Oscar

OSCAR: Hallo Leute, hier ist wieder euer Oscar.

Ihr wisst ja, dass wir engagierte Tierschutz-Aktivisten sind und nicht nur um unsere Meerifreunde in aller Welt besorgt sind, sondern um das Wohl aller Tiere.

DAISY: Deshalb finden wir, dass es mal wieder Zeit wird für eine Folge, mit der wir euch alle für das allgegenwärtige Tierleid sensibilisieren und zu mehr Tierschutz motivieren möchten, engagiert-MUIG.

JOYCE: Ja, im Februar 2017 ist die Henry & Co. Folge 50 erschienen, in der Henry, Clara, Toffee und Jane euch über den Horror von Tierversuchen berichtet haben, grusel-MUIG.

TOFFEE: Erinnert ihr euch noch an die armen Ratten, die in Glasbehältern schwimmen mussten, aus denen es kein Entkommen gab, weil die Forscher wissen wollten, wann sie merken, dass sie keine Chance haben und wie sie dann reagieren, mitleidig-MUIG.

OSCAR: Das ist jetzt zwei Jahre her und genau diese Versuche werden immer noch gemacht. Dabei hat man schon so viele Ratten dafür gequält, dass man meinen sollte, allmählich müssten die Forscher wissen, was sie wissen wollten. Aber es hört einfach nicht auf, bekümmert-MUIG.

PEBBLES: Und das ist das, was uns so fertig macht, es ändert sich kaum was zu Gunsten der Tiere oder halt nur quälend langsam, traurig-MUIG. Deshalb wollen wir euch heute einige Tierfakten erzählen, von denen ihr vielleicht gar nichts wisst.

JOYCE: Aber Vorsicht, das ist ganz schön schockierend! Wer sich nur mit harmlosen Geschichten von niedlichen Meerschweinchen befassen möchte, der liest jetzt besser nicht weiter, sondern schaut nächste Woche wieder rein, warnend-MUIG!

DAISY: Ich finde aber, ihr solltet das wissen. Nur wer was weiß, kann auch dazu beitragen, dass sich was verbessert.

TOFFEE: Wusstet ihr, dass 2017 schon wieder über 2,8 Mio. Tiere nur in Deutschland für Tierversuche verwendet wurden? Und mit verwendet meine ich furchtbare Quälereien, Gänsehaut-krieg-MUIG. Zwei Drittel sind Mäuse, dann kommen Ratten, Fische und Kaninchen.

OSCAR: Und die Hälfte der Tierversuche dient der Grundlagenforschung. Das heißt, dass der Versuch gar keinem Zweck dient, sondern nur die Neugier des Forschers befriedigt, zornig-MUIG.


Oscar, Pebbles, Joyce, Toffee, Daisy

PEBBLES: Und die Tierschutzorganisationen werden immer mehr daran gehindert uns Tiere zu schützen. In ein paar Bundesländern gibt es die Tierschutzverbands­klage. Das heißt, dass Tierschutzorganisationen Präzedenzfälle vor Gericht bringen können und wenn das Gericht entscheidet, dann gilt das auch für andere gleich­gelagerte Fälle. Aber hier bei uns in Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung die Tierschutzverbandsklage Ende 2018 einfach wieder abgeschafft. Das ist ein herber Rückschlag für uns Tiere, frustriert-MUIG.

JOYCE: Dann kommen wir zum Pelz, ein Tierschutz-Dauerbrenner. Zum Glück haben inzwischen einige namhafte Modelabel Echtpelz aus ihren Kollektionen verbannt, erleichtert-MUIG. Aber das gefällt den Jägern gar nicht.

DAISY: Stellt euch vor, der Deutsche Jagdverband und der Landesjagdverband Baden-Württemberg haben 2016 die "Fellwechsel GmbH" gegründet. Die kriegt von Jägern die Pelze geschossener oder in Fallen gefangener Tiere und verarbeitet und vermarktet die als angeblich naturnah und ökologisch. Und das wird auch noch mit Steuergeldern gefördert, empört-MUIG.

PEBBLES: Ja, allein Sachsen-Anhalt hat die GmbH 2018 mit 100.000 € gefördert und ihr noch drei Dutzend Kühltruhen und vier Kühlcontainer finanziert, wutschnaubend-MUIG. Erfreulicherweise schreibt die GmbH aber wohl ziemlich rote Zahlen, grimmig-befriedigt-MUIG.

TOFFEE: Jedenfalls bitten wir euch heute, auf Echtpelz bei eurer Bekleidung und den Accessoires zu verzichten, flehend-MUIG. Pelz heißt immer Tierleid. Und Pelz ist auch nicht ökologisch. Beim Gerben werden total giftige Chemikalien eingesetzt und es braucht 20 Mal mehr Energie einen echten Pelzmantel herzustellen als einen Kunstpelz. Wir Meeris finden Kunstpelz toll, dafür stirbt kein Tier qualvoll in einer Falle oder an einer Schrotladung.

OSCAR: 85 % der Tiere, die für ihren Pelz getötet werden, waren in einer Pelzfarm in winzigen Käfigen, wo sie vor sich hinvegetiert sind oder Hospitalismus bekamen oder aggressiv wurden, hader-MUIG.

