Toffee

TOFFEE: Hallo Leute, hier ist wieder eure Toffee.

Heute möchte ich euch an meine liebe Freundin Jane erinnern. Jane hat nämlich morgen ihren ersten Todestag, traurig-MUIG.

OSCAR: Oh meine Güte, wie die Zeit vergeht. So lange ist das schon wieder her, wehmütig-MUIG. Dabei kann ich mich noch ganz genau an den durchdringenden Blick erinnern, mit dem sie mich bei unserer ersten Begegnung geradezu durchbohrt hat, erinner-MUIG. Ich hatte sofort ordentlich Respekt vor ihr.

DAISY: War sie denn so furchterregend? Wie kann sie denn dann Toffees beste Freundin gewesen sein, zweifelnd-MUIG?

TOFFEE: Nein, nein, Daisy. Jane war nicht furchterregend. Sie hatte eine natürliche Autorität, der man sich nicht entziehen konnte, aber tatsächlich war sie sanftmütig und sensibel, liebevoll-zurückdenk-MUIG. Sie hat immer auf mich aufgepasst und ich hab' ganz viel von ihr gelernt.


Jane

OSCAR: Es waren aber gerade ihre Ruhe und Gelassenheit, die keinen Zweifel daran haben aufkommen lassen, dass man ihr besser keine Vorschriften macht, erklär-MUIG.

PEBBLES: Die Clara hat damals gesagt, wenn sich Jane je über etwas richtig aufregen konnte, dann nur über sie. Clara konnte Jane in einem Sekundenbruchteil von Null auf 180 bringen. Ich glaube, daran hatte Clara diebische Freude, kicher-MUIG.

TOFFEE: Das ist wahr, zustimmend-MUIG. Die beiden haben sich immer gezofft. Am Anfang war das richtig ernst, zumindest manchmal. Einmal hat Clara Jane so heftig ins Ohr gebissen, dass die Kerstin es behandeln musste, seufz-MUIG.

JOYCE: Weil beide gerne Chefin sein wollten?

TOFFEE: Wie man's nimmt. Jane "wollte" nicht einfach Chefin sein, Jane WAR einfach Chefin, weil es für sie ein Naturgesetz war, dass sie die Chefin ist. Daran gab es keinen Zweifel, überzeugt-MUIG. Und Clara hätte schon gerne gewollt, aber sie war in ihrer Jugend einfach noch nicht reif genug dafür.


Jane

DAISY: Aber Jane und Clara waren doch gleich alt, überrascht-MUIG.

OSCAR: Das Alter ist nicht immer entscheidend, Daisy. Schau dich an, du bist jetzt ein 3/4 Jahr alt und immer noch ein süßer Kindskopf, zärtlich-MUIG, während Joyce schon mit 6 Monaten durch und durch vernünftig war, lob-MUIG. Das ist eine Typfrage.

TOFFEE: Später hat sich Clara dann gefügt, weil sie eingesehen hat, dass Jane einfach eine richtig gute Chefin war. Die beiden haben sich zwar dauernd gegenseitig hochgenommen, aber eigentlich waren sie allmählich Freundinnen geworden und ich glaube, dass beide Spaß an ihren Wortgefechten und kleinen Geplänkeln hatten, zurückversetz-in-die-Vergangenheit-MUIG.

PEBBLES: Wie ist denn der Henry damit klargekommen, dass Jane die Chefin war und er nicht der Chef, neugierig-MUIG?

TOFFEE: Oh doch, Pebbles, der Henry war schon Chef. Und Jane war eben Chefin. Die beiden haben das erst untereinander geklärt und der Henry hatte danach eine große kahle Stelle auf dem Hintern. Das sah vielleicht aus, jeder wusste, dass er bestenfalls ein Unentschieden gegen Jane errungen hatte, gibbel-MUIG.


Henry & Jane

DAISY: Das hätte ich gerne gesehen, breit-grins-MUIG

TOFFEE: Danach gingen dann beide sehr respektvoll miteinander um, lächelnd-MUIG. Der Henry hat die Jane nie mehr bedrängt oder zu dominieren versucht und Jane wußte genau, wenn der Henry wo sitzt, dann sitzt er. Er wäre ihr nie aus dem Weg gegangen und Jane hat das akzeptiert und ist halt um ihn rumgegangen, wenn sie sich wo begegnet sind, wo nur einer hinpasst.


Jane & Toffee

JOYCE: Das hört sich aber doch sehr vernünftig an, befürwortend-MUIG.

TOFFEE: Sie waren aber auch beide klug und besonnen und sehr staatsmännisch und diplomatisch, resümier-MUIG.

OSCAR: Als ich hier ankam hat mir Jane auch gleich erklärt, wie das hier mit der geteilten Regierung gehandhabt wird und ich hab' ihr gar nicht erst widersprochen, weil sie da doch sehr überzeugend war.

DAISY: Na ja, es war sicher hilfreich, dass du kein dominanter Macho bist, sondern sehr lieb und gutmütig und charmant mit uns Damen, anschmacht-MUIG.

OSCAR: Nun, schönen Mädels kann ich nichts abschlagen, zugeb-MUIG. Und Jane war auch eine echte Schönheit, ganz strahlend weiß wie eine Schneekönigin, nicht ein buntes Haar am ganzen Körper, bewundernd-MUIG.

PEBBLES: Bis auf den Bart, oder? Der war ja wohl nach jedem Essen eher gelb oder rot.

TOFFEE: Meistens, aber grün gab's auch noch, nach den Grasmahlzeiten, wehmütig-erinner-MUIG. Aber Jane hat sich immer sorgfältig geputzt, schon damit Clara nicht so viel zu sticheln hatte.


