Joschi (SOS-Scotty) und Lissy (SOS-Toffi) halten Ausschau, denn das neue Jahr steht vor der Tür

 

Die SOS-Aktiven wünschen allen Lesern einen guten Start in ein  

gesundes, frohes und glückliches 2019!

 


 

 

 

 

 


Pebbles

PEBBLES: Hallo Leute, hier ist wieder eure Pebbles.

Wir hoffen, ihr hattet genauso schöne Weihnachten wie wir hier. Wir haben phänomenal gegessen, schmatz-MUIG, haben mehrere Tüten getrocknete Kräuter geschenkt bekommen, mit denen wir versorgt sind bis der Frühling wieder frisches Grün bringt, freu-MUIG, und jeder von uns durfte nach dem TÜV einfach mal in die Dose mit den Sonnenblumenkernen greifen, schwärm-MUIG.

JOYCE: Zufrieden-MUIG, die Mama Kerstin meinte, an Weihnachten könne man auch mal über die Stränge schlagen.

OSCAR: Heute geht es jetzt auch endlich weiter mit dem Wissen über Problemzuchten bei Meeris, befriedigt-MUIG. Ihr kennt ja jetzt alle die Grundlagen der Genetik, also berichten wir heute über Schimmel und Dalmatiner.

DAISY: Damit sind bestimmte Fellzeichnungen gemeint, also wie sich die Farbe und die Muster auf dem Schweinchen verteilen, erklär-MUIG.


Daisy

JOYCE: Für beide Fellzeichnungen gibt es inzwischen einen anerkannten Rassestandard des Meerschweinchenfreunde Deutschland (MFD) Bundesverband Deutschland e. V.. Trotzdem halten wir fünf hier diese Zuchten für problematisch, bekümmert-MUIG.  

PEBBLES: Ja, aber jetzt erstmal zur Optik. Aufzähl-MUIG: Nach dem Standard sollen Schimmel eine Grundfarbe haben, z.B. schwarz oder braun. Der Kopf nebst Ohren soll diese Grundfarbe haben ohne weiße Haare und ein Schimmel soll keine Blesse haben. Dafür sollen alle vier Füße die Grundfarbe haben. Aber der ganze Rest vom Fell soll gebrindelt sein.

TOFFEE: Gebrindelt ist ein Schlaumeierwort für gestromt, oder? Also dass das ganze Fell möglichst gleichmäßig gemischt aus farbigen und weißen Haaren besteht, klarstell-MUIG.

DAISY: Richtig. Schaut, das hier ist Samson:


Samson

PEBBLES: Samson ist ein echter Schimmel mit schwarzer Grundfarbe am Kopf und an den Füßen. Eine Blesse hat er nicht, genau wie es sein soll, und der ganze Körper ist schön gestromt in weiß und schwarz.

DAISY: Leider hat er die heutige Folge nicht mehr erleben dürfen. Samson ist im November ins Regenbogenland umgezogen, traurig-MUIG. Er war ein Senior und als seine Krebs­erkrankung fortgeschritten ist, haben seine Zweibeiner ihn ziehen lassen. Jetzt erben seine Mitschweinchen die Sonnenblumenkerne, die wir für die Schimmel- und Dalmatinerbilder ausgelobt hatten.

OSCAR: Leb wohl, Samson, im Regenbogenland, bekümmert-MUIG. Wir werden dich nicht vergessen.

JOYCE: Meeris mit Schimmel-Fellzeichnung gibt es in allen Grundfarben, Felllängen und Fellstrukturen. Das Problem ist halt, dass diese Fellzeichnung durch ein ganz bestimmtes Gen verursacht wird, das Roan-Gen, schwermütig-MUIG.

DAISY: Das ist ein ganz gefährliches Gen, weil es nicht nur die Schimmelzeichnung hervorruft, sondern auch zu schwersten Behinderungen und Tod führen kann, betroffen-MUIG. Deshalb nennt man es auch Letal-Gen.

OSCAR: Das gleiche Gen verursacht auch die Dalmatinerzeichnung, mitteil-MUIG. Die Dalmatiner sind irgendwann zufällig aus den Schimmeln entstanden und man hat sie weitergezüchtet, weil sie den Zweibeinern auch so gut gefielen.


Toffee

TOFFEE: Hm, woher weiß man wohl vorher, ob das Gen einen Schimmel oder ei­nen Dalmatiner produziert, grübel-MUIG?

JOYCE: Naja, es liegt am Zusammenspiel mehrerer Gene wie sich das Roan-Gen bei der Unterscheidung zwischen Schimmeln und Dalmatinern auswirkt. Aber jedenfalls kriegt ein Schimmel keine Dalmatiner-Babies und ein Dalmatiner keine Schimmel-Babies.

TOFFEE: Aha. Bis auf den ersten Dalmatiner, kritisch-MUIG.

PEBBLES: Der war halt eine Mutation.

DAISY: Laut Rassestandard sollen auch die Dalmatiner den Kopf und die Füße in einer Grundfarbe haben, aber sie sollen eine Blesse haben, beschreib-MUIG. Und der Rest vom Körper soll weiß sein und schön gleichmäßig verteilte Punkte haben in der Farbe von Kopf und Füßen.

PEBBLES: Schaut, das hier ist Momo.


Momo

TOFFEE: Momo ist ein schönes Dalmatinermädchen. Sie stammte aus einer unbeabsichtigten Vermehrung. Laut Rassestandard dürfte sie keine weißen Haare in den schwarzen Gesichtsfeldern haben, aber ich finde das gerade bezaubernd, bewundernd-MUIG. Wer will schon Standard sein?


Momo

JOYCE: Man sieht schön an ihr, was mit Dalmatiner gemeint ist, Kopf und Füße in der Grundfarbe, die Blesse und auf dem weißen Körper die Dalmatinerflecke in der Grundfarbe. Leider ist auch Momo schon seit 2017 im Regenbogenland, bedauernd-MUIG.