DAISY: Und in der Pelzindustrie werden größere Tiere oft durch anale Elektroschocks getötet, während man kleinere Tiere einfach tot schlägt oder tot tritt. Aber immer wieder kommt es vor, dass ein Tier noch lebt, wenn es gehäutet wird. Dann kann es sein, dass es danach noch mehrere Minuten lebt, bevor es durch den Tod erlöst wird, Stimme-versag-MUIG.

JOYCE: Der bloße Gedanke daran ist unerträglich, elend-MUIG. In Deutschland gibt es wohl derzeit nur noch eine einzige Pelzfarm mit Nerzen in Nordrhein-Westfalen. Vier weitere in Ostdeutschland wurden in den letzten beiden Jahren geschlossen.


Joyce

(Joyce liest auf der Homepage von PETA Deutschland e.V. den Artikel https://www.peta.de/pelzfarmverbot)

TOFFEE: Das ist eine gute Nachricht, trotzdem sitzen weltweit jedes Jahr 110 Mio. Tiere in Pelzfarmen und warten auf ihren Tod. Füchse, Nerze, Marderhunde etc.

PEBBLES: Und in Finnland werden in Pelzfarmen Monsterfüchse gezüchtet. Die sind monströs groß und haben doppelt so viel Fell wie normal, das wächst in großen Hautfalten um sie 'rum, bloß damit die Menschen pro Fuchs mehr Fell ernten können als normal, voller-Verachtung-MUIG.

OSCAR: Und die Chinesen verarbeiten praktisch jeden Pelz, egal von welchem Tier. Etwa 2 Mio. Hunde und Katzen werden dort jedes Jahr zu Schuhen und Accessoires verarbeitet. Und weil das nicht gekennzeichnet wird, erkennt man es nicht. Eure Fellbommel an der Mütze oder euer Schlüsselanhänger kann also ohne weiteres mal als Katze in China unterwegs gewesen sein, warnend-MUIG.

JOYCE: Und wiegt euch nicht in Sicherheit. Eure schicken italienischen Schuhe könnten mal ein chinesischer Hund gewesen sein. Die Schuhe werden nach Italien verschickt und dort zieht man nur noch die Schnürsenkel rein und weil der letzte Arbeitsschritt in Italien erfolgt ist, darf auf den ganzen Schuh ein Aufkleber "Made in Italy", erklär-MUIG.

DAISY: Aber nicht nur Pelz und Leder sind ein Problem, sondern auch Federfüllungen, besonders Daunen. Manche armen Gänse und Enten werden mehrmals in ihrem Leben einfach gerupft, ohne Betäubung, aua-MUIG, weil die Menschen Daunenjacken und Daunenkissen lieben. Und die schicken Zertifikate, die dann dran kleben, sind ganz oft gefälscht.


Daisy

TOFFEE: Da hilft nur, auf Daunen ganz zu verzichten, wenn ihr sicher sein wollt, dass keine Gans oder Ente wegen euch leiden oder sterben muss, bittend-MUIG. Die armen Gänse sitzen oft zu tausenden dicht an dicht in dunklen dreckigen Hallen auf irgendwelchen Zuchtfarmen. Glaubt also nicht der schönen Werbung der Hersteller von Daunenprodukten. Ein namhafter Daunenjackenhersteller verkauft Lebend­rupf-Daune, versucht das aber zu verschweigen, pfui-bah-MUIG.

OSCAR: Deshalb informiert euch bitte ganz sorgfältig. Oder noch besser, kauft synthetische Daunenfüllungen. Die sind heute schon ganz toll, weich und warm. Echte Federn braucht's da gar nicht mehr, ehrlich-MUIG.

PEBBLES: Und wenn ihr nächste Weihnachten eine feine Weihnachtsgans essen wollt, denkt bitte erst daran, dass 87 % der in Deutschland verspeisten Gänse aus dem Ausland kommen, meistens aus Polen oder Ungarn. Dort sind der Lebend­rupf und die Stopfmast für Gänseleber erlaubt, voller-Abscheu-MUIG. Euer Gänsebraten war also wahrscheinlich mal ein intelligentes, soziales und fühlendes Lebewesen, das gnadenlos bis zur monströsen Leberverfettung zwangsgemästet und nebenher lebendgeruft wur­de, um dann in einem furchtbaren Tiertransporter zum Schlachthof gefahren zu werden, wo ihm unzureichend betäubt und kopfunter hängend die Kehle aufgeschnitten wurde, damit das arme Tier ausblutet in hilfloser Angst und Panik, verzweifelt-MUIG.

DAISY: Dass die Menschen sowas essen und dann noch fröhlich feiern können, verständnislos-MUIG.

JOYCE: Tiertransporte; da sagst du was, Pebbles. Ich weiß nicht, warum Menschen lebende Tiere in einen LKW sperren und sie tagelang ohne Wasser und Futter in ihren Fäkalien stehend bei Hitze oder Kälte in andere Länder fahren, um sie dort zu schlachten, fassungslos-MUIG. Man kann sie doch da schlachten, wo sie aufgewachsen sind, wenn man schon meint, man muss Tiere konsumieren. Wenn man das Fleisch nach der Schlachtung wegfährt, erspart man doch den Tieren wenigstens diese Höllenfahrt.


Pebbles

(Pebbles liest auf der Homepage von PETA Deutschland e.V. den Artikel https://www.peta.de/tiertransporte)

PEBBLES: Genau. Es werden jedes Jahr 4 Mio. Tiere per Tiertransport in Länder außerhalb der EU transportiert. Und eine Fahrt von Deutschland in die Türkei dauert ungefähr 70 Stunden! Da kann man sich den Zustand der Tiere bei der Ankunft vorstellen, kummervoll-MUIG.

