Jeder, der Meerschweinchen kennen und lieben gelernt hat, hat seinen ganz eigenen Weg, wie er zur Haltung dieser bezaubernden Schnuten gekommen ist. Die Patenschweinchen Wilhelm (liebevoll Willi) und Nutella aus der Patenpflegestelle Worms möchten hier mal berichten, wie es bei ihren Zweibeinern so gelaufen ist.

Eine Geschichte von Wilma, Suki, Loulou, Millie, Nutella und Willi.

Unsere Zweibeiner haben sich Ende 2017 dazu entschieden, Meerschweinchen haben zu wollen. Zum Glück kamen „Baumarkt-/Tierhandlungsschweinchen“ nicht in Frage und so wurden zwei Plüschpopos bei einem Züchter ausgesucht.

Fergus und Maze beim Züchter.

Am 09.11.2017 fiel die Wahl auf Fergus und Maze. Ein schwarz/weißes Rosettenmännchen und eine rot/weiße Glatthaardame. Da die beiden aber noch „ihre Zeit“ absitzen mussten, war Zeit, einen Käfig und Zubehör zu kaufen. Hier fiel die Wahl auf den „größten erhältlichen Kleintierkäfig“ mit Zubehör in einer Tierhandlung. Sie wussten es halt nicht besser … Was sie aber wussten, war die Tatsache, dass wir uns gerne verstecken. Und so kamen zwei Häuschen dazu.

Nennt man sowas etwa artgerecht? NEIN!

Am 29.11.2017 hielten die beiden Einzug in ihr neues zu Hause (wenn man es denn so nennen darf…) Zum Glück stellten die Zweibeiner schnell fest, dass so ein Käfig nichts ist. Nicht zuletzt, weil sie sich im Internet informiert und eingelesen haben. Die Pläne für einen Eigenbau wurden geschmiedet:

  • Wie viel Platz steht zur Verfügung?
  • Was brauchen Plüschpopos eigentlich?
  • Was sieht gut aus?
  • Was lässt sich einfach pflegen?

Schnell stand fest: zwei Meter lang und einen Meter tief sollte es werden. Und auf einem alten Küchentisch sollte es stehen (die alten Säcke können sich nicht mehr so tief bücken wink). Also ab in den Baumarkt und Material kaufen:

  • für den Boden eine Spanplatte von zwei Meter auf einen Meter, 22 Millimeter stark
  • für die Wände wurden es „fertige“ Regalplatten aus Fichtenholz
  • noch ein paar kleine Kanthölzer zum Befestigen der Wände an der Bodenplatte
  • Holzleim, Schrauben und
  • ein PVC-Bodenbelag zum Schutz vor unserem Pipi wink

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen von „hämmer, hämmer“, „schraub, schraub“ und „kleb, kleb“ … Und so stand nach ein paar Stunden (die Zweibeiner haben’s nicht nur im Rücken, sondern auch noch vier linke Hände …) der erste Eigenbau …

Es wird besser! Der erste Eigenbau.

Fergie und „der Mazemops“ entwickelten sich prächtig und schon bald wurden die Häuser zu klein. Zum Glück gibt es ein paar „schwere Jungs“ die richtige Häuser und Unterstände bauen. Und so gab es ein Upgrade auf:

Die Häuschen werden schon grösser!

Eine Scheune und einen Unterstand inklusive Hängematte aus dem Ruhrgebiet. Am 03.03.2018 geschah es, dass unsere Wilma von einer Meerschweinchenaustellung in Alzey „gerettet“ wurde.

Wilma grinst nach ihrer „Rettung“!  Nun waren wir zu dritt.

Es wird voller!

Das Gehege war voll. Unterstände, Weidenbrücke, Häuschen und drei Fellknäuel … Anbauen!!! Also das Gleiche noch einmal: Grundplatte, Wände, Schrauben, Leisten und „hämmer, hämmer“, „schraub, schraub“ … Diesmal kam das ganze wegen Fehlen eines weiteren Küchentisches auf eigene Beine:

Zimmerbreite von 4 Metern voll ausgeschöpft!

Jetzt stand wieder Platz zur Verfügung! Sieht ja aus wie geleckt …

Für weitere Kollegas... cool Und so kamen (und gingen cry) Loulou, Sita und Hannah … und es wurde wieder eng.

Sita links und Hannah rechts wuseln jetzt auf der immergrünen Wiese cry

Zudem haben unsere Zweibeiner gelesen, dass wir auch gerne mal von oben auf sie und unser Reich herabsehen. So entstand die Idee für eine Etage. Eine richtige, große Etage von zwei Meter fünfzig auf fünfzig Zentimeter. Mit dicken Füssen …

Noch steht die Etage Kopf …

Unsere Etage bietet zudem Platz für bis zu sechs Hängematten. Wir legen uns aber lieber unter statt in die Hängematten. Auf der Etage haben wir die „Teppichhaltung“ eingeführt. Schöne weiche Badezimmerteppiche in allen möglichen Farben.

