCAR: Die Mama Kerstin sah schon beim Näherkommen den durchweichten Karton mit einem großen Loch drin neben dem Container, seufz-MUIG, und als sie aus dem Gerede der anderen Zweibeiner das Wort "Meerschweinchen" heraushörte wusste sie schon, was los war.


Der Fundort

PEBBLES: Es wird wohl nie aufhören, dass Menschen Tiere einfach wegwerfen oder aussetzen, traurig-seufz-MUIG.

DAISY: Aber schau, alle Zweibeiner rund um den Container waren auch ganz empört darüber und alle wollten helfen. Das ist wieder was Schönes, freu-MUIG.

OSCAR: Unter dem Container saß ein winziges Meeri, ganz in der Mitte, mitfühlend-MUIG, und die Zweibeiner haben überlegt wie sie es da raus kriegen. Dann hat einer von einem Busch in der Nähe einen langen Zweig abgerissen und die Menschen haben sich rund um den Container gehockt, um den Zwerg zu fangen, wenn er irgendwo rausgeschossen kommt. Dann hat der Mann mit dem Zweig angefangen unter den Container zu stochern und schwupp-MUIG, kam auf der anderen Seite das kleine Meeri rausgedüst und landete direkt in den geöffneten Händen eines anderen Mannes, der es ganz feste festhielt, obwohl es wriggelte und sich unbedingt da rauswinden wollte und ihn sogar in den Daumen kniff.

PEBBLES: Gott sei Dank konnte der Mann es fangen, erleichtert-MUIG. Nicht auszudenken, wenn das kleine Ding entwischt wäre, das hätte sein Tod sein können.

JOYCE: Die Menschen haben dann diskutiert, was sie nun tun sollen mit dem kleinen Tierchen und eine Frau sagte, sie würde es ins Tierheim fahren.

PEBBLES: Vor-sich-hin-murmel-MUIG: Jetzt MUSSTE sie doch endlich was sagen, herrje-MUIG.

OSCAR: Ganz ruhig, Pebbles, das hat sie auch.


Joyce & Daisy

JOYCE: Ja, das war der Moment, in dem die Mama Kerstin sich sagen hörte "Ich würde das kleine Schweinchen gerne mitnehmen und ihm ein Zuhause geben", zufrieden-MUIG. Das kam so automatisch, dass die Kerstin gar keine Zeit mehr hatte, über eine Beendigung der Meerihaltung irgendwann in ferner Zukunft auch nur nachzudenken, grins-MUIG.

DAISY: Die Mama Kerstin hat den Leuten von uns und unserem schönen Haus erzählt und dass gerade ein Platz freigeworden ist, weil ein Meeri vor zwei Wochen verstorben ist. Da waren alle ganz froh, dass das kleine Tierchen ein schönes Zuhause bekommt und nicht ins Tierheim muss und der Mann, der das kleine Meeri gefangen hatte, drückte es der Mama Kerstin in die Hand und alle gingen fort, zufrieden-MUIG.

PEBBLES: Die Mama Kerstin hatte das kleine Ding sofort ganz doll lieb, freu-MUIG, und plötzlich hatte sie schreckliche Angst, dass es ein kleiner Junge sein könnte und sie ihn gar nicht behalten kann, beunruhigt-MUIG.

OSCAR: Sie hat gaaanz vorsichtig drunter geschaut, flüster-MUIG, und als sie das schicke kleine Mädels-Y gesehen hat, war sie total erleichtert.

JOYCE: Zum Glück hatte sie das ganze Auto voller Heu. Also hat sie eine Stoff­ein­­kaufstasche genommen, eine Heutüte aufgerissen und hat die Tasche mit dem Heu gefüllt. Da hat sie das Meeribaby reingesetzt und das hat sich sofort tief ins Heu eingegraben, verschwindibus-MUIG.


Pebbles

PEBBLES: Dann hat die Kerstin noch eine Weile die Gebüsche um den Parkplatz in der Nähe der Container abgesucht, weil sie Angst hatte, dass noch mehr Schweinchen ausgesetzt wurden, aber sie hat keine mehr gefunden, hin-und-hergerissen-MUIG.

OSCAR: Das ist diese ewige Ungewissheit, dass man nie weiß, ob es noch mehr arme ausgesetzte Schweinchen gibt, die keine Chance mehr haben, weil man sie nicht findet, resigniert-MUIG.

PEBBLES: Auf der Heimfahrt hörte die Mama Kerstin ein stetes Knurpeln und Kauen aus dem Heubeutel als die Kleine sich ordentlich den Magen mit Heu vollstopfte, zufrieden-MUIG. Aber zwischendurch gab es auch ein paar kräftige Nieser und der Kerstin war klar, dass das arme kleine Ding sich einen ordentlichen Schnupfen zugelegt hatte, mitleidig-MUIG.

DAISY: Die Mama Kerstin hat dann jedenfalls erst zuhause gemerkt, dass sie vor lauter Fundschweinchen ganz vergessen hatte ihre Abfälle in die Container zu werfen, kicher-MUIG.

JOYCE: Wir wussten erst gar nicht, was los ist als sie heimkam, hier reindüste, eine Transportbox aus unserem Zimmer holte und wieder verschwand ohne einen von uns einzupacken, verdutzt-MUIG. Aber das konnte ja letztlich nur bedeuten, dass sie die Box für ein neues Meeri brauchte, scharfsinnig-MUIG.

PEBBLES: Wir waren total aufgeregt, aber es dauerte über drei Stunden bis die Kerstin mit dem kleinen Hascherl aus der Tierklinik zurückkam, ungeduldig-MUIG.


Oscar

OSCAR: Aber dann durften wir das Baby immer noch nicht sehen, enttäuscht-MUIG. Die Mama Kerstin hat Henrys alten Kaufkäfig aus dem Gartenhaus geholt und ordentlich geschrubbt. Dann hat sie ihn schön eingestreut, einen kleinen Tisch mit Tuch drüber zum Verstecken reingestellt und einen Kuschelkubus, einen Wassernapf und einen großen Berg Heu reingetan und nun sitzt das Baby im Esszimmer in Quarantäne wegen des Schnupfens.

JOYCE: Ja, damit wir uns nicht anstecken. Mindestens eine Woche lang müssen wir warten, frustriert-MUIG. Ist das zu fassen?

DAISY: Dabei platzen wir vor Neugier!

OSCAR: Die Mama Kerstin ist aber auch ganz durch den Wind, feststell-MUIG. Sie sagte, das sei eine ganz schön emotionale Achterbahnfahrt gewesen.

PEBBLES: Wir wissen also selbst nur das, was wir euch heute erzählt haben. Die Mama Kerstin hat uns nur gesagt wie das war mit dem Container und dass sie die Kleine "Praline" genannt hat, weil sie so süß ist.

JOYCE: Und jetzt müssen wir warten. Und ihr auch. Aber in der nächsten Folge können wir euch bestimmt mehr erzählen und euch Praline dann auch vorstellen.

PEBBLES: Hoffentlich ist sie nett!

KERSTIN-ZWEIBEIN: Hier, Leute, esst mal ein schönes Stück Apfel. Praline kriegt auch eins, mal sehen, was sie dazu sagt.


Daisy

DAISY: Danke Mama Kerstin. Kannst du uns nicht wenigstens schon mal ein Foto von Praline zeigen?

KERSTIN-ZWEIBEIN: Geduld, meine Süßen.

OSCAR: Also tschüss dann, mampf schmatz, bis zum nächsten Mal…

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