In einer Woche zu Ehren der Patenschweinchen darf natürlich die Vorstellung der Neuzugänge unserer Hauptpersonen nicht fehlen..

los geht´s mit

 Loki:

Loki hat eine ernste Fussprobematik, die sehr genau im Auge behalten werden muss. Durch eine Verletzung haben sich Osteolysen (Knochenauflösung) gebildet, dadurch kann sich sein Fuss immer wieder entzünden, dann ist schnelle Hilfe gefragt. Im schlimmsten Fall muss in der Zukunft mit einer Amputation gerechnet werden. Aktuell ist die Entzündung abgeklungen und Loki kommt mit der kleinen Behinderung sehr gut zurecht, er ist ein tapferer Schatz.

 

Cheesecake:

Cheesecake ist eine Seniorin mit rund 7 Jahren. Sie hat altersbedingte Arthrose und Zysten. Die hübsche Maus freut sich über ihren Altersruhesitz und kommt mittlerweile auch gut in der Gruppe zurecht. Sie ist deutlich eine ältere Dame und geniesst so besondere Aufmerksamkeit.

 

Milky:

Milky war bereits vermittelt gewesen und kam zu uns zurück, da die Haltung beendet werden musste. Er war zunächst in der Vermittlung zu finden. Dann jedoch kam die schwer kranke Vivet zu uns in den Verein (wir berichteten). Da Milky ein sehr sehr sanftes und liebes Böckchen ist, leisteten er und Mina Vivet Gesellschaft, beide kümmerten sich rührend um sie. Milky hat selbst in der letzen Zeit mehrere rasant wachsende Tumore, die wohl nicht bösartig sind entwickelt, gegen Ende des Jahres wird er 7 Jahre alt, somit geniesst also auch er seinen Lebensabend bei uns.

 

Mina:

 

Mina kam gemeinsam mit Milky zu uns zurück und wurde wie oben bei Milky beschrieben für Vivet mitverpatet, gerade sie kümmerte sich besonders lieb um Vivet. Mina hat leider auch eine gesundheitliche Vorgeschichte, sie war sehr schlimm an der Blase erkrankt, das ging so weit, dass sie bereits nichts mehr fressen wollte. Die schlimme Zeit ist Gott sei Dank vorbei, aber man muss immer ein besonderes Auge auf die liebe Maus haben, und ihre Ernährung muss besonders ausgewogen sein, da sie zu Steinbildung neigt. Zwischenzeitlich hat sich bei ihr ein Ballenabszess entwickelt, der trotz intensiver Pflege nur sehr langsam heilte, aktuell ist die Schwellung abgeklungen aber noch immer sehr schmerzempfindlich.

 

Ken:

 Auch Ken kam zu uns zurück. Ken ist ein ganz stattlicher, grosser Schweinemann, der locker über 1300g auf die Waage bringt. Dementsprechend verfressen ist der Schatz auch.. allerdings muss er das ja auch sein, um sein imposantes Erscheinungsbild zu erhalten! Er ist ein ganz munterer, freundlicher, neugieriger und aufmerksamer Bock, der seine vier Damen gut im Griff hat. Doch nun zu seinem Verpatungsgrund: schockierenderweise hat Ken im Alter von gerade 5 Jahren (er hatte gerade im Februar Geburtstag) hochgradige Arthrose, per Röntgenbild wurde erkannt, dass bei beiden Hüftgelenken bereits kein Gelenkspalt mehr erkennbar ist und auch beide Knie sind betroffen. Es ist verwunderlich, dass er sich aktuell noch so verhältnismässig gut bewegen kann. Selbstverständlich erhält er Medikamente, und weiterhin sehr gut beobachtet, denn Arthrose ist ja eine fortschreitende Krankheit, die sich sehr schnell verschlechtern kann wenn nicht die richtige Behandlung erfolgt.