Jane

 OSCAR: Und ihr Fell hatte eine beneidenswerte Länge. Ein bisschen länger als kurz und ein bisschen kürzer als lang. Völlig pflegefrei, bloß der ganz normale Fellputz. Und ganz seidig war es. Irgendwie wie der Mantel einer Königin, schwärm-MUIG.

DAISY: Schwärm du mal nicht so demonstrativ, gnatschig-MUIG, sonst werden wir hier alle eifersüchtig und dann kannst du was erleben, zähneknirsch-MUIG.

TOFFEE: Ach, mach dir doch keinen Kummer Daisy, wir wissen doch alle, dass Oscar ganz vernarrt in dich ist. Und schließlich sind wir alle schön, jeder auf seine Art. Aber der Oscar hat schon Recht, Jane hatte herrliches Fell und ihre roten Augen hatten ein leichtes pinkfarbenes Leuchten, bewundernd-MUIG. Meine Augen sind viel dunkler rot als Janes Augen es waren.

JOYCE: Wenn ich so in den alten Henry & Co. Folgen lese, dass die Frau in der Notstation die weißen Meeris nur schwer vermittelt bekam, kann ich schon wieder nicht glauben, welche dummen Vorurteile die Menschen immer haben. Jane war ja wohl eine Schönheit, lieb und sanft und ausgeglichen und die Menschen schauen über solche Meeris weg, bloß weil sie weiß sind oder rote Augen haben. Unfassbar, diese Ungerechtigkeit, frustriert-MUIG.

TOFFEE: Die Kerstin sagte damals, dass sie unsere roten Augen in den ersten Tagen auch irritierend fand, weil sie vorher keine Tiere mit roten Augen kannte. Aber nach 3-4 Tagen war das nichts besonderes mehr und sie hatte sich komplett daran gewöhnt. Und Jane und ich saßen damals gemeinsam in der Transportbox auf dem Weg in unser neues Zuhause und waren einfach nur glücklich, dass gerade wir beide gemeinsam in ein neues Heim ziehen durften, glückselig-erinner-MUIG. Wir waren ja vorher schon beste Freundinnen.


Jane & Toffee

PEBBLES: Du vermisst sie sehr, gell, Toffee? Mitfühlend-MUIG.

TOFFEE: Ja, und das wird auch gar nicht weniger mit dem Vermissen, mit-Tränen in den Augen-MUIG, obwohl ich sehr froh bin, dass ich euch habe und es wirklich schön mit euch ist, ehrlich-MUIG.

OSCAR: Das schließt sich doch nicht aus, Liebes, verständnisvoll-MUIG. Du und Jane, das war wirklich eine ganz besondere Freundschaft, wie es sie nur selten gibt. Clara hat mir erzählt, dass Jane immer ganz nachsichtig mit dir war. Sie sagte, du durftest dir Dinge rausnehmen, die sich Clara nie hätte leisten dürfen.

DAISY: Was denn zum Beispiel, neugierig-MUIG?

OSCAR: Oh, zum Beispiel wenn Toffee brünstig war, hat sie wohl in der Hochbrunst oft Jane verfolgt und ist ständig aufgeritten. Und Jane hat sich nie gewehrt oder Toffee gerügt, obwohl Aufreiten ja auch so ein Streitigmachen der Chefposition ist.

TOFFEE: Aber doch nicht zwischen Jane und mir, empört-MUIG. Jane wusste doch, dass ich nie Chefin sein wollte und sowas nur wegen der Hormone gemacht habe!

JOYCE: Ich glaub', die Mama Kerstin vermisst die Jane auch immer noch, nachdenklich-MUIG.

PEBBLES: Ja, sie fand die Jane immer so faszinierend, weil die so selbstbewusst war, aber dabei so selbstverständlich. Jane war ja wohl nie aggressiv und hat die anderen nie gemaßregelt, um ihre Chefstellung rauszustreichen.

TOFFEE: Nein, Jane war klug, zurückhaltend und sanft. Wenn Clara Streit angefangen hat, ist Jane ihr und der Konfrontation aus dem Weg gegangen bis Clara sich wieder abgeregt hatte. Und dann kam Jane einfach wieder aus ihrem Versteck und war wieder Chefin. Und sie war nie nachtragend, auch nicht bei Clara. Ja, Jane war etwas ganz besonderes, seufz-MUIG.

DAISY: Manchmal schaut die Mama Kerstin Joyce an und vergleicht sie mit Jane, weil Joyce auch so ruhig und vernünftig ist und immer lieb zu allen anderen. Und genau wie Jane ist Joyce die Wachsame von uns, die immer auf alles aufpasst.

TOFFEE: Das ist wahr. Von uns allen hier ist Joyce Jane wohl am ähnlichsten, beipflicht-MUIG. Trotzdem war Jane ruhiger und zurückhaltender, aber auch empfindsamer als Joyce. Jane war oft nachdenklich und besorgt. Joyce dagegen ist emotional viel unbeeindruckter von allem als Jane.

JOYCE: Wie meinst du das denn?


Jane

TOFFEE: Wenn Jane beunruhigt war, hat sie dann nachts gechirpt, z.B. an dem Tag als der Handwerker da war und bei seiner Arbeit laute und lästige Geräusche machte. Und je nachdem, was in der Woche so alles passiert ist, hat Janes Gewicht ständig geschwankt. War alles ruhig, hielt sie ihr Gewicht oder nahm zu, war sie beunruhigt, nahm sie um bis zu 70 Gramm pro Woche ab. Die Kerstin war erst ständig in Sorge bis ihr klar wurde, dass das bei Jane normal war, erklär-MUIG.