TOFFEE: Und dabei haben die Tiere ja schon vor dem Tiertransport die Hölle hinter sich. 95 % der Tiere leben in der konventionellen Tierhaltung. Und Bio ist auch keine Himmelsweide. Das Tier wird überall als Wirtschaftsgut gesehen, das am Ende geschlachret wird und Profit bringen muss, traurig-MUIG.

DAISY: In Deutschland werden jedes Jahr 58 Mio. Schweine, 600 Mio. Hühner, etwa 3,5 Mio. Rinder und 110 Mio. Puten, Enten, Gänse und Kaninchen geschlachtet.

OSCAR: Fangen wir mal mit dem Leid der Schweine an. Erstmal kriegen sie in den ersten Lebenstagen die Ringelschwänzchen abgeschnitten, dann werden ihnen die großen Eckzähne abgeschliffen, alles ohne Betäubung. Und dann werden die kleinen Eber ohne Betäubung kastriert, 20 Mio. kleine Eber pro Jahr, damit ihr Fleisch später keinen Ebergeruch entwickelt. Das tut alles schrecklich weh, Horror-MUIG. Die EU hat das Verstümmeln der Schwänzchen schon verboten, aber in Deutschland macht man's trotzdem noch. Und die betäubungslose Kastration wurde hier schon 2013 verboten, aber erst mit einer Frist zum 31.12.2018.

JOYCE: Die Schweinemäster sollten 5 Jahre Übergangsfrist haben, um Methoden zu entwickeln, die Eber schmerzfrei zu kastrieren. Aber die Schweinemäster hatten daran gar kein Interesse, weil jede Methode mehr kostet als keine Methode, angewidert-MUIG. Und am 31.12.2018 haben die Schweinemäster gejammert und gequiekt, dass es noch keine geeignete und billige Methode gebe und die Regierung hatte mit den Schweinemästern mehr Mitleid als mit den kleinen Ebern, noch-angewiderter-MUIG. Also wurde das Verbot der betäubungslosen Kastration nochmal um zwei Jahre vertagt. Und wer weiß, was dann ist.

TOFFEE: Aber es gibt doch schon Methoden, irritiert-MUIG. Man kann eine Vollnarkose machen oder eine Immunokastration. Das ist sowas wie eine Impfung gegen den Ebergeruch.

JOYCE: Das kostet aber 3 € pro Eber und das ist es den Menschen nicht wert, um einem kleinen Schweinchen solches Leid zu ersparen, ohne-Worte-MUIG.

DAISY: Bah-MUIG, ich würde allen Schweinemästern die Testikel abbeißen, wenn ich könnte, auch ohne Betäubung, hilflos-frustriert-MUIG.

TOFFEE: Igitt!!!.

PEBBLES: Den Sauen geht's auch nicht besser. Die werden in so winzigen Kastenständen eingepfercht, dass sie sich nicht mal umdrehen oder um ihre Ferkel kümmern können, kummervoll-MUIG. Sie müssen auf harten Spaltböden stehen, wovon sich ihre Gelenke entzünden, und von dem bestialischen Ammoniakgestank der Ausscheidungen kriegen sie Atemwegserkrankungen.


Toffee

(Toffee liest auf der Homepage von PETA Deutschland e.V. den Artikel https://www.peta.de/schweinezucht-guenthersdorf)

TOFFEE: Und diese furchtbaren Mastbetriebe werden praktisch nie kontrolliert, zornig-MUIG. In Niedersachsen muss ein Betrieb nur alle 21 Jahre mit einer Kontrolle rechnen und in Bayern sogar nur alle 50 Jahre. Und selbst wenn mutige Tierschützer grauenvolle Zustände aufdecken, werden die Verstöße fast nie bestraft, sondern die Verfahren von den Gerichten eingestellt, außer-sich-vor-Wut-MUIG!

OSCAR: Ja, aber die Tierschützer, die in so einen Betrieb einsteigen und filmen, um auf das Tierleid aufmerksam zu machen, werden kriminalisiert. Die Bundes­land­wirtschaftsministerin will jetzt ein Gesetz durchdrücken, das Stall­ein­brü­che und Filmaufnahmen von Tierschützern hart bestraft. Das ist doch pervers, fassungslos-MUIG.

JOYCE: Wusstet ihr, dass nicht nur 58 Mio. Schweine pro Jahr in Deutschland geschlachtet werden, sondern weitere 13 Mio. Schweine schon während der Aufzucht an der schlechten Haltung sterben und beim Abdecker als Müll entsorgt werden? Das nennt man Falltiere. 13 Mio. denkende und fühlende Lebewesen für nichts und wieder nichts gequält und entsorgt, von-Kummer-überwältigt-MUIG.

DAISY: Bei den Rindern ist es nicht besser. Zu den 3,5 Mio. geschlachteten kommen weitere 580.000 Rinder als Falltiere. Und was auch noch ganz schrecklich ist, ist, dass von den Lebensmitteln aus Rindfleisch jedes Jahr soviel ungegessen wegge­wor­fen wird, dass es nochmal 230.000 Rindern entspricht, die ohne diese Verschwendung nicht geschlachtet werden müssten. Aber für die Zweibeiner scheint es ganz natürlich zu sein, jeden Tag Fleisch zu essen und einfach wegzuwerfen, was man nicht mehr mag, ganz-und-gar-verständnislos-MUIG.