 

Apple Pie:

Apple Pie ist bereits seit Juni 2018 bei uns. Die hübsche Rosettendame kam mit heftigem Lippengrind, Kokzidien und hormonell aktiven Zysten zu uns. Sie wurde sofort behandelt und gepflegt. Ihr Lippengrind war wohl lange Zeit unbehandelt geblieben, ein Teil ihrer Scharte hat eine dauerhafte Lücke davongetragen. Zunächst dachten wir an, Apple Pie auf Zeit zu verpaten, ihr genug Zeit zum Heilen zu geben und sie darüberhinaus noch weiterhin zu beobachten, da der Grind nach der abgeschlossenen Behandlung wiederkam und der Verdacht entstand, dass die Maus eine Immunschwäche haben könnte. Dies hat sich im Lauf der Zeit nun leider bestätigt, Apple Pie hat immer wieder Schwierigkeiten mit dem Grind.

 

Dagobert:

Dagobert kam Anfang Februar diesen Jahres zu uns in den Verein. Laut seinen Vorbesitzern hatte Dagobert in der Vergangenheit Probleme mit der Lendenwirbelsäule, im Röntgenbild war eine leichte Abstufung zu erkennen, bislang hat der liebe Bub hier keine Probleme mehr. Bei der tierärztlichen Untersuchung aufgrund der Rückenprobleme wurde allerdings festgestellt, dass Dagobert an einer Herzinsuffizienz leidet. Mittlerweile ist er auf die nötigen Medikamente eingestellt.

 

 Henri:

 

Die Geschichte von Henri ist mal wieder eine sehr traurige: Henri kam Ende Februar zu uns in den Verein. Abgegeben wurde er von einem lieben Herrn, der Henri und seinen Bruder zuvor aus einer sehr lieblosen Balkon-Haltung gerettet hatte. Die Schweinchen waren halb verhungert gewesen, kannten kaum Frischfutter, hatten anfangs lange Durchfall. Henri´s Bruder hat es nicht geschafft und ist verstorben, daraufhin kam Henri zu uns. Henri ist ein ganz ganz zartes Böckchen, er ist ein Inzuchtschweinchen, das ist bekannt. Er ist etwa 3 Jahre alt. Henri kam unkastriert zu uns, bei der Kastration wurde ihm auch gleich ein Tumor an der Brust entfert - leider stellte dieser sich als bösartig heraus. Da Sarkome in die Lunge, andere Organe und sogar in Knochen streuen, stehen weitere Untersuchungen an. Wir hoffen von Herzen, dass der Tumor rechtzeitig entfernt wurde.

 

Alle unsere Patentiere stellen sich in ihrem eigenen Bereich der Homepage vor: https://www.sos-meerschweinchen.de/index.php/patentiere

Beim Klicken auf den blauunterlegten Namen der Tiere dieses Beitrags kommt man direkt auf das Profil des jeweiligen Schweinchens mit weiteren Bildern und Text. Dagobert und Henri sind bislang noch nicht online, sie stellen sich jedoch bald im Patenbereich vor.

Weitere Informationen rund um die Patenschaft finden sich unter : https://www.sos-meerschweinchen.de/index.php/verein/patenschaft/748-patenschaft

 

Alle unsere kleinen Notnasen würden sich riesig freuen, wenn ihr liebe Patinnen und Paten, den einen oder anderen Medikamenten- und Gurkentaler zur Versorgung übrig hättet.

Von Herzen schon einmal: VIELEN DANK FÜR EURE UNTERSTÜTZUNG!!!

 

 


 

 

 

 

Was kann das wohl sein? ..oder anders gefragt, was ist hier wieder bei SOS im Busch ??

 Die Auflösung kommt im Laufe der Woche..

 

 


 

Diese Woche steht ganz im Zeichen unserer Patenschweinchen. Es wird in den kommenden Tagen einige Beiträge rund ums Thema geben.

Loki

Beginnen möchten wir mit einem Bericht, der Einblick gibt in die entstehenden Kosten unseres Vereins innerhalb eines Jahres, am Beispiel von 2018.