DAISY: Ich finde es komisch, dass Jane am linken Hinterfüßchen vier Zehen hatte. Ganz schön ungewöhnlich. Und komisch auch, dass Oscar jetzt nur noch zwei Zehen am gleichen Hinterfüßchen hat. Aber naja, im Durchschnitt passt es ja wieder.

OSCAR: Janes überzählige Zehe war aber voll ausgebildet mit Knochen drin, nur ein bisschen kleiner, nicht so ein unnützes Zehenanhängsel, das an einem Hautfetzen hängt wie es bei vielen Meeris vorkommt. Deshalb musste ihre vierte Zehe auch nicht entfernt werden. Sie hatte das Glück, dass sie die voll mitbenutzen konnte.

TOFFEE: Richtig. Jane sagte nur manchmal, es sei ungerecht, dass sie beim Nägelschneiden 15 Nägel aushalten müsse und wir anderen nur 14. Dabei war sie ganz furchtlos, egal, ob beim TÜV oder beim Tierarzt. Nur beim Schneiden ihrer wuchernden Hornballen hatte sie ein bisschen Angst, mitfühlend-zurückdenk-MUIG. Da hat sie der Mama Kerstin immer beschwichtigend die Finger geleckt und die Kerstin hat das verstanden und hat immer ganz besonders aufgepasst und der Jane auch nie wehgetan.


Jane

DAISY: Ich mag besonders die Geschichte, in der Jane auf dem Boden in der Tierarztpraxis saß und sollte laufen, damit die Tierärztin sieht, ob sie sich den Fuß gebrochen hat, aber Jane saß nur da auf dem Fußboden und schaute die Tierärztin kess an, kicher-MUIG.

TOFFEE: Ja, Jane war echt cool. Aber irgendwie fühlt es sich seltsam an, dass das für dich nur alte Geschichten aus der Vergangenheit sind über eine Jane, die du nie kennengelernt hast und für mich war das alles meine gelebte Realität, das war alles mal meine Gegenwart, schwermütig-MUIG. Ich weiß noch wie heute, wie besorgt ich war als die Mama Kerstin Jane in die Transportbox setzte, um zur Tierärztin zu fahren, und ich durfte nicht mal mit, um Jane zu unterstützen.

OSCAR: Es ist wichtig, dass wir uns unsere Erinnerungen an unsere lieben Weggefährten bewahren und genauso wichtig, dass wir im Hier und Jetzt glücklich sind. Und irgendwie sind die, die gestorben sind, ja immer noch ein Teil von uns und unserem jetzigen Leben, weil wir das, was wir jetzt sind, auch geworden sind durch die Begegnung mit ihnen und sie haben uns und unser heutiges Leben durch ihre damalige Anwesenheit geprägt, philosophisch-MUIG.


Daisy, Pebbles, Joyce, Oscar & Toffee

TOFFEE: Wisst ihr, ich höre immer noch Janes Stimme, wie sie nach der Mama Kerstin ruft. Clara hat immer gespottet, Janes Großmutter sei ein Nebelhorn gewesen. Aber Pebbles ist in Sachen Stimme eine würdige Nachfolgerin.

PEBBLES: Ehrlich? Stolz-MUIG.

DAISY: Hab' ICH denn gar nichts von all den tollen Eigenschaften von Jane?

JOYCE: Du bist durch und durch lieb und gut und du bist schlau und du hältst hier durch deine Art die Gruppe zusammen. Deine vermittelnde Art hat aus uns eine sehr harmonische Gruppe gemacht.

TOFFEE: Ja, Jane hat damals auch dafür gesorgt, dass wir eine friedliche und harmonische Gruppe waren. Und außerdem bist du inzwischen fast so groß wie Jane. Sie war ein richtig großes und langes Meeri, die größte von uns damals. Und du bist ja inzwischen tatsächlich auch schon größer als wir drei anderen Mädels.

DAISY: Ich würd' jetzt schon gerne aufhören weiter zu wachsen bevor ich ein Cuy werde.


Jane

OSCAR: Es spricht nichts dagegen stattlich zu sein. Körperlich und charakterlich.   

TOFFEE: Ja, Jane war ein ganz großer Charakter. Und sie war so tapfer als sie an ihrem Bäuchlein operiert werden musste. Ich muss immer noch weinen, wenn ich daran denke wie schlecht es ihr ging, Tränen-übers-Gesicht-lauf-MUIG.

OSCAR: Du warst ihr die beste Freundin, die Jane sich wünschen konnte. Du warst rund um die Uhr für sie da nach der OP und bist nicht von ihrer Seite gewichen. Du hast sie begleitet bis zur Regenbogenbrücke und hast alles meerimögliche für sie getan. Ich bin sicher, dass Jane sehr glücklich war, dich als Freundin zu haben, und es muss ihr ein Trost gewesen sein, dass du in ihrer letzten schweren Zeit bei ihr warst, tröstend-MUIG.

TOFFEE: Das ist sehr lieb von dir Oscar, dankbar-MUIG. Und ich werde Jane nie vergessen, so lange ich lebe.


Jane & Toffee

PEBBLES: Ich ruf' jetzt mal nach der Mama Kerstin, damit sie ein bisschen Gemüse bringt. Gemüse hat ein bisschen was tröstliches, das tut dir bestimmt gut, Toffee.

TOFFEE: Gute Idee, Pebbles. Danke.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Hallo ihr Süßen. Ihr seid ja so nachdenklich heute. Bestimmt wegen Jane. Ich hab' heute jedem von euch zwei Stücke Gemüse mitgebracht. Da kann jeder von euch ein Stück für sich essen und ein Stück für Jane.

TOFFEE: Das ist total lieb von dir, vielen Dank.

Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche…

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Wir freuen uns sehr über folgende neue Patenschaften und bedanken uns ganz herzlich bei:

 

 

 Frau Chantal S. für die Übernahme einer Patenschaft für Fiola,

Frau G. für die Übernahme einer Patenschaft für Lieselotte und

Familie H. für die Übernahme von gleich vier Patenschaften für Tamino, Eric, Radieschen und Ilka 

 

sowie

 

Familie F. für die Übernahme von gleich zwei halben Kastrationspatenschaften für Yasper und Wilson,

Frau Birgit W. für die Übernahme von gleich drei Kastrationspatenschaften für Snow, Bruce und Captain,

Frau Beate C. für die Übernahme der zweiten Hälfte der Kastrationspatenschaft für Yasper und 

Frau Andrea K. für die Übernahme der zweiten Hälfte der Kastrationspatenschaft für Wilson.

 

 

Herzlichen Dank ihnen allen für die grossartige Unterstützung!

 


 

 

Im September mussten wir Abschied nehmen von:

 

Celeste

Die liebe Celeste wurde am 23.01.2016 geboren und kam im März 2016 zu uns in den Verein. Schnell wurde sie von eine unserer Pflegestellen gesehen und schockverliebt in die eigene Gruppe aufgenommen. Hier durfte sie in Ruhe heranwachsen.

Sie war ein fröhliches kleines Schweinchen. Leider wurde dann bei ihr ein Gendefekt festgestellt, welcher die Nieren betraf.

So musste Celeste schon in jungen Jahren am 02.09.2018 schweren Herzens erlöst werden.

Komm gut an Engelchen.

 

Zaina

Zaina ist am 14.09.2018 über die Regenbogenbrücke gezogen. Sie durfte 7 Jahre alt werden.
Ihre Familie hat ihr folgendes mit auf den Weg gegeben:

Meine kleine süße Zaina,

Wir vermissen Dich so sehr.
Du durftest zusammen mit Willi (SOS Watt) bei uns einziehen.
Die ganzen Jahre hast du uns so viel Freude bereitet.
Wir sind dankbar, das wir für Dich täglich Gemüse Schnippeln, Wiese sammeln und schnell rennen durften, wenn du nach Leckerlies gerufen hast.
Du hast es uns noch nicht einmal übel genommen, dass wir Dich"kleine Schwarzwurscht" nannten.
Du hattest so ein sanftes, gutmütiges Wesen.
Dein Willi vermisst Dich sehr.
Ihr zwei wart wie ein altes Ehepaar, sogar als Du nicht mehr laufen konntest hat er auf Dich aufgepasst und mit Dir im Häuschen gelegen.
Wir werden Dich nie vergessen, kleine Maus.
Jetzt tollst Du mit Deiner Freundin Toffee über die grünen Wiesen.

In Liebe
Deine Familie

 

Peppa

Peppa wurde 2014 vom Verein aufgenommen und konnte schon bald in ihr neues, tolles Zuhause umziehen. Dort ging es ihr immer sehr gut und sie hat ihr Leben sehr genossen.

Sie entwickelte leider zum Schluss eine sehr starke Arthrose, konnte nicht mehr laufen und hatte große Schmerzen, so dass die Familie zusammen mit dem Tierarzt entschied Peppa am 15.09.2018 zu erlösen.

Sie wird schmerzlich vermisst, lebt aber im Herzen ihrer Familie weiter.

Peppa wurde 6 Jahre alt.

 

Milow

Milow kam über einen Tierarzt zu uns in den Verein, nach erfolgter Kastration konnte er vermittelt werden, kam aber kurz darauf zu uns zurück. Die Pflegestelle hat sich dann direkt in den schönen Schweinemann verliebt und er durfte dort bleiben.
Durch einen tragischen Unfall am 19.09.2018 ist Milow nun ums Leben gekommen und wir hoffen, es geht ihm gut auf der immergrünen Wiese.

Milow durfte 6 Jahre alt werden.

 

 

Theo

Theo wurde am 03.03.2015 in der Pflegestelle Karlsruhe geboren. Dort lebte er auch einige Zeit und durfte groß werden. Danach zog er zu eine unserer Kolleginnen in eine gemischte Gruppe.

Auch Theo verstarb am 19.09.2018 bei dem tragischen Unfall.

Theo durfte 3,5 Jahre alt werde.

 

Anakin

Anakin wurde am 29.03.2014 von seiner Mutter Lilu (eines der Waldfindelkinder) zur Welt gebracht. Der Kleine entwickelte sich prächtig.
Auch er wurde Opfer bei dem tragischen Unfalls am 19.09.2018 und durfte 4,5 Jahre alt werden.

 

Pit

Der kleine Pit wurde von unserer Anna am 17.03.2014 geboren. Auch Anna war ein Waldfindelkind.

Pit durfte auch gleich in der Pflegestelle aufwachsen und dort bleiben. Viele Jahre war er dort sehr glücklich.

Leider entwickelte Pit einen Tumor im Bauchraum und im September diesen Jahres musste ihm die Milz entfernt werden. Von dieser Operation hat er sich leider nicht mehr erholt und die Pflegemama musste ihn schweren Herzens am 21.09.2018 gehen lassen.

Komm gut an lieber Pit (er wurde 4,5 Jahre alt)

 

Thaddaeus

Thaddaeus kam zusammen mit seinem Bruder Desiderius im Juni 2015 zu SOS. Beide haben sich schnell in die Herzen der Pflegeeltern "geschweindelt" und so kam es, dass beide in der Pflegestelle bleiben durften.
Ende letzten Jahres bekam Thaddaeus Atemprobleme und es wurde bei der Tierärztin eine schwere Herzschwäche festgestellt.
Trotz stetig gesteigerter Medikation hatte Thaddaeus am Morgen den 29.09.2018 keine Kraft mehr.
Seine Pflegemama hat ihn in ihren Armen zur Regenbogenbrücke begleitet.
Thaddaeus wurde nur 5 Jahre alt.