PEBBLES: Wenn man die Menschen nur dazu bewegen könnte, uns Tiere auch als denkende und fühlende Lebewesen mit einem Recht auf Leben und anständige Behandlung wahrzunehmen und nicht nur als Konsumgut, das möglichst viel Profit einbringen muss, wehmütig-MUIG.


Joyce, Daisy, Pebbles

OSCAR: Leider arbeiten in der Tierindustrie auch viele Menschen, die kein Mit­ge­fühl mit Tieren haben. Manche quälen sogar gerne Tiere, weil sie sich dann stark und mächtig fühlen, schüttel-vor-Abscheu-MUIG.

TOFFEE: Erst vor kurzem ist in Oldenburg ein Rinderschlachthof geschlossen wor­den, weil die Zustände dort so unerträglich waren, dass diesmal die zuständigen Zweibeiner es nicht ignorieren konnten. Dort wurden unbetäubte Rinder zer­teilt, elend-MUIG . Nur gut, dass mutige Tierschützer das aufgedeckt haben.

JOYCE: Überall werden in der Tiermast Tiere gequält und misshandelt. Das können wir hier heute gar nicht alles aufzählen. Babyrindern werden ohne Betäubung die Hornansätze ausgebrannt, das sind ganz furchtbare Schmerzen, mitleidig-MUIG.

PEBBLES: Und Puten schneidet man den empfindlichen Vorderteil des Schnabels ab. Und man hat ihnen eine so große Brust angezüchtet, dass ihre Beine ihr Ge­wicht nicht mehr tragen können und sie nach vorn umfallen.

TOFFEE: Und die armen hochgezüchteten Legehennen legen inzwischen 300 Eier pro Jahr. Das schaffen sie aber nur etwas über ein Jahr lang, dann sind sie kör­perlich verbraucht und enden als Suppenhuhn, frustriert-MUIG. Das ist total unnatürlich. Eigentlich kann ein Huhn 10 Jahre alt werden, dafür legt ein normales Huhn aber auch nur zwischen 10 und 40 Eiern pro Jahr, genau soviele wie es auch ausbrüten kann.

DAISY: Dafür werden die männlichen Küken der hochgezüchteten Legehuhnsorten immer noch im Alter von einem Tag lebendig geschreddert, Horror-MUIG. 40 Mio. jedes Jahr. Die legen ja keine Eier und zum Mästen werden sie nicht fett genug.  

PEBBLES: Dafür werden Masthähnchen, Enten und Truthähne so schnell fett ge­mä­stet, dass total viele an einem Herzinfarkt sterben. Zu den 600 Mio. geschlach­teten Masthühnern kommen nochmal 32 Mio. Falltiere, kummervoll-MUIG.

TOFFEE: Den armen Milchkühen hat man inzwischen so riesige Euter angezüchtet, dass sie fast nicht mehr laufen können. Die meisten leiden an Mastitis und Läh­mun­gen, weil sie dauernd auf hartem Betonboden stehen. Und weil sie wie die Menschen nur Milch geben, wenn sie ein Kalb haben, müssen sie jedes Jahr ein Kalb kriegen, das ihnen dann sofort weggenommen wird, mitleidig-MUIG. Die armen Milchkühe sind nach etwa 4-5 Jahren so verbraucht, dass man sie schlachtet. Dabei können Kühe 25 Jahre alt werden.

Oscar

Oscar liest auf der Homepage von PETA Deutschland e.V. den Artikel https://www.peta.de/blutfarmen-pferdeblut-fuer-die-deutsche-schweinezucht

OSCAR: Und dann gibt es noch die Pferdeblutfarmen in Argentinien und Uruguay, entsetzt-MUIG. Dort zapft man schwangeren Stuten jede Woche 1-2 Mal etwa 10 Liter Blut ab, daraus gewinnt man das Hormon PMSG. Das setzt man in Europa in der Schweinemast ein. Dadurch kriegen die Sauen ihre Ferkel alle gleich­zeitig. Außerdem kriegen sie davon mehr Ferkel und die haben dann eine kürzere Pubertät und können wieder früher besamt werden.

JOYCE: Die Stuten gehen daran zugrunde. Ein Pferd hat etwa 45 Liter Blut. Durch das Abzapfen sterben 30 % der Stuten. Die Fohlen der überlebenden Stu­ten werden dann fix abgetrieben, um die Stuten neu zu decken, weil das Hormon vor allem in den ersten Schwangerschaftswochen produziert wird. Was-für-ein-Horror-MUIG.

DAISY: Und in Australien schneidet man den Merinoschafslämmern mit einer scharfen Schere ohne Betäubung die Hautfalten rund um Schwanz, After und Vulva weg, um einen Befall mit Fliegenlarven zu vefhindern, allein-den-Gedanken-kaum-aus­halt-MUIG. Die Wunde wird dann nicht versorgt, sondern muss von selbst heilen. Auf dem glatten Narbengewebe wächst dann keine Wolle mehr und es kann sich nichts einnisten. Das nennt man "mulesing". Deshalb achtet bitte darauf, keine Klei­dung zu kaufen, bei der Wolle aus Australien verwendet wurde.