OSCAR: Leb wohl, Momo, im Regenbogenland. Wir werden auch dich nicht vergessen, kummervoll-MUIG.

TOFFEE: Ich denke, nachdem wir nun zwei Wochen lang Genetik gebüffelt haben, sollten wir jetzt den Lesern erklären, was an dem Roan-Gen so problematisch ist.

JOYCE: OK, zustimmend-MUIG. Wir hatten ja schon erklärt, dass die Art, wie ein Gen die Eigenschaft regelt, für die es verantwortlich ist, Allel genannt wird. Das Roan-Allel gibt es als dominante Variante "Rn", die zu einer der beiden Fellzeichnungen führt. Die rezessive Variante "rn" führt dazu, dass keine der beiden Fellzeichnungen vorliegt.

PEBBLES: Außerdem haben wir ja gelernt, dass jedes Baby je ein Allel von seiner Mama und seinem Papa bekommt, wiederhol-MUIG. Bekommen also zwei Schimmel-Meeris Babies, kann das zu den folgenden Mischungen bei den Babies führen:

 

Eltern

Rn

rn

Rn

RnRn

Letal-Babies

Rnrn

Schimmel

rn

Rnrn

Schimmel

rnrn

Normal-Meeri

 

JOYCE: Es kommen also statistisch 25 % Babies zur Welt, die von beiden Eltern das dominante Allel geerbt haben, 50 % Babies, die das dominante Allel nur einmal haben und 25 % Babies, die zweimal das rezessive Allel haben, Tabelle-erklär-MUIG. Und in dieser Verteilung liegt das Problem.

DAISY: Die Babies, die das dominante Allel zweimal haben, also RnRn, sind alle nicht lebensfähig. Man nennt sie Letal-Babies oder auch Lethal Whites, betroffen-MUIG.


Joyce

JOYCE: Das liegt daran, dass das Gen Rn "unvollständig dominant" ist. Es reduziert die Fellfarbe der hinteren Körperpartie teilweise zu weiß und lässt die übrigen bunten Körperteile farbig. Bekommt ein Baby jetzt von beiden Eltern das dominante Rn-Allel, wirken diese beiden miteinander tödlich, das nennt man den Letalfaktor, kummervoll-MUIG.  

PEBBLES: Babies, die reinerbig den Schimmelfaktor "RnRn" haben, sind fast immer ganz weiß, quasi komplett entfärbt, und sie kommen entweder schon tot zur Welt oder werden mit den entsetzlichsten Missbildungen und Behinderungen geboren, taub und blind, oft sind die Kiefer furchtbar deformiert und sie haben keine oder missgebildete Zähne. Auch wenn sie lebend zur Welt kommen, sterben sie praktisch immer nach wenigen Tagen, in denen sie sich nur quälen, mit-Tränen-in-den-Augen-MUIG.

OSCAR: Das ist wirklich unerträglich, Kloß-im-Hals-MUIG. Solche armen Hascherl sollte man besser gleich erlösen, wenn sie nicht schon tot auf die Welt kommen. Und vor allem darf es erst gar nicht dazu kommen, dass solche armen Würmchen gezeugt werden.

TOFFEE: Immer dasselbe, frustriert-MUIG. Weil die Zweibeiner immer neue Fell- und Farbvarianten an uns sehen wollen, wird mit jeder Mutation weitergezüchtet und schon haben wir das nächste Problem. Man hätte es bei dem Agouti-Wildfarben-Fell belassen sollen, mit dem wir damals aus Südamerika kamen, feststell-MUIG.


Oscar

OSCAR: Dann hättest du heute aber nicht deine jetzige Schönheit mit der herrlichen hellen Farbe und dem einzigartigen Bunt-Weiß-Muster und der zarten Blesse.

TOFFEE: Schleimer! Widerwillig-geschmeichelt-fühl-MUIG.

DAISY: Deshalb ist die Zucht von Schimmeln und Dalmatinern jetzt aber so kompliziert.

PEBBLES: Die Babies, die das dominante Rn-Allel nur einmal haben, also Rnrn, sind Schimmel oder Dalmatiner, weil ein Allel genügt, um die Fellzeichnung hervorzurufen, erklär-MUIG. Die Babies, die zweimal das rezessive rn-Allel haben, also rnrn, sind keine Schimmel oder Dalmatiner, sondern ganz normale Schweinchen.

OSCAR: Ach, überrascht-MUIG, wir haben auch das Roan-Gen? Nur mit zwei rezessiven Allelen?

JOYCE: Ganz genau. Deshalb ist es nicht richtig, wenn es oft heißt, die Schimmel und Dalmatiner hätten das Roan-Gen. Das Gen haben alle Meeris, aber bloß bei den Schimmeln und Dalmatinern gibt es das gefährliche dominante Allel, klarstell-MUIG.

TOFFEE: Und wie kann man jetzt vermeiden, dass solche armen Letal-Babies gezeugt werden? Es ist ja wohl nicht zu erwarten, dass die Menschen aufhören Schimmel oder Dalmatiner zu züchten.

DAISY: Nein, wohl kaum, seufz-MUIG. Besonders, weil die Schimmel und Dalmatiner, die mit der Genkombination Rnrn geboren werden, ja ganz gesunde Tiere sind. Das ist anders als bei Nacktmeeris oder Satinschweinchen.


Daisy

PEBBLES: Die Kunst ist, dass beim Züchten keine zwei dominanten Allele des Roan-Gens aufeinandertreffen dürfen. Deshalb darf man NIEMALS zwei Tiere verpaaren, die beide das dominante Allel haben, eindringlich-MUIG, sonst entstehen zu 25 % Letalbabies.

DAISY: Also darf man nie einen Schimmel mit einem Schimmel verpaaren und nie einen Dalmatiner mit einem Dalmatiner und auch nie einen Schimmel mit einem Dalmatiner! Noch-eindringlicher-MUIG!