Nun ist sie drin, die Etage … und gefüllt!

Zum Kuscheln und Vollknoddeln tongue-out, mit Unterständen und Weidenbrücken. Der Aufstieg erfolgt über eine großzügige Treppe:

Natürlich gut ge’teppich’t! laughing

Mittlerweile ist Papa Zweibein auf den Geschmack gekommen und wollte unbedingt noch was basteln.Einen Balkon! Für uns! Ein Meerschweinchenbalkon … Und so wurde wieder „hämmer, hämmer“, … aber das kennen wir ja schon …

Projekt „Balkon“ auf dem Küchentisch.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Urlaub auf Balkonien.cool

Unser Meerschweinchenbalkon. 120 x 60 cm zum „um die Ecke“ flitzen. Und auch mit kuscheligen Teppichen ausgelegt. Zu erreichen über eine Weidenbrückenrampe. Und damit wir nicht mit unseren Füssies stecken bleiben auch mit Teppich. Also eigentlich mit Hängematte ...

Eine Rampe führt auf den Balkon.

Manchmal bekommen wir auch einen breiten Übergang von unserer Etage auf unseren Balkon. Das sieht man auf dem ersten „Balkonbild“. Jetzt haben wir wieder so viel Platz, wir könnten doch ein paar Freunde zu uns holen … *zuzweibeinguck* … Manchmal, wenn unsere Zweibeiner vor dem Gehege stehen, kann man hören wie Zweibeinpapa zu Zweibeinmama sagt, dass das Gehege zu klein ist. Wir glauben – nein, wir hoffen – die führen wieder was im Schilde. Aber was soll nach Etage und Balkon noch kommen? Eine Etagenetage? Ein Balkonbalkon? Wir sind schon ganz aufgeregt und warten hoffnungsvoll.

Also Zweibeiner, macht was! Wir übernehmen die Weltherschafft! Das Zimmer gehört uns schon!

Eure Plüschmurmeln             Wilma              Suki            Loulou             Millie           Nutella            Willi

 

Uns würde jetzt natürlich interessieren, wie IHR aufs Schweinchen gekommen seid und haben uns eine kleine Aktion ausgedacht!laughing

Erzählt uns EURE Geschichte zur Meerschweinchenhaltung, gerne mit ein paar Bildern, und schickt sie bis zum 19.01.2020 mit dem Stichwort "Unsere Geschichte" an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die schönsten drei Geschichten würden wir gerne als kleine Serie im Februar auf unserer Homepage veröffentlichen. Die drei Gewinner können sich über einen Schlüsselanhänger mit einem kleinen handgemalten Meerschweinchenbild sowie eine Leckerei für die Fellnäschen freuen!

Bitte schreibt aus Datenschutzgründen in der Email dazu, dass Ihr mit der Veröffentlichung Eurer Geschichte auf unserer Homepage einverstanden seid, vielen Dank!

Wir sind schon sehr gespannt auf Eure Geschichten und freuen uns über eine rege Teilnahme! Also, liebe Schweinchen da draußen, animiert Eure Zweibeiner zum Mitmachen und kräftig in die Tasten zu hauen!

 

 


 

In der letzten Zeit haben wieder viele alte und/oder kranke Tiere ihren Weg zu uns gefunden und dürfen als Patentiere bei uns im Verein bleiben. Damit dies möglich ist, sind die süßen Schweineschnäuzchen noch eifrig auf der Suche nach lieben Patentanten und Patenonkeln, die sie ein wenig unterstützen. Na, vielleicht verliebt sich ja schon bald jemand hier in sein oder ihr neues Patenschweinchen?

Heute wollen wir den ersten "Schwung" unserer neuen Patenschweinchen vorstellen. Es grüßen Luis, Penelo, Philomena, Mailin, Tia und Lepida. Zu ihrem jeweiligen ganzen Profil der Patenseite mit weiteren Bildern gelangt man mit einem Klick auf den Namen unter dem entsprechenden Foto. Dort gibt es auch einen Link zum Patenschaftsantrag für schockverliebte Neupatentanten und -onkel.