Daisy

(Daisy liest auf der Homepage von PETA Deutschland e.V. den Artikel www.peta.de/mulesing/#lightbox/0/)

PEBBLES: Und kauft bitte keine Hundewelpen bei irgendwem aus dem Kofferraum oder bei eBay, eindringlich-MUIG. Die sind oft schwer krank und ihre armen Mütter werden irgendwo schlecht gehalten und als Gebärmaschinen missbraucht.

TOFFEE: Man könnte die ganze Zeit nur weinen, wenn man sich bewusst macht, wie viele Tiere gequält und ausgebeutet werden wegen der Gier der ganzen Betreiber dieser gnadenlosen Tierindustrie, verzweifelt-MUIG.

OSCAR: Naja, die Verbraucher tragen auch ganz viel zu dem Elend bei, weil sie dau­ernd Fleisch und Wurst essen wollen, aber es muss halt billig sein. Da kauft sich so ein Zweibein einen tollen Supergrill, der kostet schnell mal 1.000 €, aber das Steak drauf darf kaum ein paar Cent kosten, verächtlich-MUIG.

DAISY: Könntet ihr Zweibeiner nicht einfach weniger Fleisch essen, vorschlag-MUIG? So gesund ist es gar nicht und veganes Essen ist gleichzeitig aktiver Tierschutz. Schaut mal, wir Meeris sind auch Veganer und es geht uns gut damit und wir sind glücklich.

JOYCE: Tja, und dann lasst ihr am Besten auch gleich den Fisch weg. Seefisch ist bedenklich, weil die Meere schon total überfischt sind. Aber wenn ihr z.B. mal eine Pangasiuszucht in Vietnam anschaut, mögt ihr auch keinen Zuchtfisch mehr. Die armen Fische werden in Becken gepackt wie Heringe in einer Dose, können sich nicht bewegen und dümpeln nur in einer Kloake aus Fäkalien und Antibiotika, würg-MUIG.

TOFFEE: Leider könnte man endlos weitererzählen. Bitte bitte, liebe Zweibeiner, versucht doch ein bisschen bewusster zu leben und beim Einkaufen und Essen und überhaupt jeden Tag stärker auf den Schutz von uns Tieren zu achten, hoffnungsvoll-MUIG.

Oscar

OSCAR: Schaut uns Tieren in die Augen und ihr werdet sehen, wie dankbar wir euch sind, wenn ihr gut zu uns seid.

KERSTIN-ZWEIBIN: Ihr seid wieder völlig fertig heute, nicht wahr? Aber ihr habt Recht, man darf die Augen nicht verschließen vor diesem Elend. Jetzt versucht aber, euch wieder über euer Leben zu freuen. Hier, ich hab euch frischen Basili­kum mitgebracht.

PEBBLES: Danke, Mama Kerstin. Und in der nächsten Folge wollen wir ein Ge­winn­spiel machen, ihr dürft gespannt sein. Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche…

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"Auf Wiedersehen, kleiner Freund!" war mein erster Gedanken, als ich Meyk am Dienstagabend nach kurzer, sehr schwerer Krankheit eingeschlafen vorgefunden habe...

Meyk kam im März letzten Jahres zu uns in der Verein, da ein Familienmitglied der bisherigen Gurkengeber eine starke Allergie gegen die Schweinchen entwickelt hatte.
Schon beim Eingangs-Check war der Pflegestelle aufgefallen, dass er einige Tumore im Unterbauchbereich hatte und für sein Alter träge und viel zu dick war.
Auch der tierärztliche Check ergab die Diagnose, dass Meyk zu den Tumoren am metabolischen Syndrom litt. Er wurde mit guten Medikamenten versorgt, die seine Leber entlasten und dafür sorgten, dass sein Stoffwechsel sich normalisiert.
Als sich Meyk in seiner Gruppe nicht mehr wohl fühlte, durfte er im September 2018 in die große gemischte Gruppe in der Patenpflegestelle Malsch umziehen.
Hier hat er mit allen Mitschweinchen Freundschaft geschlossen und war bis vergangene Woche einfach ein glückliches, etwas pummeliges Schweinchen.

Am Samstagabend fiel uns auf, dass Meyk nicht sofort zum Gemüseteller geeilt ist, um sich sein geliebtes Paprika-Innenleben mit Kernen zu bunkern, sondern dieses großzügig seiner Freundin Chestnut überlassen hat. Er selbst kaute auf ein paar Kräutern und Salatblättern herum. Am nächsten Morgen schien alles normal zu sein - Sonntagabend wollte er nur noch Petersilie, so dass wir angefangen haben, ihn zuzufüttern und die ersten Notfallmedikamente verabreicht habe. Am Montagmorgen haben wir ihn warm eingepackt und sind sofort zu unserer Tierärztin gefahren.
Das Röntgenbild zeigte ein heftiges Lungenödem, das wir mit Sauerstoffzufuhr und allen stabiliserenden Medikamten versorgt haben. Vermutlich hatten die Tumore gestreut.
Seine Chance war gering - dennoch wollten wir es versuchen.

Leider besserte sich sein Zustand nicht und er ist am Dienstagabend zu Hause im Kreis seiner Freunde eingeschlafen. Grazia und Chestnut waren dicht bei ihm gelegen und haben ihn zum Fuß der Regenbogenbrücke begleitet... Leb' wohl, lieber Meyk!

Meyk wäre im März erst 3 Jahre jung geworden.