TOFFEE: Also muss man Schimmel und Dalmatiner immer mit einem Normal­schwein­chen verpaaren, dann gibt es doch gar kein Problem, dann kommen Babies raus wie in dieser Tabelle hier:

 

Eltern

rn

rn

Rn

Rnrn

Schimmel

Rnrn

Schimmel

rn

rnrn

Normal-Meeri

rnrn

Normal-Meeri

 

OSCAR: Hm, Tabelle-studier-MUIG, also 50 % der Babies haben dann Rnrn, das heißt sie sind Schimmel bzw. Dalmatiner. Und die anderen 50 % haben rnrn, sind also Normal-Schweinchen.

JOYCE: Richtig. Die Normalschweinchen können im Prinzip einfach beliebig wei­ter­gezüchtet werden, weil sie den Schimmelfaktor nicht haben. Bei solchen dominant vererbten Eigenschaften gibt es keine Trägertiere. Das geht nur bei Eigenschaften, die auf einem rezessiven Allel liegen. Bei Schimmeln und Dalmatinern ist es einfach so, dass der, der ein dominantes Rn-Allel hat, ein Schimmel oder Dalmatiner ist, und wer keines hat, ist eben keiner, deutlich-mach-MUIG. Es gibt also keine Schimmel- oder Dalmatinerträger.

TOFFEE: Na also, dann muss man sich doch nur einfach daran halten.

DAISY: Naja, in der Theorie klingt es leicht, aber in der Praxis ist das gar nicht so einfach, seufz-MUIG.

OSCAR: Warum?

PEBBLES: Weil man nicht jedem Tier ansieht, ob es wirklich ein Schimmel oder Dal­matiner ist, bedauernd-MUIG. Es gibt sogenannte versteckte Schimmel, die zwar das dominante Allel haben, aber trotzdem nicht die typische Fellzeichnung. Das kann zum Bei­spiel ein schwarzes Tier sein, bei dem das Schimmel-Allel nur ein paar Haare am Bauch weiß gefärbt hat. Dann denkt man, es sei ein normalfarbiges Meeri, dabei sieht man nur nicht, dass es das dominante Allel hat.


Joyce

JOYCE: Im Prinzip kann jedes Meerschweinchen, das auch nur ein einziges weißes Haar hat, ein versteckter Schimmel oder Dalmatiner mit einer unvollkommenen Fellzeichnung sein, warnend-MUIG.

OSCAR: Ich auch? Ungläubig-MUIG.

JOYCE: Naja, die Wahrscheinlichkeit dürfte bei dir nicht so hoch sein. Bei uns Meeris gibt es ja verschiedene weiße Farben, entweder aufgrund des Roan-Gens oder aufgrund des Weißscheckungsfaktors. Und dann gibt es noch weiße Abzeichen. Das sind alles unterschiedliche genetische Gründe für weißes Fell. Deine weißen Haare hast du vermutlich aufgrund des Weißscheckungsfaktors, mutmaß-MUIG. Über die verschiedenen Meerifarben müssen wir mal extra was erzählen. Aber grundsätzlich ist es nicht völlig ausgeschlossen, dass ein paar deiner weißen Haare aufgrund eines Schimmelfaktors weiß sind.

TOFFEE: Die Vorstellung ist irgendwie gruselig, unwohl-fühl-MUIG. Ich könnte den also auch haben ohne es zu wissen.

DAISY: Ja, jeder von uns, weil jeder von uns auch weiße Haare hat. Und wir sind bunt zusammengewürfelt und wissen nichts über unsere Vorfahren. Wenn Oscar nicht kastriert wäre und die Mama Kerstin wäre so ein Zweibein, das einfach mal süße Meeribabies haben wollte, dann könnte eine von uns Damen Schimmelkinder kriegen oder sogar lauter Letal-Babies, Gott-bewahre-MUIG.


Pebbles

PEBBLES: Es passiert leider immer wieder, dass zwei unerkannte Schimmel oder Dalmatiner aufeinandertreffen, und dann wundern sich die Zweibeiner, wo die  toten Babies herkommen, traurig-MUIG.

DAISY: Laut Tierschutzgesetz ist es streng verboten, Verpaarungen vorzunehmen, aus denen Letal-Babies entstehen können. Wer Schimmel oder Dalmatiner züchtet, darf sie nur mit komplett bunten Meeris kreuzen, die kein weißes Haar haben. Bloß geben viele Züchter dann die bunten Meeribabies ab, ohne darauf hinzuweisen, dass sie aus einer Schimmel- oder Dalmatiner-Verpaarung stammen. Wegen der versteckten Schimmel ist das ein Risiko.

OSCAR: Ein verantwortungsbewusster Züchter wird doch wohl bei der Abgabe darauf hinweisen, dass ein Schimmel oder Dalmatiner in der Ahnenlinie war, hoffnungsvoll-MUIG.

TOFFEE: Das wäre wünschenswert. Aber glaub' mal nicht, dass das immer so ist.

PEBBLES: Ich fürchte auch, dass sich längst versteckte Schimmel und Dalmatiner unerkannt überall hin vermischt haben, so dass die Gefahr jetzt überall lauert, befürcht-MUIG.

JOYCE: Deshalb sollten nur sehr erfahrene Züchter mit sehr guten Genetikkenntnissen Schimmel und Dalmatiner züchten und auch nur mit Tieren, deren Abstammung ganz weit zurück komplett bekannt ist.

TOFFEE: Hm, wenn ich drüber nachdenke, haben irgendwie die meisten Meeris ein paar weiße Haare, gedankenvoll-MUIG. In die Schimmel- und Dalmatinerzucht einkreuzen darf man dann ja fast gar keine Meeris, also keine weißen, keine Himalayas, Magpies oder Meeris mit Weißscheckung oder Chinchillafaktor wie z.B. Silberagoutis, weil man ihnen allen nicht ansehen würde, wenn sie verdeckt das Schimmelgen tragen.