Auf Wiedersehen,Thaddi!
Danke, dass Du bei uns warst - aber nun lauf' über die immergrünen Wiesen im Regenbogenland!
Du wirst unvergessen und immer in unseren Herzen sein
Susi & Markus

 


 

 

 


Pebbles

PEBBLES: Hallo Leute, hier ist wieder eure Pebbles.

Wir hatten euch ja vor zwei Wochen von den Satinschweinchen erzählt. Heute erzählen wir euch von einer weiteren Meerschweinchen-Qualzucht, nämlich von Nacktmeerschweinchen.

OSCAR: Ja, es ist wirklich unglaublich, was die Menschen uns alles antun. Die schrecken echt vor nichts zurück, bekümmert-MUIG.

JOYCE: Und stellt euch vor, es gibt sogar zwei verschiedene Sorten Nackt­meer­schweinchen. Die nennt man Skinnys und Baldwins. Hier, schaut mal, so sieht ein Skinny-Meerschweinchen aus.


Skinny-Meerschweinchen

TOFFEE: Der arme Schatz, mitleidig-MUIG. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie es sich anfühlen muss, kein Fell zu haben. Das ist so unglaublich widernatürlich. Wir brauchen doch unser Fell. Das ist doch ein wichtiger Teil unseres Körpers.

DAISY: Ich kann das gar nicht glauben. Ein nacktes Meeri. Das sieht so seltsam aus. Hm-MUIG, wie würden wir wohl ohne Fell aussehen, rätsel-MUIG? Das macht doch unser ganzes Aussehen aus. Stellt euch doch mal unseren Oscar ohne Fell vor.

TOFFEE: Ungern, grusel-MUIG.

JOYCE: Ach Leute, wir dürfen ein Tier nicht nach seinem Aussehen beurteilen. Das arme Wutzerl hat eine schwere Behinderung, traurig-MUIG. Beim Fell geht es ja nicht nur um's Aussehen, sondern um die vielen Funktionen, die es erfüllt.

PEBBLES: Genau. Wir hatten ja schon mal erklärt, welche wichtige Rolle unser Fell bei der Thermoregulation spielt. Ein Nacktwutzerl kann ja gar nicht mit Temperaturschwankungen umgehen. Meistens friert es erbärmlich, mitfühlend-MUIG. Die Nacktschweinchen brauchen immer eine Zimmertemperatur von 24-26 °C. Und wenn es kühler ist, brauchen sie Wärmepads.

OSCAR: Und diese Temperatur muss möglichst konstant sein. Bei weniger kühlen sie aus, bei Zugluft oder Temperaturschwankungen kriegen sie ganz leicht eine Erkältung und bei Hitze und Sonne fehlt ihnen das isolierende Fell gegen Überhitzung und sie kriegen ratzfatz einen Sonnenbrand, bedauernd-MUIG.

JOYCE: Wenn sie krank werden, kühlen sie auch ganz schnell aus. Deshalb überstehen Nacktmeerschweinchen auch Operationen wie z. B. Kastrationen nur schwer.

DAISY: Die Nacktmeerizüchter reden sich damit raus, dass Meeris mit Fell sich auch erkälten können, pffft-MUIG, aber wir Fellschweinchen sind halt viel robuster.

TOFFEE: Deshalb darf man Nacktmeerschweinchen auch nicht in Außenhaltung halten. Im Winter ist es zu kalt, im Sommer zu heiß und dazwischen ist es zu nass. Wir Fellschweinchen können ja auch ein bisschen Feuchtigkeit aushalten, weil unser Fell sie von unserer Haut fernhält. Aber so ein Nackedei ist ja sozusagen sofort nass bis auf die Haut, schudder-MUIG.


Skinny-Meerschweinchen

JOYCE: Und alles andere geht ja bei den armen Nacktschweinchen auch gleich an und unter die Haut. Milben zum Beispiel und andere Parasiten. Durch unser dichtes Fell kommen die nicht so leicht durch. Aber so ein Nacktmeeri ist ja ein gefundenes Fressen für alle Blutsauger, autsch-MUIG.

PEBBLES: Die können sich ja nicht mal kratzen, wenn es juckt, weil sie sich dabei mit ihren Krallen die Haut aufschrappen. Und wenn mal ein Kumpel beim Drängeln um's Essen auf so ein nacktes Schweinchen tritt, so wie Daisy es immer mit uns macht, gibt es ja gleich eine Verletzung. An die Gefahren einer Vergesellschaftung darf ich gar nicht denken, oh-weh-MUIG. Wer ein Nacktschweinchen hält, muss bei ihm und allen seinen Mitschweinchen jedenfalls ständig die Nägel ganz kurz halten.

DAISY: Die Nacktschweinchenzüchter behaupten, die nackten Meeris hätten nicht mehr Narben als wir Fellmeeris, bloß tät' man es bei uns nicht sehen. Das stimmt aber nicht, empört-MUIG. Unser Fell schützt wirklich vor Verletzungen. Bei uns hält das Fell auch mal einen Schnapper ab, aber bei einem nackten Meeri tut's ja direkt richtig weh.

JOYCE: Ja, bei Nacktmeeris sind auch Verletzungen immer schlimmer als bei uns. Die bekommen auch viel schneller Abszesse als wir Fellschweinchen und außerdem heilen die Abszesse auch viel schlechter als bei uns, seufz-MUIG.