Eines Morgens wachst du nicht mehr auf.
Die Vögel singen, wie sie gestern sangen.
Nichts ändert diesen neuen Tagesablauf.
Nur du bist fortgegangen.
Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen dir Glück.
                                       
Johann Wolfgang von Goethe


 

Patenschweinchen Freia wünscht allen Lesern eine entspannte Woche

 


 

April kam im März 2018 zu uns in den Verein, da die Haltung beendet werden sollte. Die bildschöne Maus war ein Leichtgewichtchen, ansonsten war zunächst nichts bei ihr auffällig. Dies änderte sich allerdings schnell, denn an beiden Flanken verlor sie Fell. Zysten waren nicht tastbar, beim Tierarzt wurde festgestellt, dass die zarte Maus einen Tumor überhalb der Gebärmutter hatte. Aufgrund ihres geringen Gewichts war keine Operation möglich. So zog die liebe April in ihre Patentierpflegestelle und wurde mit allem verwöhnt was sie gerne mochte. Sie wurde homöopatisch unterstützt und mit Medikamenten behandelt, die das Tumorwachstum bremsen sollten. April fand sich auf Anhieb gut in der neuen Gruppe zurecht, sie zeigte sogleich ihr neugieriges und aufgewecktes Wesen. Sie bekam auch Päppelbrei als Zufutter wegen ihres geringen Gewichts, diesen liebte die Maus sehr und nahm ihn freudig entgegen. Sie kam immer gleich nach vorne an den Gehegerand geflitzt und wartete auf die Päppelspritze.

So ging alles seinen Gang und April fühlte sich wohl und war fit, bis sie am Abend des 05.01. schwere Blutungen bekam. Ihre Pflegemama fuhr sofort mit April zum tierärztlichen Notdienst. Die Tierärztin untersuchte die Maus gründlich, durch eine Ultraschalluntersuchung konnte erkannt werden, dass die Blutungen von den Eierstöcken kamen und der Tumor so weit angewachsen war, dass es keine Chance mehr gab, April zu helfen. Schwersten und traurigsten Herzens liess ihre Pflegemama die Maus dann sanft entschlafen. Sie vermisst ihre lebensfrohe kleine zarte Schweinedame sehr.

Im April diesen Jahres wäre April 6 Jahre alt geworden.

Und so nehmen wir heute traurigsten Herzens Abschied von dieser wunderbaren Schweinedame, die sich nie unterkriegen liess und stets so lebensfroh war!

 

Unser Herz will dich halten. Unsere Liebe dich umfangen.

Unser Verstand muss dich gehen lassen.

Denn deine Kraft war zu Ende und deine Erlösung Gnade.

(unbek. Verfasser)

 

Komm gut an geliebte Maus!

 


 

 

 


Joyce

JOYCE: Hallo Leute, hier ist wieder eure Joyce.

Ihr erinnert euch doch bestimmt daran, dass die Mama Kerstin mit jedem von uns eine Fotostrecke zu irgendeinem Thema machen wollte, fröhlich-MUIG.

OSCAR: Ja, dabei hatte ich schon gehofft, das Ganze sei in Vergessenheit geraten, weil nach Toffee und ihrer Birne in Folge 49 erstmal Ruhe war, seufz-MUIG.

DAISY: Träum weiter, mein Süßer, grins-MUIG. Wir Mädels vergessen das nicht.

PEBBLES: Heute bin ich dran, stolz-MUIG. Mir ist nämlich endlich was Niedliches eingefallen und ich finde, die Fotos sind gar nicht schlecht, stolz-verschämt-MUIG.

TOFFEE: Na, dann lass doch mal schauen, interessiert-MUIG.


Pebbles

OSCAR: Bären? Verblüfft-MUIG. Wie kamst du denn da drauf?

PEBBLES: Ich hatte plötzlich eine Eingebung. Und hier in der Wohnung gibts ja genug Bären.

TOFFEE: Ja, Gott sei Dank! Zweibeiner wollen ja immer knuddeln und kuscheln. Und die Mama Kerstin schaut uns auch oft an mit diesem Kuschel-Gier-Blick, schüttel-MUIG. Da ist es dann gut, wenn sie sich an einem Bären abreagieren kann und uns verschont.

PEBBLES: Zu mir sagt sie manchmal, ich sei auch so ein richtiger kleiner Kuschelbär, besonders wenn ich mich zum Chillen platt hinlege und das Fell so ein bisschen aufplustere. Da kam mir dann die Idee mit meinem Motiv.


Pebbles

TOFFEE: Naja, es sind wirklich niedliche Fotos, das muss ich ja zugeben, aber leider sind deine Bären nicht essbar, bedauernd-MUIG. Meine Birne durften wir ja hinterher aufessen.

JOYCE: Aber es gab ja direkt nach dem Fototermin schon wieder Buffet, tröstend-MUIG. Versäumt haben wir also nichts.


Daisy

DAISY: Naja, Buffet gibt's immer, argumentier-MUIG, aber wenn Pebbles sich eine Bananenstaude ausgesucht hätte, hätten wir ein Extraleckerchen abgestaubt. Banane gibt's selten, Wasser-im-Mäulchen-zusammenlauf-MUIG.

PEBBLES: Ich wollte aber was Niedliches und Bananen sind nicht niedlich, schon gar nicht in der Menge, verteidigend-MUIG.

OSCAR: Ach, lass dir deine Bären nicht madig machen, Pebbles, nur weil bei der einen oder anderen hier der Magen so tief hängt, unterstützend-MUIG.