 

Luis

 

Der süße Luis kam im Alter von ca. 4,5 Jahren zusammen mit seinem Kumpel zu uns in den Verein, da in seinem vorigen Zuhause die Haltung leider aus Allergiegründen aufgegeben werden musste. Schon bald fiel seiner Pflegemama auf, dass sich Luis freiwillig nicht gern zu bewegen schien,  der kleine Mann außerdem stark zunahm und Atemgeräusche zu hören waren. Beim Tierarzt wurde festgestellt, dass der Bub unter starker Arthrose in der Wirbelsäule, sowie der Hüft- und Kniegelenke leidet, an seinem rechten Hüftgelenk ist sogar kein Hüftkopf mehr vorhanden. Mittlerweile ist der kleine Schweinemann medikamentös eingestellt, lebt ein fröhliches Meeri-Leben zusammen mit seinen Haremsmädels, von denen er ordentlich auf Trab gehalten wird. Ganz besonders liebt er seine Schweinefreundin Lepida, die später an dieser Stelle auch noch vorgestellt wird, es war Liebe auf den ersten "Muig".

 

Penelo

 

Die hübsche Rosettendame Penelo kam im Alter von ca. 4 Jahren zu SOS-Meerschweinchen, da in ihrem vorigen Zuhause die Meerschweinchen-Haltung beendet werden und Penelo nicht allein bleiben sollte. Bei ihrer Ankunft in der Pflegestelle war sie sehr dünn, da sie in der Trauer um ihre verstorbene Freundin nicht so richtig fressen wollte, und brachte Milben mit. Schnell kam ihr Appetit in Gesellschaft ihrer neuen Mitschweinchen, mit denen sie sich auf Anhieb gut verstand, zurück und auch die Milben waren bald Geschichte. Leider fiel aber schon bald ihr unrundes Gangbild auf und auch bei ihr lautet die tierärztliche Diagnose starke Arthrose in der Wirbelsäule, sowie den Hüft- und Kniegelenken.  Außerdem weisen ihre Knochen eine verminderte Dichte auf. Unter Dauermedikation geht es dem zarten Schweinemädel nun gut und sie fühlt sich in ihrer Gruppe "sauwohl".

 

Philomena

 

Die Seniorin Philomena feiert im Januar bereits ihren 7. Geburtstag und darf ihren Lebensabend bei uns im Verein verbringen. Die knuffige Schweinedame wurde schweren Herzens bei uns abgegeben, da ihr Partner verstorben war und die Haltung beendet werden sollte. Beim ersten Check-up fielen gleich ihre kahlen Stellen im Fell an den Flanken auf und der Gang zum Tierarzt bestätigte den Verdacht auf Eierstockzysten. Diese schlugen gut auf die Behandlung an und auch ihre Haarpracht hat das hübsche Schweinemädel nun zurück. Anfangs verschüchtert von der Vielzahl der neuen Mitschweinchen in der großen Gruppe ihres neuen Zuhauses, taute Philomena nach und nach auf und fand eine innige Schweinefreundin, die ihr Rückhalt und Selbstvertauen gibt.

 

Mailin

Die Alpaka-Meeridame Mailin wurde im Alter von ca. 6 Jahren aus privaten Gründen im Verein abgegeben. Leider stellte ihre Pflegemama schon bald fest, dass die aufgeweckte und lebensfrohe Mailin immer wieder Atemgeräusche hatte. Beim Tierarzt wurden ein vergrößertes Herz, schwerer Verschleiß der Lendenwirbelsäule sowie ein großes Atherom an der linken Brustwand festgestellt, das inzwischen erfolgreich operativ entfernt werden konnte. Unterstützt durch ihre Medikamente hat sich der Zustand der süßen Dame stabilisiert, sich hat an Gewicht zugelegt und lebt ein unbeschwertes Schweineleben.

 

Tia

 

Die quirlige Seniorin Tia wurde sehr schweren Herzens im stolzen Alter von 7 Jahren in ihrer Patenpflegestelle abgegeben. Bedingt durch eine Schilddrüsenüberfunktion ist sie sehr quirlig und aufgedreht, weswegen sie sehr zart ist und zugefüttert werden muss, um ihr Gewicht zu halten. Außerdem wurden bei ihr ein stark vergrößertes Herz, sowie ein Atherom am Schenkel festgestellt. Als Nebenwirkung ihrer Erkrankung und der Medikamente hat Tia immer wieder mit Durchfall zu kämpfen, doch auch davon lässt sich die charakterstarke Meeridame nicht unterkriegen. In ihrer Gruppe fühlt sie sich sehr wohl und hält gerne mal ein altersgemäßes Schlummerchen.