Skinny-Meerschweinchen

OSCAR: Tatsächlich haben Nacktmeerschweinchen so empfindliche Haut, dass man sie nicht mal auf Stroh halten soll, erklär-MUIG. Sie sollen auch keine Holzhäuschen bekommen, weil sie sich an scharfen Kanten verletzen können. Auch Zweige soll man ihnen nicht ins Haus legen. Sie brauchen ganz weiche Einstreu und schöne weiche und wärmende Kuschelsachen, die man oft waschen muss, damit sie immer hygienisch sind.

PEBBLES: Außerdem muss die Einstreu immer besonders sauber gehalten werden. Alle nassen Stellen müssen ständig entfernt werden, denn wenn so ein nacktes Schweinchen in seinen Ausscheidungen sitzt, können sich ganz schnell wunde oder entzündete Stellen bilden, besonders in Hautfalten oder kleinen Rissen und Kratzern, warnend-MUIG.

TOFFEE: Und bei jeder Hautverletzung besteht das Risiko, dass ein Hautpilz entsteht oder Parasiten sich einnisten. Und dabei wird auch noch oft behauptet, die Haut von Nacktmeerschweinchen brauche keine besondere Pflege. So ein Blödsinn, schnaub-MUIG.

DAISY: Viele Züchter behaupten, die Haut der Nacktmeeris brauche gar keine Pflege, weil sie einen eigenen Schutzfilm aufbaue, der durch Pflege nur zerstört werde, Aber einige Halter cremen ihre Nacktschweinchen täglich ein, damit die Haut nicht spröde wird, igitt-MUIG. Man soll dann aber überschüssige Cremereste wieder abwaschen. Und die Creme sollte ganz natürlich und unparfümiert sein.

PEBBLES: Naja, man muss diese nackte Haut schon sauber halten. Schließlich fehlt da das schmutzabweisende Fell. Manche Halter waschen ihre Nacktschweinchen mit einem warmen feuchten Waschlappen ab, andere baden sie sogar bei ungefähr 30 ° C im Waschbecken, Horror-MUIG. Es gibt auch welche, die massieren nach der Reinigung die Haut der Schweinchen mit einem pflegenden Öl.

JOYCE: Was für eine Zumutung für die armen Tiere, pikiert-MUIG.


Daisy & Joyce

TOFFEE: Viele Halter von Nacktschweinchen bilden sich ein, ihre Schweinchen seien besonders zahm und würden gerne mit ihnen kuscheln. Aber auch diese Meeris sind echte Meeris und Meeris mögen einfach keinen Körperkontakt.

OSCAR: Tja, die armen Nacktschweinchen haben ja nur die Wahl zwischen zwei gleichermaßen unangenehmen Alternativen. Entweder kein Kuscheln und dafür frieren oder sie dulden das Zwangsgekuschel für ein bisschen Wärme.

DAISY: Die armen Schweine würden bestimmt alles tun für ein bisschen Wärme, verständnisvoll-MUIG. Die können ja auch nicht so ausgiebig chillen wie wir, sondern müssen sich viel mehr bewegen, um sich warm zu halten. Dadurch haben sie einen viel höheren Energiebedarf und müssen gaaanz viel essen.

TOFFEE: Na, das ist doch endlich mal was Positives, überrascht-MUIG.

JOYCE: Von wegen. Oft sind sie auf eine Zufütterung von energiereichem Trockenfutter angewiesen, aber das schadet wieder ihrer Verdauung. Und durch ihren viel schnelleren Stoffwechsel haben Nacktschweinchen auch eine deutlich geringere Lebenserwartung, schwermütig-MUIG.

PEBBLES: Das Füttern ist ein Problem, wenn haarige und nackte Schweinchen zusammen gehalten werden. Die Nackedeis müssen ihr Trockenfutter getrennt von den anderen kriegen, sonst werden die Normalschweinchen zu fett.

OSCAR: Aber vom Stoffwechsel abgesehen sind Nacktschweinchen genau wie wir, verhalten sich wie wir und haben die gleichen Bedürfnisse. Sie brauchen auch immer Partnertiere.


Skinny-Meerschweinchen

PEBBLES: Wir Meeris machen auch keine Unterschiede untereinander und würden auch mit einem Nacktschweinchen immer ganz normal umgehen. Wir diskriminieren unsere Mitschweinchen nicht, bloß weil sie behindert sind, egal ob das Fell fehlt oder ein Füßchen oder so.

DAISY: Was ist denn jetzt eigentlich der Unterschied zwischen Skinnys und Baldwins, neugierig-MUIG?

JOYCE: Ein Skinny hat noch ein paar Haare an einzelnen Stellen, während Baldwins überhaupt keine Haare mehr haben.

PEBBLES: Die Skinnys haben noch einen kleinen Fellrest am Kopf, der V-förmig im Gesicht wachsen soll, jedenfalls stellen sich die Züchter das so vor. Meistens wächst der Fellrest aber nur auf der Nase. Außerdem haben sie zumindest Wimpern und Vibrissen am Mäulchen, auch wenn die Tasthaare über den Augen und hinten am Kopf meistens fehlen. Die Füße der Skinnys sind behaart wie bei Hobbits. Manchmal haben sie auch noch ein paar einzelne Härchen auf dem Rücken, beschreib-MUIG.

JOYCE: Die armen Baldwins sind noch schlimmer dran. Die haben noch nicht mal mehr Wimpern und Tasthaare. Damit fehlt ihnen komplett der Tastsinn. Dabei ist der bei uns sogar wichtiger als das Sehen. Baldwins können sich deshalb im Dunkeln kaum orientieren und können nicht mal checken, ob sie durch eine Öffnung passen. Oft sind sie kleinwüchsig. Außerdem haben sie kein funktionierendes Immunsystem, so dass sie oft nur wenige Wochen alt werden, mitleidig-MUIG.