Toffee

JOYCE: Richtig. Dummerweise halten sich viele nicht daran und kreuzen auch Normalschweinchen ein, die weiße Haare aufgrund des Weißscheckungsfaktors haben, grimmig-MUIG.

OSCAR: Hm, das wäre also genetisch eigentlich nicht schlimm, aber dadurch wird es unmöglich, weiße Haare als Schimmelhaare zu erkennen und das Risiko steigt, dass ein unerkannter Schimmel das Gen weitergibt und ein Nachkomme irgendwann auf einen anderen unerkannten Schimmel trifft, Schlussfolgerung-zieh-MUIG.

DAISY: Ganz genau. Und außerdem schwierig ist, dass Schimmel im Lauf ihrer Entwicklung nachdunkeln. Man muss also schon die Babies nach weißen Haaren absuchen, ob es versteckte Schimmel sind, weil es sein kann, dass man diese weißen Haare beim erwachsenen Tier nicht mehr sieht.

TOFFEE: Nur gut, dass bei uns kein Nachwuchs mehr zu erwarten ist, erleichtert-MUIG. Ich weiß inzwischen so viel über die Risiken von Genen und über Schwangerschafts- und Geburtsrisiken usw., dass ich vor Angst vergehen würde, wenn ich jetzt nochmal schwanger wäre. Nur gut, dass ich meine beiden Babies damals bekommen habe als ich da noch ganz unbedarft war und dass beide einfach gesund waren, froh-MUIG.

OSCAR: Das ist wahrhaftig ein Segen, beipflicht-MUIG.


Oscar

PEBBLES: Ich möchte jetzt zum Jahresende noch einen Appell loswerden:

Liebe Leser da draußen, bitte schaut nicht nur auf das Aussehen, wenn ihr Meeris bei euch aufnehmen wollt. Wir sind alle schön auf unsere Art und vielleicht braucht ihr ja auch nicht unbedingt ein Zuchtmeeri mit einer besonderen Fellzeichnung. Geht doch einfach mal in eine Notstation oder ins Tierheim und schaut, ob ihr einfach ein liebes Meerigesicht seht, das euch anspricht. Alle Meeris, die schon auf der Welt sind, haben ein gutes Zuhause verdient und es gibt schon so viele Meeris, die auf so ein Zuhause warten. Bitte überlegt also, bevor ihr von irgendwelchen Vermehrern oder im Zooladen oder gar bei den Ebay-Kleinanzeigen Rasseschweinchen aus zweifelhaften Zuchten kauft. Keiner von uns fünf hier ist extra gezüchtet, aber wir sind trotzdem eine tolle Truppe, das sagt zumindest unsere Mama Kerstin.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Da hast du Recht, meine Süße. Darauf eine dicke Gurkenscheibe für jeden von euch.

JOYCE: Danke, Mama Kerstin. Und jetzt wünschen wir euch allen da draußen, egal ob Zwei- oder Vierbeiner oder mit Federn oder Schuppen oder Stacheln oder Hornplatten und allen, die nicht unter eine dieser Kategorien fallen, einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr 2019 mit Gesundheit und vielen glücklichen Augenblicken.

Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche im nächsten Jahr…

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Da Weihnachten auch eine Zeit des Gedenkens ist, nehmen wir heute Abschied von:
 
 

Wie wir im November erfahren haben, ist Ende Januar diesen Jahres die liebe Davina verstorben. Davina kam im September 2016 durch den Notfall in Bühl zu uns in den Verein. Hier war ein Vermehrer, der letztlich durch Druck des Veterinäramts seine Haltung beendete. Die Tiere lebten dort unter sehr sehr schlechten Bedingungen. Davina kam zusammen mit ihrer Mama und ihrer Schwester mit weiteren Tieren zu uns. Als Davina gross und schwer genug war, konnte sie in ihr Zuhause vermittelt werden, ihre Halterin hatte schon auf sie gewartet. Die liebe Kleine zog zu einer tollen Vierergruppe, hier wuchs sie zu einem wunderschönen Schweinemädel heran. Es ging ihr gut bis sie dann kurz vor ihrem Tod an Kokzidien erkrankte, der Befall war massiv gewesen. Davina wurde nur knapp 1,5 Jahre alt.

 

Davina

 

 

Auch jetzt erst erreichte uns die Nachricht, dass im Sommer 2018 die süsse Lilina verstorben ist. Die Maus war wohl ohne vorherige Anzeichen morgens nicht mehr aufgewacht. Lilina kam 2015 zu uns in den Verein, da die Haltung beendet wurde. Die hübsche damals 2jährige rote Teddydame musste nicht lange warten und zog bald darauf in ihr neues Zuhause in eine Aussenhaltungsgruppe. Hier kam sie auf Anhieb gut zurecht. Lilina wurde 5 Jahre alt. 

 

Lilina (in der Bildmitte)

 

 

Am 07.11. verstarb der liebe Justus. Justus kam 2016 zum ersten Mal zu uns in den Verein, da schwersten Herzens die Haltung beendet werden musste. Bald darauf durfte er zusammen mit seiner Freundin zu einer einsamen Meeridame ziehen. Im Jahr darauf änderten sich die Lebensumstände und die Tiere kamen allesamt zu uns zurück. Als im Aktivenkreis ein Plätzchen frei wurde, durfte der hübsche Rosetten-Bub dann in sein Für-Immer-Zuhause umziehen. Nachfolgende Zeilen hat ihm seine Mama geschrieben, hier beschreibt sie auch was passierte. Justus wurde knapp 5 Jahre alt.
 
Lieber Justus,

als im Januar 2018 unverhofft ein Plätzchen für einen Buben bei mir frei wurde, habe ich nicht lange gezögert und Dich zu uns geholt.