Im letzten Jahr haben wir erneut viele Patentiere aufgenommen, da es uns ein grosses Anliegen und Teil unserer Philosophie ist, gerade auch den alten und kranken Schweinchen ein schönes Leben zu bereiten und ihnen die Versorgung zu geben, die sie benötigen.

Allerdings verursachen natürlich gerade diese Schweinchen ein hohes Maß an Kosten für Fachtierärzte und Medikamente.

Im Jahr 2018 beliefen sich die Kosten hierfür auf rund 22.000Euro, bei dieser Zahl sind auch die Anteile der Vermittlungstiere enthalten, diese machen jedoch nur einen geringen Teil der Gesamtsumme aus.

Hinzu kommen die Kosten der Grundversorgung der Schweinchen, sprich Einstreu, Heu und Frischfutter, viele Patentiere benötigen auch noch Zusatzfutter.

Als Verein können wir diese Grundversorgung nur anteilmäßig unseren Patentier- und Pflegestellen erstatten.

Die Grundversorgung für im Durchschnitt 40 Patentiere beträgt 11.680 Euro im Jahr, pro Tier 292,- Euro. Hierbei ist die Grundversorgung der Vermittlungs-Pflegeschweinchen nicht eingerechnet.

Die meisten Patentiere sind - auch wenn sie schon einige Paten gefunden haben - weit davon entfernt, allein die Grundversorgung abgedeckt zu haben.

Yoko

Deshalb sind wir immer auf der Suche nach lieben Paten, die unsere Schützlinge auch mit einem kleinen Monats- oder Jahresbeitrag unterstützen möchten. Jeder Betrag zählt und ist uns wertvoll!

Jeder Pate erhält eine schöne Urkunde zu seinem Schweinchen, das er unterstützt, desweiteren bemühen wir uns einmal jährlich ein Dankeschön-Fest für alle Paten auszurichten. Hier ist die Möglichkeit gegeben sich auszutauschen, den aktuellen Gesundheitszustand des Patenschweinchens zu erfahren und Vieles mehr.

Miss Moneypenny

Zur Seite unserer Patentiere, auf der sich die Kleinen mit Profil vorstellen, geht es hier: *klick*

Zum Download des Patenschaftsantrags geht es hier: *klick*

Benito

 

Wer nun neugierig auf eine Patenschaft geworden ist kann in den nächsten Tagen die Augen offenhalten...

mehr wird noch nicht verraten..

 


 

 


 

Sonnenanbeterinnen beim Mittagsschlaf: Freia (links) und Candela (rechts)

 

 


 

 

Joyce

JOYCE: Hallo Leute, hier ist wieder eure Joyce.

Wir gratulieren heute erstmal ganz herzlich den stolzen Siegern unseres Gewinnspiels, begeistert-MUIG!

PEBBLES: Wir sind stolz auf euch! Ihr habt alles gegeben! Jetzt gönnt euch ein bisschen Erholung auf euren gewonnenen Kuschelsachen, Rat-geb-MUIG.

DAISY: Und alle, die diesmal keinen Preis gewonnen haben, seid nicht traurig, tröst-MUIG. Ihr ward alle wirklich großartig! Die Entscheidung war wirklich gaaaanz schwer.

OSCAR: Unsere Mama Kerstin war ganz hin und weg. Die hätte jedem von euch nicht widerstehen können und hätte euch allen die Bäuchlein mit Leckerchen vollgestopft, grins-MUIG.

TOFFEE: Ihr habt jedenfalls alle bewiesen, dass es keine charmanteren Lebewesen gibt, die ein Zweibein schmelzen und großzügig werden lassen können, als uns Meeris, stolz-MUIG.

JOYCE: Unsere Mama Kerstin ist ja immer noch in Urlaub, seufz-MUIG. Und damit uns hier nicht langweilig wird, haben wir mal die alten Folgen durchgeschaut und überlegt, was wir in der nächsten Zeit so anpacken können.