 

Lepida

 

Zu guter Letzt möchte sich noch Luis' Herzensdame Lepida vorstellen. Die liebe Schweineoma im Alter von ca. 8 Jahren fiel schon bald nach ihrer Ankunkft im neuen Zuhause durch ihren staksigen Gang auf. Beim Tierarzt wurden starke Arthrose, ein Blasenstein, der zum Glück unter Narkose ausmassiert werden konnte, sowie Milbenbefall diagnostiziert. Nach anfänglicher Schüchternheit fügte sich die Seniorin schnell in ihre neue Gruppe ein und nimmt inzwischen rege am Sozialleben teil. Durch die gute Pflege und ihre Medikamente konnte Lepida inzwischen an Gewicht zulegen und ihr durch die Milben angegriffenes Fell ist auch nachgewachsen. Für Leckerlis ist sie jederzeit zu begeistern und liebt ihren Luis abgöttisch, denn auch im hohen Alter ist es nie zu spät für die große Schweinchenliebe.

 

Jede dieser goldigen Fellnäschen ist auf der Suche nach neuen bzw. weiteren Patentanten und Patenonkeln, die ein paar Taler für Medikamente, Gurken und "was Schwein sonst so braucht", übrig haben und bedankt sich von ganzem Herzen und vielen begeisterten Muigs für die Unterstützung!

Vielleicht bist DU ja bald unser neuer Pate, na? MuigMuig?

 

 

Psst..... eine Patenschaft ist übrigens auch ein tolles Weihnachtsgeschenk für Meeri-Verrückte!!!

 

 


 

        

 

Bilbo kam ursprünglich im Juli 2014 zusammen mit seinem Partner zu uns in den Verein, da die Haltung aus persönlichen Gründen beendet werden sollte. Bei uns im Verein angekommen wurden die beiden ca. 1 Jahr alten Buben kastriert. Bald kamen auch schon die ersten Interessenten für den lieben Schatz und Bilbo durfte dann zu drei verwitweten Schweinedamen ziehen. Hier ging es dem lieben Bub sehr gut bis er dann im September 2017 schlimm erkrankte. Er hatte Probleme mit den Zähnen und somit natürlich auch mit dem Fressen, er wurde gepäppelt und versorgt, doch leider stellte sich keine Besserung ein. Der behandelnde Tierarzt sprach bereits von Erlösen des Schweinemannes. Seine Halter standen jedoch bereits mit SOS in Verbindung, und es sollte über unsere Pflegestelle eine Zweitmeinung in der Tierklinik eingeholt werden. 
Dort wurde in einem CT erkannt was das Problem war, die Zähne waren insgesamt viel zu lang und unter einem der vorderen Schneidezähne hatte sich ein Abszess gebildet. Der Kiefer war bereits leicht angegriffen, aber der Abszess zog sich Gott sei Dank nicht weiter in Richtung der Backenzähne durch. Kein Wunder also, dass der Bub nicht fressen mochte, er hatte bisher nicht einmal Schmerzmittel erhalten. Nun jedenfalls wurde bei der OP der Schneidezahn gezogen und der Abszess gründlich ausgeräumt. Der Wundkanal musste kurzzeitig gespült werden, aber die Genesung schritt schnell voran und es gab keine Komplikationen. Bilbo wurde in seiner Pflegestelle, inzwischen war die Sachlage mit den Haltern geklärt und Bilbo verblieb als Patenschweinchen bei seiner Pflegemama, wieder aufgepäppelt. Er erholte sich vollständig, und bebrommselte mit Vorliebe seine besonders geliebte Schweinedame.
Im Januar 2018 verlor Bilbo seinen verbliebenen unteren Schneidezahn, wie dies genau passierte ist unklar. Beim Tierarzt wurde beschlossen zunächst abzuwarten, ob und wie der Zahn wieder nachwachsen würde. In dieser Zeit bekam Bilbo sein Gemüse klein geschnitten und geraspelt, auch das Heu wurde kleiner geschnitten, so dass er sich sein Futter regelrecht ins Mäulchen ziehen konnte. Der tapfere Schatz wollte leben und er wollte fressen, also schaffte er dies auch! Bald darauf wuchs sein Zahn tatsächlich wieder (gesund) nach, die oberen Zähne wurden vom Tierarzt entsprechend gekürzt. Bilbo hatte sein Gewicht gehalten und auch die Backenzähne waren in Ordnung.
Bilbo ging von nun an regelmässig zur Zahnkontrolle, oftmals musste allerdings gar nichts korrigiert werden, da er es schaffte, seine Zähne selbst gut abzunutzen, und er kam insgesamt sehr sehr gut mit der Zahnsituation zurecht. So verging wieder einige Zeit, in der es dem lieben Schatz super ging, er lebte ein ganz normales und erfülltes Schweinchenleben.
Bis er dann im November wieder mäkelig zu fressen begann, und sich nur Weiches aussuchte. Hier schrillten natürlich bei seiner Pflegemama gleich die Alarmglocken und sie brachte den Schatz dann direkt zum Tierarzt in die Klinik. Hier riet die Tierärztin bereits durch Tastbefund und Bewegung des Kiefers zu einem Röntgenbild. Bilbo blieb über Nacht und wurde am anderen Morgen gleich in Narkose geröngt. Leider stellte sich eine weit schlimmere Diagnose als beim letzten Mal heraus: Bilbo hatte mehrere Abszesse im Kiefer und ein weiterer Zahn hätte entfernt werden müssen. So entschied die Pflegemama schwersten Herzens mit absoluter Zustimmung der Tierärztin, Bilbo diese erneut schwere OP mit diesmal weit geringeren Genesungschancen zu ersparen, und ihn weiterschlafen zu lassen, es war der 18.11.
Bilbo wurde 6 Jahre alt.
 