Sehr schnell hast Du Dich eingelebt und Dein Leben mit den Mädels ausgiebig genossen. Du warst unauffällig, lieb und hast Dich meist im Hintergrund gehalten. Außer es gab Leckerchen, da warst Du immer ganz schnell ganz vorne mit dabei und auch beim Gehegeputz warst Du munter und kontrollierend unterwegs. Man musste Dich einfach lieb haben und ins Herz schließen!

Als Du am 06.11. nicht wie immer begeistert abends die Leckerchen genommen hast, war schnell ein Termin für den nächsten Morgen beim Tierarzt organisiert. Schon beim Abhören zeigte das besorgte Gesicht der Tierärztin, dass es sehr ernst um Dich stand. Ein Röntgenbild zeigte dann das ganze erschreckende Ausmaß…sehr viel Wasser in Lunge und ums Herz. Die Tierärztin vermutete auf Grund der Symptomatik und da Du immer noch einigermaßen stabil warst, dass sich die Wasseransammlung schleichend entwickelt hatte und Du gelernt hattest, damit zu leben. Du bekamst Entwässerung in der Hoffnung, dann beim Nachröntgen ein paar Tage später das Herz darstellen und ausmachen zu können, wo Dein Problem liegt.

Dazu kam es leider nicht mehr, am selben Abend noch bist Du zuhause bei Deinen Freundinnen im Gehege für immer eingeschlafen. Es ging alles so erschreckend schnell und es ist schlimm, dermaßen hilflos zu sein…

Du fehlst Fiola, Eviana und mir sehr! Wir werden Dich nie vergessen meine kleine Hamsterbacke.


 

Justus

 

Nebel, stiller Nebel über Meer und Land.
Totenstill die Watten, totenstill der Strand.
Trauer, leise Trauer deckt die Erde zu.
Seele, liebe Seele, schweig und träum auch du.

Christian Morgenstern

 

Am 07.11. musste der hübsche Wendelin erlöst werden. Wendelin kam im Februar 2015 als kleiner Bub zu uns in den Verein. Wendelin und seine Geschwister waren ungeplanter Nachwuchs eines Schweinepärchens, da sein Papa unkastriert war. Bei uns angekommen, konnte der Schatz gleich frühkastriert werden. Er musste nicht lange warten und durfte bald darauf in sein endgültiges Zuhause ziehen. Dort fühlte er sich auf Anhieb unheimlich wohl und wuchs und gedieh zu einem wunderschönen Bock heran. Es ging ihm gut, bis er kürzlich an akuter Leukose erkrankte. Traurigerweise schlug keine Therapie an, und so musste ihn seine Halterin schwersten Herzens am 07.11. erlösen lassen. Wendelin durfte nur etwa 3,5 Jahre alt werden.

 

Wendelin

 

 

 

Am 09.11. verstarb die süsse Karla. Karla kam im Oktober 2011 mit etwa 1 Jahr zu uns in den Verein. Wie es manchmal so geschieht, verblieb die Maus in eigenen Reihen, da sich ein damals aktives Vereinsmitglied in die schöne Rosettendame verliebte. Karla zog in eine grosse Schweinegruppe, hier genoss sie fortan ihr Leben. Die liebe Maus wurde stolze 8 Jahre alt und verstarb sanft altersbedingt.
 

 

Karla

 

 

Am 16.11. verstarb ganz plötzlich die liebe Charlene. Ihre Halter fanden sie morgens entschlafen im Gehege vor. Am Abend vorher gab es keinerlei Anzeichen, dass es der Maus nicht gut gehen würde, sie war freudig, kam begeistert zum Abendessen und futterte gut, alles war wie immer gewesen.
Charlene hatte ein bewegtes Leben, sie kam 2016 zum ersten Mal zu uns in den Verein, wurde vermittelt und kam etwas über ein Jahr später mit ihrer Gruppe wieder zu uns zurück, da die Haltung beendet werden musste. Nicht lange darauf, durfte sie mit ihrer Schweinefreundin zu einem verwitweten Kastraten in ihr neues Zuhause ziehen. Die süsse Meeriedame fühlte sich auf Anhieb wohl und die drei wurden ein super Team. Charlene wurde 5 Jahre alt.

 

 

Charlene

 

 

Am 18.11. ist der liebe Senior Nimo verstorben. Nimo kam 2014 zu uns in den Verein, da die Haltung beendet wurde. Der hübsche Schweinemann musste nicht lange warten, wurde bald von seinen neuen Haltern angefragt und durfte somit in sein neues Zuhause zu drei reizenden Damen ziehen. Er fühlte sich sehr wohl. Im Laufe der Zeit überlebte Nimo alle seine Damen, bekam aber stets wieder Gesellschaft, so dass der Charmeur Bekanntschaft mit mehreren hübschen Schweinedamen machte. Im September diesen Jahres hatte er eine Phase, in der er etwas an Gewicht verlor und schwächelte, durch Zufüttern seitens seiner Halter, fing er sich wieder, bekam sein altes Gewicht zurück und war auch sonst wieder munter. Etwa 3 Tage vor dem 18.11. begann er deutlich abzubauen, er kam noch zum Fressen, bewegte sich sonst aber nicht mehr viel und ruhte sehr viel. Seine besondere Schweinefreundin sass bei ihm, als er am Morgen des 18.11. zu Hause entschlief. Nimo durfte stolze 8 Jahre alt werden.

 

Nimo

 

 

Mitte November ist der Himalaya-Bub Chocolate verstorben. Der wunderschöne Chocolate kam im Oktober 2015 zu uns in den Verein. Seine Schweinekumpels waren verstorben und die Haltung sollte beendet werden. Es ging nicht lange schon kamen die ersten Anfragen für ihn. Letztlich zog er dann zu 5 Weibchen, und war auch auf Anhieb schwer am Brommseln und Bewerben seiner Damen. So ging es ihm augenscheinlich gut bis eben der November kam. Seine Halterin fand den Bub morgens stark aufgegast vor, zum Tierarzt schafften sie es nicht mehr rechtzeitig, Chocolate ist noch in der Transportbox verstorben. Chocolate wurde nur 4 Jahre alt.