DAISY: Dabei haben wir gemerkt, dass wir schon einige Themen angekündigt haben, über die wir bis jetzt noch gar nicht geschrieben haben, peinlich-berührt-MUIG.

OSCAR: Ja, echt peinlich.

TOFFEE: Tu mal nicht so. Als es um die Schwangerschaften ging, da wolltest DU nicht weitermachen mit den Folgen über Geburtsprobleme und die Trächtigkeitstoxikose, vorhalt-MUIG.


Toffee

OSCAR: Ich mag halt lieber was Nettes erzählen, verteidigend-MUIG.

PEBBLES: Deshalb erzählen wir ja heute was Nettes über Sonnenblumen. Jetzt ist nämlich die richtige Zeit für alle Zweibeiner, mit dem Pflanzen loszulegen, um uns Meeris im Sommer und im nächsten Herbst und Winter glücklich zu machen, hoffnungsvoll-MUIG.

TOFFEE: Ach ja, wehmütig-MUIG, da haben Jane und Clara noch gelebt als wir uns schon vorgenommen hatten, nach und nach ganz viele essbare Pflanzen vorzustellen, um den Speiseplan vieler Meeris zu erweitern. Und dann sind die beiden einfach über die Regenbogenbrücke gegangen und nach den Löwenzahnfolgen ist das Projekt eingeschlafen, traurig-MUIG.

JOYCE: Und jetzt machen wir damit weiter und stellen heute die Sonnenblumen vor.

DAISY: Ich hatte noch NIE eine ganze Sonnenblume. Aber wenn die ganze Sonnenblume so gut schmeckt wie die Kerne, dann möchte ich unbedingt mal eine, sehnsüchtig-MUIG.

PEBBLES: Ich auch, aus-tiefstem-Herzen-MUIG. Ich hab' gestern vorsorglich ein paar Tütchen Sonnenblumensamen verschiedener Sorten im Internet bestellt. Die sind bestimmt da bis die Kerstin wiederkommt, dann kann sie die gleich aussäen, freu-MUIG.

OSCAR: Einjährige oder Stauden?

PEBBLES: Von allem was, stolz-MUIG. Die schmecken bestimmt alle unterschiedlich.


Pebbles

TOFFEE: Jetzt fangt doch mal vorne an, sonst versteht das doch keiner.

JOYCE: OK, also, tief-Luft-hol-MUIG. Es gibt ganz viele verschiedene Sorten von Sonnenblumen. Erst mal unterscheidet man dabei die einjährigen, bei denen man jedes Jahr neue aussäen muss, weil die nicht winterhart sind, und die mehrjährigen Stauden, die meistens winterhart sind und immer wieder kommen.

OSCAR: Ich mag die einjährigen lieber, weil die die richtigen dicken Sonnenblumenkerne kriegen, Wasser-im-Mäulchen-zusammenlauf-MUIG. Die mehrjährigen Sonnenblumenstauden kriegen keine anständigen Kerne. Deren armselige Kernchen sind nicht so richtig zum Aufessen geeignet.

DAISY: Überrascht-MUIG, aber man kann doch sowieso die ganze Sonnenblume essen von oben bis unten, an denen ist doch nirgendwo was Giftiges, sondern alles essbar, egal ob einjährig oder mehrjährig oder welche Sorte, also auch die Blüten und Blätter und Stängel, oder?

TOFFEE: Ja, das ist schon richtig, aber glaub' mir, die saftigen Kerne sind trotzdem das Beste daran, Erfahrung-verkünd-MUIG.

PEBBLES: Jetzt mal fix die Botanik: Sonnenblumen gehören zur Ordnung der Asternartigen und zur Familie der Korbblütler. Da gibt's dann die Gattung Sonnenblumen, die nennt man Helianthus. Und in der Gattung gibt es zum Beispiel die Art Helianthus annuus, das ist die gewöhnliche einjährige Sonnenblume, erklär-MUIG.

