Wie bei der Vorstellung der beiden Seniorinnen hier in den News Anfang Juni versprochen, möchten wir heute nochmals von Yentl und Yina berichten. Die beiden Schweinedamen waren Ende Mai 2019 zu uns gekommen, da die Haltung schwersten Herzens aus privaten Gründen beendet werden musste.

Mittlerweile sind die Zwei natürlich längst in ihre Patentierpflegestellen gezogen und wir haben sie besser kennengelernt, es sind zwei ganz selbstbewusste Damen, die wissen was sie möchten - und was nicht! Doch lest selbst:

 

Hallo liebe Zweibeiner, ich bin´s die Yina

.. und ich bin erst seit kurzem bei SOS. 

Abgegeben wurde ich im schönen Taunusstein und bin dann circa 240km ins südliche Kehl am Rhein umgezogen. 
Weshalb ich verpatet wurde? Ich bin stolze sieben Jahre alt - gehöre deswegen aber noch lange nicht zum alten Eisen. Meine Pflegemama hat ordentlich gestaunt als sie von meinem Alter erfahren hat. Sie hat mich um einiges jünger geschätzt. Welche Dame hört das denn nicht gerne? 
 
Trotz meines Alters habe ich einen riesen Kohldampf. Ich fresse einfach alles. Und von allem auch noch viel. Ein gesunder Appetit hat ja aber bekanntlich noch nie geschadet und wie könnte ich auch zu der Vielfalt an Gemüse, Kräutern und Leckerli Nein sagen?
 
Hier seht ihr mich mit der schönen schwarzen Patenschweinemaus Candela und unserem Haremschef, dem Kayo
 
Einiges von der Vielfalt war mir völlig suspekt. Aber meine neuen Freunde haben mir gezeigt, dass einfach alles schmeckt und man Zweibein auch mit Kulleraugen anschauen sollte, wenn man noch eine Extaportion haben möchte. 
Das hab ich mit nicht zweimal sagen lassen! Ich habe Zweibein keine 24 Stunden später schon meinen Kopf kraulen lassen - und ich sag nur: Jackpot! Die Extraportion Erbsenflocken hat es dann auch wirklich gegeben! Entsprechend versuche ich es nun mehrmals am Tag, aber ein bisschen muss man ja aufs Gewicht achten... 
Ansonsten geht es mir gut und ich fühle mich sehr wohl.
 
 
Möchtet ihr mich und meinen unstillbaren Hunger mit ein paar Gemüsetalern unterstützen? Dann übernehmt doch gerne eine Patenschaft, ich freue mich auf jede Patin/jeden Paten
Eure Yina
 
 
Patenmädchen Yentl schickt sonnige Grüße an alle Schweinefreunde da draußen
 
.. und möchte verkünden, dass sie sich wunderbar in ihrer neuen Gruppe eingefunden hat. Sie ist nun Mitglied einer 5-köpfigen Schweinebande und treue Freundin unserer Patendame Radieschen, die es ebenso wie Yentl zu Anfang nicht einfach hatte. Aber von Anfang an:
 
Im Juni zog Yentl in die Patenpflegestelle Flörsheim zu der aufgeweckten Gruppe bestehend aus Patenmädel Radieschen, SOS-Frauke, SOS-Kuki und dem kecken Rosettenbock Simon (Nicht-SOS). Wie ihr ja vielleicht schon in Yentls Profil erfahren habt, plagen Yentl fiese Eierstockzysten, welche auch ihr Verhalten beeinflussten. Sie brauchte also eine Gruppe, die sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Und somit war sie wie geboren für die bis dato noch vierköpfige Rasselbande, die auch schon Aggro-Radieschen in ihrer schlimmsten Zeit die Stirn geboten hat.
Im Gehege angekommen wollte Yentl auch direkt ihre Kampfseite zeigen und attackierte erst einmal jedes einzelne Schwein. Nun, da hat sie wohl die Rechnung ohne die vier Sturköpfe gemacht, sodass sie noch am gleichen Abend gehörig einen auf den Deckel bekommen hat und auch die nächsten Tage durfte sie sich nicht den anderen nähern ohne eine reumütige Geste zu machen. Und somit kletterte unsere schwarze Schönheit auf der Rangskala kleinlaut ganz nach unten. Mittlerweile scheint sie sich dort aber auch wohl und behütet zu fühlen. 
Seit Ankunft erhält Yentl wöchentlich Hormonspritzen verabreicht. Wir sind uns ziemlich sicher, dass auch diese Yentl darin unterstützen, wieder ein ausgeglichenes Leben führen zu können und ihr Verhalten im positiven Bereich halten. Auch scheint sich langsam etwas an ihren kahlen Stellen zu machen: Jede Woche sprießen vereinzelte Härchen. Es ist noch weit davon entfernt "Fell" oder "Flaum" genannt zu werden, aber vielleicht entwickelt sich ja noch mehr?!
 
"Hmm, gibt´s da drüben vielleicht was noch Besseres zum Futtern, nicht, dass ich was verpasse..."
Yentl, vorne ganz in Schwarz
 
Die kahlen Stellen sind es vielleicht auch, die Radieschens Sympathie zur kleinen Yentl geweckt haben ;-) Auch dieses süße Patenmädel kugelt aktuell mit (wahrscheinlich) hormonell bedingtem Haarausfall an Flanken, Bauch und Hals im Gehege herum. Zwischen den zwei Hübschen hat es schnell gefunkt und die eine hat in der anderen eine Verbündete gefunden. Auch das hätten wir so gar nicht für möglich gehalten, da Radieschen bisher immer eigenbrötlerisch unterwegs war und eher eine Koexistenz im Gehege führte. 
 
Yentl (links)... selten ohne ihr Radieschen (rechts)..
 
Erwähnenswert ist es auch noch, dass Yentl für ihr Alter einfach super in Form ist und man ihr das Alter kein bisschen anmerkt. Während  die jüngeren Artgenossen bei ihr mit steifer werdenden Gelenken, trockenen Augen und Augenverknöcherungen sowie steigender Müdigkeit immer mehr zu kämpfen haben, wackelt die rüstige Rentnerin Yentl mit ihren 7 Jahren tanzend durch die Weidenbrücken. Nur die um sie lebenden Menschen mag sie nicht besonders, sehr zum Leidwesen ihrer Gurkensklavin, die jede Minute nutzt um ihre Aufmerksamkeit erhaschen zu können. In der vorigen Pflegestelle hat sie sich sogar einen Krauler am Kopf abgeholt, das Vertrauen muss sich die liebe Patenstelle wohl noch verdienen. 
 
Beim Gang durch die geliebten Weidenbrücken... man beachte, Radieschen ist nicht fern..
 
Drücken wir Yentl fest die Daumen, dass es ihr, vor allem auch durch eure Unterstützung, lange noch so gut gehen kann!
 
Die beiden charakterstarken Seniorinnen bereichern unsere SOS-Familie ungemein, sicher lassen die beiden wieder einmal hier in den News von sich hören
 
 

 
 
 
 

 

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