Chocolate

 

Am 19.11. verstarb der liebe Newton. Newton war im November 2012 zusammen mit seinen Geschwisterchen als kleiner Baby-Bub zu uns in den Verein gekommen. Es dauerte nicht lange und Klein-Newton durft in eine superschöne Boygroup ziehen, in der er sich auch auf Anhieb sehr wohl fühlte. Hier wuchs und gedieh der kleine Mann zu einem wunderschönen Schweinebock heran. Newton hatte das grosse Glück direkt in sein Für-Immer-Zuhause zu ziehen, wo er geliebt und bestens versorgt wurde. Im Laufe der Zeit überlebte Newton all seine Freunde der Originalgruppe, aber es durften immer wieder liebe Böckchen in die Familie kommen und nachrücken. Durch seine liebe und ausgelichene Art kam Newton mit allen Tieren zurecht. Im Oktober diesen Jahres feierte Newton seinen 6. Geburtstag. Im Sommer zuvor hatte er eine Mittelohrentzündung überstanden und er berappelte sich wieder. Anfang Oktober ging es ihm erneut nicht so gut, ein Tierarztbesuch brachte die Diagnose, dass Newton Herzprobleme bekommen hatte. Er wurde medikamentös eingestellt und zunächst brachten diese auch Erfolg, Newton ging es besser obwohl die Tierärztin bereits wenig Hoffnung machte. Nach seinem Geburtstag wurde der liebe Senior immer ruhiger, und eine Ahnung machte sich breit, dass er sich wohl langsam auf den Weg machen würde. Am Essen hatte er bis zuletzt Interesse und bettelte sogar nach seinen geliebten Erbsenflocken. Auch an seinem letzten Abend kam er für eine Extra-Runde frischer Kräuter aus dem Häuschen. Über Nacht hatte er dann still und leise seine Köfferchen gepackt, so dass seine Menschenfreundin ihn am Morgen entschlafen vorfand. Der Schmerz sitzt tief, folgende Zeilen hat sie für ihren Schatz geschrieben:
 
Mein lieber Newton,
du warst eines dieser ganz besonderen Schweine! Du warst der Ruhepol, du hast einen ganz tiefen Frieden in dir getragen, den man nicht beschreiben kann. Als du mit 2,5 Monaten bei uns eingezogen bist, hast du eine Runde durchs Gehege gedreht, dich bei allen deinen drei neuen Freunden vorgestellt: "Hallo, ich bin der Newton!" - und das war's! Noch nie habe ich so etwas erlebt. Ein Schweinchen, so ruhig, so ausgeglichen, so tiefenentspannt. Kommt in eine Bockgruppe und es passiert - nichts! Du warst dein ganzes Leben lang so. Und genau deswegen vermissen wir dich so sehr. Du hast nur durch deine ruhige Ausstrahlung stets für Ruhe gesorgt in den Bockgruppen, in denen du gelebt hast. Und auch mir hast du immer wieder gezeigt, dass das Leben so viel leichter ist, wenn man gelassen durch geht. Ich konnte so viel von dir lernen.
Ach, mein wunderbarer Newton! Jetzt bist du im Himmel, bei deinen Freunden, die schon vorausgegangen sind. Bei Morris, Donald und Aureo, deiner ersten Gruppe, in der du hier deine zwei ersten Jahre verbracht hast. Und bei Benny und Pauli, die viel zu früh gehen mussten.
Deine Kumpels hier unten vermissen dich sehr. Aber auch sie hast du mit deiner unglaublich gelassenen Art geprägt. Pat, dein kleiner "Zieh-Enkel" ist dir so ähnlich geworden. Aber das Gehege ist so leer ohne dich! Es fehlt dein fragender Blick aus dem Häuschen, der nach Löwenzahn, Petersilie oder Erbsenflocken verlangt, es fehlt deine wunderbare Art und Weise. Und doch ist da dein ruhiger Lebensgeist und der wird nicht mehr gehen. Den werden Einstein, Archimedes, Pat und Samu in sich tragen und weitergeben. Und ich werde dich nie vergessen, werde immer noch jedem begeistert von meinem Newton erzählen, DEM Newton, das unglaublich entspannte Meerschweinchen, von dem wir uns in unserem hektischen Alltag alle mal eine Scheibe abschneiden können.
Dein Platz hier wird nicht zu füllen sein, denn es ist keine Lücke, die du hinterlässt - es ist ein Krater, den der Tod in unseren Boden hier gerissen hat.
Du hast ein schönes Alter erreicht, doch ich hätte dir ein viel längeres Leben gewünscht.
Ich könnte schreiben und schreiben, aber ich weiß, dass du weißt, dass du hier unvergessen bleiben wirst.
 
FLIEG, Newton! Wir haben dich unglaublich lieb!
Rebekka & Jürgen, Einstein, Archimedes, Samu und Pat

Newton

 

 

 