JOYCE: Von wegen gewöhnlich, widerprech-MUIG. Die einjährigen können riesig werden, über vier Meter hoch. Die haben meistens nur eine Blüte, aber die wird dafür dann auch richtig groß, so 30 bis 40 cm und sogar bis zu 60 cm Durchmesser bei den ganz großen.

OSCAR: Waaaahnsinn!!! Ehrfürchtig-MUIG.


Daisy & Toffee

TOFFEE: Da sind dann richtig viele leckere Sonnenblumenkerne drin, schmatz-MUIG.

OSCAR: Die meisten Gartensonnenblumen werden so 2 bis 3 Meter hoch. Es gibt aber auch Zwerg-Sonnenblumen, die nur 20 bis 30 cm hoch werden. Diese Zwerge haben halt auch kleinere Blütenköpfe und wenig Kerne, bedauernd-MUIG.

DAISY: Und genau jetzt im März ist der ideale Zeitpunkt, um für uns Meeris diese einjährigen Sonnenblumen zu pflanzen. Möglichst die großen bitte mit den vielen Kernen, bittend-MUIG.

OSCAR: Aber nicht schon raus in den Garten pflanzen, warnend-MUIG. Sonnenblumen vertragen nämlich kein bisschen Frost. Die mögen's ziemlich warm, sonst keimen sie nicht. Wenn man sie unmittelbar ins Freie pflanzen will, muss man warten bis nach den Eisheiligen.

DAISY: Das ist ja noch ewig, ungeduldig-MUIG. Deshalb pflanzt ihr sie besser jetzt schon in Töpfe oder Pflanzschalen und zieht sie im Haus vor.

OSCAR: Man tut immer ca. 2-3 Kerne in ein 2 cm tiefes Loch in der Erde, bedeckt sie mit Erde und stellt sie warm und hell auf. Wenn dann die kleinen Pflänzchen kommen und mindestens 2 Blätter haben, knipst man die schwächeren Pflänzchen ab und lässt nur die stärksten weiterwachsen. Die brauchen viel Wasser, aber sie dürfen keine Staunässe haben, Gärtnertipps-verrat-MUIG.

PEBBLES: Nach den Eisheiligen kann man die kleinen Sonnenblumen dann in den Garten oder auch in einen Kübel auf der Terrasse oder dem Balkon auspflanzen. Aber wenn man keinen Garten oder Balkon hat, kann man sie in einem großen Topf auch schön in sein Wohnzimmer stellen bis sie essfertig sind. Ich persönlich finde das eine tolle Zimmerdeko für alle, die ihre Wutzen lieben, insistier-MUIG.


Joyce & Pebbles

TOFFEE: Naja, das werden wohl die wenigsten Zweibeiner wollen, resigniert-MUIG. Aber zumindest die Sonnenblumen im Haus vorziehen ist eine feine Sache. Dadurch kann man die Sonnenblumen viel früher ernten und außerdem können dann die Vögel nicht die frisch eingepflanzten Kerne wegfressen, weil man ja erst rauspflanzt, wenn es schon richtige Pflanzen sind.

JOYCE: Man darf sie aber nicht zu dicht pflanzen, mindestens 40 bis 70 cm Abstand je nach Größe, sonst machen sie sich Konkurrenz, weil sie schrecklich viele Nährstoffe brauchen, um zu wachsen und zu blühen und ordentliche Kerne zu kriegen. Sonnenblumen brauchen viel Platz für ihre Wurzeln und das bis zu 2 Meter tief. Und man muss sie mindestens einmal wöchentlich düngen, besser zweimal, mit ordentlich viel Stickstoffdünger, erklär-MUIG.

DAISY: Aber keine Chemie, nur natürliche Dünger bitte, sonst können wir die Pflanzen und Kerne nicht mehr essen, pfui-MUIG. Deshalb bekommen uns auch die im Blumenladen gekauften Sonnenblumen nicht. Am besten düngt ihr mit sowas wie Hornspänen oder Brennesseljauche oder reifem Kompost. Und viiiieeel Sonne und viiiieeel Wasser.