So nehmen wir heute traurigsten Herzens Abschied von unserem süssen Bilbo. Er war ein so tapferer, grosser Kämpfer. Ein ganz kleiner Trost ist es dennoch, dass Bilbo noch ganze 2 Jahre ohne Beschwerden bei seiner Pflegemama geschenkt bekam, das ist wunderbar, und dies ist etwas wofür man dankbar sein kann.
 
 
 
Am Himmel seh ich Sterne,
ich denke an dich.
Du bleibst unvergessen,
im Herzen trage ich dich.
(Regina Thaeder)
 
 
Komm gut an, geliebter Schatz, du wirst unvergessen sein!
 

Liebes SOS-Team,

nachdem Yazhi nun schon über vier Wochen bei uns ist, wollte sie sich mal selbst bei Euch melden.
Sie hat nämlich leider die ersten Beschwerden vorzubringen:

Ja, genau, mach mal Platz, Zweibein und lass mich an die Tastatur. Also, der Opa (er nennt sich Bomberle, ich schmeiß mich weg – wie kommt man nur zu so einem blöden Namen?) hat immer noch nicht kapiert, dass ich jetzt hier die Hosen anhabe. Immer wieder muss ich ihm sagen, wo es lang geht (nicht, dass der sich einbildet, er sei der Chef im Haus!).

Außerdem war das mit der neuen Gurkenschnipplerin so nicht gedacht! Hatten wir bei meinem Auszug aus dem Verein nicht ausgemacht, dass das neue Zweibein gefälligst für den lückenlosen Grünzeug Nachschub zu sorgen und mich ansonsten bitteschön in Ruhe zu lassen hat? Die denkt wohl, ich finde sie so toll, dass ich mich einfach anfassen und aus dem Gehege nehmen lassen. Pfft, wo kämen wir denn da hin? Sie behauptet, das sei wegen dem TÜV und dass sie euch das versprochen hätte. Absprachen hinter meinem Rücken?! Das wird ja immer besser … Und überhaupt, was heißt hier TÜV? Ist Schwein denn ein Auto?! Demnächst vielleicht auch noch Abgastest??? Ich glaube, es quiekt!


v.l.n.r.: Maggy, Yazhi, Bomberle

Ansonsten geht es mir hier im neuen Zuhause aber sehr gut. An das haarige Wesen (mir wurde gesagt, die Frisur müsse so sein, man bzw. Meerschweindame sei schließlich ein Alpaka und da gehöre das so …) habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Oder sie sich an mich? Die hat sich nämlich am Anfang ganz schön angestellt. Saß ganz steif in einer Ecke, wenn ich zu nahe kam. Dabei wollte ich ihr doch einfach nur erklären, dass das jetzt mein Gehege ist und sie gefälligst ein bisschen Platz machen muss. Manchmal beschleicht mich sogar der Verdacht, dass das anfängliche Misstrauen mittlerweile soweit umgeschlagen ist, dass sie mich nicht ernst nimmt … Wahrscheinlich denkt sie, dass ein Meeri, das doppelt so alt ist wie sie und deutlich leichter, nicht wirklich für voll zu nehmen ist. Dafür habe ich ihr heute ein Stück Gurke direkt unter der Nase weg geschnappt. Ha. Die hat vielleicht geguckt. Ähm, also, naja, das mit dem Gucken ist so eine Sache. Vielleicht sollte ich eher sagen, geschnuppert. Maggy (so hat sie sich vorgestellt) ist nämlich auf einem Auge blind. Okay, okay, stimmt schon, vielleicht wäre das ein Grund, ihr nicht das Futter zu klauen, sondern brav mit ihr zu teilen. Ich gelobe Besserung! Aber wenn Frauchen den Futterteller mal eben auf der Etage zwischenparkt, dann stibitze ich mir weiterhin schon mal die erste Leckerei. Die anderen beiden könnten ja auch ein bisschen mehr Sport machen, dann schaffen die das auch …

Oh, Moment, ich glaube, da kommt frisches Grünzeug. Ich eile … Also tschüß für heute und viele Grüße aus meinem Altersruhesitz an meine ehemaligen Mitschweinchen.