Am 23.11. musste die wunderbare Fieby erlöst werden. Die hübsche Rosettendame kam im August 2017 zu uns in den Verein. Als bald darauf ein Plätzchen in der Gruppe einer unserer Aktiven, genauer gesagt, der Autorin dieses Beitrags, ein Plätzchen frei wurde, durfte Fieby dort auf ihren Altersruhesitz ziehen, denn die Maus war laut ehemaliger Halterin ca. 6,5 Jahre alt. Doch von Alter konnte man bei Fieby nicht sprechen, die Maus war mehr wie rüstig, aufgeweckt, munter, neugierig und lebenslustig. Dies blieb so bis zuletzt.
Im November 2017 stellte sie das Fressen ein, wurde voll gepäppelt und durch ein Röntgenbild sah man, dass sie einen Eierstockstumor hatte. Durch Schmerzmedikation, die später wieder ausgeschlichen werden konnte, berappelte die Maus sich wieder. Im Dezember des gleichen Jahres bekam sie noch in Narkose eine Zahnkorrektur, da durch das Nicht-Fressen Spitzen entstanden waren. Fiebs, wie sie liebevoll genannt wurde, hatte das alles prima überstanden und war wieder ganz die Alte.
Ende Januar bildete sich bei der lieben Maus ein Abszess am Kiefer, der aus dem Nichts kam, sie wurde erneut in Narkose gelegt und der untere linke Schneidezahn musste entfernt werden. Gott sei Dank, heilte alles wunderbar ab. Fiebs blieb ein Dreizahn, kam damit aber wunderbar zurecht. Diese Schweinedame war der absolute Hammer, sie kämpfte sich erneut zurück, auch nach dieser Sache war sie wieder ganz die Alte, hatte Schwung und Lebensfreude. Die nun nötig gewordene Zahnkorrektur des Gegenspielers von dem fehlenden Schneidezahn etwa alle drei Wochen meisterte Fieby mit Bravour und lockerer Coolness. Sie wurde homöopatisch unterstützt, zugefüttert und bekam am Abend eine Extra-Ration Gemüse ganz für sich alleine. Sie wusste ganz genau, wann es jeweils soweit war und oftmals wartete sie schon freudig.
So verging das Jahr bis Anfang November 2018. Es ging Fieby immer noch gut, allerdings wuchs der Tumor nun in erschreckend rasanter Weise. Fiebs hatte wöchentlich heftige Gewichtszunahmen. Leider konnte auch die Medikationsanpassung der Homöopatika nichts mehr aufhalten. So etwa ab dem 21.11. wurde sie etwas verhaltener, am 22.11. ruhte sie sehr viel, war kurzatmig, pumpte, nahm nicht mehr viel Päppelbrei und mochte auch nicht mehr so viel Gemüse fressen, sie futterte hauptsächlich Salat. Als sie morgens dann nicht mehr fressen wollte, war der Weg klar. Beim Tierarzt wurde dann festgestellt, dass der Tumor wohl auf die Lunge gestreut hatte.
Fieby war eine unglaubliche Kämpferin, auch in diesem Stadium, der ganze Körper schwer, der Tumor war gefühlt überall, schweratmend, sass sie noch aufrecht und hatte einen wachen Blick, sie hatte nicht aufgegeben.
Das machte es umso schwerer, aber ihr Körper konnte nicht mehr und alles andere wäre hässlich geworden und hätte grösseres Leid gebracht, so wurde die Maus schwersten Herzens erlöst. 

Ich bin wirklich von Herzen froh, dieses ganz besondere Mädchen kennengelernt zu haben, sie war einfach nur bewundernswert. Ihre Lebhaftigkeit, ihre Lebensfreude, ihr Lebensmut, ihre liebreizende Art, sie war so sanft und lieb und doch so kämpferisch und stark. Sie hat unser Leben so bereichert, sie fehlt einfach entsetzlich. Wie gerne hätte ich mehr Zeit mit dieser freundlichen Seele verbracht. Folgende Worte sind für dich mein Schatz:

Liebe Fiebsy,
ich möchte dir danken für die schöne, natürlich viel zu kurze aber dafür intensive gemeinsame Zeit. Du bist meine Heldin. Du hast so oft Stärke und Lebensbejahung gezeigt. Es ist immer so schwer in dieser Situation die richtigen Worte zu finden. Es war eine Freude an jedem Tag wenn ich in dein wunderschönes Gesichtchen geschaut habe. Ich hab dich lieb und vermisse dich schmerzlich, aber immer denke ich an dich mit einem Lächeln im Gesicht. Danke, dass du da warst, Danke für das was du uns vorgelebt hast. Doch nun lass dich nicht aufhalten, geh wohlgemut, ich denke, du bist nun frei von aller Krankheit, das ist mir ein Trost, nimm all unsere Liebe mit, bis irgendwann mein Mäuschen.
In Liebe
Deine Familie

 

 

Fieby

 

Ein Engel ist zur Erde gekommen und hat Dich mit in den Himmel genommen.
Er hält Dich sicher, er hält Dich warm, ich hoffe Du fühlst Dich geborgen in seinem Arm.

(unbek. Verfasser)

 

 

 Am 25.11. ist ganz dramatisch Patenschweinchen Delia verstorben. Delia war erst am 22.11. zu uns in den Verein zurückgekommen. Somit war sie noch nicht auf der Patenseite zu finden. Doch nun von Anfang an. Delia hatte ein bewegtes Leben. Sie ist im Jahr 2012 geboren und wurde von ihren ursprünglichen Haltern (unwissentlich) trächtig in einem Zoofachgeschäft gekauft. Sie brachte zwei gesunde und muntere Babies zur Welt. Aus gesundheitlichen Gründen musste dann etwa 1/2 Jahr später die Haltung beendet werden und alle Tiere kamen zu uns in den Verein. Es dauerte nicht lange und Delia konnte nun in ihr neues Zuhause in eine grössere Gruppe ziehen. Hier lebte sie zunächst in Aussen- dann in Innenhaltung, schliesslich erneut wieder in Aussenhaltung. Delia bekam ein vergrössertes Herz und litt an Herzinsuffizenz. Sie wurde aus privaten Gründen wieder an uns zurückgegeben. Aufgrund ihrer Erkrankung wäre Delia natürlich nicht mehr vermittelt worden. In der Pflegestelle zusammen mit ihrer Schweinefreundin angekommen, waren sie noch am Eingewöhnen, am 25. ging dann alles dramatisch schnell. Delia kam eben freudig quiekend angelaufen und wollte ihr Gurkenstück abnehmen, da kippte sie einfach zur Seite weg und blieb so liegen. Die entsetzte Pflegemama brauste sofort in die Tierklinik, hier wurde Delia umgehend versorgt, bekam Infusionen, Sauerstoff etc. Traurigerweise wurde ihre Atemnot immer grösser, sie bekam immer weniger Luft, so stimmte die Pflegemama schwersten Herzens der Erlösung zu. Delia wurde 6 Jahre alt.