PEBBLES: Und die großen Sonnenblumen brauchen einen Stab, an den man sie anbindet, damit der Wind sie nicht abknickt.

OSCAR: Sonnenblumen betreiben auch ganz viel Photosynthese, das heißt, dass sie unheimlich viel Kohlendioxid binden, das ist gut fürs Klima.

PEBBLES: Ich sag' doch, die ideale Zimmerpflanze, hihi-MUIG, die macht ein perfektes Raumklima.

JOYCE: Und das, was wir für eine Riesenblüte halten, sind in Wahrheit etliche tausend Einzelblüten. Es gibt die gelben Zungenblüten und die braunen Röhrenbllüten. Und während die Pflanze reift, wendet sie sich immer dem Sonnenlicht zu. Die Blätter und die Knospen verfolgen den ganzen Tag die Sonne von Osten nach Westen und drehen sich mit; das nennt man Heliotropismus, fasziniert-MUIG. Nachts dreht sich die Pflanze dann nach Osten zurück. Wenn die Sonnenblume dann blüht, so von Ende Juni bis September, macht sie das aber nicht mehr, sondern die meisten Köpfe zeigen dann nach Osten.


Daisy & Joyce

DAISY: Die Bestäubung erfolgt durch verschiedene Insekten, vor allem mittags, weil der Nektar vor allem zwischen 10 und 14 Uhr produziert wird und dann auch den höchsten Zuckergehalt hat, ganze 35 %.

TOFFEE: Und wenn dann der Herbst kommt, kann man endlich die feinen Kerne ernten. Die bleiben am Besten in der großen Blüte bis sie ganz reif sind. Das ist dann, wenn die Blätter am Stängel absterben und die Rückseite von den großen Blütenköpfen schon ganz gelbbraun und trocken wird und sich die Kerne ganz leicht rauslösen lassen. Dann schmecken uns die Kerne am leckersten, sabber-MUIG.

OSCAR: Leider nicht nur uns, seufz-MUIG. Die ganzen Gartenvögel sind auch ganz scharf darauf und picken die Kerne aus den großen Blütenköpfen, wenn das Zweibein nicht aufpasst. Und die Eichhörnchen mögen die auch. Und die denken gar nicht dran, uns was übrig zu lassen.    

DAISY: Das ist ja schrecklich! Dann gehen wir am Ende leer aus, entsetzt-MUIG.

JOYCE: Naja, natürlich müssen die Vögel und Eichhörnchen auch leben. Deshalb kann das Zweibein gar nicht genug Sonnenblumen anpflanzen, damit es für alle reicht. Aber es hilft, wenn das Zweibein ein dünnes Tuch über den Blütenkopf legt und festbindet, dann kommen die Vögel und Eichhörnchen nicht mehr an die Kerne. Man kann ihnen ein paar Blumen lassen, aber so auch was für uns schützen, clever-MUIG.


Oscar

OSCAR: Ganz schön raffiniert, bewundernd-MUIG. Aber Sonnenblumenkerne sind auch zuuuuu lecker. Und wahnsinnig gesund.

PEBBLES: Ja, die haben total viel Eiweiß und über 90 % ungesättigte Fettsäuren, außerdem die Vitamine E, B, A, F, Karotin, Calcium, Jod und Magnesium. Die Kerne schützen z.B. vor Lippengrind. Allerdings sind es auch echte Kalorienbomben, bedauernd-MUIG.

TOFFEE: Wenn man die Kerne geerntet hat, schneidet man die Pflanze dann ab, aber die langen Wurzeln lässt man im Boden, weil die dort verrotten und den Boden auflockern und ihn verbessern, indem sie die Erde mit Nährstoffen anreichern, informier-MUIG. Das freut die neuen Sonnenblumen im nächsten Jahr.

JOYCE: Allerdings kann uns das Zweibein die feinen Kerne nicht einfach so geben wie sie aus der Sonnenblume kommen, warnend-MUIG. Da ist dann nämlich um jeden Kern eine harte Schale drumrum. Und wir können die Kerne beim Essen nicht schälen wie das die Vögel machen.