Yazhi


 

 


Joyce

JOYCE: Hallo Leute, hier ist wieder eure Joyce.

Stellt euch vor, in vier Wochen ist schon Weihnachten, Kalender-studier-MUIG.

OSCAR: Ja, das geht jetzt wieder ganz schnell und schon ist es da.

PRALINE: Ich bin total aufgeregt, hibbelig-MUIG. Mein erstes Weihnachtsfest! Ich kann mir noch gar nichts darunter vorstellen.

PEBBLES: Ach, das ist schon was Schönes, versonnen-MUIG. Die Mama Kerstin schmückt jetzt nach und nach die Wohnung und überall brennen kleine Lichter, aber nicht so hell, sondern ganz gemütlich.

DAISY: Ich finde das auch schön, zustimmend-MUIG, schließlich sind wir Dämmerungstiere und die ganze Vorweihnachtszeit ist wie eine lange Dämmerung mit Kerzen und Dekos.


Oscar

OSCAR: Und alles ist so ruhig und friedlich, gemütlich-MUIG.

DAISY: Ja, hier drinnen schon, zum Glück. Die Mama Kerstin sagt aber, das ist leider keine Selbstverständlichkeit. Gerade in der Vorweihnachtszeit sind viele Zweibeiner besonders gestresst und gereizt und gar nicht besinnlich, Kopf-schüttel-MUIG.

JOYCE: Nur gut, dass unsere Mama Kerstin Weihnachten so gerne mag. Deshalb ist sie in der Weihnachtszeit immer gut gelaunt, freu-MUIG, und dann singt sie Weihnachtslieder, während sie unser Haus putzt, das finde ich total schön und beruhigend, vor-sich-hin-summ-MUIG.

OSCAR: Das ist wahr, obwohl sie nicht gerade eine Nachtigall ist, realistisch-MUIG. Sie singt eher gerne als gut. Aber man merkt, dass sie zum Jahresende allmählich runterschaltet und versucht, viele Dinge ruhiger angehen zu lassen.

PEBBLES: Und es duftet in der Wohnung nach verschiedenen Weihnachtsgerüchen. Ich mag besonders gerne den Geruch von dem frischen Tannenstrauch, der dann hier gleich um die Ecke steht, schwärm-MUIG. Und der Türkranz riecht auch immer lecker nach Tanne und anderen Nadelhölzern, zumindest am Anfang noch bis er dann trocken wird.


Pebbles

OSCAR: Tannenzweige dürfen wir Meeris übrigens auch fressen, informier-MUIG. Außerdem Zweige von Kiefern und Fichten.

PRALINE: Oooooh, neues Futter, schmatz-MUIG, da bin ich aber neugierig!

DAISY: Naja, die Zweige sind jetzt geschmacklich nicht vergleichbar mit Maisblättern oder Gras oder Löwenzahn, aber mal ein paar Bissen davon in der Weihnachtszeit sind ganz nett, gnädig-MUIG.

JOYCE: Aber Vorsicht, auf gar keinen Fall dürfen wir Zweige oder Nadeln von Eiben bekommen! Eiben sind ganz schrecklich giftig, das sind hierzulande die giftigsten Bäume überhaupt, warnend-MUIG.

PEBBLES: Was ist denn mit den anderen Pflanzen, die vor Weihnachten oft als Kranz oder Zweige dekoriert werden, z.B. Lorbeer oder Thuja, neugierig-MUIG?

OSCAR: Thuja, die man auch Lebensbaum nennt, ist giftig für uns, wenn wir zu viel davon fressen, antwort-MUIG. Aber wie manche anderen giftigen Sachen ist sie in gaaaaanz kleinen Mengen auch ein gutes Heilmittel. Die Thuja kann auch uns Meeris gegen Schnupfen helfen.

JOYCE: Kiefernzweige helfen aber auch gegen Schnupfen und sind ungefährlicher, feststell-MUIG.


Daisy

DAISY: Also lieber keine Thuja, abhak-MUIG. Lorbeer sollten wir auch nicht essen, der ist leicht giftig.

PRALINE: Also dürfen wir aber nach Weihnachten den ganzen Tannenbaum aufessen, hoffnungsvoll-MUIG?