Pebbles

TOFFEE: Hört, hört! Und das vom schnellsten Fresser der westlichen Hemisphäre.

OSCAR: Überhör-MUIG. Ich finde, du siehst wirklich gut aus in der Bärengruppe, Pebbles. Man sieht ja auf den ersten Blick kaum, wo DU bist. Du passt echt gut rein in die Bärenfamilie, lobend-MUIG.

PEBBLES: Am Anfang war ich noch ein kleines bisschen befangen und hab' zuerst versucht, unter den Bären einen Unterschlupf zu finden, zugeb-MUIG. Aber dann fand ich es eigentlich recht spannend und ich hab' dann erstmal alle Bären untersucht.

DAISY: Der große weiße da rechts hatte es dir wohl angetan, kicher-MUIG.

PEBBLES: Ja, der Eisbär war soooo weich und bequem, den hätte ich uns gerne mitgebracht, sehnsüchtig-MUIG. Der wäre hier drin auch ein wahnsinnig schönes Kuschelbett für uns.


Pebbles

DAISY: Dann wäre er aber bald ein Braunbär, kicher-MUIG.

PEBBLES: Die Mama Kerstin hatte auch ein bisschen Angst, dass ich ein Pfützchen auf ihn mache. Aber ich war ganz brav. Nicht mal ein einziges Köttelchen habe ich während der ganzen Sitzung fallen lassen, stolz-MUIG. Trotzdem konnte ich mich nicht lange auf dem Eisbären ausruhen, dann ging's schon weiter mit der Fotografiererei.

JOYCE: Hm, modeln ist wohl doch kein Traumjob, wenn man mal drinsteckt.

OSCAR: Das fürchte ich auch, mit-Grabesstimme-MUIG. Und ich hab' die Mühe noch vor mir.


Pebbles

DAISY: Hast du denn inzwischen wenigstens eine Idee, was du machen willst, neugierig-MUIG?

OSCAR: Wie man's nimmt. Die Mama Kerstin hat mir was vorgeschlagen und ich denke, das probiere ich auch. Aber glaubt bloß nicht, dass ich euch vorher ein Sterbenswörtchen verrate, geheimnisvoll-MUIG. Nur so viel: Es geht auch nicht um was Essbares.


Oscar

TOFFEE: Pah-MUIG, wenn du denkst, dass wir jetzt bohren und dich ausfragen und dann vor Neugier platzen, dann irrst du dich aber gewaltig.

OSCAR: Wenn du glaubst, dass ich auch nur gerne darüber rede, dann bist du schief gewickelt, zurück-pah-MUIG. Ich finde immer noch, dass das ganze 'Rumposieren Mädelskram ist.

JOYCE: Erst probieren, dann kritisieren, Oscar. Probier's doch erstmal aus, auf­munternd-MUIG.


Pebbles

TOFFEE: Und wenn du während deiner Fotosession die ganze Zeit murrst und purrst, macht es auch nichts, weil die Fotos ja zum Glück ohne Ton sind.

DAISY: Jetzt hört doch auf euch zu frozzeln. Heute ist Pebbels' Folge, da geht es um sie und nicht um euch.

PEBBLES: Danke, Daisy.

DAISY: Prust-MUIG! Was ist DAS denn??? Das ist doch kein Bär!?


Pebbles

PEBBLES: Nein, niemand weiß, was das ist. Die Mama Kerstin nennt es "die Tripse". Ich mochte aber die kleineren Bären lieber. Die Tripse war mir ein bisschen unheimlich, gesteh-MUIG.

OSCAR: Sie sieht auch nicht so kuschelig und bequem aus, mit-Kennerblick-taxier-MUIG.

PEBBLES: War sie auch nicht. Ich hab' mich dann mit dem süßen kleinen Bären beschäftigt. Der hatte so ein bezauberndes Lachen und eine ideale Größe, schwärm-MUIG. Erst dachte ich, der könnte vielleicht echt sein mit seinem offenen Mäulchen und den Zähnen darin. War er aber nicht.


Pebbles

JOYCE: Grins-MUIG, man sieht gleich, dass du auf ihn abgefahren bist.

PEBBLES: Ja, ich fing gerade an mich für ihn zu erwärmen, da kam schon wieder die Mama Kerstin und hat ihn mir weggenommen. Bloß weil ich ein wirklich nur ganz winziges Bisschen an ihm geknabbert habe, schmoll-MUIG. Aber Knabbern war auf der Tagesordnung nicht vorgesehen.

TOFFEE: Das hätte ich dir gleich sagen können, wissend-MUIG. Raven hat als Baby ihre ganzen Stofftiere aufgebissen und die Füllwatte rausgeholt. Die Mama Kerstin hat dann immer geschimpft und abends saß sie dann da und hat die Füllwatte wieder reingestopft und die Löcher zugenäht, schön mit verdeckten Nähten, damit Raven die nicht sofort wieder aufknibbelt, erzähl-MUIG. Verdeckte Nähte kann sie inzwischen richtig gut. Da ist dann schon klar, dasss ihre eigenen Bären auch nicht angenagt werden  dürfen.

DAISY: Ach deshalb sehen viele Spielsachen von der Raven aus wie Frankensteins Monster, Licht-aufgeh-MUIG.