DAISY: Kann man denn die Schale nicht mitessen?

TOFFEE: Im Prinzip schon. Das machen wir auch, wenn man uns die ungeschälten Kerne hinlegt. Aber erstens schmecken geschälte Kerne viel besser und zweitens besteht beim Mitessen der Schalen das Risiko, dass wir uns an den harten Schalen im Mäulchen verletzen oder ein Stück Schale sich zwischen unseren Zähnen verklemmt und wir dann nicht mehr richtig kauen können, Horrorvorstellung-MUIG. Das ist dann gefährlich. Und wozu haben wir schließlich ein Zweibein?

DAISY: Damit es uns die Kerne schält?

OSCAR: Richtig, das gehört zum perfekten Service dazu, zufrieden-MUIG.


Pebbles

PEBBLES: Für uns Meeris sollte das Zweibein schöne große Sonnenblumen pflanzen und nicht so kleine Sorten. Die kleinen werden nämlich oft mit Hormonen behandelt, damit sie klein bleiben, igitt-MUIG. Und diese Hormone schaden uns, wenn wir die Pflanzen oder Kerne essen.

DAISY: Die ursprünglichen wilden Sonnenblumen stammen aus Nord- und Mittelamerika. Die Inkas zum Beispiel haben die Sonnenblume als Abbild des Sonnengottes verehrt. Um 1552 haben spanische Seefahrer die Sonnenblume dann nach Europa gebracht, wo sie zunächst nur als Zierpflanze angebaut wurde.

JOYCE: Und inzwischen werden weltweit etwa 48 Millionen Tonnen Sonnenblumenkerne jährlich geerntet, Vorstellungskraft-übersteig-MUIG.

OSCAR: Kein Wunder. Das sind ja echte Wunderkerne, bewundernd-MUIG. Man kann sie pur essen, damit kochen und backen, sie als Kaffeeersatz einsetzen und Öl daraus machen, weil ihr Ölgehalt bei ungefähr 50% liegt. Das Öl kann als Speiseöl verzehrt werden. Man kann aber auch Schmieröl, Treibstoff und Weichmacher daraus machen. Man tut es in Salben und Cremes, behandelt damit Verstopfung, Rheuma und Wunden und verwendet es in Medizinkapseln. Außerdem wird es für Farben und Lacke verwendet und als Konservierungsmittel bei der Bearbeitung von Leder und Tuch. Und etwa 1/10 des europäischen Biodiesels wird aus Sonnenblumenöl und Methanol hergestellt.

TOFFEE: Ts-ts-ts-MUIG. Diese Menschen, immer müssen sie feine Lebensmittel zweckentfremden. Heutzutage unterteilen sie Sonnenblumen in vier Typen: Der Öltyp hat besonders viele Röhrenblüten und die Sonnenblumenkerne haben nur ganz wenig Schalenanteil. Der Futtertyp hat viel Blattsubstanz und wird als Grünfutterpflanze und zur Silagegewinnung verwendet. Der Ziertyp wächst in Gärten und hat oft mehrere Blütenstände pro Pflanze. Der Speisetyp hat vor allem viele große und locker sitzende Kerne, das ist mein persönlicher Favorit, überzeugt-MUIG.


Oscar & Joyce

DAISY: Jetzt haben wir die ganze Zeit über die einjährigen Sonnenblumen geredet. Was ist denn mit den Stauden, neugierig-MUIG?

TOFFEE: Ich bin kein Freund der Sonnenblumen-Stauden, skeptisch-MUIG. Meistens sind die kleiner als die typischen einjährigen und haben zwar oft viele Blüten an einem Stängel, aber halt viel kleinere, in denen keine anständigen Kerne reifen. Die können sich die Zweibeiner ja als Zierde pflanzen, aber wer Vögel und Eichhörnchen und vor allem uns ernähren will, braucht einjährige mit Kernen.