TOFFEE: Baldwins werden erstmal mit komplettem Fell geboren. Nach ungefähr drei Tagen fängt das Fell dann an auszufallen, erst am Kopf und dann immer weiter nach hinten. Mit zwei Monaten sind sie komplett kahl. Die Skinnys kommen dagegen schon so zur Welt wie sie auch bleiben, nackt mit den paar kleinen Fellstellen und sie werden auch so groß wie ihre Fellkollegen.

OSCAR: Die ersten Skinnys hatten auch kein richtiges Immunsystem. Aber man hat sie weitergezüchtet und gesunde Fellmeeris eingekreuzt, dadurch haben sie heute halbwegs normale Abwehrkräfte. Aber richtig alt werden sie meistens nicht, bedauernd-MUIG.


Skinny-Meerschweinchen

DAISY: Wie sind die Menschen nur auf die Idee gekommen, uns unser Fell wegzuzüchten, verständnislos-MUIG?

TOFFEE: Die Idee hatten sie erst gar nicht, zugesteh-MUIG. Die Natur probiert ja viel Neues aus, deshalb entstehen Mutationen. Gute Mutationen setzen sich durch, schlechte sterben ganz schnell wieder aus, wenn die Tiere damit nicht überlebensfähig sind. Und vor vierzig Jahren hat die Natur durch zwei verschiedene Genmutationen gleich zwei Sorten Nacktmeeris entstehen lassen, seufz-MUIG. Und wenn die in der Wildnis zur Welt gekommen wären, wären sie gleich nach 1-2 Generationen wieder ausgestorben, so wie schon viele andere natürliche Fehlversuche.

PEBBLES: Dummerweise wurden die ersten Nacktschweinchen in Gefangenschaft geboren und die Menschen haben nicht einfach diese armen behinderten Ge­schöpfe liebevoll versorgt, sondern diese lebensuntauglichen Meerimutationen weiter miteinander verpaart, bitter-MUIG.

DAISY: Mann, die Menschen sind echt krank im Kopf, fassungslos-MUIG. Die können ja gar nicht mehr zwischen richtig und falsch oder gut und schlecht unterscheiden. Mit so einem Gendefekt züchtet man doch nicht weiter! Wann kommt denn endlich mal eine Mutation, die den Menschen Vernunft bringt?


Skinny-Meerschweinchen

JOYCE: Die ersten Skinnys wurden 1978 im Tierversuchs-Institut Armand Frappier in Kanada geboren. Dort hat man die sogenannten Hartley Inzuchtlinien gezüchtet, das sind weisse Glatthaarmeeris. Die Inzucht soll bewirken, dass alle Tiere möglichst identisch sind, damit die Menschen ihre Forschungsergebnisse besser vergleichen können, frustriert-MUIG. Daraus entstand dann die Skinnymutation. Deshalb waren die ersten Skinnys auch alle weiß und wurden alle nicht alt. Weil dann normale Fellschweinchen eingekreuzt wurden, hat sich das Immunsystem verbessert und die Skinnys gibt es jetzt in allen Farben, erklär-MUIG. 

OSCAR: Die Baldwins sind auch 1978 in Kalifornien entstanden. Da gab's eine Züchterin namens Carol Miller, die weiße American Crested Meeris gezüchtet hat. Dort haben plötzlich zwei Jungtiere nach wenigen Wochen ihr gesamtes Fell verloren bis sie schließlich ganz nackt waren. Und leider ist ihr nichts Klügeres eingefallen als ausgerechnet mit den beiden weiterzuzüchten, grummel-MUIG.

DAISY: Was für ein Unglück für die vielen, vielen Baldwins, die seitdem so behindert auf die Welt kommen mussten, bekümmert-MUIG.

TOFFEE: Inzwischen gibt es auch Baldwins in allen Farben. Ihre Haut hat ziemlich viele Falten und auf dem Kopf erkennt man noch, wo das Crested-Krönchen sein sollte. Und sie haben ziemlich große hängende Schlappohren. Aber Gott sei Dank gibt es sie hier nicht, sondern vor allem in Nordamerika, Norwegen und Schweden.

DAISY: Sind die Menschen dort denn besonders dumm?

OSCAR: Hm, was Nacktschweinchen angeht wohl schon. Dort sind Skinnys und Baldwins anerkannte Rassen.

DAISY: Was?? Ungläubig-MUIG. Das sind doch keine Rassen, sondern Behinderungen! Wenn man jetzt Menschen ohne Beine züchten würde, wär' das doch auch keine neue Menschenrasse.

PEBBLES: So was nennt man eine Qualzucht. Eigentlich soll eine Zucht die Tiere besser machen, also gesünder, robuster und langlebiger. Aber vielen Züchtern ist das Tierwohl egal. Die züchten immer neue Modetiere, weil die Menschen ständig was Neues und Ausgefallenes wollen, zornig-MUIG.

JOYCE: Im Tierschutzgesetz steht, dass Qualzuchten verboten sind. Das sind Züchtungen, bei denen besondere Merkmale, die zu Leiden bei den Tieren führen, gewollt gezüchtet werden.

DAISY: Ich kann einfach nicht begreifen, dass es Menschen gibt, die Tiere bewusst leiden lassen wollen, traurig-MUIG.


Toffee & Oscar

TOFFEE: Leider werden hier in Deutschland nur Baldwins als Qualzucht betrachtet, Skinnys nicht. In Österreich gelten beide als Qualzuchten, weil ihnen das wichtige Fell fehlt. Dort sind der Import, der Kauf und Verkauf und das Ausstellen von Tieren mit Qualzuchtmerkmalen verboten. Aber hier bei uns sieht man nur die fehlenden Tasthaare der Baldwins als Problem. Dass der Rest vom Schwein nackt ist, stört hier in Deutschland nur die betroffenen Meeris.