Pebbles

PEBBLES: Ihr hättet mal Raven sehen sollen während ich da auf dem Sessel saß, vielsagend-MUIG. Sie saß daneben und hat richtig vibriert, weil sie auch gerne einen der Bären gehabt hätte. Dabei weiß sie genau, welches ihre Kuscheltiere sind und welche tabu sind, weil sie der Mama Kerstin gehören.

JOYCE: Sei du mal bloß froh, dass sie nicht auf den Sessel und auf dich drauf gesprungen ist, erleichtert-MUIG. Schließlich ist dieser Sessel das einzige Sitzmöbel, auf das sie auch darf.

PEBBLES: Ja, aber sie springt doch nur auf diesen Sessel, wenn die Mama Kerstin auch drin sitzt und liest, beruhigend-MUIG. Dann springt Raven noch mit drauf und legt sich so längs auf die Kerstin, dass die grad noch so lesen und mit einer Hand das Buch halten kann, während Raven in ihrem anderen Arm liegt und sich schmusen lässt. Meistens schläft sie dann dabei ein.


Pebbles

OSCAR: Nicht zu fassen! Ein 30-Kilo-Schoßhund, Kopf-schüttel-MUIG. Ich weiß nicht, wie die Mama Kerstin das aushält.

TOFFEE: Kicher-MUIG, sie hat dummerweise damit angefangen als Raven erst 5 Kilo hatte. Jetzt wird sie die Geister, die sie rief, nicht mehr los.

JOYCE: Na, DAS wär' doch auch mal ein Motiv für eine schicke Fotostrecke.


Pebbles

OSCAR: Es ist ja schon komisch, dass die Menschen ausgerechnet aus so einem großen Raubtier so ein Kuschelobjekt gemacht haben, wunder-MUIG. Da hätte man doch auch ein harmloseres Tier nehmen können.

TOFFEE: Ach, sie haben die Bären ja ganz schön verhohnepiepelt und entschärft. Das sieht man ja auf den Bildern hier. Die sehen alle nett aus und schmusig.


Toffee

JOYCE: Und es ist ja auch nicht bei Bären geblieben. Heutzutage gibt es so ziemlich alle Tierarten als Stofftier, die alle gar nicht mehr natürlich aussehen. Die Mama Kerstin hat jetzt zum Beispiel ein regenbogenfarbiges Alpaka zu Weihnachten bekommen, verrat-MUIG.

DAISY: Oooooh, schwärm-MUIG, das kenne ich ja noch gar nicht, schade-MUIG. Das hätte ich mir SOFORT ausgesucht. Das ist ja sooo romantisch und märchenhaft, genau wie ich, schwärm-MUIG.


Pebbles

PEBBLES: Das kannst du ja immer noch nehmen, wenn dir nichts anderes einfällt.

JOYCE: Wisst ihr, es heißt zwar StoffTIER, aber es ist ja nicht bei Tieren geblieben. Heutzutage gibt es Stoffobst, Stoffgemüse, Stoffbakterien und sogar Stoffsupermarktpreise zum Kuscheln, aufzähl-MUIG.

OSCAR: Diese Zweibeiner, Kopf-schüttel-MUIG.

DAISY: Warum kuscheln die Menschen denn nicht untereinander, wenn sie so gern kuscheln, verwundert-MUIG?


Pebbles

OSCAR: Ich glaube, weil sie alle nicht so richtig miteinander auskommen und Kuschelsachen unverbindlich und problemfrei sind, mutmaß-MUIG. Die haben keine Migräne, wenn man grad kuscheln möchte, streiten nie und man muss nachher nicht noch ihre getragene Wäsche waschen und bügeln.

TOFFEE: Ja, die Zweibeiner haben's auch nicht leicht. Da sind wir Meeris ehrlicher und sagen gleich, dass wir ein bisschen Abstand brauchen. Hey, der Zwerg da ist aber auch herzallerliebst! Da krieg ich ja fast wieder Muttergefühle, gefühlsduselig-MUIG.


Pebbles

PEBBLES: Ja, der ist ganz weich und er hat RIESENfüße. Ich hätte da gerne einfach noch ein bisschen gesessen mit ihm, weil das Schaffell da drunter auch total angenehm war. Ich war dann schon ein bisschen müde und wenn die Mama Kerstin dieses helle Fotografierlicht ausgemacht hätte, wäre ich glatt eingeschlafen.

DAISY: Ja, das sieht man. Du hast schon wieder deine Wamme als Kopfkissen aufgeschüttelt, despektierlich-MUIG.


Pebbles

OSCAR: Ich finde, du hast da eine feine Fotostrecke hingekriegt, Pebbles, Glückwunsch-MIUIG. Du hast aber auch das Glück, dass du nicht nur schön, sondern dabei auch noch fotogen bist.

PEBBLES: Oh, danke Oscar.

JOYCE: Wenn ich nur wüsste, was ICH nehmen soll…

DAISY: Kommt Zeit, kommt Motiv, Joyce. Lass es auf dich zukommen.

TOFFEE: Leute, wir müssen Schluss machen, da kommt die Mama Kerstin.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Hey, ich dachte ich hätte vorhin was von Banane gehört und da es die nicht so oft gibt, hab' ich euch mal eine halbe kleingeschnitten.

TOFFEE: Ein Traum wird wahr, selig-seufz-MUIG.

DAISY: Oh fein, Süßigkeiten.

PEBBLES: Danke, Mama Kerstin. Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche…

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