JOYCE: Nein, kicher-MUIG, den bekämen wir wohl nicht runter, auch nicht gut durchgekaut. Der Tannenbaum von der Mama Kerstin ist nämlich aus Kunststoff, den hat sie schon viele Jahre, erklär-MUIG. Früher hatte sie echte Tannenbäume, aber die standen immer in Christbaumständern mit einer Wasserschale, damit sie länger frisch bleiben, und in einem Jahr wurde die Schale undicht und das Wasser ist ausgelaufen und hat das ganze Parkett darunter ruiniert, bedauernd-MUIG. Danach hat sie den künstlichen Baum gekauft.

PRALINE: Oooch, enttäuscht-MUIG. Warum das denn? Wenn das Parkett eh schon hinüber war, kam's doch nicht mehr drauf an.

OSCAR: Mach dir nichts daraus, Praline. Zweige von Christbäumen oder die nach Weihnachten ausrangierten Tannenbäume dürfen wir eh nicht essen, tröstend-MUIG. Zum einen sind die nach Weihnachten ja gar nicht mehr frisch und zum anderen sind die Tannen, die als Christbäume verkauft werden, meistens voll mit Dünger und Pestiziden, Fungiziden und Insektiziden, bah-MUIG. Das ist nichts für uns.


Praline

PRALINE: Dann gibt's doch auch noch Zypressen, grübel-MUIG. Wie sind die denn?

DAISY: Auch giftig, also weit weg damit, entschieden-MUIG.

PEBBLES: Aber beim Weihnachtsfest geht's ja auch nicht nur um's Essen.

PRALINE: Ich weiß, ich weiß, es gibt auch Geschenke, auf-und-ab-hüpf-MUIG. Ich bin ja sooooo gespannt.

PEBBLES: Äh, ich wollte eigentlich sagen, Weihnachten ist das Fest der Liebe und des Friedens.

PRALINE: Ja, genau, ich weiß jetzt schon, dass ich Geschenke LIEBEN werde. Und friedlich bin ich sowieso immer.

DAISY: DU aufmüpfiges kleines Ding? Das wüsst' ich aber.

OSCAR: Ach, wir hier leben ja schon in einer sehr privilegierten kleinen Welt, in der wir geliebt und umsorgt werden, uns alle gut verstehen und keinen Hunger leiden müssen, froh-MUIG. Wir sollten gerade an Weihnachten auch an all die Lebewesen denken, die nicht so viel Glück haben wie wir.


Oscar

PRALINE: Aber wenn wir Geschenke kriegen, dürfen wir uns schon drüber freuen und müssen uns nicht schämen dafür, dass es uns gut geht, befürcht-MUIG?

OSCAR: Natürlich dürfen und sollen wir uns freuen! Ich mein' ja nur, dass sich jeder bewusst machen sollte, was es im eigenen Leben Gutes und Schönes gibt. Daran soll man sich erfreuen und dankbar dafür sein, erklär-MUIG. Aber Weihnachten ist auch gleichzeitig eine gute Zeit, um auch denen etwas Gutes zu tun, denen es schlechter geht als uns.

JOYCE: Das klingt ja wie ein Spendenaufruf, Oscar.

OSCAR: Oh, Weihnachten ist nicht die schlechteste Zeit, um zu teilen und zu spenden und anderen etwas abzugeben, aufmunternd-MUIG.

PEBBLES: Ich finde, man sollte das ganze Jahr über versuchen, bewusst zu leben und auch Gutes zu tun, wenn man kann, motiviert-MUIG.

PRALINE: Und ich weiß, was alle Meerihalter an Weihnachten Gutes tun können, Geistesblitz-MUIG.

DAISY: Ihre Schweinchen beschenken, spöttel-MUIG?


Praline

PRALINE: Nicht nur. Passt auf, erläuter-MUIG: Die Zweibeiner kaufen einfach ihren Meeris einen ganz großen Berg Leckerchen und Kuschelsachen, so viel wie für doppelt so viele Meeris nötig ist wie gehalten werden. Und schon können sie die Hälfte davon abzweigen und ins nächste Tierheim bringen oder in die nächste Meerschweinchen-Notstation. Und alle sind glücklich, kriegen Geschenke und das Zweibein tut noch zusätzlich was Gutes, stolz-MUIG.

DAISY: Na, ob das Zweibein da so glücklich ist, zweifelnd-MUIG?

PRALINE: Ganz bestimmt! Schenken macht glücklich! Und Gutes tun auch! Also wird das Zweibein dadurch doppelt glücklich, überzeugt-MUIG. Ich werd' das gleich mal der Mama Kerstin vorschlagen, entschlossen-MUIG.