OSCAR: Das verstehe ich aber gar nicht, verwundert-MUIG. Laut dem deutschen Tierschutzgesetz ist es doch verboten, Wirbeltiere zu züchten oder zu verändern, soweit zu erwarten ist, dass als Folge der Zucht oder Veränderung bei der Nachzucht, den veränderten Tieren selbst oder deren Nachkommen erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten oder jeder artgemäße Kontakt mit Artgenossen bei ihnen selbst oder einem Artgenossen zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führt, zitier-MUIG. So steht das da drin.

DAISY: Das trifft aber doch voll auf die Skinnys zu! Denen fehlt doch das Fell, also ein üblicher Teil des Körpers, und sie leiden unter Kälte und Hitze. Und beim normalen Umgang mit anderen Meeris kriegen sie Kratzer und Verletzungen, feststell-MUIG.

PEBBLES: Ja ja, hier in Deutschland liegt beim Tierschutz noch ganz viel im Argen. Bei den armen Tieren, die für Tierversuche gequält werden, man nennt das "für wissenschaftliche Zwecke notwendig", darf man sogar auch Qualzuchten vornehmen, aufreg-MUIG. Und viele Skinnys und Baldwins werden für Tierversuche verwendet, weil die Forscher für viele Forschungen deren schwaches Immunsystem ausnutzen.

JOYCE: Jedenfalls gibt es seit 2005 Skinnys in Deutschland. Gott sei Dank gibt es nicht viele davon. Aber die Skinny-Züchter reden das ganze Problem klein und tun so als sei das Züchten von Nacktschweinchen eine ganz tolle Errungenschaft und als seien Skinnys was für wahre Meeri-Fans. Dabei würde jemand, der uns Meeris wirklich liebt, nie unterstützen, dass uns so etwas angetan wird, überzeugt-MUIG.

TOFFEE: Angeblich gibt es ja auch keine Nottiere unter den Skinnys, weil sie von den Menschen, die so viel Geld für sie ausgeben, besonders gut gehalten werden.

OSCAR: Haha. Aber die drei Skinnys auf den Bildern hier sind bei SOS gelandet. Sie hießen Jantje, Jaron und Jarig. Nur gut, dass sie im Verein in einer wunderbaren Pflegestelle bis an ihr Lebensende bleiben konnten.


Skinny-Meerschweinchen

DAISY: Dass auch Allergiker Skinnys halten können, ist auch gelogen. Meistens sind die Menschen gar nicht gegen unsere Haare allergisch, sondern gegen Hautpartikel, Urin, Heu oder den Staub, den unsere Einstreu aufwirbelt.

JOYCE: Jedenfalls ist es so, dass das Gen, das die Skinnys haarlos macht, ein ganz anderes Gen ist als das, das die Baldwins nackt sein lässt. Beide Gene vererben sich rezessiv. Das heißt, dass nur dann ein nacktes Baldwin-Meeri entsteht, wenn es von beiden Eltern ein Baldwin-Haarlos-Gen bekommt. Und ein Skinny braucht von beiden Eltern ein Skinny-Haarlos-Gen.

PEBBLES: Also wenn ein Skinny oder Baldwin mit einem normal behaarten Meeri verpaart wird, dann haben die Jungen alle Fell. Sie tragen aber das rezessive Haarlos-Gen. Sie sind also Skinny-Träger bzw. Baldwin-Träger.

TOFFEE: Das ist ein Problem, weil man es den Trägertieren nicht ansieht. Die sehen aus wie normale Meeris, aber stellt euch vor, zwei Skinny-Trägertiere bekommen Junge und die kriegen von beiden Elternteilen das Haarlos-Gen. Auf einmal sind da Skinny-Babies und die Zweibeiner wissen gar nicht, warum ihre kleinen Wutzen nackt sind. Was für ein Schock.

JOYCE: Ja, und außerdem können die Trägertiere das Haarlos-Gen oder ein schwaches Immunsystem in eine gesunde Zuchtlinie normaler Meeris hineinbringen. Das verschlechtert dann die Gene der ganzen Zucht auf lange Zeit.

DAISY: Was passiert denn eigentlich, wenn man ein Skinny mit einem Baldwin kreuzt, interessiert-MUIG?

OSCAR: Genau solche neugierigen Fragen sind schuld daran, dass die Menschen sol­che Sachen ausprobieren, Daisy. Natürlich wollten die Menschen das auch wis­sen. Es entstehen behaarte Meeris, die aber Trägertiere für beide rezessiven Haarlos-Gene sind.


Joyce & Oscar

DAISY: Dann könnte ja jeder von uns auch ein rezessives Skinny-Gen haben.

JOYCE: Richtig. Das weiß man halt nicht. Deshalb soll man ja als Laie auch nicht einfach seine Meeris Junge kriegen lassen. Aber da wir keine Babies kriegen, werden wir es nie erfahren. Aber Hauptsache, wir haben alle Fell.

TOFFEE: Ich hab' bestimmt diese rezessiven Gene, überzeugt-MUIG. Das würde erklären, warum ich immer so einen riesigen Nacktschweinchen-Hunger habe.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Hallo meine haarigen Freunde. Ich hab' hier mal ein extra großes Leckerchen für euch. Ich dachte mir schon, dass eure Solidarität mit den Nacktschweinchen besonders hungrig macht.

PEBBLES: Sehr gut mitgedacht, freu-MUIG. Danke, Mama Kerstin.

Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche...

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