JOYCE: Dann machen wir's doch einfach kurz mit den Stauden: Man kann sie auch aussäen, aber erst im August. Man vermehrt sie aber besser durch Teilung der Stauden oder das Abstechen von Ausläufern der Wurzeln. Die wuchern nämlich wie verrückt und breiten sich im Boden überall hin aus und verdrängen die anderen Pflanzen. Dafür sind die meisten Stauden-Sonnenblumen winterhart und blühen viele Jahre im Garten. Wir Meeris können die auch komplett vom Stängel bis zur Blüte essen, aber ehrlich, wir stehen schon vor allem auf Sonnenblumenkerne, zugeb-MUIG.

OSCAR: So, das war unser Plädoyer für die einjährigen.

PEBBLES: Naja, es gibt aber schon eine leckere Ausnahme: Topinambur!

DAISY: Was hat denn Topinambur mit Sonnenblumen zu tun, verständnislos-MUIG?

PEBBLES: Topinambur gehört als eigene Art zur Gattung der Sonnenblumen. Er heißt auch Helianthus tuberosus und ist eine Sonnenblumenstaude, verkünd-MUIG.

OSCAR: Das hab' ich nicht gewusst, verblüfft-MUIG.


Oscar

PEBBLES: Tja, man lernt nie aus. Der Name kommt von dem indianischen Volk der Tupinambá. Die Topinambur-Pflanze wird bis zu 3 m hoch. Sie treibt aus den Knollen mehrere aufrechte und verzweigte Stängel mit 4 bis 8 cm großen Blütenständen mit gelben Zungenblüten außenrum. Topinambur ist eine Kurztagspflanze. Sie blüht zwischen August und November, aber erst, wenn eine bestimmte Tageslänge unterschritten wird, aufklär-MUIG.

JOYCE: Das Spannende ist, dass Topinambur unterirdische Rhizome mit Knollen bildet, die so groß sind wie Kartoffeln. Die überstehen im Winter sogar -30°C und sobald es wieder warm wird, wuchern die Rhizome los und erobern in Nullkommanichts den ganzen Garten und verdrängen alles andere. Wer Topinambur pflanzen will, muss eine solide Wurzelsperre anlegen, sonst hat er bald nichts anderes mehr, warnend-MUIG.

OSCAR: Die Knollen sind ja auch so wahnsinnig gesund, weil sie zu 16 % aus Kohlenhydraten in Form des Mehrfachzuckers Inulin bestehen. Das ist ein unverdaulicher langkettiger Zucker, der als Ballaststoff im Darm wirkt. Inulin wird zur Behandlung von Diabetes verwendet, senkt die Blutfettwerte und fördert die Anwesenheit von Bifidobakterien, die halten schädliche Bakterien und Krankheitserreger in Schach. Ganz schön tolle Knolle, bewundernd-MUIG.

DAISY: Also ist Topinambur quasi der dickste Sonnenblumenkern, den es gibt.

JOYCE: Naja, botanisch nicht, weil's ja kein Kern ist, aber im übertragenen Sinn lassen wir das mal so stehen.


Toffee

OSCAR: Ich hätte jetzt total Lust auf ein paar Sonnenblumenkerne, aber diese Woche sind wir gekniffen, frustriert-MUIG. Die Mama Kerstin ist noch im Urlaub und unsere Urlaubs-Annika kommt heute erst später. Es ist echt keiner da, der uns jetzt was bringt zum Ende unserer Folge.

PEBBLES: Das ist jetzt schon grad' ein bisschen traurig. Dabei sehe ich die Dose mit den Sonnenblumenkernen da drüben stehen sehnsüchtig-MUIG.

OSCAR: So nah und doch so fern, bekümmert-MUIG.

TOFFEE: Nun hört auf Trübsal zu blasen. Wir haben noch mehrere große Heuberge. Und Heu ist immer was feines. Ran an den Heuhaufen, Kinder, und nächsten Samstag ist unsere Mama Kerstin wieder da.

DAISY: Da freu' ich mich schon. Also sagen wir jetzt tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche…

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