DAISY: Da wird sie sich aber wälzen vor Glück, sarkastisch-MUIG.

PEBBLES: Ich find' das gut, Partei-ergreif-MUIG. Pralines Idee funktioniert übrigens nicht nur bei Meerihaltern, das geht auch bei Hunden, Katzen, Vögeln...

OSCAR: ... und ganz schön ins Geld.


Joyce, Pebbles, Praline

JOYCE: Naja, das kann das Zweibein ja woanders wieder einsparen, z.B. an der Weihnachtsgans, Idee-produzier-MUIG. Wer an Weihnachten einen leckeren veganen Pfannkuchen oder sowas isst, spart Geld und vor allem rettet er ein Gänseleben oder ein anderes Tier, das dann nicht geschlachtet werden muss, nur um als Festtagsbraten serviert zu werden.

PRALINE: Oh je, daran hab' ich noch gar nicht gedacht, dass Weihnachten für viele Tiere den Tod bedeutet, entsetzt-MUIG. Dabei ist das doch ein Fest des Lebens, irritiert-MUIG.

PEBBLES: Hm, das wollte der kleine Jesus bestimmt nicht als er da frisch geboren in der Krippe lag, dass so viele Tiere jedes Jahr an seinem Geburtstag sterben müssen, nachdenklich-MUIG.

DAISY: Naja, er ist ja geboren worden, um die MENSCHEN vor der ewigen Verdammnis zu retten. Von den Tieren war da keine Rede, ernüchtert-MUIG.

OSCAR: Tja, dabei wären ALLE Lebewesen glücklich und gerettet, wenn die Menschen keine Tiere mehr essen würden. Dann würde auch weniger Regenwald abgeholzt und das Klima wäre auch besser, feststell-MUIG.

PRALINE: Mir war bis eben noch gar nicht klar, dass Weihnachten so ein politisches Fest ist, überrascht-MUIG.

JOYCE: Ich fürchte, wenn man anfängt, über die größeren Zusammenhänge nachzudenken, ist jeder Tag des Lebens ein politischer Tag, weise-MUIG.

OSCAR: Das stimmt schon, aber ich finde, wir hätten Praline ruhig ihr erstes Weihnachtsfest in kindlicher Naivität gönnen und ihre Einführung in den politischen Aktivismus auf das neue Jahr verschieben können, bedauernd-MUIG.


Praline

PRALINE: Nein, nein, Oscar, ich bin schon ganz schön erwachsen und ich will es doch richtig machen. Ich teile meine Geschenke, heroisch-MUIG!  

PEBBLES: Ich glaube, das musst du gar nicht, Süße. Was wir von der Mama Kerstin geschenkt bekommen, ist auch wirklich für uns gedacht und das dürfen wir auch ohne schlechtes Gewissen aufessen oder drin kuscheln, beruhigend-MUIG. Und alles andere können wir getrost unserem Zweibein überlassen.

PRALINE: Wenn das so ist, dann wünsche ich mir eine Hängematte, erleichtert-MUIG. Sowas haben wir noch nicht und ich hab' auf der Seite von SOS-Meerschweinchen.de welche gesehen, die kann man bestellen. Das ist bestimmt total spannend da drin zu schaukeln.

DAISY: Dann lass uns doch mal unseren Wunschzettel zusammenstellen. Ich möchte einen Berg Sonnenblumenkerne, mitteil-MUIG.

PEBBLES: Für mich bitte ein paar große saftige rote Paprikas, die esse ich am allerliebsten, sehnsüchtig-MUIG.


Pebbles

JOYCE: Und ich wünsche mir ein neues weiches Kuschelbettchen, schmacht-MUIG, unsere werden allmählich ein bisschen dünn vom vielen Waschen.

PRALINE: Die gibt's auch bei SOS-Meerschweinchen.de, die kann die Mama Kerstin gleich mitbestellen, wenn sie die Hängematte ordert, praktisch-MUIG.

OSCAR: Und ich möchte gerne nochmal diese großen grünen gepressten Heu- und Kräuterklumpen. Da läuft mir gleich das Wasser im Mäulchen zusammen.

PRALINE: Du meinst diese Grainless One – Knollen von JR Farm? Die sind echt lecker, zustimmend-MUIG.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Gut, dass ich das alles gehört habe, mal sehen, was sich machen lässt. Aber jetzt gibt's hier erstmal Bananenscheiben für euch. Mahlzeit.

DAISY: Oh fein, danke Mama Kerstin.

Also tschüss dann, mampf schmatz, bis zum nächsten Mal…

Folge verpasst??? Kein Problem!!! *HIER* geht's zu den vorherigen 

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