 

Delia (rechts im Bild)

 

 

Es erreichte uns die Nachricht, dass auch die liebe Marla verstorben ist. Leider viel die Nachricht sehr knapp aus, auch war es uns im Nachhinein nicht möglich nähere Angaben zu erhalten, so wissen wir traurigerweise weder den genauen Todestag noch die Umstände.
Marla kam 2015 zu uns in den Verein. Sie wurde zusammen mit ihrer Freundin von einer tierlieben Dame aus einem Messihaushalt gerettet und bei uns abgegeben. Die hübsche Rosetten-Mix Dame sass auch nicht lange in der Vermittlung schon kamen die ersten Anfragen. Marla zog in eine nette Schweinchengruppe, in der sie sich auch sehr wohl fühlte. Wir besuchten Marla im Laufe der Zeit wie üblich mehrfach und sie war immer munter, agil und es ging ihr gut, sie war eine glückliche Schweinedame. Marla wurde nur 5 Jahre alt.
 
Marla
 
 
Am 26.11. musste die hübsche Tessi erlöst werden. Tessi kam im November 2013 zu uns in den Verein, da die Haltung beendet wurde. Es dauerte nicht lange und die wunderschöne Sheltiedame durfte zusammen mit ihrer Freundin aus der Pflegestelle zu ihrer neuen Familie ziehen. Dort warteten bereits ein sehr lieber Kastrat und zwei weitere Mädels auf die beiden. Die Schweinchen fanden sich schnell als Gruppe zusammen und wurden eine richtig tolle Truppe. Die Tiere haben dort ein wunderbares Zuhause, werden gehegt, gepflegt und verwöhnt, so ging es Tessi auch immer sehr gut. 2017 wurde bei Tessi ein Tumor im Bauchraum diagnostiziert. Die tapfere Lady lebte für eine lange Zeit gut und beschwerdefrei damit. Einzig das rückläufige Gewicht und ihr unbändiger Hunger zeigten, dass der Tumor zehrte. In den letzten Wochen bekam Tessi dann Schmerzmittel, womit sie dann wieder gut leben konnte. Als sie letztlich schwach wurde und trotz der Schmerzmittel kaum noch laufen konnte sowie zudem keinen Appetit mehr hatte, wussten ihre Halter, dass der Zeitpunkt gekommen war, schwersten Herzens liessen sie ihre tafpere und liebe Maus gehen, um ihr Schmerzen und Leid zu ersparen. Nachfolgene Zeilen haben sie ihr geschrieben. Tessi durfte 6,5 Jahre alt werden.
 
Meine liebe kleine Tessi, 

Im Januar wären es 5 Jahre geworden seit du mit Toffee bei uns eingezogen bist.
Du warst immer so ein liebes Schweinchen, zu allen freundlich und trotz Deiner Zysten niemals zickig.
Wir haben so schöne Jahre zusammen gehabt, dass es mir sehr schwer gefallen ist dich gehen zu lassen.
Alle Deine Lebensgefährten sind dir schon voraus gegangen, so dass dein Willi jetzt ganz alleine ist.
Aber keine Angst, ich kümmere mich um ihn, er muss nicht alleine bleiben.
Mach's gut kleine Maus und grüße mir meine anderen Lieblinge.

In Liebe
Deine Familie
 
Tessi
 
 

 

Kommt gut an, ihr Lieben!

 

 


 

Hallo ihr Lieben,

 

ich bin´s, eure Rubina.




Ich möchte Euch jetzt doch endlich mal berichten, wie es mir in der letzten Zeit so ergangen ist.

Schließlich ist soooo viel Neues passiert.
Also erstmal ist mir der hässliche Tumor aus dem Bauch heraus operiert worden, was ich zum Glück auch sehr gut überstanden habe😅
Als ich dann soweit wieder fit war, kam plötzlich Jemand, hat mich in einen Transportkorb gesteckt und ich musste gaaaaanz lange Autofahren.
Mitten in der Nacht wurde ich dann in ein großes Gehege gesetzt, wo ich trotz der späten Stunde von 6 verschlafenen Schweinchen freudig begrüßt wurde.
Am nächsten Morgen hatten wir uns bereits so gut miteinander bekannt gemacht, dass ich mich mit den Anderen hungrig aufs Frühstücksbuffet stürzen konnte.
In den nächsten Tagen ging es dann sogar nochmal raus ins Grüne, weil es ja noch im Oktober so schön warm draußen war.
Inzwischen geht das aber leider nicht mehr, seufz 😔

Hier seht ihr mich mit meinen Freunden bei einem Ausflug nach draussen, na, habt ihr mich entdeckt?? ;-)

(kleiner Tipp: wer meint ihr wohl ist ganz vorne mit dabei...??!??)

 

Du lecker China-Schilf ich krieg dich..


Aber das Innengehege gefällt mir auch sehr gut und meine neuen Kumpels sind echt nett- leider auch sehr gefräßig.
Da muss ich mich schon beeilen, dass ich genug abbekomme- bin schließlich ein ganz zartes Mädchen.

Hallo Pflegemama, Eeeeeeeeerbsenflooooooken biiiiiiiiiittteeeeee...


Mein spezieller Freund ist unser Haremswächter Carlchen, er ist auch ein SOS‘ler und sehr lieb zu mir.

Hier seht ihr mich mit meinem Carlchen *schmacht*


So, jetzt seid ihr auf dem Laufenden und wisst, wie es mir geht.
Ganz liebe Grüße von eurer Rubina

 


 

Babsy (SOS-Bembina) und Ringo grübeln, was sie wohl morgen unter ihrem Weihnachtsbäumchen finden:

Erbsenflocken??? Grüner Hafer??? Eine Extra-Gurke??? Oder, oder, oder...

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